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2026 Woche 31

31. Juli 2026

Mozilla hat Version 2.39 seiner VPN-Clients für das Mozilla VPN veröffentlicht.

Mit dem Mozilla VPN bietet Mozilla in Zusammenarbeit mit Mullvad sein eigenes Virtual Private Network an und verspricht neben einer sehr einfachen Bedienung eine durch das moderne und schlanke WireGuard-Protokoll schnelle Performance, Sicherheit sowie Privatsphäre: Weder werden Nutzungsdaten geloggt noch mit einer externen Analysefirma zusammengearbeitet, um Nutzungsprofile zu erstellen.

Jetzt Mozilla VPN nutzen

Die Neuerungen vom Mozilla VPN 2.39

Das Mozilla VPN 2.39 bringt weitere optionale Widgets für iOS. Auch auf Windows werden jetzt Nur-IPv6-Netzwerke unterstützt. Für eine einfachere Fehlerdiagnose wurde das Logging auf macOS verbessert. Ansonsten bringt das Update auch wieder Fehlerbehebungen und Verbesserungen unter der Haube.

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Wenn ich mir überlege, dass die heutige Generation Tablet gar nicht mehr in den Kontakt mit Dateisystemen kommt, keine ausführbaren Dateien kennt und nun auch auf Android vom Sideloading befreit wird, sehe ich auch ein Stück Computergeschichte verloren: Die Zeit der Virenscanner. Diese waren in den 2000ern kaum wegzudenken. Viele der verbreiteten Scanner verwandelten sich dann irgendewann zu Bloatware und ab 2015 mit dem Aufkommen von Windows Defender und dem Siegeszug der mobilen Endgeräte verschwanden sie allmählich in ihrer bisherigen Form. Viele der AV-Hersteller haben sich dann auf Endpoint Security und Mobile Device Management konzentriert. Auf den beiden großen mobilen Plattformen iOS und Android gibt es durch das Sandboxing und die regulierte App-Verteilung sowieso Bedingungen, unter denen das Konzept des Virenscanners einfach nicht mehr funktioniert.

Was aber auch zur goldenen Ära der Virenscanner dazugehörte, war das Argument, dass es Viren auf Linux nahezu nicht gäbe. Das System habe von Haus eine strikte Rechtevergabe und da die Verbreitung des Systems im geringen Prozentbereich liegt, ist es für Angreifer schlicht zu irrelevant für die Entwicklung, als dass es ein lohnenswertes Ziel sei.

AUR

Diese Erklärung greift allerdings zu kurz, wenn wir die aktuellen Beobachtungen im Arch User Repository (AUR) einbeziehen. Angriffswellen in bisher beispiellosem Ausmaß zwangen das Projekt bereits, die Registrierung neuer Benutzer abzuschalten. Am 13. Juli wurde die Nutzerregistrierung zwar wieder erlaubt, aber die Gegenmaßnahmen erwiesen sich in der ersten Iteration als wirkungslos. Aktuell wurde die Übernahme von Paketen deaktiviert, da legitime AUR-Pakete immer mehr von Malware befallen werden.

Das Konzept von Arch Linux, die Paketbereitstellung in die „offiziellen Repositories“ von den vertrauenswürdigen Entwicklung und in eine freie Skriptesammlung (AUR) zu unterteilen, erweist sich rückblickend als gute Entscheidung und Balance zwischen Flexibilität, die bisher immer hervorgehoben wurde, und Sicherheit, wie sie jetzt benötigt wird. Glücklicherweise sind die offiziellen Repositories bisher auch nicht betroffen.

Zwei Punkte sprechen meiner Meinung nach dafür, dass Linux immer mehr ein Ziel wird. Erstens ist die Verbreitung von Linux in den letzten Jahren gestiegen, u. a. auch durch integrierte Systeme wie SteamOS. Das ist für den Desktop eine super Sache, aber macht das System für Malware-Autoren immer attraktiver.

Zweitens werden auf Linux-Systemen immer wertvollere Daten verarbeitet. Die Systeme werden überwiegend von Entwicklern genutzt, die wiederum sich damit auf Server, Cloudumgebungen oder LLM-Kontingente schalten. Im Risikozone-Podcast berichten wir mit einer besonderen Hingabe über Supply-Chain-Attacken und hier trifft es besonders oft die SSH-Keys, CI-Variablen, Wallets oder Cloud-Credentials.

Angreifer, die diese Daten erbeuten, können Informationen kopieren – gut, das konnten sie unter Windows auch. Aber speziell unter Linux-Systemen finden sich durch die ganzen Credentials Daten, mit denen Angreifer Rechenzeit klauen können. Das ist quasi wie moderner Kreditkartenbetrug, nur mit einer Indirektion mehr: Während man einen fremdgetätigten Einkauf vor dem Versand noch mit Mühe rückgängig machen kann, ist die Rechenzeit schon verbraucht und der Cloud-Provider treibt einfach nur das Geld ein.

