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Neueste Artikel

9. Januar 2026

Der Standard-Branch in Git ist seit einiger Zeit main, anstatt des veralteteten master. Wer Projekte, die Forgejo nutzen, vom Branch master auf main umstellen möchte, muss den Standard-Branch entsprechend anpassen. Im ersten Schritt sollte lokal der main-Branch aus dem master-Branch erzeugt und auf den Server gepusht werden:

git checkout master
git branch -m main
git push -u origin main

Anschließend kann in Forgejo der Standardbranch von master zu main geändert werden. Dies geschieht in den Einstellungen des Repositories unter Branches:

Die Einstellungen des Repository

Nun kann der Branch auf dem Git-Server gelöscht werden:

git push origin --delete master

Ist dies geschehen, kann der lokale Branch ebenfalls gelöscht werden:

git branch -D master

Auf verbleibenden lokalen Repositories kann die Aktualisierung nun wie folgt vorgenommen werden:

git pull
git checkout main
git branch -D master

7. Januar 2026

Ein Upgrade einer Stable-Distribution ist nicht so einfach. Am Beispiel meiner Raspberries zeige ich, wie es geht. Dabei stellt sich die Frage, ob Stable-Modelle wirklich besser sind, als Rolling-Releases.

Im vergangenen Herbst habe ich meinen Raspi3 von Bullseye über Bookworm auf Trixie hochgezogen. Wobei "hochgezogen" zu viel gesagt ist, weil ich bei dieser full-upgrade Geschichte grandios gescheitert bin. Zum Schluss lief genau gar nichts mehr, weshalb ich die SD-Karte mit RasbianOS neu beschreiben musste. Das war nicht so schlimm, weil auf meinem Raspi3 nur das Badezimmer-Radio läuft. Dennoch war die Prozedur ärgerlich:

  • Den Raspi aus dem Spielschrank raus klauben
  • Das Gerät an einen externen Bildschirm und an eine Tastatur anschliessen
  • SD-Karte neu flashen
  • Diverse Einstellungen vornehmen
  • Badezimmer-Radio einrichten
  • Testen

Danach lief der Raspi3 mit Debian-Trixie und lässt mich hoffentlich bis zum 30. Juni 2030 in Ruhe (LTS).

Nach dieser Erfahrung war das Trixie-Upgrade für meinen Raspi4 ein Angst-Projekt. Im Gegensatz zum kleinen Raspi, laufen auf dem 4er wesentliche Dienste, auf die ich im Alltag nicht verzichten kann:

  • Mein Fileserver, auf dem alle zentralen Daten liegen.
  • Der Music Player Daemon (MPD), den ich für den täglichen Musikgenuss brauche.
  • Eine Bildersammlung, die ich auf dem TV betrachten möchte.
  • Raspotify, um Musik von Spotify vom Raspi auf die Stereoanlage zu streamen.

In beiden Fällen (Raspi3 und Raspi4) habe ich diese Anleitung zum Upgrade von Debian Bookworm auf Trixie verwendet: https://forums.raspberrypi.com/viewtopic.php?t=392376

Bemerkenswert sind die Informationen zu Beginn dieses Blogposts (übersetzt):

Wie immer bei größeren Debian-Versions-Upgrades empfehlen wir, ein bestehendes Bookworm-Image nicht zu aktualisieren, und bieten keinen Support für Probleme, die dabei auftreten können. Wir empfehlen immer, mit einem sauberen Trixie-Image (entweder von Raspberry Pi Imager oder der Software-Seite auf der Website) zu beginnen und alle Programme und Daten, die Sie benötigen, aus Ihrem vorherigen Bookworm-Image zu installieren.

Wir tun zwar unser Möglichstes, um sicherzustellen, dass ein Upgrade eines Bookworm-Images theoretisch möglich ist, können jedoch nur saubere Images testen. Wir können nicht jede Kombination von Software und Konfiguration testen, die ein Benutzer möglicherweise angewendet hat, und solche Änderungen können dazu führen, dass das Update auf eine Weise fehlschlägt, die wir nicht vorhersagen können, was zu einem beschädigten und nicht wiederherstellbaren System führen kann.

Sie sollten nicht versuchen, ein System zu aktualisieren, auf das Sie angewiesen sind, und Sie sollten nicht versuchen, ein System zu aktualisieren, ohne zuvor eine vollständige Sicherung durchzuführen. Wir übernehmen keine Verantwortung, wenn dieser Vorgang zu einem beschädigten Image führt – wir können lediglich sagen, dass der hier beschriebene Aktualisierungsvorgang getestet wurde und auf dem neuesten sauberen Bookworm-Image funktioniert. Wenn Sie dies dennoch tun, geschieht dies auf eigene Gefahr.

Das erinnert mich an meine Ubuntu-Zeiten. Jedes halbe Jahr hatte ich den kalten Schweiss im Gesicht. Läuft das System noch, oder muss ich alles neu einrichten? Zum Glück habe ich mich vor 5 Jahren von den "stabilen" Distributions-Modellen verabschiedet und bin auf eine kuratierte Rolling-Distro (Manjaro) umgestiegen. Seitdem herrscht "peace of mind".

Doch was für den Desktop sinnvoll ist, gilt noch lange nicht für einen Server, auch wenn es nur ein Raspberry Pi ist. Die Migration von Bookworm zu Trixie auf meinem Raspi4 hat ca. 3 Stunden meiner Aufmerksamkeit beansprucht und ein paar Posts in unserem HELP-Raum benötigt. Nachdem ich der Anleitung streng gefolgt bin, kam es beim zeitaufwendigen vorletzten Schritt zu einer Unterbrechung der SSH-Verbindung mit dem Raspi. Ob es an einem Timeout der SSH-Session oder einer Unterbrechung der Netzwerkverbindung lag, weiss ich nicht. Tatsache war, dass ich nicht mehr wusste, wie weit der langwierige Upgrade-Prozess durchgelaufen war.

Tipp: Ein Blick in tail /var/log/apt/history.log schafft Klarheit. Ausserdem sollte man sich exakt an die Anleitung halten.

Nachdem ich eine Stunde gewartet hatte, um noch laufenden Prozessen genügend Zeit zu geben, habe ich den letzten Schritt wiederholt und bin danach gemäss der Anleitung fortgefahren. Zum Schluss folgte ein sudo reboot und die Hoffnung, mich wieder mit dem Raspi verbinden zu können. Das gelang, sodass ich die Services testen konnte (siehe oben). Alle Dienste funktionierten einwandfrei, womit ich einen Haken hinter die Aufgabe "Raspi4-Upgrade" setzen konnte. Na ja, eine Funktion läuft noch nicht (sie lief auch vorher nicht), nämlich der Alias "play":

play='_y(){ mpv --ytdl-format=bestaudio ytdl://ytsearch:"$*";}; _y'

Da jammert der Audio-Stack auf dem Raspi. Wer es bisher nicht weiss: Dieser Alias spielt ein beliebiges Musikstück von YouTube ab. Geht z.B. so: play "abba mama mia". Egal, dieses Problem bekomme ich noch in den Griff. Die Hauptsache ist, dass das Upgrade auf Trixie überhaupt funktioniert hat. Ich hätte es bedauert, in tagelanger Arbeit, alles wieder neu einrichten zu müssen.

Fazit

Nun frage ich mich, ob ein Stable-Release tatsächlich die beste Wahl für einen Server ist. Wegen der Sicherheitsupdates muss man auch einen Server, der mit einem Stable-Release läuft, ständig im Auge behalten. Wie wäre es, einen Server mit einem Rolling-Release zu betreiben? Wer auf Container-Formate setzt, hat sich ohnehin schon für Rolling entschieden. Die vermeintliche Stabilität der Dienste/Anwendungen steht in Konkurrenz zu den nicht behobenen Sicherheitslücken, die man sich ohne regelmässige Updates einhandelt. Nach meiner Meinung, erspart man sich mit einem semi-rolling Release-Modell den jährlichen Angstschweiss.

Welche semi-rolling Distros gibt es?

Ja, bei der Auflistung der semi-rolling Distros habe ich schnell aufgegeben, weil sich die renommierten Seiten nicht einig sind. Die Begriffe "semi-rolling" oder "curated-rolling" sind nicht klar definiert. Ich definiere "semi-rolling" so: Semi-rolling Releases basieren auf rolling Releases, wie z.B. Arch Linux oder openSUSE Tumbleweed. Massgeblich für den Status "semi-rolling" ist, dass die Pakete eine zusätzliche Testrunde, im Vergleich zu den neuesten Paketen durchlaufen haben. Dadurch erscheinen sie etwas später, als die "rolling Pakete" und sind ein wenig besser vor frühen Fehlern geschützt.

