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3. November 2022

In meiner Karriere arbeitete ich in verschiedenen Aufgabengebieten in verschiedenen Firmen, teils intern, teils extern, teils in kleinen, teils in größeren Firmen. Von Anfang an waren mir dabei zwei Dinge wichtig: Ich wollte zum einen möglichst zügig meine Aufgaben erledigen, aber ich wollte zum anderen auch, dass die Qualität stimmt. Letztendlich geht beides Hand in Hand: Wenn die Qualität stimmt und alles ordentlich implementiert wurde, dann sind die Aufgaben auch zügig erledigt. Wenn nicht, dann holten einem die fehlerhaften Implementierungen schneller ein, als einem lieb war.

Die Realität sah allerdings häufig so aus: Die verschiedenen Kollegen in den verschiedenen Firmen haben sich häufig nur auf den ersten Punkt: Hauptsache die Arbeit ist schnell erledigt. Das hieß konkret, dass jeder für sich die Änderungen implementiert und direkt in das Repository gepusht hat, ohne dass ein Code-Review stattgefunden hat. Auf den ersten Blick funktioniert es ja, also ist alles kein Problem, schließlich wurde so ja schon seit 20 Jahren gearbeitet.

Die Probleme türmten sich häufig allerdings nachgelagert auf. Zu häufig wurde Code mit geringer Qualität implementiert. Zu häufig führten die Änderungen zu Problemen nach dem Ausrollen, weil viele Tests, wenn überhaupt, nur halbherzig umgesetzt wurden. Für mich und die anderen Kollegen, denen gute Qualität auch wichtig war, führte das dazu, dass man erst angefangen hat, die eigentlichen Probleme zu umschiffen, bevor man dann versucht hat das Team und die Teamleitung zu überzeugen, lieber einen Schritt langsamer zu machen, damit man hinterher weniger Probleme hat. Der ersten und einfachsten Schritte, die wir jeweils vorgeschlagen haben, waren die Einführung von Code-Review, sowie durchgängiges automatisiertes Testen aller Änderungen, bevor diese die den Hauptentwicklungsbranch gemergt werden. Erst im zweiten Schritt ging es dann an das kontinuierliche Ausrollen der Software.

Die erste Herausforderung war es also, sowohl das Team, als auch die Teamleitung und ggf. auch weitere Führungskräfte zu überzeugen, hier einen Schritt langsamer zu gehen, um dafür mittel- und langfristig weniger Probleme zu haben, um somit produktiver zu sein. Die angeführten Ideen führten bloß selten auf Anhieb auf Begeisterung. Gängige Argumente waren dann eher dieser Natur:

  • „Das haben wir doch schon immer so gemacht.“
  • „Wir haben so viel zu tun, wir haben keine Zeit für Code-Review.“
  • „Dieser Mehraufwand kommt doch gar nicht beim Kunden an.“

Teilweise konnte man die Bedenken ja auch gut nachvollziehen, schließlich lief das Business ja schon ein bis zwei Jahrzehnte. Stellenweise konnten die Bedenken zumindest für das einzelne Team ausgeräumt werden. Mal halfen einfache Argumente, mal wurde eine Testphase gestartet. Zu Problemen kam es dann bei diesen Testphasen allerdings auch, denn nicht selten blieben Reviews liegen oder wurden einfach blind durchgewunken, sodass sich scheinbar nur Nachteile gebildet haben.

Gerade diese Woche hatte ich eine Diskussion mit einem Software-Engineer eines Kunden, der ebenfalls der Meinung war, dass Code-Reviews nicht gebraucht wird, schließlich arbeiten sie ja schon immer so und es ist “gut”. Auf die Frage, was denn “gut” heißt, hieß es nur: “Wir releasen alle zwei Wochen!”. Eine nachvollziehbare Metrik ist das hingegen nicht, schließlich kann alle zwei Wochen Code mit schlechter Qualität ausgeliefert werden, der zudem sehr ineffizient entwickelt wurde.

Was also in der Praxis gefehlt hat, sind Fakten. So stellte man sich häufig die Fragen: Hat es sich verbessert oder verschlechtert? Wie sehr hat es sich verbessert oder verschlechtert? Was genau ist denn nun besser oder eben schlechter?

Die Bewertung erfolgte letztendlich häufig aus einem Bauchgefühl heraus und weniger nach klaren Fakten. Und genau hier haben damals, wie teilweise auch heute, Tatsachen gefehlt. Für diese Fakten gibt es einige Metriken, wodurch man als Team besser entscheiden kann, wo es etwas zu verbessern gibt und wo vielleicht einige Experimente nicht von Erfolg gekrönt waren.

Die DORA-Metriken

Damals, als ich vor den zuvor erläuterten argumentativen Problemen stand, war DevOps als Kultur noch kein bekanntes Thema. Viele kulturelle Aspekte von DevOps waren allerdings schon vor der Entstehung des Begriffs schon relevant. Was allerdings aus dem DevOps-Movement entstanden ist und mir damals für die Argumentation geholfen hätte, sind die DORA-Metriken.

Die DORA-Metriken sind vier Metriken, womit sich der Erfolg von DevOps messen lassen. Entwickelt und benannt sind sie von der “DevOps Research and Assessment”. Folgende vier Metriken gibt es:

  1. Deployment Frequency
  2. Lead Time
  3. Change Failure Rate
  4. Time to Restore Service

Diese Metriken werden vor allem vom Management herangezogen, um zu schauen, wie gut die DevOps-Prozesse denn in dem Unternehmen funktionieren. Es lohnt sich allerdings, diese Metriken auch mal aus einem anderen Blickwinkel anzuschauen, der häufig vergessen wird, nämlich der Entwicklerproduktivität.

Deployment Frequency: Diese Metrik gibt an, wie oft ein Deployment stattfindet. Hier gilt grundsätzlich: Je häufiger, desto besser, denn so landen die Änderungen, die implementiert wurden, schnell bei den Endbenutzern. Für die Entwickler heißt es letztendlich, dass diese langsam daran hingeführt werden müssen, damit sie das Vertrauen in das eigene Projekt aufbauen können, um häufig deployen zu können. Und um das umzusetzen, müssen weitere Methoden und Prozesse eingeführt werden, um das Vertrauen eben zu stärken. Genau hier spielen Punkte wie Code-Review hinein. Diese Metrik komplett alleine sagt allerdings noch nicht viel aus.

Lead Time: Zu Beginn dieses Artikels ging es ja um das zügige Abschließen der zugewiesenen Arbeit. Das ist auch ein Teil, der für die Lead Time relevant ist. Diese gibt an, wie lange es dauert, bis ein Commit, der erstellt wurde, auf die Produktivumgebung ausgerollt wurde. Dies geht also auch Hand in Hand mit der Deployment Frequency daher.

Change Failure Rate: Bisher unbeachtet waren bei den ersten beiden Metriken war, was passiert, wenn Fehler auftreten. Eine hohe Deployment Frequency und eine schnelle Lead Time ist schön und gut, allerdings bringt das alles nicht so viel, wenn viele Fehler auftreten. Genau dafür steht die dritte Metrik da, die Change Failure Rate, bei der gemessen wird, wie hoch die Fehlerhäufigkeit nach Deployments ist.

Time to Restore Service: Falls nun Fehler auftreten, sollte diese möglichst zügig korrigiert werden. Mit der Time to Restore Service Metrik wird daher angegeben, wie lange es dauert, bis der Dienst bei einem Fehler wieder zur Verfügung steht.

