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2026 Woche 37

13. September 2026

tmuxp - ein Session-Manager für tmux, der Sessions über deklarative YAML- oder JSON-Dateien lädt, einfriert und konvertiert.

Das Projekt basiert auf libtmux und wird aktiv auf GitHub entwickelt. Die Idee ist simpel. Statt jeden Morgen fünf Fenster manuell zu öffnen und Befehle einzutippen, definierst du deine Arbeitsumgebung einmal als Datei und lädst sie mit einem Befehl.

Was tmuxp macht

tmuxp verwaltet tmux-Sessions auf Basis von Konfigurationsdateien. Du beschreibst darin, welche Fenster und Panes geöffnet werden sollen und welche Befehle darin ausgeführt werden. Beim Laden baut tmuxp die Session genau so auf, wie du sie definiert hast.

Das funktioniert mit YAML und JSON. tmuxp unterstützt auch die Formate von tmuxinator und teamocil, was den Umstieg erleichtert, wenn du bereits eine dieser Lösungen nutzt.

Installation

tmuxp lässt sich auf verschiedene Weisen installieren. Je nach System und Vorliebe gibt es mehrere Wege.

Unter Debian und Ubuntu läuft es über apt.

sudo apt install tmuxp

Für Manjaro

sudo pamac install tmuxp

Andere Installationsarten sind auf github beschrieben.

Eine Session laden

Das Herzstück von tmuxp ist der load-Befehl. Du definierst eine Session in einer YAML-Datei und lädst sie damit.

Ein einfaches Beispiel sieht so aus.

# yaml Datei
session_name: my-project
windows:
  - window_name: editor
    panes:
      - shell_command:
          - vim
      - shell_command:
          - git status

Diese Datei speicherst du als my-project.yaml und lädst sie dann.

tmuxp load my-project.yaml

Erklärung:

  1. tmuxp baut daraufhin eine Session mit dem Namen my-project auf.
  2. Darin befindet sich ein Fenster namens editor, das in zwei Panes aufgeteilt ist.
  3. Im ersten Pane läuft vim
  4. im zweiten wird git status ausgeführt.

Komplexere Konfiguration

tmuxp kann deutlich mehr als nur einfache Fenster. Du kannst Layouts definieren, Befehle vor dem Start aller Panes ausführen und mehrere Panes mit unterschiedlichen Aufgaben bestücken.

Ein Beispiel mit vier Panes und einem vordefinierten Layout.

session_name: 4-pane-split
windows:
  - window_name: dev window
    layout: tiled
    shell_command_before:
      - cd ~/
    panes:
      - shell_command:
          - cd /var/log
          - ls -al | grep \.log
      - echo second pane
      - echo third pane
      - echo fourth pane

Erklärung:

  1. Der Parameter shell_command_before führt einen Befehl in allen Panes aus, bevor die eigentlichen Befehle starten. In diesem Fall wechselt jeder Pane zuerst ins Home-Verzeichnis.
  2. Der Parameter layout legt fest, wie die Panes angeordnet werden.
  3. tiled bedeutet, dass alle Panes gleichmäßig verteilt werden.

Größenangaben

Die layout-Option

Die zentrale Option dafür ist layout. Du kannst entweder einen vordefinierten Namen verwenden oder einen spezifischen Layout-String, den tmux selbst generiert.

Vordefinierte Layouts sind einfach zu nutzen, geben dir aber weniger Kontrolle:

windows:
  - window_name: dev
    layout: main-horizontal
    panes:
      - vim
      - git status

Weitere gängige Namen sind tiled, even-horizontal und even-vertical.

Spezifische Größen und Positionen

Wenn du genau definieren möchtest, wie die Panes angeordnet sind, musst du den Layout-String von tmux verwenden. Dieser String ist eine kodierte Beschreibung der Aufteilung und Größe jeder Zelle.

  1. Baue eine tmux-Session mit den gewünschten Pane-Aufteilungen manuell auf.
  2. Frage das aktuelle Layout ab:
tmux list-windows
  1. Kopiere den Layout-String (der lange Code nach layout:) in deine tmuxp-YAML-Datei.

Ein Beispiel für einen solchen String sieht so aus:

layout: 382a,80x60,0,0[80x10,0,0,0,80x10,0,11,1,80x10,0,22,2,80x8,0,33,3]

Die Zahlen kodieren Breite x Höhe und Position jedes Panes. Das ist präzise, aber nicht besonders lesbar.

Alternative % für einfache Anpassungen

Wenn du nur die Höhe des Haupt-Panes bei Layouts wie main-horizontal oder main-vertical anpassen möchtest, kannst du die Option main-pane-height verwenden. Diese kann in Zeilen oder seit tmuxp 1.46.0 auch in Prozent angegeben werden.

windows:
  - window_name: rust-study
    layout: main-horizontal
    options:
      main-pane-height: 67%
    panes:
      - vim
      - cargo run

Das ist oft der praktischere Weg, wenn du nur das Größenverhältnis zwischen Haupt- und Nebenpanes steuern willst.

Projekte und Konfigurationsverzeichnisse

tmuxp sucht nach Konfigurationen in verschiedenen Verzeichnissen. Wenn du eine Datei mit dem Namen .tmuxp.yaml oder .tmuxp.json in einem Projektordner ablegst, kannst du sie direkt über den Ordnerpfad laden.

tmuxp load path/to/my/project/

Für benutzerweite Konfigurationen durchsucht tmuxp mehrere Verzeichnisse automatisch. Das ist praktisch, wenn du deine Sessions von überall aus laden möchtest, ohne den vollständigen Pfad anzugeben.

  • $TMUXP_CONFIGDIR, falls gesetzt
  • $XDG_CONFIG_HOME, üblicherweise $HOME/.config/tmuxp/
  • $HOME/.tmuxp/

Wenn deine Konfiguration unter ~/.config/tmuxp/mysession.yaml liegt, reicht folgender Befehl.

tmuxp load mysession

Du kannst auch mehrere Sessions gleichzeitig laden.

tmuxp load mysession ./another/project/

Oder der Session einen eigenen Namen geben.

tmuxp load -s session_name ./mysession.yaml

Sessions einfrieren (speichern)

Manchmal hast du eine tmux-Session bereits aufgebaut und möchtest sie als Konfiguration speichern. Dafür gibt es den freeze-Befehl.

tmuxp freeze session-name

tmuxp erstellt dann eine YAML- oder JSON-Datei, die den aktuellen Zustand der Session beschreibt. Layout, Pane-Pfade, Fensternamen und Sessionnamen werden übernommen. Das ist praktisch, wenn du eine Session spontan aufgebaut hast und sie später reproduzieren möchtest.

Der tmuxp freeze-Befehl speichert die Datei standardmäßig nicht in einem festen Verzeichnis. Stattdessen wirst du beim Ausführen gefragt, wo die Datei gespeichert werden soll.

Wo speichern

Wenn du tmuxp freeze session-name ausführst, bietet dir tmuxp an, den Zustand als .yaml- oder .json-Datei zu speichern .

Beim Ausführen von tmuxp freeze wirst du interaktiv gefragt, wo die Datei gespeichert werden soll. Du kannst den Speicherort dann angeben oder einen vorgeschlagenen Pfad bestätigen

Speicherorte für Konfigurationen

Wenn du deine gefrorene Session später bequem über den Namen laden möchtest, solltest du sie in einem der folgenden Verzeichnisse ablegen :

  • ~/.tmuxp/ – das klassische Verzeichnis
  • ~/.config/tmuxp/ – der XDG-Standardpfad
  • Projektlokal – als .tmuxp.yaml oder .tmuxp.json im Projektordner

Eigenen Pfad angeben

Du kannst den Speicherort auch direkt mit dem -o oder --save-to Parameter festlegen .

tmuxp freeze my-session -o /pfad/zur/datei.yaml

Konvertieren zwischen Formaten

Wenn du eine Konfiguration von YAML nach JSON oder umgekehrt umwandeln möchtest, geht das mit dem convert-Befehl.

tmuxp convert filename

tmuxp zeigt dir die neue Datei an und fragt nach Bestätigung. Wenn du den Prompt automatisch bestätigen möchtest, kannst du den Parameter -y verwenden.

tmuxp convert -y filename

Die tmuxp-Shell

Seit Version 1.6.0 gibt es den Befehl tmuxp shell. Damit startest du eine Python-Konsole, die mit dem aktuellen Server, der Session und dem Fenster als libtmux-Objekte vorgeladen ist.

tmuxp shell

Das ist nützlich, wenn du tmux-Sessions skripten oder automatisieren möchtest.

Plugins und Erweiterungen

tmuxp hat ein Plugin-System, mit dem du eigenes Verhalten hinzufügen kannst. Das ist interessant, wenn du spezielle Anforderungen hast, die über die Standardfunktionen hinausgehen.

Ein Pre-Load-Hook erlaubt es dir, benutzerdefinierte Skripte auszuführen, bevor tmux geladen wird. Das kann zum Beispiel genutzt werden, um Projektabhängigkeiten zu installieren.

