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2026 Woche 09

28. Februar 2026

sudo-rs hat sich zum Ziel gesetzt, einen Ersatz für das klassische sudo bereitzustellen. Dabei setzt das Projekt auf Rust, um eine "safety oriented and memory safe implementation" zu realisieren.

Hintergrund

Kurz zum Hintergrund: sudo unterscheidet sich von normalen Kommandos dadurch, dass das setuid-Flag der Binary gesetzt ist und das Programm beim Aufruf direkt mit Root-Rechten gestartet wird. Die Privilege Escalation ist wiederum die Voraussetzung dafür, dass ein Nutzer nach erfolgreicher Authentifizierung Root-Rechte annehmen kann. Sind jedoch im sudo-Programm selbst Bugs vorhanden, wird die Rechteerweiterung zum Sicherheitsrisiko. Wichtig an dieser Stelle: Privilege Escalation bezeichnet zunächst nur die Technik. Sie tritt häufig als Folge von Sicherheitslücken auf, hat aber auch legitime Einsatzszenarien.

Die gesamte Sicherheit hängt also von den Werkzeugen ab, die über setuid-Privilegien verfügen. Genau hier möchte sudo-rs ansetzen und eine Implementierung anbieten, die vom Speichersicherheitsmodell von Rust profitiert, um das Risiko bisher unentdeckter Sicherheitslücken in der Speicherverwaltung zu reduzieren.

Neue Darstellung von Passwörtern

Dass sudo-rs kein vollständiges Drop-in-Replacement wird, zeigt die Änderung, dass Passwörter nun standardmäßig in der Konsole maskiert angezeigt werden. Bisher hat sudo jegliche Ausgabe unterdrückt.

Administratoren, die dieses Verhalten abstellen wollen, können Defaults !pwfeedback in die sudoers-Datei einfügen. Das ist insbesondere dann relevant, wenn andere Programme davon abhängen, z. B. in Unit-Tests.

Die spannende Frage, die sich hierbei natürlich stellt, betrifft die Sicherheit. Natürlich ergibt sich ein neuer Seitenkanal, da ein Angreifer, der auf den Bildschirm schauen kann, die Länge des Passworts erfährt. Dabei sollte man allerdings im Hinterkopf behalten, dass bereits vor 25 Jahren demonstriert wurde, dass aus SSH-Sitzungen anhand der Paket-Timings während der Tastenanschläge Passwörter rekonstruiert werden können. Für einen Angreifer mit Fähigkeiten zur Massenüberwachung ergeben sich demnach keine grundlegend neuen Informationen.

Mit Ubuntu 26.04 LTS dabei

sudo-rs wurde bereits in Ubuntu 25.10 eingeführt. Ubuntu 26.04 wird damit der erste LTS-Release sein, der das neue Tooling nutzt.

Kurze News über Ubuntu 26.04 mit den Änderungen zu Sudo



Mit Ubuntu 26.04 LTS (Resolute Raccoon) gibt es wieder einige spannende Neuerungen – besonders im Bereich SUDO und Superuser-Berechtigungen. Diese Änderungen sind nicht nur für Administratoren relevant, sondern auch für alle, die ihr System sicher und effizient nutzen möchten.

Im Normalfall werden hier solche News nicht vorbereitet, aber ich finde diese News sehr interessant und habe mir gedacht, das könnte auch hier relevant sein. 

Mit der neuen Version gibt es wieder ein Passwort-Feedback beim Tippen in Form von Sternchen, das gab es bisher nicht. 
Falls man das nicht möchte, kannst du es in der /etc/sudoers-Datei mit Defaults !pwfeedback deaktivieren.

Sudo-rs: Mehr Sicherheit durch Rust

Ubuntu 26.04 führt sudo-rs ein – eine Rust-basierte Implementierung von SUDO. Da Rust bekannt ist für die Speichersicherheit, bedeutet dies:

  1. Weniger Risiko für Pufferüberläufe und andere Sicherheitslücken
  2. Stabilere Performance, besonders bei komplexen Berechtigungsabfragen.

Sicherheitsupdates: Geschlossene Lücken und strengere Regeln

Ubuntu 26.04 behebt zwei kritische Sicherheitslücken (CVE-2025-32462 und CVE-2025-32463), die lokale Privilegieneskalationen ermöglichten. Zudem gibt es strengere Standardkonfigurationen:

  • env_reset wird standardmäßig aktiviert, um Umgebungsvariablen zu bereinigen.
  • secure_path sorgt dafür, dass nur sichere Pfade für die Befehlsausführung genutzt werden.

Wann erscheint Ubuntu 26.04?

Voraussichtlich am 23.04.2026 wird das Update ausgerollt, zusammen mit dem Kernel 6.18 oder 6.20 LTS. 

Neben dieser Änderung bezüglich Administrationsrechten gibt es natürlich viel mehr Änderungen, aber ich wollte mich bewusst nur auf diese Neuigkeit konzentrieren.

Quelle: https://github.com/trifectatechfoundation/sudo-rs


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25. Februar 2026

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 148 eine neue Version seines Open Source E-Mail-Clients für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 148

Mit Thunderbird 148 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht. Die neue Version bringt kleinere Verbesserungen und eine ganze Reihe von Fehlerkorrekturen, welche sich wie immer in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen. Unter anderem stehen „Favoriten“ jetzt als Ziel für die Funktion „Verschieben nach“ zur Verfügung und Konten bei Yahoo, AOL und AT&T wurden auf das sicherere Authentifizierungsprotokoll PKCE umgestellt. Auch Sicherheitslücken wurden im neuesten Update wieder behoben.

