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2024 Woche 41

11. Oktober 2024

Wenn es um die Entwicklung von Software geht, wird oft eine Versionierung wie 0.98.1 verwendet. Historisch gesehen hat dies zur Folge, dass viele Nutzer erwarten, dass Version 1.0 ausgereift ist.

Diese Erwartungshaltung führt dazu, dass einige Projekte eine Veröffentlichung der Version 1.0 vermeiden oder zumindest möglichst lange hinauszögern wollen. Ein Beispiel dürfte Hugo sein. Nach Version 0.99.1 wurde nicht Version 1.0 veröffentlicht, sondern Version 0.100.0. Aktuell ist Version 0.135.0.

Natürlich kann man als Entwickler ignorieren, was manche Nutzer von Version 1.0 erwarten. Oder man kann diese Version so lange hinauszögern bis man bereit ist diese Versionsnummer zu verwenden.

Aber man kann sich als Entwickler auch überlegen, ob man dieses Versionierung überhaupt nutzen möchte. Ich persönlich würde eher “Calendar Versioning” verwenden. Zumal meiner Meinung nach 2024.10.11 aussagekräftiger als 0.78.1 ist. Projekte wie pip, Unity oder Ubuntu nutzen CalVer bereits.

Mir geht es jetzt nicht darum, dass nun jedes Projekt auf CalVer oder einer anderen Versionierung von Veröffentlichung wechselt. Aber ich halte es für sinnvoll, wenn sich Entwickler Gedanken machen, ob eine andere Versionierung heutzutage nicht vielleicht sinnvoller wäre.

10. Oktober 2024

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 128.3.1 ein Sicherheits-Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 128.3.1

Mit dem Update auf Thunderbird 128.3.1 hat die MZLA Technologies Corporation ein Sicherheits-Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht. Dieses beinhaltet die Korrektur des gestern veröffentlichten Sicherheits-Updates für Firefox.

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9. Oktober 2024

Mozilla hat Firefox 131.0.2 veröffentlicht und behebt damit eine Sicherheitslücke, welche bereits aktiv ausgenutzt wird.

Download Mozilla Firefox 131.0.2

Mit dem Update auf Firefox 131.0.2 behebt Mozilla eine als kritisch eingestufte Sicherheitslücke, von welcher Mozilla Kenntnis hat, dass diese bereits aktiv ausgenutzt wird. Parallel dazu wurden auch Firefox ESR 128.3.1 sowie Firefox ESR 115.16.1 veröffentlicht, welche die identische Sicherheitslücke beheben.

Zum Zeitpunkt der Erstellung der neuen Version war Firefox 131.0.1 für Android bereits veröffentlicht. Aus diesem Grund gibt es keinen Firefox 131.0.1 für Desktop-Betriebssysteme und auf Firefox 131 folgt direkt Firefox 131.0.2.

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8. Oktober 2024

Vergangene Woche hat Mozilla Firefox 131 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Temporäre Website-Berechtigungen

Firefox 131 merkt sich temporär erteilte Website-Berechtigungen. Bislang war es so, dass wenn beispielsweise einer Website die Geolocation-Berechtigung erteilt worden ist, diese nach einem Neuladen oder Navigieren innerhalb der Seite erneut erteilt werden musste, wenn die Berechtigung ein weiteres Mal benötigt worden ist – außer man aktivierte eine Checkbox, dass sich Firefox die Entscheidung merkt. Jetzt merkt sich Firefox automatisch temporär erteilte Berechtigungen maximal eine Stunde lang oder bis der Tab geschlossen wird.

Verlinken von Text-Ausschnitten einer Website

Auf einen bestimmten Abschnitt einer Website zu verlinken, ist über einen sogenannten Ankerlink (example.com#anker) kein Problem. Voraussetzung dafür ist, dass das zu verlinkende Element eine ID im Code hat, welche als Ankername verwendet werden kann. Was auf den etwas sperrigen Namen „URL Fragment Text Directives“ hört, bietet weitaus mehr Flexibilität. Nicht nur, dass man damit auch ohne ID im Code, sondern rein über den Inhalt der Website auf eine beliebige Stelle verlinken kann; Der Browser hebt die verlinkte Stelle auch noch optisch hervor.

Text-Fragmente in Firefox 131

Es ist sogar möglich, mehrere Textstellen hervorzuheben. Die Syntax ist im Vergleich zu Ankerlinks erwartungsgemäß etwas komplexer. Die MDN Web Docs bieten eine ausführliche Dokumentation inklusive Beispielen.

Während Firefox (noch) keine Möglichkeit anbietet, auf einfache Weise einen solchen Link durch Markieren einer Textstelle zu erstellen, kann diese Funktion bereits jetzt durch ein Add-on wie zum Beispiel Link zu Textfragment nachgerüstet werden.

