staging.inyokaproject.org

8. Mai 2024

Firefox besitzt eine Leseansicht, welche Artikel in einer Weise aufbereitet, dass sie besonders gut und störungsfrei gelesen werden können. Diese Ansicht bietet bereits einige Anpassungsmöglichkeiten. In Zukunft wird der Nutzer noch mehr Kontrolle über die Darstellung erhalten.

Per Klick auf das Buch-Symbol in der Adressleiste erscheinen Artikel im Web so aufbereitet, dass sie störungsfrei gelesen werden können. Konkret bedeutet dies eine angenehme Farbgebung und Schriftgestaltung sowie keine störenden Elemente wie Werbung. Der Nutzer hat hierbei auch diverse Anpassungsmöglichkeiten und kann sich die Artikel sogar vorlesen lassen.

Zu den bereits vorhandenen Anpassungsmöglichkeiten gehören die Wahl zwischen einer Schrift mit oder ohne Serifen, die Wahl zwischen einem hellen, einem dunklen sowie einem sepiafarbenen Farbschema, die Änderung der Inhaltsbreite, der Schriftgröße sowie des Zeilenabstands.

Leseansicht in Firefox

Wer eine Nightly-Version von Firefox nutzt, findet über about:config zwei neue Schalter. Wird die Option reader.improved_text_menu.enabled auf true gesetzt, ändert sich die Darstellung der Textoptionen. Inhaltsbreite und Zeilenabstand können dann über einen Schieberegler eingestellt werden. Ebenfalls per Schieberegler eingestellt werden können die ganz neuen Optionen für den Zeichenabstand sowie für den Wortabstand. Auch die Ausrichtung des Textes (linksbündig, zentriert, rechtsbündig) ist in Zukunft einstellbar.

Leseansicht in Firefox

Die zweite neue Option ist reader.colors_menu.enabled, welche ein neues Farbmenü aktiviert. Neben Hell, Dunkel und Sepia stehen hier mit Grau sowie Kontrast zwei weitere Farbvarianten zur Verfügung.

Leseansicht in Firefox

Über einen Reiter „Benutzerdefiniert“ kann der Benutzer sogar ein komplett individuelles Farbschema mit beliebigen Farben konfigurieren.

Leseansicht in Firefox

Damit sind die neuen Anpassungsmöglichkeiten noch nicht abgeschlossen. So sind auch noch Optionen für die Schriftstärke sowie die verwendete Schriftart geplant.

Neben einem erhöhten Komfort für die Nutzer ist es Mozillas Ziel mit den neuen Anpassungsmöglichkeiten, alle Kriterien erfüllbar zu machen, welche nach dem WCAG-Standard für die Barrierefreiheit relevant sind.

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7. Mai 2024

Sogenannte Host-Berechtigungen sind seit dem Manifest v3 für Firefox-Erweiterungen grundsätzlich optional. Ab Firefox 127 werden die Host-Berechtigungen automatisch bei Installation der Erweiterung gewährt.

Entwickler von Browser-Erweiterungen nutzen die sogenannte WebExtension-Architektur. Dabei gibt es die ältere Version des Standards, das sogenannte Manifest v2 (MV2), und dessen Weiterentwicklung, das Manifest v3 (MV3). Firefox unterstützt seit Veröffentlichung von Firefox 109 im Januar 2023 das Manifest v3 zu großen Teilen.

Ein wesentlicher Unterschied für MV3-Erweiterungen ist, dass Host-Berechtigungen, also Berechtigungen, welche für bestimmte Domains gelten, grundsätzlich optional sind, vom Nutzer also jederzeit deaktiviert werden können. Entwickler von Erweiterungen müssen dies berücksichtigen und sollten auch eine einfache Möglichkeit zur Aktivierung bereitstellen. Ansonsten müssen Nutzer die Berechtigungen umständlicher über die Add-ons-Verwaltung (about:addons) gewähren.

Dies kann zum Beispiel so aussehen:

Manifest v3 (MV3) Host-Berechtigung

Mit Firefox 127 führt Mozilla eine wichtige Änderung für MV3-Erweiterungen ein: Während Host-Berechtigungen mit dem MV2 noch automatisch bei Installation gewährt worden sind, ist dies seit dem MV3 nicht mehr der Fall. Ab Firefox 127 werden Host-Berechtigungen auch für MV3-Erweiterungen automatisch bei Installation gewährt.

Die Empfehlung für Erweiterungs-Entwickler lautet aus den genannten Gründen dennoch weiterhin ausdrücklich, nicht gewährte Berechtigungen zu berücksichtigen. Auch ist zu bedenken, dass zusätzliche Host-Berechtigungen, welche mit einem Update nachgereicht werden, aktuell nicht automatisch gewährt werden.

Bei der Änderung handelt es sich um eine temporäre Lösung, bis Mozilla einen verbesserten Installations-Ablauf bereitstellen kann, für den Mozilla mehr Zeit benötigt. Auch umgeht diese temporäre Lösung Einschränkungen, die es derzeit noch für MV3-Erweiterungen auf Android gibt. Die Änderung betrifft sowohl Firefox für den Desktop als auch für Android.

Firefox 127 erscheint nach aktueller Planung am 11. Juni 2024.

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6. Mai 2024

Solo ist ein Ende des vergangenen Jahres vom Mozilla Innovation Studio angekündigter Website-Builder, der auf Künstliche Intelligenz (KI) und einen maximal einfachen Erstellungsprozess setzt. Die damit erstellte Website kann jetzt mit einer eigenen Domain verbunden werden. Ebenfalls ist es möglich, direkt aus Solo heraus eine Domain zu vergünstigten Konditionen zu erwerben.

Im Rahmen der Innovation Week im Dezember 2023 hatte das Mozilla Innovation Studio Solo angekündigt. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Website-Builder mit Fokus auf Selbständige, der auf generative Künstliche Intelligenz für einen maximal einfachen Erstellungsprozess setzt.

Jetzt Website-Builder Solo von Mozilla testen

Seit dem Start hat Mozilla einige Funktionen ergänzt. Zuletzt hatte ich im April über Neuerungen berichtet. Mit der nun veröffentlichten Version 0.92 ist es möglich, die mit Solo erstellte Website optional nicht mehr nur über die Solo-Domain, sondern über eine eigene Domain oder auch Subdomain aufzurufen.

Für einige Hoster kann Solo sogar die Einrichtung automatisch übernehmen. Ansonsten kann der Nutzer aber auch die manuelle Konfiguration auswählen, für welche Solo genau auflistet, welche DNS-Einträge vorzunehmen sind.

Für den Nutzer ist die Verwendung einer eigenen Domain kostenlos, sofern man bereits eine Domain besitzt.

Alternativ kann auch direkt aus Solo heraus der Prozess gestartet werden, eine Domain zu erwerben. Dafür arbeitet Mozilla mit IONOS zusammen. Dabei verspricht Mozilla aufgrund seiner Beziehung zu IONOS sogar einen „erheblichen Rabatt für viele Domains“.

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5. Mai 2024

Nachdem ich über meine Erfahrungen mit dem Google Pixel-Tablet berichtete und dort über die Nutzung von Vanadium (Chromium-Fork) schrieb, kam die Frage auf, was ich eigentlich auf dem Desktop nutze. Natürlich Firefox! Aber ein bisschen angepasst. Allerdings gar nicht so sehr.

Es gibt keine freien Alternativen zu Firefox

Linux-Anwender haben eigentlich kaum Alternativen zu Firefox. Kleinere Browser wie GNOME Web (früher Epiphany) oder Falkon basieren auf Rendering-Engines in Qt oder GTK. Bei Qt kommt die auf Chromium basierende qt-webengine zum Einsatz. Selbst die neueste Qt-Version hinkt hier viele Versionen hinterher und der Sicherheitsstatus ist mehr als fraglich. Für die Darstellung im RSS-Reader oder Mailclient mag das reichen, den Browser sollte man damit nicht betreiben. Bei GTK sieht es mit libwebkitgtk nach einer Sicherheitsoffensive etwas besser aus, auch weil man auf WebKit und nicht auf Chromium als Basis setzt, aber auch hier würde ich mein Tor zum Internet nicht von den Sicherheitsfunktionen dieses Projektes abhängig machen wollen.

Gleiches gilt für die zahlreichen Firefox-Forks, die in der letzten Zeit entstanden sind. Die Entwickler von LibreWolf, Waterfox, Pale Moon und Konsorten haben immer wieder extreme Schwierigkeiten mit der Entwicklung bei Firefox Schritt zu halten. Sicherheitsupdates kommen oft stark verzögert an. Das ist inakzeptabel für einen Browser.

Viele haben massive Vorbehalte gegen Chromium, weil wir durch die ausschließlich Verwendung von Chromium und dessen Forks eine durch Google kontrollierte Monokultur für den Webzugang entstehen lassen. Je geringer der Marktanteil bei Chromium-Alternativen wie Firefox ist, desto höher dürfte prozentual derjenigen ausfallen, die sich genau deshalb für Firefox & Co entscheiden. Aber selbst wenn man diesen Aspekt außer Acht lässt, ist Chromium unter Linux kein sicheres Produkt. Chromium selbst ist sehr schwer zu paketieren und die Updateschlagzahl sehr hoch. Google verfolgt hier seinen üblichen Open-Core-Ansatz, der aber auf die Nutzung des proprietären Produkts abzielt und gerade nicht die Nutzung des freien Kerns durch den Nutzer erleichtern soll. Das kennt man auch von Android. Distributionen wie RHEL oder SLED haben Chromium daher gar nicht offiziell im Programm und verweisen direkt auf Firefox. Von den größeren Distributionen schaffen es bislang nur Debian und Arch einigermaßen zeitnah aktuelle Versionen bereitzustellen. Alle anderen Distributionen hinken mehr oder weniger stark hinterher, was durchaus kritisch zu sehen ist.

