Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 137 eine neue Version seines Open Source E-Mail-Clients für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht.
Neuerungen von Thunderbird 137
Mit Thunderbird 137 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht. Die neue Version bringt mehrere Fehlerkorrekturen und Verbesserungen unter der Haube, welche sich in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen.
Mozilla hat Firefox 137 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.
Tab-Gruppen sind das meistgewünschte Feature der Firefox-Nutzer laut der Community-Plattform Mozilla Connect.
Über das Kontextmenü oder durch das Schieben eines Tabs auf einen anderen kann eine neue Tab-Gruppe erstellt werden, welche individuell benannt und mit einer Farbe versehen werden kann. Die Tab-Gruppen können ein- und ausgeklappt werden. Außerdem ist es möglich, Tab-Gruppen zu schließen und zu einem späteren Zeitpunkt über das Menü „Alle Tabs auflisten“ wieder zu öffnen. Tab-Gruppen funktionieren sowohl in der horizontalen Tableiste als auch mit vertikalen Tabs – einem ebenfalls häufig gewünschten Feature, welches Mozilla vergangenen Monat mit Firefox 136 ausgeliefert hat. Das Verschieben von Tab-Gruppen wird allerdings erst ab Firefox 138 möglich sein.
Diese Neuerung wird schrittweise im Laufe der kommenden Wochen für alle Nutzer ausgerollt werden.
Im Hintergrund arbeitet Mozilla bereits an der nächsten Evolutionsstufe: KI-basierte Vorschläge zur Benennung von Gruppen sowie Vorschläge, welche der bereits geöffneten Tabs zu einer Gruppe hinzugefügt werden können.
Vertikale Tabs über Firefox-Einstellungen aktivieren
Die mit Firefox 136 eingeführten vertikalen Tabs ließen sich bereits über die Einstellungen der ebenfalls seit Firefox 136 neuen Seitenleiste aktivieren. Mit Firefox 137 kommt eine prominenter platzierte Option in den Firefox-Einstellungen dazu.
Überarbeitete Adressleiste
Mozilla hat in Firefox 137 mehrere Überarbeitungen der Adressleiste vorgenommen, welche im Folgenden ausführlicher beschrieben werden.
Neuer Such-Button
Die einzelnen Symbole für die Suchmaschinen sowie andere Suchmodi befinden sich nicht länger am unteren Rand des Adressleisten-Popups, sondern in einem neuen Button, der in einem neuen Tab oder bei Eingabe direkt in die Adressleiste integriert ist, wie man es auch von Firefox für Android und iOS kennt.
Suchbegriff in der Adressleiste
Nach der Eingabe eines Suchbegriffs in die Adressleiste bleibt dieser nun in der Adressleiste stehen, statt die Suchergebnis-URL der jeweiligen Suchmaschine anzuzeigen. Auf diese Weise kann die Suche direkt über die Adressleiste bearbeitet werden. Per Klick auf das Welt-Symbol auf der rechten Seite lässt sich aber auch die URL anzeigen.
Kontextbasierter Suchmodus
Firefox erkennt, wenn man sich auf einer Seite mit Suchfunktion befindet, und bietet über die Adressleiste an, darüber mit der Suchmaschine der Seite zu suchen. Wird diese Option mindestens zwei Mal verwendet, schlägt Firefox vor, die Suchmaschine zu Firefox hinzuzufügen.
Intuitive Schlüsselwörter
Firefox unterstützt bereits seit vielen Jahren die Suche nach bestimmten Typen über Sonderzeichen bei der Eingabe, zum Beispiel * suchbegriff, um nur die Lesezeichen zu durchsuchen. Zusätzlich unterstützt Firefox für diesen Fall nun auch die Schreibweisen @bookmarks suchbegriff sowie @lesezeichen suchbegriff. In den Sucheinstellungen gibt es eine Übersicht aller Schlüsselwörter.
Action-Buttons
Die Eingabe bestimmter Begriffe führt jetzt zur Anzeige von Aktionen, zum Beispiel zum Ausdrucken der aktuellen Seite.
Taschenrechner
Außerdem kann die Adressleiste jetzt zur Beantwortung einfacher mathematischer Aufgaben genutzt werden.
Diese Neuerungen werden schrittweise im Laufe der kommenden Wochen für alle Nutzer ausgerollt werden.
Unterschriften für PDF-Dateien
Der PDF-Betrachter von Firefox wurde um die Möglichkeit erweitert, Unterschriften hinzuzufügen. Der Nutzer kann mehrere Unterschriften speichern, welche entweder eingegeben, gezeichnet oder als Grafik hochgeladen werden, und jederzeit auf diese zugreifen.
Diese Neuerung wird schrittweise im Laufe der kommenden Wochen für alle Nutzer ausgerollt werden.
Unterstützung von Video-Codev HEVC auf Linux
Der Video-Codec HEVC wird bereits seit Firefox 134 auf Windows unterstützt, sofern ein Gerät mit Hardware-Unterstützung für diesen Codec genutzt wird. Für eine softwareseitige Unterstützung wird eine bezahlpflichtige Erweiterung von Microsoft benötigt. Firefox 136 brachte die HEVC-Unterstützung auch auf macOS (Software und Hardware). Firefox 137 unterstüzt HEVC (Software und Hardware via ffmpeg) auch auf Linux.
Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer
Auch in Firefox 137 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 137 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.
Sonstige Endnutzer-Neuerungen in Firefox 137
Ein großes Problem beim Online-Shopping sind gefälschte Produktbewertungen, welche die Kunden zum Kauf minderwertiger Ware verführen sollen. Mozilla setzt hier mit mit Künstlicher Intelligenz (KI) an und setzt dafür auf seinen hauseigenen Dienst Fakespot. Befindet sich der Nutzer auf einer Produktseite von amazon.com, Walmart oder Best Buy, zeigt Firefox in einer Sidebar die Glaubwürdigkeit der Rezensionen, den tatsächlichen Bewertungsdurchschnitt nach Abzug aller mutmaßlichen Fake-Bewertungen sowie eine Zusammenfassung der wichtigsten Informationen aus den glaubwürdigen Bewertungen an. Firefox 137 entfernt zumindest standardmäßig die Unterstützung von amazon.de und amazon.fr. Nutzer können diese aber wieder aktivieren, indem sie über about:config den Schalter toolkit.shopping.experience2023.defr per Doppelklick auf true setzen.
Firefox erkennt jetzt alle Links in PDF-Dateien und wandelt diese in Hyperlinks um.
Das Scrollverhalten auf Touchpads unter Linux wurde verbessert.
Die Leseansicht kann Text nicht mehr nur links, zentriert und rechts, sondern auch im Blocksatz ausrichten.
Die Übersetzungsfunktion zeigt nicht länger standardmäßig den Dialog zur Übersetzung an, wenn die Spracherkennung nicht mit der im HTML angegebenen Sprache übereinstimmt. Der Übersetzungs-Button in der Adressleiste wird in dem Fall aber weiterhin angezeigt.
Die Fehlerseite für zurückgezogene Zertifikate wurde überarbeitet und erlaubt jetzt auch das Betrachten des Zertifikats.
Verbesserungen der Entwicklerwerkzeuge
Das Panel für die verwendeten Schriftarten im Inspektor-Werkzeug zeigt jetzt verschiedene Metadaten zu den Schriften an, wie die Version, den Designer und die Lizenz.
Im Suchfeld des Inspektors wurden Pfeil-Buttons hinzugefügt, um zum nächsten respektive vorherigen Treffer weiterzuschalten. Außerdem wurde die Suchfunktion verbessert, sodass hier jetzt auch nach attribut="wert" gesucht werden kann.
Im Netzwerkanalye-Werkzeug ist es nun möglich, einzelne Antworten mit lokalen Dateien zu überschreiben.
Verbesserungen der Webplattform
Verbesserungen der Webplattform und für Erweiterungsentwickler lassen sich wie immer in den MDN Web Docs nachlesen.
Neu ist unter anderem die Unterstützung von hyphenate-limit-chars in CSS, um die Mindestwortlänge, ab der Wörter getrennt werden dürfen, sowie die Mindestanzahl an Zeichen vor und nach dem Trennstrich zu spezifizieren.
Entwickler von Firefox-Erweiterungen können jetzt direkt auf die Oberfläche zum Ändern von Tastenkombinationen verlinken.
Feature-Vorschau
Link zur Hervorhebung kopieren
Auf einen bestimmten Abschnitt einer Website zu verlinken, ist über einen sogenannten Ankerlink (example.com#anker) kein Problem. Voraussetzung dafür ist, dass das zu verlinkende Element eine ID im Code hat, welche als Ankername verwendet werden kann. Was auf den etwas sperrigen Namen „URL Fragment Text Directives“ hört, bietet weitaus mehr Flexibilität. Nicht nur, dass man damit auch ohne ID im Code, sondern rein über den Inhalt der Website auf eine beliebige Stelle verlinken kann, der Browser hebt die verlinkte Stelle auch noch optisch hervor. Wird über about:config der Schalter dom.text_fragments.create_text_fragment.enabled auf true gesetzt, erscheint im Kontextmenü von markiertem Text der neue Eintrag „Link zur Hervorhebung kopieren“, worüber ein solcher Link generiert werden kann.