Debugging

Wenn beim Laden einer Session etwas schiefgeht, kannst du die Ausgabe in eine Logdatei schreiben.

tmuxp load --log-file  .

Für Bugreports gibt es den Befehl tmuxp debug-info, der Systeminformationen sammelt.

tmuxp debug-info

Load im Hintergrund

Wenn du eine Session laden möchtest, ohne dich direkt daran anzuhängen, kannst du den Parameter -d verwenden.

tmuxp load -d mysession.yaml

Das ist praktisch, wenn du mehrere Sessions vorbereiten möchtest und später entscheiden willst, welche du verwendest.

Fazit

tmuxp ist ein Werkzeug, das tmux für mich deutlich angenehmer macht. Statt jedes Mal die gleiche Session von Hand aufzubauen, definiere ich sie einmal und lade sie mit einem Befehl. Oder kopiere sie auf mehrere Rechner, so dass ich sie nur ein einziges Mal definieren muss. Das spart Zeit und reduziert Fehler.

Besonders praktisch finde ich die Möglichkeit, Sessions einzufrieren. Wenn ich spontan eine Session aufgebaut habe, die ich öfter brauche, speichere ich sie einfach als Konfiguration und habe sie beim nächsten Mal sofort parat.

Danke an Markus aus dem Fedivers https://social.row-social.de/@markus , der mich darauf aufmerksam gemacht hat!

Quellen und Download

tmuxp ist als Open-Source-Software unter der MIT-Lizenz verfügbar.

11. September 2026

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 23 ein Update für die Android-Version seines E-Mail-Clients veröffentlicht.

Download Thunderbird für Android

Die MZLA Technologies Corporation hat Thunderbird 23 für Android veröffentlicht. Das Problem wurde behoben, dass das Signaturfeld in den Einstellungen nur einzeiligen Text akzeptierte. Daneben gab es auch wieder eine Reihe von Verbesserungen unter der Haube.

Der Beitrag Thunderbird 23 für Android veröffentlicht erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

10. September 2026

Firefox bietet eine Integration gleich mehrerer KI-Chatbots. Microsoft Copilot ist nicht länger eine Option.

Seit Firefox 135 integriert Mozillas Browser mehrere KI-Chatbots. Dabei stehen Google Gemini, ChatGPT, Anthropic Claude, Mistral Vibe – und bislang auch Microsoft Copilot – zur Verfügung. Die Chatbots können direkt über die Sidebar genutzt werden.

Microsoft Copilot wurde erst später in Firefox 143 hinzugefügt und jetzt von Mozilla wieder entfernt. Als Begründung nennt Mozilla, dass Microsoft die Unterstützung für die Copilot-Sidebar am 18. August eingestellt habe. Das Datum passt auch zu einer ganzen Reihe weiterer Features, die Microsoft ab diesem Tag für Copilot gestrichen hat.

Der Beitrag Microsoft Copilot ist nicht länger Chatbot-Option in Firefox erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

9. September 2026

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 155.0.1 ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 155.0.1

Mit Thunderbird 155.0.1 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht und behebt damit das Problem, dass leere Eingaben im Filter Treffer für jede Nachricht ergaben.

Der Beitrag Thunderbird 155.0.1 veröffentlicht erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Screenshot der btop-Oberfläche mit CPU-, Speicher- und Prozessansicht

Btop - Der moderne Systemmonitor für das Terminal

Btop ist ein ressourcenschonender Systemmonitor, der die Auslastung und Statistiken für Prozessor, Arbeitsspeicher, Festplatten, Netzwerk und Prozesse anzeigt. Es ist die C++-Fortsetzung von bashtop und bpytop und bietet eine Reihe von Verbesserungen und neuen Funktionen.

Besonderheiten und Funktionen

Die Oberfläche ist schnell und reaktionsschnell. Du kannst Prozesse mit den Pfeiltasten auswählen und dir detaillierte Statistiken für den markierten Prozess anzeigen lassen. Eine Filterfunktion hilft dir, bestimmte Prozesse zu finden, und du kannst zwischen verschiedenen Sortieroptionen wechseln. Die Baumansicht der Prozesse gibt dir einen Überblick über die Prozesshierarchie.

Du kannst Signale an ausgewählte Prozesse senden, die Prozessliste anhalten und alle Konfigurationsoptionen über ein UI-Menü anpassen. Die Netzwerkgraphen skalieren automatisch, und die Festplatten-E/A-Aktivitäten werden angezeigt. Ein Batteriemeter und wählbare Symbole für die Graphen runden das Bild ab.

Unterstützte Betriebssysteme

Btop läuft auf Linux, macOS, FreeBSD, NetBSD und OpenBSD.

Installation

Ubuntu und Derivate

Die einfachste Methode ist die Installation über das Paket-Repository deiner Distribution:

sudo apt install btop

Manjaro

sudo pamac btop

GPU-Unterstützung

Btop unterstützt NVIDIA-, AMD- und Intel-GPUs unter Linux x86_64. Die GPU-Unterstützung ist standardmäßig aktiviert.

Konfiguration

Alle Optionen können direkt in der Benutzeroberfläche geändert werden. Die Konfigurations- und Protokolldateien werden in $XDG_CONFIG_HOME/btop oder $HOME/.config/btop gespeichert. Die Datei btop.conf wird automatisch generiert, falls sie nicht gefunden wird.

Du kannst das Farbschema, die angezeigten Boxen, die Aktualisierungsrate, die Prozesssortierung und vieles mehr anpassen. Voreinstellungen für das Layout der Boxen können ebenfalls definiert werden.

Themes

Btop verwendet dieselben Themendateien wie bpytop und bashtop. Die Standard-Themes werden bei der Installation in /usr/local/share/btop/themes (oder dem mit PREFIX festgelegten Verzeichnis) abgelegt. Eigene Themes legst du im Benutzerverzeichnis ~/.config/btop/themes ab.

Voraussetzungen für das Terminal

Für die beste Erfahrung solltest du ein Terminal mit Unterstützung für 24-Bit-Truecolor verwenden. 256-Farben-Terminals werden durch eine Umwandlung von 24-Bit- zu 256-Farben unterstützt, wenn du in den Optionen truecolor auf False setzt oder die Argumente -lc/--low-color verwendest. Der 16-Farben-TTY-Modus wird automatisch aktiviert, wenn ein echtes TTY-Gerät erkannt wird, oder kann mit -t/--tty erzwungen werden.

Deine Schriftart sollte die Unicode-Blöcke “Braille Patterns”, “Geometric Shapes”, “Box Drawing” und “Block Elements” enthalten.

Tastenkürzel

Die vollständige Liste der Tastenkürzel findest du in der Hilfefunktion von btop (Taste h oder ?).

Wichtige Tasten sind:

  • Pfeiltasten: Navigation in der Prozessliste
  • Enter: Details zum ausgewählten Prozess anzeigen
  • /: Prozesse filtern
  • f: Prozess folgen
  • p: Prozessliste anhalten/fortsetzen
  • k: Signal an Prozess senden
  • q: Beenden

Quelle

Projekt-Repository und Dokumentation https://github.com/aristocratos/btop

Mousehop ist ein Software-KVM für Linux, Windows & Apple, das es erlaubt, mehrere Rechner mit nur einer Maus und Tastatur zu steuern. Die gesamte Kommunikation läuft verschlüsselt über das lokale Netzwerk. Ich zeige dir hier, wie du es von der Installation bis zur fertigen Verbindung zwischen zwei Ubuntu-Rechnern einrichtest.

Installation unter Linux

Mousehop ist ein junger Fork und noch nicht in den offiziellen Paketquellen der Distributionen enthalten. Ich habe mir daher das flatpak Paket geschnappt, das auf der Release Seite zu finden ist (Link unten)

Das installiere ich dann ganz einfach im entsprechenden Download Verzeichnis mit dem Befehl

flatpak install mousehop.flatpak

Mousehop verwendet den UDP-Port 4252 für die Kommunikation. Stelle sicher, dass dieser Port in der Firewall beider Rechner für eingehende Verbindungen freigegeben ist.

Nach der Installation kannst du Mousehop ganz normal über das Startmenü starten.

Verbindung der Rechner

Die Einrichtung der Verbindung zwischen deinem Hauptrechner (Rechner A mit Maus und Tastatur) und dem Client-Rechner (Rechner B) erfolgt in zwei Schritten. Beide Rechner müssen sich im gleichen lokalen Netzwerk befinden.

Client auf Rechner B konfigurieren

Starte Mousehop auf Rechner B. In der Sektion “Outgoing Connections” klickst du auf den Add Button. Hier trägst du den Hostnamen oder die IP-Adresse deines Hauptrechners (Rechner A) ein. Du legst auch fest, auf welcher Seite sich Rechner A befindet, damit der Mauszeiger später in die richtige Richtung wechselt. Die möglichen Positionen sind left, right, top und bottom.

Verbindung auf Rechner A autorisieren

Sobald du die Verbindung auf Rechner B initiiert hast, erscheint auf Rechner A eine Anfrage in der Sektion “Incoming Connections”. Klicke hier auf den Authorize Button. In diesem Schritt wird auch entschieden, ob die Synchronisation der Zwischenablage erlaubt wird. Die Freigabe ist standardmäßig deaktiviert und muss für jede Richtung separat aktiviert werden. Aus Sicherheitsgründen wird nur Text übertragen und die Größe ist auf 4 Kilobyte begrenzt.