Wofür entscheidet ihr euch auf euren Servern: gelegentlich etwas flicken, oder alle paar Jahre die grosse Krise?

Titelbild: https://pixabay.com/photos/tart-raspberries-whipped-cream-1283822/

Quelle: https://forums.raspberrypi.com/viewtopic.php?t=392376


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4. Januar 2026

Es ist der erste Sonntag im Monat (und des Jahres 2026) und damit Digital Independence Day (di.day). Um kurz zu erklären worum es geht, zitiere ich von der vorstehend verlinkten Seite:

Unser digitales Leben befindet sich in der Hand weniger Superreicher. Mit der Monopolstellung ihrer Unternehmen bestimmen Menschen wie Elon Musk, Jeff Bezos oder Mark Zuckerberg weltweit, wie wir uns online informieren, wie wir diskutieren, kommunizieren oder handeln. Einen solchen unkontrollierten Einfluss sollte kein Mensch und kein Unternehmen besitzen, weil wir dann nicht mehr in Freiheit leben können.

Alternativlos erscheinen die Angebote von Big Tech nur durch ihre übergroße Sichtbarkeit. Dabei gibt es zu Social-Media-Plattformen, Online-Einkauf oder Videostreaming eine Vielzahl gesellschaftsschonender Alternativen.

Freie Software und Open Source Software bieten jede Menge Alternativen zu den zentralen Diensten kommerzieller Anbieter. Doch nicht jede/r kann oder möchte diese Dienste selbst hosten. Für diese Menschen möchte ich in diesem Beitrag drei tolle Projekte aus Deutschland vorstellen, welche eine Vielzahl von Diensten (kostenlos) für euch zur Nutzung bereitstellen.

adminForge – Self-hosted Open Source Services & Linux Admin Tutorials

Unter der URL https://www.adminforge.de stellt Stefan Giebel (Stand 2025-12-27) auf 19 Servern insgesamt 72 verschiedene Dienste bereit. Und zwar nach eigenen Angaben frei, ohne Tracking, ohne Logging und ohne Werbung. Die verfügbaren Dienste gliedern sich in die Themenbereiche:

  • Netzwerk & Verwaltung
  • Online-Dienste
  • Soziales & Kommunikation
  • Alternative Frontends
  • Büro & Produktivität
  • Datenaustausch
  • Sicherheit & Datenschutz
  • Bildung & Referenz
  • Nachrichten & Lesezeichen
  • Push-Benachrichtigungen
  • Fernarbeit

Eine aktuelle Übersicht aller Dienste findet ihr unter der URL: https://adminforge.de/#services

Ich selbst nutze in 2026 die folgenden Dienste von adminForge:

Stefan bietet diese Dienste kostenlos an. Er freut sich, wenn wir seine Arbeit mit einer Spende unterstützen, was ich gerne tue.

Anoxinon e.V. – für ein gemeinschaftliches Internet

Anoxinon e.V. ist ein Verein, der sich der Förderung von Datenschutz und freier Software durch Bereitstellen von Informationen und alternativen Internetdiensten verschrieben hat. Aktuell stellt der Verein 5 Dienste bereit.

MIt https://social.anoxinon.de/@Tronde bin ich auf der Mastodon-Instanz des Vereins zuhause.

Der Verein finanziert sich ausschließlich über Mitgliedsbeiträge, Spenden und ggf. Zuschüsse.

tchncs.de

Seit ca. 2012 betreibt Milan unter tchncs.de Webdienste für die Öffentlichkeit. Das Angebot ist werbefrei und trägt sich durch freiwillige Spenden seiner NutzerInnen.

Am 01.01.2026 habe ich 21 Dienste gezählt, die sich auf die folgenden Kategorien verteilen:

  • Social
  • Collaboration
  • Chat
  • Blog
  • Development
  • Gaming

Aktuell nutze ich keinen der angebotenen Dienste aktiv. Gelegentlich arbeite ich in einem dort gehosteten Cryptpad mit.

Ich finde das großartig und bitte um eure Unterstützung

Privatpersonen und ein Verein stellen hier datensparsame Dienste kostenlos zur Nutzung bereit. Die Dienste, welche ich selbst aus diesem Angebot nutze, empfinde ich als stabil und zuverlässig.

Dafür, dass ich selbst keinen Betriebsaufwand habe, bin ich gerne bereit, diese Projekte durch unregelmäßige Spenden zu unterstützen.

Getreu dem Motto „tue Gutes und rede darüber“ könnt auch ihr den „Digital Independence Day“ und die drei hier vorgestellten Projekte unterstützen, z.B. indem ihr diesen Beitrag in euren Netzwerken teilt. Damit helft ihr, den Bekanntheitsgrad und potenziell die Anzahl der Spenden zu steigern.

1. Januar 2026

Auf meinem Notebook verwalte ich die Netzwerkverbindungen mit NetworkManager. Gestern wurde mir angezeigt, dass die WLAN-Verbindung eingeschränkt funktioniert. Aber es hat alles funktioniert. Ein Bug?

Nicht wirklich. Einige Distributionen die NetworkManager anbieten, führen Pings auf eine bestimmte Internetadresse aus um die Internetverbindung zu testen. Verwendet werden hierfür beispielsweise die Adressen http://nmcheck.gnome.org/check_network_status.txt und http://static.redhat.com/test/rhel-networkmanager.txt. Oder in meinem Fall http://ping.archlinux.org/nm-check.txt.

Und genau diese Adresse war gestern nicht erreichbar. Somit war die Verbindung gestern für NetworkManager eingeschränkt, obwohl sie es nicht war. Dieser Test ist also nur dann aussagekräftig, wenn die angepingte Internetseite funktioniert.

Wer diesen Test deaktivieren will, kann beispielsweise unter /etc/NetworkManager/conf.d/ die Datei 20-connectivity.conf mit folgendem Inhalt anlegen.

1[connectivity]
2enabled=false

Wer eine andere Adresse nutzen möchte, kann die gleiche Datei mit folgendem Inhalt anlegen (anstelle von xxx trägt man die gewünschte Adresse ein).

1[connectivity]
2uri=xxx

31. Dezember 2025

Im Blog thematisiere ich oft Open-Source-Software, aber in der Wissenschaft gibt es ein kleines Geschwisterchen namens Open Access, das ebenso interessant ist. Open Access bedeutet, dass wissenschaftliche Publikationen online frei lesbar sind - idealerweise zusätzlich mit klaren Nachnutzungsrechten wie CC-Lizenzen. Dabei geht es darum, dass der Zugang zu wissenschaftlichen Arbeiten oft durch Bezahlschranken der Verlage eingeschränkt wird. Warum die Rolle der Verlage überhaupt so zustande gekommen ist, hat historische Gründe und ist langjähriger Bestandteil von Diskussionen. Auch hier handelt es sich um ein Geschäftsmodell, das in der analogen Welt seine Berechtigung hatte, sich mit zunehmender Digitalisierung aber immer stärker rechtfertigen - oder gar neu erfinden - muss.

In den vergangenen Jahren nimmt allerdings auch Kritik an den Bezahlschranken zu, zumal viele Forscher, die auf diese Zugänge angewiesen sind, an staatlichen Forschungseinrichtungen arbeiten, die somit sowohl den Zugang zu Forschungsergebnissen als auch die Forschung selbst mit Steuergeld bezahlen müssen. Die oftmals unentgeltliche Tätigkeit für das Peer-Review bleibt hier ganz außen vor. Einige Regierungen und Forschungsförderer haben daher Open-Access-Strategien ins Leben gerufen, die vermehrt Druck auf die Akteure machen. Gerrit hat hierzu auch noch einmal einen kleinen Exkurs geschrieben.

In der Informatik und speziell der IT-Sicherheit haben wir das Glück, vergleichweise wenige Bezahlschranken anzutreffen. Als Beispiel pflegt USENIX traditionell Open Access und viele Papers sind auch auf arXiv in ihren Preprints verfügbar. Generell gibt es auch hier nicht die klassischen Verlage, sondern eher Fachgesellschaften, die mit ihren Bibliotheken und Proceedings der Konferenzen andere Teile querfinanzieren.

Ab dem 1. Januar 2026 werden alle bei der ACM bisher und zukünftig veröffentlichten Publikationen frei zugänglich sein.

Diese Umstellung ist das Ergebnis eines Prozesses, der 2020 angeschoben wurde und seinen ersten Meilenstein im April 2022 hatte, als 50 Jahre Archivinhalte öffentlich verfügbar wurden. Jetzt sind somit alle Inhalte dran.