Der Beitrag Thunderbird 148 veröffentlicht erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

24. Februar 2026

Mozilla hat Firefox 148 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

„Kill Switch” für KI-Funktionen

Künstliche Intelligenz (KI) ist ein Thema, welches mittlerweile omnipräsent ist. Die einen lieben es, andere möchten am liebsten gar nichts damit zu tun haben. Sämtliche KI-Funktionen in Firefox waren vom ersten Tag an optional. Außerdem setzt Mozilla für eine verbesserte Privatsphäre bevorzugt auf lokale KI anstelle von Cloud-basierten KI-Lösungen.

Um die Verwaltung von KI-Funktionen noch einfacher zu machen, hat Mozilla die Firefox-Einstellungen um einen zusätzlichen Bereich mit der Bezeichnung „KI-Einstellungen” erweitert. Dieser neue Bereich bietet einen Ort, um alle KI-Funktionen zentral zu steuern. Außerdem gibt es für jede Einstellung einen kurzen Erklärungstext sowie einen Link mit detaillierten Informationen.

Darüber hinaus bietet Firefox einen globalen Schalter zum Ein- und Ausschalten von KI-Funktionen an – welcher auch alle zukünftigen KI-Features abschaltet. Andere Medien hatten in diesem Zusammenhang häufig von einem sogenannten „Kill Switch” gesprochen.

AI Kill Switch in Firefox 148

Firefox 148 bietet Einstellungen für fünf KI-basierte Funktionen an: Übersetzungen von Websites in andere Sprachen, die Generierung von Alternativtexten beim Hinzufügen von Bildern in PDF-Dateien, um deren Barrierefreiheit zu verbessern, Vorschläge für andere Tabs sowie Beschriftungen für Tab-Gruppen, KI-Zusammenfassungen für die Link-Vorschau sowie diverse Chatbots in der Sidebar. Nutzer, die Firefox auf Deutsch nutzen, sehen lediglich Optionen für die Funktionen, die für Nutzer in deutscher Sprache verfügbar sind, da die anderen Optionen für entsprechende Nutzer ohnehin nicht relevant sind.

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Auch in Firefox 148 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 148 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Sonstige Endnutzer-Neuerungen in Firefox 148

Die Backup-Funktion steht nun auch für Nutzer von Windows 10 zur Verfügung, die Firefox so konfiguriert haben, dass Browserdaten beim Beenden gelöscht werden. Dabei werden die Daten, die beim Beenden von Firefox gelöscht werden sollen, vom Backup ausgeschlossen.

Neben einer vollständigen Website-Übersetzung, welche vollständig lokal arbeitet, bietet Firefox auch die Möglichkeit einer freien Textübersetzung via about:translations an. Diese Seite nutzt nun auch die Oberflächen-Sprache von Firefox, statt immer auf Englisch zu sein, und hat eine Schaltfläche zum Leeren des Feldes für den Originaltext sowie eine Schaltfläche zum Kopieren der Übersetzung erhalten. Außerdem werden jetzt auch Übersetzungen von und nach traditionellem Chinesisch sowie ins Vietnamesische unterstützt.

Verbesserungen aus der Ferne wurden von der Telemetrie-Anforderung entkoppelt. Damit können nun auch ohne aktivierte Telemetrie Verbesserungen zwischen den Updates empfangen werden. Beides lässt sich unabhängig voneinander in den Firefox-Einstellungen aktivieren oder deaktivieren.

Hintergrundbilder auf der Firefox-Startseite funktionieren jetzt auch für Tabumgebungen.

Die Screenreader-Unterstützung für in PDF-Dateien eingebettete mathematische Formeln wurde verbessert.

Verbesserungen der Webplattform

Firefox 148 ist der erste Browser, der die neue Sanitizer API unterstützt, um nicht vertrauenswürdigen HTML-Code zu bereinigen, bevor er in das DOM eingefügt wird.

Die Trusted Types API stellt sicher, dass Eingaben eine vom Benutzer festgelegte Transformationsfunktion durchlaufen haben, bevor sie an eine API weitergeleitet werden, die diese Eingaben möglicherweise ausführt.

Das paste-Kommando kann nun mit Document.execCommand() in Webinhalten und nicht mehr nur in Erweiterungen verwendet werden. Dies unterliegt denselben Sicherheitsüberlegungen wie die Clipboard-API, z. B. der Notwendigkeit einer vorübergehenden Aktivierung und der Bestätigung durch den Benutzer beim Einfügen von Cross-Origin-Inhalten.

Firefox unterstützt nun die CSS-Funktion shape(), mit der reaktionsfähige Freiformformen in Eigenschaften definiert werden können. Im Gegensatz zu path() verwendet sie die Standard-CSS-Syntax, unterstützt verschiedene CSS-Einheiten und erlaubt mathematische Funktionen.

Die Durchstreichung von Text konnte auf hochauflösenden Bildschirmen im Vergleich zu anderen Browsern zu fein dargestellt werden, was in Firefox 148 verbessert worden ist.

Service Worker ermöglichen jetzt auch die Ausführung von WebGPU im Hintergrund, was besonders für Erweiterungen und andere Seiten nützlich ist, die Ressourcen sinnvoll über mehrere Tabs und Zeiträume hinweg gemeinsam nutzen können.

Die Unterstützung für asm.js wurde deaktiviert, da mit WebAssembly seit langer Zeit eine bessere Nachfolge-Technologie zur Verfügung steht.

Dies war nur eine Auswahl. Weitere Verbesserungen der Webplattform und für Erweiterungsentwickler lassen sich wie immer in den MDN Web Docs nachlesen.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 148 – inklusive „KI Kill Switch” erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.