Nach der Autorisierung ist die Verbindung sofort aktiv. Du kannst nun die Maus über den Bildschirmrand in Richtung des Client-Rechners bewegen und sie erscheint dort.

Ebenso auf dem Rechner A muss die “Outgoing Connections” konfiguriert werden. So kann dann auch hier definiert werden, wo die Maus aus dem Bildschirm raus muss, um auf welcher Seite auf dem anderen Rechner in dessen Bildschirm rein zu fliegen.

Automatischer Start

Wenn du mousehop automatisch starten willst, dann kannst du in den “Systemeinstellungen”, auf der linken Seite ganz fast unten den Menüeintrag “Autostart” anklicken, oben rechts im Fenster auf “+ Neue hinzufügen” klicken , Applikation oder Program, auswählen, “Mousehop” auswählen und fertig.

Wechsel mit Tastenkombination

Um zu verhindern, dass der Mauszeiger versehentlich den Bildschirm verlässt, kannst du den Wechsel an eine Modifikationstaste wie Strg oder Alt koppeln. In den Einstellungen des jeweiligen Clients aktivierst du dafür die Option “Require Modifier to Cross”.

Zwischenablage und Datenschutz

Die Synchronisation der Zwischenablage ist optional und wird pro Verbindung in beide Richtungen separat gesteuert. Es gibt eine Ausschlussliste für Anwendungen wie Passwort-Manager, deren Inhalte nicht übertragen werden.

Download

Features und Dokumentation https://github.com/jondkinney/mousehop

Releases (Binaries für alle Plattformen) https://github.com/jondkinney/mousehop/releases

7. September 2026

Osiris Dashboard Vorschau

Osiris, eine Plattform, die sich selbst als offene Alternative zu Analysewerkzeugen wie Palantir versteht und verschiedene öffentlich zugängliche Datenquellen in einer einheitlichen Kartenoberfläche vereint.

Das Projekt ist ambitioniert. Ein Blick auf die Möglichkeiten.

Was Osiris bietet

Die Plattform integriert eine breite Palette von Informationsbereichen. Die Daten werden in Echtzeit auf einer interaktiven Karte dargestellt, die mit WebGL gerendert wird. Das sorgt für eine flüssige Darstellung, selbst wenn viele Datenpunkte gleichzeitig angezeigt werden.

Das Dashboard zeigt unter anderem:

  • Luftfahrtdaten über kommerzielle, private und militärische Flüge vom OpenSky Network
  • Schifffahrt mit Daten zu 39 globalen Häfen und 10 strategischen Engpässen
  • Über 17.000 öffentliche CCTV-Kameras aus verschiedenen Quellen
  • Echtzeit-Erdbebenmeldungen ab Stärke 2.5 vom USGS
  • Aktive Waldbrand-Hotspots über NASA FIRMS
  • 24/7 Nachrichtenfeeds von mehr als 25 globalen Sendern
  • Weltraumwetter und Satellitenpositionen
  • CVE-Bedrohungen und Schwachstellenscanning
  • 13 aktive Konfliktzonen
  • Kryptowährungs-Wallet-Verfolgung für BTC und ETH mit Sanktionslisten-Abgleich
  • Telegram-OSINT-Layer für die geografische Auswertung öffentlicher Kanalposts

Das RECON Toolkit

Neben der Kartenansicht bietet Osiris ein RECON Toolkit mit zusätzlichen Funktionen. Damit wird die Plattform von einem reinen Visualisierungstool zu einer vollwertigen Workstation für OSINT-Recherchen.

Das Toolkit umfasst:

  • Port-Scans mit Service-Erkennung
  • DNS-Abfragen für vollständige Record-Auflösung
  • WHOIS-Suchen für Domain- und IP-Registrierungsdaten
  • SSL/TLS-Inspektion für Zertifikatsketten
  • IP-Intelligence mit Geolokalisierung und Threat-Reputation
  • Schwachstellenscans mit CVE-Abfragen gegen die NVD-Datenbank
  • Sanktionsabfragen gegen OpenSanctions

Technische Architektur

Osiris basiert auf Next.js 16 und MapLibre GL. Alle Kartendaten werden über WebGL gerendert, was eine flüssige Darstellung auch bei vielen gleichzeitigen Entitäten ermöglicht. Die Architektur ist in drei Ebenen unterteilt:

  • Die Client-Ebene mit der Kartenoberfläche, Bedienelementen und dem RECON-Toolkit
  • Die API-Routen von Next.js als Verbindungsschicht
  • Die externen Datenquellen, die größtenteils ohne API-Schlüssel genutzt werden

Betrieb und Nutzung

Die Plattform ist als Open-Source-Software unter der MIT-Lizenz veröffentlicht. Sie kann lokal betrieben oder per Docker-Container bereitgestellt werden. Die meisten Kernfunktionen arbeiten ohne API-Schlüssel, lediglich für das RECON-Toolkit ist ein separater Backend-Scanner erforderlich.

Die Dokumentation enthält detaillierte Anleitungen zur Installation und Konfiguration. Für den Betrieb mit Docker Compose sind nur wenige Schritte nötig:

Das Docker-Image ist für amd64 und arm64 verfügbar und hat eine Größe von etwa 220 MB.

Einordnung des Projekts

Osiris ist ein ernsthaftes Open-Source-Softwareprojekt mit einer vollständigen Codebasis und aktiver Entwicklung. Die Plattform bietet eine beeindruckende Vielfalt an integrierten OSINT-Datenquellen und stellt diese in einer modernen, leistungsfähigen Oberfläche dar.

Die Selbsteinschätzung als Alternative zu kommerziellen Intelligence-Plattformen ist ambitioniert, wird aber durch den offenen Quellcode und die umfangreichen Funktionen untermauert. Das Projekt richtet sich an Entwickler, Sicherheitsforscher und alle, die sich für Echtzeit-OSINT interessieren und die Plattform selbst hosten oder weiterentwickeln möchten.

Quellen

Osiris Dashboard Vorschau

Osiris, eine Plattform, die sich selbst als offene Alternative zu Analysewerkzeugen wie Palantir versteht und verschiedene öffentlich zugängliche Datenquellen in einer einheitlichen Kartenoberfläche vereint.

Das Projekt ist ambitioniert. Ein Blick auf die Möglichkeiten.

Was Osiris bietet

Die Plattform integriert eine breite Palette von Informationsbereichen. Die Daten werden in Echtzeit auf einer interaktiven Karte dargestellt, die mit WebGL gerendert wird. Das sorgt für eine flüssige Darstellung, selbst wenn viele Datenpunkte gleichzeitig angezeigt werden.

Das Dashboard zeigt unter anderem:

  • Luftfahrtdaten über kommerzielle, private und militärische Flüge vom OpenSky Network
  • Schifffahrt mit Daten zu 39 globalen Häfen und 10 strategischen Engpässen
  • Über 17.000 öffentliche CCTV-Kameras aus verschiedenen Quellen
  • Echtzeit-Erdbebenmeldungen ab Stärke 2.5 vom USGS
  • Aktive Waldbrand-Hotspots über NASA FIRMS
  • 24/7 Nachrichtenfeeds von mehr als 25 globalen Sendern
  • Weltraumwetter und Satellitenpositionen
  • CVE-Bedrohungen und Schwachstellenscanning
  • 13 aktive Konfliktzonen
  • Kryptowährungs-Wallet-Verfolgung für BTC und ETH mit Sanktionslisten-Abgleich
  • Telegram-OSINT-Layer für die geografische Auswertung öffentlicher Kanalposts

Das RECON Toolkit

Neben der Kartenansicht bietet Osiris ein RECON Toolkit mit zusätzlichen Funktionen. Damit wird die Plattform von einem reinen Visualisierungstool zu einer vollwertigen Workstation für OSINT-Recherchen.

Das Toolkit umfasst:

  • Port-Scans mit Service-Erkennung
  • DNS-Abfragen für vollständige Record-Auflösung
  • WHOIS-Suchen für Domain- und IP-Registrierungsdaten
  • SSL/TLS-Inspektion für Zertifikatsketten
  • IP-Intelligence mit Geolokalisierung und Threat-Reputation
  • Schwachstellenscans mit CVE-Abfragen gegen die NVD-Datenbank
  • Sanktionsabfragen gegen OpenSanctions

Technische Architektur

Osiris basiert auf Next.js 16 und MapLibre GL. Alle Kartendaten werden über WebGL gerendert, was eine flüssige Darstellung auch bei vielen gleichzeitigen Entitäten ermöglicht. Die Architektur ist in drei Ebenen unterteilt:

  • Die Client-Ebene mit der Kartenoberfläche, Bedienelementen und dem RECON-Toolkit
  • Die API-Routen von Next.js als Verbindungsschicht
  • Die externen Datenquellen, die größtenteils ohne API-Schlüssel genutzt werden

Betrieb und Nutzung

Die Plattform ist als Open-Source-Software unter der MIT-Lizenz veröffentlicht. Sie kann lokal betrieben oder per Docker-Container bereitgestellt werden. Die meisten Kernfunktionen arbeiten ohne API-Schlüssel, lediglich für das RECON-Toolkit ist ein separater Backend-Scanner erforderlich.

