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2024 Woche 33

18. August 2024

Nach über sieben Jahren könnte Mozilla wieder ein neues Logo erhalten. Dieses deutet sich in aktuellen Änderungen der Mozilla-Website an. Hier gibt es eine erste Vorschau auf das mögliche neue Logo.

Das aktuelle Logo trägt Mozilla seit Januar 2017. Das Logo in der Eigenschreibweise moz://a ist angelehnt an Internet-Protokolle wie https://.

Mozilla-Logo 2017

Die Landingpage der aktuellen Mozilla-Kampagne „Nothing Personal“ zeigt im Header ein Firefox-Logo mit Wortmarke und dem Zusatz „by Mozilla“. Wer hier einen aufmerksamen Blick auf das Logo wirft, erkennt vielleicht nicht nur, dass die Firefox-Wortmarke anders, als bisher der Fall, mit einem Mozilla-Zusatz verwendet wurde, sondern auch, dass für den Mozilla-Schriftzug eine Schriftart zum Einsatz kommt, die bisher nicht in der Mozilla-Kommunikation verwendet worden ist.

Firefox by Mozilla Logo

Dies wäre an sich vielleicht noch kein allzu starker Hinweis auf ein neues Mozilla-Logo. Doch zeigt sich in aktuellen Patches zu einem kommenden Refresh der Mozilla-Website, dass hier für Footer und Navigation nicht das übliche, sondern ein neues Mozilla-Logo verwendet wird, welches die gleiche Schrift wie im Firefox-Logo der oben erwähnten Seite verwendet. Der neue Code wird dabei außerdem von einer Variable gesteuert, welche die passende Bezeichnung „brand-refresh“ trägt. Auch der Merchandise-Shop von Mozilla bietet bereits Artikel mit diesem Logo an.

Neues Mozilla-Logo 2024

Während das aktuelle Mozilla-Logo laut Branding-Guidelines immer auf einem Hintergrund zu sehen sein muss, ist das neue Logo ohne Hintergrund integriert, was bedeuten könnte, dass diese Design-Einschränkung wegfällt. Die abstrakte Grafik rechts vom Mozilla-Schriftzug beinhaltet einerseits das „M“ aus „Mozilla“ und erinnert andererseits mit etwas Fantasie auch ein bisschen an einen Dino – das historische Symboltier von Mozilla.

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17. August 2024

Nutzer von Firefox 131 können zwei neue vorab Funktionen testen: Eine neue Sidebar sowie mit den vertikalen Tabs eine der von Firefox-Nutzern meistgewünschten Funktionen.

Mit der Einführung von „Firefox Labs“ in Firefox 130 können Nutzer vorab neue Funktionen aktivieren, an denen Mozilla noch arbeitet, die aber schon von einer breiteren Masse getestet werden sollen. Zwei neue solcher Funktionen in Firefox 131 sind die neue Sidebar sowie vertikale Tabs.

Firefox Labs in Firefox 131

Neue Seitenleiste

Unter der neuen Sidebar sind genauer gesagt zwei Dinge zu verstehen: Das eine ist eine neue Seitenleiste, welche schnellen Zugriff auf die Sidebars für Lesezeichen, Chronik, synchronisierte Tabs und, falls aktiviert, die KI-Chatbots gibt. Auch die Schaltflächen von Sidebar-Erweiterungen finden hier Platz. Das andere ist eine Neugestaltung der Sidebars für Chronik und synchronisierte Tabs.

Über die automatisch hinzugefügte Sidebar-Schaltfläche in der Navigationssymbolleiste lässt sich die Darstellung der neuen Seitenleiste zwischen nur Symbolen und Symbolen plus Text wechseln, statt wie bisher die zuletzt verwendete Sidebar ein- und auszuklappen. Alternativ lässt sich in den Einstellungen der neuen Seitenleiste auch konfigurieren, dass die Seitenleiste durch diese Schaltfläche komplett ausgeblendet werden kann, statt in die Darstellung nur mit Icons zu wechseln.

In den Einstellungen der neuen Seitenleiste lässt sich außerdem konfigurieren, für welche der Sidebars Schaltflächen angezeigt oder nicht angezeigt werden sollen. Auch die Sidebar-Position (links oder rechts) lässt sich nun an dieser Stelle konfigurieren, statt wie bisher oben in den einzelnen Sidebars. Schließlich findet sich hier noch die Option für horizontale oder vertikale Tabs, wie im nächsten Abschnitt besprochen.