Mica-Stil für Kontextmenüs auf Windows 11
Wird Windows 11 22H2 oder neuer genutzt und der Schalter widget.windows.mica auf true gesetzt, nutzt Firefox für die Darstellung der Symbolleiste den Mica-Stil von Windows 11. Firefox 137 fügt den Mica-Stil auch für Kontextmenüs hinzu, wenn zusätzlich auch noch der Schalter widget.windows.mica.popups auf true gesetzt wird.
Kurz notiert, weil ich es ganz spannend finde: Wer kann am besten die Anti-Spam-Mechanismen wie DMARC, SPF und DKIM erfüllen? Genau, Spammer. Damit ist – auch im Lichte der unterschiedlichen Anstrengungen der großen Provider zur Durchsetzung der Einträge – die Spamerkennung anhand Überprüfung der Authentizität des Absenders hinfällig.
Hintergrund ist, dass das E-Mail-System eigentlich wie ein System von Briefkästen aufgebaut ist. Jemand schreibt eine E-Mail und wirft sie in einem „Briefkasten“, der das SMTP spricht, ein. Anschließend findet die E-Mail den Weg zum Ziel, wo sie entweder abgeholt (POP3) oder zwischengespeichert (IMAP) wird. In diesem gesamten Konzept ist der Absender eher informativ und allen Beteiligten ist eigentlich klar, dass dieser gefälscht werden kann.
Offene Briefkästen, in die alle etwas einwerfen können, werden auch als Open Relay bezeichnet und sind heutzutage verpönt. Die wenigsten E-Mail-Server nehmen E-Mails von Open Relays an, weil sie – zu Recht – als Spamschleudern gelten.
DMARC, SPF und DKIM sind aber nicht als Spamschutz gedacht, sondern als Mechanismus, um die Legitimität von Absendern zu beweisen. Es hindert Spammer nicht daran, eigene Domains aufzusetzen, von denen sie legitim E-Mails versenden können. Es hindert nur Spammer, die Spam im Namen eines Anderen versenden.
Die Wirksamkeit ist im Übrigen auch dann begrenzt, wenn in SPF oder DMARC die Regeln nicht streng definiert werden. Wenn die SPF-Regel ist, dass jeder Absender gültig ist, hilft die Regel inhaltlich nicht. Sie besagt nur, dass der Domainbetreiber das Spoofing-Risiko akzeptiert. Die großen Anbieter prüfen nämlich nur, ob ein solcher Eintrag präsent nicht, nicht, wie streng er definiert ist.
Und so werden wir weiterhin beobachten, dass es immer schwieriger wird, einen eigenen Mailserver erstmals zu betreiben, während die Spammer darin Profis sind und ihr Tagwerk verrichten können. Beides treibt einen in die Fänge der großen Anbieter: Einerseits, weil sie die Anforderungen umsetzen können und andererseits, weil ihre Spamfilter genügend auf Spaminhalten trainiert werden können, um wirksam unerwünschten Nachrichten vorzubeugen.
Nutzer einer Nightly-Version von Firefox 138 können eine neue Link-Vorschau testen, welche optional auch eine KI-generierte Zusammenfassung beinhaltet. Diese arbeitet vollständig lokal auf dem Gerät des Anwenders.
Wer eine Nightly-Version von Firefox 138 nutzt und über about:config den Schalter browser.ml.linkPreview.enabled per Doppelklick auf true setzt, erhält eine Link-Vorschau, wenn bei gedrückter Shift- und Alt-Taste (macOS: Shift + Option) die Maus über einen Link auf einer Website bewegt wird.
Die Vorschau beinhaltet ein Bild sowie einen kurzen Beschreibungstext, basierend auf den Metadaten der Seite. Handelt es sich dabei um eine englischsprachige Seite, wird außerdem eine KI-basierte Zusammenfassung des Inhaltes generiert, welche aus drei Stichpunkten besteht. Dabei werden keine Daten an Dritte gesendet, die Zusammenfassung geschieht vollständig lokal auf dem Gerät des Anwenders.
Über about:config kann der Schalter browser.ml.linkPreview.allowedLanguages von en auf zum Beispiel en,de erweitert werden, um die KI-Zusammenfassung auch für deutschsprachige Inhalte zu aktivieren. Die Zusammenfassung selbst erfolgt allerdings häufig in englischer Sprache und gerade bei der Zusammenfassung deutschsprachiger Inhalte merkt man schnell, dass diese Funktion derzeit aus gutem Grund standardmäßig auf englischsprachige Inhalte limitiert ist, da die Fehlerquote noch relativ hoch ist. Die Entwicklung dieser Funktion befindet sich aber auch noch in einem frühen Entwicklungsstadium.
Der Ubuntu-Wochenrückblick lässt das Geschehen der vergangenen Woche um Ubuntu Revue passieren. Themen dieser Ausgabe sind unter anderem die Beta von Ubuntu 25.04 und Race Into Space 2.0.0. Viel Spaß beim Lesen!
Komplette Beiträge können gerne direkt ins Pad eingetragen werden. Jeden Montagabend ab ca. 18:00 Uhr werden dort letzte Texte geschrieben und Korrektur gelesen.
Wie vor wenigen Tagen angekündigt, wurde die Beta von Ubuntu 25.04 veröffentlicht. Am 7. April soll anschließend die stabile Version von „Puffin“ erscheinen.
„Plucky Puffin“ kommt mit dem gerade erste veröffentlichten Kernel 6.14 und GNOME 48. Der Dokumentenbetrachter „Evince“ wurde durch „Papers“ ersetzt. Neben weiteren Änderungen und Verbesserungen wurde am Installer gearbeitet, der jetzt ein besseres Dual-Boot-Handling bietet.
Joey Sneddon OMG Ubuntu 🇬🇧 hat sich die besten neuen Funktionen in Ubuntu 25.04 „Plucky Puffin“ angesehen und stellt sie in seinem Blog 🇬🇧 vor.
Ubuntu wird in verschiedenen Sprachen übersetzt. Nachfolgend sind die Sprachen mit dem größten Fortschritt bei den Übersetzungen gelistet. Hierbei wird der prozentuale Fortschritt vorab genannt und dann noch die offenen Zeichenketten zur Übersetzung und die zum Review vorgeschlagenen Übersetzungen aufgeführt:
Deutsch: 86.94% (45862/162)
Ukrainisch: 86.37% (47850/1382)
Französisch: 85.03% (52546/6430)
Schwedisch: 80.73% (67665/754)
Spanisch: 77.43% (79227/4583)
Wer bei den Übersetzungen mithelfen möchte, ist eingeladen, auf Launchpad zu helfen.
Ein Thema im Newsupdate 03/25 sind die Chemnitzer Linux Tage 2025. Dazu kommen noch Themen wie Firefox Terms of Use, GIMP 3.0, OpenCloud, Framework-Geräte, Ampere Computing und weitere mehr.
Wer es besser machen möchte als das Start-up Isar Aerospace mit seiner Spectrum-Rakete, die beim ersten Testflug am Sonntag explodiert ist, kann sich an dem Strategie- und Managementspiel „Race Into Space“, der freien Weiterentwicklung von „Buzz Aldrin’s Race into Space“ von 1992, versuchen, welches in Version 2.0.0 erschienen ist. Es gilt, ein Weltraumprogramm zu managen und den Wettlauf ins All der 1950er und 1960er zu gewinnen. Im Vergleich zu Version 1.1 ist der Code nun in C++ statt C geschrieben, aufgeräumter und besser lesbar. Spielen per E-Mail ist (wieder) möglich, man hat am Strafen-System geschraubt und viele Fehler behoben. Alle Änderungen und Neuerungen stehen in den Release-Notes 🇬🇧.
Vorschläge für weitere Wiki-Artikel findet man unter Wiki/Ideen. Vor dem Ändern eines Artikels sollte man sich jedoch noch in der Diskussion zum Artikel melden.
Die nachfolgend aufgeführten Wikiseiten sind zurzeit nur für Ubuntu 20.04 „Focal Fossa“ getestet. Hilf mit und teste diese Seiten für eine neuere, noch unterstützte Ubuntu-Version.
Bebop - Haus der Jugend, Pestalozzistraße 1 in 41564 Kaarst
Mi, 02.04.2025
20:00 Uhr
Hinweis:
Wer seinen Termin im UWR haben möchte, trage ihn in den Kalender ein. Denn nur Termine, die dort stehen, werden in den UWR übernommen, oder ihr tragt eure Termine selbst in den UWR ein.
Thunderbird steht nicht mehr nur für einen E-Mail-Client. Mit Thunderbird Appointment zur Termin-Koordination und Thunderbird Send zum Versenden von Dateien sind bereits zukünftige Dienste bekannt. Nun wurden auch noch Thunderbird Assist als KI-Assistent sowie Thundermail als eigener E-Mail-Dienst angekündigt.
Thunderbird ist vor allem für seinen kostenlosen E-Mail-Client für Windows, macOS und Linux bekannt. Seit November 2024 gibt es Thunderbird auch für Android, Ende dieses Jahres soll eine erste Vorabversion von Thunderbird für iOS erscheinen. Doch dabei soll es nicht bleiben: Die MZLA Technologies Corporation möchte ein ganzes Ökosystem aus Clients und Diensten als Alternative zu denen der Tech-Giganten wie Google Mail und Microsoft Office 365 etablieren, welches zu 100 Prozent Open Source ist.