Die Dokumentation enthält detaillierte Anleitungen zur Installation und Konfiguration. Für den Betrieb mit Docker Compose sind nur wenige Schritte nötig:

Das Docker-Image ist für amd64 und arm64 verfügbar und hat eine Größe von etwa 220 MB.

Einordnung des Projekts

Osiris ist ein ernsthaftes Open-Source-Softwareprojekt mit einer vollständigen Codebasis und aktiver Entwicklung. Die Plattform bietet eine beeindruckende Vielfalt an integrierten OSINT-Datenquellen und stellt diese in einer modernen, leistungsfähigen Oberfläche dar.

Die Selbsteinschätzung als Alternative zu kommerziellen Intelligence-Plattformen ist ambitioniert, wird aber durch den offenen Quellcode und die umfangreichen Funktionen untermauert. Das Projekt richtet sich an Entwickler, Sicherheitsforscher und alle, die sich für Echtzeit-OSINT interessieren und die Plattform selbst hosten oder weiterentwickeln möchten.

Quellen

Einleitung

Ich habe hier sehr verkürzt die “General Resolution: LLM usage in Debian”, den Verantwortungsvollen Umgang mit generativer KI in Debian auf deutsch übersetzt, da sich nicht jeder gleich ganz tief in das etwas lange Dokument eintauchen will. Wie gesagt ist alles verkürzt und wenn du es genau wissen willst, dann ist unten der Originalartikel verlinkt.

Verantwortungsvoller Umgang mit generativer KI in Debian

Die Debian-Resolution zum verantwortungsvollen Umgang mit generativer KI legt klare Regeln für Mitwirkende fest. Der Grundsatz ist, dass KI-Werkzeuge verwendet werden dürfen, aber die menschliche Verantwortung an erster Stelle steht.

Menschliche Verantwortung

Jede Person, die einen Beitrag zu Debian einreicht, bleibt vollständig verantwortlich für diesen Beitrag, unabhängig davon, ob generative KI bei der Erstellung geholfen hat. Das bedeutet, dass Sie KI-generierte Inhalte verstehen, prüfen, testen und bei Bedarf anpassen müssen, bevor Sie sie einreichen. Das blinde Übernehmen von KI-Ausgaben ist nicht erlaubt.

Gleiche Qualitätsstandards

Für Beiträge, die mit KI-Unterstützung erstellt wurden, gelten dieselben Anforderungen wie für alle anderen Beiträge. Insbesondere müssen sie die Standards in Bezug auf Qualität, Korrektheit, Wartbarkeit und rechtliche Konformität erfüllen. Es gibt weder Erleichterungen noch zusätzliche Hürden für KI-assistierte Arbeiten.

Schutz vertraulicher Informationen

Es ist untersagt, vertrauliche oder nicht-öffentliche Informationen an externe KI-Dienste weiterzugeben. Dazu zählen private Kommunikation, nicht-öffentliche Sicherheitslücken, kryptografische Schlüssel und Zugangsdaten. Diese Regelung schützt die Sicherheit und Integrität des Debian-Projekts.

Kontrollierte Massenänderungen

Große automatisierte Aktionen mit KI-Unterstützung, wie das massenhafte Einreichen von Patches oder Fehlerberichten, sind nur nach vorheriger Absprache erlaubt. Solche Vorhaben müssen in den entsprechenden Projektkanälen diskutiert und abgestimmt werden und benötigen eine menschliche Aufsicht.

Offenlegung der KI-Nutzung

Es besteht keine Pflicht, die Nutzung von KI zu kennzeichnen. Das Projekt ermutigt jedoch ausdrücklich zur Transparenz, etwa durch einen Hinweis im Commit-Kommentar. Dies wird als Akt der Höflichkeit gegenüber anderen Mitwirkenden betrachtet und erleichtert die Zusammenarbeit.

Umgang mit rechtlichen Fragen

Die Resolution trifft keine endgültige Entscheidung über die komplexen rechtlichen Fragen rund um generative KI, wie Urheberschaft oder Lizenzierung von KI-Ausgaben. Mitwirkende werden aufgefordert, hier mit besonderer Sorgfalt und eigenem Urteilsvermögen zu handeln. Inhalte, deren rechtlicher Status nicht geklärt ist, sollten nicht eingebracht werden.

Kernbotschaft

Die Entscheidung von Debian lautet weder für noch gegen den Einsatz generativer KI. Der zentrale Grundsatz ist, dass Sie KI-Werkzeuge nutzen können, aber die volle Verantwortung für das Endergebnis tragen. Entscheidend ist die Qualität und Integrität des Beitrags, nicht das verwendete Werkzeug.

Das Problem

Ich benutze Linux. Genauer gesagt das Tuxedo OS, das eine Abwandlung von Kubuntu ist.

Ich habe seit mindestens über einem Jahr das Problem, dass das Drag’n’Drop von und nach Bitwig-Studio nicht funktioniert. Vor einiger Zeit fing es dann auch noch an, dass Copy’n’Paste innerhalb Bitwig-Studio nicht mehr funktionierte. Das hatte ich auch schon vor langer Zeit an Bitwig gemeldet.

Ich weiss dass es bei der Umstellung von X11 auf Wayland hier und da Probleme gibt und gab, aber bei Copy’N’Paste & Drag’N’Drop gehe ich davon aus, dass dieses Problem nicht wirklich lange existiert, da es sich dabei um wirklich wichtige Funktionen geht.

Das Problem ist Bitwig schon lange bekannt, allerdings erreichte mich keiner dieser unten aufgeführten Infos. Ich hätte mir gewünscht, dass so ein Thema im Newsletter erwähnt wird, so dass es alle BenutzerInnen erreichen kann.

Die Lösungen

Die Lösung des Problems liegt irgendwo tief im System beim ibus verbgraben. In Kurz: ibus stürzt einfach manchmal ab und steht dann nicht mehr zur Verfügung.

Betroffene Versionen laut github (link unten): Der Fehler tritt in den IBus-Versionen 1.5.32~rc2-1, 1.5.32-1 und 1.5.32-2 auf, die in aktuellen Distributionen wie Ubuntu 25.04 und Fedora 42 enthalten sind.

Auf lange Sicht sollte das Problem durch eine Aktualisierung der korrigierten Version von IBus in den Distributionen von selbst lösen.

IBus steht für Intelligent Input Bus und ist im Kern ein Framework für Eingabemethoden . Es fungiert als eine Art “Übersetzer” zwischen deiner Tastatur und den Anwendungen, mit dem Ziel, die Eingabe von komplexen Zeichen zu ermöglichen, die nicht auf einer Standardtastatur vorhanden sind

Schnelle Lösung

Es gibt die einfache Lösung, die bei mir (Tuxedo OS/KDE Plasma) geklappt hat. Damit ging Copy/Paste und Drag/Drop sofort wieder.

Und zwar gibt es in untem rechts am Bildschirm die Systemleiste. Dort wo auch sich die Uhrzeit, das Lautsprechersymbol usw befindet. Dort befindet sich auch das Zwischenablage/Clipboard Programm Klipper.

  1. Rechtsklick auf das Klipper Symbol und “Verlauf löschen” anklicken.
  2. Und dann auch noch das Popupfenster bestätigen.

Ich habe mir eine Tastenkombination angelegt Strg+Meta+Backspace, so kann ich das ohne Klicken eben schnell machen. Klipper deaktivieren ist für mich keine Option, da ich diesen exzessiv benutze.

Es gibt noch die Möglichkeit das Widget Klipper zeitweise zu deaktivieren.

  1. Dazu ganz rechts unten vor der Uhrzeit/Datum auf den Pfeil nach oben klicken
  2. und dann die Settings oben rechts öffnen (2 waagrechte Striche mit zwei Punkten).
  3. In der Suche “Clipboard” oder “Zwischenspeicher” eingeben, das Widget finden
  4. und die Einstellung auf “Never show (disabled)” oder “Nicht anzeigen (deaktiviert)” stellen.
  5. Nach der Session wieder auf den vorherigen Status zurück stellen.

Workaround

Und es gibt einen weiteren Workaround, der bei einigen Leuten geholfen hat

Wenn der Bug auf deinem System weiterhin auftritt, gibt es eine mögliche Lösung: Du kannst Bitwig ohne IBus starten.

Das geschieht, indem du die Umgebungsvariablen für IBus deaktivierst, z.B. mit den Werten GTK_IM_MODULE=none, QT_IM_MODULE=none und XMODIFIERS=@im=none . Das hat bei anderen Nutzern bereits geholfen.

GTK_IM_MODULE=none QT_IM_MODULE=none XMODIFIERS=@im=none bitwig-studio

Rückkehr zu X11

Eine “Lösung”, die noch genannt wird, ist zu X11 zurück zu kehren. Das ist allerdings keine Option für mich.