Neue Sidebar-Einstellungen in Firefox 131

Neu gestaltete Sidebars

Die Sidebars für Chronik sowie synchronisierte Tabs wurden neu gestaltet. Auch diese Änderung wird durch die Einstellung für die neue Sidebar aktiv. Die Lesezeichen-Sidebar sieht noch wie gehabt aus. Aus Konsistenzgründen ist aber davon auszugehen, dass Mozilla die Lesezeichen-Sidebar auch noch nachziehen wird.

Chronik-Sidebar in Firefox 131

Vertikale Tabs

Unter vertikalen Tabs in einem Browser versteht man, die Tabs seitlich untereinander anzuzeigen statt in einer Leiste am oberen Fensterrand. Vorteile sind zum einen eine bessere Nutzung des vorhandenen Platzes sowie, dass mehr Tabs auf einmal angezeigt werden können. Auf der Liste der meistgewünschten Funktionen auf Mozillas Community-Plattform Mozilla Connect stehen vertikale Tabs auf Platz 3. Damit die vertikalen Tabs aktiviert werden können, ist eine gleichzeitige Aktivierung der neuen Sidebar eine Voraussetzung.

Die vertikalen Tabs werden nämlich in die neue Seitenleiste integriert. Im ausgeklappten Sidebar-Modus erscheinen die Tab-Titel neben den sogenannten Favicons, ansonsten nur die Symbole. Angeheftete Tabs, die auch in der horizontalen Tableiste ohne Tab-Titel dargestellt werden, werden hier bis zu sechs in einer Reihe angezeigt.

Vertikale Tabs in Firefox 131 Vertikale Tabs in Firefox 131

Mozilla bittet um Feedback für die neue Sidebar sowie die vertikalen Tabs auf Mozilla Connect.

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Viele werden vermutlich das Musikhaus Thomann in Burgebrach in der Nähe von Bamberg kennen. Ein Laden der sowohl online als auch offline alles Erdenkliche zum Thema Klang verkauft und als Europas größter Musikhändler gilt.

Bei Thomann kaufe ich gerne Dinge zum Thema Audio ein, weil die Beratung einfach super ist. So hatte ich mit einem Mitarbeiter ca. 2 Wochen lang E-Mail-Kontakt bis wir ein Mikrofon gefunden hatten, dass für meinen Anwendungsfall geeignet war. Andere Händler hätten meine Nachfragen vermutlich schon deutlich früher ignoriert.

Schon länger wollte ich mir Thomann mal vor Ort ansehen anstelle immer nur online zu bestellen. Bisher bin ich nur nie dazu gekommen. Da ich mir ein neues USB-Audiointerface kaufen wollte, habe ich mich heute Morgen spontan auf den Weg gemacht. Um es kurz zu machen, wer in der Nähe von Bamberg ist, sollte mal bei Thomann vorbeischauen. Irre, was die alles anbieten.

OK, nun aber zum eigentlichen Thema.

Gekauft habe ich schlussendlich das Motu M2, welches mit 233 Euro nicht gerade das billigste aber bei weitem nicht das teuerste Audiointerface ist. Daran angeschlossen ist aktuell ein Beyerdynamic DT 880 (Kopfhörer) sowie ein Rode NTG2 (Mikrofon).

Das Gehäuse sowie alle Drehregler sind aus Aluminium gefertigt. Selbst wenn man ein Mobiltelefon darauf legt und beispielsweise eine Nachricht versendet, hört man keine Störgeräusche. Ich will jetzt nicht die Aussage “gefertigt für die Ewigkeit” verwenden aber solide ist das Teil auf jeden Fall.

Was ich gut finde ist, dass es eine detailliertere Pegelanzeige, sowohl für IN als auch OUT gibt. Viele Interfaces haben nur Lämpchen (rot oder grün).

Ach ja, Linux. Zumindest mit Kernel 6.10.5 funktioniert das Teil “out of the box” nachdem man es für In- und Output eingestellt hat. Sowohl die Ein- als auch die Ausgabe ist meiner laienhaften Meinung sehr gut.