Thunderbird Appointment: Termine finden leicht gemacht
Thunderbird Appointment wurde im August 2024 offiziell angekündigt, bereits im Mai 2024 hatte ich die Pläne enthüllt. Es handelt sich dabei um einen Dienst zur gemeinsamen Terminfindung. Die Entwicklung macht große Fortschritte und interessierte Nutzer können sich auf eine Warteliste für den Beta-Test setzen lassen.
Thunderbird Send: Große Dateien versenden und teilen
Sogar schon im September 2023 hatte ich darüber berichtet, dass Mozillas ehemaliger Filesharing-Dienst Firefox Send als Teil der Thunderbird-Produktfamilie zurückkehren wird. Auch hier befindet sich die Entwicklung in vollem Gang, ein großer Teil des Projekts wurde neu implementiert. Das entsprechende Github-Repository wurde in dieser Woche öffentlich gemacht.
Thunderbird Assist: KI-Features in Thunderbird
Mit Thunderbird Assist erhalten optionale KI-Features Einzug in Thunderbird. Hierfür arbeitet MZLA mit dem Hamburger Startup Flower Labs zusammen, in welches Mozilla im vergangenen Jahr investiert hat. Details über konkrete Features sind noch nicht bekannt. Das GitHub-Repository soll bald öffentlich gemacht werden.
Thundermail: Ein eigener E-Mail-Dienst von Thunderbird
Thundermail wird ein eigener E-Mail-Dienst von Thunderbird. Bei MZLA ist man der Überzeugung, einen besseren Service als andere bieten zu können, welcher den Werten von Mozilla entspricht. Als Software-Stack setzt MZLA dabei auf Stalwart, arbeitet dabei aber auch mit dem Anbieter zusammen, um Funktionen zu verbessern. So habe man sich sehr dafür eingesetzt, dass Kalender und Kontakte ein Kernstück der Software werden.
Wird es sich hierbei um kostenpflichtige Dienste handeln?
Wie man sich vorstellen kann, ist die Entwicklung und auch der Betrieb solcher Dienste mit Kosten verbunden. Der Plan sieht vor, die Dienste beständigen Mitwirkenden der Community kostenlos anzubieten. Alle anderen werden dafür bezahlen müssen. MZLA spricht in diesem Zusammenhang auch von Thunderbird Pro. Wie hoch die Kosten sein werden, wurde noch nicht kommuniziert. Sobald die Nutzerbasis von Thunderbird Pro groß genug für einen nachhaltigen Betrieb ist, soll es auch kostenlose Optionen mit reduziertem Leistungsumfang geben.
Während wir im Server- und PC-Bereich mit Linux eine quelloffene Alternative zu proprietären Betriebssystemen haben, müssen wir uns bei mobilen Endgeräten mit Android als notwendigem Übel begnügen. Google versteckt die Entwicklung jetzt noch ein wenig mehr. Open Source ist nur noch Fassade.
Android hatte sich immer offen gegeben. Der Quellcode war über das Android Open Source Projekt verfügbar und anders als die proprietäre Konkurrenz bei Apple einsehbar und anpassbar. Um Android scharrte sich deshalb früh eine Community aus Entwicklern und Moddern.
Offenheit war jedoch immer mehr Ideal als Realität. Schon früh begann Google damit, zentrale Anwendungen und Dienste in proprietäre Komponenten auszulagern, die nicht Teil des AOSP waren. Meist als Play Services und Google Apps bezeichnet. AOSP wurde so immer mehr zu einem lauffähigen Rumpfsystem, das von der Community mit Alternativen angereichert werden musste. Trotzdem gelang es alternative Systeme wie LineageOS oder GrapheneOS zu erstellen.
Partizipativ war die Entwicklung auch nie. Hinter hochtrabenden Begriffen wie Open Handset Alliance stand immer vor allem eine Firma: Google. Googles Entwickler kontrollierten die Entwicklung und die Community konnte bestenfalls Fehler melden. In dieser Hinsicht unterschied sich Android nie von einem proprietären System.
Nun geht Google noch einen Schritt weiter und wird künftig Android hinter verschlossenen Türen entwickeln. Angeblich weil der Prozess dann effizienter ist und andere vorgeschobene Gründe. Letztlich wird der Community dann nur noch das fertige Produkt vor die Füße geschmissen.
Der nächste Schritt wird sein, dass dieser Code nicht mehr ohne proprietäre Google-Komponenten lauffähig ist. Viele wissen es nicht, aber der Kern von Apples macOS ist auch Open Source. Darwin ist nur kein lauffähiges Betriebssystem. Ich denke, dass Google diesen Weg mittelfristig auch bei Android gehen wird.
Eine Alternative haben wir leider nicht. Linux als wirklich quelloffenes System (nicht nur der Kernel wie bei Android) mit transparenter Entwicklung hat nie den Sprung auf andere Geräte als Server und PCs/Notebooks geschafft. Denn das ständige Forken und Parallelentwickeln bindet viele der ohnehin knappen Ressourcen und der mobile Bereich ist zu schnelllebig für diese ineffizienten Ansätze.
So bleibt nur zu hoffen, dass Projekte wie GrapheneOS weiterhin ein lauffähiges AOSP hinbekommen und trotz der intransparenten Entwicklung einen Überblick darüber behalten, was bei Google hinter verschlossenen Türen passiert. Vorerst bleibt alles einsehbar.
Firefox bietet eine Integration gleich mehrerer KI-Chatbots. Der Microsoft Copilot ist nicht dabei – zumindest nicht offiziell. Über eine versteckte Option lässt sich auch dieser in Firefox aktivieren, ebenso wie eine lokale KI.
Seit Firefox 135 integriert Mozillas Browser mehrere KI-Chatbots. Dabei stehen Google Gemini, ChatGPT, HuggingChat, Anthropic Claude sowie Le Chat Mistral zur Verfügung. Die Chatbots können direkt über die Sidebar genutzt werden.
Welche Chatbots der Nutzer sieht, wird dabei über eine versteckte Option gesteuert, welche auf die Bezeichnung browser.ml.chat.providers hört. Gibt man dies in das Filterfeld von about:config ein, findet man die Option allerdings nicht. Dennoch ist die Option vorhanden und besitzt den Standardwert claude,chatgpt,gemini,huggingchat,lechat.
Wer die genannte Option in about:config mit dem Typ „String“ anlegt, kann durch Weglassen eines Anbieters die Auswahl der zur Verfügung stehenden Chatbots reduzieren. Wird die Liste hingegen durch copilot erweitert, steht nach einem Neuladen der Sidebar auch Microsoft Copilot zur Verfügung.
Auch localhost ist ein gültiger „Anbieter“. Darüber kann dann eine lokale KI eingebunden werden, zum Beispiel über llamafile von Mozilla.
Mozilla hat Firefox 136.0.4 veröffentlicht und behebt damit eine als kritisch eingestufte Sicherheitslücke, deren Entsprechung in Google Chrome bereits aktiv ausgenutzt wurde.
Nach dem Schließen einer Sicherheitslücke von Google Chrome, welche bereits aktiv ausgenutzt worden ist, hat Mozilla ein ähnliches Muster im Firefox-Code erkannt und das Problem in Form von Firefox 136.0.4, Firefox ESR 128.8.1 sowie Firefox ESR 115.21.1 behoben. Die Sicherheitslücke wird als kritisch eingestuft, ein Update ist daher für alle Nutzer von Firefox auf Windows dringend empfohlen. Nutzer anderer Betriebssysteme sind von der Sicherheitslücke nicht betroffen, auch wenn Firefox 136.0.4 für alle Desktop-Plattformen verteilt wird.
Mozilla hat Firefox 136.0.3 veröffentlicht und damit die Performance von Datumsformatierungen beschleunigt. Was auf den ersten Blick unspektakulär klingt, bringt vor allem für Nutzer der Video-Plattform TikTok erhebliche Geschwindigkeitsvorteile, wo Firefox bisher für einige Nutzer Schwächen zeigte.
Der Ubuntu-Wochenrückblick lässt das Geschehen der vergangenen Woche um Ubuntu Revue passieren. Themen dieser Ausgabe sind unter anderem GNOME 48 und GIMP 3.0. Viel Spaß beim Lesen!
Komplette Beiträge können gerne direkt ins Pad eingetragen werden. Jeden Montagabend ab ca. 18:00 Uhr werden dort letzte Texte geschrieben und Korrektur gelesen.
Die Beta von Plucky Puffin nähert sich. Aktuell ist der Paketstand eingefroren und Images sollen am Donnerstag erscheinen 🇬🇧.
Simon Quigley gibt schon davor einen Überblick, was noch diskutiert wird.
Ubuntu wird in verschiedenen Sprachen übersetzt. Nachfolgend sind die Sprachen mit dem größten Fortschritt bei den Übersetzungen gelistet. Hierbei wird der prozentuale Fortschritt vorab genannt und dann noch die offenen Zeichenketten zur Übersetzung und die zum Review vorgeschlagenen Übersetzungen aufgeführt:
Deutsch: 86.94% (45860/119)
Ukrainisch: 86.37% (47848/1382)
Französisch: 85.03% (52546/6409)
Schwedisch: 80.72% (67669/737)
Spanisch: 77.43% (79227/4583)
Wer bei den Übersetzungen mithelfen möchte, ist eingeladen, auf Launchpad zu helfen.
