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2024 Woche 07

18. Februar 2024

Als Folge der internen Umstrukturierung bei Mozilla wird es, anders als bisher geplant, keine eigenen Mastodon-Apps von Mozilla geben. Mozilla Social für Android wird jedoch unter dem Namen Firefly weiterentwickelt.

Vor wenigen Tagen hat Mozilla eine Umstrukturierung angekündigt, welche auch Mozillas Fediverse-Engagement betrifft. Während die eigene Mastodon-Instanz mozilla.social weiterhin betrieben wird, hat Mozilla die Entwicklung eigener Apps für Android und Apple iOS gestoppt.

Dabei ist vor allem um die Android-App sehr schade, deren Entwicklung bereits weiter fortgeschritten war und die seit dem 5. Januar als Alpha-Version getestet werden konnte. Noch am selben Tag hatte ich eine ausführliche Vorschau zum damaligen Stand der Entwicklung veröffentlicht und kam dabei zu dem Fazit, dass die App bereits einen sehr vielversprechenden Ersteindruck hinterlässt. Seit dem gab es einige Verbesserungen. Unter anderem wurden Benachrichtigungen innerhalb der App ergänzt.

Auch wenn Mozilla das Projekt gestoppt hat, scheint es für die Android-App dennoch weiterzugehen. So wird die App unter dem Namen Firefly von den Entwicklern der Original-App fortgeführt. Sobald hier die notwendige Bereinigung (wie eine Entfernung aller Mozilla-Referenzen) abgeschlossen ist, dürfte es im Firefly-Repository mit den Downloads neuer Versionen weitergehen.

Was die Entwicklung einer eigenen Mastodon-App für iOS betrifft, war die Entwicklung noch nicht so weit vorangeschritten. Ohnehin ging es dort bereits seit Mitte Januar nicht mehr weiter und es sah so aus, als hätte Mozilla die Ressourcen stattdessen in einen Fork der bereits existierenden Mastodon-App Ice Cubes gesteckt. Aber auch die Entwicklung des Forks wurde offiziell beendet. Abgesehen davon ist Mozilla auch Hauptinvestor der Mastodon-App Mammoth für iOS.

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17. Februar 2024

Mozilla Hubs ist eine Plattform, um virtuelle Treffpunkte zu erstellen. Mozilla hat nun bekannt gegeben, wie genau es mit Hubs in Zusammenhang mit der Einstellung als Mozilla-Produkt weitergehen wird.

Was ist Mozilla Hubs?

Mit dem Start von Mozilla Hubs im April 2018 ging eine Online-Plattform an den Start, welche es Nutzern ermöglicht, sich in sogenannten Räumen virtuell zu treffen. Das Besondere an Hubs: es spielt sich komplett im Web ab – keine geschlossene Plattform, keine Installation einer Anwendung, keine Abhängigkeit von einem bestimmten Gerät. Einfach eine URL teilen und miteinander treffen. Hubs funktioniert in jedem Browser, am Smartphone – und auch mit der VR-Brille, wo Hubs als virtuelle Plattform sein volles Potenzial entfaltet. Mozilla Hubs ist quasi eine Miniatur-Ausgabe eines Web-basierten „Metaverse“, aber Open Source und mit Fokus auf Datenschutz, vom Macher des Firefox-Browsers.

So geht es mit Mozilla Hubs weiter

Vor wenigen Tagen hat Mozilla eine Umstrukturierung angekündigt, welche auch direkte Auswirkungen auf Mozilla Hubs hat. Nun hat Mozilla Details bekannt gegeben.

Mit dem 1. März 2024 wird Mozilla die Erstellung neuer Abonnements deaktivieren. Bestehende Kunden können ihre Instanz weiterhin nutzen. Am 1. April 2024 wird Mozilla ein Tool veröffentlichen, mit welchem sowohl Demo-Nutzer als auch Abonnenten ihre Daten herunterladen können. Am 31. Mai 2024 soll schließlich die Abschaltung von Mozilla Hubs erfolgen. Dies betrifft die Instanzen der Abonnenten, den Demo-Server sowie weitere von Mozilla betriebene Community-Ressourcen.

Die Hubs Community Edition, die seit Oktober 2023 verfügbar ist, ist als Open Source-Software zum selber Hosten nicht von Mozilla als Dienstleister abhängig. So hofft das Hubs-Team, dass die Software auch außerhalb von Mozilla eine Zukunft hat. Seitens Mozilla wird es ab dem 31. Mai 2024 jedoch keine Weiterentwicklungen und Fehlerbehebungen mehr geben.