Fazit

Für die einen oder anderen dürften die DORA-Metriken nichts Neues sein. Allerdings wird es meiner Einschätzung nach häufig eben nur mit dem Blick des Managements für die Endnutzer draufgeschaut und weniger aus dem Blick des Teams und deren Produktivität. Dabei lassen sich gerade diese Metriken auch dafür wunderbar nutzen, etwa um Entscheidungen im Entwicklungsprozess zu begutachten, ob es nun etwas besser oder schlechter gemacht hat. Dabei ist wichtig, dass man nicht nur diese Metriken kennt, sondern diese auch Tool-unterstützt einfach herauslesen kann. Anschließend kann es nicht nur für die DevOps-Produktivität verwendet werden, sondern auch als Vehikel für Entwicklungsprozesse verwendet werden.

Mein Appell lautet daher: Einfach mal überlegen und schauen, wie der Entwicklungsprozess verschlankt und effizienter gemacht werden kann, damit nicht nur die Effizienz der Personen gesteigert wird, sondern auch deren Zufriedenheit. Denn das Wichtigste ist am Ende ja, dass die Software-Entwicklungsteams genau das tun, wofür sie angestellt wurden: Software entwickeln, ohne zu viele Steine in den Weg gelegt zu bekommen.

2. November 2022

Mozilla hat die Gründung von Mozilla Ventures bekannt gegeben. Dabei handelt es sich um einen Risikokapitalfonds für Startups – zunächst ausgestattet mit mindestens 35 Millionen Dollar.

Wie Mozilla heute angekündigt hat, wird Anfang des kommenden Jahres Mozilla Ventures offiziell starten. Darüber möchte Mozilla in die frühe Phase von Startups investieren, welche das Internet und die Tech-Industrie in eine bessere Richtung bringen. Wichtig ist dabei, dass die Unternehmen und deren Gründer Mozillas Werte teilen: Datenschutz, Inklusion, Transparenz, Zugänglichkeit, Menschenwürde.

Bereits früher hatte Mozilla im Rahmen anderer Programme diverse Investitionen getätigt und Mentoring für Unternehmen geboten. Mozilla sah aber die Notwendigkeit, mehr und dies systematisch über einen längeren Zeitraum zu machen. Diesen Bedarf soll Mozilla Ventures decken. Der Fonds soll mit einem Risikokapital in Höhe von mindestens 35 Millionen Dollar ausgestattet sein.

Während sich Mozilla noch in Gesprächen mit potentiellen Co-Investoren befindet, finden schon die ersten Investitionen statt. Neben heylogin, einem Passwort-Manager aus Deutschland, über deren Investment durch Mozilla ich letzten Monat berichtet hatte, nennt Mozilla bereits zwei weitere Investitionen. Secure AI Labs entwickelt Sicherheits- und KI-Technologie zum Schutz von Patientendaten. Block Party entwickelt eine App, welche es Menschen ermöglicht, die regelmäßig belästigt werden, sich sicher an öffentlichen Konversationen in sozialen Medien zu beteiligen.

Der Beitrag Mozilla Ventures – Mozilla investiert mindestens 35 Millionen Dollar in Startups erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

1. November 2022

Nginx wird Angie - Ein neuer Fork ist da

Spannende Entwicklung bei nginx. Der Browser der zuletzt unter dem Haus von F5 Networks entwickelt wurde bekommt einen Fork, der auf den Namen Angie hört. Einige der original Entwickler von nginx sollen ebenfalls an Board sein.

linuxiac.com schreibt dazu:

It is part of F5 Networks Inc., which bought it in March 2019 for $670 million to help them evolve from a hardware company to a more services-focused one.
In August this year, F5 Networks Inc., which owns the rights to NGINX and is responsible for its development, discontinued its operations in Russia, leaving the market entirely.
Almost all of the developers in the Russia office have accepted offers to relocate to San Jose, California. However, things seem to have changed.
Some of the NGINX lead engineers have returned, and as a result, a new company, Web Server LLC, has been established with its flagship product – Angie web server.

Persönlich ist es mir auch aufgefallen, dass die Entwicklung von nginx seit einiger Zeit eingeschlafen ist bzw. einen deutlich langsameren Einruck machte.

Einen ersten öffentlichen Release gibt es auch schon. Version 1.0 steht auf GitHub zum Download bereit.

Es gibt allerdings auch bereits eine englische - rudimentäre - Dokumentation. Dort wird beschrieben, wie man Angie über die Paketquellen installieren kann. Zum jetzigen Zeitpunkt werden Debian 10 und 11, sowie Ubuntu 20.04 und 22.04 unterstützt.

Die Installation kann als Drop-In erfolgen, da Angie 1.0 auf nginx 1.23.1 aufbaut. In meinem Test-Setup klappte das problemlos, jedoch muss man hier die neuen Pfade beachten. Sonstige Unterschiede konnte ich bisher nicht bemerken, meine Konfiguration lief mit wenigen Anpassungen ohne Probleme weiter.

31. Oktober 2022

Mozilla hat mit Firefox 106.0.3 ein Update außer der Reihe für seinen Desktop-Browser veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion.

Download Mozilla Firefox 106.0.3

Mit dem Update auf Firefox 106.0.3 behebt Mozilla ein Problem in Zusammenhang mit einem neuen Zwischenablage-Feature von Windows 11 22H2 („Empfohlene Aktionen“), welches in einem Einfrieren des Browsers beim Kopieren von Text auf einer Website resultieren konnte. Eigentlich sollte dieses Problem durch Microsoft behoben werden und war es in einer Vorabversion auch schon, aber offensichtlich hat Microsoft den Bugfix aus der finalen Windows-Version gestrichen, so dass Mozilla nun selbst Maßnahmen ergriffen hat, um dem Problem entgegen zu wirken.

Hinweis: Nach dieser Korrektur können aus Firefox kopierte Bilder eventuell nicht in Chromium-basierte Anwendungen eingefügt werden. Dabei handelt es sich um einen Fehler in der Chromium-Plattform von Google. Auch hierfür arbeitet Mozilla bereits an einer Umgehung des Problems für ein zukünftiges Update.

Darüber hinaus behebt Firefox 106.0.3 noch eine mögliche Absturzursache bei Programmstart.

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Mo, 31. Oktober 2022, Lioh Möller

Die zunächst für den 1. November anberaumte Veröffentlichung von Fedora 37 verzögert sich. Grund dafür ist das Abwarten eines kritischen Sicherheitspatches für OpenSSL, welcher ebenfalls am 1. November erscheinen soll.

In der Regel kündigen Projekte wie OpenSSL sicherheitskritische Veröffentlichung eine Woche vorab an, um den Distributoren die Möglichkeit zu bieten, Aktualisierungen zeitnah bereitzustellen.

Als neues Veröffentlichungsdatum für Fedora 37 wird der 15. November angegeben.

Die für den 4. und 5. November geplante online Release Party wird dennoch wie geplant stattfinden.

Quelle: https://fedoramagazine.org/fedora-linux-37-update/

29. Oktober 2022

In den letzten Wochen haben mehrere Websites von einem Firefox-Derivat mit dem Namen LibreWolf berichtet und diesen als vermeintliche Alternative für mehr Datenschutz und Sicherheit als der originale Firefox positioniert. Wer sich jedoch genauer damit auseinandersetzt, wird schnell erkennen, dass da nicht viel dran ist – ganz im Gegenteil. Ein ausführlicher Kommentar, der hinter die oberflächlichen Versprechungen blickt.