Bei Credentials handelt es sich auch nicht um Daten, vor denen die klassische Rechtevergabe auf dem lokalen Computer schützt. Wenn die Entwicklungsumgebung, die mit Benutzerrechten arbeitet, die Angabe verarbeiten muss, hat Malware, die unter den gleichen Rechten läuft, zwangsläufig auch Zugriff darauf. Hier haben wir es nicht mit Malware zu tun, die Software systemweit installieren möchte. Man könnte zwar einen Proxy einführen, der die API-Keys in einem geschützten Nutzer wegsperrt und durch den man die Anfragen leiten muss, aber das wären nach heutigem Stand individuelle Speziallösungen.

Geschichte wiederholt sich

Linux steht möglicherweise an einem ähnlichen Punkt wie Windows vor drei Jahrzehnten. AUR und aus dem Internet heruntergeladene Skripte sind natürlich grundsätzlich nicht vertrauenswürdig. Das ist ähnlich wie die .exe-Dateien unter Windows, bevor Signaturen und Smart Screen umfangreich ausgerollt wurden. Besonders fies sind allerdings Package-Adoptions, da ehemals vertrauenswürdige Pakete feindlich übernommen werden.

Paketmanager werden ja sowieso im AUR auf eigene Gefahr bereitgestellt und gute Paketmanager lassen die PKGBUILD vorher noch diffen. Aber genau das Vertrauen in die bekannten Prozesse wie Paketupdates lässt Malware in Form einer Supply-Chain-Attacke durch Updates zu.

Wir werden beobachten müssen, wie das AUR-Team mit den Angriffskampagnen umzugehen lernt und wie der Umgang mit solchen Repositories zukünftig aussehen wird.

Aus Viren wurden Exploits

Bleibt abschließend die Frage, was eigentlich aus Windows und macOS wurde. Sind die Systeme malwarefrei geworden? Mitnichten. Der Fakt, dass der Virenscanner obsolet wurde, begründet sich auf der Eindämmung des Verbreitungsweges des freiwilligen Downloads.

Lädt das Opfer die Viren nicht freiwillig herunter oder wird schlicht der Weg durch das Betriebssystem versperrt, werden härtere Geschütze aufgefahren. Das wären konkret Sicherheitslücken, im aggressivsten Fall Zero Days. Und auch hier sehen wir eine deutliche Zunahme und niederschwellige Verfügbarkeit eben solcher, nicht zuletzt durch LLMs.

Für potentiell Betroffene Nutzergruppen ist nun erhöhte Wachsamkeit bei AUR gefragt: PKGBUILDs auch bei Updates individuell kontrollieren, unbekannte Software höchstens in Containern oder VMs auszuführen und Überlegungen anstellen, wer überhaupt auf Credentials zugreifen kann. Wer z. B. Testing und Entwicklung in getrennte Systeme oder VMs auslagert, verringert das Risiko, dass Daten gestohlen werden können.

29. Juli 2026

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 153.0.1 ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 153.0.1

Mit Thunderbird 153.0.1 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht. Dieses behebt das Problem, dass die Schaltflächen „Neue Nachricht“ und „Neues Ereignis“ in Sprachen mit Schreibrichtung von rechts nach links nicht lesbar waren. Außerdem schlug das Senden mit OpenPGP fehl, wenn einem akzeptierten Schlüssel ein gültiger Verschlüsselungs-Unterschlüssel fehlte.

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28. Juli 2026

Mozilla hat mit Firefox 153.0.1 sein wöchentliches Korrektur-Update veröffentlicht. Dieser Artikel beschreibt die Änderungen des neuesten Updates.

Download Mozilla Firefox 153.0.1

Ein möglicher Absturz bei Programmstart unter Windows wurde behoben, der auftreten konnte, wenn einige der internen Dateien der Anwendung nicht geladen werden konnten, ebenso wie mehrere weitere potenzielle Absturzursachen.

Ein Problem, bei dem die Audiowiedergabe auf einigen Musik- und Audio-Streaming-Websites nach dem Pausieren und Fortsetzen der Wiedergabe stumm blieb, wurde korrigiert.

Bei Verwendung eines benutzerdefinierten Hintergrundbildes für die Startseite konnte es zu einem Flackern kommen.

Wenn Firefox eine Suchmaschine hinzugefügt hat, die der Nutzer vorher bereits manuell installiert hatte, wurde diese von Firefox als „Neu” gekennzeichnet.

Ein Problem in den Entwicklerwerkzeugen wurde behoben, bei dem Pseudo-Elemente nur ein einziges Mal pro ausgewähltem Element ausgeklappt werden konnten. Außerdem wurden mehrere Probleme in Zusammenhang mit der Quelltext-Ansicht behoben.

Verbesserungen gab es auch in Zusammenhang mit der Pointer Lock API für Websites und für Indeed wird nicht länger der User-Agent überschrieben.

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