Der Mitarbeiter von Thomann war sich nicht ganz sicher, ob das Motu M2 den Beyerdynamic-Kopfhörer mit 250 Ohm richtig befeuern kann. Er hat mich daher extra auf die 30 Tage Rückgaberecht hingewiesen, die auch beim Kauf im Laden gilt. Ich bin bei dem Thema weit davon ein Experte zu sein. Aber wenn ich beispielsweise den Beginn von https://www.youtube.com/watch?v=J0g0yZKbJP4&t=34s abspiele und sowohl die Lautstärke als auch Gain am Interface auf Maximum stelle, bin ich danach gefühlt taub, habe aber keine störenden Geräusche bei der Wiedergabe. Es ist mir einfach zu laut. Was für mich beispielsweise in Ordnung ist, ist die Lautstärke auf 100 Prozent zu setzen und den Regler für Gain auf ca. 10 bis 12 Uhr zu stellen. Ich würde daher sagen, ja der Motu M2 hat genug “Wumms”. Mit den Einstellungen werde ich mich aber noch genauer befassen.

Wer also bereit ist, mehr als 200 Euro auszugeben, sollte sich durchaus das Motu M2 ansehen.

Ich hätte übrigens noch ein funktionsfähiges Focusrite Scarlett Solo (08/2018) herumliegen. Bei Interesse bitte per E-Mail melden.

14. August 2024

Firefox besitzt eine Übersetzungsfunktion für Websites, welche im Gegensatz zu Cloud-Übersetzern wie Google Translate lokal arbeitet, die eingegebenen Texte also nicht an einen fremden Server sendet. Nun hat Mozilla das nächste Paket an unterstützten Sprachen aktiviert.

Firefox wird seit Version 118 standardmäßig mit einer lokalen Funktion zur maschinellen Übersetzung von Websites für den Browser ausgeliefert. Das bedeutet, dass die Übersetzung vollständig im Browser geschieht und keine zu übersetzenden Inhalte an einen Datenriesen wie Google oder Microsoft übermittelt werden müssen.

Im vergangenen Monat hatte Mozilla bereits die Unterstützung für einige weitere Sprachen hinzugefügt, jetzt folgte das nächste Paket.

Finale Firefox-Versionen können ab sofort auch aus den folgenden Sprachen übersetzen: Indonesisch, Rumänisch, Slowenisch und Tschechisch. Letzteres war bereits in Nightly-Versionen möglich, die anderen Sprachen sind komplett neu. Außerdem kann jetzt nach Dänisch und Kroatisch übersetzt werden. Nightly-Versionen können außerdem ins Lettische übersetzen.

Da die Sprachmodelle über die Remote-Einstellungen von Firefox bereitgestellt werden, ist die Unterstützung neuer Sprachen an kein Firefox-Update gebunden und funktioniert direkt in jedem Firefox mit aktivierter Übersetzungsfunktion.

Damit unterstützt die Übersetzungsfunktion Firefox bereits 25 Sprachen in mindestens eine Richtung. Für die Nightly-Version von Firefox sind es sogar schon 33 Sprachen. Mozilla arbeitet mit Hochdruck daran, dass noch viele weitere folgen werden.

Firefox Translations August 2024

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13. August 2024

Mozilla hat Firefox 129.0.1 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion.

Download Mozilla Firefox 129.0.1

Mit dem Update auf Firefox 129.0.1 behebt Mozilla ein Problem in Zusammenhang mit dem Digital Rights Management, welches für Nutzer von Windows verursachen konnte, dass Videos unter anderem auf der Streaming-Plattform Hulu nicht mehr funktionierten.

Außerdem wurde ein möglicher Absturz des Content-Prozesses behoben, der für Nutzer mancher AMD-GPUs durch Drag and Drop einer Videodatei ausgelöst werden konnte.

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12. August 2024

Ein Browser muss heute weit mehr können, als nur Websites darzustellen. Bei allen Gemeinsamkeiten sind es vor allem die Unterschiede, wieso sich Nutzer für den einen oder den anderen Browser entscheiden. Dieser Artikel stellt zwölf einzigartige Firefox-Features vor, die es in dieser Form in keinem anderen Browser gibt.

Hinweis: Natürlich gibt es viele Nischen-Browser, die vielleicht ebenfalls das eine oder andere der hier genannten Features besitzen. Für diesen Artikel wurden die aktuell relevantesten Desktop-Browser angesehen. Das sind Firefox, Chrome, Edge, Brave, Vivaldi, Opera sowie Safari. Selbstverständlich gibt es auch in diesen Browsern Funktionen, die es in Firefox in der Form nicht gibt. Dieser Artikel behandelt besondere Funktionen von Firefox nach Ansicht des Verfassers.