Hinweis: Dieser Artikel beschreibt die Meinung und persönliche Interpretation des Verfassers. Gleichwohl sei erwähnt, dass sämtliche Schlussfolgerungen auf nachprüfbaren Fakten basieren.

Was ist LibreWolf?

Bei LibreWolf handelt es sich um ein sogenanntes Derivat von Firefox. Das heißt in diesem Fall: Der Browser basiert auf Firefox und sieht auch ganz genauso aus, wurde aber an verschiedenen Stellen angepasst und wird daher unter einem eigenen Namen mit eigenem Logo vermarktet. Das Projekt verspricht einen noch größeren Fokus auf Privatsphäre, Sicherheit und Freiheit, als es Firefox eh schon bietet.

Da das LibreWolf-Projekt meines Erachtens als gefährlich einzustufen ist, werde ich keinen Link zur Projekt-Website oder gar zum Download nennen. Auch schließe ich ehrenamtlichen Support zu LibreWolf aus, obwohl LibreWolf auf Firefox basiert. Die Begründung ergibt sich aus den folgenden Erklärungen.

Ist das noch seriös?

Es sind einerseits die Anpassungen von LibreWolf selbst, die es teilweise zu hinterfragen gilt. Vor allem aber sollten einen die Erklärungen stutzig machen, die das Projekt liefert, weil sie ein vollkommen falsches Bild vermitteln, konstruiert wirken und LibreWolf als Lösung für Probleme positionieren, die überhaupt nicht existieren. Tatsächlich bringt LibreWolf deutlich mehr Nachteile als Vorteile für den Nutzer – nicht zuletzt für die explizit beworbene Sicherheit.

Erinnerung: Fokus auf Sicherheit, Datenschutz und Freiheit. Damit wirbt das Projekt wörtlich auf seiner offiziellen Startseite. Man kann also sagen, dass die öffentliche Selbstdarstellung auf genau die Bereiche abzielt, in denen Nutzer-Vertrauen die größte Rolle spielt. Damit geht implizit die Annahme einher, man könne LibreWolf mehr noch als Mozilla vertrauen, denn ansonsten würde sich das Projekt ja die eigene Daseinsberechtigung entziehen.

Nun wirbt also ein Projekt um Vertrauen, welches nicht einmal ein Impressum auf der eigenen Website hat. Die Argumentation, dass im Land des Betreibers ggfs. keine gesetzliche Impressumspflicht besteht, könnte zu kurz greifen, da hier ein Produkt auch innerhalb der Europäischen Union angeboten wird. Letztlich schafft es aber auch vollkommen unabhängig von der rechtlichen Perspektive nicht unbedingt Vertrauen, wenn darauf verzichtet wird. Denn auch wenn es sich hier um ein Community-Projekt handelt, so muss es am Ende des Tages eine Person geben, welche gesamtverantwortlich für den Browser sowie Inhalte der Website ist.

Die Versprechen von LibreWolf im Fakten-Check

❌ Fokus auf Sicherheit. Realität: Schwerwiegende Defizite bei Verteilung von Sicherheits-Updates

Über allem anderen steht natürlich die Sicherheit. Daher müssen wir darüber auch als erstes sprechen. Und hier gleich das Offensichtliche zuerst: Sicherheits-Updates.

Das grundsätzliche Problem eines Browser-Derivats ist es, dass immer eine Abhängigkeit vom sogenannten Upstream-Projekt besteht, in dem Fall also Firefox. So kann auch LibreWolf Sicherheits-Updates erst dann ausliefern, wenn Mozilla entsprechende Updates bereits verteilt und die Sicherheitslücken öffentlich kommuniziert hat. LibreWolf wird mit Sicherheits-Updates also immer verspätet sein. So weit, so nachvollziehbar. Ein ernsthaftes Problem kommt aber dazu, weil LibreWolf keine integrierte Update-Funktion besitzt. Nutzer müssen sich also selbst aktiv um die Bereitstellung von Updates kümmern. Und das funktioniert in der Realität nur selten. Erwähnt wird dies übrigens nur beiläufig auf einer FAQ-Seite statt in großer Schrift direkt beim Download darauf hinzuweisen, wie es bei einer so grundlegend wichtigen Sache angebracht wäre.

Unabhängig von der erwähnten Problematik verspricht LibreWolf übrigens „schnelle Updates“, üblicherweise innerhalb von drei Tagen. Ob das schnell genug ist, sei mal dahingestellt. Seit Veröffentlichung von Firefox 106.0.2 sind jedenfalls bereits drei Tage vergangen und ein LibreWolf 106.0.2 existiert noch nicht.

❌ Fokus auf Sicherheit. Realität: Abschaltung wichtiger Sicherheits-Funktion

LibreWolf deaktiviert das Safe Browsing-Feature von Firefox. Dies steht ebenfalls in direktem Widerspruch zum Versprechen, den Fokus auf Sicherheit gelegt zu haben. Was wie eine Verschwörungstheorie anmutet, ist die offizielle Begründung von LibreWolf: Zensur-Bedenken und das Bestreben, Google daran zu hindern, einen weiteren Aspekt des Internets zu kontrollieren.

Wer verstanden hat, was Safe Browsing ist und wie Safe Browsing in Firefox tatsächlich funktioniert, kann diese Begründung wohl eher nicht nachvollziehen. Weder geht es dabei um Zensur noch gibt man Google, dem Anbieter dieses Dienstes, durch die Nutzung Kontrolle über irgendetwas.

Safe Browsing dient dazu, Nutzer vor gefährlichen Websites und Downloads zu schützen. Zur Prüfung potentiell gefährlicher Websites sendet Firefox selbstverständlich nicht alle besuchten Websites an Google, sondern vergleicht die URLs mit einer lokalen Liste, die sich Firefox in regelmäßigen Abständen von einem Google-Server herunterlädt. Von den besuchten Websites erfährt Google also nichts. Und auch das für Safe Browsing technisch notwendige Cookie stellt kein Problem aus Datenschutz-Perspektive dar, da dieses völlig isoliert von den Website-Cookies ist.

In seinen FAQ gesteht das LibreWolf-Projekt sogar ein, dass Safe Browsing ein gutes Sicherheits-Tool ist und es bei Mozillas Implementierung kein Datenschutz-Bedenken gibt. Man empfiehlt sogar die Aktivierung. Nur setzt man hier erstens voraus, dass der Nutzer dies weiß oder die FAQ liest, zweitens, dass der Nutzer selbst einen API-Schlüssel bei Google beantragt, weil LibreWolf ohne solchen ausgeliefert wird. In der Konsequenz dürfte dies für die allermeisten LibreWolf-Nutzer bedeuten, nicht durch Safe Browsing geschützt zu sein.

