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2026 Woche 42

gestern

Mozilla hat eine Partnerschaft mit der Anschutz Entertainment Group geschlossen. Neben Werbung für Firefox an Berliner Veranstaltungsstätten gehört dazu auch ein eigener Einlass für Nutzer von Firefox.

Seit diesem Monat ist Firefox rund um die Uber Arena, die Uber Eats Music Hall und den Uber Platz in Berlin präsent. Die von Mozilla angekündigte Partnerschaft mit der Anschutz Entertainment Group, kurz AEG, startet zur Konzertsaison sowie während der laufenden Basketball- und Eishockeysaison. Auch das Firefox-Maskottchen Kit soll vor Ort anzutreffen sein.

Für Besucher der Uber Arena gibt es dabei einen konkreten Vorteil: Wer Firefox auf seinem Smartphone installiert hat, kann die sogenannte „Firefox Fast Lane” nutzen und damit die reguläre Warteschlange umgehen. Wer den Browser noch nicht installiert hat, findet direkt an diesem Einlass einen QR-Code zum Download von Firefox.

Firefox-Maskottchen Kit

Nachdem Mozilla im Sommer bereits eine Partnerschaft mit dem walisischen Fußballverein Wrexham AFC als Trikot-Sponsor angekündigt hatte, folgt damit eine weitere Marketing-Aktion außerhalb des Internets, dieses Mal in Deutschland.

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17. Oktober 2026

Am 09.10.26 hat der Kernel-Entwickler Sasha Levin einen Patch veröffentlicht der in der Dokumentation die Verpflichtung entfernt, dass man einen Hinweis erstellen muss, wenn man LLM zum Erstellen eines Patches verwendet hat. Daraus hat sich natürlich eine Diskussion entwickelt, an der sich auch Linus Torvalds beteiligt hat.

Torvalds ist ja dafür bekannt, dass er seine Meinung unmissverständlich wiedergibt. So auch in diesem Fall.

On Tue, 13 Oct 2026 at 13:16, Laurent Pinchart laurent.pinchart@ideasonboard.com wrote:

What this is about is setting our expectations, telling what we want and what we don’t want.

No. What you are about is something entirely different. It has nothing to do with “expectations”, and it has everything to do with your hangups.

I don’t understand this whole idiotic concept of “don’t use AI for X”.

Here’s a new rule just for you: don’t use compilers for any of your kernel submissions.

Because if you can’t show that you really understand what the machine is actually doing by writing your code in assembler, then I don’t want to see your code contribution. You clearly aren’t competent if you can’t write it that way.

And btw, you had better not use an editor to write that commit message either.

Because I need you to show me that you can actually write a good commit message without using tools that make it easy to backspace and hide the mistakes you made while typing.

Ok?

Because otherwise those tool-assisted commits of yours clearly aren’t showing that you know what you are doing.

Do you not see how UTTERLY STUPID those kinds of rules would be?

So no. We’re not going to make stupid rules that say “you can’t use tools for X”.

The kind of expectations I have is that people do their best and I expect people to understand what they are doing.

But that understanding has very little to do with what tools they use.

And quite honestly, in my experience, the people I respect and call intelligent are not the ones that shy away from using new and interesting tools.

               Linus

Und irgendwie hat er meiner Meinung nach recht.

LLM sind Werkzeuge. Und Werkzeuge sind nicht generell gut oder schlecht. Es kommt immer auf den jeweiligen Nutzer an. Ja mit LLM wird viel Mist gebaut. Oder sollte ich sagen erstellt? Aber eben nicht nur. Hugo und Leafwiki wären beispielsweise zwei Projekte, die ich selbst nutze und die trotz der Verwendung von LLM gut funktionieren. Genauso wie ich Tools nutze die keine LLM nutzen und mir schon Probleme bereitet haben.

Ja, aber was ist mit der Lizenz? Vor dieser Gefahr wird schon seit es LLM gibt, gewarnt. Ja was ist damit? Welchen Unterschied macht es, wenn jemand einen Pull Request mit einem LLM erstellt hat oder wenn diese Person einen Pull Request erstellt hat und in diesem Code von beispielsweise Stack Overflow übernommen hat, ohne die Lizenz zu kennen oder diese zu berücksichtigen? Aus meiner Sicht keinen. In beiden Fällen ist derjenige der den Pull Request erstellt hat verantwortlich. Genauso wie er dafür verantwortlich ist, dass sein Beitrag zu einem Projekt funktioniert.