Unfreie Chromium-Varianten wie Chrome (Google) oder Edge (Microsoft) haben dieses Problem nicht. Das gilt ebenso für die nicht transparent entwickelte Chromium-Varianten Brave (Brave Software) und Vivaldi (Vivaldi Technologie) aber ich persönlich habe ein ziemliches Problem damit ein freies Desktop-Betriebssystem zu nutzen, um dann einen unfreien Zugang ins Web zu wählen.

Welche Addons?

Ich persönlich glaube, dass bei Addons weniger mehr ist. Grundsätzlich und immer. Denn Addons sind immer potenzielle Verursacher von Fehlern und Sicherheitslücken. Das gilt für Firefox und jede andere Software mit Extension-Schnittstelle. Dementsprechend haben mich die Änderungen der letzten Jahre auch nicht so sehr abgeschreckt, wie die Nutzer, die ihren Zoo an Addons portieren mussten. Ganz ohne Addons geht es aber nicht.

Tracking-Blocker: uBlock

Firefox hat einen eingebauten Tracking-Blocker. Dieser ist nicht schlecht, lässt aber einige Werbe- und Trackingfunktionen durch. Ein zusätzlicher listenbasierter Blocker ist daher unerlässlich. Wie die meisten Nutzer verwende ich hier uBlock origin. Die voreingestellten Listen sind hier meiner Meinung nach schon nicht schlecht und können bei Bedarf um Cookie-Blocklisten und Social-Media-Blocker ergänzt werden.

CDN-Blocker: LocalCDN

Viele Website-Betreiber laden JavaScript-Bibliotheken über Content Delivery Networks (CDN), um Bandbreite zu sparen. Dies kann aber auch zum User-Tracking genutzt werden, da beim Verbindungsaufbau viele Metadaten anfallen. Abhilfe schaffen Addons, die diese Bibliotheken lokal zur Verfügung stellen und die Verbindung zu CDNs blockieren. Vor einigen Jahren kam das Addon Decentraleyes als Gegenmittel in Mode. Das gibt es zwar immer noch, aber die Entwicklung verläuft eher schleppend. Das Addon LocalCDN entwickelt sich schneller.

Container: Firefox Multi-Account Containers & Temporary Containers

Firefox bietet eine integrierte Containerverwaltung, die die anfallenden Daten von Webseiten trennt. Dies funktioniert bereits in der Standardeinstellung sehr gut. Es entspricht aber nicht ganz meinen persönlichen Nutzungsgewohnheiten. Eigentlich möchte ich beim Schließen eines Tabs alle Webseitendaten löschen. Allerdings nicht bei allen Webseiten, denn es ist extrem nervig, sich bei häufig besuchten Seiten immer wieder neu anzumelden. Deshalb habe ich mir eine Kombination aus dem Addon Temporary Containers und Multi Account Containers eingerichtet.

Standardmäßig werden neue Tabs in temporären Containern geöffnet. Folgende Einstellungen erlauben dies:

Für regelmäßig besuchte Seiten habe ich verschiedene Container in Multi Account Contains eingerichtet. Über die Option „Diese Webseite immer öffnen in…“ werden die Seiten automatisch im zugehörigen Container geöffnet.

Einstellungen

Dazu kommen noch ein paar Einstellungen wie die Wahl einer datenschutzorientierten Suche (ich verwende hier immer noch DuckDuckGo) oder das Deaktivieren der Mozilla-Telemetriefunktionen sowie des A/B-Tests. Ansonsten habe ich keine Einstellungen verändert. Auf umfangreiche Änderungen in about:config habe ich verzichtet, da mir das Nachziehen bei größeren Updates zu aufwendig und der vermeintliche Gewinn für den Fingerprinting-Schutz zu ungewiss ist.

2. Mai 2024

Formulaic ist ein neues Projekt vom Mozilla Innovation Studio. Dabei handelt es sich um eine Community-Plattform, auf der man sogenannte KI-Prompts zu bestimmten Themen finden und mit anderen Nutzern teilen kann. Nun hat Mozilla die Anmeldung für alle Nutzer geöffnet.

Ob der KI-basierte Website-Builder Solo, innovative KI-Technologien wie llamafile oder MemoryCache, das Tagebuch-Projekt Didthis oder der Mozilla AI Guide – das Mozilla Innovation Studio hat in den letzten Monaten einige interessante Projekte gestartet. Das neueste Projekt ist Formulaic.

Jetzt Formulaic von Mozilla besuchen

Formulaic ist eine Plattform, auf der Nutzer wiederverwendbare Skripte für die gängigsten generativen KI-Sprachmodelle erstellen und mit anderen Nutzern teilen können. Mozilla spricht hierbei von Formeln. Diese können auch direkt auf der Plattform ausgeführt werden. Die Verwendung von Eingabefeldern und Variablen macht die Verwendung für den Benutzer sehr einfach. Ich berichtete bereits im April.

Damals war die Registrierung noch nicht für alle geöffnet und man musste sich auf eine Warteliste setzen lassen. Ab sofort gibt es keine Warteliste mehr und die Anmeldung steht jedem offen.

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1. Mai 2024

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 115.10.2 ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 115.10.2

Mit Thunderbird 115.10.2 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht. Dieses bringt genau eine Änderung gegenüber der vorherigen Version. So wird damit der Update-Kanal auf den von „Thunderbird ESR“ gestellt. Für den Nutzer ergeben sich dadurch keine direkt sichtbaren Änderungen. Die Änderung steht in Zusammenhang mit der Einführung monatlicher Feature-Releases in der Zukunft, welche dann Updates über den bisherigen Update-Kanal erhalten werden.

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30. April 2024

Firefox 127 bekommt eine kleine, aber praktische Funktion, von der vor allem Nutzer mit vielen offenen Tabs profitieren. Damit lassen sich mehrfach geöffnete Tabs schließen.

Manchmal kommt es vor, dass man bestimmte Websites mehrfach geöffnet hat. Gerade mit einer größeren Anzahl offener Tabs kann dies sehr leicht passieren. Ab Firefox 127 gibt es im Kontextmenü der Tabs einen neuen Eintrag, um sämtliche Duplikate des ausgewählten Tabs zu schließen. So muss man nicht länger nach anderen Tabs mit gleicher URL suchen, um diese zu schließen.

Doppelte Tabs schließen in Firefox 127

Firefox 127 wird nach aktueller Planung am 11. Juni 2024 erscheinen.

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29. April 2024

Mozilla hat Firefox 125.0.3 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion.

Download Mozilla Firefox 125.0.3

Seit Veröffentlichung von Firefox 125 beklagten einige Nutzer, dass Firefox vermeintlich selbständig Tabs mit der URL https://0.0.0.1 öffnete. Grund hierfür war ein Fehler in Firefox, der unter normalen Umständen nur sehr unwahrscheinlich ausgelöst worden ist, aber durch Malware auf dem System des Anwenders sichtbar wurde. Den in Firefox vorhandenen Fehler hat Mozilla mit Firefox 125.0.3 behoben.

Ein Fehler beim Drag and Drop von Text mit Unicode-Zeichen auf Linux-Systemen wurde korrigiert.

Auf Webkompatibilitäts-Seite wurde ein Problem mit dem Fokus-Handling von <select>-Elementen, ein Fehler bei der Überprüfung von arguments.length bei Generator- und asynchronen Funktionen ohne Argumente sowie ein Performance-Problem bei Animationen behoben.

Für Nutzer von Firefox in japanischer Sprache konnte es auf manchen Seiten dazu kommen, dass chinesische anstelle japanischer Kanji-Zeichen angezeigt worden sind.

Bei einer Umfrage, welche auf der Standard-Startseite von Firefox erscheinen kann, war die Schrift bei Verwendung mancher Themes nicht lesbar.

Für Nutzer in den USA zeigt Firefox in der Adressleiste unter anderem auch Vorschläge für die MDN Web Docs und Yelp. Für diese Vorschläge hatte der Link auf support.mozilla.org im entsprechenden Menü nicht funktioniert.

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Die traditionelle openSUSE-Variante Leap ist in der Version 15.6 als Release Candidate verfügbar. Am 12. Juni soll die finale Version für die Öffentlichkeit verfügbar sein. Wenn alles nach Plan läuft, wird diese Version die letzte klassische openSUSE-Ausgabe sein, wie wir sie seit vielen Jahrzehnten kennen. Zeit für einen Blick.