Die Kosten werden dabei über Publikationsgebühren (APCs) abgedeckt, die typischerweise über Autor bzw. Institution laufen - es sei denn, die Einrichtung ist Teil des ACM-Open-Programms mit einer Pauschalbezahlung. Dieses Programm befreit einerseits von diesen Einzelgebühren und schaltet Komfortfunktionen in der Online-Bibliothek frei.

Wie nun diese Form von Open Access forschungspolitisch aufgenommen wird, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Jetzt können wir erstmal auch außerhalb von Universitätsbibliotheken den Zugang zu Papers wie The UNIX time-sharing system, Go To Statement Considered Harmful, A method for obtaining digital signatures and public-key cryptosystems oder auch Reflections on trusting trust genießen. In "Reflections on trusting trust" hatte übrigens Ken Thompson schon 1984 Supply-Chain-Attacken vorweggenommen.

In diesem Jahr hat Mozilla seinen Browser Firefox mit Tab-Gruppen sowie vertikalen Tabs um zwei neue Tab-Funktionen erweitert, welche sich von vielen Nutzern gewünscht worden sind. Weitere Verbesserungen der Tabs sind in Vorbereitung: Für den Desktop kommen geteilte Tabs sowie Notizen für Tabs. Firefox für Android bekommt Tab-Gruppen.

Die Möglichkeit, Tabs in Gruppen zu organisieren, war das meistgewünschte Feature der Firefox-Community. Vertikale Tabs als Alternative zur horizontalen Tableiste standen auf Platz 3. Beide Features hat Mozilla in diesem Jahr ausgeliefert. An zwei weiteren Tab-Funktionen für den Desktop arbeitet Mozilla bereits, welche Nutzer einer Nightly-Version von Firefox auch schon testen können.

Geteilte Tabs

Geteilte Tabs beschreiben die Möglichkeit, zwei Tabs gleichzeitig nebeneinander darzustellen. Eine geteilte Ansicht kann ganz einfach über das Kontextmenü eines Tabs erstellt werden. In der zweiten Fensterhälfte steht dann eine Liste aller bereits geöffneten Tabs zur Verfügung. Ansonsten ist natürlich auch eine direkte Eingabe über die Adressleiste oder das Öffnen eines Lesezeichens möglich – ganz gleich, wie man sonst auch Websites öffnet. Oder man wählt direkt zwei Tabs aus und wählt dann den entsprechenden Kontextmenü-Eintrag. Die Breite der jeweiligen Teilfenster kann beliebig verändert werden.

Geteilte Tabs in Firefox

Das Feature ist in der Nightly-Version von Firefox bereits aktiviert. Die dazugehörige Option in about:config heißt browser.tabs.splitView.enabled. Natürlich ist zu bedenken, dass die Implementierung zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen ist.

Tab-Notizen

Eine weitere Neuerung ist die Möglichkeit, Notizen zu Tabs zu hinterlegen. Auch dies erfolgt über das Kontextmenü eines Tabs. Anschließend zeigt ein zusätzliches Symbol im Tab an, dass es eine Notiz für diesen Tab gibt. Diese wird angezeigt, wenn man mit der Maus über den Tab fährt.

Tab-Notizen in Firefox Tab-Notizen in Firefox

Auch dieses Feature ist in der Nightly-Version von Firefox bereits aktiviert. Die dazugehörige Option in about:config heißt browser.tabs.notes.enabled. Hier ist genauso zu bedenken, dass die Implementierung zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen ist.

Tab-Gruppen für Android

Die anfangs erwähnten Tab-Gruppen wird es in Zukunft auch in Firefox für Android geben. Hier gibt es allerdings noch nichts zu testen, die Arbeiten daran werden mit dem neuen Jahr starten.

Der Beitrag Firefox: Geteilte Tabs und Tab-Notizen kommen für den Desktop, Tab-Gruppen für Android erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

29. Dezember 2025

Vor ein paar Tagen hatte ich den Umzug auf Uberspace 8 angekündigt. Diese ist aktuell abgeschlossen.

Dass es mehrere Tage gedauert hat, lag nicht daran, dass ich zu blöd war. Also nicht nur. Es hat mehrere Domains und Dienste betroffen. Und andere Dinge, wie Weihnachten, waren einfach wichtiger. Daher habe ich die Umstellung auf mehrere Tage verteilt.

Was fryboyter.de betrifft, sollte alles wie gewohnt funktionieren. Nur die Kommentarfunktion habe ich, aufgrund der bisherigen Erfahrungen, komplett entfernt. Wer mir etwas mitteilen will, kann dies weiterhin per E-Mail oder Mastodon machen.

Da sich Uberspace 8 aktuell noch in der Beta-Phase befindet, können demnächst noch Änderungen nötig sein, welche ich möglichst zeitnah durchführen werde. Also meist am Wochenende.

Mit Common Voice stellt Mozilla den weltweit größten öffentlichen Datensatz menschlicher Stimmen bereit – kostenlos und für jeden nutzbar. Mozilla hat Version 24 seines Datensatzes veröffentlicht.

Der Markt für Spracherkennung wird von den ganz großen Namen kommerzieller Anbieter dominiert: Amazon, Apple, Google, Microsoft. Darum hat Mozilla im Jahr 2017 das Projekt Common Voice gestartet. Mit Common Voice bietet Mozilla eine kostenlose Alternative an, zu der jeder beitragen kann und die jedem zur Verfügung steht. Damit möchte Mozilla Innovation und Wettbewerb in der Sprachtechnologie auf Basis von Maschinenlernen fördern.

Mozilla Common Voice 24

Der nun veröffentlichte Datensatz Common Voice Scripted Speech 24 beinhaltet für die deutsche Sprache 1.483 Stunden an Daten und ist 34,53 GB groß. In Summe waren 20.413 Menschen am deutschsprachigen Datensatz beteiligt. Der Datensatz Common Voice Spontaneous Speech 2 für spontane Sprache kommt für Deutsch auf zwei Stunden an Daten und ist 21,96 MB groß, beigetragen von 17 Personen.

Insgesamt deckt Mozilla Common Voice mit der neuen Version, die wieder Unterstützung für drei neue Sprachen bringt, 289 Sprachen mit insgesamt 38.932 aufgenommenen Stunden ab, was Mozilla Common Voice zum vielfältigsten mehrsprachigen Sprachkorpus der Welt macht. Die Anzahl der unterstützten Sprachen für spontane Sprache ist von 58 auf 62 Sprachen gewachsen.

Zum Download der Mozilla Common Voice Datensätze
Zu Mozilla Common Voice beitragen

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26. Dezember 2025

Der von mir bevorzugte Webspace-Anbieter uberspace.de ist seit einiger Zeit dabei seine Plattform auf Version 8 zu aktualisieren, welche auf Arch Linux basieren wird. Also ähnlich wie das Steam Deck von Valve. Vor ein paar Tagen ist nun der öffentliche Beta-Test von U8 freigegeben worden.

Ich werde daher in Kürze meinen Krempel von Uberspace 7 auf Uberspace 8 umziehen. Hierbei wird es nötig sein, die DNS-Einträge anzupassen. Bis jeder DNS-Server diese Änderungen mitbekommen hat, kann es im schlimmsten Fall bis zu 72 Stunden dauern. Daher, und weil es bei meinem Glück vermutlich auch noch andere Probleme geben wird, wird die Erreichbarkeit von fryboyter.de daher die nächsten Tage eingeschränkt sein.

22. Dezember 2025

Die Beta von Linux Mint 22.3 „Zena“ ist da und steht ab sofort zum Testen bereit.

Die Beta von Linux Mint 22.3 „Zena“ ist da und steht ab sofort zum Testen bereit. Die neue Ausgabe basiert auf Ubuntu 24.04.3 LTS mit Linux Kernel 6.14 und bringt mit Cinnamon 6.6 vor allem am Desktop spürbare Neuerungen für den Alltag.

Unter der Haube bleibt es bei der bekannten Basis: Ubuntu 24.04 LTS sorgt für Updates bis 2029, dazu gibt es wie gewohnt Varianten mit Cinnamon, Xfce und MATE. Standard ist Cinnamon 6.6, das die größte sichtbare Veränderung mitbringt. Die ISO-Abbilder der Beta liegen bereits auf den offiziellen Spiegelservern und sind ausdrücklich für Tests gedacht, nicht für produktive Systeme.

Neues Cinnamon-Menü und System-Apps

Cinnamon 6.6 liefert ein überarbeitetes Anwendungsmenü mit mehr Struktur und Konfigurationsmöglichkeiten. Kategorien lassen sich besser anpassen, Plätze und Lesezeichen können gezielt eingeblendet werden und neue symbolische Icons sorgen für mehr Klarheit im Panel.

