staging.inyokaproject.org

Neueste Artikel

3. Dezember 2022

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 102.5.1 ein Update außer der Reihe für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 102.5.1

Mit dem Update auf Thunderbird 102.5.1 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht und behebt damit eine Sicherheitslücke. Dazu kommen weitere Fehlerkorrekturen, welche sich in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen.

Der Beitrag Sicherheits-Update Thunderbird 102.5.1 veröffentlicht erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

2. Dezember 2022

Nur einen Tag nach der angekündigten Übernahme des Mixed Reality-Unternehmens Active Replica hat Mozilla die Akquisition von Pulse bekannt gegeben, einem Unternehmen für maschinelles Lernen.

Gestern berichtete ich über die Übernahme von Active Replica durch Mozilla. Einen Tag später folgte eine weitere Ankündigung. Demnach hat Mozilla das Unternehmen Pulse übernommen, welches auf Maschinelles Lernen spezialisiert ist.

Bei der Übernahme von Pulse geht es für Mozilla allerdings nicht um ein Produkt. Viel mehr gilt Mozillas Interesse dem Team, dessen Expertise man sich damit ins Haus holt.

Gemeinsam sollen bestehende sowie zukünftige Mozilla-Produkte persönlicher werden. Der Fokus der Zusammenarbeit wird zunächst auf dem Mozilla-Dienst Pocket liegen. Dies dürfte in erster Linie die Content-Empfehlungen betreffen.

Der Beitrag Mozilla übernimmt Pulse erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Mein privates Hauptgerät ist schon länger ein HP EliteBook G7. Firmware-Updates für einzelne Hardwarekomponenten gab es schon länger via fwupd, aber nun geht darüber auch die Aktualisierung der Firmware von HP („BIOS-Update“). Wirklich toll, wie sich das entwickelt hat.

Bisher musste man noch in den UEFI-Einstellungen ein Update anstoßen. Dazu musste das Notebook via Docking Station per Ethernet verbunden sein, was schon eine ziemliche Hürde für ein zeitnahes Update darstellte – ich bin da einfach oft bequem.

Umso überraschter war ich gestern, als Discover eine Aktualisierung für die Firmware meines HP Notebooks anzeigte. Tatsächlich auch schon wenige Tage, nachdem dies offiziell von HP freigegeben worden war.

Schnell noch in der Konsole geprüft, ob nicht ein Fehler bei KDE vorlag, aber nun wird mein Notebook tatsächlich doch noch komplett von LVFS unterstützt. Der Vorgang ist wirklich trivial. Auf der Konsole Folgendes eingeben (kein sudo vorneweg!):

$ fwupdmgr update

Ein kleiner Download, eine beherzte Bestätigung mit Y und ein Neustart (bei Firmware-Sachen bin ich tatsächlich nicht ganz entspannt) und es erschien die HP Updateanzeige. Nach Abschluss startete mein Kubuntu 22.04 und alles war erledigt.

Wirklich toll, dass Linux-Anwender nun den gleichen Komfort bei solchen Sachen genießen können, den es bei Windows schon länger gibt. Vielleicht sogar noch ein bisschen mehr, weil die entsprechende Aktualisierungssoftware über keine Drittanbieterlösung läuft.

1. Dezember 2022

Do, 1. Dezember 2022, Lioh Möller

Die Live-Distribution grml, welche sich vornehmlich an Systemadministratoren richtet, ist in Version 2022.11 erschienen. Diese trägt den Codenamen MalGuckes, was so viel bedeutet wie "mal schauen". Der Name ist auch eine Hommage an den viel zu früh verstorbenen Sven Guckes, dem das grml Team das nun vorliegende Release widmet.

Technisch handelt es sich bei der vorliegenden Veröffentlichung primär um eine Aktualisierung der enthaltenen Pakete auf Basis von Debian "Bookworm". Dazu zählen:

  • Perl v5.36
  • Python3 v3.10
  • Ruby v3.0

Die LiveCD wurde darüber hinaus auf den aktuell verbreiteten usrmerge Ansatz angepasst, welchen die meisten Distributionen bereits seit längerem umgesetzt haben. Dabei werden die Verzeichnisse /{bin,sbin,lib}/ als symbolische Links auf: /usr/{bin,sbin,lib}/ angelegt.

Einige grml-eigene Tools wurden ebenfalls aktualisiert:

  • grml-hwinfo: iteriert über vorhandene Festplatten zur Sammlung von sfdisk -d Informationen
  • grml-terminalserver: schlägt bei der Konfiguration von DHCP-Clients die Verwendung eines geeigneten IP-Bereichs vor
  • netcardconfig: vermeidet das Vorschlagen eines Standard-Gateways, wenn bereits eine Standard-Route existiert
  • Integration von Memtest86+ v6, mit UEFI-Unterstützung

Eine vollständige Liste findet sich in den Veröffentlichungshinweisen.

Download: https://grml.org/download/

Mozilla hat die Akquisition des kanadischen Unternehmens Active Replica bekannt gegeben. Actvice Replica schließt sich dem Team von Mozilla Hubs an.

Erst gestern hatte ich über den Start der neuen Generation von Mozilla Hubs einschließlich neuem kostenpflichtigen Managed Hubs-Angebot berichtet. Nun hat Mozilla bekannt gegeben, das Unternehmen Active Replica gekauft zu haben, welches sich dem Team von Mozilla Hubs anschließen wird.

Was ist Mozilla Hubs?

Mozilla Hubs ist eine 2018 gestartete Plattform, um sich in virtuellen Räumen zu treffen. Das Besondere an Hubs: es spielt sich komplett im Web ab – keine geschlossene Plattform, keine Installation einer Anwendung, keine Abhängigkeit von einem bestimmten Gerät. Einfach eine URL teilen und miteinander treffen. Hubs funktioniert in jedem Browser, am Smartphone – und auch mit der VR-Brille, wo Hubs als virtuelle Plattform sein volles Potential entfaltet. Mozilla Hubs ist quasi eine Miniatur-Ausgabe eines Web-basierten „Metaverse“, aber Open Source und mit Fokus auf Datenschutz, vom Macher des Firefox-Browsers.

Wer ist Active Replica?

Basierend auf der Software von Mozilla bietet Active Replica maßgeschneiderte Lösungen für virtuelle Räume und Ereignisse an. Derzeit gibt es sowohl ein Basis-Paket für 149 USD pro Monat als auch ein Premium-Paket für 599 USD pro Monat. Außerdem ist es möglich, ein einzelnes Event über Active Replica durchzuführen, startend bei 2.000 Dollar.

Mozilla übernimmt Active Replica

Mit der Übernahme von Active Replica wird deren Team in das Team von Mozilla Hubs eingegliedert. Active Replica wird weiterhin mit bestehenden Kunden, Partnern und der Community zusammenarbeiten. Gleichzeitig soll aber auch Mozilla Hubs von noch mehr Innovation und Kreativität profitieren und dies die Entwicklung der für Mozilla Hubs geplanten Features beschleunigen, einschließlich der Einführung weiterer und mehr personalisierter Abo-Stufen für die Managed Hubs.

Der Beitrag Mozilla übernimmt Active Replica erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

30. November 2022

Mozilla Hubs ist eine Plattform, um sich in virtuellen Räumen zu treffen. Mozilla hat nun die neue und erweiterte Generation von Mozilla Hubs inklusive neuem Website-Design, neuem Logo sowie kostenpflichtigen „Managed Hubs“-Angebot gestartet.

Was ist Mozilla Hubs?