Einordnung

Leap 15.6 ist ein Minor-Release für den Entwicklungszyklus von SUSE Linux Enterprise bzw. openSUSE Leap 15. Die erste Ausgabe des Zyklus wurde 2018 veröffentlicht. Die entsprechenden Ausgaben von SUSE Linux Enterprise werden als Service Packs bezeichnet. Dies verdeutlicht den Kern der Sache: Ähnlich wie bei Red Hat dienen Minor Releases nur der Produktpflege. Einschneidende Änderungen sind den Hauptversionen vorbehalten. Zwischen den einzelnen Minor-Versionen sind Upgrades in der Regel problemlos möglich und auch notwendig, da die einzelnen Minor-Versionen nur einen begrenzten Supportzeitraum haben. Insgesamt kommt eine Hauptversion so auf eine Lebensdauer von bis zu 10 Jahren. Anders als bei Debian oder Ubuntu werden bei solchen Minor-Versionen jedoch die Versionsstände einzelner Komponenten angefasst und behutsam aktualisiert. Die Anwender profitieren so von neuerer (wenn auch nicht neuester) Software.

OpenSUSE Leap besteht aus einem Kern von SUSE Linux Enterprise und Paketen aus der Community. Letztere vor allem im Desktop-Segment. Damit wird die schmale Enterprise-Basis zu einer vollwertigen Linux-Distribution aufgewertet, wie sie Privatanwender schätzen. Diese etwas eigenwillige Kombination führt allerdings auch zu teilweise kuriosen Versionskombinationen, die Anwender anderer Distributionen befremdlich finden dürften.

Versionen

Ein Blick auf den Distributionskern zeigt folgende Verstionsstände und die Abweichung zu 15.5.

NameVersion (Stand 15.5.)
Kernel6.4 (5.14)
glibc2.38 (2.31)
systemd254 (249)
Mesa23.3 (20.2)
Grub2.12 (2.06)
NetworkManager1.44 (1.38)

Auf dem Desktop liefert openSUSE Plasma in der Version 5.27.11 und die dazugehörigen KDE-Anwendungen in der Version 23.08 aus. Ähnlich wie bei Kubuntu 24.04 hat man verständlicherweise den Umstieg auf Version 6 gescheut, so dass derzeit alle stabilen LTS-Distributionen Plasma in der letzten Version 5 ausliefern. Die GNOME-Shell wird allerdings von openSUSE in der Version 45.3 ausgeliefert, was einigermaßen aktuell ist. Andere zentrale Desktop-Komponenten wie LibreOffice wurden auf aktuelle Versionen (24.2) aktualisiert. Firefox und Thunderbird werden laufend aktualisiert und stammen aus dem ESR-Zweig von Mozilla.

Einige Neuerungen sind zumindest für mich sehr interessant. So ist nun auch systemd-homed enthalten und kann genutzt werden. In Kombination mit einer Bindung des LUKS-Volumes an TPM2 ist dies momentan meine bevorzugte Variante, um meine Geräte abzusichern.

Bewertung

Die Version 15.6 von openSUSE Leap ist eine absolut runde Sache. In meinen Tests konnte ich keine besonderen Fehler feststellen. Die Versionen wurden – wo dies sinnvoll und praktikabel war – angehoben. Gleichzeitig bleiben Anwender vor großen Brüchen bewahrt.

Distributionen wie SLE/openSUSE Leap spielen für mich immer noch eine wichtige Rolle. Hier wird die Software noch gut getestet, bevor sie an die Anwender ausgeliefert wird. Im Gegensatz zu anderen Distributionen leistet sich SUSE auch noch ein Entwicklerteam, das diesen Namen verdient. Ich erinnere da gerne an einen Bugreport/Audit für das zentrale Partitionierungswerkzeug von KDE, den Partition Manager, bei dem man bei SUSE genauer hingeschaut hat und deutliche Verbesserungen angemahnt hat, bevor es in die Distribution durfte. Viele andere Distributionen haben das einfach durchgewunken. Andere Probleme wurden durch lange Entwicklungszeiten aufgefangen. Die XZ-Misere ist eben zuerst bei den RR-Distributionen aufgetaucht, die wegen des hohen Arbeitsdrucks weitgehend ungeprüft Tarballs übernehmen.

Dennoch dürfte die kommende Version 15.6 vor allem die Stammnutzer ansprechen. Wer bereits mit 15.5 arbeitet, für den ist das Update ein “No-Brainer”. Wer mit Debian Stable, Ubuntu LTS oder Red Hat zufrieden ist, wird nicht kurz vor Ende eines Entwicklungszyklus zu openSUSE wechseln.

Ausblick

Die Entwicklung läuft auf openSUSE Leap 16 zu, was eine einschneidende Veränderung werden wird. Leap 16 soll auf SUSE ALP basieren und verabschiedet sich damit vom Linux-Distributionsmodell, wie wir es seit Jahrzehnten kennen. Sollte es zu weiteren Verzögerungen kommen, haben die openSUSE-Entwickler aber bereits eine Version Leap 15.7 in Aussicht gestellt. Die Anwender werden also keinesfalls im Regen stehen gelassen.

26. April 2024

Ab Firefox 126 wird es möglich sein, ein Hintergrundbild für die Standard-Startseite von Firefox zu setzen. Dabei lässt Firefox für helle sowie dunkle Themes aus jeweils sechs verschiedenen Hintergrundbildern wählen.

Die Standard-Startseite von Firefox, welche auch beim Öffnen eines neuen Tabs erscheint, kann ab Firefox 126 mit einem Hintergrundbild verschönert werden. Dazu muss über about:config der Schalter browser.newtabpage.activity-stream.newtabWallpapers.enabled auf true gesetzt werden. Danach kann in den Einstellungen der Startseite aus sechs Hintergrundbildern eines gewählt werden. Je nachdem, ob ein helles oder dunkles Theme genutzt wird, stehen dabei unterschiedliche Hintergrundbilder zur Verfügung.

Hintergrundbilder für Firefox-Startseite

Hintergrundbilder für Firefox-Startseite

Firefox 126 wird nach aktueller Planung am 14. Mai 2024 erscheinen, wobei das Feature in Firefox 126 standardmäßig voraussichtlich noch nicht aktiviert sein wird und wie oben beschrieben via about:config aktiviert werden muss.

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25. April 2024

Heute haben vereinzelt Websites über eine angebliche Veröffentlichung von Thunderbird 125 berichtet. Dabei handelt es sich um eine Falschmeldung. Eine offizielle Thunderbird 125-Veröffentlichung existiert nicht.

Manche Website hat sich in ihrem wahnwitzigen Kampf um Klicks dazu verleiten lassen, über eine angebliche Veröffentlichung von Thunderbird 125 zu schreiben, obwohl es weder Release Notes noch eine offizielle Ankündigung einer solchen Version gibt. Anlass dafür dürfte sein, dass sich ein entsprechender Build in Mozillas Downloadarchiv finden lässt – welches noch nie eine offizielle Downloadquelle für Endnutzer war. Aus diesem Grund gibt es an dieser Stelle auch keinen Link.

Wie bereits im vergangenen Jahr berichtet, wird es, wie schon bei Firefox, auch bei Thunderbird in Zukunft wieder monatliche Feature-Updates geben. Auf dem Weg dahin sind für das Thunderbird-Team einige infrastrukturelle Vorbereitungen zu treffen. In diesem Zusammenhang steht auch die Erstellung des vermeintlichen Thunderbird 125. Die Version ist aber nicht für die Veröffentlichung bestimmt. Dass es einen „Thunderbird 125“ als offizielle Veröffentlichung nicht gibt, wurde mir auf Nachfrage auch vom Thunderbird-Team bestätigt.

Wer sich den angeblichen Thunderbird 125 heruntergeladen hat, hat sich damit de facto eine unfertige, nicht abschließend getestete und nicht freigegebene Beta-Version von Thunderbird heruntergeladen, von der auch nicht klar ist, wie es sich bis zur tatsächlichen Veröffentlichung einer Thunderbird-Version auf diesem Release-Kanal mit Sicherheits-Updates verhalten wird.

Das nächste geplante Feature-Update wird nach aktuellem Stand Thunderbird 128 sein, mit dessen Veröffentlichung nicht vor Mitte Juli zu rechnen ist.

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24. April 2024

Heute erscheint die 46. Episode des Risikozone-Podcasts und die zweite Episode, in der es um die xz-Lücke geht. Während es in der vorangegangenen Folge um die technischen Details ging, haben wir uns diesmal der Frage gewidmet, wie so ein Eingriff gegen ein Open-Source-Projekt überhaupt möglich werden konnte. Antwort: Es war umfangreiche psychische Manipulation im Spiel.

Deswegen haben wir den Social-Engineering-Experten Stephan G. Humer eingeladen. Er hat eines der ersten regelmäßigen Social-Engineering-Seminare in Deutschland etabliert und erläutert, was Social Engineering eigentlich ist, welche Methoden angewendet werden und wie man sich davor schützen kann.

Mit der heutigen Episode versuchen wir unserem ganzheitlichen Slogan "Der Podcast über Sicherheit und Zuverlässigkeit moderner Technologien" gerecht(er) zu werden und reden nicht nur über technische Details, sondern auch über sozialwissenschaftliche Aspekte und Kultur. Open-Source-Projekte bestehen nämlich nicht nur aus Code, sondern auch aus vielen zwischenmenschlichen Interaktionen, die eine - wie wir mit der Lücke sehen - auch im Bezug auf Sicherheit nicht zu vernachlässigende Rolle einnehmen.