GNOME ist in der Version 48 erschienen. Sichtbarste Änderung ist wohl die neue Schriftart. Der Bildbetrachter kann nun Bilder bearbeiten. Daneben gab es Performanceoptimierungen.
Nach mehreren Jahren der Entwicklung ist GIMP 3.0 erschienen. Neuerungen sind unter anderem eine verbesserte Unterstützung von Farbräumen und Filterverwaltung. Auch das GIMP-Logo wurde überarbeitet. Alle Änderungen finden sich in den Veröffentlichungshinweisen 🇬🇧.
In der CIW Folge 127 „Frauen in der Community“ fragen sich Ückück und Ralf Hersel, warum so wenige Frauen in der Community aktiv sind und wie man das ändern kann.
Der FOCUS ON: Linux-Podcast berichtet von der „SUSECON 2025“. Im ersten Teil des Specials wird über die Highlights der fünftägigen Konferenz, die in Orlando/USA stattfand gesprochen. Im zweiten Teil 🇬🇧 folgt ein Interview mit den SUSE Managern Don Vosburg und Stefan Behlert. Das Interview wird in englischer Sprache geführt.
Vorschläge für weitere Wiki-Artikel findet man unter Wiki/Ideen. Vor dem Ändern eines Artikels sollte man sich jedoch noch in der Diskussion zum Artikel melden.
Die nachfolgend aufgeführten Wikiseiten sind zurzeit nur für Ubuntu 20.04 „Focal Fossa“ getestet. Hilf mit und teste diese Seiten für eine neuere, noch unterstützte Ubuntu-Version.
Bebop - Haus der Jugend, Pestalozzistraße 1 in 41564 Kaarst
Mi, 02.04.2025
20:00 Uhr
Hinweis:
Wer seinen Termin im UWR haben möchte, trage ihn in den Kalender ein. Denn nur Termine, die dort stehen, werden in den UWR übernommen, oder ihr tragt eure Termine selbst in den UWR ein.
Mit Common Voice stellt Mozilla den weltweit größten öffentlichen Datensatz menschlicher Stimmen bereit – kostenlos und für jeden nutzbar. Mozilla hat Version 21.0 seines Datensatzes veröffentlicht.
Der Markt für Spracherkennung wird von den ganz großen Namen kommerzieller Anbieter dominiert: Amazon, Apple, Google, Microsoft. Darum hat Mozilla im Jahr 2017 das Projekt Common Voice gestartet. Mit Common Voice bietet Mozilla eine kostenlose Alternative an, zu der jeder beitragen kann und die jedem zur Verfügung steht. Damit möchte Mozilla Innovation und Wettbewerb in der Sprachtechnologie auf Basis von Maschinenlernen fördern.
Mit dem nun veröffentlichten Common Voice Corpus 21.0 wächst der deutschsprachige Datensatz von 1.443 auf 1.452 Stunden an. Wer bereits den Common Voice Corpus 20.0 besitzt, kann wie immer auch nur ein sogenanntes Delta Segment mit den Unterschieden zur Vorversion herunterladen. Für Deutsch würde das den Download von 33,93 GB auf 139,2 MB reduzieren.
Insgesamt deckt Mozilla Common Voice mit der neuen Version 134 Sprachen mit insgesamt 33.535 aufgenommenen Stunden ab, was Mozilla Common Voice zum vielfältigsten mehrsprachigen Sprachkorpus der Welt macht.
Mozilla hat Version 2.26 seiner VPN-Clients für das Mozilla VPN veröffentlicht.
Mit dem Mozilla VPN bietet Mozilla in Zusammenarbeit mit Mullvad sein eigenes Virtual Private Network an und verspricht neben einer sehr einfachen Bedienung eine durch das moderne und schlanke WireGuard-Protokoll schnelle Performance, Sicherheit sowie Privatsphäre: Weder werden Nutzungsdaten geloggt noch mit einer externen Analysefirma zusammengearbeitet, um Nutzungsprofile zu erstellen.
Halten Rolling-Releases länger als LTS-Releases? Dieser Artikel stellt Thesen auf, liefert aber keine Antworten.
Meine Lebenserfahrung mit Betriebssystemen kann man in vier Zeitalter einteilen:
DOS
Windows
Ubuntu
Rolling Distributionen
An die alten Zeiten mit DOS und Windows kann ich mich kaum noch erinnern, und darum soll es nicht gehen. Abgesehen von ersten Linux-Erfahrungen mit SuSE Linux 5.2 aus dem Jahre 1998 (das hiess damals noch so; heute: openSUSE), begann mein richtiger Einstieg in die Linux-Welt mit Ubuntu 6.10 (Edgy Eft) im Jahr 2006.
In den ersten Jahren habe ich jedes Ubuntu-Release installiert. Das war eine spannende Zeit, die von interessanten halbjährlichen Neuerungen geprägt war. In jedem April und Oktober habe ich mich wie ein Kind auf die Verbesserungen und Neuigkeiten im halbjährigen Ubuntu-Release gefreut; das war fast wie Weihnachten.
An diesen Feierlichkeiten habe ich ca. 10 Jahre lang teilgenommen. So ab 2015 wurde mir die Neuinstallation bzw. das Upgraden zu viel, weshalb ich auf den LTS-Pfad eingeschwenkt bin. Ab dann wurde nur noch alle zwei Jahre die Long-Term-Version neu installiert. Nachdem Canonical (die Firma hinter Ubuntu) ab den 2020er Jahren sich mit Eigenentwicklungen immer mehr von der Community entfernt hatte, begann bei mir die Zeit des Distro-Hoppings.
Letztlich bin ich bei der kuratiert-rollenden Distribution Manjaro gelandet. Während all dieser Jahre bin ich dem Gnome-Desktop treu geblieben, obwohl er bei Ubuntu auch einmal anders hiess (Unity). Ob das der Weisheit letzter Schluss war, wage ich zu bezweifeln. Nicht, weil ich Probleme mit Manjaro habe, sondern weil sich die Weltkugel der Linux-Distribution kontinuierlich weiterdreht. Wer weiss, was da noch kommt.
Genug des Vorgeplänkels; nun komme ich zum Thema.
Wie gesagt, wer sich auf ein LTS-Release-Modell verlässt, hat (theoretisch) zwei Jahre lang Ruhe und kann ein stabiles System geniessen: Nicht frickeln, sondern arbeiten ist hier die Devise. Die Release-Zeiten bei LTS-Modellen fallen unterschiedlich lang aus, aber da möchte ich jetzt keine Haarspalterei betreiben. Vorhin habe ich "theoretisch" geschrieben, weil man dennoch in hoher Kadenz mit Updates bespielt wird. Dabei handelt es sich in erster Linie um Sicherheitsupdates, was notwendig und gut ist. Je nachdem, welche Paketformate man verwendet (Flatpak), tritt die Update-Policy ohnehin in den Hintergrund, weil sich die Pakete selbst aktualisieren oder über die Flatpak-Paketverwaltung aus dem LTS-Zyklus ausbrechen.
These 1: LTS-Release-Modelle nerven durch häufige Updates genauso wie Rolling-Release-Modelle.
Obwohl Manjaro einem kuratierten rollendem Modell folgt, rauschen fast jeden Tag Updates herein. Ich fühle da kaum einen Unterschied zu einer reinen Arch-Installation. Die Updates kommen etwas später, aber sie kommen kontinuierlich.
These 2: Egal ob LTS oder Rolling, häufige Updates sind an der Tagesordnung.
Die entscheidende Frage ist, welchen Einfluss das auf die Systemstabilität hat. Rollende Distributionen haben zwei Vorteile:
Sie beheben spät erkannte Probleme schneller
Sie halten die Funktionalität auf dem neuesten Stand
Dem gegenüber gibt es Nachteile:
Sie führen nicht erkannte Probleme ein
Sie setzen höhere Kenntnisse der Anwender:innen voraus, um diese Probleme selbst zu beheben
Wie sieht der Vergleich zu LTS-Distros aus:
Anwendungen sind besser/länger getestet, weshalb sie weniger Probleme mit sich bringen
Spät erkannte Probleme hat man länger am Hals
Auf neue Funktionen muss man länger warten
These 3: Aufgrund der neuen Paketformate relativiert sich der Unterschied zwischen LTS und Rolling.
Nun stellt sich die Titel-Frage, wie lange Rolling Releases halten. Das Versprechen ist, dass man eine Distribution, die einem Rolling-Release-Modell folgt, nie mehr neu installieren muss. Bisher glaube ich nicht daran. Um das beurteilen zu können, muss man die Installationsdauer einer Distribution messen können. Das macht man mit diesem Befehl im Terminal:
Auf meinem Notebook:
stat -c %w /
2023-11-17 15:04:12.000000000 +0100
Auf meinem Desktop:
stat -c %w /
2023-04-14 08:48:38.000000000 +0200
Nun, in beiden Fällen liegt die Installation der Distribution weniger als zwei Jahre zurück, weshalb ein Vergleich mit einem 2-jährigen LTS-Update-Zyklus schwierig ist. Gelegentlich treten bei meinen Rechnern Probleme beim Update auf. In den meisten Fällen liegt es an Abhängigkeiten, die nicht aufgelöst werden können. Darüber habe ich erst neulich geschrieben. Auch heute bockte mein Desktop beim Update von ca. 125 Paketen. Wenn ich mich recht erinnere, waren es Abhängigkeiten von 32-Bit-Grafik-Bibliotheken von systemd. Durch das manuelle Löschen dieser Bibliotheken konnte ich das Problem schnell beseitigen.