Mit dem Start von Mozilla Hubs im April 2018 ging eine Online-Plattform an den Start, welche es Nutzern ermöglicht, sich in sogenannten Räumen virtuell zu treffen. Das Besondere an Hubs: es spielt sich komplett im Web ab – keine geschlossene Plattform, keine Installation einer Anwendung, keine Abhängigkeit von einem bestimmten Gerät. Einfach eine URL teilen und miteinander treffen. Hubs funktioniert in jedem Browser, am Smartphone – und auch mit der VR-Brille, wo Hubs als virtuelle Plattform sein volles Potential entfaltet. Mozilla Hubs ist quasi eine Miniatur-Ausgabe eines Web-basierten „Metaverse“, aber Open Source und mit Fokus auf Datenschutz, vom Macher des Firefox-Browsers.

Mozilla Hubs 2022

Von Räumen über Hubs und der Hubs Cloud zu Managed Hubs

Über die Startseite von hubs.mozilla.com wurde einem bisher prominent die Möglichkeit angeboten, kostenlos einen neuen Raum zu erstellen. Unter anderem ließ sich die Szenerie oder der Name des Raums ändern. Räume sind eine einfache Möglichkeit, sich mit anderen Menschen schnell in einer virtuellen Welt zu treffen, ohne dass hierfür eine Anwendung installiert werden muss. All diese Räume wurden bisher im sogenannten „Hub“ von Mozilla gehostet.

Im Jahr 2020 hatte Mozilla die Hubs Cloud gestartet. Damit konnte jeder über ein entsprechendes Angebot im Amazon AWS Marketplace gegen Bezahlung seine eigene Instanz der Software installieren, welche auch von Mozilla genutzt wird. Die Vorteile: Entwickler können den Code ändern, haben mehr Möglichkeiten in Bezug auf das Branding und Rechte und die Hubs Cloud kann unter einen eigenen Domain betrieben werden. Aber die Hubs Cloud hat auch Nachteile. So richtet sich die Hubs Cloud ganz klar an Entwickler. Und auch die Kosten sind bei einem Nutzungs-abhängigen Angebot nur bedingt vorhersehbar.

Aus diesem Grund hat Mozilla nun, zusammen mit einer neu gestalteten Website und einem neuen Logo, ein neues Angebot für ein Managed Hub gestartet.

Mozilla Hubs

Neues Abo-Modell als Managed Hubs-Angebot

Die Hubs Cloud wird es auch weiterhin geben. Als Alternative dazu steht aber auch die neue Generation von Mozilla Hubs als Managed-Angebot zur Verfügung. Im Early Access kostet dieses 20 USD pro Monat, zzgl. Steuern. Eine Bindung gibt es keine, das Angebot kann also monatlich gekündigt werden.

Dafür erhält der Abonnent seine ganz eigene Hubs-Instanz mit vielen Anpassungsmöglichkeiten inklusive anpassbarer Startseite, eigener myhubs.net-Domain, einzigartige Avatare und Theme-Pakete, Platz für bis zu 25 Gäste, die Möglichkeit, Videos, Bilder und Dokumente in die Räume hochzuladen sowie 2 GB Speicherplatz für Assets wie Avatare und Szenen. Unternehmenskunden mit speziellen Anforderungen können individuelle Vereinbarungen aushandeln.

Mozilla Managed Hubs Early Access Preis

Voraussetzung ist derzeit ein Wohnsitz in Deutschland, den USA, Kanada oder Großbritannien.

In der Zukunft soll es weitere Preisstufen geben, die auf unterschiedliche Anwendungsfälle zugeschnitten sind, inklusive einer kostenfreien Stufe. Bis dahin können die alten Räume, „Hubs Legacy“, weiterhin über die Demo-Seite genutzt werden. Für die Zukunft geplant ist unter anderem eine umfassende Überarbeitung der Administrationsoberfläche sowie eine verbesserte Erfahrung für Entwickler und Künstler.

Übrigens: Auch die Artikel im Merchandise-Shop von Mozilla Hubs sind bereits an das neue Branding angepasst.

Lies auch: Mozilla übernimmt Active Replica

Der Beitrag Mozilla startet kostenpflichtiges Managed Hubs-Angebot erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Man pages formen auf heutigen unixoiden Systeme eine entscheidende Säule. Sie sind das integrierte Handbuch, das einerseits die Kommandos erklärt und andererseits auch eine Referenz für die jeweiligen C-Bibliotheken und Syscalls darstellt. Wer also Anwendungsentwicklung auf Linux o. ä. betreibt und dabei insbesondere auf C zurückgreift, kommt an man pages schwer vorbei. Dabei bieten sie einige Vorteile: sie sind lokal verfügbar, nach einem konsistenten Schema aufgebaut und erklären die verschiedenen Befehle und Schnittstellen. Man pages sind tatsächlich so unverzichtbar, dass jeder C-Entwickler sie regelmäßig konsultieren sollte. Immerhin werden hier nicht nur die Kommandos und ihre Wirkungsweise erklärt, sondern auch auf Seiteneffekte und Fehlermeldungen eingegangen. Dies ist essentiell, da viele Bestätigungen oder Fehler nur über Rückgabewerte kommuniziert und im letzteren Fall über spezielle (globale) Variablen wie errno erläutert werden.

In diesem Zusammenhang ist es wichtig, diese man pages aufzusuchen und durchsuchen zu können. Den ersteren Teil könnt ihr im Artikel von Ralf Hersel auf gnulinux.ch nachlesen, das konkrete durchsuchen aller man pages möchte ich heute in diesem Artikel kurz betrachten.

Wir können mit dem man-Kommando alle Beschreibungen der man pages (-k, apropos) und auch den gesamten Inhalt der man pages (-K) durchsuchen.

Beschreibungen durchsuchen

Für den heutigen Fall möchten wir uns damit beschäftigen, wie wir ein Programm beenden können. Grundsätzlich kann ein exit vielfältig aussehen: wir können ihn auf der Shell durchführen, exit könnte aber auch einen Syscall oder eine C-Funktion aus der Standardbibliothek bezeichnen. Wenn wir schon dabei sind: exits gibts natürlich auch auf der pthread-Ebene, wir können aber auch eine Funktion registrieren, die bei einem normalen exit aufgerufen werden soll. Kurzum: wir müssen uns vorher erst einmal informieren, was wir überhaupt finden können, um dann die richtige man page aufzurufen. Diese Suche geht mit folgenden Kommandos, die auf das gleiche Ergebnis kommen:

man -k exit
apropos exit

Uns wird eine Liste aller man pages zusammengestellt, die exit im Namen oder der Kurzbeschreibung enthalten. Hier haben wir die Möglichkeit, die richtige Handbuchseite aufzufinden, um dann z. B. exit(0) im C-Programm aufzurufen.

Komplette man pages durchsuchen

Manchmal kann es allerdings passieren, dass wir zu einem gegebenen Suchbegriff über apropos nicht fündig werden. Dann müssen wir den kompletten Inhalt der man pages einbeziehen, weil der gesuchte Begriff mitunter in den detaillierten Beschreibungen erst zu finden ist.

Um bei unserem Beispiel zu bleiben, möchten wir weitere Informationen über die Konstante EXIT_SUCCESS finden, die oft anstelle von 0 als exit-Code benutzt wird. Hier müssen wir alle man pages nun durchsuchen, weil es keine man page dazu gibt, die diese Konstante in der Kurzbeschreibung erwähnt.

Wir nutzen:

man -K EXIT_SUCCESS

Nun werden alle man pages durchsucht, was zu vielen Ergebnissen führen kann. Das erste Ergebnis wird automatisch geöffnet (bei mir ist es das certtool), das mag uns aber nicht zufriedenstellen.

Wir können den Pager über q verlassen und nun durch die anderen Ergebnisse uns durcharbeiten. <Enter> führt zur Anzeige der man page, <Strg + D> zum Überspringen des Suchergebnisses und <Strl + C > zum Abbruch der Suche.

Bei dieser konkreten Konstante müssen wir uns Beispiele und Hinweise anschauen, um die Verwendung zu verstehen, deswegen kann es sein, dass man sich mehrere man pages anschauen muss, die thematisch dazu passen.