Screenshot: Überarbeitetes Anwendungsmenü in Cinnamon 6.6

Dazu kommen zwei neue zentrale Werkzeuge: „System Information“ zeigt übersichtlich Hardware- und Systemdaten, „System Administration“ bündelt wichtige Verwaltungsaufgaben an einem Ort. Gerade für Menschen, die häufiger Support geben oder mehrere Rechner betreuen, kann das den Alltag deutlich vereinfachen.

An den Einstellungen wurde ebenfalls geschraubt. Neu dabei ist ein Thunderbolt-Modul, dazu modernisierte Eingabe- und Tastatureinstellungen. Die Bildschirmtastatur wurde überarbeitet und verhält sich unter Wayland deutlich runder, während weitere Applets wie Sound, Netzwerk, Drucker oder Fensterliste Feinschliff bekommen haben.

Mehr Komfort im Alltag

Bei den praktischen Helfern hat das Mint-Team an mehreren Schrauben gedreht. Der Dateimanager Nemo kann Dateioperationen nun pausieren, was bei großen Kopier- oder Verschiebevorgängen sehr hilfreich ist. Zusätzlich wurde die Suche erweitert: Dateien lassen sich mit regulären Ausdrücken filtern, nicht nur nach Inhalten, sondern jetzt auch über Dateinamen.

Timeshift, das Snapshot-Werkzeug für Systembackups, kann Sicherungen in der Beta-Version pausieren. So blockiert ein laufender Snapshot nicht mehr zwangsläufig andere Aufgaben, wenn es gerade eng mit den Ressourcen wird. Warpinator, das Werkzeug für Dateitransfer im lokalen Netz, unterstützt nun Textnachrichten, was den kurzen Austausch während einer Übertragung erleichtert.

Hinzu kommen ein dauerhaft aktives Nachtlicht, eine vereinfachte Verwaltung von Vorlagen und neue indikatorbasierte Benachrichtigungen pro Anwendung im Panel. Parallel arbeitet das Mint-Team weiter an der Wayland-Unterstützung, auch wenn X11 vorerst die Standardsitzung bleibt. Damit bleibt Mint konservativ, nimmt aber die zukünftige Sitzungsart schon sichtbar in den Blick.

Release-Zeitplan und Download

Die stabile Version von Linux Mint 22.3 „Zena“ ist weiterhin für die Weihnachtszeit 2025 angepeilt. Gleichzeitig kommuniziert das Projekt offen, dass sich der Release je nach Feedback und gefundenen Fehlern auch in den Januar 2026 verschieben kann. Qualität und Stabilität gehen vor Termin.

Wer testen möchte, lädt sich die Beta-ISOs von einem der offiziellen Spiegelserver herunter. Angeboten werden wie gewohnt die Editionen mit Cinnamon, Xfce und MATE. Für Tests gilt wie immer: Backup anlegen, produktive Maschinen besser außen vor lassen und gefundene Fehler an das Mint-Team zurückmelden.

Titelbild KI generiert 

Quellen


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18. Dezember 2025

Mozilla hat Firefox 146.0.1 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion. Auch Sicherheitslücken wurden behoben.

Download Mozilla Firefox 146.0.1

Mozilla hat Firefox 146.0.1 für Windows, macOS und Linux veröffentlicht und behebt damit mehrere Sicherheitslücken sowie diverse potenzielle Absturzursachen.

Mehrere Verbesserungen gab es für die in Firefox 146 schrittweise neu eingeführte Backup-Funktion.

Ein Kontrastproblem in der Sidebar für Nutzer mit vertikalen Tabs in Kombination mit bestimmten Themes wurde behoben.

Die Performance von WebExtensions, welche via Native Messaging mit einer auf dem System installierten Anwendung kommunizieren, wurde verbessert.

Ein Webkompatibilitätsproblem wurde umgangen, bei dem das Teilen des gesamten Bildschirms in Microsoft Teams nicht funktionierte.

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17. Dezember 2025

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 146.0.1 ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 146.0.1

Mit Thunderbird 146.0.1 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht und nimmt damit eine Änderung aus Thunderbird 144 zurück, welche zu nicht übersetzten Ordnernamen für manche Nutzer führte.

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16. Dezember 2025

Mozilla hat bekannt gegeben, dass Anthony Enzor-DeMeo der neue CEO der Mozilla Corporation ist. Darüber hinaus gab es weitere Veränderungen in der Führungs-Etage.

Anthony Enzor-DeMeo ist neuer CEO

Mozilla besetzt die höchste Position der Mozilla Corporation neu, welche unter anderem für die Entwicklung von Firefox verantwortlich ist. Nachdem Laura Chambers im Februar 2024 die Position interimsweise übernommen hatte und auf Mozilla-Urgestein Mitchell Baker folgte, wurde die CEO-Position nun langfristig neu besetzt.

Anthony Enzor-DeMeo ist bereits seit Dezember 2024 bei Mozilla und war seitdem dafür verantwortlich, die Vision und Strategie der Organisation zu leiten sowie das Geschäftswachstum voranzutreiben. Zuvor war er CPO und CTO des Fintech-Unternehmens Roofstock.

Unter der Führung von Enzor-DeMeo hat Mozilla die Firefox-Roadmap beschleunigt, die begonnene KI-Integration in Firefox mitgestaltet und die Firefox-Nutzung auf dem Desktop stabilisiert sowie auf mobilen Endgeräten um 13 Prozent gesteigert.

Die Ziele von Anthony Enzor-DeMeo

Enzor-DeMeo hat keine geringere Ambition, als in einer Zeit, in der das Vertrauen der Öffentlichkeit in Technologie erheblich schwindet, aus Mozilla das vertrauenswürdigste Softwareunternehmen der Welt zu machen. Dabei soll die finanzielle Abhängigkeit von Suchmaschinen in Firefox weiter reduziert werden.

In diesem Zusammenhang sieht Mozillas Portfolio-Strategie für die Jahre 2026 bis 2028 weitere Investitionen in KI vor, welche in Einklang mit Mozillas Manifest steht. Firefox wird weiterhin Mozillas wichtigstes Produkt bleiben, sich aber zu einem modernen KI-Browser entwickeln, um welches ein breiteres Ökosystem vertrauenswürdiger Produkte entsteht. Gleichzeitig soll jedes von Mozilla entwickelte Produkt den Nutzern Einfluss darauf geben, wie es funktioniert. Datenschutz, Datennutzung und KI müssen klar und verständlich sein. Das schließt ein, dass die Nutzer wissen, warum eine Funktion so funktioniert, wie sie funktioniert, und welchen Nutzen sie daraus ziehen. KI sollte dabei immer eine Option sein – also etwas, was man leicht ausschalten kann. Auf Vertrauen setzt Enzor-DeMeo auch beim Geschäftsmodell. Mozilla soll durch transparente Monetarisierung wachsen, was von den Nutzern erkannt und geschätzt wird. Indem Mozilla seine Unabhängigkeit stärkt, neue Branchen-Standards für vertrauenswürdige Software schafft und neue Zielgruppen erschließt, soll Mozilla relevant bleiben.

Weitere Veränderungen in der Führungsebene

Ajit Varma, der ebenfalls im Dezember 2024 das Führungsteam verstärkt hat, um die Firefox-Strategie zu entwickeln und dafür zu sorgen, dass diese weiterhin die sich entwickelnden Bedürfnisse der heutigen und zukünftigen Nutzer erfüllt, wurde zum Head of Firefox befördert, womit dieser noch mehr Verantwortung erhält. Varma, der auch schon für Square und Google arbeitete, war vor Mozilla bei Meta für die Monetarisierung von WhatsApp verantwortlich und beaufsichtigte die Business-Messaging-Plattform von Meta.

John Solomon ist ein erfahrener Markenentwickler mit Erfahrungen bei Therabody, Apple sowie Beats und wurde in die Liste der Forbes’ Most Entrepreneurial CMOs for 2025 aufgenommen. Er wurde als neuer Chief Marketing Officer von Mozilla geholt.

Laura Chambers bleibt Mozilla erhalten und kehrt in den Verwaltungsrat der Mozilla Corporation zurück.

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15. Dezember 2025

Solo ist ein Website-Builder von Mozilla, der auf Künstliche Intelligenz (KI) und einen maximal einfachen Erstellungsprozess setzt. Nun steht Solo 2.0.1 bereit.