These 4: Je länger man eine Rolling-Distribution betreibt, desto häufiger treten Fehler auf.
An dieser Stelle möchte ich die Fähigkeiten des Paketmanagers infrage stellen. Warum ist Pacman (bzw. Pamac) nicht in der Lage, solche einfachen zweistufigen Abhängigkeiten aufzulösen? Hier ist ein fiktives Beispiel:
Der Upate-Prozess kann nicht fortgeführt werden, weil Paket A von B abhängig ist, und Paket B von D1 und D2 benötigt wird.
Wenn ich mich recht erinnere, ist genau das die Kernaufgabe eines Paketmanagers.
Dieser Artikel bietet keine Antworten, sondern stellt Fragen. Was haltet ihr von meinen vier Thesen und wie sind eure Erfahrungen? Verrottet eine Rolling-Release-Installationen mit der Zeit? Schreibt es bitte in die Kommentare.
GNU/Linux.ch ist ein Community-Projekt. Bei uns kannst du nicht nur mitlesen, sondern auch selbst aktiv werden. Wir freuen uns, wenn du mit uns über die Artikel in unseren Chat-Gruppen oder im Fediverse diskutierst. Auch du selbst kannst Autor werden. Reiche uns deinen Artikelvorschlag über das Formular auf unserer Webseite ein.
Die MZLA Technologies Corporation mit Thunderbird 9.0 ein Update für die Android-Version seines E-Mail-Clients veröffentlicht.
MZLA hat Thunderbird 9.0 veröffentlicht. Neben dem Download im Google Play Store stehen auch F-Droid, GitHub sowie erstmals auch archive.mozilla.org als weitere Distributionskanäle zur Verfügung.
Für das Einrichten eines neuen E-Mail-Kontots versucht Thunderbird nun zuerst die Autokonfiguration des jeweiligen E-Mail-Anbieters und greift erst danach auf die ISPDB-Datenbank von Thunderbird zurück.
Für Nutzer, die sich in ein Konto von Google Mail einloggen wollen, wird ab sofort ein Support-Artikel verlinkt, der bei häufigen Problemfällen unterstützt.
Die Unterstützung für Android 15 wurde verbessert. Dazu kommen wie immer weitere Detail-Verbesserungen unter der Haube sowie Fehlerkorrekturen.
Die digitalen Stromzähler (offizielle Bezeichnung: Moderne Messeinrichtung) sind inzwischen weit verbreitet. Viele können in zwei Richtungen zählen, was bei der Benutzung eines Balkonkraftwerks von großer Bedeutung sein kann. Ich habe vor einiger Zeit beschrieben, wie ich mit dem Impulsausgang auf der Vorderseite des Stromzählers den aktuellen Verbrauch ablese. Diese Methode klappt sehr gut, ist sehr einfach und braucht keine weitere Freischaltung des Netzbetreibers. Man kann einfach loslegen. Leider bringt der Impulszähler zwei Nachteile mit sich.
Über den Impulsausgang sieht man ausschließlich den aktuellen Stromverbrauch, nichts Weiteres. Man erfährt nicht den aktuellen Zählerstand oder die Flussrichtung. Außerdem gibt es keine Kontrolle, ob alle Impulse richtig gezählt werden. Summiert man die Leistung auf, erhält man zwar einen Jahresverbrauch, kann sich aber nicht sicher sein, ob er stimmt.
An sonnigen Tagen kommt es vor, dass man mit seinem Balkonkraftwerk mehr Strom erzeugt, als man im Haushalt verbraucht. In diesem Fall wird Strom ins Netz eingespeist. Der Impulszähler kann aber nicht unterscheiden, ob der Strom vom Netz kommt, oder ob er ins Netz geht. Folglich steigt scheinbar der Stromverbrauch im Haus, obwohl in Wirklichkeit ein Stromüberschuss erzeugt wird.
In diesem Artikel möchte ich eine alternative Auslesevariante vorstellen, die robuster und zuverlässiger arbeitet. Aussetzer in der Datenerfassung lassen sich durch späteres Zählerablesen wieder kompensieren, die Bilanz passt immer. Es können nicht nur der aktuelle Verbrauch, sondern auch die Zählerstände „in beide Richtungen“ erfasst werden. Das geschieht über das Auslesen von mehreren OBIS-Kennzahlen über die SML-Schnittstelle.
Die „Moderne Messeinrichtung“ verfügt über zwei optische Schnittstellen. Der Impulsausgang (oben Mitte) gibt den Momentanverbrauch via Impulsen aus. Diese Einbindung dieser Schnittstelle wurde in einem anderen Artikel bereits behandelt. Die SML-Schnittstelle (rechts) gibt mehrere Werte aus, unter anderem den Momentanverbrauch und den Zählerstand.
Die SML Schnittstelle des digitalen Stromzählers
Die digitalen Stromzähler haben eine zweite, wertvolle Schnittstelle: Die SML-Schnittstelle (Smart Meter Language). Über sie kommuniziert der Stromzähler mit einem genormten Protokoll (IEC 62056-6-1) mit uns Anwendern. In ihr werden die Zählerstände, der Momentanverbrauch und gelegentlich noch weitere Informationen bereitgestellt. Die Informationen sind als OBIS-Kennzahlen verfügbar und können leicht zugeordnet werden. Für mich sind die beiden OBIS-Kennzahlen 1.8.0 (Zählerstand, bezogen aus dem Netz) sowie 2.8.0 (Zählerstand, eingespeiste Energie ins Netz) relevant. Der OBIS-Kennwert 16.7.0 gibt mir die momentan bezogene Leistung aus.
Standardmäßig ist diese optische Schnittstelle deaktiviert und mit einer PIN geschützt. Diese PIN erhält man meist kostenlos von seinem Netzbetreiber. Der Netzbetreiber (nicht verwechseln mit dem Stromanbieter!) ist auf dem Stromzähler und der Stromrechnung genannt. In meinem Fall sind es die Stadtwerke. Eine freundliche E-Mail mit der Bitte um Bekanntgabe der PIN unter Nennung meiner Zählernummer hat bereits gereicht.
Diese PIN muss nun mit einer Taschenlampe in die optische Schnittstelle eingeblinkt werden. Schaut euch das kurze Video von Extra 3 dazu an, darin wird der ganze Frust damit gut zusammengefasst.
Bei erfolgreicher Eingabe der PIN muss die Funktion „Inf off“ auf „Inf on“ gestellt werden. Das gelingt, indem man sich durch das Menü des Stromzählers „blinkt“ und beim entsprechenden Eintrag mind. 4 Sekunden mit der Taschenlampe leuchtet. Diese Funktion schaltet die erweiterte Funktion des Stromzählers frei. Man erkennt das später daran, dass nicht nur der Zählerstand im Display angezeigt wird, sondern auch der Momentanverbrauch.
Ist die PIN eingegeben und die erweiterte Informationsvergabe freigeschaltet, kann es endlich losgehen!
DIY Komponenten und Controller ESP8266 vorbereiten
Ich verwende für die optische Schnittstelle einen ESP8266 und das Bauteil TCRT5000. Beides erhält man für weniger als 5 Euro bei Ebay oder anderen Händlern. Der TCRT5000 ist ein optischer LED-Sensor für Infrarot, die sowohl eine LED als auch eine IR-Diode verwendet.
TCRT5000 und seine Bauteile.
Die LED stört uns in diesem Fall, man muss sie vorher entfernen. Entweder zwickt man sie einfach ab, oder man lötet den Vorwiderstand von ihr weg. Ich habe mich für zweiteres entschieden. Der TCRT hat mehrere Vorteile gegenüber anderen Varianten. Manche Leute löten direkt eine IR-Diode an den ESP. Kann man natürlich machen, ich möchte nur auf die Vorteile meiner Variante hinweisen:
die elektrischen Bauteile sind aufgeräumt auf einer Leiterplatte, keine Bauteile fliegen einzeln herum. Außerdem gibt er genügend „Angriffsfläche“, um ihn – zumindest übergangsweise – per Klebeband zu fixieren.
die Schaltung enthält zwei kleine Status-LEDs: eine zeigt die Spannungsversorgung an, die zweite zeigt das Signal an der IR-Diode an. Vor allem die zweite Status-LED ist sehr, sehr hilfreich, wenn man die Bauteile installiert. Man erhält sofort eine Rückmeldung, ob die Diode ein Signal sieht oder nicht. Das ist besonders beim Ausrichten der Diode hilfreich, oder beim dritten Vorteil:
über das eingebaute Potentiometer kann man die Empfindlichkeit der Diode einstellen. Das ist manchmal notwendig, wenn das Signal der Stromzähler-LED zu stark oder zu schwach ist. Dann dreht man am Poti so lange, bis man über die Status-LED ein sinnvolles Signal sieht. Weiter unten im Artikel zeige ich nochmal genauer, was ich damit meine.