Quellen

Video

YouTube Tutorial

Das Problem

Ich benutze Linux. Genauer gesagt das Tuxedo OS, das eine Abwandlung von Kubuntu ist.

Ich habe seit mindestens über einem Jahr das Problem, dass das Drag’n’Drop von und nach Bitwig-Studio nicht funktioniert. Vor einiger Zeit fing es dann auch noch an, dass Copy’n’Paste innerhalb Bitwig-Studio nicht mehr funktionierte. Das hatte ich auch schon vor langer Zeit an Bitwig gemeldet.

Ich weiss dass es bei der Umstellung von X11 auf Wayland hier und da Probleme gibt und gab, aber bei Copy’N’Paste & Drag’N’Drop gehe ich davon aus, dass dieses Problem nicht wirklich lange existiert, da es sich dabei um wirklich wichtige Funktionen geht.

Das Problem ist Bitwig schon lange bekannt, allerdings erreichte mich keiner dieser unten aufgeführten Infos. Ich hätte mir gewünscht, dass so ein Thema im Newsletter erwähnt wird, so dass es alle BenutzerInnen erreichen kann.

Die Lösungen

Die Lösung des Problems liegt irgendwo tief im System beim ibus verbgraben. In Kurz: ibus stürzt einfach manchmal ab und steht dann nicht mehr zur Verfügung.

Betroffene Versionen laut github (link unten): Der Fehler tritt in den IBus-Versionen 1.5.32~rc2-1, 1.5.32-1 und 1.5.32-2 auf, die in aktuellen Distributionen wie Ubuntu 25.04 und Fedora 42 enthalten sind.

Auf lange Sicht sollte das Problem durch eine Aktualisierung der korrigierten Version von IBus in den Distributionen von selbst lösen.

IBus steht für Intelligent Input Bus und ist im Kern ein Framework für Eingabemethoden . Es fungiert als eine Art “Übersetzer” zwischen deiner Tastatur und den Anwendungen, mit dem Ziel, die Eingabe von komplexen Zeichen zu ermöglichen, die nicht auf einer Standardtastatur vorhanden sind

Schnelle Lösung

Es gibt die einfache Lösung, die bei mir (Tuxedo OS/KDE Plasma) geklappt hat. Damit ging Copy/Paste und Drag/Drop sofort wieder.

Und zwar gibt es in untem rechts am Bildschirm die Systemleiste. Dort wo auch sich die Uhrzeit, das Lautsprechersymbol usw befindet. Dort befindet sich auch das Zwischenablage/Clipboard Programm Klipper.

  1. Rechtsklick auf das Klipper Symbol und “Verlauf löschen” anklicken.
  2. Und dann auch noch das Popupfenster bestätigen.

Ich habe mir eine Tastenkombination angelegt Strg+Meta+Backspace, so kann ich das ohne Klicken eben schnell machen. Klipper deaktivieren ist für mich keine Option, da ich diesen exzessiv benutze.

Es gibt noch die Möglichkeit das Widget Klipper zeitweise zu deaktivieren.

  1. Dazu ganz rechts unten vor der Uhrzeit/Datum auf den Pfeil nach oben klicken
  2. und dann die Settings oben rechts öffnen (2 waagrechte Striche mit zwei Punkten).
  3. In der Suche “Clipboard” oder “Zwischenspeicher” eingeben, das Widget finden
  4. und die Einstellung auf “Never show (disabled)” oder “Nicht anzeigen (deaktiviert)” stellen.
  5. Nach der Session wieder auf den vorherigen Status zurück stellen.

Workaround

Und es gibt einen weiteren Workaround, der bei einigen Leuten geholfen hat

Wenn der Bug auf deinem System weiterhin auftritt, gibt es eine mögliche Lösung: Du kannst Bitwig ohne IBus starten.

Das geschieht, indem du die Umgebungsvariablen für IBus deaktivierst, z.B. mit den Werten GTK_IM_MODULE=none, QT_IM_MODULE=none und XMODIFIERS=@im=none . Das hat bei anderen Nutzern bereits geholfen.

GTK_IM_MODULE=none QT_IM_MODULE=none XMODIFIERS=@im=none bitwig-studio

Rückkehr zu X11

Eine “Lösung”, die noch genannt wird, ist zu X11 zurück zu kehren. Das ist allerdings keine Option für mich.

Quellen

Einleitung

Ich habe hier sehr verkürzt die “General Resolution: LLM usage in Debian”, den Verantwortungsvollen Umgang mit generativer KI in Debian auf deutsch übersetzt, da sich nicht jeder gleich ganz tief in das etwas lange Dokument eintauchen will. Wie gesagt ist alles verkürzt und wenn du es genau wissen willst, dann ist unten der Originalartikel verlinkt.

Verantwortungsvoller Umgang mit generativer KI in Debian

Die Debian-Resolution zum verantwortungsvollen Umgang mit generativer KI legt klare Regeln für Mitwirkende fest. Der Grundsatz ist, dass KI-Werkzeuge verwendet werden dürfen, aber die menschliche Verantwortung an erster Stelle steht.

Menschliche Verantwortung

Jede Person, die einen Beitrag zu Debian einreicht, bleibt vollständig verantwortlich für diesen Beitrag, unabhängig davon, ob generative KI bei der Erstellung geholfen hat. Das bedeutet, dass Sie KI-generierte Inhalte verstehen, prüfen, testen und bei Bedarf anpassen müssen, bevor Sie sie einreichen. Das blinde Übernehmen von KI-Ausgaben ist nicht erlaubt.

Gleiche Qualitätsstandards

Für Beiträge, die mit KI-Unterstützung erstellt wurden, gelten dieselben Anforderungen wie für alle anderen Beiträge. Insbesondere müssen sie die Standards in Bezug auf Qualität, Korrektheit, Wartbarkeit und rechtliche Konformität erfüllen. Es gibt weder Erleichterungen noch zusätzliche Hürden für KI-assistierte Arbeiten.

Schutz vertraulicher Informationen

Es ist untersagt, vertrauliche oder nicht-öffentliche Informationen an externe KI-Dienste weiterzugeben. Dazu zählen private Kommunikation, nicht-öffentliche Sicherheitslücken, kryptografische Schlüssel und Zugangsdaten. Diese Regelung schützt die Sicherheit und Integrität des Debian-Projekts.

Kontrollierte Massenänderungen

Große automatisierte Aktionen mit KI-Unterstützung, wie das massenhafte Einreichen von Patches oder Fehlerberichten, sind nur nach vorheriger Absprache erlaubt. Solche Vorhaben müssen in den entsprechenden Projektkanälen diskutiert und abgestimmt werden und benötigen eine menschliche Aufsicht.

Offenlegung der KI-Nutzung

Es besteht keine Pflicht, die Nutzung von KI zu kennzeichnen. Das Projekt ermutigt jedoch ausdrücklich zur Transparenz, etwa durch einen Hinweis im Commit-Kommentar. Dies wird als Akt der Höflichkeit gegenüber anderen Mitwirkenden betrachtet und erleichtert die Zusammenarbeit.

Umgang mit rechtlichen Fragen

Die Resolution trifft keine endgültige Entscheidung über die komplexen rechtlichen Fragen rund um generative KI, wie Urheberschaft oder Lizenzierung von KI-Ausgaben. Mitwirkende werden aufgefordert, hier mit besonderer Sorgfalt und eigenem Urteilsvermögen zu handeln. Inhalte, deren rechtlicher Status nicht geklärt ist, sollten nicht eingebracht werden.

Kernbotschaft

Die Entscheidung von Debian lautet weder für noch gegen den Einsatz generativer KI. Der zentrale Grundsatz ist, dass Sie KI-Werkzeuge nutzen können, aber die volle Verantwortung für das Endergebnis tragen. Entscheidend ist die Qualität und Integrität des Beitrags, nicht das verwendete Werkzeug.

6. September 2026

Pacman oder Pamac

Bei der Nutzung von Manjaro Linux stellt sich die Frage, ob für die Paketverwaltung auf der Konsole der klassische Pacman oder der modernere Pamac die bessere Wahl ist. Beide Werkzeuge haben ihre Daseinsberechtigung. Ich möchte hier die Unterschiede aufzeigen und eine Entscheidungshilfe geben.

Die Grundlagen

Pacman ist der ursprüngliche Paketmanager von Arch Linux und bildet das Herzstück der Paketverwaltung in Manjaro. Das Programm ist schlank, schnell und zuverlässig.

Pamac hingegen wurde von den Manjaro-Entwicklern geschaffen und bietet auch eine grafische Oberfläche sowie eine erweiterte Kommandozeilen-Variante. Pamac baut auf Pacman auf und erweitert es um wichtige Funktionen.

Die Unterschiede im Detail

Der wichtigste Unterschied liegt in der Benutzerfreundlichkeit und den zusätzlichen Funktionen. Pacman arbeitet puristisch und ausschliesslich mit den offiziellen Paketquellen.

Pamac hingegen unterstützt von Haus aus das Arch User Repository, kurz AUR, und kann auch Flatpak- und Snap-Pakete verwalten.