Das geplante Tool zum Herunterladen der Daten soll alle mit der E-Mail-Adresse verknüpften Medien herunterladen können, einschließlich 3D-Modelle, Audiodateien, Bilddateien und Videodateien, die über Spoke hochgeladen wurden, sowie gLTFs von veröffentlichten Spoke-Szenen und Avataren. Das Tool wird es auch ermöglichen, alle Hubs-URLs abzurufen, einschließlich Szenen-URLs, Raum-URLs, Avatar-URLs und Spoke Projekt-URLs.

Von den Assets, die das Hubs-Team im Laufe der Jahre erstellt hat, sollen so viele wie möglich vor der Abschaltung als Open Source veröffentlicht werden.

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Es ist so traurig, aber Firefox kennt wirklich nur noch eine Richtung, was die Marktanteile angeht. Dabei hat sich funktional in letzter Zeit so viel zum Besseren verändert und auch so manches Fehlverhalten von Mozilla hat sich verbessert.

Vor wenigen Tagen konnte man bei dem ausgewiesenen Mozilla-Experten Sören Hentzschel lesen, dass Mozilla nach dem unerwarteten Wechsel auf dem CEO-Posten mal wieder Leute entlässt, Dienste neu priorisiert und Firefox stärken will. Dies ist nur die jüngste Kehrtwende in einem jahrelangen Niedergang und seien wir ehrlich: Hätte Google nicht aus Wettbewerbsgründen ein Interesse am Überleben von Mozilla Firefox, hätte Alphabet die Kooperation mit Mozilla bei der Standardsuchmaschine schon längst beenden und dem Feuerfuchs den Todesstoß versetzen können.

Natürlich kommen jetzt wieder die üblichen Nörgler mit irgendwelchen Geschichte von vor dem Krieg, die sich in der Community schon lange verselbständigt haben. Damals als Mozilla die Extensions getötet hat, weshalb „Millionen“ User abgewandert sind, weil man ohne drölfzig Extensions das Internet nicht nutzen kann oder damals als das Design geändert wurde. Wer kann schon ohne Menübar professionell arbeiten. Wir kennen das alles. Ich halte das für Quatsch, für den sich eine kleine Minderheit zu wichtig nimmt.

Sicherlich hat Mozilla einige fragwürdige Entscheidungen getroffen. Das Hin und Her mit Thunderbird, die Pocket-Geschichte, die zähe Entwicklung, als man noch erfolgreich war. Man könnte sicher einiges aufzählen. Aber Firefox war bereits auf dem absteigenden Ast und Mozilla stand unter Druck. In dieser Situation werden manchmal Entscheidungen getroffen, die sich im Nachhinein als falsch herausstellen. Die Geschichte ist immer offen und es ist immer leicht, sich im Nachhinein hinzustellen und alles besser gewusst zu haben.

Die Ursache für die Misere liegt aber woanders und das wird immer wieder thematisiert. Firefox ist ein Opfer der Entwicklungen im Mobilbereich. Immer weniger Menschen nutzen Desktopsysteme, immer mehr Menschen arbeiten nur noch mit Smartphones und Tablets. Es ist nicht so als ob Mozilla es nicht versucht hätte, aber alternative Systeme wie damals Firefox OS hatten keine Chance. Nichts besteht neben dem Duopol aus Android und iOS. Apple und Google haben mit ihren Systemen eine unangefochtene Dominanz und diktieren den Standardbrowser. Nur sehr wenige Menschen installieren hier überhaupt Alternativen und bei iOS war das dann bis zuletzt sogar nur die Oberfläche, weil die Apple-Engine festgelegt war.. Die Regulierungsbehörden haben das Thema viel zu lange missachtet und das was jetzt aus Brüssel kommt ist vermutlich zu wenig und zu spät.

Schaut man sich die Zahlen an, dann ist das aber noch ernüchternder als ich vermutete. Für Deutschland kommt Statista noch auf wenigstens 18% und der Sinkflug hat sich zuletzt auch verlangsamt. Weltweit sind es deutlich unter 10%. Selbst Apples Safari liegt hier deutlich vor dem traditionsreichen Open-Source-Browser. Jetzt kann man sagen, dass Statista halt auch nur eine Quelle ist und irgendwelche „gefühlten“ Zahlen angeben. Ich führe aus datenschutzgründen nur eine sehr rudimentäre Statistik, die ziemlich fehleranfällig ist, weil sie auf Fingerprinting und Cookies verzichtet, aber selbst die Logs hier ergeben nur noch circa 25% für Firefox und über 40% für Chrome.