Jetzt verkabelt man die Baugruppe mit dem ESP8266. Ich habe die Variante Wemos D1 mini. Dieses hat bereits die UART-Schnittstelle vorbereitet, die wir verwenden wollen. Dadurch ergibt sich folgendes Verkabelungsschema. Ob ihr das nun verlötet oder mit Jumper-Kabeln verdrahtet, bleibt euch überlassen.
ESPHome konfigurieren und aufspielen
Die Installation von ESPHome im Windows Service for Linux habe ich bereits in einem anderen Artikel beschrieben. Wir erzeugen uns eine Textdatei mit dem Dateinamen stromzaehler-sml.yaml und füllen sie mit folgendem Inhalt.
esphome:
name: stromzaehlersml
esp8266:
board: d1_mini
# Enable logging
logger:
level: VERY_VERBOSE # kann spaeter auf DEBUG verringert werden
logs:
sml: DEBUG
text_sensor: DEBUG
# Enable Home Assistant API
api:
password: "<password>"
ota:
password: "<password>"
wifi:
ssid: !secret wifi_ssid
password: !secret wifi_password
manual_ip:
static_ip: <statische IP eintragen>
gateway: <gateway>
subnet: <subnet>
# Enable fallback hotspot (captive portal) in case wifi connection fails
ap:
ssid: "Stromzaehler Sml"
password: "<password>"
captive_portal:
uart:
id: uart_bus
tx_pin: GPIO1
rx_pin: GPIO3 # dieser GPIO ist wichtig, hier ist das Signalkabel angeschlossen
baud_rate: 9600
data_bits: 8
parity: NONE
stop_bits: 1
sml:
id: mysml
uart_id: uart_bus
sensor:
- platform: sml
name: "Total energy SML 180"
sml_id: mysml
server_id: "0123456789abcdef"
obis_code: "1-0:1.8.0"
unit_of_measurement: kWh
accuracy_decimals: 3
device_class: energy
state_class: total_increasing
filters:
- multiply: 0.0001
- platform: sml
name: "Total energy SML 280"
sml_id: mysml
server_id: "0123456789abcdef"
obis_code: "1-0:2.8.0"
unit_of_measurement: kWh
accuracy_decimals: 3
device_class: energy
state_class: total_increasing
filters:
- multiply: 0.0001
- platform: sml
name: "Stromverbrauch SML 1670"
sml_id: mysml
server_id: "0123456789abcdef"
obis_code: "1-0:16.7.0"
unit_of_measurement: W
accuracy_decimals: 0
device_class: energy
filters:
- multiply: 1.0
text_sensor:
- platform: sml
name: "Total energy text"
sml_id: mysml
server_id: "0123456789abcdef"
obis_code: "1-0:1.8.0"
Es müssen folgende Zeilen angepasst werden:
Wifi Zugangsdaten
Feste IP-Adresse (kann auch erst im zweiten Schritt erfolgen)
die server_id passen wir an, sobald wir sie kennen. Sie ist ggf. auf den Stromzähler aufgedruckt. Weiter unten im Artikel finden wir sie aber auch über die SML-Schnittstelle heraus.
Zur Erklärung: Die Kommunikation zwischen unserer IR-Diode und dem ESP erfolgt über ein Protokoll namens UART. Diese Schnittstelle wird in den Zeilen nach uart: konfiguriert. Der GPIO-Pin 3 ist dabei derjenige, der auf dem Wemos D1 Mini mit RX gekennzeichnet ist. Falls ihr einen anderen verwendet, müsst ihr diese Zeile anpassen. Die SML Schnittstelle wird ab Zeile sml: konfiguriert. Die meisten Einstellungen könnt ihr so lassen, wie es oben beschrieben ist. Die wichtigen Zeilen sind die mit server_id. Dort wird die Server-Adresse eingestellt. Vermutlich kennt ihr sie nicht von Anfang an, lasst also erstmal die Voreinstellung. Wir ändern sie später, sobald wir sie erfahren haben.
Speichert die Datei nun und kompiliert sie über den Befehl
esphome run stromzaehler-sml.yaml
Nach ein paar Augenblicken ist der Vorgang abgeschlossen und irgendwo wird eine Datei namens firmware.bin abgelegt. Der Pfad ist in der Textausgabe angegeben, bei mir war es
Nun flashen wir die Datei auf den ESP8266. Dazu benutzen wir den Google Chrome (oder einen anderen kompatiblen Browser) und gehen auf die Webseite https://web.esphome.io Schließt den ESP mit einem USB-Kabel an den PC an. Auf der Webseite sollte ein Popup erscheinen.
Sollte dieser Schritt nicht funktionieren, liegt das sehr wahrscheinlich am USB-Kabel. Tauscht das Kabel gegen ein anderes, nicht alle Kabel sind dafür geeignet! Folgt den Anweisungen auf der Webseite, um die Datei firmware.bin auf den ESP zu flashen.
Kontrolliert nach dem Flashen, ob ihr den ESP in eurem WLAN findet. Falls ja, großartig! Wir binden ihn gleich in Home Assistant ein. Gehe in Home Assistant auf Einstellungen → Geräte und Dienste → Integration hinzufügen → ESPHome
Baut jetzt den ESP in der Nähe eures Stromzählers auf. Versorgt ihn mit Spannung (z.B. über ein Handy-Netzteil) und richtet die IR-Diode richtig aus. Jetzt hilft euch die Status-LED vom TCRT5000. Sollte sie regelmäßig blinken, habt ihr schon viel geschafft. Ich habe mit einem kleinen Schraubendreher das Poti noch so verstellt, bis ein wirklich sauberes Signal angekommen ist.
Sollte die Status-LED gar nicht leuchten, ist vermutlich die Diode noch nicht richtig ausgerichtet oder das Signal ist zu schwach. Ändert mit einem kleinen Schraubendreher die Empfindlichkeit am Poti. Kommen nur kurze Dauersignale, ist die Empfindlichkeit zu hoch. Dreht am Poti so lange, bis in der AN-Phase ein dezentes Flackern zu sehen ist (unteres Diagramm). Dann wird via UART auf diesem Kanal kommuniziert. Die Ausgabe in den Logs müsste nun mit Leben gefüllt sein.
Auslesen der Daten und Einbindung in Home Assistant
Ruft die Logs des Controllers auf. Über Home Assistant gibt es die entsprechende Schnittstelle, über WSL geht das mit dem Befehl
esphome logs stromzaehler-sml.yaml
Wenn alles bis hierher geklappt hat, müsste die Ausgabe sich stetig erweitern. Darin müssten auch Einträge nach dem folgenden Format auftauchen:
Hier findet ihr auch die Server-ID, die wir anfangs noch nicht kannten. Sie steht in runden Klammern und ist im Screenshot rot eingerahmt. Kopiert sie euch und fügt sie in der YAML-Datei in Zeilen, wo die server_id eingetragen werden muss (insgesamt vier mal).
Zur Kontrolle der Validität der Daten, könnt ihr den HEX-Wert mal umrechnen und checken, ob der Stromzählerwert korrekt übertragen wird. Im Beispiel oben:
0x056f8b25 entspricht 91196197. Multipliziert mit 0,0001 ergibt 9119,6 kWh
Ändert nun die YAML-Datei auf die für euch wichtigen Werte (Server-ID und ggf. andere OBIS-Codes) und flasht sie kabellos („Over the air“) auf den ESP
esphome run stromzaehler-sml.yaml
Seht im Home Assistant, ob die Werte dort ankommen. In aller Regel kommen die Werte dort an und können weiter verarbeitet werden. Ich habe mir noch einen Helfer gebaut, der den aktuellen Verbrauch in Kilowatt umrechnet. Das lässt sich mit anderen Energiequellen schöner in Diagrammen darstellen.
Fertig, ihr habt es geschafft! Kommentiert gerne, ob ihr diese Werte für andere Zwecke weiterverwendet. Realisiert ihr damit eine Nulleinspeisung oder beobachtet den Strompreis in Echtzeit?
Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 136.0.1 ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.
Neuerungen von Thunderbird 136.0.1
Mit Thunderbird 136.0.1 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht. Die neue Version bringt mehrere Fehlerkorrekturen, welche sich in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen.
Auf der c-base findet jeden Dienstag der NixOS-Stammtisch in Berlin statt.
Im September 2024 hatte ich mir dort NixOS auf meinem ThinkPad X201 installiert. Dabei hatte ich mich an der NixOS Installation von davidak orientiert. Die WLAN-Verbindung hatte ich anders eingerichtet, bin dann aber der Anleitung mit verschlüsselter Festplatte und LVM gefolgt.
Mein NixOS-Installer auf der c-base
Nach der Installation und Einrichtung von NixOS hatte ich das NixOS mit Xfce nicht wieder eingesetzt.
Gestern fand nun ein großes Update statt, da NixOS mit dem Channel stable alle 6 Monate erscheint.