Zusammenfassung

Man pages sind das klassische Offline-Handbuch von unixoiden Systemen. Wenn man nicht sofort weiß, wo man etwas suchen soll, kann man die beiden Suchfunktionen (Beschreibung, Volltext) nutzen, die das man-Kommando bereitstellt. Weitere Informationen hierzu sind unter man man (man(1)) verfügbar.

Ein bisschen untergegangen ist bei mir und vielen anderen vermutlich die Meldung, dass Dropbox von der Secomba GmbH deren Produkt Boxcryptor erworben hat. Das hat direkte Folgen für die Anwender.

Boxcryptor war so etwas wie der Pionier der Cloudverschlüsselung und in Zeiten von Kompatibilität mit EncFS auch unter Linux-Nutzern beliebt. Danach hat es durch Premiummodelle und Accountpflicht etwas an Relevanz eingebüßt, aber hatte immer noch große Marktanteile. Vor allem jene Anwender, die etwas einfach nur nutzen wollen und kein aufwendiges Setup wünschen, griffen oft zu Boxcryptor. Bis zuletzt bot man eine rudimentäre Linux-Unterstützung an.

Mit der Übernahme durch Dropbox werden Teile der Funktionalität vermutlich in Dropbox-Premium einziehen. Dropbox zeichnete sich in der jüngeren Vergangenheit leider nicht mehr dadurch aus, Linux besondere Aufmerksamkeit zu widmen. Alle anderen Kunden schauen in die Röhre bzw. ihre Abos laufen sicherlich irgendwann aus. Neue Accounts bzw. Kunden werden nicht zugelassen. Alles andere ergäbe auch keinen Sinn und Dropbox hat sicherlich kein Interesse, die Verschlüsselungslösung für andere Cloudanbieter einzusetzen. Die Daten der Bestandskunden sollen angeblich in Deutschland bleiben und nicht an Dropbox gehen.

Ganz allgemein ist es aber mal wieder ein kleiner Hinweis, dass auch deutsche Firmen übernommen und ihre Daten anschließend ins Ausland fließen können. Selbst wenn das im vorliegenden Beispiel nicht der Fall sein soll. Man sollte also auch bei deutschen oder europäischen Firmen nicht zu freigiebig mit Daten umgehen, nur weil diese der DSGVO unterliegen und gewisse Schutzstandards bieten. Sind Daten in der Welt, sind sie in der Welt.

Für Boxcryptor-Kunden ist nun also die Zeit gekommen, auf ein anderes Produkt zu wechseln. Mit Cryptomator gibt es zum Glück seit Längerem eine quelloffene, funktionale und einfach zu nutzende Alternative, die für alle Plattformen zur Verfügung steht. Open Source-Freunde und Linux-Anwender kennen diese sicherlich, sofern sie Verschlüsselung in der Cloud nutzen.

29. November 2022

Mozilla hat mit Firefox 107.0.1 ein Update außer der Reihe für seinen Desktop-Browser veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion.

Download Mozilla Firefox 107.0.1

Mit dem Update auf Firefox 107.0.1 behebt Mozilla ein Problem mit einer seiner SmartBlock-Korrekturen, welche verursachte, dass Nutzer in privaten Fenstern oder bei Verwendung des strikten Schutzes vor Aktivititätenverfolgung auf Websites, welche ein Tracking-Script von advertising.com einsetzen, unter Umständen nur eine Anti-Werbeblocker-Nachricht sahen und nicht auf die Website oder Videos zugreifen konnten.

Bereits in Firefox 106.0.3 hatte Mozilla Maßnahmen ergriffen, um Probleme mit dem neuen Zwischenablage-Feature „Empfohlene Aktionen“ von Windows 11 22H2 zu umgehen. Firefox 107.0.1 behebt Telefonnummer-Links als weiteren Fall des von Microsoft noch immer unbehobenen Fehlers in Windows, welcher ein Einfrieren des Browsers zur Folge haben konnte.

Ein Problem wurde behoben, welches verursachte, dass das Farbmanagement unter Windows und Linux für manche Nutzer nicht mehr funktionierte.

Ebenfalls behoben wurde ein Fehler bei den Entwicklerwerkzeugen, auf Grund dessen diese nicht benutzt werden konnten, während ein alert-Dialog angezeigt worden ist.

Weiter wurde ein Darstellungsproblem in den Firefox-Einstellungen korrigiert.

Außerdem wurde eine mögliche Absturzursache für Nutzer behoben, welche die versteckte Option privacy.resistFingerprinting auf true gesetzt haben.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 107.0.1 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

27. November 2022

Heise bringt mal wieder eine Serie zum Umstieg auf Linux. Dieses mal für Unternehmen im Angesicht der Windows 11-Migration. Das geht völlig am Thema vorbei. Wir brauchen dringend eine andere Diskussion über den Linux-Umstieg und nicht immer die gleichen aufgewärmten Geschichten.

Bei Heise können interessierte Menschen aktuell eine Serie „Zweites Leben mit Linux“ lesen. Bisher sind zwei Teile erschienen:

  1. Zweites Leben mit Linux: Wie Unternehmen alte Windows-Rechner retten können​
  2. Zweites Leben mit Linux: Die besten Distributionen für Unternehmen

Inhaltlich sind die Beiträge ganz interessant und legen mal den Fokus auf die wirklich zentralen Distributionen. Das Lesen beider Artikel bringt daher schon einem Mehrwert. Für sich genommen und ohne das übergestülpte Thema. Denn hier gehen sie total an der Zielgruppe bzw. am Thema vorbei. Das bemängeln sogar viele Kommentatoren im von mir sonst so oft gescholtenen Kommentarbereich von Heise.

Die Grundannahme ist, dass der auslaufende Support für Windows 10 und anstehende Umstieg auf Windows 11 irgendwie mit Kosten für Firmen verbunden ist, die diese vermeiden müssen und können, wenn sie auf Linux umsteigen. Dahinter steht ein völlig veraltetes Bild von IT-Beschaffung und wieder mal das leidige Kostenargument.

Hardware wird über mehrere Jahre abgeschrieben. Die hier suggerierte völlig veraltete Hardware ist somit bereits komplett abgeschrieben. Angesichts der Leistungsanforderungen von Windows 11 ist die betroffene Hardware realistischerweise sogar weit darüber hinaus genutzt worden. Die meisten Firmen haben Beschaffungszyklen, bei denen Hardware turnusgemäß ausgewechselt wird – spätestens nach Ende von Gewährleistung und Support. Die Zeiten, bei denen ein neues Betriebssystem die Auswechslung des kompletten „Fuhrparks“ erforderte, sind doch spätestens seit Anfang der 2000-Jahre vorbei.

Die Kosten für Hardware und Lizenzen sind zudem sehr gering. Wir reden hier von dreistelligen Investitionsbeträgen pro Gerät, wenn keine besonderen Anforderungen beispielsweise im IT- oder Multimediabereich vorliegen. Eine Behörde oder Firma, die hierfür keine Mittel in der mehrjährigen Finanzplanung hat, dürfte andere Probleme haben.

Zumal Hardwarekosten nicht das Hauptproblem bei den meisten Firmen sind, sondern Lohnkosten. Alte Hardware macht Mitarbeiter unproduktiver, weil diese langsamer arbeiten müssen, als es möglich wäre. Alte Hardware verursacht also ganz direkt Kosten an anderer Stelle im Budget. Die meisten Firmen wissen das und stellen deshalb Hardware mit den passenden Leistungskennzahlen passend zu den Aufgaben der Mitarbeiter zur Verfügung.