Sonstige Endnutzer-Neuerungen von Firefox 131

Die seit Firefox 129 neu eingeführte und schrittweise ausgerollte Vorschau beim Herüberfahren mit der Maus über einen Tab ist ab sofort für alle Nutzer standardmäßig aktiviert.

Die Übersetzungsfunktion merkt sich jetzt die zuletzt ausgewählte Zielsprache für zukünftige Übersetzungen.

Für Nutzer der separaten Suchleiste ist es wieder möglich, die ausgewählte Suchmaschinen-Website ohne Eingabe eines Suchbegriffes zu öffnen. Dafür muss die Shift-Taste bei Klick auf das entsprechende Suchmaschinen-Symbol oder bei Betätigung der Enter-Taste gehalten werden.

Das Symbol für die Funktion „Alle Tabs anzeigen“ in der Tableiste wurde geändert. Diese Änderung wird mit Firefox 131.0.3 zurückgenommen werden. Die versteckte Option browser.tabs.tabmanager.enabled, um die Schaltfläche komplett zu deaktivieren, wird nicht mehr unterstützt. Dafür wird man das Symbol ab Firefox 131.0.3 wie die anderen Schaltflächen aus der Oberfläche entfernen oder verschieben können.

Firefox merkt sich jetzt wieder die Größe von Sidebars und setzt diese nach einem Neustart von Firefox nicht länger auf den Standardwert zurück.

Die Unterstützung hochauflösender Bildschirme für Linux-Nutzer wurde verbessert, indem nun die Einstellungen für die Schriftskalierung von Gnome 3 / GTK3 vollständig respektiert werden.

Microsoft hat Anpassungen in Windows 11 24H2 im Umgang mit Geolocation-Berechtigungen vorgenommen, welche in älteren Firefox-Versionen zu unerwarteten Dialogen, irreführenden Fehlermeldungen oder ungenauer Standortbestimmung führen können. Firefox 131 nimmt notwendige Anpassungen für die Verwendung der Geolocation-API vor.

Das Setzen von Firefox als Standardbrowser auf Windows aus den Firefox-Einstellungen heraus funktioniert jetzt mit einem Klick, ohne dass weitere Aktionen in den Windows-Einstellungen notwendig sind.

Das Anpinnen von Firefox an die Taskleiste von Windows über die Einführungstour ist jetzt auch mit einem Build möglich, der über den Microsoft Store installiert worden ist.

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Auch in Firefox 131 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 131 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Außerdem gab es weitere Verbesserungen des Schutzes vor IDN-Spoofing, bei dem bestimmte Zeichen in der Adressleiste vortäuschen, man würde sich auf einer vertrauenswürdigen Domain befinden.

Verbesserungen der Entwicklerwerkzeuge

Im Inspektor-Werkzeug lassen sich bereits die Werte von CSS-Variablen in einem Tooltip anzeigen. Dies war bisher allerdings nicht für Variablen möglich, welche wiederum von anderen Variablen abhängen. Dort stand als Wert dann nur der Name der anderen Variablen anstelle des berechneten Wertes. Jetzt zeigt Firefox zusätzlich auch den berechneten Wert an. Außerdem kann der überarbeitete Tooltip auch eine Farbvorschau anzeigen und nicht aktive Parameter in var() und light-dark() durchgestrichen darstellen.

In der Anzeige der CSS-Regeln wird jetzt auch die Farbauswahl angezeigt, wenn eine verschachtelte Variable genutzt wird. Das Gleiche gilt für die Autovervollständigung. Das Ändern von Zahlenwerten in der Anzeige der CSS-Regeln ist jetzt auch über das Mausrad möglich.

Beim Bearbeiten von HTML-Attributen ist nun besser sichtbar, was gerade bearbeitet wird. Und das Auswählen von Video-Elementen mit dem Inspektor-Werkzeug startet nicht länger automatisch das Video.

Verbesserungen der Webplattform

SameSite=None-Cookies werden nun abgelehnt, wenn kein Secure-Attribut enthalten ist.

Unterstützung für Cookies mit unabhängigem Partitionierungsstatus (CHIPS) wurde hinzugefügt, so dass Entwickler ein Cookie in einem nach Top-Level-Site partitionierten Speicher ablegen können.

Auf JavaScript-Seite wurde die Unterstützung für synchrone Iterator-Helfer hinzugefügt. Diese Helfer ermöglichen Array-ähnliche Operationen auf Iteratoren, ohne dass Array-Zwischenobjekte erstellt werden müssen. Sie können auch mit sehr großen Datensätzen verwendet werden, bei denen die Erstellung eines Array-Zwischenobjekts gar nicht möglich wäre.

Dies war nur eine kleine Auswahl der Verbesserungen der Webplattform. Eine vollständige Auflistung lassen sich in den MDN Web Docs nachlesen.

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