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2023 Woche 30

29. Juli 2023

Thunderbird hat mit dem letzten Update eine längst überfällige Frischzellenkur erhalten. Allerdings wird das neue Design aus Rücksicht auf die bestehenden Nutzer bei Updates nicht aktiviert. Daher sieht Thunderbird zunächst noch ziemlich alt aus. Um in den Genuss der neuen Oberfläche zu kommen, müssen folgende Einstellungen geändert werden

Vor einigen Tagen wurde das Update endlich auch für Flatpak-Benutzer freigegeben. Die Verzögerung kam zustande, weil im Hintergrund noch die offizielle Übernahme des Flatpak durch die Thunderbird-Entwickler erfolgen musste. Ab sofort wird Thunderbird genau wie Firefox direkt von Upstream auf Flathub angeboten. Nach dem Update war ich erst einmal enttäuscht. Wo war das neue Design? Außer der neuen Titelleiste war nichts zu sehen. Denn standardmäßig bleibt Thunderbird bei Updates im alten Design. Wer das neue Design haben möchte, muss es manuell aktivieren. Das geht nicht über einen einzigen Button, sondern erfordert mindestens drei separate Einstellungen.

Zunächst ist – sofern nicht schon früher geschehen – die dreispaltige Ansicht zu aktivieren. Das geht über das Hamburger-Menü Ansicht -> Fensterlayout -> 3-Spalten Ansicht.

Im Anschluss wechselt man für die Nachrichtenliste von der Tabellenansicht auf die Kartenansicht. Das geht über das unscheinbare Symbol rechts der Schaltfläche “Schnellfilter”.

Zum Schluss ist noch die allgemeine Ansicht aufzulockern, indem im Menü die Dichte auf das mittlere Symbol “Standard” gestellt wird.

Danach erstrahlt Thunderbird im neuen und deutlich moderneren Outfit.

Die neue Ansicht gefällt mir sehr gut und ich bin gespannt, was bei den nächsten Updates noch an Kleinigkeiten geändert wird. Thunderbird 115 war ja nicht nur eine optische Überarbeitung, sondern auch in der Basis hat man nun wieder den Anschluss an Firefox. Ich gehe daher davon aus, dass hier nun Entwicklungskapazitäten frei werden, um Ecken und Kanten abzuschleifen.

Der Artikel Thunderbrid 115 “Supernova” – Neues Design aktivieren erschien zuerst auf Curius

27. Juli 2023

Mozilla hat Firefox 115.0.3 veröffentlicht. Dieses Update ist ausschließlich für Nutzer veralteter Betriebssysteme relevant.

Download Mozilla Firefox 115.0.3

Mozilla hat Firefox 115.0.3 veröffentlicht. Diese Version ist nicht mit der am 18. Juli 2023 veröffentlichten Version Firefox ESR 115.0.3 zu verwechseln, welche einen durch die Antiviren-Software Qihoo 360 verursachten Absturz behoben hat, der ausschließlich Firefox ESR betroffen hatte.

Die heute veröffentlichte Version Firefox 115.0.3 hingegen ist ausschließlich für Nutzer der veralteten Betriebssysteme Windows 7, Windows 8, macOS 10.12, macOS 10.13 sowie macOS 10.14 relevant und steht in Zusammenhang mit der bevorstehenden automatischen Migration dieser Nutzer auf Firefox ESR.

Der Beitrag Firefox 115.0.3 für Nutzer veralteter Betriebssysteme veröffentlicht erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

26. Juli 2023

Bei meiner Selbsterkundung von NixOS geht es dieses Mal um das Paketmanagement.

Weiter geht es mit meinen NixOS-Versuchen. Im ersten Teil kam ich gar nicht damit zurecht. Im zweiten Teil war ich begeistert, weil ich entdeckte, wie man Pakete temporär installieren kann. Dazwischen gab es noch einen ausführlichen Erfahrungsbericht von Nikolaus Thiel. In diesem dritten Teil schaue ich etwas genauer auf das Paket-Management. Ich bitte alle Leser:innen zu berücksichtigen, dass ich diese Artikelserie als Dokumentation meiner Einarbeitung in diese aussergewöhnliche Distribution betrachte.

Als ersten Schritte habe ich ein Upgrade gefahren: sudo nixos-rebuild switch --upgrade, weil ich nicht weiss, ob NixOS einen auf anstehende Updates hinweist. Es kann ja nicht schaden, das ganze System auf den neusten Stand zu bringen. In der zweiten Folge habe ich den Befehl nix-shell -p [Paketname] vorgestellt, mit dem man ein Paket nur für die Dauer einer Shell-Session installiert. Nun bin ich gespannt, was es mit den beiden anderen Varianten auf sich hat.