Am meisten stört mich aber, dass wieder das Kostenargument für Linux in den Vordergrund geschoben wird. Das ist kontraproduktiv und schadet der Verbreitung von Linux und sollte langsam auch dem Letzten klar sein. Die Einführung von Linux kostet auf kurze Sicht sogar mehr Geld, als sie spart. Erstens, weil viele der in den Artikel dargestellten Distributionen kostenpflichtig sind, zweitens weil bei den kostenlosen Distributionen der FOSS-Gedanke eigentlich eine Partizipation der Firmen voraussetzen, die deshalb wiederum Entwicklerkapazitäten bereitstellen müssten. Dazu kommen dann weitere Kosten, weil zusätzliche IT-Kapazität auch ohne Beteiligung an Open Source-Projekten vonnöten wäre, wenn man die genutzten Systeme diversifiziert und die IT-Abteilung neben Windows plötzlich auch Linux auf dem Desktop unterstützen soll.

Bei all diesen Überlegungen ist man noch nicht mal in den Bereich der Anwendungen vorgedrungen und hat hier Chancen und Risiken abgewogen.

Anstelle immer wieder diese leidige Diskussion aufzuwärmen, bei der ein Linux-Umstieg immer nur über das Kostenargument propagiert wird, brauchen wir hier endlich mal eine ehrliche Kampagne. „Public money, public code“ ist eine solche Kampagne für den öffentlichen Dienst und hat inzwischen Einzug in viele politische Sonntagsreden und sogar Koalitionsverträge gefunden. Für die Privatwirtschaft gibt es das bisher nicht. Es muss aber Vorteile abseits von Kostenargumenten geben und diese müssen wirkliche Mehrwerte bieten. Wenn es diese nicht gibt, dann hat Windows zu recht seinen Platz in den deutschen Büros.

Kurzum: Nette Artikel, aber völlig am Thema vorbei. Hoffentlich brauchte man einfach einen Aufhänger für eine Serie und hat da ein bisschen daneben gegriffen und das entspricht nicht dem Firmenbild von Heise. Ansonsten können sie dort ihre Business-IT-Kompetenz endgültig einpacken. Genau so wie die Firmen, die wegen der Investitionskosten für Windows 11 auf Linux umsteigen müssen.

26. November 2022

Mozilla hat Firefox Translations 1.2.0 veröffentlicht. Dabei handelt es sich um eine Übersetzungsfunktion für Websites, welche im Gegensatz zu Übersetzern wie Google Translate vollständig ohne Online-Komponente auskommt. Ein Highlight der neuen Version ist die Möglichkeit der freien Text-Übersetzung.

Was ist Firefox Translations?

Im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Bergamot-Projekts hatte Mozilla gemeinsam mit der University of Edinburgh (Schottland), der University of Tartu (Estland), der University of Sheffield (England) sowie der Charles University (Tschechien) zusammengearbeitet, um eine vollständig clientseitige Funktion zur maschinellen Übersetzung von Websites für den Browser zu entwickeln. Das bedeutet, dass die Übersetzung vollständig im Browser geschieht und keine zu übersetzenden Inhalte an einen Datenriesen wie Google oder Microsoft übermittelt werden müssen.

Download Firefox Translations

Die Neuerungen von Firefox Translations 1.2.0

Kompatibilität mit neuen Firefox-Versionen

Das Wichtigste zuerst: Firefox Translations 1.2.0 hat notwendige Anpassungen der Kompatibilität erhalten, einerseits um seit Firefox 107 auftretende Darstellungsprobleme zu beheben, andererseits damit Firefox Translations in Firefox 109 und höher überhaupt noch bedient werden kann.

Firefox Translations unterstützt jetzt freie Text-Übersetzungen

Bislang konnte Firefox Translations nur vollständige Websites übersetzen. Nach dem Update auf Firefox Translations 1.2.0 erscheint eine zusätzliche Schaltfläche in der Symbolleiste, über welche der Nutzer die Möglichkeit hat, beliebige Texte aus einer beliebigen in eine andere beliebige von Firefox Translations unterstützte Sprache zu übersetzen.

Firefox Translations 1.2.0

Änderbare Ziel-Sprache für Website-Übersetzung

Während die Original-Sprache einer Website, sollte diese nicht automatisch richtig erkannt worden sein, bereits über die Übersetzungsleiste geändert werden konnte, war die Zielsprache einer Übersetzung bisher immer fest die bevorzugte in den Firefox-Einstellungen hinterlegte Content-Sprache. Jetzt kann auch die Ziel-Sprache über ein Auswahlfeld verändert werden, falls man mal eine Website in eine andere Sprache übersetzen möchte.

Original-Version der Website anzeigen

Eine neue Schaltfläche erlaubt nach der Übersetzung die Anzeige des originalen Inhalts, wobei diese Schaltfläche de facto nur die Website neu lädt. Hier wäre für ein zukünftiges Update eine Lösung wie in TranslateLocally wünschenswert, was die Orignal-Version anzeigen kann, ohne die Website neu zu laden.

Sonstige Neuerungen von Firefox Translations 1.2.0

Man sieht jetzt auch nach einer Übersetzung, aus welcher Sprache in welche Sprache eine Website übersetzt worden ist.

Eine neue Option, welche sich hinter der Einstellungs-Schaltfläche in der Übersetzungsleiste befindet, kann aktiviert werden, damit die Übersetzungsleiste nicht mehr automatisch auf jeder Website erscheint, welche nicht der bevorzugten Content-Sprache entspricht. Auch wenn diese Option aktiviert ist, kann immer noch jederzeit die Übersetzungsleiste über das entsprechende Symbol in der Adresseleiste aktiviert werden.

Bisher hat sich nach einem Update der Erweiterung automatisch ein Tab mit einer Auflistung der Neuerungen des Updates geöffnet. Diese Funktion ist nun in den Einstellungen der Erweiterung ein- und ausschaltbar und standardmäßig deaktiviert.

Dazu kamen noch weitere Korrekturen und Verbesserungen unter der Haube.

Der Beitrag Firefox Translations 1.2.0 bringt freie Text-Übersetzung erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

25. November 2022

TranslateLocally ist wie Firefox Translations aus dem Bergamot-Projekt der Europäischen Union hervorgegangen. Mit dem neuesten Update können auch Formular-Eingabe in die Original-Sprache der Website übersetzt werden.

Bergamot, Firefox Translations, TranslateLocally?

Im Rahmen des von der Europäischen Union geförderten Bergamot-Projekts hatte Mozilla gemeinsam mit der University of Edinburgh (Schottland), der University of Tartu (Estland), der University of Sheffield (England) sowie der Charles University (Tschechien) zusammengearbeitet, um eine vollständig clientseitige Funktion zur maschinellen Übersetzung von Websites für den Browser zu entwickeln. Das bedeutet, dass die Übersetzung vollständig im Browser geschieht und keine zu übersetzenden Inhalte an einen Datenriesen wie Google oder Microsoft übermittelt werden müssen.

Neben dem daraus entstandenen Firefox Translations gibt es mit TranslateLocally noch eine weitere Firefox-Erweiterung, welche einige Gemeinsamkeiten mit Firefox Translations aufweist, aber auch ein paar Unterschiede. Anfang des Monats hatte ich TranslateLocally in einem eigenen Artikel ausführlich vorgestellt, inklusive Vergleich mit Firefox Translations.

Download TranslateLocally für Firefox

TranslateLocally kann jetzt Formular-Eingaben übersetzen

Ein Unterschied war, dass bislang nur Firefox Translations Formular-Eingaben in Echtzeit aus der eigenen Sprache in die Original-Sprache der Website übersetzen konnte. Hier zieht TranslateLocally nun nach. Dazu muss mit der rechten Maustaste in ein Eingabefeld geklickt und anschließend „Type to translate…“ ausgewählt werden. Dann öffnet sich ein Eingabefeld, dessen Inhalt automatisch im ausgewählten Textfeld in die Original-Sprache der Website übersetzt wird. Die Übersetzung wiederum wird automatisch zurück übersetzt und in einem zweiten Bereich neben dem Feld angezeigt, in welchem die Eingabe erfolgte. Auf diese Weise kann der Benutzer eine einfache Selbstkontrolle der Übersetzung vornehmen.