Jetzt Website-Builder Solo von Mozilla testen

Mozilla hat Solo 2.0.1 fertiggestellt. Ab sofort können Nutzer der kostenlosen Version bis zu drei statt nur einer Website veröffentlichen. Nutzer von Solo Pro können bis zu fünf statt bis zu drei Websites veröffentlichen. Außerdem können Nutzer der kostenlosen Version jetzt bis zu 25 statt nur zehn Bilder hochladen. Für Nutzer von Solo Pro bleibt es bei bis zu 100 Bildern. Dazu kommen noch weitere kleinere Verbesserungen.

Der Beitrag Website-Builder Solo 2.0.1 von Mozilla fertiggestellt erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

10. Dezember 2025

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 146 eine neue Version seines Open Source E-Mail-Clients für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 146

Mit Thunderbird 146 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Bestehende Anmeldungen wurden migriert, um eine modernere AES-Verschlüsselung zu nutzen. OpenPGP-Schlüsselserver können jetzt über die Einstellungsoberfläche konfiguriert werden. Dazu kommen wie immer diverse Fehlerkorrekturen und Verbesserungen unter der Haube, welche sich in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen. Auch Sicherheitslücken wurden behoben.

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9. Dezember 2025

Mozilla hat Firefox 146 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Backup-Funktion für Nutzer von Windows

Mozilla hat eine Backup-Funktion in Firefox integriert, um wichtige Daten auch ohne Synchronisation auf einfache Weise von einem Gerät auf ein anderes übertragen zu können. Zum Sichern sensibler Daten wie Passwörter und Kreditkarten-Daten muss ein Passwort konfiguriert werden, welches zur Verschlüsselung der Daten verwendet wird.

Die Hauptzielgruppe in der ersten Phase der Feature-Ausrollung sind Nutzer von Windows 10, welche sich einen neuen Computer mit Windows 11 kaufen, da die offizielle Sicherheits-Unterstützung von Windows 10 durch Microsoft kürzlich ausgelaufen ist und nicht jedes System mit Windows 10 auf Windows 11 aktualisiert werden kann. Aus diesem Grund ist die Funktion zur Sicherung in Firefox 146 ausschließlich auf Geräten mit Windows 10 standardmäßig aktiviert, während die Wiederherstellen-Funktion sowohl auf Windows 10 als auch auf Windows 11 aktiviert ist. Standardmäßig ist das OneDrive-Verzeichnis als Speicherort für die Backups ausgewählt, sodass auf dem neuen Gerät direkt auf das Backup zugegriffen werden kann. Der Speicherort kann aber auch manuell verändert werden.

Auch wenn die Backup-Funktion komplett unabhängig von der Firefox-Synchronisation ist, ist die Funktion derzeit im Abschnitt „Sychronisation” der Firefox-Einstellungen platziert.

Geplant ist, die Backup-Funktion im Laufe der kommenden Monate auf alle Systeme zu bringen.

Profile: Desktop-Verknüpfungen, Kopierfunktion und Senden von Tabs an andere Profile

Auf Windows können für die Profile optional jetzt auch Desktop-Verknüpfungen erstellt werden. Außerdem wurde eine Funktion zum Kopieren von Profilen hinzugefügt und über das Kontextmenü der Tabs können diese in anderen Profilen geöffnet werden.

Automatischer Wetter-Standort per Opt-in

Die automatische Standort-Erkennung für die Wetterfunktion auf der Firefox-Startseite erfolgt für Nutzer in der Europäischen Union sowie manchen weiteren Ländern jetzt per Opt-in. Diese Neuerung wird schrittweise im Laufe der kommenden Wochen ausgerollt werden.

Firefox Labs auch für Nutzer ohne aktivierte Telemetrie

Der Abschnitt „Firefox Labs” in den Firefox-Einstellungen erlaubt die Aktivierung experimenteller Funktionen durch den Anwender. Bislang war die Aktivierung von Telemetrie und Teilnahme an Studien zwingende Voraussetzung, damit „Firefox Labs” zur Verfügung steht. Dies wird nicht länger vorausgesetzt.

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Auch in Firefox 146 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 146 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Firefox unterstützt nun ML-KEM für WebRTC, indem es während des DTLS 1.3-Handshakes einen Post-Quantum-Schlüssel (PQ) sendet. ML-KEM ist ein Public-Key-Kryptosystem der nächsten Generation, das als sicher gegen Angreifer mit großen Quantencomputern gilt.

Sonstige Endnutzer-Neuerungen in Firefox 146

Die dünnen Scrollbalken auf Windows haben jetzt auch Schaltflächen zum nach oben und nach unten Scrollen.

Die von Firefox verwendete Grafikbibliothek Skia wurde aktualisiert, um die Rendering-Performance und Kompatibilität zu verbessern. Die Unterstützung für die alte Grafikschnittstelle Direct2D unter Windows wurde entfernt.

Auf auf macOS nutzt Firefox jetzt einen dedizierten GPU-Prozess für seine Grafik-Engine WebRender, WebGL und WebGPU. Schwerwiegende Fehler im Grafik-Code lassen damit nicht länger den kompletten Browser abstürzen.

Firefox unterstützt jetzt nativ fraktionierte Skalierungen auf Linux (Wayland), wodurch die Darstellung effektiver wird.

Die automatische Spracherkennung für die Übersetzungsfunktion wurde verbessert. Außerdem gab es mehrere Verbesserungen, um die Übersetzung aus und in Sprachen mit unterschiedlicher Schreibrichtung zu verbessern.

Für Nutzer in den USA kann die Adressleiste jetzt auch Auskünfte zur Flugzeiten und Sportergebnisse anzeigen. Diese Neuerung wird schrittweise im Laufe der kommenden Wochen ausgerollt werden.

Das Erweiterungs-Panel zeigt im Fehlerbehebungsmodus jetzt einen Hinweis an, dass aus diesem Grund sämtliche Erweiterungen deaktiviert sind.

Ein Import von Daten aus dem Internet Explorer wird nicht länger unterstützt.

In der Regelansicht des Inspektor-Entwicklerwerkzeugs werden unbenutzte benutzerdefinierte CSS-Eigenschaften nun standardmäßig ausgeblendet. Dies verbessert die Übersichtlichkeit und beschleunigt in manchen Fällen auch die Darstellung des Inspektor-Panels.

Verbesserungen der Webplattform

Firefox 146 unterstützt die CSS Funktion contrast-color, welche einen Farbwert entgegen nimmt und eine Kontrastfarbe zurück gibt. Die Funktion gewährleistet in der Regel den Mindestkontrast gemäß WCAG AA. Aktuell gibt die Funktion gemäß Spezifikation entweder Schwarz oder Weiß zurück. Diese Einschränkung soll in Zukunft aber entfallen.

Ebenfalls unterstützt wird jetzt das veraltete Schlüsselwort -webkit-fill-available als Wert für die CSS-Eigenschaften width und height. Dies verbessert die Darstellung von Inhalten auf Websites, die diesen Wert verwenden. Dieses Schlüsselwort ist ein Alias für das kürzlich standardisierte Schlüsselwort stretch, das von Firefox noch nicht unterstützt wird.

Die @scope-Regel in CSS wird nun unterstützt, sodass Autoren das Styling auf einen Teilbaum des DOM beschränken können. Dadurch muss nicht mehr auf übermäßig spezifische Selektoren zurückgegriffen werden.

Mittels text-decoration-inset kann in CSS der Start- und Endpunkt für Text-Unterstreichungen festgelegt werden.

Für den Zeit-Picker bei Verwendung von <input type="time"> pder <input type="datetime-local"> gibt es nun eine vollständige Unterstützung für Tastaturen und assistive Technologien.

Weitere Verbesserungen der Webplattform und für Erweiterungsentwickler lassen sich wie immer in den MDN Web Docs nachlesen.

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8. Dezember 2025

Weihnachten steht vor der Tür. Wer noch auf der Suche nach einem passenden Geschenk ist, findet möglicherweise auch im Produkt-Portfolio oder im Merchandise-Shop von Mozilla die eine oder andere Idee. Dieser Artikel fasst ein paar Geschenkideen zusammen.

🎁 Mozilla VPN

💡 Produkt-Beschreibung

Mit dem Mozilla VPN bietet Mozilla in Zusammenarbeit mit Mullvad sein eigenes Virtual Private Network an und verspricht neben einer sehr einfachen Bedienung eine durch das moderne und schlanke WireGuard-Protokoll schnelle Performance, Sicherheit sowie Privatsphäre: Weder werden Nutzungsdaten geloggt noch mit einer externen Analysefirma zusammengearbeitet, um Nutzungsprofile zu erstellen.