Bei der Geschwindigkeit hat Pacman klare Vorteile. Das Programm arbeitet direkt mit der Datenbank und führt nur die notwendigsten Prüfungen durch.

Pamac ist etwas langsamer, da es mehr Sicherheitschecks und Abhängigkeitsanalysen vornimmt. Dieser Unterschied zeigt sich vor allem bei grossen Updates.

Die Abhängigkeitsauflösung ist bei beiden Werkzeugen gut. Pamac zeigt beim Entfernen von Paketen jedoch übersichtlicher an, welche weiteren Pakete betroffen sind. Das erweist sich als hilfreich, besonders beim Deinstallieren grösserer Pakete wie ganzer Desktop-Umgebungen.

Einsatz von Pacman

Für die tägliche Systempflege und wichtige Updates eignet sich Pacman besonders gut. Der Befehl sudo pacman -Syu stellt den zuverlässigsten Weg dar, das System auf den neuesten Stand zu bringen. Pacman ist hier schneller und weniger fehleranfällig als die grafische Variante.

Bei Systemproblemen oder Abstürzen von Pamac kommt keine Alternative an Pacman vorbei. Das Programm stellt die letzte Instanz dar und funktioniert immer, auch wenn die grafische Oberfläche nicht mehr startet. Für Skripte und Automatisierungen ist Pacman ebenfalls die bessere Wahl.

Einsatz von Pamac

Für die Installation neuer Software bietet sich Pamac an. Der Befehl pamac search liefert übersichtlichere Ergebnisse, und pamac install kann automatisch AUR-Pakete einbinden, ohne dass zusätzliche Parameter erforderlich sind.

Besonders beim Entfernen von Paketen schätze ich die klare Darstellung der Abhängigkeitsbäume. Pamac zeigt genau, welche Pakete mit entfernt werden, wenn ein Programm deinstalliert wird. Das hilft, böse Überraschungen zu vermeiden.

Für Einsteiger erweist sich Pamac durch die grafische Oberfläche und die besseren Fehlermeldungen als zugänglicher. Die Integration von AUR macht es zum vielseitigen Werkzeug der Paketverwaltung.

Die goldene Regel

Ein wichtiger Punkt: Pacman und Pamac sollten nie gleichzeitig genutzt werden. Beide Werkzeuge greifen auf dieselbe Datenbank zu und sperren sie während der Arbeit. Bei geöffneter grafischer Oberfläche von Pamac sollte diese geschlossen werden, bevor im Terminal Pacman verwendet wird. Andernfalls erscheint eine Fehlermeldung über eine gesperrte Datenbank.

Persönliche Empfehlung

Ich nutze beide Werkzeuge für unterschiedliche Zwecke. Für die grossen Systemupdates greife ich zu Pacman. Das Programm ist schneller und zuverlässiger, und ich behalte die volle Kontrolle über den Prozess. Für die Installation und Deinstallation von Programmen verwende ich Pamac, besonders bei AUR-Paketen.

Mit der Zeit entwickelt sich sicher ein eigenes Gefühl dafür, welches Werkzeug in welcher Situation besser liegt. Beide sind hervorragende Werkzeuge, und die Kombination aus beiden macht die Paketverwaltung unter Manjaro besonders mächtig und flexibel.

Feature-Vergleich Pacman vs. Pamac

Feature Pacman Pamac
Basis Native Arch-Linux-Paketverwaltung Von Manjaro entwickelte Oberfläche auf Pacman-Basis
Oberfläche Nur Kommandozeile Kommandozeile und grafische Benutzeroberfläche
Geschwindigkeit Sehr schnell, minimale Prüfungen Etwas langsamer durch mehr Sicherheitschecks
AUR-Unterstützung Nicht enthalten, nur über separate Helfer Integriert, ab Werk verfügbar
Flatpak-Unterstützung Nicht enthalten Integriert
Snap-Unterstützung Nicht enthalten Integriert
Abhängigkeitsauflösung Gut, aber kompakte Ausgabe Übersichtlich mit Baumstruktur
Update-Prozess sudo pacman -Syu pamac update oder GUI-Klick
Paketsuche pacman -Ss suchbegriff pamac search suchbegriff mit besserer Darstellung
Installation sudo pacman -S paketname pamac install paketname
Deinstallation sudo pacman -Rns paketname pamac remove paketname mit Abhängigkeitsanzeige
Fehlermeldungen Technisch, oft kryptisch Benutzerfreundlich, verständlicher
System-Upgrades Sehr zuverlässig, selten Fehler Gut, aber GUI kann bei Abstürzen Probleme machen
Skript- und Automatisierungstauglichkeit Hervorragend Eingeschränkt
Datenbanksperre Wird bei Nutzung gesetzt Wird bei Nutzung gesetzt
Paketquellen Offizielle Repositories Offizielle Repositories, AUR, Flatpak, Snap

Manjaro Paket Repositories

Die Paketverwaltung unter Manjaro basiert auf einem mehrschichtigen System verschiedener Quellen. Jede dieser Quellen hat ihre eigene Funktion und ihren Platz im Ökosystem. Hier die wichtigsten Repositories und Formate, die für die Arbeit mit Pacman und Pamac relevant sind.

Um 99% der Benutzeranforderungen abzudecken, reicht das Manjaro und das Flatpak Repository.

Das offizielle Manjaro Repository

Manjaro verwendet eigene, spezialisierte Software-Repositories, um dauerhafte Stabilität und Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Ein grundlegender Punkt ist, dass Manjaro-Systeme keinen Zugriff auf die offiziellen Arch-Repositories haben. Stattdessen werden Softwarepakete aus den Arch-Quellen zunächst umfassend getestet und gegebenenfalls angepasst, bevor sie in die eigenen, stabilen Repositories von Manjaro übernommen werden.

Die Manjaro-Entwickler unterteilen ihre offiziellen Quellen in drei Zweige mit unterschiedlichen Stabilitätsstufen:

Der Stable-Zweig stellt die Standard-Repositories für die Allgemeinheit dar. Diese Pakete haben mehrere Teststufen durchlaufen und gelten als ausgereift und sicher für den täglichen Einsatz.

Der Testing-Zweig dient als Testumgebung für Pakete, die von den Manjaro-Entwicklern gebaut wurden. Dazu gehören Kernel, Kernelmodule, Nvidia-Grafiktreiber, Software-Patches und eigene Manjaro-Anwendungen. Diese Pakete werden hier auf mögliche Fehler und Stabilitätsprobleme überprüft, bevor sie in den Stable-Zweig gelangen. Dieser Zweig richtet sich an erfahrene Nutzer, die zur Verbesserung von Manjaro beitragen möchten.

Der Unstable-Zweig wird mehrmals täglich mit den stabilen Arch-Repositories synchronisiert. Pakete aus Arch gelten grundsätzlich als stabil, da sie von der Archlinux-QA und der Community geprüft wurden. Hier finden sich die neuesten Versionen von Kerneln, Kernelmodulen, Nvidia-Treibern und Manjaro-eigenen Anwendungen. Die Nutzung dieses Zweigs kann zu Problemen führen und ist nur für versierte Anwender geeignet, die kleinere Probleme selbst lösen können.

Eine Konsequenz dieses Testprozesses ist, dass Manjaro nie ganz so aktuell ist wie Arch Linux. Software kann Tage, Wochen oder unter Umständen sogar Monate später im Stable-Zweig erscheinen. Nutzer, die immer die neuesten Versionen wünschen, können auf den Testing- oder Unstable-Zweig wechseln.

Das Arch User Repository (AUR)

Das AUR ist ein von der Arch-Linux-Benutzergemeinschaft selbst verwaltetes Repository. Obwohl dieses Repository inoffiziell ist, können Softwarepakete von hier den Weg in das offizielle Community-Repository von Arch Linux finden, wenn sie populär genug werden.

Das AUR ist besonders nützlich, wenn eine Anwendung nicht in den offiziellen Manjaro-Repositories verfügbar ist. Es handelt sich jedoch nicht um ein gewöhnliches Paket-Repository mit vorgefertigten Binärdateien, sondern um eine Sammlung von PKGBUILD-Skripten. Diese Skripte enthalten Anweisungen, um die Software aus dem Quellcode oder von anderen Quellen zu bauen (selbst komplilieren) und für die Installation vorzubereiten.

Die Nutzung des AUR birgt potenzielle Risiken. Da es von der Community gepflegt wird, gibt es keine Garantie für die Funktionstüchtigkeit oder Sicherheit der Pakete. Mögliche Probleme sind:

  • Mehrere Versionen desselben Pakets
  • Veraltete Pakete
  • Beschädigte oder nur teilweise funktionierende Pakete
  • Falsch konfigurierte Pakete mit unnötigen oder fehlenden Abhängigkeiten
  • In extrem seltenen Fällen bösartige Pakete

Daher sollte vor der Installation eines AUR-Pakets die entsprechende Seite auf der AUR-Website aufgerufen werden, um die Kommentare von Nutzern und Paketentwicklern zu lesen, die wertvolle Warnungen oder Problemlösungen enthalten können. Das Manjaro-Team gewährt für Probleme, die aus AUR-Installationen resultieren, keinen Support. Auch kann es vorkommen, dass AUR-Pakete nach einem Manjaro-Update nicht mehr funktionieren. Mit Pamac lässt sich das AUR in den Einstellungen unter “Drittanbieter” oder “AUR” aktivieren. Für die Installation mit Pamac wird der Befehl pamac build paketname verwendet.