TranslateLocally 0.8

Aber auch darüber hinaus bietet die neue Version von TranslateLocally Verbesserungen. So merkt sich die Erweiterung nun die bevorzugte Sprache, es gibt eine Dark Mode-Unterstützung, die webNavigation-Berechtigung wird nicht länger benötigt und es gab diverse Korrekturen und Verbesserungen unter der Haube.

Der Beitrag TranslateLocally 0.8 bringt Formular-Übersetzungen erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

24. November 2022

Mozilla hat Version 2.11 seiner VPN-Clients für das Mozilla VPN veröffentlicht. Dieser Artikel beschreibt die Neuerungen vom Mozilla VPN 2.11.

Mit dem Mozilla VPN bietet Mozilla in Zusammenarbeit mit Mullvad sein eigenes Virtual Private Network an und verspricht neben einer sehr einfachen Bedienung eine durch das moderne und schlanke WireGuard-Protokoll schnelle Performance, Sicherheit sowie Privatsphäre: Weder werden Nutzungsdaten geloggt noch mit einer externen Analysefirma zusammengearbeitet, um Nutzungsprofile zu erstellen.

Jetzt Mozilla VPN nutzen

Die Neuerungen vom Mozilla VPN 2.11

Ist die Option aktiviert, beim Start des Gerätes automatisch eine Verbindung zum Mozilla VPN herzustellen, startet die App jetzt minimiert.

Dazu kommen wie immer diverse Fehlerbehebungen und Verbesserungen unter der Haube. Außerdem nennt Mozilla Performance-Verbesserungen.

Tipp: Mozilla VPN aktuell mit 20 Prozent Rabatt

Ein Tipp für alle Interessierten: Mit dem Rabatt-Code VPN20 bekommt man das Mozilla VPN derzeit mit 20 Prozent Rabatt für das erste Jahr.

Der Beitrag Mozilla VPN 2.11 veröffentlicht erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

23. November 2022

Mit Common Voice stellt Mozilla den weltweit größten öffentlichen Datensatz menschlicher Stimmen bereit – kostenlos und für jeden nutzbar. Mozilla hat Version 11.0 seines Datensatzes veröffentlicht. Außerdem lassen sich jetzt optional auch nur die Unterschiede zur vorherigen Version herunterladen.

Der Markt für Spracherkennung wird von den ganz großen Namen kommerzieller Anbieter dominiert: Amazon, Apple, Google, Microsoft. Darum hat Mozilla im Jahr 2017 das Projekt Common Voice gestartet. Mit Common Voice bietet Mozilla eine kostenlose Alternative an, zu der jeder beitragen kann und die jedem zur Verfügung steht. Damit möchte Mozilla Innovation und Wettbewerb in der Sprachtechnologie auf Basis von Maschinenlernen fördern.

Im vergangenen Jahr hat Mozilla Common Voice Investitionen von Nvidia, der Bill & Melinda Gates Foundation, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und dem britischen Außenministerium in Gesamthöhe von knapp fünf Millionen Dollar erhalten.

Mit dem vor kurzem veröffentlichten Common Voice Corpus 11.0 wächst der deutschsprachige Datensatz von 1.212 auf 1.234 Stunden an. Insgesamt deckt Mozilla Common Voice mit der neuen Version jetzt 100 Sprachen mit insgesamt 24.211 aufgenommenen Stunden ab, was Mozilla Common Voice zum vielfältigsten mehrsprachigen Sprachkorpus der Welt macht.

Außerdem ist es ab sofort möglich, anstelle vollständiger Datensätze für eine Sprache auch nur die Unterschiede zur vorherigen Version herunterzuladen. Wer also bereits den Common Voice Corpus 10.0 besitzt, muss mit dem sogenannten Delta Segment der Version 11.0 anstelle der ganzen 29,45 GB für Deutsch nur 424,4 MB herunterladen.

Zum Download der Mozilla Common Voice Datensätze

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Common Voice Corpus 11.0 und Delta-Downloads erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

20. November 2022

Biometrische Entschlüsselung ist ein Thema für sich. Selbst wenn man dem nicht gänzlich ablehnend gegenüber steht, sollte man nicht leichtfertig jede Lösung nutzen. Gesichtserkennung bzw. Face unlock bei einem Google Pixel 7 gehört dazu.

Ein Punkt im GrapheneOS Changelog hat mich darauf aufmerksam gemacht:

Pixel 7, Pixel 7 Pro (adevtool): drop unused face unlock components since we have no plans to enable support for an insecure face unlock implementation incapable providing reasonable security due to lack of dedicated face unlock hardware (Pixel 4 and Pixel 4 XL had dual infrared cameras, IR dot projector and IR flood illuminator providing a more secure biometric unlock system than fingerprint unlock as opposed to simply using the front camera in a way that could be done on any device)

GrapheneOS Changelog 2022111800

Dazu muss man wissen, dass die Gesichtsentsperrung beim Pixel 7 kein schmutziger Hack der Community ist, sondern offiziell von Google unterstützt wird.

Im Gegensatz zum Pixel 4 oder beispielsweise Apple-Geräten wollte man bei Google aber nicht die notwendigen Hardwareinvestitionen tätigen. Dem Pixel 7 fehlen schlicht die notwendigen Infrarot-Kameras für ein echtes 3D-Modell. Es handelt sich deshalb letztlich nur um eine per KI aufgehübschte 2D-Lösung mit mäßiger Sicherheit. Das ist auch Google klar, weshalb sie die Entsperrung per Gesichtserkennung nur für weniger sensible Bereiche wie die Entsperrung des Geräts und nicht beispielsweise für Zahlvorgänge freigibt.

Wenn schon biometrische Verfahren zur Authentifizierung, dann doch bitte mit hohen Sicherheitsstandards. Linux hat schon vorgemacht, wie man es auf keinen Fall tun sollte, nun folgt Google auf diesem Weg. Zwar nicht, indem man die biometrischen Daten leichtfertig teilt, aber indem man vorgibt biometrische Verfahren wären unter allen Umständen geeignete Authentifizierungsmethoden. Was kommt als Nächstes? Fingerabdrucksensoren mit einer 50/50 Genauigkeit, die im Zweifelsfall entsperren, um keinen Ärger bei den Anwendern auszulösen? Dann können wir gleich zum 4-stelligen PIN mit seiner Pseudosicherheit zurückkehren.

Die wenigsten Nutzer werden sich mit Gefahren und Problemen beschäftigen und es einfach nutzen. Die Hersteller werden damit ihrer Verantwortung beim Einsatz sensibler biometrischer Verfahren nicht gerecht.

Zum Glück gibt es noch Projekte und Entwickler, die das nicht so sehen und die Anwender vor den schlimmsten Ausrutschern bei Google bewahren. Leider sind das dann genau jene Anwender, die im Zweifelsfall sogar komplett auf biometrische Verfahren verzichten, weil sie ein hohes Problembewusstsein haben.

19. November 2022

VPN ist für Anonymität einfach keine gute Idee. Wer dafür noch weitere Gründe braucht, muss sich nur die aktuellen Berichte über das iPhone-Betriebssystem iOS und Googles Android ansehen.

VPN ist im Kern eine ziemlich alte Idee und konzeptionell ein Produkt der 1990er-Jahre und war in den 2000er-Jahren vor allem als Unternehmenslösung bekannt. Vor ein paar Jahren haben dann einige Anbieter angefangen damit – aus meiner Sicht unlautere – Geschäftsideen umzusetzen: Anonymität und Sicherheit.