Ein VPN kann nicht nur die Privatsphäre durch Verschleierung des realen Aufenthaltsortes verbessern, es kann auch bei der Umgehung von Geo-Restriktionen beispielsweise bei Live-Übertragungen oder Video-Streams helfen. In Kombination mit der kostenlosen Browser-Erweiterung besteht für Firefox-Nutzer außerdem die einzigartige Möglichkeit, in unterschiedlichen Tabs über jeweils unterschiedliche Länder verbunden zu sein.

💶 Preis

Das Mozilla VPN kostet 9,99 € pro Monat bei nur einem Monat Bindung respektive 59,88 € pro Jahr, was einer Ersparnis von 50 Prozent entspricht.

🔗 Zur Produktseite vom Mozilla VPN


🎁 Firefox Relay Premium

💡 Produkt-Beschreibung

E-Mail-Adressen sind gleichzusetzen mit einer persönlichen Adresse. Sie sind einmalig und viele Nutzer besitzen nur eine einzige E-Mail-Adresse, die sie teilweise auf dutzenden, wenn nicht gar auf hunderten Websites verwenden. Findet auf einer Website, auf der man mit seiner E-Mail-Adresse registriert ist, ein Datendiebstahl statt, wird damit in vielen Fällen auch die persönliche E-Mail-Adresse offengelegt. Und haben Spammer erstmal eine E-Mail-Adresse in ihrem System, darf man sich auf viele unerwünschte E-Mails ohne realistische Hoffnung einstellen, dass der Spam abnehmen wird.

Mit Firefox Relay können sogenannte Masken als Alias-Adressen angelegt werden, die der Nutzer für Newsletter-Anmeldungen und Website-Registrierungen angeben kann. Firefox Relay leitet diese E-Mails dann an die persönliche E-Mail-Adresse weiter. Außerdem kann Firefox Relay bekannte Tracking-Scripts aus E-Mails entfernen.

Firefox Relay ist kostenlos. Es gibt aber auch eine kostenpflichtige Premium-Version, welche unendlich viele Masken anstelle von nur fünf sowie eine eigene E-Mail-Domain erlaubt. Außerdem können in Firefox Relay Premium auf weitergeleitete E-Mails geantwortet und Werbe-Mails automatisch blockiert werden.

💶 Preis

Firefox Relay Premium kostet 1,99 € pro Monat bei nur einem Monat Bindung respektive 11,88 € pro Jahr, was einer Ersparnis von 50 Prozent entspricht.

Nutzer in den USA und Kanada können optional auch noch eine Telefonnummer-Maskierung als optionales Zusatzpaket dazu buchen. Wer sich dafür entscheidet, erhält ein Kontingent von 50 Sprachminuten für eingehende Anrufe sowie 75 Text-Nachrichten pro Monat. Die Kosten dafür liegen bei 4,99 USD pro Monat respektive 47,88 USD pro Jahr, was einer Ersparnis von 20 Prozent entspricht.

Ebenfalls in den USA und Kanada möglich ist eine Bündelung mit dem Mozilla VPN. In dem Fall bezahlt man nur 83,88 USD statt 107,76 USD und erhält dafür beide Produkte für ein komplettes Jahr.

🔗 Zur Produktseite von Firefox Relay Premium


🎁 Solo Pro

💡 Produkt-Beschreibung

Solo ist ein Website-Builder von Mozilla, der auf Künstliche Intelligenz (KI) und einen einfachen Erstellungsprozess setzt. Neben der kostenlosen Version gibt es auch eine Pro-Version mit zusätzlichen Vorteilen.

Mit Solo Pro kann man bis zu fünf statt bis zu drei Websites veröffentlichen, bis zu 25 statt nur drei Entwürfe speichern und bis zu drei statt nur einer Domain verbinden. Eine benutzedefinierte Domain bis zu einem Wert von 12 USD pro Jahr ist inklusive. Wem 25 Bilder-Uploads pro Website nicht ausreichen, kann bis zu 100 Bilder hochladen und es können bis zu fünf Personen an einer Website arbeiten. Pro-Nutzer können Websites duplizieren und auch im <head>-Bereich der Website benutzerdefinierten Code hinzufügen. Außerdem berechtigt die Nutzung der Pro-Version zum Entfernen des Solo-Logos in der rechten unteren Ecke der erstellten Websites.

💶 Preis

Solo Pro kostet 25 USD pro Monat bei nur einem Monat Bindung respektive 240 USD pro Jahr, was einer Ersparnis von 20 Prozent entspricht.

🔗 Zur Produktseite von Mozilla Solo Pro


🎁 MDN Plus

💡 Produkt-Beschreibung

Die kostenfreie Entwickler-Dokumentation MDN Web Docs, ehemals Mozilla Developer Network, dürfte vermutlich jedem bekannt sein, der bereits mit dem Thema Webentwicklung in Berührung kam. Immerhin ist dies wohl für viele die Anlaufstelle Nummer Eins, wenn es um Themen wie HTML, CSS und JavaScript geht. MDN Plus bietet zusätzliche Funktionen für Nutzer.

Mit den „Updates“ besitzen die MDN Web Docs eine tabellarische Auflistung von Dokumentations-Änderungen in Zusammenhang mit Browser-Updates. Nutzer von MDN Plus erhalten zusätzliche Funktionen zum Filtern und Sortieren sowie zum direkten Speichern in einer eigenen Sammlung.

Seiten können mit MDN Plus zu sogenannten Sammlungen hinzugefügt und damit an einem zentralen Ort gesammelt und außerdem mit Notizen versehen werden.

MDN Playgrounds erlauben das Experimentieren mit Code. Nutzer von MDN Plus können ihre Playgrounds mit anderen Nutzern teilen. Außerdem haben Nutzer von MDN Plus Beta-Zugriff auf einen KI-Assistenten, der Fragen in Echtzeit auf Basis der MDN-Inhalte beantwortet.

💶 Preis

Mozilla bietet MDN Plus in mehreren Preisstufen an. Eine kostenlose Registrierung bietet Zugriff auf alle oben genannten Vorteile. Dabei sind die Sammlungen auf maximal drei Stück und der KI-Assistent auf bis zu fünf Fragen pro Tag limitiert.

MDN Plus 5 bietet alle Vorteile in unbegrenzter Form, zusätzlich die Möglichkeit zur Offline-Speicherung von Artikeln sowie komplette Werbefreiheit und kostet 5,00 € pro Monat bei nur einem Monat Bindung respektive 50,00 € pro Jahr, was einer Ersparnis von knapp 17 Prozent entspricht.

MDN Supporter 10 bietet die gleichen Leistungen wie MDN Plus 5 und gewährt zusätzlich frühen Zugriff auf neue Features. Vor allem aber richtet sich diese Option an all jene, welche den Betrieb der kostenlosen MDN Web Docs noch mehr unterstützen wollen. Denn diese Option kostet mit 10,00 € pro Monat bei nur einem Monat Bindung das Doppelte, respektive 100,00 € pro Jahr, was erneut einer Ersparnis von knapp 17 Prozent entspricht.

🔗 Zur Produktseite von MDN Plus


🎁 Merchandise-Artikel von Mozilla

T-Shirts, Pullover, Mützen, Taschen, Tassen und mehr gibt es im offiziellen Merchanise-Shop von Mozilla. Dabei stehen Designs von Mozilla, Firefox, Thunderbird, Pocket, Mozilla Hubs sowie dem Mozilla Festival zur Verfügung. Hier gibt es auch schon Artikel mit Kit, dem neuen Maskottchen von Mozilla.

🔗 Zum Merchandise-Shop von Mozilla


🎁 Spenden an die Mozilla Foundation

Während die Entwicklung von Firefox sowie der kommerziellen Produkte in die Zuständigkeit der Mozilla Corporation fällt, gibt es auch noch die gemeinnützige Stiftung, welche auf den Namen Mozilla Foundation hört. Deren Arbeit, welche weit über die Produktentwicklung hinausgeht und unter anderem Themen wie Internet-Politik betrifft, wird durch Spenden finanziert.

🔗 Für die Mozilla Foundation spenden


🎁 Spenden für Thunderbird

Auch der kostenfreie E-Mail-Client Thunderbird nimmt eine besondere Position ein, da dieser weder ein Produkt der Mozilla Corporation noch der Mozilla Foundation ist, sondern von der MZLA Technologies Corporation, einer weiteren Mozilla-Tochter, entwickelt und komplett durch Spenden finanziert wird.