❌ Absturzberichte? Fehlanzeige. Zum klaren Nachteil der Nutzer

LibreWolf basiert auf Firefox. Damit ist LibreWolf potentiell auch von jedem Absturz betroffen, von dem auch Firefox betroffen ist. Umso erstaunlicher ist es, dass es keine Absturzberichte gibt, wenn LibreWolf abstürzt. Dies stellt ein riesengroßes Problem dar. Denn letztlich ist es Mozilla, welche die Absturzursachen beheben müssen, das kann das LibreWolf-Projekt überhaupt nicht leisten. Aber beheben lassen sich nur Probleme, die auch bekannt sind. Dazu braucht es zwingend Absturzberichte, die Mozilla erreichen. Abstürze haben in der Regel eine sehr individuelle Ursache und betreffen jeweils nur einen kleinen Teil der Nutzer. Haben Nutzer keine Möglichkeit, ihre Abstürze an Mozilla zu melden, werden diese Probleme unter Umständen nicht behoben. Und ja, auch das vermarktet LibreWolf als Vorteil. Natürlich, ohne dies weiter zu begründen.

❌ Abschaltung von Telemetrie mit ausgedachten Vorteilen

LibreWolf deaktiviert die in Firefox standardmäßig aktivierte Telemetrie und begründet dies mit den folgenden vermeintlichen Vorteilen: Keine Experimente, Adware, Ärgernisse oder unnötige Ablenkungen.

Fakt ist: Es gibt keine Adware in Firefox und Ärgernisse oder unnötige Ablenkungen entstehen auch nicht durch Telemetrie. Diese Zusammenhänge sind ganz klar ausgedacht. Sogenannte Experimente stehen tatsächlich in Zusammenhang mit der Telemetrie-Funktion, jedoch fehlt hier die Erklärung: Normalerweise meint dies die schrittweise Ausrollung von Funktionen. Dadurch entsteht dem Nutzer kein Nachteil, ganz im Gegenteil. Der Nutzer profitiert von zusätzlichem Feedback, bevor Funktionen für alle ausgerollt werden. Die Alternative dazu wäre es, alle Funktionen sofort an alle Nutzer zu verteilen. Schlimmer noch: Auch wichtige Hotfixes, um schnell auf Fehler reagieren zu können, ohne ein ganzes Firefox-Update dafür ausliefern zu müssen, werden ebenfalls über diese Infrastruktur verteilt.

Im Übrigen profitiert von Telemetrie in allererster Linie der Nutzer selbst, weniger Mozilla. Wie ist das gemeint? Nun, Mozilla kann es komplett egal sein, ob sie von einem spezifischen Nutzer Daten erhalten oder nicht. Am Ende des Tages arbeitet Mozilla mit den Daten, die sie erhalten. Und Mozilla ist bekannt dafür, sehr Daten-orientiert zu arbeiten und auch Entscheidungen damit zu begründen. Wer also Telemetrie abschaltet, sollte sich hinterher auch nicht beklagen, wenn Mozilla eine Funktion entfernt, die man gerne mochte, von der die Daten aber erzählen, dass sie niemand genutzt hat. Man kann das damit vergleichen, nicht wählen zu gehen. Wer wahlberechtigt ist und nicht wählen geht, beeinflusst sehr wohl auch das Wahlergebnis. Man unterstützt damit nur genau das, was man am Wenigsten möchte. Anstelle einer falschen Partei oder Politiker geht es hier eben um das persönliche Lieblings-Feature, welches vielleicht entfernt wird.

Es geht bei Telemetrie aber nicht nur um die Nutzung bestimmter Funktionen, sondern auch um allgemeine Leistungsdaten. Wenn die eigene Konfiguration am Ende bei der Beurteilung nicht berücksichtigt wird, dürfte das nicht im eigenen Interesse sein. Natürlich möchte hier mancher sicher gerne argumentieren, dass die eigene Stimme ja sowieso nichts bewirkt. Aber ob nun politische Wahlen, Klimaschutz-Maßnahmen oder eben Telemetrie: Das Problem ist nicht, dass einer so denkt, sondern entsteht, wenn viele so denken. Am Ende sind es all die Einzelpersonen, die in Summe eine relevante Menge ausmachen und zu einem spürbaren Ergebnis für jeden führen.

Die Telemetrie-Daten werden im Übrigen aggregiert und lassen seitens Mozilla keine Rückschlüsse auf eine echte Person zu. Die eigenen Daten werden lediglich mit einer eindeutigen ID verknüpft, so dass Mozilla sämtliche Daten, die sie von einem erhoben haben, löschen können, sobald man innerhalb von Firefox die Telemetrie abschaltet. Datenschutz-Bedenken braucht man hier also keine zu haben. Was Firefox an Leistungsdaten erhebt, lässt sich für das eigene System über die Seite about:telemetry betrachten.

Letzten Endes ist es aber sowieso wie bei allem anderen auch: Wer trotz guter Argumente keine Telemetrie möchte, kann diese ganz einfach in Firefox abschalten. Dafür braucht es keinen LibreWolf.

⭕ Private Suche: Richtig, aber kein ernsthafter Vorteil von LibreWolf

LibreWolf wirbt mit der standardmäßigen Auslieferung der datenschutzfreundlichen Suchmaschinen DuckDuckGo, Searx und Qwant. Als Argument ist dies schwach, kann sich der Firefox-Nutzer doch sowieso jede beliebige Suchmaschine selbst installieren. Dafür genügt im besten Fall (eine OpenSearch-Suche wird angeboten) bereits der Besuch der entsprechenden Website sowie zwei zusätzliche Klicks und schon ist die Suchmaschine dauerhaft in Firefox installiert. Ansonsten gibt es aber auch noch andere Wege, Suchmaschinen in Firefox zu installieren. DuckDuckGo gehört außerdem sowieso zum Firefox-Standard, Qwant zumindest in der französischen Version.

Dass andere Suchmaschinen wie Google aus dem Standard-Funktionsumfang entfernt worden sind, ist sicher auch kein Vorteil. Denn Tatsache ist: Für sehr viele Menschen bietet Google immer noch die mit Abstand besten Suchergebnisse an. Und wer kein Google nutzen möchte, nutzt ganz einfach kein Google. Wieso also dem Nutzer ganz bewusst diese Wahlmöglichkeit wegnehmen? Wodurch entsteht da der Nutzer-Vorteil, was hat dies mit der beworbenen Freiheit zu tun? Natürlich lässt sich auch hier argumentieren, dass eine andere Suchmaschine bei Bedarf schnell installiert ist. Aber würde LibreWolf damit argumentieren, würde deren ganzes Argument der Suchanbieter-Auswahl in sich zusammenfallen. Sinnvoller wäre es gewesen, hier einfach nur Suchmaschinen standardmäßig zu ergänzen und gerne auch die Standard-Suchmaschine anzupassen.

⭕ Vorinstallierter Content-Blocker: Nicht unbedingt ein Vorteil, verpasste Chance für propagierte Freiheit

LibreWolf verkauft die Vorinstallation des Content-Blockers uBlock Origin als Vorteil. Inwiefern das ein valides Argument ist, sei mal dahingestellt. Immerhin handelt es sich hier um keine zusätzliche in den Browser integrierte Funktionalität, sondern sowieso nur um eine externe Erweiterung, die sich wohl jeder, der einen Bedarf daran hat, einfach selbst installieren würde. Zumindest eine große Chance wäre hier für LibreWolf gewesen, denn LibreWolf wirbt ja selbst mit dem Schlagwort Freiheit. Wieso dann hier nicht einen wirklich freien Ansatz wählen und dem Nutzer unterschiedliche Content-Blocker zur Auswahl stellen, wenn man schon etwas dieser Art direkt im Produkt haben möchte? Das wäre Freiheit.

