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2024 Woche 22

2. Juni 2024

Ich baue fast alle meine Dokumente mit quarto, seien es Briefe, Handouts, Artikel oder Folien. Für letztere bin ich über den Beitrag von Emil Hvitfeldt gestolpert. Er bindet iframes als Hintergrund ein, um animierte Folien zu erzeugen.

Passende Hintergrundanimationen finden sich dabei z.B. auf codepen.io und auch im GitHub Repository von Emil.

iFrame einbinden

  • Im Verzeichnis der .qmd-Datei erstellt ihr einen weiteren Unterordner, und nennt ihn z.B. iframes.
  • Ladet ein passendes iframe herunter, z.B. von der GitHub-Seite von Emil Hvitfeldt.
  • Den Ordner des iframes schiebt ihr in euren iframes-Ordner.
  • Hinter die Rauten einer neuen Folie schreibt ihr {background-iframe="Pfad/zur/index.html"}, also z.B.
## title {background-iframe="iframes/meatballs/index.html"}
  • Im YAML-Header muss zudem der Parameter preload-iframes: true gesetzt werden.
  • Eine Beispieldatei könnte so aussehen:
---
title: "iframe backgrounds"
preload-iframes: true
format:
  revealjs:
    embed-resources: true
---

## {.center .white background-iframe="iframes/ambient/index.html"}
::: {.r-fit-text}
Ambient
:::

## {.center background-iframe="iframes/moving-waves/index.html"}
::: {.r-fit-text}
Moving Waves
:::

Das sieht dann in etwa so aus:

(es kann uU etwas dauern, bis der Hintergrund sichtbar ist. Das ist lokal in der “echten” Präsentation aber nicht der Fall)

Nachteil

Einen Nachteil habe ich ebenfalls festgestellt: da die Hintergründe per iframe eingebunden werden, sind sie in der HTML-Präsentationsdatei selbst nicht enthalten, auch nicht, wenn der Parameter embed-resources: true gesetzt ist. Das heisst, man kann die Präsentationsdatei nicht “einfach so” weitergeben, weil dann die animierten Hintergründe nicht mehr funktionieren.

Wenn die Präsentation mittels decktape in eine PDF-Datei umgewandelt wird, bleibt ein Screenshot des Hintergrunds erhalten.

Weblinks



 

1. Juni 2024

Mozilla Hubs war eine Plattform, um virtuelle Treffpunkte zu erstellen. Mit dem 31. Mai 2024 erfolgte die planmäßige Abschaltung durch Mozilla. In Zukunft geht es bei der neu gegründeten Hubs Foundation weiter.

Was ist Mozilla Hubs?

Mit dem Start von Mozilla Hubs im April 2018 ging eine Online-Plattform an den Start, welche es Nutzern ermöglicht, sich in sogenannten Räumen virtuell zu treffen. Das Besondere an Hubs: es spielt sich komplett im Web ab – keine geschlossene Plattform, keine Installation einer Anwendung, keine Abhängigkeit von einem bestimmten Gerät. Einfach eine URL teilen und miteinander treffen. Hubs funktioniert in jedem Browser, am Smartphone – und auch mit der VR-Brille, wo Hubs als virtuelle Plattform sein volles Potenzial entfaltet. Mozilla Hubs ist quasi eine Miniatur-Ausgabe eines Web-basierten „Metaverse“, aber Open Source und mit Fokus auf Datenschutz.

Mitte Februar hatte Mozilla angekündigt, im Rahmen einer Umstrukturierung die Weiterentwicklung von Mozilla Hubs einzustellen. Am 31. Mai 2024 folgte schließlich die planmäßige Abschaltung.

Hubs Foundation

Mit der Hubs Foundation hat die Community eine neue Non-Profit-Heimat für die Hubs ins Leben gerufen. Hier soll das Projekt weiterentwickelt werden. Die Git-Repositorys wurden von Mozilla an die Hubs Foundation übertragen, ebenso wie der Discord-Server.