Um dem knapp zweistündigen Interview in einem Punkt vorwegzugreifen: es gibt keine Patentlösung. Social Engineering ist unvermeidbar und wer glaubt, er wäre dem gefeit, ist umso verwundbarer gegenüber Angriffen. Ein entscheidender Punkt ist aber Gelassenheit und damit verbunden Verantwortungsbewusstsein. Wer ein Projekt beginnt und damit wächst, sollte sich als Maintainer in der heutigen Welt umso mehr Gedanken machen, wie man die Last verteilt, wieder aussteigt und Entscheidungen nicht auf eine Person konzentriert. Die Situation, als Maintainer wenig Zeit für ein Projekt zu haben, ist zwar im Einzelfall natürlich menschlich verständlich, aber ein Warnsignal.

Wir werden auf Zeiten keine zufriedenstellende Lösung finden und mit vereinfachten Lösungsansätzen arbeiten. Trotzdem ist es wichtig, ob solcher Angriffe zu wissen und wenigstens eine gesunde Skepsis an den Tag zu legen.

Wie seht ihr das? Wir freuen uns auf euer Feedback!

22. April 2024

Mozilla hat Firefox 125.0.2 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion.

Download Mozilla Firefox 125.0.2

Mit Firefox 125 wurde eine Änderung eingeführt, mit der Firefox standardmäßig alle Downloads blockiert, die über http:// anstelle von https:// erfolgen. Bisher war dies nur bei http://-Downloads auf https://-Websites der Fall. Aufgrund von Problemen in bestimmten Situationen wurde diese Änderung mit Firefox 125.0.2 vorerst zurückgezogen. Der Plan ist, diese Probleme zu beheben und die Änderung mit einem zukünftigen Update wieder einzuführen.

Außerdem wurde eine potenzielle Absturzursache des GPU-Prozesses bei Verwendung der Canvas2D-Schnittstelle behoben sowie ein zu schwaches Kontrastverhältnis eines Textes in der Sidebar für synchronisierte Tabs unter Apple macOS. Darüber hinaus gab es noch eine Korrektur für die Yelp-Integration für Nutzer in den USA.

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19. April 2024

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 115.10 ein planmäßiges Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 115.10.0

Mit dem Update auf Thunderbird 115.10.0 hat die MZLA Technologies Corporation ein planmäßiges Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht. Das Update bringt diverse Fehlerbehebungen und Verbesserungen unter der Haube, welche sich in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen. Auch wurden diverse Sicherheitslücken geschlossen.

Neuerungen von Thunderbird 115.10.1

Mit Thunderbird 115.10.1 hat MZLA ein schnelles Update hinterhergeschoben, welches das Problem behebt, dass Thunderbird unter Umständen nicht korrekt beendet werden konnte.

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17. April 2024

Mozilla hat Firefox 125 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Weitere Verbesserungen von Firefox View

Die mit Firefox 106 eingeführte und mit Firefox 119 stark verbesserte Funktion Firefox View hatte mit Firefox 123 eine Suchfunktion sowie verbesserte Performance erhalten. Firefox 124 brachte die Möglichkeit, im Reiter der offenen Tabs diese wahlweise nach der neuesten Aktivität oder nach der Tab-Reihenfolge zu sortieren. Mit Firefox 125 folgen weitere Verbesserungen.

So werden ab sofort auch angeheftete Tabs im Reiter der offenen Tabs angezeigt. Darüber hinaus wurden diverse Indikatoren hinzugefügt. So lässt sich beispielsweise erkennen, ob ein Tab auch als Lesezeichen existiert oder ob in diesem gerade etwas wiedergegeben wird. Über das entsprechende Lautsprecher-Symbol lässt sich der Tab direkt stumm und wieder laut schalten. Auch ein Schließen-Button wurde an dieser Stelle ergänzt, um Tabs direkt aus Firefox View heraus mit einem Klick weniger schließen zu können.

Firefox 125

Einfacheres Navigieren zu URLs in Zwischenablage

Befindet sich eine URL in der Zwischenablage und die Adressleiste wird fokussiert, schlägt Firefox diese jetzt direkt vor. Wird die Seite nicht aufgerufen, schlägt Firefox diese beim nächsten Fokussieren aber nicht erneut vor, sodass nicht die ganze Zeit eine URL vorgeschlagen wird, die nicht besucht werden soll.

Firefox 125

Textstellen in PDF-Dateien hervorheben

Der PDF-Betrachter von Firefox wurde um eine Funktion erweitert, um Textstellen in PDF-Dateien farbig hervorheben zu können.

Firefox 125

Diese Neuerung wird schrittweise im Laufe der kommenden Wochen für alle Nutzer ausgerollt werden.

Sonstige Endnutzer-Neuerungen von Firefox 125

Die Einstellungen können wie bisher auch via about:preferences geöffnet werden, zusätzlich aber auch via about:settings, wie man es aus Chromium-basierten Browsern kennt.

Die lokale Übersetzungsfunktion funktioniert nun besser bei Textstellen mit unsichtbaren HTML-Elementen innerhalb von Sätzen.

Werden Tab-Umgebungen genutzt (beispielsweise über eine Erweiterung) lassen sich über die Adressleiste (Eingabe von „%”) jetzt auch Tabs in anderen Umgebungen durchsuchen.

Nutzern in den USA und Kanada bietet Firefox beim Absenden eines Adressformulars jetzt an, Adressen zu speichern, um diese dann zukünftig in Formularen vorzuschlagen.

Das Setzen von Firefox aus dem Microsoft Store als Standardbrowser für alle relevanten Dateitypen mit nur einem Klick wurde wieder aktiviert.

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Auch in Firefox 125 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 125 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Firefox blockiert jetzt standardmäßig alle Downloads, die über http:// anstelle von https:// erfolgen. Bisher war dies nur bei http://-Downloads auf https://-Websites der Fall. Wie gehabt kann der Nutzer nach expliziter Bestätigung den Download auf Wunsch durchführen.

Außerdem gab es weitere Verbesserungen des Schutzes vor IDN-Spoofing, bei dem bestimmte Zeichen in der Adressleiste vortäuschen, man würde sich auf einer vertrauenswürdigen Domain befinden.

Verbesserungen der Webplattform

Firefox unterstützt AV1 jetzt auch für Encrypted Media Extensions (EME), womit Anbieter von Streaming-Plattformen Gebrauch von diesem modernen Video-Codec machen können.

Die spannendste Ergänzung der Webplattform auf HTML-Ebene ist die Unterstützung des popover-Attributs.

In einer Gruppe von Radio-Buttons ohne aktive Auswahl erreicht die Tab-Taste jetzt genau wie bei einer Gruppe mit aktiver Auswahl nur noch die erste Option statt jede einzelne Option. Zwischen den einzelnen Optionen kann wie gehabt mit den Pfeiltasten navigiert werden.

In CSS funktioniert die Eigenschaft align-content jetzt auch für Block-Elemente und nicht länger nur in Flex- oder Grid-Elementen. Und transform-box unterstützt jetzt auch content-box und stroke-box als Werte.

JavaScript wurde um die Unterstützung für Intl.Segmenter sowie navigator.clipboard.readText() ergänzt.

WebAssembly-Module (Wasm-Module) können nun mehrere unabhängige Linearspeicher verwenden. Mehrere Speicher ermöglichen eine effizientere Interoperabilität zwischen Modulen und bessere Polyfills für kommende Wasm-Standards.

Weitere Neuerungen für Entwickler von Websites lassen sich in den MDN Web Docs nachlesen.

Firefox 125.0.1

Wegen eines Fehlers, der verursachte, dass Nutzer von Apple macOS ohne Administrator-Rechte Firefox nicht aktualisieren konnten, wurde Firefox 125.0 überspringen und durch Firefox 125.0.1 ersetzt, der diesen Fehler behoben hat.

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15. April 2024

Diese Distribution richtet sich an Kreative, die ihr Betriebssystem, die Anwendungen und die Arbeitsergebnisse mit sich tragen möchten.

Es gibt eine Vielzahl von Linux-Distributionen, die auf bestimmte Aufgaben ausgerichtet sind. Es gibt Distributionen für Desktops, Server, Firewalls, Router, Spiele, Container, Dateiserver, Forensik, Penetrationstests und mehr. Es gibt auch Distributionen, die speziell dafür entwickelt wurden, Kreative bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Eine dieser Distributionen ist Dynebolic, die vor einem Jahrzehnt an Popularität gewann, als sie gerade ihre Entwicklung einstellte. Jetzt gibt es sie wieder in der aktuellen Version 4.0 beta.

Zehn Jahre sind vergangen und heute sind wir zurück mit einem brandneuen Dynebolic 4.0, basierend auf Devuan 5 "Daedalus", Live-Boot und der Linux-Kernel 6.8 Serie.