14. Oktober 2026

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 158 eine neue Version seines Open Source E-Mail-Clients für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 158

Mit Thunderbird 158 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht. Die neue Version verbessert die Reaktionsgeschwindigkeit der Schnellfilterleiste. Ansonsten gab es auch wieder eine ganze Reihe von Verbesserungen unter der Haube und Fehlerkorrekturen, welche sich wie immer in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen. Auch Sicherheitslücken wurden im neuesten Update wieder behoben.

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13. Oktober 2026

Mozilla hat Firefox 158 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Eigene Hintergrundbilder für Firefox-Startseite

Neben der Auswahl eines mitgelieferten Hintergrundbildes für die Firefox-Startseite besteht schon länger die Möglichkeit, ein eigenes Bild zu verwenden. Bislang wurde mit der Auswahl eines eigenen Bildes ein bereits vorher gespeichertes Bild überschrieben. Ab sofort behält Firefox eigene Bilder, sodass Nutzer ihre eigene Kategorie befüllen können, um daraus dann je nach Bedarf und Laune das Bild auswählen zu können.

Firefox unterstützt JPEG XL (JXL)

JPEG-XL, oder kurz: JXL, ist ein Bildformat, welches anderen Bildformaten in vielen Aspekten überlegen ist. Mit JPEG XL sind gegenüber aktuell unterstützten Bildformaten, einschließlich WebP, aber weniger gegenüber AVIF, weitere Reduzierungen der Dateigrößen bei gleichbleibender Qualität oder höhere Qualität ohne Erhöhung der Dateigrößen von Bildern möglich sind.

Sonstige Neuerungen von Firefox 158

Die Sync-Promotion im Anwendungsmenü für Nutzer, die noch keine Synchronisation nutzen, wurde kompakter gestaltet und lässt sich vom Benutzer jetzt auf Wunsch entfernen.

Firefox erstellt nun barrierefreiere PDF-Dateien, wenn eine Seite als PDF gespeichert wird, sowie beim Drucken unter macOS und Linux. Mit der verbesserten Implementierung werden auch verschiedene Probleme bei der Darstellung von PDF-Dateien behoben, wie beispielsweise fehlende mathematische Symbole.

Firefox rundet die Scrollpositionen nicht mehr auf ganze Bildschirmpixel auf. Das Scrollen verläuft nun flüssiger und präziser, insbesondere auf hochauflösenden Bildschirmen oder wenn eine Seite vergrößert ist.

Die Übersetzungsfunktion von Firefox unterstützt ab sofort auch die Sprachen Albanisch, Weißrussisch sowie Filipino.

Die Reihenfolge der Sidebar-Tools wurde angepasst. Außerdem wurde die Chronik-Sidebar um die Option erweitert, die Einträge nach der Anzahl der Besuche zu sortieren.

Bei Tabs, die in einer geteilten Ansicht geöffnet sind, lassen sich nun auch die Tabs bei Klick leicht außerhalb der Kanten auswählen, um Fitt’s Law gerecht zu werden, wie es bei regulären Tabs auch der Fall ist.

Wenn man in einem sogenannten Intelligenten Fenster in ein Formularfeld klickt oder die Option „Aus Quellen ausfüllen“ auswählt, schlägt Firefox nun Daten vor, die auf relevanten geöffneten Tabs und gespeicherten Daten für die automatische Ausfüllung basieren. Diese Neuerung wird schrittweise ausgerollt.

Die Seite about:pdf#features zeigt eine Übersicht von Funktionen an, die Firefox als PDF-Betrachter anbietet.

Auch in Firefox 158 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 158 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Darüber hinaus gab es diverse Korrekturen und Optimierungen, welche in den offiziellen Release Notes näher beschrieben werden. Eine Korrektur in Firefox 158 ist, dass gespeicherte Tab-Gruppen nicht länger verloren gehen sollten, wenn der Browser abstürzt.

Verbesserungen der Webplattform lassen sich in den MDN web docs nachlesen.

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12. Oktober 2026

Mozilla hat Firefox Enterprise vorgestellt. Damit können Unternehmen und andere Organisationen Firefox zentral verwalten, die Weitergabe von Daten einschränken und Regeln für die Nutzung von KI festlegen. Professioneller Support ist ebenfalls enthalten.

Mit Firefox Enterprise erweitert Mozilla sein Angebot für Unternehmen und andere Organisationen. Dieses richtet sich vor allem an diejenigen, die besondere Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz haben und mehr Kontrolle darüber benötigen, wie der Browser im Arbeitsalltag genutzt wird.

