Firefox wird standardmäßig mit mehreren Suchmaschinen ausgeliefert. Mit Perplexity hat Mozilla die Standard-Auswahl auf den Wunsch seiner Nutzer hin um eine KI-basierte Suchmaschine erweitert.
Firefox-Nutzer können praktisch jede beliebige Suchmaschine zu Firefox hinzufügen. Der Browser besitzt aber auch schon von Haus aus eine Auswahl an Suchmaschinen, die sofort zur Verfügung stehen, ohne dass der Nutzer manuelle Schritte unternehmen muss.
Nachdem sich Firefox-Nutzer schon eine Weile Perplexity als Such-Option in Firefox gewünscht hatten, hat Mozilla nun damit begonnen, die erst Ende 2022 gegründete Suchmaschine Perplexity standardmäßig als Suchoption in Firefox anzubieten. Die zunächst experimentelle Integration gilt vorerst nur für Nutzer in Deutschland, den USA sowie Großbritannien und wird für 25 Prozent der Nutzer von Firefox 139 und höher ausgerollt.
Perplexity unterscheidet sich von traditionellen Suchmaschinen dadurch, dass man nicht seitenweise Listen als Ergebnis erhält, sondern KI-basierte Antworten in natürlicher Sprache.
Der Fakespot Deep Fake Detector ist eine Firefox-Erweiterung von Mozilla, welche es dem Nutzer ermöglichen soll, mutmaßliche KI-Inhalte von Inhalten zu unterscheiden, die von echten Menschen geschaffen wurden. Nun wurde die Einstellung der Erweiterung bekannt gegeben.
Die Ende des vergangenen Jahres veröffentlichte Firefox-Erweiterung Fakespot Deep Fake Detector versucht, mit Hilfe Künstlicher Intelligenz zu erkennen, welche Website-Inhalte von einer KI erzeugt worden sind und was das Werk echter Menschen ist. Es handelt sich dabei um eine Browser-Erweiterung für Firefox, welche es erlaubt, markierten Text dahingehend zu analysieren. Alternativ kann Text auch ohne Browser-Erweiterung auf der dazugehörigen Website eingegeben werden.
Für eine bessere Zuverlässigkeit verlässt sich Mozilla dabei nicht auf ein einzelnes Modell. Mit ApolloDFT, Binocular, UAR sowie ZipPy kommen gleich vier Modelle mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen zum Einsatz, die auch beschrieben werden. Wenn es Unstimmigkeiten in der Bewertung gibt, erfährt der Nutzer, welches Modell zu welchem Ergebnis kam. Bei allen diesen Modellen handelt es sich um Open Source-Modelle, wobei ApolloDFT ein eigenes Modell von Fakespot ist.
Nun hat Mozilla bekannt gegeben, die Erweiterung am 26. Juni 2025 einzustellen. Diese Einstellung kommt erwartungsgemäß, nachdem Mozilla vor kurzem die Einstellung seines Dienstes Fakespot angekündigt hat, deren Team auch den Fakespot Deep Fake Detector entwickelte. Mit gerade einmal knapp über 3.300 aktiven Nutzern war die Erweiterung auch nicht sehr verbreitet.
Der Enterprise Policy Generator richtet sich an Administratoren von Unternehmen und Organisationen, welche Firefox konfigurieren wollen. Mit dem Enterprise Policy Generator 6.5 ist nun ein großes Update mit Unterstützung für viele zusätzliche Unternehmensrichtlinien erschienen.
Die Enterprise Policy Engine erlaubt es Administratoren, Firefox über eine Konfigurationsdatei zu konfigurieren. Der Vorteil dieser Konfigurationsdatei gegenüber Group Policy Objects (GPO) ist, dass diese Methode nicht nur auf Windows, sondern plattformübergreifend auf Windows, Apple macOS sowie Linux funktioniert.
Der Enterprise Policy Generator hilft bei der Zusammenstellung der sogenannten Enterprise Policies, sodass kein tiefergehendes Studium der Dokumentation und aller möglichen Optionen notwendig ist und sich Administratoren die gewünschten Enterprise Policies einfach zusammenklicken können.
Neuerungen vom Enterprise Policy Generator 6.5
Der Enterprise Policy Generator 6.5 bringt eine erweiterte Unterstützung von Unternehmensrichtlinien.
Die Containers-Richtlinie kann genutzt werden, um den anfänglichen Satz von Tab-Umgebungen festzulegen.
Die AllowFileSelectionDialogs-Richtlinie erlaubt das Deaktivieren von Dateiauswahldialogen.