Der Beitrag Mozilla Hubs wird von der Hubs Foundation weiterentwickelt erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

31. Mai 2024

Ich hatte es geahnt, aber dann ging es doch schneller als gedacht. Mit der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes Ende April wurde in einem Fall in Frankreich die Speicherung von IP-Adressen seitens des ISPs auf Vorrat nicht nur für den Bereich schwerer Straftaten, sondern auch für Urheberrechtsverstöße für zulässig erachtet. Damit ist eine Diskussion wieder auf dem Tisch, die seit 20 Jahren regelmäßig aufflammt, aber bisher durch Urteile gegen die erlassenen Gesetze eingefangen wurde.

Mit diesem Thema haben wir uns vergangene Woche mit Professor Dr. Stephan G. Humer in der 48. Episode des Risikozone-Podcasts beschäftigt, den ich euch wärmstens empfehlen kann.

Die klassische VDS in Deutschland wird momentan nicht praktiziert, da sie nach einem älteren Urteil des EuGH, das konkret das deutsche Gesetz betraf, als rechtswidrig eingestuft wurde. Nichtsdestotrotz ist die Diskussion wieder eröffnet und alle Möglichkeiten für Vorhaben zur Wiedereinführung werden wieder eingebracht. Das Thema wird uns also weiterhin noch eine ganze Weile verfolgen.

Klar, im Urteil des EuGH wird als Bedingung gestellt, dass Maßnahmen getroffen werden müssen, damit die Privatsphäre der einzelnen Nutzer gewahrt bleibt, aber das ändert nichts daran, dass die Daten grundsätzlich erstmal erhoben werden. Die "Neuerung" in diesem Urteil zu der Thematik ist, dass IP-Adressen und Identitäten getrennt gespeichert werden müssen. Mir ist allerdings noch nicht einleuchtend, was im Urteil mit der "Verknüpfung nur unter Verwendung eines leistungsfähigen technischen Verfahrens [...], das die Wirksamkeit der strikten Trennung dieser Datenkategorien nicht in Frage stellt" gemeint ist. Sollen die Datenbanken mit einem anschließend zu verwerfenden Schlüssel verschlüsselt werden, der bei der Verknüpfung erst geknackt werden muss? Am Ende kann ein technisches Verfahren doch gar nicht feststellen, ob ein Gesuch den formellen juristischen Anforderungen genügt oder nicht.

Technisch reden wir hier im Übrigen von zwei Teilaspekten: einerseits die Speicherung, welche Stationen (mit welchen IP-Adressen) miteinander kommunizieren und andererseits, wer hinter welcher IP-Adresse steckt. Diese ganze letzte Thematik haben wir allerdings nur, weil die ISPs einerseits ungern Privatkunden feste IP-Adressen vergeben und andererseits mitunter gar nicht so viele IP(v4)-Adressen wie Kunden haben und dann zu Tricks wie CG-NAT greifen müssen. Hämisch könnte man jetzt fragen, warum in dem Zusammenhang die Politik noch nicht alle zu IPv6 verpflichtet hat. Auf der anderen Seite wird deutlich, wie sehr sich das Internet verändert hat, nachdem es ein Massenmedium wurde.

Früher wurden feste IP-Adressen genutzt und die Zuordnung größtenteils öffentlich hinterlegt. Die Teilnehmer des Internets kannten sich mehr oder weniger sowieso alle untereinander. Als das Internet mehr und mehr ein Massenmedium wurde, ging es allerdings nicht mehr um den wissenschaftlichen oder beruflichen Austausch, sondern auch vorrangiger um das private Leben, wodurch auf einmal Grundrechte tangiert wurden und das Thema der Anonymität im Netz aufkam.

