staging.inyokaproject.org

2026 Woche 25

20. Juni 2026

Mozilla hat Version 2.38 seiner VPN-Clients für das Mozilla VPN veröffentlicht. Die neue Version bringt unter anderem ein Startbildschirm-Widget für iOS.

Mit dem Mozilla VPN bietet Mozilla in Zusammenarbeit mit Mullvad sein eigenes Virtual Private Network an und verspricht neben einer sehr einfachen Bedienung eine durch das moderne und schlanke WireGuard-Protokoll schnelle Performance, Sicherheit sowie Privatsphäre: Weder werden Nutzungsdaten geloggt noch mit einer externen Analysefirma zusammengearbeitet, um Nutzungsprofile zu erstellen.

Jetzt Mozilla VPN nutzen

Die Neuerungen vom Mozilla VPN 2.38

Nachdem es bereits mit dem Mozilla VPN 2.37 ein paar Neuerungen speziell für iOS gab, macht Mozilla mit dem Mozilla VPN 2.38 dort weiter: Ab sofort gibt es ein Widget in zwei möglichen Größen, um das VPN über den Startbildschirm ein- und ausschalten zu können.

Beim Senden einer Support-Anfrage aus der Anwendung heraus gibt es nun eine zusätzliche Checkbox, um das Mitsenden von Logs aktivieren oder deaktivieren zu können.

Ansonsten bringt das Update auch wieder Fehlerbehebungen und Verbesserungen unter der Haube.

Der Beitrag Mozilla VPN 2.38 veröffentlicht erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Meine primäre Programmiersprache ist schon sehr lange Python. Ich bin kein Softwareentwickler; dennoch liefere ich damit gut funktionierenden Code und damit auch Lösungen — meist Plugins/Module für bestehende Komponenten, aber auch mal ein Backend für IoT-Devices. Das meiste davon entstand im Rahmen meiner Erwerbsarbeit und steht daher unter NDA.

hello_world.go

Schon länger besteht jedoch der Wunsch, eine weitere Programmiersprache zu können, weshalb ich mir Gedanken über meine Anforderungen an eine neue Programmiersprache gemacht habe:

  • Die Sprache sollte kompiliert werden müssen; es sollte also keine Skriptsprache mehr sein.
  • Die Sprache sollte statisch typisiert sein.
  • Die Sprache sollte plattformübergreifend, zumindest aber auf Linux und macOS gut lauffähig sein.
  • Die Sprache sollte architekturübergreifend, inkl. Cross-Compiling, verwendbar sein. Ich möchte also auch in der Lage sein, auf einer Intel- oder AMD-CPU Binaries für ARM zu bauen.

Evaluiert habe ich folgende Programmiersprachen, jeweils eine Woche. Meine Testaufgabe waren lediglich ein paar einfache REST-API-Aufrufe und das damit verbundene Parsen von JSON.

  • Rust: Alle reden davon, ich wollte es also auch mal wissen. Um ehrlich zu sein, war mir die Einstiegshürde (von Python kommend) zu hoch; gleichzeitig empfand ich das Tooling als wenig attraktiv, und mir fehlte das von Python gewohnte “Batteries included”. Rust ist sicher eine hervorragende Programmiersprache, aber eben doch nicht meine.
  • C: Im Hackerspace- und CCC-Umfeld wird häufig C verwendet, was naheliegend ist für die vielen ESP32, die überall herumliegen. Die Lernkurve war zumindest anfangs noch ganz OK; allerdings empfand ich das Tooling als eher altertümlich und auch das “Batteries included” fehlte mir wieder. Dazu kommen noch die diversen footguns, die die sichere Verwendung dieser alten Sprache nicht gerade einfacher machen.
  • Go: Bekannt vor allem durch das ganze Container- und DevOps-Tooling war natürlich auch Go eine Sprache, die in Betracht kam. Im Vergleich zu Rust oder C konnte ich mich recht schnell an das Tooling gewöhnen. Von Python kommend wirkt Go fast schon wie eine Low-Level-Programmiersprache. Gefallen hat mir auch, dass es wieder “Batteries included” gibt.