1. Lokale Übersetzungsfunktion

Eine Übersetzungsfunktion gehört heute zum Standard-Repertoire der meisten Browser. Was Firefox von allen anderen unterscheidet, ist die Tatsache, dass der Mozilla-Browser keine eingegeben Texte an einen Cloud-Dienst wie den von Google oder Microsoft senden muss. Stattdessen geschieht die Übersetzung dank lokaler KI vollständig auf dem Gerät des Anwenders. Dies stellt einen erheblichen Privatsphäre-Gewinn für die Nutzer dar und macht die Übersetzungsfunktion auch in einem Umfeld nutzbar, in welchem mit sensiblen Inhalten gearbeitet wird.

In Zukunft wird die Übersetzungsfunktion noch für viele weitere Sprachen zur Verfügung stehen und auch hinsichtlich der Übersetzungsqualität sind weitere Verbesserungen zu erwarten. Neben der vollständigen Website-Übersetzung ist auch die Übersetzung nur von markiertem Text auf auf einer Website sowie die Übersetzung von beliebigem Text möglich, welches einfach in ein Textfeld eingegeben werden kann.

Einzigartige Firefox-Features 2024 Einzigartige Firefox-Features 2024 Einzigartige Firefox-Features 2024

2. Erkennung von gefälschten Produktbewertungen

Einen wichtigen Anwendungsfall für einen Browser stellt Online-Shopping dar. Ein großes Problem beim Online-Shopping sind gefälschte Produktbewertungen, welche die Kunden zum Kauf minderwertiger Ware verführen sollen. Auch dieses Problem löst Mozilla mit Hilfe Künstlicher Intelligenz (KI). Hierfür setzt Mozilla auf seinen hauseigenen Dienst Fakespot. Im deutschsprachigen Raum wird bislang nur Amazon unterstützt, in den USA darüber hinaus auch noch Walmart und Best Buy. Neben einer Bewertung der Glaubwürdigkeit aller Rezensionen zeigt Firefox den tatsächlichen Bewertungsdurchschnitt nach Abzug aller mutmaßlichen Fake-Bewertungen sowie eine Zusammenfassung der wichtigsten Informationen aus den glaubwürdigen Bewertungen an.

Einzigartige Firefox-Features 2024

3. Content-Empfehlungen auf Startseite

Für zwei weitere Funktionen setzt Mozilla ebenfalls auf einen hauseigenen Dienst: Pocket. Zum einen bietet Pocket Content-Empfehlungen auf der Standard-Startseite von Firefox, welche auch beim Öffnen eines neuen Tabs erscheint. Diese Empfehlungen sollen laut Mozilla „informieren, inspirieren, unterhalten und neue, einzigartige Perspektiven aufzeigen“. Die Artikel werden von menschlichen Pocket-Redakteuren „aus einer breiten und vielfältigen Palette von Publikationen ausgewählt, die sich durch sorgfältige, zuverlässige und vertrauenswürdige Berichterstattung auszeichnen“.

Damit unterscheidet sich Firefox von Edge und Brave, welche ebenfalls Artikel auf der Startseite anzeigen können, dabei aber als vollständig automatisierte News-Aggregatoren dienen. Brave zeigt dabei außerdem selbst in der deutschsprachigen Version lediglich englischsprachige Artikel an.

Einzigartige Firefox-Features 2024

4. Später-Lesen-Dienst

Zum anderen dient Pocket als Später-Lesen-Dienst. Wird ein Artikel über eine Browser-Schaltfläche in die persönliche Pocket-Ablage gelegt, steht dieser auf allen Geräten mit Pocket-App oder über die Website zur Verfügung. In Pocket lassen sich die Artikel in einer speziellen Leseansicht ohne Werbung und andere störende Elemente anzeigen und einzelne Textstellen markieren, die App kann die Artikel auch vorlesen und für die Offline-Nutzung speichern.

Einzigartige Firefox-Features 2024 Einzigartige Firefox-Features 2024

5. Cookie-Banner-Blocker

Mittlerweile gibt es sie auf fast jeder Website: Cookie-Dialoge. Diese durch die Europäische Union erzwungene Maßnahme soll theoretisch die Datenschutz-Interessen der Nutzer wahren, führt in der Praxis aber vor allem zu Nutzer-Frust.