Mittels DisableEncryptedClientHello-Richtlinie kann die Verwendung der TLS-Funktion Encrypted Client Hello (ECH) deaktiviert werden.
Die Fallback-Option wurde zur DNSOverHTTPS-Richtlinie hinzugefügt, um festzulegen, ob Firefox den Standard-DNS-Resolver verwenden soll, wenn es ein Problem mit dem sicheren DNS-Anbieter gibt.
Über die HttpAllowlist-Richtlinie können Websites konfiguriert werden, die nicht automatisch auf HTTPS umgestellt werden sollen.
Die HttpsOnlyMode-Richtlinie ermöglicht die Konfiguration des Nur-HTTPS-Modus.
Mit der PostQuantumKeyAgreementEnabled-Richtlinie kann der Post-Quanten-Schlüsselaustausch für TLS aktiviert oder deaktiviert werden.
Die TranslateEnabled-Richtlinie erlaubt das Aktivieren oder Deaktivieren der lokalen Übersetzungsfunktion von Firefox.
Die PrivateBrowsingModeAvailability-Richtlinie kann verwendet werden, um die Verfügbarkeit von privaten Fenstern festzulegen. Die Richtlinie kann nicht zusammen mit der DisablePrivateBrowsing-Richtlinie verwendet werden, beide Richtlinien schließen sich gegenseitig aus.
Zur UserMessaging-Richtlinie wurde die FirefoxLabs-Option hinzugefügt, um den Abschnitt „Firefox Labs“ in den Firefox-Einstellungen zu aktivieren oder zu deaktivieren.
Es wurde die Unterstützung für die MicrosoftEntraSSO-Richtlinie hinzugefügt, um Single Sign-On für Microsoft Entra-Konten zu ermöglichen.
Die Preferences-Richtlinie wurde um die Unterstützung der Optionen identity.fxaccounts.toolbar.* und security.block_fileuri_script_with_wrong_mime erweitert.
Die ExtensionSettings-Richtlinie unterstützt jetzt auch die private_browsing-Option, um zu konfigurieren, ob eine Erweiterung in privaten Fenstern aktiviert werden soll.
Die SearchEngines-Richtlinie steht nicht länger ausschließlich für Firefox ESR zur Verfügung.
Über die DisabledCiphers-Richtlinie können weitere kryptographische Chiffren deaktiviert werden.
Die Unterstützung der WhatsNew-Option wurde aus der UserMessaging-Richtlinie und auch aus bestehenden Konfigurationen entfernt.
Im Beschreibungstext der Certificates|Install-Richtlinie wurde die falsche Umgebungsvariable für Windows in der Beschreibung korrigiert.
Die Formulierung für die Richtlinien AutofillAddressEnabled und AutofillCreditCardEnabled wurde verbessert.
Ebenfalls aktualisiert wurde die russische Übersetzung der Erweiterung.
Ausblick
Mit diesem Update unterstützt der Enterprise Policy Generator nun fast alle von Firefox unterstützten Unternehmensrichtlinien. Mit dem Enterprise Policy Generator 6.6 wird als Nächstes ein Update erscheinen, welches die Unterstützung für die ContentAnalysis-Richtlinie ergänzen und die Unterstützung für die DisablePocket-Richtlinie entfernen wird. Außerdem wird das Update kleinere Verbesserungen unter der Haube bringen.
Der Enterprise Policy Generator 6.6 wird die letzte Version sein, welche in Firefox 115 genutzt werden kann. Mindestanforderung für den Enterprise Policy Generator 7.0 wird Firefox 128 sein.
Entwicklung unterstützen
Wer die Entwicklung des Add-ons unterstützen möchte, kann dies tun, indem er der Welt vom Enterprise Policy Generator erzählt und die Erweiterung auf addons.mozilla.org bewertet. Auch würde ich mich sehr über eine kleine Spende freuen, welche es mir ermöglicht, weitere Zeit in die Entwicklung des Add-on zu investieren, um zusätzliche Features zu implementieren.
Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 139.0.2 ein Sicherheits-Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.
Neuerungen von Thunderbird 139.0.2
Mit Thunderbird 139.0.2 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht. Die neue Version behebt eine Sicherheitslücke sowie einen weiteren Fehler der Vorgängerversion.
Ende April 2025 beendete TTRSS den Support für MYSQL bzw MariaSQL und ist komplett auf PostgreSQL und Docker umgestiegen.