Um zu erfahren, wie das Paket-Management mit Nix (dem Paketmanager von NixOS) funktioniert, lohnt sich auf jeden Fall ein Blick in das entsprechende Kapitel der Dokumentation. Dort erfährt man, dass es zwei Varianten gibt, nämlich die deklarative und die ad hoc Installation. So wie ich es verstehe, ist die ad hoc Methode der Normalfall, bei dem man ein gewünschtes Paket über einen Befehl installiert. Bei der deklarativen Methode werden alle gewünschten Pakete in die Datei /etc/nixos/configuration.nix eingetragen.

Deklarativ

Dafür öffnet man die erwähnte Datei mit Root-Rechten und trägt dort zum Beispiel diese Zeile ein, falls man den Terminal-Editor Micro installieren möchte:

environment.systemPackages = [ pkgs.micro ];

Dabei muss man darauf achten, dass es den Eintrag environment.systemPackages in der standardmässigen Datei configuration.nix bereits gibt. Fügt man ihn erneut hinzu, führt das zu Fehlermeldungen. Daher sucht man in der Datei den vorhandenen Eintrag, der z. B. so aussehen könnte:

environment.systemPackages =
  [ pkgs.thunderbird
    pkgs.emacs
    pkgs.micro
  ];

Dann kann man das zu installierende Paket in der Liste hinzufügen. Jetzt ruft man nixos-rebuild switch auf, um es geschehen zu lassen.

Ad hoc

Die ad hoc Methode entspricht eher dem, was man von anderen GNU/Linux-Distribution kennt. Man führt mit Root-Rechten z. B. diesen Befehl aus: sudo nix-env -iA nixos.[Paketname]. Wie man den Paketnamen herausfindet, habe ich im zweiten NixOS-Artikel beschrieben: hier der Such-Link für den Editor Micro. So sieht das im Terminal aus:

Man kann auch den Befehl sudo nix-env -i micro verwenden, der jedoch länger dauert, weil der Paketname nicht eindeutig ist und zuerst mit 80'000 Nix-Pakete abgeglichen werden muss.

Um nachzusehen, welche Anwendungen man über diese Methode installiert hat, dient der Befehl sudo nix-env --query --installed

Im Gegensatz zum oben beschriebenen temporären Installieren führen diese beiden Verfahren zur permanenten Installation der Pakete.

Um das Beispiel-Paket 'micro' zu deinstallieren, kommt dieser Befehl zum Einsatz: sudo nix-env -e micro. Hat man die deklarative Methode verwendet, entfernt man den Paket-Eintrag aus der Liste der environment-systemPackes in der configuration.nix.

Mich hat das Schreiben dieses Artikels wieder zwei Schritte weiter gebracht, wenn es um das Verstehen von NixOS geht. Ich hoffe, das hat anderen Nix-Anfänger:innen auch geholfen.

Quelle: https://nixos.org/manual/nixos/stable/


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25. Juli 2023

Linux-Gamer aufgepasst. Mit SpaceFun bekommt ihr das volle Retro-Linux Erlebnis. Und das sogar auf älterer Hardware.

Ferienzeit ist Spielezeit. Die SpaceFun Community war aktiv für euch und hat einen neuen Spin der Debian GNU/Linux basierten Distribution veröffentlicht. Die als TuxWiz bezeichnete Community Edition richtet sich insbesondere an Freunde des klassischen Linux-Gamings.

Ausgestattet mit dem IceWM Windowmanager, lässt sich TuxWiz auch auf älterer Hardware gut nutzen. Durch den Einsatz von Sid als Basissystem sind die enthaltenen Pakete tagesaktuell und das System lässt sich ähnlich wie eine Rolling-Release-Distribution fortlaufend aktualisieren.

Die enthaltenen Spiele decken ein breites Geschmacksspektrum ab und TuxWiz kann jederzeit über den Paketmanager erweitert werden.

Natürlich sind auch nützliche Anwendungen und Hilfsprogramme für den Alltag enthalten. Bei der Auswahl wurde viel Wert auf Ressourcenschonung gelegt. Neben Falkon als Standardbrowser, kommt beispielsweise Claws Mail als Mailclient zum Einsatz.

Der IceWM Desktop ist bereits vorkonfiguriert und lässt sich über die Vielzahl enthaltener Themes an die persönlichen Vorlieben anpassen.

Eine grosse Sammlung klassischer Linux Hintergrundbilder, welche sich über die Wallpaper-Software Nitrogen auswählen lassen, runden das Erlebnis ab.

Bei Fragen und Anregungen freuen wir uns auf einen Besuch unserer Telegram-Gruppe.

Der Download von TuxWiz ist über den Community-Button auf der SpaceFun Homepage erreichbar.

Quelle: https://www.spacefun.ch/


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24. Juli 2023

Das Debian-Projekt hat am Wochenende das erste Maintenance-Release 12.1 angekündigt.