VPN hat dabei mindestens drei Schwachstellen. Erstens wurde es nicht für Anonymität entwickelt, sondern die von den Anonymisierungsdienstleistern beworbene Möglichkeit darüber seine IP und Herkunft zu verschleiern ist quasi ein Abfallprodukt der Funktion. Zweitens muss man dem VPN-Betreiber vertrauen, dass er wirklich keine Daten sammelt und drittens die Abhängigkeit von der jeweiligen Implementierung das Betriebssystems.

Letzteres ist nicht unproblematisch, wie die Berichte zu iOS und Android zeigen. Eigentlich sollte ein System bei aktiviertem VPN alle Daten durch den Tunnel senden. Das ist aber gar nicht so trivial umzusetzen.

Zuerst stand iOS in der Kritik. Im August gab es Berichte über Verbindungen außerhalb des Tunnels beispielsweise zu Apple Push-Servern oder zu GMail. Das erinnerte an ältere Beschwerden von ProtonVPN, das Probleme hatte, bestehende Verbindungen bei der Aktivierung von VPN zu schließen und neu aufzubauen, weshalb diese weiterhin außerhalb des VPNs liefen. Das Problem besteht nach wie vor und wohl auch im sogenannten „Lockdown“-Modus von iOS, der besondere Sicherheit gewährleisten sollte. Mich würde es nicht weiter verwundern, wenn ähnliche Probleme auch bei den Desktopbetriebssystemen bestehen würden.

Wer jetzt glaubt, mit Android auf der sicheren Seite zu sein, täuscht sich leider. Wie der bekannte VPN-Betreiber Mullvad berichtete, kann bei Android trotz der Funktion „Durchgehend aktives VPN“ Datenverkehr neben dem VPN beobachtet werden.

Man könnte jetzt Apple oder Google kritisieren oder auch einfach akzeptieren, dass VPN eine Technologie ist, die nicht für die Sicherheitsanforderungen der Gegenwart konzipiert wurde und schon gar nicht, um Anonymität im Internet zu gewährleistet. VPN hat sicherlich weiter seine Berechtigung, beispielsweise für nicht sensible Tätigkeiten im Homeoffice oder um Ländersperren zu umgehen. Mehr sollte man davon aber nicht erwarten.

Im Frühjahr, als die Kaufabsichten von Elon Musk publik wurden, schrieb ich einen skeptischen Kommentar, was den prognostizierten massenhaften Wechsel zu Mastodon betrifft. Meine Prognose hatte ungefähr 6 Monate bestand.

Das Problem bei allen sozialen Netzwerken ist, dass es nicht um Funktionalität, sondern um Menschen geht. Wenn die relevante Gruppe sich auf einen Dienst geeinigt hat, erzeugt das eine Sogwirkung und der Einzelne kann nicht einfach wechseln, weil ein soziales Netzwerk alleine eben keinen Sinn ergibt.

Als ich im Frühjahr mir Mastodon anschaute, war ich Teil einer kleinen Twitter-Vorhut, die sich dort mal umschaute. Wenigstens die Instanzsuche blieb mir erspart, da die Staatsbibliothek zu Berlin schon seit Langem eine eigene Instanz betreibt. Für Bibliotheksmenschen gibt es dadurch eine natürliche und professionell betriebene Anlaufstelle. Nur war dort einfach im Frühjahr noch nicht viel los. Dadurch fehlte das Netzwerk und letztlich doppelten sich die Netzwerke. So wie viele andere in meiner Blase dümpelte mein Mastodon-Account über den Sommer vor sich hin.

Als Musk nun tatsächlich Twitter kaufte und die allseits diskutierten Entscheidungen traf, fragte ich mich noch skeptisch, ob der Kipppunkt erreicht werden würde, der bei Signal vs. WhatsApp im ersten Halbjahr 2022 erreicht wurde. Die Trägheit der Masse ist ja oft groß, aber manchmal setzen sich auch die Gruppen plötzlich und unaufhaltsam in Bewegung. Denn erst leckte meine Blase, dann entstand ein kleiner Bach, der schnell zu einem reißenden Strom anschwoll. Erst die Aficinados offener Infrastrukturen, dann folgten wichtige Ankerpersonen des Bibliothekswesens, gleichzeitig kamen parallel namhafte Wissenschaftler hinterher und dann jene, die merkten, dass es bei ihnen auf Twitter immer ruhiger wurde. In den vergangenen Tagen kamen dann zahlreiche institutionelle Accounts, die augenscheinlich erst einmal intern abstimmen mussten, ob sie zu Mastodon wechseln. Als ich mich gestern auf Twitter umsah, war es sehr ruhig. Nur noch Werbung, vorgeschlagene Trends, denen ich nicht folgte und ein paar einzelne Accounts, die sich öffentlich fragten, wann der letzte das Licht ausmacht.

Für die eingefleischten Mastodon-Nutzer ist das eine Herausforderung. In eine kleine gemütliche Wohnung mit wenigen ausgewählten und tendenziell ähnlich gestrickten Gästen platzte eine ganze Festivalhorde, schlug im übertragenen Sinne ihre Zelte im Wohnzimmer auf, fragt sich, wo die Getränke herkommen und warum die Musik so komisch ist. Damit ist eingetreten, wofür viele Mastodon-Nutzer immer geworben hat. Es ist trotzdem für beide Seiten eine Herausforderung.

Der Kipppunkt wurde nun schneller erreicht als gedacht. In meinem diesjährigen Jahresrückblick werde ich eine weitere „Sünde“ streichen können. Mein Twitter-Account überlebt diesen Monat nicht.

18. November 2022

Fr, 18. November 2022, Lioh Möller

In den letzten Jahren ist es still geworden um wattOS, einer spezialisierten Distribution, welche grossen Wert auf geringen Energieverbrauch und Leichtgewichtigkeit legt. Doch nun hat der Entwickler Ron Ropp die Verfügbarkeit einer neuen Version angekündigt.

wattOS R12 basiert auf Debian 11 Bullseye und als Desktopumgebung kommt LXDE zum Einsatz. Wie es bereits bei der Mutterdistribution der Fall ist, wird der Kernel in Version 5.10 ausgeliefert. Eine Flatpak Unterstützung sowie das Backports Repository sind standardmässig aktiviert.

Als Installationsprogramm kommt Calamares zum Einsatz und dank gdebi ist es möglich auf einfache Weise heruntergeladene deb Pakete zu installieren.

Auch die vorliegende Version ist explizit für den Einsatz auf älteren Computern mit x86_64 CPU geeignet.

Quelle: https://www.planetwatt.com/R12-details/
Download: https://cpufu.com/iso/wattOS-R12.iso

17. November 2022

Mozilla hat seinen Finanzbericht für das Jahr 2021 veröffentlicht. Gegenüber dem Vorjahr hat Mozilla seinen Umsatz um über 100 Millionen Dollar gesteigert. Gleichzeitig waren die Ausgaben so niedrig wie zuletzt sechs Jahre zuvor.

Wie jedes Jahr am Jahresende hat Mozilla auch in diesem Jahr seinen Finanzbericht für das Vorjahr veröffentlicht, welcher offenlegt, in welcher Höhe Mozilla Einnahmen und Ausgaben hatte.

Mozilla steigert Umsatz um über 100 Millionen Dollar

Konnte Mozilla im Jahr 2020 noch einen Umsatz in Höhe von knapp 497 Millionen Dollar erzielen, lag der Umsatz im Jahr 2021 bei über 600 Millionen Dollar. Nur einmal hatte Mozilla einen höheren Jahresumsatz, nämlich im Jahr 2019. Darin war allerdings eine Vergleichszahlung aus einem Rechtsstreit mit Yahoo inbegriffen, deren Höhe schätzungsweise im Bereich von 338 Millionen Dollar lag. Damit hat Mozilla im Jahr 2021 den höchsten regulären Jahresumsatz seit Firmengründung erzielt.