Das hat mich doch überrascht, weil Firefox bei Linux immer noch der Standardbrowser unter allen Distributionen ist und oft auch der einzig richtig gut mit Sicherheitsupdates versorgte Weg ins Internet. Zudem lässt sich Firefox immer noch deutlich besser für eine privatsphäre- und datenschutzorientierte Nutzungsweise konfigurieren als die meisten Chromium-Varianten (Brave, Vivalid, Ungoogled Chromium etc.). Bei der Zielgruppe dieser Seite hätte ich daher mehr Firefox-Nutzer vermutet. Zuletzt hat man hier im Bereich Trackingschutz einiges richtig gemacht und die neu eingeführte automatische Cookiebannersteuerung ist auch vielversprechend.

Eine Umkehr werden wir nicht mehr erleben. Für die Zukunft ist das bedenklich, weil Google seine Torwächterfunktion immer hemmungsloser ausnutzen kann. Zuletzt kommentierte ich dies anlässlicher der Blockade von Drittanbieter-Cookies. Ob Abspaltungen von Chromium wirklich eigenständig lebensfähig sind und sich fragwürdigen Entscheidungen von Google konsequent widersetzen können, wird sich noch zeigen. Wir werden es vermutlich zeitnah bei den Werbeblockern sehen.

16. Februar 2024

Mozilla hat Version 2.20 seiner VPN-Clients für das Mozilla VPN veröffentlicht. Dieser Artikel beschreibt die Neuerungen vom Mozilla VPN 2.20.

Mit dem Mozilla VPN bietet Mozilla in Zusammenarbeit mit Mullvad sein eigenes Virtual Private Network an und verspricht neben einer sehr einfachen Bedienung eine durch das moderne und schlanke WireGuard-Protokoll schnelle Performance, Sicherheit sowie Privatsphäre: Weder werden Nutzungsdaten geloggt noch mit einer externen Analysefirma zusammengearbeitet, um Nutzungsprofile zu erstellen.

Jetzt Mozilla VPN nutzen

Die Neuerungen vom Mozilla VPN 2.20

Mit dem Update auf das Mozilla VPN 2.20 ist es bei Nutzung eines Monats-Abos nun innerhalb der App möglich, ein Upgrade auf ein Jahres-Abo vorzunehmen. Ansonsten bringt das Update vor allem Fehlerbehebungen sowie Verbesserungen unter der Haube.

Der Beitrag Mozilla VPN 2.20 veröffentlicht erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

15. Februar 2024

Seit drei Jahren arbeitet das unabhängige Entwicklerteam hinter Asahi Linux daran, Linux auf Apple Silicon Macs lauffähig zu machen.



Anfänglich war Asahi Linux ein "instabiles Experiment", mittlerweile ist es aber ein überraschend funktionales und benutzbares Desktop-Betriebssystem geworden. Sogar Linus Torvalds, der Schöpfer von Linux, hat es benutzt, um Linux auf Apples Hardware laufen zu lassen. Apple selbst beteiligt sich nicht an diesem Projekt.

Seit Dezember 2022 hat das Team seinen Open-Source-GPU-Treiber für die M1- und M2-Chips stetig verbessert. Nun hat es einen wichtigen Meilenstein erreicht: Die OpenGL- und OpenGL ES-Unterstützung des Asahi-Treibers ist wieder einmal besser als die von Apple in macOS. Der neueste Asahi-Treiber unterstützt OpenGL 4.6 und OpenGL ES 3.2, die neuesten Versionen dieser APIs. Apples macOS hingegen unterstützt nur OpenGL 4.1, das schon seit 2010 aktuell ist.

Die Entwicklerin Alyssa Rosenzweig erklärt in einem Blogbeitrag, warum die Implementierung der neueren APIs auf Apples GPUs so schwierig war. Trotz der Herausforderungen hat das Asahi-Team es geschafft, einen performanten und konformen Treiber zu entwickeln. Als Nächstes will das Team Vulkan unterstützen, eine moderne Grafik-API mit geringem Overhead. Vulkan ist in macOS nur mit Übersetzungsschichten wie MoltenVK verfügbar, die die Leistung beeinträchtigen können.

Asahi Linux ist noch nicht perfekt. Es gibt einige Funktionen, die noch nicht funktionieren, z. B. Thunderbolt und Touch ID. Trotzdem ist es eine beeindruckende Leistung, dass ein kleines Team von Entwicklern so viel erreicht hat.