Diese Info hatte ich leider nicht gesehen, als ich ein Update mit git Pull gemacht hatte und dann schliesslich verzweifelt nach der Lösung diesen Fehlers das Internet erfolglos leer gelesen habe:
Exception while creating PDO object:could not find driver
Um die Aktualisierung mit git wieder rückgängig zu machen, beziehungsweise auf den Stand eines bestimmten Datums zu kommen, musste ich folgenden Befehl eingeben
Nun muss ich mir überlegen, ob ich noch zusätzlich ein PostgreSQL installieren will, oder mich nach einem anderen RSS Server umschaue. TTRSS war absolut ideal für mich .. das tut weh!
Mozilla hat Firefox 139.0.4 für Windows, macOS und Linux veröffentlicht. Firefox 139.0.2 und Firefox 139.0.3 wurden für diese Plattformen übersprungen, da diese Versionsnummern Android-Updates vorbehalten waren.
Firefox 139.0.4 behebt zwei Sicherheitslücken. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update daher für alle Nutzer empfohlen.
Darüber hinaus behebt Firefox 139.0.4 ein Problem, welches auf Windows und macOS unter bestimmten Umständen zu einem Einfrieren des Browsers führen konnte.
Ein Problem bei der Auswahl von Dropdown-Optionen in den Firefox-Einstellungen wurde behoben, wenn diese über die Suche ausgewählt worden sind.
Behoben wurden außerdem Probleme mit der Textauswahl über einen Dreifachklick.
Unter Windows wurden Bilder, die als Hintergrundbild gespeichert worden sind, nicht länger mit einem Dateinamen gespeichert.
Ebenfalls nur unter Windows konnten Benachrichtigungen in einer Nicht-Standard-Konfiguration in der falschen Bildschirmecke angezeigt werden.
Wenn Ports aus Sicherheitsgründen blockiert werden müssen, ist dies nun aus der Ferne ohne Verteilung eines Firefox-Updates möglich.
Eine mögliche Absturzursache beim Besuch von Websites, welche JSON-Module nutzen, wurde behoben.
Das Problem, dass keine Anbieter für DNS over HTTPS in den Einstellungen zur Verfügung stehen, wenn die Aktualisierung der Anbieter fehlschlägt, wurde behoben.
Außerdem gab es noch Korrekturen für zwei zukünftige Experimente, zum einen für die Anzeige eines QR-Codes auf der Firefox-Startseite zum Download des Android- / iOS-Browsers, zum anderen für die Anzeige einer Infoleiste bezüglich der Nutzungsbedingungen von Firefox.
Orbit by Mozilla ist eine Firefox-Erweiterung von Mozilla, welche den Browser um einen KI-Assistenten erweitert, der Texte und Videos zusammenfassen kann und dabei die Privatsphäre der Nutzer respektiert. Nun wurde die Einstellung der experimentellen Erweiterung bekannt gegeben. Einen Ersatz gibt es nativ in Firefox.
Die Ende des vergangenen Jahres veröffentlichte Firefox-Erweiterung Orbit by Mozilla legt standardmäßig ein grafisches Element über alle Websites, welches aber auch an eine beliebige andere Stelle gezogen werden kann. Fährt man mit der Maus über das Element, hat man die Optionen, sich den Inhalt der aktuellen Seite zusammenfassen zu lassen oder einen Chatbot zum Inhalt zu befragen. Nun hat Mozilla bekannt gegeben, die experimentelle Erweiterung, deren Website auch Stand heute noch eine sichtbare Beta-Kennzeichnung besitzt, am 26. Juni 2025 einzustellen.
Eine Alternative befindet sich aber bereits in Firefox. So besitzt Firefox eine Chatbot-Integration, welche standardmäßig Google Gemini, ChatGPT, HuggingChat, Anthropic Claude sowie Le Chat Mistral zur Auswahl stellt. Aber auch weitere Chatbots wie Microsoft Copilot können aktiviert werden.
Über die Firefox-Sidebar können beliebige Fragen gestellt werden. Es gibt aber auch von Haus aus vorgefertigte „Prompts“, welche über das Kontextmenü erreicht werden können, inklusive der Option, sich den Inhalt der Website zusammenfassen zu lassen – also genau das, was Orbit macht. Und wie Orbit funktioniert auch die in Firefox nativ integrierte Funktion für PDF-Dateien und die Transkriptionen von Videos.
Mozilla arbeitet aktuell daran, die Funktion zum Zusammenfassen mehr in den Vordergrund zu rücken. So bekommt die Chatbot-Sidebar eine prominent sichtbare Schaltfläche zum Zusammenfassen, das Kontextmenü wird überarbeitet und auch über die Tabs zugänglich gemacht.