Zehn Jahre sind in der IT-Branche eine lange Zeit, aber Rastasoft ist zuversichtlich, dass seine Distribution wieder in Form kommt. Mithilfe des KDE-Plasma-Desktops ist Dynebolic zu einem portablen, kreativen Betriebssystem geworden, das speziell auf die Multimedia-Produktion ausgerichtet ist und eine Fülle von Audio- und Video-Tools bietet, nämlich:

  • Ardour7 - Digital audio workstation
  • Audacity - Sound editor
  • Butt - Streaming tool
  • FFADO Mixer - FireWire audio mixer
  • HDSPConf - Hammerfall DSP control application
  • JAMin - JACK Audio Mastering interface
  • Kdenlive - Video editor
  • Mixxx - Digital DJ interface
  • OBS Studio - Streaming/recording
  • QJackCtl - JACK control
  • soundKonverter - Audio file converter, CD ripper, and Replay Gain tool
  • TiMidity++ - MIDI sequencer
  • VLC - Media player
  • Darktable - Virtual light table and darkroom
  • GIMP - Image editor
  • Inkscape - Vector graphics editor
  • Scribus - Page layout
  • Konqueror - Web browser
  • Thunderbird - Email

Nach dem Herunterladen der ISO-Datei und der Installation in der virtuellen Maschine GNOME-Boxes, präsentiert sich Dynebolic so hübsch, wie ihr es im Titelbild seht. Bei einer Distro, die sich dem Thema Kreativität widmet, hätte ich im Startmenü eine bessere Aufteilung erwartet:

Leider gibt es dort nur die beiden Themen-spezifischen Menüs Graphics und Multimedia. Diese Unterteilung halte ich für zu grob. Besser fände ich Menüs für Audio-Bearbeitung, Audio-Wiedergabe, Video-Bearbeitung, Video-Wiedergabe und Bild-Bearbeitung. Ausserdem fehlt Dynebolic eine Office-Suite.

Dahingegen legt Dynebolic Activities für verschiedene kreative Arbeiten an, was ist gut finde:

Ein wenig mehr Aufwand bei der Menüaufteilung hätte doch sicher noch drin gelegen.

Um ein paar Details zu testen, wollte ich im Webbrowser (Konqueror) ein Bild von Pixabay herunterladen, was mir nicht gelang. Vermutlich ist die Welt von KDE-Plasma eine, in der ich nicht funktioniere. Weder Download, noch Save as funktionierten. Zum Schluss habe ich mit wget ein Bild heruntergeladen, um die Funktionen zu prüfen, die Gimp in Dynebolic anbietet. Meine Erwartung war, dass die Distribution Gimp mit wichtigen Erweiterungen ausstattet, die man haben möchte, wie z. B. die Resynthesizer-Funktion.

Beim Speichern von neuen Dateien muss man aufpassen, dass nach einem Neustart nicht alles verloren ist, was standardmässig der Fall ist. Daher empfiehlt es sich, die eigenen Dateien auf ein externes Laufwerk oder einen Cloud-Speicher abzulegen. Auch da hätte ich von der Distribution mehr erwartet. Bei einem Live-System auf einem USB-Stick, ist es nämlich möglich, einen persistenten Bereich einzurichten, sodass die Dateien auf dem USB-Stick landen und beim Neustart nicht verloren sind. Damit hätten kreative Nutzer:innen tatsächlich ein portables System.

Fazit

Mit einem aktuellen Devuan (Debian ohne systemd), dem 6.8er Kernel und KDE-Plasma in Version 5.27.5 liefert Rastasoft nach 10 Jahren eine aktuelle Version ihres Live-Systems für Kreative ab. Die Distro ist schön gestaltet und erhält eine Vielzahl an installierten Anwendungen aus dem Media- und Kreativ-Segment.

Aus zwei Gründen verstehe ich das Gesamtkonzept einer portablen Distribution für Kreative nicht:

  1. Multimedia-Anwendungen und -Dateien sind tendenziell gross und entsprechend langsam beim Starten. Da bei einem Live-System alle Anwendungen von einem externen Speichermedium gestartet werden müssen, fühlt sich das Arbeiten damit ziemlich zähflüssig an.
  2. Gibt es diesen Anwendungsfall überhaupt? Alle möglichen Kreativ-Anwendungen in eine Distro zu packen, ist ja schön und gut. Die Künstlerin benötigt die Audio-App, der andere Kreative verwendet die Grafik-Apps. Vermutlich benötigt niemand alle Kreativ-Anwendungen, die Dynebolic vorinstalliert hat.
  3. Aus den Punkten 1 und 2 lassen sich Empfehlungen für Kreative ableiten:
    • Kein Live-System, sondern eine normale Installation auf einem Notebook (viel schneller und trotzdem portabel)
    • Nicht alle Kreativ-Anwendungen, sondern nur diejenigen installieren, die man wirklich benötigt (schlankeres System; kein Bloat)
    • Persistenz auf dem Notebook, statt der Gefahr, Dateien zu verlieren

Quelle: https://dyne.org/software/dynebolic/


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14. April 2024

Solo ist ein Ende des vergangenen Jahres vom Mozilla Innovation Studio angekündigter Website-Builder, der auf Künstliche Intelligenz (KI) und einen maximal einfachen Erstellungsprozess setzt. Mittlerweile gibt es einige Neuerungen.

Im Rahmen der Innovation Week im Dezember 2023 hatte das Mozilla Innovation Studio Solo angekündigt. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Website-Builder mit Fokus auf Selbständige, der auf generative Künstliche Intelligenz für einen maximal einfachen Erstellungsprozess setzt.

Jetzt Website-Builder Solo von Mozilla testen

Seit dem Start hat Mozilla einige Funktionen ergänzt, darunter das Hochladen eigener Bilder, eine optionale Verknüpfung mit Google Analytics, die Möglichkeit benutzerdefinierter Links im Header und Footer, Sitemap-Unterstützung für eine bessere Suchmaschinen-Sichtbarkeit, Formatierungsoptionen in weiteren Textbereichen, neue dunkle Themes, eine verbesserte Performance und noch mehr. Die vollständigen Release Notes seit der initialen Ankündigung:

0.8 (Jan 30, 2024)

  • Support for uploading your own images. JPG, GIF, PNG supported. 25 image limit per site. 15MB limit per image
  • Support for uploading a custom logo image
  • Connect a Google Analytics account for tracking website visitors
  • Added ability to zoom and crop images for the Intro and Services sections of the site
  • Fixed some color palette bugs
  • Added a What’s New link to the Account menu
  • Added support for custom header navigation links. Add external or in-page links
  • Added Solo sitemap support for improved Google SEO
  • Fixed numerous other smaller bugs

0.9 (Mar 1, 2024)

  • Rich text support in the Intro, Services and Text Banner sections. You can now add links, bullets, bold or otherwise customize the text in most sections of your site
  • New dark color themes per significant user request
  • Websites have been expanded to full width and simply look prettier
  • Improved page speed and less flickers
  • Image editor now available in the Services section
  • Select Spanish or French as the default language for the Contact form
  • Support for multiple image upload
  • Text banner and Services section now allow you to add buttons
  • Heading section links can now properly link to phone numbers
  • Scale the size of your custom logo
  • Squashed numerous other little bugs

0.91 (Apr 11, 2024)

  • Added support for custom links in the footer of your website
  • New websites generate substantially faster
  • Lots and lots of visual and minor bug fixes

Die Nutzung von Solo ist kostenlos. In Zukunft könnten gegen eine monatliche Gebühr aber auch zusätzliche Funktionen bereitgestellt werden.

Der Beitrag Viele neue Funktionen für Website-Builder Solo von Mozilla erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

13. April 2024

Mozilla hat eine überraschende Korrektur einer erst kürzlich erfolgten Entscheidung vorgenommen: Mit Mozilla Social wird nun doch innerhalb von Mozilla weiter an einer eigenen Mastodon-App für Android gearbeitet.

Bereits seit Sommer des vergangenes Jahres arbeitet Mozilla mit Mozilla Social an einer Android-App für die dezentrale soziale Plattform Mastodon. Im Februar wurde in Zusammenhang mit einer internen Umstrukturierung innerhalb Mozillas beschlossen, die geplanten Mastodon-Apps für Android und iOS nicht fortzuführen. Aus Mozilla Social wurde Firefly – von den gleichen Entwicklern bereitgestellt, aber als privates Nebenprojekt und nicht länger als Teil von Mozillas Portfolio.

Nun scheint ein Umdenken stattgefunden zu haben. Denn die Mastodon-App wird wieder als Projekt von Mozilla fortgeführt. Die Änderungen, welche seit Februar innerhalb des Firefly-Projekts durchgeführt wurden, wurden abzüglich der Branding-Änderungen bereits in das wiedereröffnete Repository von Mozilla Social importiert.

Eine neue Version von Mozilla Social für Android zum Herunterladen gibt es aber noch nicht. Die letzte Version, welche via GitHub zum Download bereitgestellt wird, ist also noch auf dem Stand vom 13. Februar. Wann es neue Builds geben wird, ist zu diesem Zeitpunkt noch unklar. Die automatische Generierung neuer Builds ist aktuell noch deaktiviert.

Update 16.04.2024: Ab sofort gibt es wieder neue Builds auf GitHub.

Bezüglich einer Mastodon-App für iOS deutet sich momentan keine Änderung an. Die Arbeiten an einer ganz eigenen Mastodon-App waren nie so weit fortgeschritten wie bei Android und auch das Repository des Ice Cubes-Forks ist nach wie vor archiviert. Allerdings ist Mozilla auch Hauptinvestor der Mastodon-App Mammoth für iOS.

In eigener Sache: Dieser Blog auf Mastodon

Auch dieser Blog ist auf Mastodon vertreten. Wer mir folgen möchte, findet mich unter dem Namen @s_hentzschel@mozilla.social.

Der Beitrag Nun also doch: Mastodon-App Mozilla Social für Android wird weiterentwickelt erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

12. April 2024

Der Raspberry Pi hat sich in den letzten Jahren von einem kleinen Minicomputer für Bastler und Nerds zu einem vollwertigen und verhältnismäßig leistungsfähigem Rechner entwickelt. Nicht wenige Anwender freuen sich darüber, für wenig Geld einen vollwertigen Miniserver zu bekommen. 