Ich habe nun jeden Dienstag Zeit mein NixOS weiter kennenzulernen. Auf dem NixOS-Stammtisch treffen sich sehr erfahrende User*innen. Mein Fazit:
NixOS funktioniert völlig anders als andere Linux Distributionen und macht auch sehr viel Spaß.
Mit Firefox 136.0.2 behebt Mozilla das Problem, dass für Nutzer mit Hauptpasswort, auch wenn diese keine Synchronisation nutzen, dieses bei jedem Firefox-Start abgefragt worden ist.
Es wurde ein Fehler behoben, bei dem die Optionen „Cookies und Website-Daten“ sowie „Temporäre Dateien und Seiten im Cache“ nach dem Update auf Firefox 136 unerwartet aktiviert wurden, wenn in früheren Versionen die Chronik oder Website-Einstellungen beim Beenden von Firefox gelöscht werden sollten. Nutzer, welche bereits auf Firefox 136 aktualisiert haben, müssen diese Optionen manuell wieder deaktivieren.
Die mit Firefox 136 erst aktivierte CookieStore-API zum Setzen und Lesen von Cookies in JavaScript wurde aus Webkompatibilitätsgründen vorläufig wieder deaktiviert und wird zu einem späteren Zeitpunkt wieder aktiviert werden.
Ein Sichtbarkeitsproblem mit Radio-Buttons auf dunklen Hintergründen wurde korrigiert.
Verbessert wurde auch die CPU-Auslastung auf Windows, wenn der Bildschirm gesperrt oder der Laptop zugeklappt ist.
Darüber hinaus gab es noch eine weitere Webkompatibilitäts-Korrektur, die sich durch Scroll-Probleme bemerkbar machen konnte, sowie zwei behobene Absturzursachen.
Der Ubuntu-Wochenrückblick lässt das Geschehen der vergangenen Woche um Ubuntu Revue passieren. Themen dieser Ausgabe sind unter anderem, dass die Sieger des Ubuntu 25.04 „Plucky Puffin“ Wallpaper Wettbewerbs vorgestellt wurden. Viel Spaß beim Lesen!
Komplette Beiträge können gerne direkt ins Pad eingetragen werden. Jeden Montagabend ab ca. 18:00 Uhr werden dort letzte Texte geschrieben und Korrektur gelesen.
Sieger des Ubuntu 25.04 „Plucky Puffin“ Wallpaper Wettbewerbs vorgestellt¶
Neben den Gewinnern des Wallpaper Wettbewerbs hat Aaron Prisk 🇬🇧 in einer Blog-Post 🇬🇧 auch das offizielle Wallpaper für Plucky Puffin vorgestellt. Er schreibt dazu:
„Die Familie Fratercula, zu der die Papageientaucher gehören, hat lateinische Wurzeln, die auf die Verbindung ihres Namensgebers mit dem Klerus hinweisen. Es heißt, das auffällige schwarz-weiße Gefieder des Vogels erinnere an die festliche Kleidung von Mönchen und Brüdern und verleihe diesem charismatischen Vogel einen Hauch von Ehrfurcht.“
Alle Arbeiten, die im Zuge des Wettbewerbs eingereicht wurden, findet man bei Ubuntu Discourse 🇬🇧.
Ubuntu wird in verschiedenen Sprachen übersetzt. Nachfolgend sind die Sprachen mit dem größten Fortschritt bei den Übersetzungen gelistet. Hierbei wird der prozentuale Fortschritt vorab genannt und dann noch die offenen Zeichenketten zur Übersetzung und die zum Review vorgeschlagenen Übersetzungen aufgeführt:
Deutsch: 86.94% (45860/119)
Ukrainisch: 86.37% (47848/1382)
Französisch: 85.03% (52547/6312)
Schwedisch: 80.72% (67669/729)
Spanisch: 77.43% (79227/4583)
Wer bei den Übersetzungen mithelfen möchte, ist eingeladen, auf Launchpad zu helfen.
In der CIW Folge 126 „Wenn nichts mehr geht“ sprechen Silas Schöffel und Ralf Hersel über Notfallkommandos, falls die Distro oder einzelne Anwendungen störrisch sind.
Vorschläge für weitere Wiki-Artikel findet man unter Wiki/Ideen. Vor dem Ändern eines Artikels sollte man sich jedoch noch in der Diskussion zum Artikel melden.
Die nachfolgend aufgeführten Wikiseiten sind zurzeit nur für Ubuntu 20.04 „Focal Fossa“ getestet. Hilf mit und teste diese Seiten für eine neuere, noch unterstützte Ubuntu-Version.
Carl-Stein-Straße 32, Vereinsheim des IHC e.V. in Itzehoe
Sa, 29.03.2025
11:00 Uhr
Hinweis:
Wer seinen Termin im UWR haben möchte, trage ihn in den Kalender ein. Denn nur Termine, die dort stehen, werden in den UWR übernommen, oder ihr tragt eure Termine selbst in den UWR ein.
Der Enterprise Policy Generator richtet sich an Administratoren von Unternehmen und Organisationen, welche Firefox konfigurieren wollen. Mit dem Enterprise Policy Generator 6.3 ist nun ein Update erschienen.
Die Enterprise Policy Engine erlaubt es Administratoren, Firefox über eine Konfigurationsdatei zu konfigurieren. Der Vorteil dieser Konfigurationsdatei gegenüber Group Policy Objects (GPO) ist, dass diese Methode nicht nur auf Windows, sondern plattformübergreifend auf Windows, Apple macOS sowie Linux funktioniert.
Der Enterprise Policy Generator hilft bei der Zusammenstellung der sogenannten Enterprise Policies, sodass kein tiefergehendes Studium der Dokumentation und aller möglichen Optionen notwendig ist und sich Administratoren die gewünschten Enterprise Policies einfach zusammenklicken können.
Neuerungen vom Enterprise Policy Generator 6.3
Neue und erweiterte Unternehmensrichtlinien
Der Enterprise Policy Generator 6.3 bringt eine erweiterte Unterstützung von Unternehmensrichtlinien.
Die AppUpdatePin-Richtlinie kann verwendet werden, um zu verhindern, dass Firefox über die angegebene Version hinaus aktualisiert wird. Der Enterprise Policy Generator validiert dabei auch das eingegebene Versionsmuster auf Korrektheit.
Mittels StartDownloadsInTempDirectory-Richtlinie kann erzwungen werden, dass Downloads an einem temporären Ort und nicht im Standard-Download-Verzeichnis gestartet werden.
Die UseSystemPrintDialog-Richtlinie erlaubt die Verwendung des Systemdruckdialogs anstelle der Druckvorschaufensters von Firefox.
Die ExemptDomainFileTypePairsFromFileTypeDownloadWarnings-Richtlinie wird unterstützt, um Download-Warnungen basierend auf der Dateiendung und Domains zu deaktivieren.
Um bei der Eingabe von Einzelworteinträgen in der Adressleiste die direkte Navigation auf der Intranetseite zu erzwingen, anstatt zu suchen, kann die GoToIntranetSiteForSingleWordEntryInAddressBar-Richtlinie genutzt werden.
Zur UserMessaging-Richtlinie wurde die Option MoreFromMozilla hinzugefügt, um den Abschnitt „Mehr von Mozilla“ in den Einstellungen ein- oder auszublenden
Die allowed_types-Option der ExtensionSettings-Richtlinie wurde um Seitenberechtigungen als möglicher Typ erweitert, um die Installation von Seitenberechtigungs-Erweiterungen, aber nicht von anderen Typen von Add-ons zu erlauben.
Ebenfalls neu in der ExtensionSettings-Richtlinie ist die Option temporarily_allow_weak_signatures, um die Installation von Erweiterungen mit einem schwachen Signatur-Algorithmus zu erlauben. Diese Option erfordert Firefox 127 oder höher.
Die DisplayBookmarksToolbar-Richtlinie wurde aktualisiert, um die Anzeige der Lesezeichen-Symbolleiste nur für neue Tabs zu unterstützen. In bestehenden Konfigurationen wurde die Richtlinie aktualisiert.
Die SecurityDevices-Richtlinie wurde aktualisiert, um die neue Syntax für das Hinzufügen von Geräten sowie als neue Funktion das Entfernen von Geräten zu unterstützen. In bestehenden Konfigurationen wurde die Richtlinie aktualisiert.
Die Richtlinien AppUpdateURL und DisableAppUpdate schließen sich jetzt gegenseitig aus.
Außerdem wurden die Informationslinks zweier Richtlinien aktualisiert, da die bisherigen Links nicht mehr funktionierten.
Ausblick
Damit ist die Unterstützung aller Unternehmensrichtlinien bis einschließlich Firefox 102 komplett. Einzige Ausnahme ist die Ordner-Unterstützung für die ManagedBookmarks-Richtlinie, welche erst mit einem zukünftigen Update nachgereicht werden wird.
Schon bald wird der Enterprise Policy Generator 6.4.0 erscheinen, welcher die Unterstützung für alle neuen Richtlinien ergänzen wird, welche während der Lebenszeit von Firefox ESR 115 dazugekommen sind, gefolgt von einem weiteren Update für Firefox ESR 128.