Firefox kann viele Cookie-Banner automatisch blockieren. Zwar gibt es für dieses Problem auch Lösungen in anderen Browsern wie Brave und Vivaldi, diese basieren aber lediglich auf Filterlisten für traditionelle Werbeblocker. Der Nachteil ist, dass diese die Dialoge selbst zwar blockieren, damit aber auch potenziell Website-Funktionalität beeinträchtigen. Mozillas Lösung hingegen sieht vor, nicht einfach nur stumpf die Dialoge zu blockieren, sondern im Namen des Nutzers eine Ablehnung durchzuführen. Zwar funktioniert diese Lösung auf weniger Websites, verursacht dafür aber auch weniger Probleme.

6. Einzigartiger Bild-im-Bild-Modus für Videos

Der sogenannte Bild-im-Bild-Modus erlaubt es, Videos von der Website loszulösen und über andere Tabs und sogar Anwendungen zu legen. Firefox war der erste Browser, der mit diesem Feature experimentierte, und während mittlerweile auch andere (aber nicht alle) Browser nachgezogen sind, bleibt Firefox allen anderen Browsern mit diesem Feature weit überlegen.

So ist Firefox der einzige Browser, der mehrere losgelöste Fenster gleichzeitig erlaubt. Außerdem bietet Firefox die Option an, automatisch den Bild-im-Bild-Modus bei Tabwechsel zu aktivieren und bei Rückkehr in den Original-Tab automatisch wieder zu beenden.

Auch der Video-Player des Bild-im-Bild-Modus bietet weit mehr Funktionen in Firefox als in jedem anderen Browser: Die Wiedergabe kann pausiert und wieder gestartet werden, man sieht den Wiedergabe-Fortschritt und kann an eine andere Stelle des Videos springen, ein Wechsel in den Vollbildmodus ist möglich, der Ton kann aus- und wieder eingeschaltet werden, die Lautstärke kann geändert werden und sogar Untertitel werden auf vielen unterstützten Plattformen direkt im Miniatur-Player angezeigt.

Einzigartige Firefox-Features 2024

7. Die umfangreichste Leseansicht aller Browser

Firefox gehörte auch bei der Leseansicht zu den ersten Browsern. Heute bietet so ziemlich jeder Browser dieses Feature an. Worum geht es? Die Leseansicht bereitet Artikel im Web in einer Weise auf, dass sie besonders gut und störungsfrei gelesen werden können. Die Artikel folgen also einer festen Gestaltung, was Schriften, Größen, Abstände und Farben betrifft, irrelevante Elemente wie Werbung werden entfernt.

Dabei gibt es in den verschiedenen Browsern auch verschiedene Optionen der Anpassung. Firefox gehört zu den Browsern mit mehr Optionen zur Textanpassung und erlaubt als einziger Browser sogar eine komplett freie Farbgestaltung. Außerdem lassen sich die Texte sogar vorlesen – ein Feature, welches sonst nur in Edge gefunden werden konnte. Im Komplettpaket bietet Firefox damit den umfangreichsten Lesemodus aller Browser an.

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8. PDF-Editor, der auch auf Barrierefreiheit achtet

PDF-Dateien betrachten kann jeder Browser, PDF-Dateien bearbeiten jedoch nur Firefox und Edge. Und während es in Edge zwar möglich ist, auf einer PDF-Datei zu schreiben und zu zeichnen, kann Firefox sogar Bilder einfügen. Aber nicht nur das: Firefox fragt bei eingefügten Bildern nach einem Alternativtext – dieser ist wichtig, damit die PDF-Datei zugänglich für Menschen mit Sehbehinderung bleibt. Per lokaler Künstlicher Intelligenz kann Firefox in Zukunft sogar selbständig Alternativtexte für eingefügte Bilder in PDF-Dateien erzeugen.

Einzigartige Firefox-Features 2024

9. Tab-Umgebungen

Tab-Umgebungen sind ein Feature, welches standardmäßig nur in Vorabversionen von Firefox aktiviert ist, aber auch darüber hinaus aktiviert werden kann und ansonsten vor allem durch Erweiterungen wie Mozillas eigener Erweiterung Firefox Multi-Account Containers genutzt werden.