Flatpak

Flatpak ist ein Format zur Verteilung von Anwendungen, das weitgehend unabhängig von der darunterliegenden Linux-Distribution ist. Der Hauptvorteil von Flatpak liegt in der Unabhängigkeit von den Systembibliotheken. Eine Flatpak-Anwendung bringt ihre eigenen Abhängigkeiten mit, was Konflikte mit dem Basissystem vermeidet und oft aktuellere Versionen ermöglicht.

Ein weiterer Vorteil ist die gute Sandbox-Umgebung, die eine Kontrolle der Berechtigungen der Anwendung erlaubt. Der Haupt-Repository für Flatpak-Anwendungen ist Flathub. Die Integration von Flatpak in Manjaro erfolgt über Pamac. In den Einstellungen von Pamac kann unter “Drittanbieter” die Flatpak-Unterstützung aktiviert werden.

Die Zugriffsberechtigung von Flatpakpaketen kann sehr einfach mit dem Programm Flatseal bearbeitet werden. Klassischerweise fehlt z.B. der Zugriff auf die eigenen User Dateien. Um das für alle Flatpak Pakete zu machen, kann das im ersten Eintrag bei Flatseal “All Applications” eingestellt werden. Oder eben bei jedem Paket einzeln.

Snap

Wirklich nur nutzen, wenn es gar keine andere Möglichkeit gibt!

Snap ist ein von Canonical entwickeltes Paketformat, das ähnlich wie Flatpak auf Container-Isolation und Unabhängigkeit vom Basissystem setzt. Um Snap in Manjaro zu nutzen, muss das Paket snapd installiert und der dazugehörige Systemdienst aktiviert werden. Snap-Pakete werden oft über das Snap-Store installiert, können aber auch über die Kommandozeile mit sudo snap install paketname bezogen werden.

Einige Snap-Pakete haben eine strikte Isolation, was den Zugriff auf die Dateisysteme oder bestimmte Geräte einschränken kann. Die Zugriffsrechte kann mit dem Befehl snap verändert werden. Zudem ist die Paketgröße häufig größer als bei vergleichbaren Pacman-Paketen. Auch Snap kann in Pamac aktiviert werden, ebenfalls in den Einstellungen unter “Drittanbieter”.

Repositories aktiveren/deaktivieren

Das Aktivieren benötigt 2 Schritte

Schritt 1 - Konfiguration

Auf der Konsole/im Terminal können die Repositories folgendermaßen aktiviert oder deaktiviert werden. Dazu folgende Datei editieren

sudo vim /etc/pamac.conf

und Folgendes muss eingetragen werden. Oder auskommentiert mit #zum Entfernen.

# Kommentar 

EnableAUR
EnableFlatpak
#EnableSnap

Schritt 2 - Support installieren

AUR-Paketverwaltung

Die Pakete base-devel und git müssen installiert sein

pamac install base-devel git

Installieren

pamac build paketname

Flatpak - Paketverwaltung

pamac install flatpak
flatpak remote-add --if-not-exists flathub https://flathub.org/repo/flathub.flatpakrepo

Installation mit pamac. Installiert automatisch aus Flatpak, falls verfügbar

pamac install paketname

oder direkt mit flatpak

flatpak install flathub paketname

SNAP - Paketverwaltung

pamac install snapd
sudo systemctl enable --now snapd.socket

Für klassische Snap-Unterstützung

sudo ln -s /var/lib/snapd/snap /snap

Installation von Paketen. Installiert automatisch aus Snap, falls verfügbar

pamac install paketname

Oder direkt über Snap

sudo snap install paketname

Pacman oder Pamac

Bei der Nutzung von Manjaro Linux stellt sich die Frage, ob für die Paketverwaltung auf der Konsole der klassische Pacman oder der modernere Pamac die bessere Wahl ist. Beide Werkzeuge haben ihre Daseinsberechtigung. Ich möchte hier die Unterschiede aufzeigen und eine Entscheidungshilfe geben.

Die Grundlagen

Pacman ist der ursprüngliche Paketmanager von Arch Linux und bildet das Herzstück der Paketverwaltung in Manjaro. Das Programm ist schlank, schnell und zuverlässig.

Pamac hingegen wurde von den Manjaro-Entwicklern geschaffen und bietet auch eine grafische Oberfläche sowie eine erweiterte Kommandozeilen-Variante. Pamac baut auf Pacman auf und erweitert es um wichtige Funktionen.

Die Unterschiede im Detail

Der wichtigste Unterschied liegt in der Benutzerfreundlichkeit und den zusätzlichen Funktionen. Pacman arbeitet puristisch und ausschliesslich mit den offiziellen Paketquellen.

Pamac hingegen unterstützt von Haus aus das Arch User Repository, kurz AUR, und kann auch Flatpak- und Snap-Pakete verwalten.

Bei der Geschwindigkeit hat Pacman klare Vorteile. Das Programm arbeitet direkt mit der Datenbank und führt nur die notwendigsten Prüfungen durch.

Pamac ist etwas langsamer, da es mehr Sicherheitschecks und Abhängigkeitsanalysen vornimmt. Dieser Unterschied zeigt sich vor allem bei grossen Updates.

Die Abhängigkeitsauflösung ist bei beiden Werkzeugen gut. Pamac zeigt beim Entfernen von Paketen jedoch übersichtlicher an, welche weiteren Pakete betroffen sind. Das erweist sich als hilfreich, besonders beim Deinstallieren grösserer Pakete wie ganzer Desktop-Umgebungen.

Einsatz von Pacman

Für die tägliche Systempflege und wichtige Updates eignet sich Pacman besonders gut. Der Befehl sudo pacman -Syu stellt den zuverlässigsten Weg dar, das System auf den neuesten Stand zu bringen. Pacman ist hier schneller und weniger fehleranfällig als die grafische Variante.

Bei Systemproblemen oder Abstürzen von Pamac kommt keine Alternative an Pacman vorbei. Das Programm stellt die letzte Instanz dar und funktioniert immer, auch wenn die grafische Oberfläche nicht mehr startet. Für Skripte und Automatisierungen ist Pacman ebenfalls die bessere Wahl.

Einsatz von Pamac

Für die Installation neuer Software bietet sich Pamac an. Der Befehl pamac search liefert übersichtlichere Ergebnisse, und pamac install kann automatisch AUR-Pakete einbinden, ohne dass zusätzliche Parameter erforderlich sind.

Besonders beim Entfernen von Paketen schätze ich die klare Darstellung der Abhängigkeitsbäume. Pamac zeigt genau, welche Pakete mit entfernt werden, wenn ein Programm deinstalliert wird. Das hilft, böse Überraschungen zu vermeiden.

Für Einsteiger erweist sich Pamac durch die grafische Oberfläche und die besseren Fehlermeldungen als zugänglicher. Die Integration von AUR macht es zum vielseitigen Werkzeug der Paketverwaltung.

Die goldene Regel

Ein wichtiger Punkt: Pacman und Pamac sollten nie gleichzeitig genutzt werden. Beide Werkzeuge greifen auf dieselbe Datenbank zu und sperren sie während der Arbeit. Bei geöffneter grafischer Oberfläche von Pamac sollte diese geschlossen werden, bevor im Terminal Pacman verwendet wird. Andernfalls erscheint eine Fehlermeldung über eine gesperrte Datenbank.

Persönliche Empfehlung

Ich nutze beide Werkzeuge für unterschiedliche Zwecke. Für die grossen Systemupdates greife ich zu Pacman. Das Programm ist schneller und zuverlässiger, und ich behalte die volle Kontrolle über den Prozess. Für die Installation und Deinstallation von Programmen verwende ich Pamac, besonders bei AUR-Paketen.

Mit der Zeit entwickelt sich sicher ein eigenes Gefühl dafür, welches Werkzeug in welcher Situation besser liegt. Beide sind hervorragende Werkzeuge, und die Kombination aus beiden macht die Paketverwaltung unter Manjaro besonders mächtig und flexibel.