Zumal die Integration von Drittanbieter-Anwendungen auch wieder einen zusätzlichen potentiellen Angriffsvektor darstellt. Erst im Dezember war von einer Reihe von Sicherheitslücken in uBlock Origin zu lesen, worüber es einem Angreifer möglich gewesen wäre, Passwörter zu stehlen. Diese Sicherheitslücken sind mittlerweile behoben, unterstreichen aber genau die Problematik, die entsteht, wenn man selbst in der Kommunikation Sicherheit in den Vordergrund rücken möchte, dann aber eine Drittanbieter-Abhängigkeit hat, die man nicht beeinflussen kann.

❌ Angebliche Vorteile gegenüber Firefox, die in Firefox exakt gleich sind. Ausrollung unfertige Features an Nutzer?

LibreWolf nennt mehrere angebliche Vorteile gegenüber der Standard-Konfiguration von Firefox, die in Firefox aber exakt gleich sind. So beispielsweise der vollständige Cookie-Schutz, die Isolation von Service Workers oder die Nicht-Unterstützung von SHA-1-Zertifikaten.

Es mag höchstens sein, dass LibreWolf hier schon etwas früher die Standard-Einstellung geändert hat. Dann hatte dies aber weniger damit zu tun, einen größeren Fokus auf den Datenschutz und Sicherheit als Mozilla zu legen, sondern viel mehr damit, dass Mozilla mit der Implementierung noch nicht fertig war und LibreWolf unfertige Änderungen standardmäßig an seine Nutzer ausgerollt hat, was wiederum sehr problematisch zu bewerten wäre. Denn eines trifft in jedem Fall nicht zu: Dass LibreWolf irgendetwas davon selbst implementiert hätte. Nein, LibreWolf ändert bei diesen Dingen nur Standard-Einstellungen.

❌ Resist Fingerprinting aktiviert – nicht für einen Mainstream-Browser geeignet

Mit Resist Fingerprinting (RFP) hat LibreWolf ein Feature standardmäßig aktiviert, welches kaum ungeeigneter für den durchschnittlichen Anwender sein könnte. Tatsächlich ist dieses Feature einzig und alleine deswegen in Firefox zu finden, um die Arbeit für die Tor-Entwickler zu erleichtern, deren Browser auf Firefox basiert. Der Tor-Browser hat allerdings auch eine ganz spezielle Zielgruppe.

LibreWolf begründet die Aktivierung von RFP damit, dass dies den digitalen Fingerabdruck reduziert. Ja, das ist technisch korrekt. Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass es dabei um die Verschleierung realer System-Eigenschaften geht, was den Preis hat, dass man, vor allem in Kombination mit anderen Faktoren, in der Masse erst recht hervorsticht, was wiederum Tracking begünstigen kann. Nicht zu vergessen, dass die Verschleierung realer System-Eigenschaften andere negative Auswirkungen auf Websites mit sich bringen kann. Immerhin: Auf einige dieser Nachteile geht LibreWolf in seinen FAQs ein.

❌ WebGL abgeschaltet – mit klarem Performance-Nachteil für die Nutzer

Mit Fingerprinting wurde auch die Abschaltung von WebGL argumentiert. Die Folge für die Nutzer: Signifikante Performance-Einbußen bei Nutzung bestimmter Dienste wie beispielsweise Google Maps.

Natürlich lässt sich immer argumentieren, dass man ein Bedürfnis wie die Reduzierung des digitalen Fingerabdrucks über ein anderes Bedürfnis wie Performance stellt. So weit, so fair. Allerdings gehört dann auch dazu, dass man dem Nutzer das genau so kommuniziert und nicht die halbe Wahrheit weglässt.

❌ DRM standardmäßig abgeschaltet – mit einer Begründung, bei der sich LibreWolf selbst widerspricht

Interessant ist auch die Begründung, mit der LibreWolf standardmäßig Digital Rights Management (DRM) abgeschaltet hat: Dies sei eine Limitierung der Nutzer-Freiheit. Das ist natürlich völliger Quatsch, denn im Gegenteil erlaubt DRM dem Nutzer den Konsum von Filmen, Serien und Sportveranstaltungen, sowohl kostenlos als auch kostenpflichtig, die anders überhaupt nicht angeboten werden könnten und was für den Nutzer auch überhaupt keinen Nachteil besitzt, während es das LibreWolf-Projekt ist, welches sich hier eine standardmäßige Einschränkung seiner Nutzer anmaßt – wohlgemerkt während gleichzeitig groß mit Freiheit geworben wird.

Natürlich, die Aktivierung von DRM ist dann bei Bedarf auch nur einen Klick entfernt. Eine entsprechende Benachrichtigungsleiste wird auf einer Seite, welche dies benötigt, angezeigt. An dieser Stelle geht es weniger um die Maßnahme selbst als viel mehr um das Aufzeigen, wie problematisch die Begründungen von LibreWolf teilweise sind.

⭕ Andere Änderungen von Standard-Einstellungen – Geschmacksfrage. Aber braucht es dafür einen eigenen Browser?

Es gibt noch einige andere Standard-Einstellungen, welche gegenüber Firefox geändert worden sind. Zu viele, um auf jede einzelne einzugehen. Einiges davon finde ich äußerst fragwürdig, wie die Abschaltung des Caches. Aber am Ende geht es natürlich auch um die Definition einer Zielgruppe, womit sich gewisse Änderungen dann auch rechtfertigen lassen. Und so betrachte ich dies als Geschmacksfrage.

Allerdings stellt sich natürlich auch die Frage, wozu man dafür LibreWolf benötigt. Denn letztlich lassen sich all diese Dinge in einem ganz normalen Firefox konfigurieren.

❌ Nicht einmal Firefox Translations funktioniert

Bei Firefox Translations handelt es sich um eine von Mozilla entwickelte Übersetzungs-Erweiterung für Websites, welche im Gegensatz zu Übersetzern wie Google Translate vollständig ohne Online-Komponente auskommt. Normal wäre dies eine perfekte Übereinstimmung für einen Browser, welcher sich einen Fokus auf den Datenschutz auf die eigene Fahne geschrieben hat. Ich weiß nicht, welche Änderung seitens LibreWolf dafür verantwortlich ist, aber Firefox Translations funktioniert in LibreWolf nicht.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass bei LibreWolf mehrere Dinge zusammenkommen: Die fragwürdige Änderung einiger Standard-Einstellungen, die teils eigenartigen Erklärungen hinter bestimmten Entscheidungen, aber auch tatsächlich gravierende Probleme, welche die Sicherheit sowie die Stabilität des Produkts im Vergleich zu Firefox nachteilig beeinflussen. Alleine das Thema Sicherheit macht LibreWolf zu keiner geeigneten Alternative zu Firefox. Tatsache ist: Für praktisch gar nichts, was LibreWolf bietet, braucht man LibreWolf. Das meiste lässt sich ohne Probleme auch in Firefox konfigurieren.

Ein großes Problem habe ich vor allem mit den Begründungen, die das Projekt abgibt, sei es beispielsweise zum Thema Safe Browsing, Telemetrie oder auch DRM. Denn ich sehe hier grundsätzlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder herrscht bei der für LibreWolf gesamtverantwortlichen Person, die sich dazu auch noch in der Anonymität versteckt, Unwissenheit über wesentliche Funktionen des Browsers. Oder die Kompetenz existiert durchaus, aber die Nutzer werden in vollem Bewusstsein für blöd verkauft. Beides wäre kein Argument dafür, Vertrauen in diesen Browser zu haben. Im Gegenteil gewinne ich durch die Art der gewählten Änderungen wie auch die gewählte Kommunikation ganz stark den Eindruck, als würde hier auf eine ganz bestimmte Nutzerschicht abgezielt, welche auf die Nennung bestimmter Trigger-Wörter reagiert. Dies hinterlässt für mich einen sehr faden Beigeschmack.