Beim Einsatz des Raspberry Pi für den produktiven Einsatz als Server ist zu beachten, dass auch die angeschlossene Hardware hierfür geeignet sein sollte. Ein Gehäuse, bei dem er Pi überhitzt, ist genau so schädlich wie eine SD-Karte als Festplatte, da diese nicht für den Dauerbetrieb geeignet ist.

Durch den Einsatz rund um die Uhr gibt es sehr viele Schreib- und Lesevorgänge auf der SD-Karte. Hierfür sind diese Karten aber nur bedingt geeignet. Bei den ersten Raspberry Pi Generationen hatte ich sehr häufig Datenverlust, weil die SD-Karte den Geist aufgegeben hat. 

Inzwischen läuft auf dem Pi bei mir eine Instanz von Home Assistant. Hier werden rund um die Uhr Daten aufgezeichnet und Automationen ausgeführt. Auch andere Dienste laufen hier, von denen ich keinen Ausfall erleiden möchte. 

Außerdem sind die Lese- und Schreibgeschwindigkeiten einer SD-Karte sehr limitiert. Eine moderne SSD ist um ein Vielfaches schneller. Das wird vor allem dann deutlich, wenn man in Home Assistant Datenmengen abfragt, z.B. Diagramme anzeigt. Ladezeiten von mehreren Sekunden sind dann keine Seltenheit.

Die Konsequenz daraus ist, dass ich den Raspberry von einer SD-Karte auf eine SSD-Karte umziehen möchte. Dadurch, dass hier ein Produktivsystem läuft, möchte ich alle Installationen, Daten und Einstellungen möglichst verlustfrei auf das neue Medium umziehen. Wie ich das gemacht habe, erfahrt hier in folgendem Tutorial.

Schritt 0: Geschwindigkeit testen (optional)

Um einen Geschwindigkeitsvorteil in messbare Größen zu fassen, kann man als Referenz einen Geschwindigkeitstest der SD-Karte machen. Mit dem folgenden Befehl werden Beispieldateien geschrieben. Der Befehl gibt aus, wie schnell die Geschwindigkeit dabei war. 

$ dd if=/dev/zero of=/tmp/speedtest1.img bs=20MB count=5
5+0 records in
5+0 records out
100000000 bytes (100MB, 95 MiB) copied, 11.9403 s, 8.4 MB/s

Wenn der Umzug fertig ist, kann man diesen Test wiederholen. Bei mir kam ich von ca. 8,4 MB/s Schreibgeschwindigkeit auf 168 MB/s. Das hat sich mal gelohnt!

Schritt 1: SSD erstmals anschließen

In meinem Fall handelt es sich um eine externe SSD, die über USB 3.0 angeschlossen wird. Nachdem ich sie angesteckt habe, prüfe ich ob sie rechtmäßig erkannt wird, indem ich den folgenden Befehl eingebe und in der Ausgabe nach der SSD suche.

$ lsblk

Schritt 2: Installation von RPi-clone

Auf Github gibt es ein kleines Projekt, das viele Funktionen beinhaltet. Das Programm kopiert den Inhalt der SD-Karte auf die SSD, sodass von ihr gebootet werden kann und alle Einstellungen vorhanden sind.

$ git clone https://github.com/billw2/rpi-clone.git
$ cd rpi-clone
$ sudo cp rpi-clone /usr/local/sbin/sys-clone
$ sudo cp rpi-clone-setup /usr/local/sbin/sys-clone-setup

Schritt 3: Services stoppen und Kopiervorgang starten

Am besten ist es, wenn kein Service mehr läuft und der Kopiervorgang ungestört durchlaufen kann. Daher erst prüfen, was alles läuft, danach einzeln beenden

$ sudo systemctl stop cron
$ sudo systemctl stop nginx
$ sudo systemctl stop docker usw.

Schritt 4: Kopiervorgang starten

Aus dem Check von Schritt 1 kennen wir bereits die Bezeichnung der Festplatte. Auf diese müssen wir nun verweisen mit dem Befehl:

$ rpi-clone sda

Der Wizard hält zunächst an und berichtet uns über den Zustand des Systems. Wenn alles korrekt ist, kann der Vorgang mit der Eingabe von „yes“ gestartet werden.

Schritt 5: Raspberry Pi herunterfahren und von SSD booten

Nach Ende des Kopiervorgangs fährt man den Raspberry Pi herunter.

$ sudo shutdown now

Anschließend von der Stromversorgung trennen, die SD-Karte entfernen, und die Spannungsversorgung wieder herstellen. Jetzt bootet der Raspberry von SSD und ist sehr viel schneller.

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10. April 2024

Formulaic ist das neueste Projekt vom Mozilla Innovation Studio. Dabei handelt es sich um eine Community-Plattform, auf der man sogenannte KI-Prompts zu bestimmten Themen finden und mit anderen Nutzern teilen kann.

Ob der KI-basierte Website-Builder Solo, innovative KI-Technologien wie llamafile oder MemoryCache, das Tagebuch-Projekt Didthis oder der Mozilla AI Guide – das Mozilla Innovation Studio hat in den letzten Monaten einige interessante Projekte gestartet. Das neueste Projekt ist Formulaic.

Formulaic ist eine Plattform, auf der Nutzer wiederverwendbare Skripte für die gängigsten generativen KI-Sprachmodelle erstellen und mit anderen Nutzern teilen können. Mozilla spricht hierbei von Formeln. Diese können auch direkt auf der Plattform ausgeführt werden. Die Verwendung von Eingabefeldern und Variablen macht die Verwendung für den Benutzer sehr einfach.

Mozilla Formulaic 

Sämtliche auf Formualic veröffentlichten Formeln stehen unter einer Creative Commons CC-BY-Lizenz und können damit sowohl in privaten als auch kommerziellen Anwendungen verwendet werden. Erklärtes Ziel von Mozilla ist es, Wissen und Kompatibilität zu fördern und Entwicklern das Vertrauen zu geben, sich für Open Source zu entscheiden.

Derzeit befindet sich das Projekt noch im Aufbau und ist als Beta-Version gekennzeichnet. Daher ist die Auswahl bereits bestehender Formeln auch noch sehr gering und die Anmeldung, welche sowohl zum Erstellen neuer als auch Ausführen bestehender Formeln notwendig ist, noch nicht offen. Interessierte Nutzer können sich aber auf eine Warteliste setzen lassen.

Mozilla Formulaic

Mozilla Formulaic

Mozilla Formulaic

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Seit 1,5 Jahren produziere ich den Podcast Risikozone, in dem es um Themen der IT-Sicherheit und Open-Source-Software geht. Die xz-Backdoor ist natürlich ein heißes Thema, weswegen es in der heute veröffentlichten Episode 45 genau darum geht.

Die knapp einstündige Podcastepisode ist für alle interessant, die nochmals einen technisch orientierten Überblick über die Geschehnisse suchen. Da die Thematik recht komplex ist und aus verschiedenen Blickwinkeln beobachtet werden kann, können weitere Podcastepisoden hierüber noch folgen. Ich möchte aber darauf eingehen, dass man diese Backdoor nicht nur auf den Code beschränken sollte. Es gibt es viele verschiedene Ebenen, die allesamt jeweils Beachtung finden sollten:

  • die technische "Exploit"-Ebene
  • die zwischenmenschliche Ebene
  • die Ökosystem-Ebene

Technisch ist der Exploit ausgeklügelt: Die Backdoor beschränkt sich nicht nur auf die bloße Möglichkeit einer Remote-Code-Execution, sondern verwendet darüber hinaus noch ein eigenes Protokoll, mit dem die Befehle signiert und verschlüsselt innerhalb des unscheinbaren N-Wertes im Zertifikat eines SSH-Handshakes übermittelt werden. Durch die Signatur können nur Befehle ausgeführt werden, die mit einem (wahrscheinlich nur dem Angreifer bekannten) ED448-Schlüssel signiert wurden. Die Verschlüsselung erfolgt zwar mit einem statischen Schlüssel, der aus dem ED448-PubKey abgeleitet wird, erfüllt jedoch trotzdem seinen Zweck: Obfuskierung. Mit anderen Worten: wäre die Lücke nie aufgefallen, hätte man sie in der freien Wildbahn nahezu unmöglich durch Traffic-Analysen finden können.

Das ist allerdings nur die erste von drei Ebenen: die Art und Weise, wie die Lücke hereingeschummelt wurde, weist Komponenten des Social Engineering auf. Die Mühe, über mehrere Jahre eine Identität in verschiedenen Projekten mit teils anfangs legitimen Beiträgen aufzubauen, zeugt auch von einem Plan und Ausdauer.

Schlussendlich sollte man auch nicht vergessen, dass hier eine besondere Konstellation im Ökosystem ausgenutzt wurde. Am einfachsten (und auffälligsten) wäre es, eine solche Lücke in OpenSSH unterzubringen. Es wurde aber auf eine deutlich unbeachtetere und einfacher zu infiltrierende Variante ausgewichen. Die xz-Bibliothek wurde zudem nicht zum Einfallstor, weil OpenSSH darauf zurückgreift (das tut es nämlich nicht), sondern weil einige Distros systemd-notify reinpatchen, was wiederum auf die xz-Lib zurückgreift. Außerdem rüttelt dieser Fall an einem Grundpfeiler der IT-Sicherheits-Praktiken: Updates. Diese Hintertür fand geradezu durch die (häufigen) Updates der Rolling-Release-Distros Einzug - die stabilen Versionen waren noch verschont geblieben. Ist also (zu) häufiges Updaten nun auch nicht mehr richtig? Bringen bald Updates mehr Lücken als sie schließen?