Mehr Geld und trotzdem weniger Abhängigkeit von Google

Einen wesentlichen Anteil daran trägt der neue Suchmaschinen-Vertrag mit Google, den Mozilla Ende 2020 verlängert hatte. Insgesamt hatte Mozilla im Vorjahr 441 Millionen Dollar durch Suchmaschinen-Verträge umgesetzt. Diesen Posten konnte Mozilla im Jahr 2021 auf knapp 528 Millionen Dollar steigern.

Die finanzielle Abhängigkeit von Google hat Mozilla dennoch weiter reduzieren können. Bestand 2017 noch eine 93 prozentige Abhängigkeit von der primären Standard-Suchmaschine, waren es 2018 noch 91 Prozent, 2019 noch 88 Prozent, 2020 noch 86 Prozent und im Jahr 2021 schließlich nur noch 83 Prozent.

Mehr Einnahmen durch Abo-Dienste und Werbung

Aber auch Mozillas Abo-Dienste wie das Mozilla VPN oder das Premium-Angebot von Mozillas Read it Later-Dienst Pocket entwickeln sich gut. Die Einnahmen aus den Abonnement-Diensten sowie durch bezahlte Platzierungen auf der Standard-Startseite von Firefox konnten von knapp 25 Millionen Dollar im Vorjahr auf fast 57 Millionen Dollar mehr als verdoppelt werden.

Deutliche Reduzierung der Ausgaben

Nicht nur der Umsatz konnte um über 100 Millionen Dollar gesteigert werden, auch die Ausgaben konnten um fast 100 Millionen Dollar gegenüber 2020 gesenkt werden. Dabei wurden erneut insbesondere die Ausgaben für Software-Entwicklung gesenkt, nämlich von 243 Millionen auf 199 Millionen Dollar. Aber auch die Marketing-Kosten wurden um sieben Millionen auf 30 Millionen Dollar reduziert.

Mozillas Vermögen wächst auf über eine Milliarde Dollar

Als Ergebnis aus gesteigertem Umsatz und verringerten Ausgaben folgt auch eine Steigerung von Mozillas Netto-Vermögens von 843 Millionen auf 1,05 Milliarden Dollar.

Entwicklung von 2005 bis heute

Wie gehabt gibt es auf soeren-hentzschel.at eine Sonder-Seite, welche die Einnahmen, die Ausgaben sowie das Vermögen von Mozilla seit dem Jahr 2005 bis heute visualisiert und die Entwicklung anschaulich gestaltet. Die Seite steht auch in englischer Sprache zur Verfügung.

Mozilla Finanzen 2021
Bildquelle: soeren-hentzschel.at/mozilla-umsatz

Ausblick auf die Zukunft

Der Finanzbericht für das Jahr 2022 wird voraussichtlich Mitte November bis Mitte Dezember 2023 veröffentlicht werden.

Nach zwischenzeitlich herausfordernden Zeiten, die zur Kündigung von über 300 Mitarbeitern im Jahr 2020 führten, entwickelt sich Mozilla nach in diesem Zusammenhang durchgeführten internen Umstrukturierungen wieder besser, nicht nur finanziell. Die Mitarbeiterzahl ist in den letzten zwei Jahren wieder um fast 200 Personen gestiegen.

Für das kommende Jahr ist mit einer weiteren Steigerung der Einnahmen durch Mozillas kostenpflichtige Dienstleistungen zu rechnen. Das Mozilla VPN hat in diesem Jahr weitere spannende Neuerungen erhalten und ist in weiteren Ländern gestartet, mit Firefox Relay Premium und dem MDN Plus sind ganz neue kostenpflichtige Angebote gestartet. Auch das Firefox Private Network ist in den USA weiterhin am Start, ebenso die Mozilla Hubs Cloud. Außerdem wurde in 2022 der Grundstein für weitere Investitionen ab 2023 gelegt, von denen Mozilla durch Gewinnbeteiligungen profitieren kann. Auch das Produkt-Angebot im Bereich Sicherheit und Datenschutz soll 2023 weiter ausgebaut werden.

Der Beitrag Mozilla macht Rekord-Gewinn im Jahr 2021 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

16. November 2022

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 102.5 ein planmäßiges Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 102.5

Mit dem Update auf Thunderbird 102.5 hat die MZLA Technologies Corporation ein planmäßiges Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht und behebt damit aktuelle Sicherheitslücken. Darüber hinaus bringt das Update diverse Fehlerbehebungen und Verbesserungen, welche sich in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen.

Der Beitrag Thunderbird 102.5 veröffentlicht erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

15. November 2022

Di, 15. November 2022, Lioh Möller

Aufgrund patentrechtlicher Bedenken wurde unter Fedora 37 das Hardware-Video-Decoding via GPU in Mesa deaktiviert (wir berichteten).

Die Unterstützung lässt sich dank des RPM Fusion Projektes allerdings mit wenigen Schritten nachrüsten.

Dafür muss zunächst, falls noch nicht vorhanden, das Repository aktiviert werden:

sudo dnf install https://download1.rpmfusion.org/free/fedora/rpmfusion-free-release-$(rpm -E %fedora).noarch.rpm

Um zu ermitteln, welche Mesa Freeworld Pakete auf dem System benötigt werden, kann zunächst mit folgendem Befehl geprüft werden, welche RPMs ohne Codecs bisher installiert sind:

rpm -qa |grep -e mesa-va-drivers -e mesa-vdpau-drivers

Nun können die entsprechenden Freeworld Treiberpakete installiert werden, wobei die ursprünglichen Pakete bei diesem Vorgang ausgetauscht werden. Es sollten nur Installationen für die zuvor ermittelten Pakete durchgeführt werden.

mesa-va-drivers-freeworld (VA-API):

sudo dnf swap mesa-va-drivers mesa-va-drivers-freeworld

mesa-vdpau-drivers-freeworld (VDPAU / Nvidia):

sudo dnf swap mesa-vdpau-drivers mesa-vdpau-drivers-freeworld

Silverblue

Unter Fedora Silverblue erfolgt die Installation wie folgt:

mesa-va-drivers-freeworld (VA-API):

rpm-ostree override remove mesa-va-drivers --install mesa-va-drivers-freeworld

mesa-vdpau-drivers-freeworld (VDPAU / Nvidia):

rpm-ostree override remove mesa-vdpau-drivers --install mesa-vdpau-drivers-freeworld

Codecs

Bei Bedarf können weitere nicht Hardware-abhängige Codecs wie folgt installiert werden. Dieser Schritt ist optional.

sudo dnf groupupdate multimedia --setop="install_weak_deps=False" --exclude=PackageKit-gstreamer-plugin
sudo dnf groupupdate sound-and-video
sudo dnf install @multimedia @sound-and-video ffmpeg-libs gstreamer1-plugins-{bad-\*,good-\*,base} gstreamer1-plugin-openh264 gstreamer1-libav lame\*

Die Codec Installation unter Silverblue wird hier beschrieben.

Quelle: https://github.com/rpmfusion-infra/fedy/issues/110

Mozilla hat Firefox 107 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen.

Nach dem sehr großen Update auf Firefox 106 vor vier Wochen hat Mozilla heute erwartungsgemäß ein deutlich kleineres Update veröffentlicht.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Die Neuerungen von Firefox 107

Zahlreiche Icons im PDF-Betrachter wurden erneuert und passen nun besser zum restlichen Icon-Stil von Firefox.

Firefox 107

Der Performance-Profiler kann seit Firefox 104 auch den Stromverbrauch einer Website analysieren. Voraussetzung hierfür war bisher ein Mac-Computer mit Apple Silicon-Prozessor oder ein Computer mit Windows 11 als Betriebssystem. Ab sofort werden auch Mac- sowie Linux-Systeme mit Intel-Prozessor unterstützt.