Debian 12.1 enhält alle Sicherheits- und Software-Aktualisierungen, die seit dem 10. Juni 2023 für die Debian 12 'Bookworm' veröffentlicht wurden. In Zahlen ausgedrückt, enthält die neue ISO-Veröffentlichung insgesamt Fehlerkorrekturen für 89 Pakete und 26 Sicherheitsaktualisierungen. Die technischen Details findet ihr hier.

Fast zeitgleich sind drei Distributionen erscheinen, die auf Debian 12 basieren, PeppermintOS, Whonix und Neptun. Dabei handelt es sich um drei Distros, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Peppermint möchte das bessere Debian sein, während sich Whonix an die Verse von Tails heftet und Neptun bietet sich für Liebhaber des KDE-Desktops an.

PeppermintOS ist eine auf Debian basierende Linux-Distribution, die darauf abzielt, den Benutzern eine minimale Arbeitsoberfläche zu bieten, während sie mit dem ausgeliefert wird, was für die meisten Benutzer "genug" ist, und nicht mehr.

Auch wenn es in den Projektzielen nicht ganz deutlich wird, hat der "minimale" Teil dazu geführt, dass diese Distribution sehr gut für alte Computer und andere ressourcenarme Maschinen geeignet ist. Es ist im Grunde Debian, aber mit einem besseren Installationsprogramm und mehr standardmässig mitgeliefertem Material.

Das Projekt ist nicht nur eine einzige Veröffentlichung, sondern eine Familie von Distributionen mit unterschiedlichen Anwendungsfällen. Dazu gehören derzeit:

  • Eine Debian-basierte Distribution, die nach jeder stabilen Veröffentlichung von Debian veröffentlicht wird.
  • Eine Devuan-basierte Distribution, für Personen, die SystemD nicht mögen.
  • Eine ARM-Distribution (basierend sowohl auf Debian als auch auf Devuan), die für kleine ARM-betriebene Geräte wie Raspberry Pi und andere geeignet ist.

Im Gegensatz zum Original verwendet Peppermint den Calamares-Installer. Damit lässt sich die Installation einfacher, schneller und intuitiver erledigen. Sie wird standardmäßig mit dem Xfce 4.18-Desktop und wenigen Paketen ausgeliefert. Die Distribution ist ein "Bare-Bones"-Betriebssystem, d.h. es ist weder ein Standard-Webbrowser noch ein Office-Paket installiert; die Entwickler möchten es den Anwender:innen überlassen, welche Pakete für sie die besten sind. Nach der Installation erscheint ein Welcome-Fenster, in dem einige Option für die Konfiguration der Distro angeboten werden:

Viel mehr kann ich zu PeppermintOS nicht sagen. Ich habe es mal schnell in GNOME-Boxes installiert; funktioniert aber nicht; es blieb beim Boot-Splash hängen.

Kommen wir zur zweiten Debian 12 basierten Distribution, die im Juli erschienen ist. Whonix ist eine auf Debian basierende, datenschutzorientierte und sicherheitsoptimierte Linux-Distribution, die den Benutzern grösstmögliche Anonymität und Online-Privatsphäre bietet. Sie ist speziell auf diejenigen zugeschnitten, die Wert auf die Sicherung ihrer digitalen Identität, den Schutz sensibler Informationen und die Vermeidung von Überwachung legen.

Aber was unterscheidet Whonix von anderen datenschutzorientierten Linux-Distributionen? Im Mittelpunkt steht der einzigartige Ansatz, zwei virtuelle Maschinen auf dem Host-System des Benutzers laufen zu lassen, das "Gateway" und die "Workstation", die zusammen eine undurchdringliche Barriere zwischen dem Benutzer und der Aussenwelt bilden. Dieses Design schirmt die Benutzer effektiv vor Angriffen ab und stellt sicher, dass bösartige Software nicht direkt auf das Internet zugreifen kann.

Vielleicht hat jemand von euch Lust, Whonix in einer der unterstützten VMs zu testen und darüber zu schreiben.

Bei Neptun 8.0 wurde der Linux Kernel auf Version 6.1 aktualisiert, um Unterstützung für neue Hardware zu bieten und aktuelle Hardware besser unterstützen zu können. Ausserdem wurde KDE Plasma auf Version 5.27 geupgradet zusammen mit allen KDE Anwendungen, die in Version 22.12.3 vorliegen. Neptune 8.0 setzt vollkommen auf die Softwareverwaltung Plasma Discover, die nun so weit ausgereift ist, dass das Team diese mit Flatpak Unterstützung austattet. Das Paketmanagementtool Muon ist daher weggefallen. Weitere Softwareupdates beinhalten Chromium 115 genauso wie Thunderbird 102 und VLC 3.0.18.

Quellen:

https://www.debian.org/News/2023/20230722
https://peppermintos.com/
https://www.whonix.org/


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