Das alles macht es vor allem noch schwieriger, solche Angriffe zuverlässig zu erkennen. Zudem ist davon auszugehen, dass die Angreifer sich die Verteidigungsstrategie jetzt ganz genau anschauen. Die zukünftige Diskussion sollte sich also darauf konzentrieren, wie man diese Art von Angriffen detektiert und frühzeitig eindämmt.

8. April 2024

Firefox besitzt eine Funktion für die vollständige Website-Übersetzung, welche im Gegensatz zu Cloud-Übersetzern wie Google Translate lokal arbeitet, die eingegebenen Texte also nicht an einen fremden Server sendet. Ab Firefox 126 wird es auch möglich sein, nur markierten Text zu übersetzen.

Firefox wird seit Version 118 standardmäßig mit einer lokalen Funktion zur maschinellen Übersetzung von Websites für den Browser ausgeliefert. Das bedeutet, dass die Übersetzung vollständig im Browser geschieht und keine zu übersetzenden Inhalte an einen Datenriesen wie Google oder Microsoft übermittelt werden müssen. Seit kurzem werden weitere Sprachen unterstützt.

Die nächste größere Verbesserung steht mit Firefox 126 an. Ab dann wird es nicht mehr nur möglich sein, Websites als Ganzes zu übersetzen, sondern nur markierte Textstellen.

Textauswahl-Übersetzung in Firefox 126

Ob die neue Funktion in der finalen Version von Firefox 126 standardmäßig aktiviert sein wird, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt. Zunächst wird die Funktion in Nightly- und frühen Beta-Versionen standardmäßig aktiviert werden. Eine manuelle Aktivierung ist über about:config möglich, indem der Schalter browser.translations.select.enable per Doppelklick auf true gesetzt wird. Anschließend steht nach dem Markieren von Text ein neuer Kontextmenüeintrag zum Übersetzen zur Verfügung.

Auch wenn der Schalter bereits in Firefox 124 existiert, funktioniert das Feature erst ab Firefox 126. Firefox 126 wird nach aktueller Planung am 14. Mai 2024 erscheinen. Nutzer einer Nightly-Version von Firefox können die Neuerung bereits jetzt testen.

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Wie du UNIX V5 ganz einfach auf einem PDP-11 Emulator ausprobieren kannst. Eine kurze Führung durch UNIX V5.

Wenn du ein freies Betriebssystem wie GNU/Linux verwendest, hast du vermutlich schon mal von Unix gehört. GNU/Linux sowie viele andere Betriebssysteme stammen entweder von Unix ab (FreeBSD, OpenBSD, NetBSD) oder sind stark von Unix inspiriert (GNU/Linux, GNU/Hurd). In diesem Artikel möchte ich dir die Geschichte von UNIX V5 näherbringen und dir zeigen, wie du es heute auf deinem Computer ausprobieren kannst.

Die besondere Bedeutung von UNIX V5

Die ersten Computer haben nach dem Prinzip der Stapelverarbeitung (eng.: batch processing) funktioniert. Auf einem solchen Computer konnten Programme nur nacheinander und nicht gleichzeitig ausgeführt werden. Diese Computer waren extrem gross und teuer. Um Programme auszuführen, die zu diesem Zeitpunkt oft in der Form von tatsächlichen Stapeln mit Lochkarten kamen, benötigten diese Computer oft Stunden oder Tage.

Als Computer schneller und günstiger wurden, wurde es praktikabel mehrere Programme parallel auf einem Gerät laufen zu lassen. Dieses Konzept wurde unter dem Begriff Time-Sharing bekannt. In den 60er-Jahren arbeiteten Entwickler bei den Bell Labs, bei General Electric und dem MIT zusammen, um ein solches Time-Sharing System unter dem Namen Multics zu entwickeln. Multics selbst galt damals als ein äusserts komplexes System, bei dessen Entwicklung zahlreiche neue Ideen ausprobiert wurden.

Einige ehemalige Multics Entwickler, darunter Dennis Ritchie (links im Bild) und Ken Thompson (rechts im Bild), haben in den frühen 70ern bei Bell Labs die erste Version UNIX entwickelt. Dabei haben sie bewährte Konzepte von Multics, wie das hierarchische Filesystem, wiederverwendet.

UNIX Versionen 1 - 4 haben die Bell Labs zu ihrer Zeit nie verlassen. UNIX V5 war die erste Version, die an Bildungseinrichtungen herausgegeben wurde und so an die Öffentlichkeit gelangte.

UNIX V5 auf SimH ausprobieren

UNIX V5 wurde auf einer PDP-11 (im Bild) entwickelt. Eingaben wurden von einer Tastatur gelesen und Ausgaben auf eine Papierrolle gedruckt (im Bild). Das Betriebssystem selbst konnte man auf einer wechselbaren Festplatte mit etwa 2.5 MB Speicherplatz speichern.

Um UNIX V5 auszuprobieren, kannst du die Kopie einer solchen Festplatte im Internet herunterladen:

curl -LO http://simh.trailing-edge.com/kits/uv5swre.zip  
unzip uv5swre.zip

Dann benötigst du einen PDP-11 Emulator. Ich verwende dazu SimH. Das Package heist zumindest bei Debian, Arch Linux und NixOS/nixpkgs simh.

Um UNIX vom unix_v5_rk.dsk Disc Image zu starten, musst du SimH noch erklären, welche PDP-11 Version du verwenden möchtest und wie die Disc anzuhängen ist. Das Image ist von einer RK Disk und das UNIX darauf läuft auf einer PDP-11/45.

Du kannst die folgenden Zeilen im SimH pdp11 Prompt eingeben oder sie in ein File (z. B. unix_v5.ini) speichern, damit du sie nicht jedes Mal eingeben musst.

set cpu 11/45
attach rk0 unix_v5_rk.dsk
boot rk0

Dann kannst du den Emulator mit pdp11 unix_v5.ini starten. Manchmal heisst das Kommando auch simh-pdp11 (z.B. in Termux auf Android).

Falls alles geklappt hat, solltest du mit den folgenden Zeilen begrüsst werden:

PDP-11 simulator V3.11-1
Disabling XQ
@

SimH fragt dich hier, welchen Kernel du starten möchtest. Der UNIX Kernel auf dem Disk Image heisst passenderweise unix. Gib unix ein und drücke die Entertaste.

Unix startet sofort und begrüsst dich mit einer Log-in-Abfrage. Der Username ist root. Ein Passwort gibt es nicht.

Wenn du jetzt ein # siehst, hat alles funktioniert. Du bist jetzt in der UNIX V5 Shell (/bin/sh).

Wenn du dich über die spärlichen Ausgaben wunderst, denk daran, dass das gängige Ausgabegerät zu dieser Zeit ein Zeilendrucker war. Noch heute geben viele Kommandos keine Rückmeldung, wenn sie erfolgreich ausgeführt wurden.

Eine kurze Führung durch UNIX V5

Die UNIX V5 Shell fühlt sich vielleicht vertraut an. Sehr wahrscheinlich hast du noch heute einen fernen Nachkömmling davon auf deinem System. Viele bekannte Kommandos waren bereits auf diesem frühen Unix verfügbar.

Nach dem Log-in befindest du dich im Root Directory (/). Wenn du hier ls ausführst, siehst du das folgende:

# ls
bin
dev
etc
lib
mnt
tmp
unix
usr  

Das Unix File ist der Kernel, den wir vorhin gestartet haben.

Sieht alles ganz vertraut aus. Doch schnell stösst du auf erste Probleme:

# cd usr
cd: not found

Tatsächlich heisst das Kommando um das aktuelle Verzeichnis zu wechseln: chdir.

Der Zeileneditor

Mein Lieblingsverzeichnis ist /usr/source. Darin findest du den Source Code zu fast allen Programmen auf dem System. Ein Teil davon ist in PDP-11 Assembler und der Rest in einem uralten C Dialekt geschrieben. C wurde nämlich zusammen mit Unix entwickelt.

Um etwa den Code des ls Programms anzuschauen, könnten wir einen Befehl wie cat /usr/source/s1/ls.c verwenden. Da du aber sehr wahrscheinlich keine Papierrolle, sondern einen Bildschirm verwendest, wirst du vermutlich nur die letzten Zeilen der Datei sehen.

Für eine bessere Brauchbarkeit der Navigation im Source Code, würde ich das ed-Programm empfehlen. Dabei handelt es sich um einen zeilenbasierten Editor. Vielleicht hast du ed noch auf deinem System oder sonst zumindest sed. Mit dem ed /usr/source/s1/ls.c Befehl kannst du den ls Quellcode öffnen. Begrüsst wirst du mit einer Zahl: 7250. Das ist die Grösse von ls.c in Bytes.

Alle Kommandos in ed sind ein Buchstabe lang. Ein Kommando quittierst du, wie gewohnt, mit der Entertaste. Wenn du das = Kommando absetzt, siehst du wieder eine Zahl: 434. Das ist die Anzahl der Zeilen in der Datei.