Asahi Linux macht Apple Silicon Macs zu einer attraktiven Option für Linux-Benutzer. Die überlegene OpenGL-Unterstützung und die bevorstehende Vulkan-Unterstützung sind wichtige Fortschritte, die Linux auf dieser Plattform noch attraktiver machen.

Quellen:

Asahi Linux Projekt: https://asahilinux.org

Blogbeitrag von Alyssa Rosenzweig: https://rosenzweig.io/blog/conformant-gl46-on-the-m1.html


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13. Februar 2024

Mozilla steht vor einer Umstrukturierung. Wenige Tage nach der Ernennung einer neuen CEO streicht Mozilla 60 Stellen und kürzt Investitionen in manchen Bereichen, um dafür stärker in andere Bereiche zu investieren. Mozilla Hubs wird eingestellt.

Vor wenigen Tagen hat Mozilla die Ernennung von Laura Chambers als neue CEO der Mozilla Corporation angekündigt. Heute hat Mozilla die Mitarbeiter über eine Umstrukturierung informiert. Demnach werden 60 Stellen gestrichen, was in etwa fünf Prozent der Gesamtbelegschaft entsprechen soll.

So möchte Mozilla in manchen Produktbereichen weniger investieren, um sich stärker auf andere Bereiche zu konzentrieren. Am stärksten davon betroffen ist Mozilla Hubs, was im Laufe des Jahres eingestellt werden soll. Aber auch die Investitionen in die eigene Mastodon-Instanz mozilla.social, das Mozilla VPN, Firefox Relay und den letzte Woche in den USA erst gestarteten Dienst zur Entfernung persönlicher Informationen von Personen-Suchmaschinen sollen laut TechCrunch reduziert werden.

Firefox Mobile wird in einem Statement von Mozilla (via Bloomberg) explizit als Produkt genannt, welches dafür mehr Ressourcen erhalten soll. Auch das Thema Künstliche Intelligenz und KI-Integration in Firefox wird einen noch stärkeren Fokus als bisher einnehmen. Zu diesem Zweck werden die Teams, die an Pocket, Content sowie Künstliche Intelligenz / Maschinellem Lernen arbeiten, mit der Firefox-Organisation zusammengeführt.

Wie sich das Ganze konkret auswirken wird, bleibt abzuwarten. Während sich einige Firefox-Fans darüber freuen werden, dass der Browser als Hauptprodukt einmal mehr einen stärkeren Fokus erhalten soll, klingt dies gleichzeitig nach einem signifikanten Strategiewechsel, der eine Diversifizierung der Einnahmequellen nicht länger priorisiert.

Das vollständige interne Memo (via TechChrunch), übersetzte Fassung:

Zurückfahren der Investitionen in mozilla.social: Mit mozilla.social gingen wir 2023 eine große Wette ein, um eine sicherere, bessere Social-Media-Erfahrung zu schaffen, die auf Mastodon und dem Fediverse basiert. Unser anfänglicher Ansatz basierte auf der Überzeugung, dass Mozilla schnell ein großes Ausmaß erreichen muss, um die Zukunft der sozialen Medien effektiv gestalten zu können. Das war eine edle Idee, aber wir hatten Schwierigkeiten, sie umzusetzen. Wir haben mozilla.social zwar stark mit Ressourcen ausgestattet, um diese ehrgeizige Idee zu verfolgen, aber im Nachhinein betrachtet hätte uns ein bescheidenerer Ansatz ermöglicht, mit wesentlich größerer Agilität an diesem Bereich teilzunehmen. Die Maßnahmen, die wir heute ergreifen, werden diese strategische Korrektur vornehmen, indem wir mit einem viel kleineren Team arbeiten, um am Mastodon-Ökosystem teilzunehmen und kleinere Experimente schneller zu den Menschen zu bringen, die sich für die mozilla.social-Instanz entscheiden.

Schutz, Experimentieren und Identität (PXI): Wir reduzieren die Investitionen in einige unserer eigenständigen Verbraucherprodukte im Bereich Sicherheit und Datenschutz. Wir reduzieren unsere Investitionen in Marktsegmenten, die von Wettbewerbern verdrängt werden und in denen es schwierig ist, ein differenziertes Angebot zu liefern. Konkret planen wir, unsere Investitionen in VPN, Relay und Online Footprint Scrubber zu reduzieren. Wir werden weiterhin in Produkte investieren, die den Kundenbedürfnissen in wachsenden Marktsegmenten entsprechen.