Feature-Vergleich Pacman vs. Pamac

Feature Pacman Pamac
Basis Native Arch-Linux-Paketverwaltung Von Manjaro entwickelte Oberfläche auf Pacman-Basis
Oberfläche Nur Kommandozeile Kommandozeile und grafische Benutzeroberfläche
Geschwindigkeit Sehr schnell, minimale Prüfungen Etwas langsamer durch mehr Sicherheitschecks
AUR-Unterstützung Nicht enthalten, nur über separate Helfer Integriert, ab Werk verfügbar
Flatpak-Unterstützung Nicht enthalten Integriert
Snap-Unterstützung Nicht enthalten Integriert
Abhängigkeitsauflösung Gut, aber kompakte Ausgabe Übersichtlich mit Baumstruktur
Update-Prozess sudo pacman -Syu pamac update oder GUI-Klick
Paketsuche pacman -Ss suchbegriff pamac search suchbegriff mit besserer Darstellung
Installation sudo pacman -S paketname pamac install paketname
Deinstallation sudo pacman -Rns paketname pamac remove paketname mit Abhängigkeitsanzeige
Fehlermeldungen Technisch, oft kryptisch Benutzerfreundlich, verständlicher
System-Upgrades Sehr zuverlässig, selten Fehler Gut, aber GUI kann bei Abstürzen Probleme machen
Skript- und Automatisierungstauglichkeit Hervorragend Eingeschränkt
Datenbanksperre Wird bei Nutzung gesetzt Wird bei Nutzung gesetzt
Paketquellen Offizielle Repositories Offizielle Repositories, AUR, Flatpak, Snap

Manjaro Paket Repositories

Die Paketverwaltung unter Manjaro basiert auf einem mehrschichtigen System verschiedener Quellen. Jede dieser Quellen hat ihre eigene Funktion und ihren Platz im Ökosystem. Hier die wichtigsten Repositories und Formate, die für die Arbeit mit Pacman und Pamac relevant sind.

Um 99% der Benutzeranforderungen abzudecken, reicht das Manjaro und das Flatpak Repository.

Das offizielle Manjaro Repository

Manjaro verwendet eigene, spezialisierte Software-Repositories, um dauerhafte Stabilität und Zuverlässigkeit zu gewährleisten. Ein grundlegender Punkt ist, dass Manjaro-Systeme keinen Zugriff auf die offiziellen Arch-Repositories haben. Stattdessen werden Softwarepakete aus den Arch-Quellen zunächst umfassend getestet und gegebenenfalls angepasst, bevor sie in die eigenen, stabilen Repositories von Manjaro übernommen werden.

Die Manjaro-Entwickler unterteilen ihre offiziellen Quellen in drei Zweige mit unterschiedlichen Stabilitätsstufen:

Der Stable-Zweig stellt die Standard-Repositories für die Allgemeinheit dar. Diese Pakete haben mehrere Teststufen durchlaufen und gelten als ausgereift und sicher für den täglichen Einsatz.

Der Testing-Zweig dient als Testumgebung für Pakete, die von den Manjaro-Entwicklern gebaut wurden. Dazu gehören Kernel, Kernelmodule, Nvidia-Grafiktreiber, Software-Patches und eigene Manjaro-Anwendungen. Diese Pakete werden hier auf mögliche Fehler und Stabilitätsprobleme überprüft, bevor sie in den Stable-Zweig gelangen. Dieser Zweig richtet sich an erfahrene Nutzer, die zur Verbesserung von Manjaro beitragen möchten.

Der Unstable-Zweig wird mehrmals täglich mit den stabilen Arch-Repositories synchronisiert. Pakete aus Arch gelten grundsätzlich als stabil, da sie von der Archlinux-QA und der Community geprüft wurden. Hier finden sich die neuesten Versionen von Kerneln, Kernelmodulen, Nvidia-Treibern und Manjaro-eigenen Anwendungen. Die Nutzung dieses Zweigs kann zu Problemen führen und ist nur für versierte Anwender geeignet, die kleinere Probleme selbst lösen können.

Eine Konsequenz dieses Testprozesses ist, dass Manjaro nie ganz so aktuell ist wie Arch Linux. Software kann Tage, Wochen oder unter Umständen sogar Monate später im Stable-Zweig erscheinen. Nutzer, die immer die neuesten Versionen wünschen, können auf den Testing- oder Unstable-Zweig wechseln.

Das Arch User Repository (AUR)

Das AUR ist ein von der Arch-Linux-Benutzergemeinschaft selbst verwaltetes Repository. Obwohl dieses Repository inoffiziell ist, können Softwarepakete von hier den Weg in das offizielle Community-Repository von Arch Linux finden, wenn sie populär genug werden.

Das AUR ist besonders nützlich, wenn eine Anwendung nicht in den offiziellen Manjaro-Repositories verfügbar ist. Es handelt sich jedoch nicht um ein gewöhnliches Paket-Repository mit vorgefertigten Binärdateien, sondern um eine Sammlung von PKGBUILD-Skripten. Diese Skripte enthalten Anweisungen, um die Software aus dem Quellcode oder von anderen Quellen zu bauen (selbst komplilieren) und für die Installation vorzubereiten.

Die Nutzung des AUR birgt potenzielle Risiken. Da es von der Community gepflegt wird, gibt es keine Garantie für die Funktionstüchtigkeit oder Sicherheit der Pakete. Mögliche Probleme sind:

  • Mehrere Versionen desselben Pakets
  • Veraltete Pakete
  • Beschädigte oder nur teilweise funktionierende Pakete
  • Falsch konfigurierte Pakete mit unnötigen oder fehlenden Abhängigkeiten
  • In extrem seltenen Fällen bösartige Pakete

Daher sollte vor der Installation eines AUR-Pakets die entsprechende Seite auf der AUR-Website aufgerufen werden, um die Kommentare von Nutzern und Paketentwicklern zu lesen, die wertvolle Warnungen oder Problemlösungen enthalten können. Das Manjaro-Team gewährt für Probleme, die aus AUR-Installationen resultieren, keinen Support. Auch kann es vorkommen, dass AUR-Pakete nach einem Manjaro-Update nicht mehr funktionieren. Mit Pamac lässt sich das AUR in den Einstellungen unter “Drittanbieter” oder “AUR” aktivieren. Für die Installation mit Pamac wird der Befehl pamac build paketname verwendet.

Flatpak

Flatpak ist ein Format zur Verteilung von Anwendungen, das weitgehend unabhängig von der darunterliegenden Linux-Distribution ist. Der Hauptvorteil von Flatpak liegt in der Unabhängigkeit von den Systembibliotheken. Eine Flatpak-Anwendung bringt ihre eigenen Abhängigkeiten mit, was Konflikte mit dem Basissystem vermeidet und oft aktuellere Versionen ermöglicht.

Ein weiterer Vorteil ist die gute Sandbox-Umgebung, die eine Kontrolle der Berechtigungen der Anwendung erlaubt. Der Haupt-Repository für Flatpak-Anwendungen ist Flathub. Die Integration von Flatpak in Manjaro erfolgt über Pamac. In den Einstellungen von Pamac kann unter “Drittanbieter” die Flatpak-Unterstützung aktiviert werden.

Die Zugriffsberechtigung von Flatpakpaketen kann sehr einfach mit dem Programm Flatseal bearbeitet werden. Klassischerweise fehlt z.B. der Zugriff auf die eigenen User Dateien. Um das für alle Flatpak Pakete zu machen, kann das im ersten Eintrag bei Flatseal “All Applications” eingestellt werden. Oder eben bei jedem Paket einzeln.

Snap

Wirklich nur nutzen, wenn es gar keine andere Möglichkeit gibt!

Snap ist ein von Canonical entwickeltes Paketformat, das ähnlich wie Flatpak auf Container-Isolation und Unabhängigkeit vom Basissystem setzt. Um Snap in Manjaro zu nutzen, muss das Paket snapd installiert und der dazugehörige Systemdienst aktiviert werden. Snap-Pakete werden oft über das Snap-Store installiert, können aber auch über die Kommandozeile mit sudo snap install paketname bezogen werden.

Einige Snap-Pakete haben eine strikte Isolation, was den Zugriff auf die Dateisysteme oder bestimmte Geräte einschränken kann. Die Zugriffsrechte kann mit dem Befehl snap verändert werden. Zudem ist die Paketgröße häufig größer als bei vergleichbaren Pacman-Paketen. Auch Snap kann in Pamac aktiviert werden, ebenfalls in den Einstellungen unter “Drittanbieter”.

Repositories aktiveren/deaktivieren

Das Aktivieren benötigt 2 Schritte

Schritt 1 - Konfiguration

Auf der Konsole/im Terminal können die Repositories folgendermaßen aktiviert oder deaktiviert werden. Dazu folgende Datei editieren

sudo vim /etc/pamac.conf

und Folgendes muss eingetragen werden. Oder auskommentiert mit #zum Entfernen.

# Kommentar 

EnableAUR
EnableFlatpak
#EnableSnap

Schritt 2 - Support installieren

AUR-Paketverwaltung

Die Pakete base-devel und git müssen installiert sein

pamac install base-devel git

Installieren

pamac build paketname

Flatpak - Paketverwaltung

pamac install flatpak
flatpak remote-add --if-not-exists flathub https://flathub.org/repo/flathub.flatpakrepo

Installation mit pamac. Installiert automatisch aus Flatpak, falls verfügbar

pamac install paketname

oder direkt mit flatpak

flatpak install flathub paketname

SNAP - Paketverwaltung

pamac install snapd
sudo systemctl enable --now snapd.socket

Für klassische Snap-Unterstützung

sudo ln -s /var/lib/snapd/snap /snap

Installation von Paketen. Installiert automatisch aus Snap, falls verfügbar

pamac install paketname

Oder direkt über Snap

sudo snap install paketname