So war die Entscheidung schnell gefallen: Es sollte Go werden. Nicht evaluiert habe ich Zig, was sicher auch eine gute Programmiersprache ist; zum Zeitpunkt der Entdeckung hatte ich mich jedoch bereits entschieden.

“Learning by Doing”

Learning by Doing ist sehr effizient, vor allem, da man dabei auch viele Fehler macht und daraus lernt.

Zuerst habe ich die meisten privat laufenden Python-Tools durch neue Implementierungen in Go ersetzt. Dies umfasst diverse Prometheus-Exporter, aber auch das angepasste Lademanagement, welches mein EVCC “optimiert”.

Aufgefallen ist mir dabei unter anderem, wie viel kleiner meine Container wurden: in einem Fall ging es von ca. 300 MiB auf ca. 15 MiB herunter — das ist ordentlich.

Die (oft) deutlich bessere Performance von Go spielte hier nur selten eine Rolle; nichts, was ich privat betreibe, läuft im Maßstab von Google, Cloudflare oder Amazon.

Unerwartet schnell habe ich gelernt, dass Fehler auch Freunde sind (Go hat ein sehr explizites Error-Handling) und dass Exceptions weniger nett sind, als das Konzept zunächst klingt.

Dokumentation

Neben A Tour of Go empfand ich vor allem Go by Example als sehr hilfreich. Die offizielle Dokumentation der Sprache ist ebenfalls sehr gut und verständlich.

Bücher

Der nächste Schritt war dann ein Deep Dive in Form von Abendlektüre und beinhaltete zwei Bücher, die ich hier kurz vorstellen möchte.

Learning Go: An Idiomatic Approach to Real-World Go Programming (English Edition)

Vor allem, wenn man von einer anderen Sprache kommt, ist dieses Buch sehr hilfreich, da es zeigt, wie man idiomatischen Code erstellt, der auch zu den Patterns der Sprache passt.

Zu oft ist es mir passiert, dass ich versucht habe, “pythonic” Code zu schreiben, obwohl ich jetzt auf Go unterwegs bin, wo Dinge eben anders getan werden sollten oder sogar müssen.

Effektiv habe ich das Buch am Abend in einer Woche komplett verschlungen; es ist meiner Ansicht nach jeden Cent wert.

100 Go Mistakes and How to Avoid Them (English Edition)

Wie schon weiter oben erwähnt: Aus Fehlern lernt man. Und der Autor dieses Buches hat mindestens 100 Fehler sehr oft gemacht, sodass ich direkt vom Profi lernen kann.

Das Buch ist eine sehr gute Ergänzung, da man im einen Buch über idiomatischen Code lernt, wie Code aussehen sollte, und in diesem hier, wie genau er nicht aussehen sollte.

Zugegeben: ca. ein Drittel der genannten Fehler wären mir auch ohne Kenntnisse der Sprache aufgefallen; bei wiederum anderen wäre ich direkt in das offene Messer gelaufen.

AI / KI

Zum Lernen habe ich auch KI-generierte Inhalte verwendet. Anfangs hatte ich in meinem Editor (Visual Studio Code) noch Copilot aktiviert, aber zumindest auf dem privaten PC wurde diese Erweiterung nach einigen Tests deinstalliert.

Man lernt nicht oder nur sehr langsam, wenn einem die KI immer die “beste” Lösung vorschlägt, und manchmal läuft man auch einen komplett falschen Pfad entlang.

Mittlerweile verwende ich nur noch OpenCode und beziehe ein paar Tokens durch OpenRouter. Hin und wieder hilft mir auch Perplexity bei der Recherche.