Hubs: Seit Anfang 2023 haben wir eine Verschiebung des Marktes für virtuelle 3D-Welten erlebt. Mit Ausnahme von Spielen, Bildung und einer Handvoll Nischenanwendungen hat sich die Nachfrage von virtuellen 3D-Welten entfernt. Dies wirkt sich auf alle Akteure der Branche aus. Die Benutzer- und Kundenbasis von Hubs ist nicht robust genug, um den weiteren Einsatz von Ressourcen gegen den Gegenwind der ungünstigen Nachfrageverschiebung zu rechtfertigen. Wir werden den Dienst abwickeln und den Kunden einen Plan für einen geordneten Ausstieg mitteilen.

Verkleinerung des Mitarbeiterteams: In Anbetracht des Personalabbaus und des geringeren Budgets für die Mitarbeiterzahl bei MozProd wurden einige Funktionen in der Personalabteilung und anderen Support-Organisationen konsolidiert, damit wir unserem Produktportfolio das richtige Maß an Unterstützung bieten können. Optimierung unserer Organisation, um den Fokus zu schärfen.

Im Jahr 2023 begann die generative KI, die Industrielandschaft schnell zu verändern. Mozilla ergriff die Gelegenheit, vertrauenswürdige KI in Firefox einzubringen, vor allem durch die Übernahme von Fakespot und die darauf folgende Produktintegration. Darüber hinaus ist die Suche nach großartigen Inhalten immer noch ein wichtiger Anwendungsfall für das Internet. Daher werden wir als Teil der heutigen Änderungen Pocket, Content und die KI/ML-Teams, die Inhalte unterstützen, mit der Firefox-Organisation zusammenführen. Weitere Details zu den spezifischen organisatorischen Änderungen werden in Kürze folgen. Innerhalb von MozProd gibt es keine Änderungen bei MDN, Ads oder Fakespot. Auch in den Bereichen Legal/Policy, Finance & Business Operations, Marketing und Strategy & Operations gibt es keine Änderungen.

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Diese Änderung wird es der UBports Foundation ermöglichen, Fehler- und Sicherheitskorrekturen schneller als bisher bereitzustellen, um ein stabileres und zuverlässigeres Ubuntu Touch-Erlebnis zu gewährleisten.



Die UBports Foundation hat gestern angekündigt, dass sie für zukünftige OTA (Over-the-Air)-Updates für ihr mobiles Betriebssystem Ubuntu Touch zu einem Fixed-Release-Modell wechseln wird.

Vor fast einem Jahr hat die UBports Foundation das erste Ubuntu Touch OTA-Update auf Basis von Ubuntu 20.04 LTS veröffentlicht, nachdem sie jahrelang an der Migration von der Ubuntu 16.04 (Xenial Xerus) Serie gearbeitet hatte. Dieser Schritt brachte viele Vorteile für die Nutzer von Ubuntu Touch mit sich, führte aber auch einige Probleme mit sich, wie z.B. die Tatsache, dass sie keine individuellen Fehlerbehebungen oder Sicherheitslücken veröffentlichen können, ohne alle anderen Änderungen, die in der Codebasis gelandet sind, zu veröffentlichen oder die Tatsache, dass sie die Entwicklung einfrieren müssen, wenn ein neues OTA-Update erscheint.

Um diese Probleme, die durch die Umstellung von Ubuntu 16.04 auf Ubuntu 20.04, auf dem die aktuellen Ubuntu Touch-Builds basieren, zu beheben, hat die UBports Foundation einen Plan entwickelt, um zu einem Fixed-Release-Modell zu wechseln, wenn sie Ubuntu Touch auf die kommende Ubuntu 24.04 LTS (Noble Numbat) Version umstellen.

"Mit dem bevorstehenden Upgrade des Basis-Betriebssystems Ubuntu 24.04 nehmen wir die Gelegenheit wahr, unser Release-Modell zu ändern: Wir planen, auf das Fixed-Release-Modell umzustellen", so die UBports Foundation.

Diese Änderung hat keinerlei Auswirkungen auf Ubuntu Touch Nutzer. Der Wechsel zu einem Fixed-Release-Modell ermöglicht es der UBports Foundation, Fehler- und Sicherheitskorrekturen schneller als bisher bereitzustellen, um die Stabilität und Zuverlässigkeit von Ubuntu Touch zu erhöhen.