🔗 Für Thunderbird spenden


🎁 Bonus: Spenden für den ehrenamtlichen Firefox-Support

Diesen Punkt möchte ich als Bonuspunkt anführen, da dieser nicht Mozilla selbst betrifft. Die Unterstützung bei Problemen mit Firefox und anderen kostenlosen Mozilla-Produkten geschieht auf ehrenamtlicher Basis. Ich bin nicht nur der Betreiber von soeren-hentzschel.at, sondern gleichzeitig auch von camp-firefox.de, der größten Support-Plattform zu Firefox im deutschsprachigen Raum. Der Betrieb einer solchen Plattform verursacht Kosten und zwar jährlich in hoher dreistelliger Höhe, an erster Stelle für den Server sowie für benötigte Software. Arbeitskosten sind dabei noch gar nicht mit einberechnet. Wer den langfristigen Betrieb dieser wichtigen Support-Plattform für Firefox unterstützen möchte, kann auch für camp-firefox.de spenden.

🔗 Für camp-firefox.de spenden

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7. Dezember 2025

Egal von welchem Betriebssystem Du kommst, Du kennst das Problem: Du hast eine externe Hardware, wie Maus, Tastatur, Controller, Drucker, Headset, Audio Interface, Motherboard, Chipsätze, usw., das eine Firmware hat, die aktualisiert werden kann und von Zeit zu Zeit auch muss.

Firmen bieten dann meist zusätzliche Software an, die dann auch viel zu oft spezielle Treiber (USB) brauchen, um auf das Gerät zugreifen zu können. Also muss zusätzlich eine Software installiert werden, damit die Hardware aktualisiert werden kann.

Und es muss entweder manuell nach neuen Firmwareupdates geschaut, Newsletter abonniert werden, oder diese Software ständig ausgeführt werden, damit die Ankündigung einer neuen Firmware überhaupt wahrgenommen werden kann. Umständlich und unschön!

Unter Linux gibt es seit langer Zeit den fwupd oder ausgeschrieben den Firmware Update Daemon.

Also ein zentraler Prozess, der sich automatisch darum kümmert, dass ein Firmwareupdate an alle Enduser verteilt und installiert wird. Ohne zusätzliche Software, ohne Newsletter, ohne zusätzliche Treiber.

Wie funktioniert fwupd?

Der Firmware Update Daemon ist in allen modernen und großen Distributionen vorinstalliert. Wenn nicht, findest Du ihn in den unten aufgeführten Links Infos, wie Du ihn auf Deinem System installieren kannst.

Der fwupd hat ein Repository, das sogenannten LVFS (Linux Vendor Firmware Service), also einen zentralen Service, auf dem alle zur Verfügung stehenden Firmwareupdates für angemeldete Hardware liegen. Wenn ein Hardwarehersteller dort auf dem LVFS seine Firmwareupdates hinterlegt, weiß fwupd das und kann diese dann auch an alle verteilen.

Auf Deinem Computer oder anderem Endgerät, das von fwupd unterstützt wird, läuft der fwupd Systemprozess und kennt Deine Hardware. Diese Liste wird mit der zentral zur Verfügung stehenden Liste abgeglichen und sobald ein Update auf dem Repository zur Verfügung steht, wird dieses heruntergeladen und installiert.

Das war’s. Du musst nichts Weiteres unternehmen und bist immer aktuell.

Natürlich ist es eine Lösung, wenn Du zu Linux wechselst. Aber auch die anderen alten Betriebssystem Hersteller wie Microsoft und Apple könnten solche Services etablieren, oder sich sogar an fwupd einklinken (und das Projekt finanziell unterstützen).

Einfacher können Firmware Updates wirklich nicht mehr gestaltet werden!

Links:

  1. LVFS – Linux Vendor Firmware Service Webseite https://fwupd.org/
  2. Projektseite https://github.com/fwupd/fwupd
  3. Hilfe und Installation Ubuntuusers https://wiki.ubuntuusers.de/fwupd/
  4. Hilfe und Installation Arch Linux https://wiki.archlinux.org/title/Fwupd

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Es gibt ein wunderbares KWIn Skript für KDE, das die Fenster wieder dort in der Größe öffnet, wo und wie sie geschlossen wurden. Manche Anwendungen merken sich das von sich aus und manche tun das leider nicht.

Dieses einfach zu installierende Script über „Systemeinstellungen-> Fensterverwaltung-> KWinScripte-> Neue holen-> Remember Window Position-> installieren“ kümmert sich um alles. Inklusive jeder Menge Einstellungen mit Black- und Whitelisting und Multimonitor Handling.

Das Projekt selbst und mehr Beschreibung ist hier zu finden
https://github.com/rxappdev/RememberWindowPositions

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Gerade bei kleineren Projekten wie micro fragen Nutzer öfter wie man Geld spenden kann. An sich eine löbliche Einstellung. Aber Spenden sorgen oft nicht dafür, dass ein Projekt schneller oder besser weiterentwickelt wird.

Denn bei kleineren Projekten fehlt es in der Regel nicht am Geld. Es fehlt an Zeit und Leuten die mitarbeiten.

Daher wäre es oft sinnvoller kein Geld spenden zu wollen, sondern sich selbst bei einem Projekt einzubringen. Zum Beispiel, indem man vorhandene Issues prüft. Oft wurden diese bereits durch Änderungen am Code behoben. Oder das Problem hat gar nichts mit dem jeweiligen Projekt zu tun. Solche Issues auszusortieren ändert zwar nichts am aktuellen Entwicklungsstand, sorgt aber für mehr Übersicht, sodass sich die Entwickler auf die wirklichen Probleme konzentrieren können.

Das Gleiche gilt für Pull Requests. Auch bei diesen kann es sinnvoll sein, wenn sie jemand überprüft oder neue erstellt.

Eine andere Baustelle wäre beispielsweise die Dokumentation sowie die Übersetzung einer grafischen Oberfläche. Hier können sich auch Nutzer beteiligen die nicht programmieren können.

All das nützt einem Projekt oft mehr als Geld.

Allerdings sehe ich das Thema auch aus einer anderen Perspektive. Nehmen wir mal Isso als Beispiel. Die letzte Version (eine Entwicklerversion) wurde im Februar 2023 veröffentlicht. Seit dem gab es 133 Commits. Seit der letzten stabilen Version (0.13.0) aus dem Jahre 2022 sind es sogar 185. Ich kann es daher gut verstehen, wenn sich jemand nicht an einem Projekt beteiligen will, wenn es zu keinem Ergebnis, also einer Veröffentlichung einer neuen Version, führt. Daher wäre es vielleicht sinnvoll, wenn diverse Projekte öfters mal neue Versionen veröffentlichen würden. Und wenn es nur ein Nightly Build ist. Denn nicht jeder möchte selbst kompilieren bzw. ein eigenes Paket bauen. Schon gar nicht mit dem aktuellen Entwicklerzweig.

Abschließend möchte ich darauf hinweisen, dass der Artikel im Grunde nur dazu gedacht ist, zum Nachdenken zu bewegen. Daher ist es auch absolut in Ordnung, wenn jemand weiterhin nur Geld spendet bzw. spenden will.

30. November 2025

Die Desktopumgebung KDE hat angekündigt, ab Plasma 6.8 vollständig auf Wayland zu setzen und die Unterstützung für X11 einzustellen. Mit dem Erscheinen dieser Version Anfang 2027 endet damit dort nach rund 30 Jahren die Ära des klassischen X-Fenstersystems.

KDE folgt damit anderen großen Projekten wie GNOME oder Distributionen wie Fedora, die X11 bereits zugunsten von Wayland aufgegeben haben. Erste technische Vorbereitungen erfolgten bereits mit Plasma 6.4, als die X11- und Wayland-Releases von KWin separiert wurden.

Ein kurzer Überblick

Wayland wird seit 2008 entwickelt und verfolgt das Ziel, den in die Jahre gekommenen X-Server abzulösen. Unter X11 versteht man sowohl das zugehörige Netzwerkprotokoll als auch dessen Referenzimplementierung. Als Fenstersystem implementiert X11 eine vollständige Client-Server-Architektur für die Verwaltung grafischer Objekte, die Synchronisation von Eingaben und die Aushandlung von Rendering-Pfaden, wobei es als Bindeglied zwischen Anwendungen, Grafiktreibern und der eigentlichen Display-Hardware fungiert. Das System blickt auf eine über 40-jährige Geschichte zurück und entstand in einer Zeit, in der grafische Unix-Desktops noch kaum verbreitet waren.

Diese historische Last führte zu hoher Komplexität im Protokoll und einer sehr großzügigen Vertrauensarchitektur: Viele Komponenten dürfen ohne separate Berechtigungsprüfung auf Eingabe- und Ausgabedaten zugreifen. Genau dieses Modell ist heutzutage ein Sicherheitsrisiko, etwa weil Malware unter X11 vergleichsweise leicht Tastatureingaben auslesen kann.