KI darf privat meinen Code nur noch reviewen oder mir in bestimmten Fällen etwas Unterstützung geben. Meist reichen die Reviews aus, um meinen Code zu verbessern. Agenten sollen privat keinen Code für mich schreiben. Ich möchte den Lerneffekt mitnehmen, die Basics verstehen und in Fallen laufen. Scheitern ist Teil des Weges.

Fazit

Go macht mir sehr viel Spaß, und ich konnte das neue Wissen auch schon im beruflichen Kontext umsetzen. Der Blick über den Python-Tellerrand hat mir gut getan.

18. Juni 2026

Mozilla hat Firefox 152.0.1 veröffentlicht und behebt damit unter anderem Abstürze auf Systemen mit Intel Raptor Lake Prozessoren.

Download Mozilla Firefox 152.0.1

Nur zwei Tage nach Veröffentlichung von Firefox 152 hat Mozilla Firefox 152.0.1 veröffentlicht. Behoben werden damit Abstürze, welche – wieder einmal – nur auf Systemen mit einer Raptor Lake CPU von Intel auftreten. Damit wiederholt sich eine Geschichte, die es bereits mit Firefox 151 gab. Es handelt sich hierbei allerdings nicht um das gleiche Problem. Die Raptor Lake Familie von Intel ist leider bekannt als Ursache für massive Stabilitätsprobleme, was Software-Hersteller immer wieder zu Workarounds zwingt.

Außerdem wurde eine weitere potenzielle Absturzursache unter Windows behoben und ein Problem unter macOS wurde korrigiert, bei dem die Auswahl einer PDF-Option, wie beispielsweise „Als PDF speichern“, im Systemdruckdialog dazu führte, dass der Druckauftrag an den Drucker gesendet wurde, anstatt eine Datei zu speichern.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 152.0.1 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

17. Juni 2026

Mozilla hat Firefox 152 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Neue Oberfläche für Firefox-Einstellungen

Die Firefox-Einstellungen erstrahlen in neuem Glanz. Doch nicht nur optisch hat sich etwas getan. Auch die Implementierung unter der Haube wurde erneuert und aus Nutzersicht relevant: Die Einstellungen wurden neu strukturiert mit deutlich mehr Kategorien als vorher, womit es einfacher sein sollte, die gewünschte Option zu finden.

Firefox 152 Firefox 152

Sonstige Endnutzer-Neuerungen in Firefox 152

Wird eine Website mit blockierten Trackern in einem privaten Fenster neu geladen, erscheint eine neue Infoleiste, welche die Option anbietet, die strengeren Schutzmaßnahmen temporär aufzuheben.

Wenn der Download einer PDF-Datei oder einer anderen Datei, die Firefox direkt öffnet, abgeschlossen ist, wird diese nun in einem Hintergrund-Tab geöffnet, falls bereits ein Wechsel zu einem anderen Tab erfolgte oder die ursprüngliche Seite geschlossen wurde.

Das Vergrößern oder Verkleinern von Websites mittels Tastatur oder Maus erfolgt nun in kleineren Schritten.

Über die Eingabe von „stumm” in die Adressleiste kann eine neue Schnellaktion erreicht werden, um alle Tabs mit aktiver Audio-Wiedergabe stumm zu schalten.

Über Menü → Weitere Werkzeuge → Symbolleiste anpassen … lässt sich eine neue Schaltfläche zur Oberfläche hinzufügen, um den aktiven Tab an ein anderes Gerät zu senden.

In der Sidebar „Tabs von anderen Geräten“ können Tabs nun über das Kontextmenü in einem neuen Tab geöffnet werden.

Das Kontextmenü für Tabs beinhaltet nun auch für nicht angemeldete Nutzer einen Eintrag, um Tabs an andere Geräte zu setzen, worüber man dann zur Anmeldung für die Synchronisation gelangt.

Auf Windows und Linux gibt es im Kontextmenü von Tabs einen neuen Eintrag Teilen → Link kopieren, um Links von Tabs teilen zu können, ohne den Tab dafür wechseln zu müssen.