Viele Kommandos können auf einer Zeile oder einem Bereich von Zeilen ausgeführt werden. Anfänglich befindet sich dein „Cursor“ auf der letzten Zeile. Mit 1 und der Entertaste holst du deinen Cursor auf die erste Zeile. Dann kannst du mit Enter Zeile für Zeile nach unten navigieren.

Mit /main/ kannst du nach der Signatur der Main-Funktion suchen und mit .,.+2p kannst du die aktuelle Zeile und die darauffolgenden zwei Zeilen ausgeben.

/main/
main(argc, argv)
.,.+2p
main(argc, argv)
char **argv;
{

Wie du siehst, ist das alles sehr Papier-schonend.

Wenn ed mit einer deinen Eingaben nichts anfangen kann, gibt er ein ? aus. Was genau du falsch gemacht hast, musst du dann selbst herausfinden.

Mit dem q-Kommando kannst du ed schliessen.

Ich empfehle folgendes kleines Programm zu schreiben (volle ed Sitzung):

# ed
a
main()
{
        printf("\033[2J\033[H");
}
.
w /usr/source/s1/clear.c
48
!cc /usr/source/s1/clear.c
!
!cp a.out /bin/clear
!
!rm a.out
q

Und hier nur die Eingaben ohne die Ausgaben von ed:

ed
a
main()
{
        printf("\033[2J\033[H");
}
.
w /usr/source/s1/clear.c
!cc /usr/source/s1/clear.c
!cp a.out /bin/clear
!rm a.out
q

Das Programm löscht den Bildschirminhalt. Du kannst es mit clear aufrufen.

Wenn du mehr über ed lernen möchtest, kannst du unter anderem die man-Page oder das Tutorial von Brian Kernighan lesen.

Spiele

UNIX V5 kommt auch mit einer kleinen Anzahl von Computerspielen. Diese findest du in /usr/games.

ttt : Ein rudimentäres Tic-Tac-Toe

wump : Ein Text-Adventure Spiel

Viel Spass beim Ausprobieren

Wenn du wissen möchtest, was es sonst noch für Programme gibt, kannst du mit ls /bin nachsehen, welche Programme auf dem System verfügbar sind. Ausserdem findest du eine Liste mit den Programmen und einer Beschreibung ihrer Funktion im UNIX PROGRAMMER'S MANUAL.

Ich wünsche dir viel Spass beim Ausprobieren und Entdecken.

Quellen:
Bild: https://www.bell-labs.com/usr/dmr/www/picture.html


GNU/Linux.ch ist ein Community-Projekt. Bei uns kannst du nicht nur mitlesen, sondern auch selbst aktiv werden. Wir freuen uns, wenn du mit uns über die Artikel in unseren Chat-Gruppen oder im Fediverse diskutierst. Auch du selbst kannst Autor werden. Reiche uns deinen Artikelvorschlag über das Formular auf unserer Webseite ein.

7. April 2024

Bei der Vollverschlüsselung fragen andere Betriebssysteme als Linux die Anwender automatisch, ob ein Wiederherstellungsschlüssel in der Cloud (schlechte Idee!) oder als Ausdruck generiert werden soll. Bei Linux muss der Anwender das selbst übernehmen. Systemd-cryptenroll unterstützt die Erstellung eines Reocvery Keys.

Recovery Keys sind eigentlich nur besonders starke Passwörter, um im Notfall den Passwortschutz zu umgehen. Man kann darauf verzichten, wenn man der Meinung ist, dass niemand außer einem selbst an die Geräte kommen soll. Das ist aber oft nicht der Fall, sondern die meisten Menschen machen sich zu wenig Gedanken darüber, was passiert, wenn sie selbst nach einem schweren Unfall ihre Geräte nicht mehr entsperren können oder im Todesfall Angehörige an Daten kommen möchten. Früher war alles analog in Form von Ausdrucken vorhanden, aber wer im digitalen Zeitalter schon einmal einen Todesfall in der Familie hatte, weiß, dass gängige Verschlüsselungslösungen eine von niemandem gewollte Hürde darstellen. Wiederherstellungsschlüssel an einem sicheren Ort wie einem Safe oder Bankschließfach können für Angehörige den Zugang zu wichtigen Dokumenten oder Erinnerungsstücken wie Fotos erleichtern.

Für LUKS-Volumes kann man dazu einfach ein besonders starkes alphanumerisches Kennwort erstellen. Das hatte ich hier schon mal beschrieben. Die systemd-Entwickler lösen zum Glück diese alten unhandlichen Tools ab und denken an solche Schritte. Ich bearbeite meine LUKS-Schlüssel deshalb schon seit längerem primär mit systemd-cryptenroll und nicht dem alten unhandlichen cryptsetup. Mit folgendem Befehl lässt sich ein zufällig generierter sicherer Schlüssel erstellen:

# systemd-cryptenroll /dev/nvme0n1p3 --recovery-key ##Laufwerk anpassen

Anschließend wird in einem freien Key-Slot ein Recovery Key mit 71 Zeichen erstellt. Dieser wird angezeigt und muss natürlich kopiert und gespeichert werden. Alternativ wird ein QR-Code angezeigt, mit dem der Recovery Key eingescannt werden kann.

Nichts, was nicht bisher mit anderen Tools auch erreicht werden konnte, aber eine sinnvolle Erleichterung.

Mozilla arbeitet aktuell an zwei neuen und von Nutzern häufig gewünschten Funktionen zur Verwaltung von Tabs in Firefox: Tab-Gruppen sowie vertikale Tabs. Auch mit KI-Funktionen in Zusammenhang mit Tabs experimentiert Mozilla.

Vertikale Tabs in Firefox

Unter vertikalen Tabs in einem Browser versteht man, die Tabs seitlich untereinander anzuzeigen statt in einer Leiste am oberen Fensterrand. Vorteile sind zum einen eine bessere Nutzung des vorhandenen Platzes sowie, dass mehr Tabs auf einmal angezeigt werden können.

In den letzten Wochen hat Mozilla in einem separaten Projektzweig mit einer experimentellen Implementierung vertikaler Tabs in Firefox experimentiert. Was dort zu sehen ist, ist eine Leiste am linken Fensterrand, welche entweder eingeklappt oder ausgeklappt genutzt werden kann und darin die geöffneten Tabs anzeigt. Nach Installation von Mozillas Erweiterung Side View lassen sich Tabs neben der aktuell geöffneten Website zusätzlich in einer Sidebar anzeigen. Ganz unten gibt es Verknüpfungen zum Öffnen der Sidebars für Chronik, Lesezeichen, Downloads sowie Tabs von anderen Geräten.

Vertikale Tabs in Firefox

Vertikale Tabs in Firefox

KI-Funktionen für Tabs in Firefox

Eine Schaltfläche in der Seitenleiste für die vertikalen Tabs zeigt eine ganze Reihe von KI-Funktionen (Künstliche Intelligenz). Dabei geht es unter anderem um Funktionen zur Zusammenfassung von Seiten, um verwandte geöffnete Tabs zu finden, verwandte Suchanfragen vorzuschlagen oder erwähnte Menschen, Orte und Themen aufzulisten – jeweils in lokaler Ausführung und ohne diesen Zusatz.

Vertikale Tabs in Firefox

Nicht alle Funktionen werden übernommen

Wie der zuständige Produktmanager auf Reddit klargestellt hat, haben nicht alle Ideen, die in diesem Prototyp zu sehen sind, diesen „überlebt“. Welche das sind, wurde nicht näher erläutert. Ein Teil dieser Funktionen soll es aber in Firefox schaffen.

Tab-Gruppen in Firefox

Mittels Tab-Gruppen lassen sich geöffnete Tabs organisieren. Davon profitieren vor allem Nutzer vieler Tabs. Firefox war vor vielen Jahren der erste Browser, der Tab-Gruppen implementiert hatte. Aufgrund einer schlechten Implementierungsqualität und damals nur weniger Nutzer wurde die Funktion mit Firefox 45 schließlich entfernt. Mittlerweile sind Tab-Gruppen ein beliebtes Feature in anderen Browsern und auch Firefox soll wieder Tab-Gruppen erhalten.

Wie Mozillas neue CEO, Laura Chambers, bereits im März im offiziellen Community-Forum von Mozilla kommuniziert hat, arbeitet Mozilla auch einer Implementierung von Tab-Gruppen für Firefox. Auch darauf wurde in der bereits verlinkten Reddit-Diskussion noch einmal eingegangen und gesagt, dass diese Arbeit erst einmal für die traditionelle Tableiste umgesetzt wird und parallel zur Arbeit an den vertikalen Tabs stattfindet.

Weitere Details hierzu oder gar erste Spuren einer Implementierung sind noch keine bekannt. Laura Chambers sprach sich in der Diskussion aber positiv über den Vorschlag von KI-Funktion zur optionalen automatischen Gruppierung sowie Benennung aus.

Häufig gewünschte Firefox-Funktionen

Sowohl bei den Tab-Gruppen als auch bei den vertikalen Tabs handelt es sich um Funktionen, welche sich häufig von Firefox-Nutzern gewünscht worden sind. Tatsächlich befinden die Tab-Gruppen sogar auf Platz 1 in der Liste der Nutzerwünsche auf Mozillas Ideen-Plattform Mozilla Connect, die vertikalen Tabs sind auf Platz 3 aller Ideen.

Der Beitrag Firefox soll Tab-Gruppen und vertikale Tabs bekommen erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.