Firefox auf eigener Infrastruktur verwalten

Herzstück von Firefox Enterprise ist eine Verwaltungskonsole, welche auf der eigenen IT-Infrastruktur betrieben wird. Darüber können Administratoren Einstellungen und Zugriffsrechte für die gesamte Organisation, einzelne Gruppen oder bestimmte Nutzer festlegen. Auch Erweiterungen und deren Zugriffsrechte lassen sich zentral steuern.

Dabei entscheidet die Organisation selbst, wo Verwaltungsdaten, Richtlinien und Telemetrie gespeichert werden und welche externen Dienste Firefox kontaktieren darf. Für die Verwaltung ist sie damit nicht auf eine von Mozilla betriebene Infrastruktur angewiesen.

Vorhandene Systeme zur Anmeldung und Sicherheitsüberwachung können eingebunden werden. Beispielsweise lässt sich der Zugriff davon abhängig machen, wer sich anmeldet und ob das verwendete Gerät die Sicherheitsanforderungen erfüllt. Browserereignisse und Änderungen durch Administratoren können an bestehende SIEM-Systeme zur zentralen Sicherheitsüberwachung übermittelt werden.

Auch Mitarbeiter und externe Partner können von firmeneigenen oder privaten Geräten auf bestimmte interne Webanwendungen zugreifen. Dabei lässt sich der Zugriff auf einzelne Anwendungen begrenzen, ohne das gesamte Unternehmensnetzwerk zugänglich zu machen. Für solche Anwendungsfälle soll Firefox Enterprise den Bedarf an VPN-Verbindungen oder virtuellen Desktops reduzieren.

Datenweitergabe und KI-Nutzung einschränken

Firefox Enterprise enthält Funktionen zur sogenannten Data Loss Prevention, kurz DLP. Damit lässt sich beispielsweise festlegen, dass auf bestimmten Domains keine Dateien hochgeladen oder Inhalte per Kopieren und Einfügen übertragen werden dürfen. Je nach Regel kann Firefox eine Warnung anzeigen oder die Aktion blockieren. Auch Downloads lassen sich auf diese Weise kontrollieren. Bereits eingesetzte DLP-Lösungen können ebenfalls eingebunden werden.

Für KI-Dienste können Organisationen festlegen, welche erlaubt, eingeschränkt oder gesperrt sind. Die KI-Funktionen des Browsers lassen sich auch vollständig deaktivieren. So können Unternehmen beispielsweise verhindern, dass vertrauliche Informationen über nicht freigegebene KI-Dienste weitergegeben werden.

Über den „Lockdown Mode” können festgelegte Websites in einer besonders abgesicherten Browserumgebung geöffnet werden. Dabei lassen sich unter anderem Downloads, die Zwischenablage, Entwicklerwerkzeuge und bestimmte Web-APIs einschränken. Die Verarbeitung erfolgt direkt im Browser, ohne die Inhalte auf einem entfernten Server rendern zu müssen. Außerdem nennt Mozilla zentral verwaltete Sicherheitsupdates als Bestandteil des Angebots.

Abonnement inklusive Support

Firefox Enterprise ist ein kostenpflichtiges Angebot im Abonnement. Enthalten ist der Standard-Tarif von Firefox Professional Support. Darüber erhalten IT-Teams direkten Zugang zu Firefox-Experten bei Mozilla, definierte Reaktionszeiten und Unterstützung bei Einrichtung, Richtlinien und Updates.

Ein optionaler Premium-Tarif bietet unter anderem einen festen technischen Ansprechpartner und regelmäßige Abstimmungstermine. Wer den regulären Firefox im Unternehmen einsetzt, kann Firefox Professional Support auch separat buchen.

Konkrete Preise nennt Mozilla nicht. Interessierte Organisationen können eine Demo anfordern oder den Vertrieb kontaktieren.

Zum Start ist Firefox Enterprise europaweit verfügbar. Der Vertrieb konzentriert sich zunächst auf Deutschland, Österreich, die Schweiz und Frankreich. Weitere Märkte sollen folgen.

Auch Thunderbird Enterprise geplant

Mozilla arbeitet außerdem an Thunderbird Enterprise. Darüber sollen künftig auch E-Mails, Kalender und Kontakte über die Verwaltungskonsole von Firefox Enterprise zentral verwaltet werden können. Einen Veröffentlichungstermin gibt es dafür noch nicht.

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