Bei den Tab-Umgebungen handelt sich um ein einzigartiges Privatsphäre-Feature von Firefox. Die Container stellen getrennte Umgebungen unter anderem für Cookies, Local Storage, IndexedDB, den HTTP- und den Bilder-Cache dar. Chronik, Lesezeichen, gespeicherte Passwörter sowie Formulardaten hingegen teilen sich alle Container. Somit handelt es sich um eine einfache Möglichkeit, bestimmte Daten voneinander zu trennen, ohne dafür komplett eigene Browser-Profile nutzen zu müssen.

Ein möglicher Anwendungsfall, der sich daraus ergibt, ist beispielsweise das Anmelden mit sowohl einer privaten als auch mit einer geschäftlichen E-Mail-Adresse beim selben Anbieter – gleichzeitig, ohne einen anderen Browser hinzuziehen oder ein privates Fenster dazu zweckentfremden zu müssen. Als weiteres Beispiel wäre denkbar, auf Facebook angemeldet zu sein, ohne dass Facebook den Benutzer über die Facebook-Buttons auf Webseiten tracken kann. Wenn es um Tracking geht, ist es natürlich auch bis zur Werbung nicht so weit und so ist ein weiteres denkbares Szenario, dass man Webseiten privat besuchen möchte, ohne entsprechende Werbeanzeigen zu sehen, wenn man Firefox für die Arbeit benutzt. Und wer das Mozilla VPN nutzt, kann darüber sogar theoretisch in jedem Tab über einen anderen Standort online sein.

Einzigartige Firefox-Features 2024 Einzigartige Firefox-Features 2024

10. Das mächtigste Erweiterungssystem aller Browser

Die Anpassung via Erweiterungen ist in jedem Browser möglich. Und während es mit der sogenannten WebExtension-Architektur eine große Schnittmenge zwischen allen Browsern gibt, was die Entwicklung browserübergreifend funktionierender Erweiterungen vereinfacht, gibt es doch Unterschiede. So unterstützt Firefox zusätzliche Schnittstellen, welche in Erweiterungen für Chromium-basierte Browser (Chrome, Edge, Brave, Vivaldi, Opera, …) nicht existieren, darunter eine API für Sidebars, welche es sonst nur noch für Opera gibt, oder eine Schnittstelle für die zuvor besprochenen Tab-Umgebungen, die es in keinem anderen Browser gibt.

Aber auch bei Schnittstellen, die für alle Browser zur Verfügung stehen, gibt es Unterschiede. So hat der Entwickler von uBlock Origin, der populärsten Werbeblocker-Erweiterung, bereits vor Jahren erklärt, wieso uBlock Origin in Firefox sehr viel besser als mit allen Chromium-basierten Browsern funktioniert.

Mit dem neuen Manifest v3 schränkt Google die Erweiterungs-Entwickler noch weiter ein. Um beim Beispiel von uBlock Origin zu bleiben, wird es davon in Zukunft nur noch eine stark eingeschränkte Version (uBlock Origin Lite) für Browser geben, welche ausschließlich das Manifest v3 unterstützen.

Einzigartige Firefox-Features 2024

Zwar unterstützt auch Firefox das Manifest v3, Mozilla hat aber bewusst nicht jede Einschränkung übernommen. Und während Google ab dem kommenden Jahr die Ausführung von Manifest v2-Erweiterungen unterbinden wird, hat Mozilla eine langfristige Unterstützung des Manifest v2 zugesagt.

11. Im wahrsten Sinn unbegrenzte Anpassbarkeit

Grenzen setzt natürlich auch Mozilla mit dem Erweiterungssystem. Für erfahrene Nutzer bietet Mozilla aber die Werkzeuge, um wirklich jeden Aspekt des Browsers – sowohl visueller als auch funktioneller Natur – den eigenen Bedürfnissen anzupassen, wozu es in keinem anderen Browser auch nur ansatzweise etwas Vergleichbares gibt. So lässt sich die komplette Browseroberfläche via CSS umgestalten – als wäre es eine Website. Gleiches gilt für die Darstellung von Websites, deren Anpassung via CSS nur in Firefox ganz ohne Add-on möglich ist. Und durch Scripts lassen sich sogar Funktionen ergänzen oder gar bestehende Browser-Funktionen überschreiben.

Tipp: Im deutschsprachigen Forum von camp-firefox.de bieten wir einen eigenen Bereich, der sich nur um Anpassungen dieser Art dreht. Der Nutzer fragt und bekommt in den meisten Fällen eine fertige Lösung, die einfach nur noch übernommen werden muss.