Dabei könnte zumindest da gut gegen gesteuert werden. Für die meisten Änderungen lassen sich Gründe finden. Entscheidend ist die Argumentation. Wenn man jede Entscheidung nachvollziehbar erklären kann und dabei nicht einseitig bleibt, sondern auch nachteilige Konsequenzen transparent dargestellt werden, schafft das gleich viel mehr Vertrauen. Und manche Änderung, bei aller Liebe, muss wirklich einfach nicht sein, unabhängig von allen Geschmacks- und Zielgruppen-Fragen.

Grundsätzlich sind Browser-Derivate, hinter denen keine größere Organisation steht, immer ein schwieriges Thema. Möchte man bei einem so Sicherheits-sensitiven Thema wie dem Browser die Verantwortung wirklich in die Hände eines Hobby-Bastlers legen? Wer steckt hinter einem Derivat und was treibt diese Person an, dieses Derivat zu verteilen? Gerade bei Firefox existieren nicht viele Derivate, die als seriös zu bezeichnen sind. Mit dem Tor-Browser fällt mir genau ein einziges seriöses Firefox-Derivat an, dessen Macher auch aktiv mit Mozilla zusammenarbeiten. Allerdings spricht der Tor-Browser eine Zielgruppe an, zu der nicht Otto Normal gehört. Der durchschnittliche Nutzer, aber auch der Nutzer, der noch mehr Wert auf Datenschutz-Themen legt, ist am Ende immer noch am besten mit dem originalen Firefox beraten, der alle Werkzeuge oder zumindest die passenden Schnittstellen liefert. Und bei konkreten Anliegen können wir im Firefox-Forum kompetent und zielführend helfen – und vor allem auch ehrlich auf nachteilige Auswirkungen hinweisen.

Für den Anwender würde eine Website mit Tipps und ausführlichen Erklärungen, was jede einzelne Änderung bewirkt (ohne dabei die Nachteile zu verschweigen!), jedenfalls viel mehr Sinnvolles tun als eine vermeintliche Alternative zu Firefox zu positionieren, welche nach dem Motto „Friss oder Stirb“ zahlreiche Änderungen vornimmt, die man als Nutzer einfach so hinnehmen soll*, und den Eindruck erweckt, Firefox würde all dies nicht leisten können. Dabei würde es ohne Firefox auch keinen LibreWolf geben.

*) Zwar kann vieles auch in LibreWolf angepasst werden, aber wer LibreWolf in dem Glauben installiert, dies mit Firefox nicht zu können, wird hier vermutlich eher weniger Anpassungen vornehmen.

Hinweis: Dieser Artikel beschreibt die Meinung und persönliche Interpretation des Verfassers. Gleichwohl sei erwähnt, dass sämtliche Schlussfolgerungen auf nachprüfbaren Fakten basieren.

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27. Oktober 2022

Mozilla hat Version 2.10 seiner VPN-Clients für das Mozilla VPN veröffentlicht. Dieser Artikel beschreibt die Neuerungen vom Mozilla VPN 2.10.

Mit dem Mozilla VPN bietet Mozilla in Zusammenarbeit mit Mullvad sein eigenes Virtual Private Network an und verspricht neben einer sehr einfachen Bedienung eine durch das moderne und schlanke WireGuard-Protokoll schnelle Performance, Sicherheit sowie Privatsphäre: Weder werden Nutzungsdaten geloggt noch mit einer externen Analysefirma zusammengearbeitet, um Nutzungsprofile zu erstellen.

Jetzt Mozilla VPN nutzen

Die Neuerungen vom Mozilla VPN 2.10

Neue Navigationsleiste

Das Mozilla VPN hat am underen Festerrand nun eine Navigationsleiste, welche von überall einen schnellen Zugriff auf den Startbildschirm, das neue Nachrichtenzentrum sowie die Einstellungen bietet.

Mozilla VPN 2.10

Neues Nachrichtenzentrum

Im neuen Nachrichtenzentrum wird der Nutzer über wichtige Updates informiert. Dazu zählen beispielsweise die Verbesserungen neuer Versionen vom Mozilla VPN.

Mozilla VPN 2.10

Überarbeiteter Bildschirm für Tipps & Tricks

Der mit dem Mozilla VPN 2.9 neu eingeführte Bereich für Tipps und Tricks kann jetzt gefiltert werden, so dass nur Anleitungen oder nur Tipps angezeigt werden.

Mozilla VPN 2.10

Sonstige Neuerungen

Das Tray-Symbol auf Windows und Apple macOS wurde überarbeitet, so dass jetzt leichter darüber erkannt werden kann, ob eine VPN-Verbindung aktiv ist oder nicht.

Für Nutzer in den USA und Kanada gibt es auf dem Bildschirm mit der Zusammenfassung des gebuchten Abonnements einen Upgrade-Button, um Firefox Relay Premium dazu zu buchen.

Auf Android wurde die Möglichkeit deaktiviert, sich für eine siebentägige Testversion anzumelden. Damit steht diese Funktion nur noch auf Apple iOS zur Verfügung. Unabhängig davon gibt es natürlich weiterhin auf allen Plattformen die Möglichkeit, bei Nicht-Gefallen innerhalb der ersten 30 Tage sein Geld zurückzufordern.

Dazu kommen wie immer diverse Fehlerbehebungen und Verbesserungen unter der Haube.

Tipp: Mozilla VPN aktuell mit 20 Prozent Rabatt

Ein Tipp für alle Interessierten: Aktuell bietet Mozilla im Rahmen des Monats der Cyber-Sicherheit das Mozilla VPN mit 20 Prozent Rabatt an.

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Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 102.4.1 ein Update außer der Reihe für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 102.4.1

Mit dem Update auf Thunderbird 102.4.1 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht und behebt damit eine Reihe von Problemen, welche sich in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen.

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26. Oktober 2022

Mozilla hat mit Firefox 106.0.2 ein Update außer der Reihe für seinen Desktop-Browser veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion.

Download Mozilla Firefox 106.0.2

Mit dem Update auf Firefox 106.0.2 behebt Mozilla ein Problem, welches verursachen konnte, dass Firefox nicht mehr gestartet werden konnte, wenn der Browser über den Microsoft Store installiert worden war.

Auch ein mögliches Einfrieren des Browsers, welches bei Nutzung eines Barrierefreiheits-Werkzeuges auf bestimmten Websites ausgelöst worden ist, wurde behoben.

Die in Firefox 106 neu eingeführte Seite Firefox View kann jetzt neugeladen werden, um die Anzeige synchronisierter Tabs zu aktualisieren.

Das Update behebt außerdem ein Problem mit möglicherweise fehlendem Inhalt in PDF-Formularen.

Schließlich wurde noch ein Darstellungsproblem in den Benachrichtigungs-Einstellungen korrigiert.

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Mi, 26. Oktober 2022, Lioh Möller

Traditionell liefert die Slackware Distribution schon seit längerem den GNOME Desktop nicht mit aus. Eine kleine Gruppe rund um Frank Honolka bietet nun eine aktuelle GNOME Version für Slackware slackware64 -current an.