Für die Widevine-Wiedergabe wird nun bevorzugt der jeweilige Plattform-Decoder anstelle des Standard-Decoders von Widevine genutzt, welcher ein Hardware-Decoder sein kann und damit eine bessere Performance sowie HDR-Unterstützung bringt.

Die Übersetzungsfunktion steht nun auch für die Sprachen Baskisch und Galicisch zur Verfügung.

Firefox-Versionen in Kroatisch, Englisch (Großbritannien), Georgisch, Persisch, Slowenisch, Tadschikisch, Tamil, Tibetisch, Türkisch, Walisisch und Xhosa werden nun von Haus aus mit einem integrierten Wörterbuch für die Rechtschreibprüfung ausgeliefert, ohne dass dieses manuell installiert werden muss.

In den Einstellungen der Entwickerwerkzeuge gibt es eine neue Option, um die Anzeige von Kommentaren im Inspektor ein- oder auszuschalten.

Die Illustrationen auf den Netzwerk-Fehlerseiten wurden durch das neue ersetzt, die das neue Kit-Maskottchen von Mozilla zeigen.

Sogenannte Taskbar-Tabs nutzen jetzt die vom Website-Entwickler in einem Manifest definierten Symbole, sofern vorhanden.

Firefox unterstützt nicht länger eine Migration von Daten aus dem alten Edge Browser, bevor dieser auf Chromium basierte.

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Auch in Firefox 152 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 152 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Verbesserungen der Webplattform

Über den Abschnitt „Firefox Labs” in den Einstellungen lässt sich eine experimentelle Unterstützung des Bildformats JPEG XL aktivieren.

Datei-Uploadfelder mit accept="image/*" akzeptieren nun auch *.avif und *.jxl-Dateien.

Firefox unterstützt nun die Funktion „WebAuthn Related Origin Request“, die Anmeldeabläufe vereinfacht, indem Passkeys von mehreren Domains aus verwendet werden können.

Web-Benachrichtigungen unterstützen jetzt die Eigenschaft actions, um diese mit Aktionsschaltflächen versehen zu können. Diese werden als Schaltflächen unterhalb des Benachrichtigungstextes oder in der Optionsliste unter macOS angezeigt.

Die CSS-Eigenschaft field-sizing wird unterstützt, womit Formularsteuerelemente die Größe an ihren Inhalt anpassen können.

Dies war nur eine kleine Auswahl. Auch für Entwickler von Firefox-Erweiterungen gab es Änderungen. Weitere Verbesserungen der Webplattform und für Erweiterungsentwickler lassen sich wie immer in den MDN Web Docs nachlesen.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 152 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Beim Spielen ist eine Ungereimtheit aufgefallen. Wer einen anderen Spieler angreift, kann das von überall tun. Standort egal, das Gefecht passiert sofort. Wer dagegen einen fremden Planeten erobern will, muss erst in das betreffende System reisen. Zwei Angriffsarten, zwei verschiedene Regeln.

Das ist eher zufällig so gewachsen als bewusst entworfen. Für Season 3 wollen wir das vereinheitlichen, und ihr entscheidet wie.

Es gibt drei Möglichkeiten:

1. Wie bisher
Spieler greift man von überall an, Planeten nur vor Ort. Die bekannte Mischung bleibt.

2. Immer hinfliegen
Jeder Angriff setzt voraus, dass du im selben System wie dein Ziel stehst. Auch um einen Spieler anzugreifen, musst du erst zu ihm reisen. Mehr Bewegung, mehr Taktik, mehr Aufklärung nötig.

3. Alles von überall
Auch Planeten lassen sich ohne Anreise erobern. Bequem, aber das Reisen verliert an Bedeutung.

Die Abstimmung läuft im Spiel unter dem Menüpunkt “Abstimmungen”. Das Ergebnis gilt für Season 3, die aktuelle Runde bleibt unverändert. Season 2 neigt sich ohnehin dem Ende zu, also stimmt am besten jetzt ab, solange ihr noch im Spiel seid.