Wayland setzt deshalb auf ein strengeres Sicherheitsmodell und eine klare Trennung der Zuständigkeiten. Funktionen wie Screencasts oder globale Hotkeys, die Zugriff auf Bildschirm- oder Tastaturdaten benötigen, müssen unter Wayland explizit und prüfbar autorisiert werden. Das macht die Plattform sicherer, aber bringt auch einen Migrationsaufwand für Anwendungen mit sich.

Programme können entweder nativ auf Wayland portiert werden oder die Kompatibilitätsschicht Xwayland nutzen, die X11-Anwendungen unter Wayland lauffähig macht. Beide Wege sind in der Praxis jedoch mit Einschränkungen verbunden, sodass bestimmte Funktionen noch nicht vollständig abgebildet werden. Diese technische Herausforderung erklärt, warum der Wechsel zu Wayland bereits seit über zehn Jahren andauert.

Praktische Auswirkungen

Bei mir ist es speziell die Anwendung OBS für Screencasts, weshalb ich die letzten Jahre bei X11 geblieben bin. Aber auch hier hat sich die Unterstützung für Wayland verbessert.

Die KDE-Entwickler möchten jetzt ihre Arbeit auf Wayland konzentrieren und die doppelte Codebasis der beiden aktuell unterstützten Fenstersysteme reduzieren. Das wird sicherlich gelingen, es wird aber auch eine Umstellung sein, die aufgrund der vielen Sonderfälle ähnlich tiefgreifend wie der Wechsel zu systemd werden kann. Bis dahin ist aber noch gut ein Jahr Zeit.

Am 29.11.2025 hat Solus mit Version 4.8 Opportunity eine neue Veröffentlichung geschafft.

Nach den Unsicherheiten Anfang 2023, als das Solus-Team nicht klar definiert war und der Zugang zur Infrastruktur verloren wurde, gibt es jetzt die dritte stabile Veröffentlichung. Der Name "Opportunity" - Möglichkeit, Chance, (günstige) Gelegenheit - wird seinem Anspruch gerecht. Schauen wir es uns an:

Neue Epoche

Erster Schritt dafür war im Oktober der Wechsel auf eine neue Epoche namens Polaris. So nennt Solus quasi seine "Versionen" an Paketquellen. Dabei wurden einige große Schritte getan, wie das komplette Entfernen von Python2 und damit das Ende des Solus Software Centers und eine neue Version von systemd. Mit dabei wurde der usr-Merge komplett vollzogen.

Aus eigener Erfahrung muss ich sagen: Ich habe davon nichts mitbekommen. Es gab ein Update zur Umstellung und alles lief wie bisher.

Auch wurde das Solus Software Center durch GNOME Software (in GNOME) und KDE Discover (bei allen anderen) ersetzt.

Versionsnummern

Die Neuerungen aus dem Epochen-Wechsel sind natürlich in den ISOs von 4.8 Opportunity bereits eingezogen. Weitere Updates im Überblick:

  • Linux Kernel 6.17.8 oder LTS 6.12.58
  • Mesa 25.2.6
  • Budgie 10.9.4
  • GNOME 49
  • KDE Plasma 6.5, Frameworks 6.19, Gear 25.8
  • Xfce 4.20 (keine Beta mehr)
  • Firefox 145
  • LibreOffice 25.2
  • Thunderbird 140
  • systemd 257.10

Mit dabei ist jetzt standardmäßig Plymouth, was den Ladebildschirm schöner aussehen lässt. Hier wurde festgestellt, dass die Performanz-Einbußen kaum merkbar sind, sodass einer Integration nichts mehr im Wege steht.

KDE Plasma (Blog-Eintrag) und GNOME (Blog-Eintrag) benutzen standardmäßig Wayland. In beiden Systemen sind die entsprechenden X11-Komponenten in extra Pakete ausgelagert. GNOME wird mit der nächsten Veröffentlichung X11 komplett ablegen und auch bei Budgie wird das mit Version 10.10 der Fall sein: Hier soll Labwc als Wayland-Compositor eingesetzt werden, bis der Budgie-eigene Compositor Magpie mit Version 11 einsatzbereit ist. Eine erste Vorschau-Version für Budgie 10.10 gibt es bereits.

In den Repositories gibt es übrigens auch Pakete für Hyprland, Niri und Quickshell, von denen es aber keine ISOs gibt.

Die Pakete libgirepository und libpeas wurden aktualisiert und auf deren ABI umgestellt - bis auf perl-glib-object -introspection, das scheinbar die alte Version noch braucht.

Neue Webseite

Kurz vor der Veröffentlichung hat auch die Webseite eine Verjüngungskur erhalten. Die alte Seite basierte auf einer selbstgebauten Software, die aber ihre Probleme hatte, und damit war nicht einfach zu arbeiten. Die neue Webseite mit Hextra ist einfacher, schneller und besser auch für kleine Bildschirme geeignet. Das gilt auch für die Blogposts, die jetzt ein Inhaltsverzeichnis erhalten haben.

Wer über die wöchentlichen Updates Informationen haben möchte, der kann den Mastodon Account von Solus abonnieren. Es wird hier transparent mit Gründen informiert, auch wenn mal keine Updates kommen.

Fazit

Solus (Plasma) erfreut mich täglich. Es ist eine Desktop-zentrierte Distribution, die mir gezeigt hat, dass Stabilität und Aktualität kein Widerspruch sein müssen. Solus läuft einfach. 🤷‍♂️

Quellen der Bilder: https://getsol.us/2025/11/29/solus-4-8-released/


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29. November 2025

Seit einiger Zeit verwende ich https://github.com/ai-robots-txt/ai.robots.txt auf dieser Internetseite. Ob es wirklich etwas nützt? Schwer zu sagen, aber darum geht es jetzt auch nicht, da das Projekt nur als Beispiel dient.

Bisher habe ich beispielsweise die Datei robots.txt immer manuell aktualisiert. Also den Inhalt von https://github.com/ai-robots-txt/ai.robots.txt/blob/main/robots.txt kopiert und in die robots.txt Datei von fryboyter.de eingefügt. Alles in allem kein großer Aufwand. Ich habe mich aber irgendwann trotzdem gefragt, ob man diesen Vorgang mit https://gohugo.io Hugo nicht automatisieren kann. Kann man. Und zwar mit resources.GetRemote. Das Ganze könnte wie folgt aussehen.

 1{{ $url := "https://raw.githubusercontent.com/ai-robots-txt/ai.robots.txt/refs/heads/main/robots.txt" -}}
 2{{ with try (resources.GetRemote $url) -}}
 3  {{ with .Err }}
 4    {{ errorf "%s" . }}
 5  {{ else with .Value }}
 6    {{- .Content -}}
 7  {{ else }}
 8    {{ errorf "Unable to get remote resource %q" $url }}
 9  {{ end }}
10{{- end }}

Wenn man diesen Code in die Datei robots.txt seines Projekts einträgt, wird bei jedem Erzeugen der Internetseite der Inhalt von https://raw.githubusercontent.com/ai-robots-txt/ai.robots.txt/refs/heads/main/robots.txt an entsprechender Stelle eingefügt. Somit erhält man immer die aktuellen Einträge. Was ziemlich praktisch ist. Oder auch nicht.

Denn man sollte es sich aber genau überlegen, ob man Inhalt Dritter einfach so importiert, ohne ihn vorher zu prüfen. Weil Dritte auch Fehler machen. Oder weil es einfach Arschlöcher sind, die schädlichen Code verteilen wollen.

26. November 2025

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 14.0 ein Update für die Android-Version seines E-Mail-Clients veröffentlicht.

Download Thunderbird für Android

E-Mail-Konten können im Menü jetzt über ein Dropdown gewechselt werden. Ansonsten bringt Thunderbird 14.0 eine Reihe von Fehlerkorrekturen und Detail-Verbesserungen unter der Haube, welche sich in den offiziellen Release Notes nachlesen lassen.

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25. November 2025

Mozilla hat Firefox 145.0.2 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion.

Download Mozilla Firefox 145.0.2

Mit dem Update auf Firefox 145.0.2 behebt Mozilla Probleme, welche vor allem eine Nutzung der chinesischen Suchmaschine Baidu erschwerten. Außerdem wurde eine Webkompatibilitäts-Intervention ausgeliefert, damit auch Firefox-Nutzer Rennen auf Formula1 TV streamen können.

Darüber hinaus gab es eine Korrektur für die Windows UI Automation Barrierefreiheits-Schnittstelle, eine Telemetrie-Korrektur für die Erkennung von Enterprise-Installationen sowie aktualisierte Übersetzungen für eine neue Backup-Funktion, welche bald ausgerollt werden soll.

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