In Form eines Live-Mediums haben interessierte Anwender die Möglichkeit, den aktuellen Stand zu testen. Zur Erstellung dieser wurden die liveslack Scripte des Slackware Entwicklers alienBOB genutzt.

Alle Basisbestandteile von GNOME sind enthalten, auf gnome-boxes und gnome-builder wurde aufgrund der hohen Anzahl an Abhängigkeiten jedoch verzichtet. Flatpak hingegen wird ausgeliefert und das flathub sowie das gnome-nightly Repository sind standardmässig aktiviert. Pakete lassen sich daraus wie üblich mithilfe der GNOME Softwareverwaltung installieren. Zusatzanwendungen wie gnome-console, gnome-maps, gnome-music, gnome-photos oder gnome-disk-utility sind ebenfalls enthalten.

Slackware wird mit dem Kernel 5.19.17 und Firefox 106.0.1 sowie Thunderbird 102.4.0 ausgeliefert, und GNOME enthält den Browser Epiphany, welcher die webkit2gtk4.1 Rendering-Engine nutzt.

Das GNOME Appindicator Add-on ist bereits enthalten und muss lediglich beim ersten Start über die Erweiterungsverwaltung aktiviert werden.

Standardmässig wird eine Wayland Sitzung genutzt und eine Anmeldung ist mithilfe des Live Users möglich (Passwort: live). Root Rechte können anhand von sudo erworben werden. Dazu wird das Root-Passwort: root benötigt.

Das ISO Abbild beinhaltet eine vollständige Slackware Installation ohne KDE und Xfce. Persistenz lässt sich mithilfe des iso2usb.sh Scriptes aktivieren, wenn darüber ein USB-Medium erstellt wird.

Quelle: https://slackware.lngn.net/gnome-43-1-liveslak/

Download: https://slackware.lngn.net/pub/liveslak/slackware64-live-current-gnome-43.1.iso

MD5SUM: 796cc0e0e75e64ddc3133288a2f8f0ad

Paketquelle: https://slackware.lngn.net/pub/x86_64/slackware64-current/gcs/gcs43/

Bildquelle: DAS Internet.

24. Oktober 2022

Die Cloud Native Computing Foundation (CNCF) zusammen mit der Linux Foundation bieten drei verschiedene Zertifizierungen rund um Kubernetes an:

Im letzten Jahr hatte ich die CKAD-Prüfung abgelegt. Darüber schrieb ich bereits in einem separaten Blogpost, wo ich genauer darauf einging, wozu man eigentlich eine Zertifizierung braucht, wie meine Prüfungsvorbereitung aussah und wie die Prüfung selbst ablief.

In diesem Blogpost konzentriere ich mich nur auf den letzten Teil: Die Prüfung selbst. Vor allem auf die “Zulassung” zur Prüfung. Im letzten Blogpost habe ich mich schon beklagt, dass es 30 Minuten gedauert hat, bis man die Prüfung starten durfte. Denn es musste ja aufwändig über eine Person im Chat über die Webcam geprüft werden, ob man denn auch einen sauberen, leeren Tisch hat, keinerlei Dokumente an der Wand und keine anderen Dinge am Körper hat, um schummeln zu können.

Letztes Mal war ich schon schwer genervt von der Prüfung vor der Prüfung, da das ganze 30 Minuten gedauert hat und die Person dahinter wenig verständlich war und es eben super lange gedauert hat. Dieses Mal war ich gespannt, ob es besser wurde oder eben nicht.

Und was soll ich sagen: Es wurde gravierend schlechter! Ich wäre ja froh gewesen, wenn es nur 30 Minuten gedauert hätte. Tatsächlich hatte ich zwei Versuche an einem Tag, bereits im September. Zum ausgewählten Termin wählte ich mich ein und beim Zeigen der Wände über die Webcam, hatte ich einen Disconnect, sodass die Person dahinter nicht weiter prüfen konnte. Das passierte am selben Tag gleich noch ein Mal. Super! Nicht. Die Prüfung konnte ich dann nicht ablegen, weil ich mich nicht mehr einwählen konnte.

Der zweite Versuch war dann also gestern. Die Verifizierung war auch hier wieder super ätzend und dauerte 50 Minuten, bis mir geschrieben wurde, dass die Prüfung nun beginnt. Drei Minuten später folgte allerdings die neue Nachricht: Sorry, du hattest wohl einen Reconnect. Der Check muss nun wiederholt werden …

Nun, also nochmal einen Check gemacht. Dauerte dann immerhin nur 20 Minuten. Insgesamt dauerte es also 1:10h, bis ich die Prüfung starten konnte.

Die Prüfung empfand ich deutlich einfacher als die CKAD Prüfung. Bedingung hier war für mich in meinem Fall aber auch, dass man Praxiserfahrung hat, sodass ich das meiste gar nicht neu lernen musste, sondern direkt anwenden konnte. Üben sollte man allerdings auf jeden Fall.

Auch weiterhin gefällt mir die praktische Prüfung sehr: So wird sichergestellt, dass man das ganze, was man können muss, auch anwenden kann. Das ist bei Multiple-Choice-Aufgaben eher nicht der Fall. Obwohl mir jetzt nur noch eine der drei Zertifizierungen fehlt, werde ich die letzte wohl nicht erneut machen. Mit dieser mühseligen Art seinen Arbeitsplatz für die Prüfung checken zu lassen, werde ich wohl eher keine weitere Prüfung mehr in so einer Art machen. Dann lieber über ein Schulungszentrum, wo man solche Prüfungen ablegen kann. Blöd nur, dass es das für die Kubernetes-Zertifizierungen so etwas meines Wissens nach gar nicht gibt.

Mo, 24. Oktober 2022, Lioh Möller

Das Fedora Projekt plant eine Modernisierung der Live-Medien. Dies betrifft zunächst den Vorgang der Erstellung, bei dem bisher Shell-Scripte wie livecd-iso-to-disk.sh zum Einsatz kamen. Diese nutzen den sogenannten Kickstart-Mechanismus zur Einrichtung der Live-Umgebung. Die Art der Implementierung der Scripte führte dazu, dass sie schwer zu verstehen und zu debuggen sind.

Mit livesys-scripts wurden diese Scripte vereinfacht und in systemd-Dienste umgewandelt, welche nur in Live-Umgebungen aktiviert werden. Auch dracut wurde verbessert, sodass in Zukunft auf die Verwendung von livecd-iso-to-disk.sh verzichtet werden kann.

Für Anwender resultiert die geplante Änderung beispielsweise in der Möglichkeit, automatisch Persistenz beim Booten einzurichten, wenn beim Systemstart unpartitionierter Speicherplatz auf einem USB-Stick erkannt wird.

Angedacht ist die Umsetzung für Fedora 38.

Quelle: https://fedoraproject.org/wiki/Changes/ModernizeLiveMedia

21. Oktober 2022

Der Oktober ist der Monat der Cyber-Sicherheit. Wer über die Anschaffung eines VPNs nachdenkt, kann das Mozilla VPN mittels Rabatt-Code zu diesem Anlass aktuell mit 20 Prozent Preisnachlass erhalten.