Entwicklung unterstützen
Wer die Entwicklung des Add-ons unterstützen möchte, kann dies tun, indem er der Welt vom Enterprise Policy Generator erzählt und die Erweiterung auf addons.mozilla.org bewertet. Auch würde ich mich sehr über eine kleine Spende freuen, welche es mir ermöglicht, weitere Zeit in die Entwicklung des Add-on zu investieren, um zusätzliche Features zu implementieren.
Nutzer veralteter Firefox-Versionen können ab heute keine Add-ons und geschützten Inhalte auf Streaming-Plattformen mehr nutzen.
Wie bereits Anfang Januar geschrieben, verliert mit dem heutigen Tag ein Stammzertifikat seine Gültigkeit, welches zur Verifizierung signierter Inhalte genutzt wird. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass der Browser in einer Version genutzt wird, welche das neue Stammzertifikat beinhaltet. Wer nicht Firefox 128 oder höher respektive Firefox ESR 115.13 oder höher nutzt, muss mit erheblichen Einschränkungen rechnen. Betroffen sind Firefox für Windows, macOS, Linux sowie Android. Lediglich Firefox für iOS ist hiervon nicht betroffen, da Mozilla auf iOS von der Apple-Plattform abhängig ist.
Für Nutzer älterer Firefox-Versionen werden in dem Fall keine Erweiterungen mehr ausgeführt. Dies betrifft nicht nur neu installierte Erweiterungen. Bereits installierte Erweiterungen werden automatisch deaktiviert. Ebenfalls kann es auf Streaming-Plattformen in Folge ausbleibender Updates für das DRM-Modul jederzeit dazu kommen, dass keine Wiedergabe mehr möglich ist. Auch andere auf Remote-Updates angewiesene Funktionen können eingeschränkt sein.
Solo ist ein Website-Builder von Mozilla, der auf Künstliche Intelligenz (KI) und einen maximal einfachen Erstellungsprozess setzt. Nun steht Solo 1.6 bereit und bringt viele Neuerungen.
Im Rahmen der Innovation Week im Dezember 2023 hatte das Mozilla Innovation Studio Solo angekündigt. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Website-Builder mit Fokus auf Selbständige, der auf generative Künstliche Intelligenz für einen maximal einfachen Erstellungsprozess setzt.
Seit dem Start hat Mozilla einige Funktionen ergänzt. Jetzt hat Mozilla Solo 1.6 fertiggestellt. Die vollständigen Release Notes:
Die Anzahl der maximal zulässigen Websites pro Benutzer wurde von 3 auf 5 erhöht
Standard-Zoomstufe für Karten im Bereich Kontakt aktualisiert
Erhöhung der maximalen Anzahl von Dienstleistungen im Abschnitt Dienstleistungen und der maximalen Anzahl von FAQ-Fragen im Abschnitt FAQ auf 24
Die maximale Anzahl der Videoabschnitte, die hinzugefügt werden können, wurde auf 3 erhöht
Neue Option „Erstellen Sie Ihre Website mit einem Link“ hinzugefügt, sodass Sie Ihre bestehenden Website-Daten importieren können. Versuchen Sie es in der Fußzeile der Solo-Homepage.
Neuer Abschnitt „Logo-Raster“ hinzugefügt, um Partner, Kunden oder andere zu präsentieren
Aktualisierter Kontakt-Abschnitt mit einem Rich-Text-Feld, um zusätzliche Telefonnummern, E-Mail-Adressen, Geschäftszeiten, physische Adresse oder anderen Text zu verlinken
Unterstützung für die Übertragung des Eigentums an Ihrer Website an einen anderen Benutzer
Behobener Rich-Text-Editor für den Umgang mit mehrfachen Absatzabständen
Unterstützung für Google GTM- (Tag Manager) Tags zusammen mit bestehenden Google Analytics GA- Tags
Unterstützung von Facebook Messenger und Telegram für soziale Medien hinzugefügt
Neue Bearbeitungsfunktionen zum Hinzufügen von Social-Media-Links zu Teammitgliedern im Team-Bereich
Behebung eines Fehlers mit Google Search Console (GSC) für Nutzer, die GSC mit ihrer benutzerdefinierten Domain eingerichtet haben
Unterstützung für die Löschung Ihres Benutzerkontos und aller Websites über die Kontoeinstellungen, anstatt eine Anfrage an den Kundendienst zu senden
Behebung eines Fehlers im Zusammenhang mit benutzerdefinierten Domain-Websites und nicht existierenden Seiten
Viele andere kleine Fehlerkorrekturen und Verbesserungen, einschließlich Korrekturen der Barrierefreiheit
Die Nutzung von Solo ist kostenlos. Geringe Kosten fallen höchstens bei Verwendung einer benutzerdefinierten Domain an.
Mit Firefox 136.0.1 behebt Mozilla ein Problem, bei dem eine Begrenzung der Cookie-Größe zu Problemen bei der Verwaltung von Website-Cookies führte, wenn die CookieStore-API verwendet wurde. Dies konnte zu Login- und anderen statusbezogenen Problemen führen.
Ein weiteres Webkompatibilitätsproblem betrifft Linux-Nutzer, welche keine Videos auf Formula1 TV abspielen konnten.
In JavaScript konnten Event.screenX und Event.screenY falsche Werte zurückliefern, wenn ein HiDPI-Bildschirm oder der Zoom genutzt worden ist.
Ein Drücken von Strg + L (macOS: Cmd + L) hatte unter Umständen die Adressleiste in neuen Fenstern nicht mehr fokussiert.
Wenn die Höhe des Browser-Fensters zu klein war, wurde das Anwendungsmenü möglicherweise unvollständig dargestellt und weiße Flächen waren zu sehen.
Das Zeitlimit, bevor die HTTP-Hintergrundanforderung für die Sicherheits-Modi Zuerst-HTTPS sowie Nur-HTTPS gesendet wird, wurde erhöht, sodass es das OCSP-Limit abwartet und es nicht zu weniger HTTPS-Upgrades als möglich kommt.
Außerdem wurde eine Option für die schrittweise Ausrollung zur Verfügung gestellt, welche das Standard-CSS für h1-Elemente innerhalb von article-, aside-, nav– sowie section-Elementen auf Websites entfernt.
Der Ubuntu-Wochenrückblick lässt das Geschehen der vergangenen Woche um Ubuntu Revue passieren. Themen dieser Ausgabe sind unter anderem, die Fortschritte bei Plucky Puffin. Viel Spaß beim Lesen!
Komplette Beiträge können gerne direkt ins Pad eingetragen werden. Jeden Montagabend ab ca. 18:00 Uhr werden dort letzte Texte geschrieben und Korrektur gelesen.
Ubuntu Foundations Bericht - Fortschritte bei Ubuntu 25.04 „Plucky Puffin“¶
Matthieu Clemenceau (mclemenceau 🇬🇧) berichtet auf Ubuntu Discourse über die Fortschritte 🇬🇧, die bei Ubuntu 25.04 „Plucky Puffin“ seit Dezember 2024 erzielt wurden.
Bevor er auf die Fortschritte eingeht, erinnert er an den viel zu frühen Tod des langjährigen Foundationsteammitglieds Steve Langasek (vorlon). Anschließend geht Clemenceau auf die Veröffentlichung von Ubuntu 24.04.2 LTS und auf den Feature Freeze von Ubuntu 25.04 ein. Zum Schluss weist er noch auf die Beta von „Plucky Puffin“ hin, die am 25. März erscheinen soll.
Ubuntu wird in verschiedenen Sprachen übersetzt. Nachfolgend sind die Sprachen mit dem größten Fortschritt bei den Übersetzungen gelistet. Hierbei wird der prozentuale Fortschritt vorab genannt und dann noch die offenen Zeichenketten zur Übersetzung und die zum Review vorgeschlagenen Übersetzungen aufgeführt:
Deutsch: 86.94% (45860/126)
Ukrainisch: 86.37% (47848/1382)
Französisch: 85.03% (52547/6310)
Schwedisch: 80.72% (67690/1099)
Spanisch: 77.43% (79227/4856)
Wer bei den Übersetzungen mithelfen möchte, ist eingeladen, auf Launchpad zu helfen.
Nach dem „Golden Globe“ und weiteren Auszeichnungen gewann der Animationsfilm „Flow“, der mithilfe von „Blender“ erstellt wurde, auch den „Oscar“ für den besten Animationsfilm 2025¶
Ückück (Stephanie Henkel) schreibt für GNU/Linux.ch Meinungsbeiträge zum Fediverse. Diese Beiträge erscheinen immer am ersten Montag im Monat.
Im Märzartikel Was bleibt privat? geht es um die juristischen und moralischen Grenzen, die beim Thema Datenschutz im Internet im Generellen und im Fediverse im Speziellen heiß diskutiert werden. Darum, ein Bewusstsein für diese Grenzen zu schaffen und wo sie überschritten sein könnten, geht es in diesem Meinungsbeitrag.(Hörversion des Artikels)
Vorschläge für weitere Wiki-Artikel findet man unter Wiki/Ideen. Vor dem Ändern eines Artikels sollte man sich jedoch noch in der Diskussion zum Artikel melden.
Die nachfolgend aufgeführten Wikiseiten sind zurzeit nur für Ubuntu 20.04 „Focal Fossa“ getestet. Hilf mit und teste diese Seiten für eine neuere, noch unterstützte Ubuntu-Version.
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