16. Juni 2026

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 152 eine neue Version seines Open Source E-Mail-Clients für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 152

Mit Thunderbird 152 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht. Die neue Version bringt kleinere Verbesserungen und eine ganze Reihe von Fehlerkorrekturen, welche sich wie immer in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen. Auch Sicherheitslücken wurden im neuesten Update wieder behoben.

Der Beitrag Thunderbird 152 veröffentlicht erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

15. Juni 2026

Remote System mit NixOS installlieren, aber dabei die manuelle Interaktion mit dem Remote-Host reduzieren.



In diesem Beitrag möchte ich ein Remote-System mit NixOS installieren, aber dabei die manuelle Interaktion mit dem Remote-Host reduzieren, d. h., ich will kein manuelles Set-up direkt am Zielsystem durchführen.

Grundsätzliches Vorgehen

Die ersten 3 Schritte sind im Wesentlichen dieselben wie bei einer manuellen Installation – ich muss das Zielsystem vorbereiten:

  1. Aktuelles ISO-Image herunterladen
  2. Image auf einen USB-Stick brennen
  3. Notebook vom USB-Stick booten

Der nächste Schritt ist entscheidend: Ein mit USB-Stick gestartetes Zielsystem hat SSH aktiv. Leider ist für weder root noch den Standardbenutzer nixos ein Passwort gesetzt. Wenn man das Image von der Website verwendet, muss man kurz am Remote-System eingreifen und sudo passwd nixos oder sudo passwd root ausführen.

Manuelles Passwort-Setzen auf dem Remote-Rechner vermeiden

Anstatt das Standard-NixOS-ISO zu verwenden, kann man ein benutzerdefiniertes ISO erstellen, das bereits den eigenen öffentlichen SSH-Schlüssel enthält. Wenn das Notebook von diesem USB-Stick bootet, startet es automatisch den SSH-Daemon und vertraut dem eigenen Schlüssel.

Das lässt sich mit nixos-generators bewerkstelligen. Folgendes auf dem lokalen Rechner (von dem aus Nix-Befehle ausgeführt werden) hinzufügen:

nix run github:nix-community/nixos-generators -- \
  --format iso \
  --configuration '{ ... }: {
    users.users.nixos.openssh.authorizedKeys.keys = [ "ssh-ed25519 AAA..." ];
  }'

Das habe ich selbst noch nicht getestet.

Die Konfiguration erstellen

Angenommen, wir haben nun ein laufendes Remote-System mit einem Admin-Passwort. Bevor wir beginnen können, benötigen wir eine Konfiguration. Neben der Systemkonfiguration (Bootloader usw.) benötigen wir auch die Festplattenkonfiguration. Dafür verwenden wir disko – ein Werkzeug, das es erlaubt, das Festplatten-Layout (Partitionen, LVM, LUKS, Dateisysteme) in einer .nix-Datei zu beschreiben.

  disko.devices = {
    disk = {
      main = {
        device = "/dev/sdb";
        type = "disk";
        content = {
          type = "gpt";
          partitions = {
            ESP = {
              size = "500M";
              type = "EF00";
              content = {
                type = "filesystem";
                format = "vfat";
                mountpoint = "/boot";
                mountOptions = [ "umask=0077" ];
              };
            };
            root = {
              end = "-1G";
              content = {
                type = "filesystem";
                format = "ext4";
                mountpoint = "/";
              };
            };
            plainSwap = {
              size = "100%";
              content = {
                type = "swap";
                discardPolicy = "both";
                resumeDevice = true; # Ruhezustand von diesem Gerät fortsetzen
              };
            };
          };
        };
      };
    };
  };
}

Im GitHub-Repository von disko finden sich viele verschiedene Beispiele für komplexere Set-ups. Für mein Homelab reicht es einfach: Ich brauche nur eine Boot-Partition, eine Swap-Partition und die Root-Partition.