Gespeichert werden die Zuordnungen wohl auch weiterhin noch, aber sichtbar sind sie nur noch für Behörden und ähnliche Organisationen. Spätestens mit dem breiten Ausrollen der DSGVO wurde z. B. der whois-Dienst der DENIC für die Öffentlichkeit geschlossen. Wer einen Webseitenbetreiber ermitteln möchte, der kein Impressum auf der Seite stehen hat, schaut seitdem in die Röhre.

Vorratsdatenspeicherung ist und bleibt somit ein netzpolitisches Thema und lässt sich somit nicht auf der rein technischen Ebene erklären. Von da aus kann man sich oft an den Kopf fassen, was da alles von der Technik erwartet wird. Solche Themen sind auch ein Abbild der Gesellschaftspolitik, was daran deutlich wird, dass im Wesentlichen Deutschland eines der wenigen kritischen Länder diesbezüglich ist.

Die Never-ending-Story geht jetzt also in die nächste Runde. Weitere Probleme, Risiken und Lösungsansätze könnt ihr gerne euch in unserem Podcast anhören und in den Kommentaren mitdiskutieren.

29. Mai 2024

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 115.11.1 ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 115.11.1

Thunderbird 115.11.1 bringt genau eine Änderung gegenüber der Vorversion: So wird für einen Prozent der Nutzer eine Umfrage angezeigt, in welcher um Feedback gebeten wird.

Der Beitrag Thunderbird 115.11.1 veröffentlicht erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

28. Mai 2024

Mozilla hat Firefox 126.0.1 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion.

Download Mozilla Firefox 126.0.1

Mit dem Update auf Firefox 126.0.1 behebt Mozilla ein Barrierefreiheitsproblem beim Betrachten von PDF-Dateien mit einem Screenreader.

Ein Problem mit Drag and Drop auf Websites unter Linux wurde behoben.

Ebenfalls behoben wurde ein Problem, welches zu einer hohen GPU-Speicherlast bei bestimmten Grafikchips von AMD führte.

Unter Apple macOS waren die Texte des Absturzmelders nicht mehr übersetzt.

Dazu kommen mehrere potenzielle Absturzursachen sowie ein Problem mit der JavaScript-Methode Array.sort, welche behoben worden sind.

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27. Mai 2024

Mit Thunderbird Appointment wird die MZLA Technologies Corporation einen neuen Online-Dienst starten, welcher die Terminplanung vereinfachen sollen.

Die MZLA Technologies Corporation, Entwicklerin des E-Mail-Programms Thunderbird, arbeitet an einem neuen Online-Dienst, der sich Thunderbird Appointment nennt. Dieser beschreibt sich in eigenen Worten wie folgt:

  • Thunderbird Appointment macht Termine finden zum Kinderspiel. Spar dir den Aufwand und gestalte deinen Tag effizienter.
  • Einen Termin planen: Mit mehreren Möglichkeiten, Meetings zu organisieren und einzurichten.
  • Definiere deine Verfügbarkeit: Lege fest, wann und wie deine Zeit gebucht wird.
  • Mit anderen teilen: Versende deinen persönlichen Link per E-Mail, oder füge ihn deiner Website hinzu.
  • Verbinde deine Kalender und finde alle deine Termine an einem Ort. Buche einmalige oder wiederkehrende Veranstaltungen und lade andere dazu ein.
  • Du musst ein Treffen mit einem Kunden organisieren? Schicke einfach deine allgemeine Verfügbarkeit. Kein Grund mehr, mit dem Kalender zu jonglieren.

Thunderbird Appointment

Thunderbird Appointment

Thunderbird Appointment

Die Datenschutzerklärung von Thunderbird beschreibt zusätzlich zu den oben genannten Informationen die Möglichkeit, Kalender von Google, Apple oder Microsoft an Thunderbird Appointment anbinden zu können.

Wann Thunderbird Appointment an den Start gehen wird, steht zu diesem Zeitpunkt noch nicht fest. Auch darüber, ob die Nutzung vollständig kostenlos bleiben wird, liegen noch keine Informationen vor. Aktuell lassen sich keine Anzeichen für eine kostenpflichtige Version finden.

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