Das neue Ubuntu Touch Versionsmodell wird das Format .. verwenden, wobei die und Versionsstrings mit dem erwarteten Jahr und Monat der jeweiligen Version nummeriert und der Versionsstring bei 0 beginnt (z.B. 24.6.0), wobei Minor Releases um 1 erhöht werden.

Die UBports Foundation sagte auch, dass sie plant, alle sechs Monate ein grosses Funktionsupdate für Ubuntu Touch zu veröffentlichen und alle zwei Monate eine kleinere Version. Sie sagten auch, dass jede grössere Funktionsaktualisierung etwa einen Monat lang unterstützt wird, nachdem die nächste grössere Funktionsaktualisierung veröffentlicht wurde.

Quelle: https://ubports.com/en/blog/ubports-news-1/post/announcement-of-release-model-changes-3920


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12. Februar 2024

Stellt euch vor, ihr habt eine Menge von Servern, welche ausschließlich über IPv6-Adressen verfügen und deshalb keine Dienste nutzen können, welche nur über IPv4 bereitgestellt werden. Wer sich dies nicht vorstellen mag, findet in „IPv6… Kein Anschluss unter dieser Nummer“ ein paar Beispiele dafür.

Was kann man nun tun, damit diese IPv6-only-Hosts dennoch mit der IPv4-only-Welt kommunizieren können?

Eine mögliche Lösung ist die Nutzung eines Dualstack-Proxy-Servers. Das ist ein Server, welcher über Adressen beider Internet-Protokoll-Versionen verfügt und so stellvertretend für einen IPv6-Host mit einem IPv4-Host kommunizieren kann. Das folgende Bild veranschaulicht den Kommunikationsablauf:

Ablauf der Netzwerkkommunikation eines IPv6-Hosts mit einem IPv4-Host über einen Dualstack-Proxy-Server

Im Bild ist zu sehen:

  1. Wie IPv6-Host A eine Verbindung über IPv6 zum Proxy-Server B aufbaut und diesem bspw. die gewünschte URL mitteilt
  2. Der Proxy-Server B baut nun seinerseits eine IPv4-Verbindung zu IPv4-Host C auf, welcher die gewünschten Inhalte bereitstellt
  3. IPv4-Host C sendet seine Antwort über IPv4 an den Proxy-Server
  4. Der Proxy-Server sendet die gewünschten Inhalte anschließend via IPv6 an den IPv6-Host A zurück
Screencast zur Demonstration der Proxy-Nutzung

Das obige Video demonstriert die Nutzung eines Proxy-Servers durch den Abruf einer Demo-Seite mit curl:

  1. Mit dem host-Kommando wird gezeigt, dass für die Demo-Seite kein AAAA-Record existiert; die Seite ist also nicht via IPv6 erreichbar
  2. Mit dem ip-Kommando wird geprüft, dass der Host auf dem Interface ens18 ausschließlich über IPv6-Adressen verfügt
  3. Ohne Proxy ist die Demo-Seite nicht abrufbar
  4. Erst durch Nutzung des Proxys kann die Seite abgerufen werden

Funktioniert das auch von IPv4 nach IPv6?

Ja. Entscheidend ist, dass der verwendete Proxy beide IP-Versionen unterstützt.

Welcher Proxy ist empfehlenswert?

Der Proxy-Server muss beide IP-Versionen beherrschen. Ich persönlich bevorzuge Squid. Dieser ist in so gut wie allen Linux-Distributionen verfügbar, weit verbreitet, robust und selbstverständlich Freie Software.

Sind damit alle Herausforderungen bewältigt?

Für eine Virtualisierungs-Umgebung mit einer IPv4-Adresse und einem /64-IPv6-Netzsegment funktioniert diese Lösung gut. Sie funktioniert auch in jeder anderen Umgebung, wie gezeigt. Man beachte jedoch, dass man mit nur einem Proxy einen Single-Point-of-Failure hat. Um diesem zu begegnen, kann man Squid mit keepalived hochverfügbar gestalten.

Keepalived ist ebenfalls Freie Software. Sie kostet kein Geld, erhöht jedoch die Komplexität der Umgebung. Verfügbarkeit vs. Komplexität möge jeder Sysadmin selbst gegeneinander abwägen.

Wie mache ich meine IPv6-Dienste für IPv4-User erreichbar, die keinen Proxy haben?

Das Stichwort lautet Reverse-Proxy. Ein Artikel dazu erscheint in Kürze in diesem Blog. ;-)

Weiterführende Quellen und Links