12. Vielfalt bei den Chatbots

Von KI-basierten Chatbots kann man halten, was man will, ich bin selbst kein allzu großer Freund davon. Aber sie sind ein Thema im Jahr 2024. Und deswegen ist zum Abschluss noch einmal Künstliche Intelligenz das Thema. Mittlerweile findet man Chatbot-Integrationen in den allermeisten Browsern. Während man noch keinen Chatbot direkt in Chrome finden kann, bietet Google mit Gemini einen solchen an und hat entsprechende KI-Integrationen teilweise in seinen Services. Edge hat den Copilot integriert, Brave hat mit Leo seinen eigenen Chatbot, für Opera gilt Gleiches mit Aria, die zudem ChatGPT und ChatSonic als weitere Optionen anbieten. Auch von Apple wird über eine Integration für Safari im Herbst spekuliert. Nur Vivaldi hat sich bislang explizit dagegen positioniert.

Mozilla verfolgt einen etwas anderen Ansatz. Während alle anderen auf eigene Lösungen setzen, setzt Mozilla auf bestehende Lösungen und dabei auf Vielfalt. Aktuell kann der Nutzer in Vorab-Versionen von Firefox bereits aus fünf verschiedenen Chatbots wählen: Google Gemini, ChatGPT, Anthropic Claude, HuggingChat sowie Le Chat Mistral. Und noch mehr können in Zukunft folgen. Vor allem, da die Technologie und aktuellen Modelle noch nicht so weit sind, immer zuverlässige Informationen zu liefern, kann es aus Nutzersicht eine gute Idee sein, mehrere Anbieter zu befragen, statt sich auf einen zu verlassen.

Einzigartige Firefox-Features 2024

Bonus: Firefox trägt zur Vielfalt bei den Browser-Engines bei

Was vielen nicht bewusst ist: Ob nun Google Chrome, Microsoft Edge, Brave, Vivaldi, Opera oder viele der kleineren Nischen-Browser: Alle diese Browser nutzen unter der Haube die Chromium-Plattform samt Blink-Engine. Und damit zahlt die Nutzung von jedem dieser Browser auf das Google-Monopol ein und ermöglicht es Google immer mehr, Standardisierungsprozesse zu umgehen und de facto alleine zu bestimmen, wie das Web funktioniert. Für die Vielfalt am Browsermarkt, aber auch die Wahrung der Nutzerinteressen ist es von elementarer Bedeutung, dass es noch Browserhersteller gibt, die sich nicht nur „ins gemachte Nest setzen“, sondern selbst die wertvolle Arbeit der Entwicklung einer Browser-Engine leisten – wie Mozilla mit seiner Gecko-Engine oder Apple mit der WebKit-Engine. Die Entwicklung einer Engine ist die mit Abstand härteste Aufgabe für einen Browserhersteller und der Grund, wieso sich Browserhersteller wie Brave, Vivaldi und Opera, aber selbst ein Milliardenkonzern wie Microsoft die Arbeit lieber sparen. Denn am Ende kostet das sehr viel Geld ohne direkt ersichtlichen Ertrag. Dabei darf die Bedeutung dieser wichtigen Arbeit nicht unterschätzt werden.

Abschluss

Dies war nur eine Auswahl meiner persönlichen Favoriten. Es gibt noch einiges mehr zu entdecken, was es in dieser Form entweder nur in Firefox oder zumindest nicht in jedem anderen Browser gibt. So gibt es beispielsweise zwar in jedem Browser eine Screenshot-Funktion inklusive Möglichkeit, die komplette Website, statt nur den sichtbaren Bereich abzubilden, aber nur Firefox, Edge und Vivaldi machen diese auch für einfache Endanwender leicht zugänglich, während die anderen Browser diese Funktion in den Entwicklerwerkzeugen verstecken. Firefox ist auch der einzige Browser, der einen eigenen Zertifikatsspeicher nutzt und dafür nicht ausschließlich auf den Zertifikatsspeicher des Betriebssystems vertraut, was Vorteile für die Sicherheit von Firefox sowie des Webs im Allgemeinen bringt.

Und jetzt ihr: Was ist euer absolutes Lieblings-Feature von Firefox? Gibt es vielleicht ein Feature, welches ihr in dieser Liste vermisst? Oder besitzt ein anderer Browser ein Feature, welches Firefox eurer Meinung nach unbedingt übernehmen sollte?

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