Verbesserungen gab es auch beim Scrolling auf Touch-Geräten. Außerdem wurde die Performance beim Zugriff auf die Dokument-URL für Nutzer von Windows 11 22H2 verbessert, wenn ein Barrierefreiheits-Tool und Microsofts IME für die japanische Sprache genutzt wird.

Auf Webstandard-Seite erwähnenswert ist die Unterstützung der CSS-Eigenschaft contain-intrinsic-size.

Natürlich wurden in Firefox 107 auch wieder mehrere Sichereitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 107 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 107 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Di, 15. November 2022, Lioh Möller

Immutable Linux-Distributionen wie Fedora Silverblue oder die Variante Kinoite mit dem KDE Plasma Desktop zeichnen sich durch eine besonders einfache Aktualisierung auf einen neuen Release aus.

Dabei wird lediglich ein sogenannter Rebase ausgeführt und ein Wechsel zurück auf die Vorgängerversion ist ebenfalls möglich.

Unter Silberblue wird eine neue Hauptversion wie ein reguläres Update in GNOME Software dargestellt und lässt sich darüber installieren.

Kinoite hingegen verwendet als grafischen Paketmanager die Anwendung Plasma Discover, welche diese Funktionalität aktuell noch nicht bietet.

Eine Aktualisierung kann dennoch in wenigen Schritten über die Kommandozeile erfolgen. Diese Variante bietet darüber hinaus eine erweiterte Kontrolle über den gesamten Vorgang.

Zunächst lassen sich mit folgendem Befehl alle verfügbaren Versionsstände anzeigen:

ostree remote refs fedora

Für Fedora 37 auf der x86_64 Architektur wären dies:

Silverblue: fedora:fedora/37/x86_64/silverblue
Kinoite: fedora:fedora/37/x86_64/kinoite

Bei einer Systemaktualisierung wird standardmässig die aktuell installierte Version beibehalten, auf welche bei Bedarf mithilfe des rpm-ostree rollback Kommandos oder durch die Auswahl des entsprechenden Eintrages im Bootmenü zurückgegriffen werden kann.

Bei einer nachfolgenden Aktualisierung, bei der es sich auch um ein reguläres Update handeln kann, wird diese überschrieben. Um die Vorgängerversion länger beibehalten zu können, kann diese gepinned werden. Dieser Schritt ist optional und muss im Gegensatz zu regulären rpm-ostree oder ostree Befehlen, welche dem Standardbenutzer ohne zusätzliche Authentifizierung via PolicyKit ermöglicht werden, mit Root-Rechten ausgeführt werden:

sudo ostree admin pin 0

Die eigentliche Aktualisierung kann daraufhin mittels rebase durchgeführt werden:

Silverblue: rpm-ostree rebase fedora:fedora/37/x86_64/silverblue
Kinoite: rpm-ostree rebase fedora:fedora/37/x86_64/kinoite

Sofern man RPM Fusion auf seinem System aktiviert hat, lässt sich die Aktualisierung mit folgendem Befehl durchführen:

rpm-ostree rebase fedora:fedora/37/x86_64/silverblue \
--uninstall rpmfusion-free-release-36-1.noarch \
--install https://mirrors.rpmfusion.org/free/fedora/rpmfusion-free-release-branched.noarch.rpm \
--uninstall rpmfusion-nonfree-release-36-1.noarch \
--install https://mirrors.rpmfusion.org/nonfree/fedora/rpmfusion-nonfree-release-branched.noarch.rpm

Um einen zuvor gesetztes Pinning zu entfernen, können zunächst alle verfügbaren Stände ausgegeben werden:

rpm-ostree status

Das Entfernen des Pinnings erfolgt mithilfe der Angabe des Indexes. Dabei wird der erste Eintrag mit 0 geführt und aller weiteren mit der entsprechenden Folgezahl.

sudo ostree admin pin --unpin 0

14. November 2022

Mit Thunderbird 115 wird die MZLA Technologies Corporation im kommenden Jahr seinem kostenfreien E-Mail-Client einen frischen Anstrich verpassen. Dieser Artikel gibt einen kleinen Vorgeschmack auf das neue „Supernova“-Design.

Die folgenden Mockups geben einen Vorgeschmack auf die Planungen für das kommende „Supernova“-Design von Thundebird 115. Bis zur finalen Implementierung können sich natürlich noch Dinge ändern, doch geben die Mockups in jedem Fall die Richtung vor, in welche sich Thunderbird optisch entwickeln wird.

Supernova-Design Thunderbird

Supernova-Design Thunderbird

Supernova-Design Thunderbird

 

Der Beitrag Thunderbird: Vorschau auf das Supernova-Design 2023 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Mo, 14. November 2022, Ralf Hersel

Ubuntu 23.04 wird voraussichtlich am 20. April 2023 erscheinen und trägt den Namen "Lunar Lobster". Diese 38. Version der Canonical-Distribution ist ein Zwischenrelease mit einer neunmonatigen Unterstützung für Software- und Sicherheitsupdates.

Titelbild: Stable Diffusion

Den genauen Zeitplan der Entwicklungsschritte könnt ihr dem Releaseplan entnehmen. Es ist noch zu früh, um inhaltliche Aussagen für die Frühlingsversion zu treffen. Wahrscheinlich bekommen wir es mit einem 6.2er-Kernel zu tun. Die Desktop-Umgebung wird vermutlich auf GNOME 44 aufbauen.

Bei den weiteren Systemkomponenten kann folgendes angenommen werden: GCC 13 als optionaler System-Compiler, LLVM 16, Python 3.11 als Standard, GNU Binutils 2.40, GNU C Library 2.37, OpenLDAP 2.6, Go 1.20 und PolicyKit 122. Es ist auch mit dem neuen, in Flutter geschriebenen, Installer zu rechnen.

Der neue Installer wurde bereits Anfang 2021 von Martin Winpress angekündigt. Um den Wechsel zu begründen schrieb er:

Das aktuelle Ubuntu Desktop-Installationsprogramm, Ubiquity, stammt aus dem Jahr 2006. Ubiquity ist zwar immer noch funktionsfähig, hat aber seit einigen Jahren keine nennenswerten Entwicklungen mehr erfahren und ist aufgrund seines Erbes immer mühsamer zu warten.

Wir haben mit dem Flutter-Team bei Google zusammengearbeitet, um Flutter für den Linux-Desktop zu aktivieren. Wir werden diese Arbeit nutzen, um das Desktop-Frontend des neuen Installers zu implementieren.

Wir haben mit der Arbeit an dem neuen Desktop-Installationsprogramm begonnen und planen, eine vorläufige Version zum Testen in der Version 21.10 bereitzustellen, die im Oktober 2021 erscheinen soll. Dies ebnet den Weg für den Übergang zum neuen Installer für das nächste LTS-Release, das 22.04 sein wird und im April 2022 erscheinen soll.

Der Ubiquity-Installer bleibt im Ubuntu-Archiv verfügbar, damit offizielle Varianten, Remixe oder Derivate ihn weiterhin in ihren Images verwenden können.

Kann man machen, muss man aber nicht. Mit Calamares steht ein sehr gutes Installer-Framework zur Verfügung, das aktuell weiterentwickelt wird und bei vielen GNU/Linux-Distributionen zum Einsatz kommt (Garuda, KaOS, Manjaro, KDE Neon, Lubuntu, NetRunner, Endeavour, Debian). Alternativ dazu gibt es noch Anaconda, welches auch bei vielen bekannten Distros verwendet wird (Red Hat, Fedora, Alma, CentOS), sowie Yast (OpenSuse). Aber Canonical wäre nicht Canonical, wenn man beim Installer keine Extrawurst braten würde.

Quelle: https://discourse.ubuntu.com/t/lunar-lobster-release-schedule/27284