Das zweite benötigte Werkzeug ist nixos-anywhere – ein Tool, das die Installation von NixOS auf beliebigen Maschinen über SSH ermöglicht. Es setzt lediglich voraus, dass die Zielmaschine von einem Linux-Installer (wie einem NixOS-ISO) gebootet ist und SSH-Zugang besteht.

Ich passe meine flake.nix ⁣entsprechendan, um den neuen Host zu installieren. Einfachheitshalber zeige ich hier eine vereinfachte Version:

{
  inputs = {
    nixpkgs.url = "github:NixOS/nixpkgs/nixos-25.11";
    disko.url = "github:nix-community/disko";
    disko.inputs.nixpkgs.follows = "nixpkgs";
  };

  outputs = { self, nixpkgs, disko, ... }: {
    nixosConfigurations.lenovo = nixpkgs.lib.nixosSystem {
      system = "x86_64-linux";
      modules = [
        disko.nixosModules.disko
        ./hosts/lenovo
        ./profiles/server
      ];
    };
  };
}

Das Verzeichnis hosts/lenovo enthält die hostspezifische Konfiguration einschließlich der Disko-Konfiguration. Die default.nix sieht so aus:

{ pkgs, ... }: {
  imports = [
    ./hardware.nix
    ./disko.nix
  ];
}

Die hardware.nix wiederum sieht folgendermaßen aus:

{ config, lib, pkgs,  modulesPath, ... }:

{
  imports =
    [ (modulesPath + "/installer/scan/not-detected.nix")
    ];

  boot.loader = {
    systemd-boot.enable = true;
    efi.canTouchEfiVariables = true;
  };

  boot.initrd.availableKernelModules = [ "xhci_pci" "ahci" "nvme" "usb_storage" "sd_mod" "rtsx_pci_sdmmc" ];
  boot.initrd.kernelModules = [ ];
  boot.kernelModules = [ "kvm-intel" ];
  boot.extraModulePackages = [ ];
}

Unter profiles/server befinden sich gemeinsame Netzwerkkonfigurationen usw., die für alle „Server" gelten.

Die Installation durchführen

Mit der gesamten Konfiguration an Ort und Stelle können wir die Installation anstoßen. Da der Host per DHCP eine IP-Adresse erhalten hat, muss diese zunächst herausgefunden werden. Danach kann folgender Befehl ausgeführt werden:

nix run github:nix-community/nixos-anywhere -- \
  --flake .#lenovo \
  root@

Folgendes passiert nun:

  1. SSH-Verbindung: nixos-anywhere verbindet sich mit dem Ziel.
  2. Partitionierung: Disko wird verwendet, um die Festplatte zu löschen und Partitionen exakt wie definiert anzulegen.
  3. Installation: Das Flake wird lokal gebaut und das System auf das Ziel kopiert.
  4. Neustart: Nach Abschluss startet die Maschine neu und bootet das frisch und perfekt konfigurierte NixOS.

Nun haben wir ein vollständig funktionierendes Remote-System.

Abschluss

Es gibt einige Dinge, die man bedenken sollte:

  1. Wer nix-sops verwendet, sollte auch den Host-Schlüssel zur .sops.yaml⁣⁣⁣hinzufügen, wie in meinem letzten Beitrag beschrieben.

  2. Sicherstellen, dass SSH keine Passwort-Authentifizierung erlaubt:

    # OpenSSH-Server aktivieren.
    services.sshd.enable = true;
    services.openssh.settings = {
      PasswordAuthentication = false;
      PermitRootLogin = "no";
    };
  3. Die Standard-Benutzerkonten root und nixos absichern:

    • Für nixos wird ein Passwort gesetzt und SSH-Schlüssel hinzugefügt:

      users.users.nixos = {
       isNormalUser = true;
       extraGroups = [
         "wheel"
         "networkmanager"
         "video"
       ];
       hashedPasswordFile = config.sops.secrets.default_password.path;
       # Den leeren String-Fallback deaktivieren
       initialHashedPassword = lib.mkForce null;
       openssh.authorizedKeys.keys = [
         "ssh-ed25519 AAAAC3NzaC1lZDI1NTE5AAAAIOrOn3Kj/+ztMtQAaq4pVvXgTsIs1ZOqQDbsA+nJMuRM nixos@homelab from clawfinger"
         "ssh-ed25519 AAAAC3NzaC1lZDI1NTE5AAAAIFTCwPNpVjW6R9vqpKgNSWgGS5hZMZcHwexAMl7E/OI2 nixos@homelab from clawfinger"
       ];
      };
    • root wird vollständig für den Log-in gesperrt und ebenfalls mit einem Passwort versehen:

      users.users.root = {
      openssh.authorizedKeys.keys = lib.mkForce [ ];
      hashedPasswordFile = config.sops.secrets.default_root_password.path;
      };

Fazit und Ausblick

Dieser Workflow ist ein Gamechanger für mein Homelab. Ich kann meine Server jetzt von Grund auf neu installieren, ohne jemals eine direkt angeschlossene Tastatur anfassen zu müssen.

Quellen:
im Haupttext

Titelbild: https://hdqwalls.com/linux-nixos-wallpaper


GNU/Linux.ch ist ein Community-Projekt. Bei uns kannst du nicht nur mitlesen, sondern auch selbst aktiv werden. Wir freuen uns, wenn du mit uns über die Artikel in unseren Chat-Gruppen oder im Fediverse diskutierst. Auch du selbst kannst Autor werden. Reiche uns deinen Artikelvorschlag über das Formular auf unserer Webseite ein.

Ein Wohnmobil, drei Reisende, vier Tage und fünf internetfähige Geräte (von denen wir wissen). Diese bilden den Rahmen für den zweiten Erfahrungsbericht zu meinem Reise-Router GL.iNet GL-A1300 mit OpenWrt und Travelmate.

Nach unserem Kurzurlaub habe ich meine Frau gefragt, ob sie den kleinen Reise-Router nützlich fand. Die Antwort war ein klares Ja. Es hat ihr gefallen, dass wir den kleinen Router nur mit einem USB-Anschluss versorgen und mit einem Uplink verbinden mussten und alle unsere internetfähigen Geräte waren ohne weitere Konfiguration wieder online. Das freut mich sehr, denn genau dies war der erhoffte Effekt.

Mir ist aufgefallen, dass ich das LuCI-Webinterface nicht mit den Webbrowsern meines Android-Smartphones aufrufen kann, mit denen meines Android-Tablets aber schon. Ich nutze auf beiden Firefox und Firefox Klar. Falls jemand eine Erklärung, für dieses Mysterium hat, freue ich mich über einen Kommentar.

AdBlock Fast klemmte zu Beginn. Ein apk update gefolgt von einem apk upgrade auf der CLI löste das Problem jedoch schnell in Luft auf.

An Plätzen, an denen kein Uplink-WLAN verfügbar war, habe ich den mobilen Hostspot meines Smartphones als Uplink benutzt. Auch dies hat gut funktioniert. Da sich das Smartphone meist in meiner Hosentasche befindet, habe ich mich einige Male damit aus der Reichtweite des Reise-Routers entfernt. Dramatisch war auch dies nicht, wurde jedoch umgehend durch humanoide Überwachungssysteme angezeigt. ;-)

Natürlich hat GL.iNet mit dem Mudi 7 (GL-E5800) auch für dieses Luxusproblem eine Lösung im Angebot. Allerdings sind mir die ca. 425 Euro für diesen Luxus etwas zu viel. Kennt ihr Alternativen, die über ähnliche Funktionen verfügen? Also klein, kompakt und fähig eine SIM-Karte zu tragen? Dann teilt diese doch bitte in den Kommentaren.

Der Reise-Router hat sich während einer Dienstreise und einer viertägigen Urlaubsreise bewährt und wird uns bzw. mich auch zukünftig auf diesen Reisen begleiten.