Mit dem Mozilla VPN bietet Mozilla in Zusammenarbeit mit Mullvad sein eigenes Virtual Private Network an und verspricht neben einer sehr einfachen Bedienung eine durch das moderne und schlanke WireGuard-Protokoll schnelle Performance, Sicherheit sowie Privatsphäre: Weder werden Nutzungsdaten geloggt noch mit einer externen Analysefirma zusammengearbeitet, um Nutzungsprofile zu erstellen.

Jetzt 20 Prozent Rabatt sichern

Im Rahmen des Monats der Cyber-Sicherheit bietet Mozilla sein Mozilla VPN aktuell wieder mit 20 Prozent Rabatt bei einem Jahr Bindung an. Der Preisnachlass wird nach Eingabe des Rabatt-Codes direkt im Warenkorb abgezogen. So kostet das Mozilla VPN statt 59,88 € nur 47,90 € für das erste Jahr und ist damit günstiger als bei Mullvad selbst. Ab dem zweiten Jahr gilt der reguläre Preis.

Der Rabatt-Code lautet: VPNCYBER20

Die Option, sich für sechs Monate zu einem Preis von je 6,99 Euro pro Monat zu binden, steht übrigens nicht länger zur Verfügung. Wer das Mozilla VPN nutzen möchte, kann sich weiterhin für nur einen Monat zu 9,99 Euro oder für zwölf Monate (regulärer Preis: 4,99 Euro pro Monat) binden. Die 30-Tage-Geld-zurück-Garantie besteht natürlich weiterhin unabhängig von der gewählten Vertragslänge.

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20. Oktober 2022

Mozilla hat mit Firefox 106.0.1 ein Update außer der Reihe für seinen Desktop-Browser veröffentlicht und reagiert damit auf einen Hardware-Fehler in einem AMD-Prozessor.

Download Mozilla Firefox 106.0.1

Nur zwei Tage nach Veröffentlichung des großen Updates auf Firefox 106 hat Mozilla nachgelegt und Firefox 106.0.1 veröffentlicht. Dieser behebt genau ein Problem, nämlich eine potentielle Absturzursache, von der ausschließlich Systeme mit einem AMD Zen 1 Prozessor („Ryzen“) betroffen waren. Konkret war Firefox hier von einem bekannten Hardware-Bug im AMD-Prozessor (Errata 1091) betroffen.

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Do, 20. Oktober 2022, Fabian Schaar

Die extrem leichtgewichtige GNU/Linux-Distribution antiX hat gestern die neue Version 22 freigegeben. antiX wird in den grafischen Editionen "full" und "base", sowie in den minimalen Ausgaben "core" und "net" ausgeliefert.

"Full" und "base" bringen dabei die Fenstermanager IceWM, JWM, Fluxbox und HerbstluftWM mit und warten ausserdem mit einer Auswahl an nützlichen Anwendungen, aber auch dem hilfreichen antiX-Kontrollzentrum in Verbindung mit verschiedenen antiX-spezifischen Werkzeugen auf.

Eine weitere Stärke von antiX ist das vielseitige Live-System, mit dem unter anderem persistente Live-USB-Sticks erstellt werden können.

Die neueste Version basiert auf Debian 11 "Bullseye" und wird der Veröffentlichungsserie 21 zugeordnet. Neben dem Ziel, eine möglichst leichtgewichtige Distribution zu bauen, versuchen die Entwickler/innen auch vehement, systemd aus antiX fernzuhalten.

Bisher setzte man dahingehend auf das Paket elogind als Alternative zum systemd-logind. Mit der neuen Version wechselt die Distro zu seatd und consolekit. Die Pakete elogind, libpam-elogind und libelogind0 wurden entfernt.

Um zu garantieren, dass antiX ohne systemd läuft, musste das Entwicklerteam einige Debian-Pakete neu bauen, die sonst harte Abhängigkeiten zu systemd aufweisen. Darunter sind etwa die Pakete apt, pulseaudio, dbus, cups und samba.

Im Vergleich zu Devuan, dem Debian-Derivat ohne systemd, geht antiX hier teilweise radikaler vor, liefert aber "nur" zwei mögliche init-Systeme aus: Die Distribution kann mit sysvinit oder runit verwendet werden, während Devuan auch mit openRC aus dem Gentoo-Projekt aufgesetzt werden kann.

Die Implementierungen von Devuan basieren allerdings auf elogind und teilweise auch libsystemd0, also auf Paketen, die antiX aufwändig entfernt.

Neben diesen strukturellen Änderungen bringt antiX 22 auch die neue Firefox ESR-Version 102.3 sowie den alternativen Browser Seamonkey in Version 2.53.14 mit. Der standardmässig verwendete Kernel wurde auf Version 4.9.0-326 (LTS) aktualisiert. Wem das zu alt ist, kann aus den Paketquellen neuere Kernel bis zur Version 5.10.142 installieren. Des Weiteren wurden die Übersetzungen verbessert.

Bestehende Installationen der antix-21-Serie können bequem über apt oder das grafische Synaptic aktualisiert werden. Genauere Informationen zur Distribution finden sich auf der Projektseite antixlinux.com.

Quelle: https://antixlinux.com/antix-22-released/

Bild: Beispielbild (antiX 17.2 Preview):
antiX developers, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:07_Multitasking_Demo.jpg

19. Oktober 2022

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 102.4 ein planmäßiges Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 102.4

Mit dem Update auf Thunderbird 102.4 hat die MZLA Technologies Corporation ein planmäßiges Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht und behebt damit aktuelle Sicherheitslücken. Darüber hinaus bringt das Update diverse Fehlerbehebungen und Verbesserungen, welche sich in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen.

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18. Oktober 2022

Mozilla hat mit Firefox 106 für Windows, Apple macOS und Linux mit vielen Neuerungen veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Neue Willkommens-Tour

Firefox 106 begrüßt seine Nutzer mit einer neuen Einführungstour, über welche unter anderem Daten aus anderen Browsern importiert werden können oder eines der mit Firefox 106 neu eingeführten Farbwelten ausgewählt werden kann. Dazu später mehr.

Firefox 106

Firefox 106

Firefox 106

Firefox 106

Firefox 106

Firefox View als neue Tab-Zentrale

Standardmäßig erscheint links vom ersten Tab eine neue Schaltfläche, über welche Firefox View erreicht werden kann. Diese neue Seite zeigt sowohl die letzten drei synchronisierten Tabs von anderen Geräten als auch die 25 zuletzt geschlossenen Tabs an, um diese wiederherzustellen. Auch über diese Seite werden die neuen Farbwelten beworben.

Firefox 106
Firefox 106
(Bildquelle)

Wer mit Firefox View nichts anfangen kann, kann diese neue Seite übrigens via Rechtsklick ➝ „Aus Symbolleiste entfernen“ dauerhaft entfernen. Über das Extras-Menü in der Menüleiste kann Firefox View wieder hinzugefügt werden. Über die Oberfläche zum Anpassen der Symbolleisten kann die Schaltfläche für Firefox View auch an andere Stellen bewegt werden.

Verbessertes Tab-Menü

Zeigte Firefox bisher bei entsprechend vielen geöffneten Tabs rechts in der Tableiste eine Schaltfläche mit Pfeil-Symbol an, um darüber auf alle geöffneten Tabs zugreifen zu können, wird diese Schaltfläche nun immer angezeigt. Außerdem ist es ab sofort möglich, Tabs über diese Ansicht via Drag & Drop zu verschieben.

Frischer Glanz durch neue Farbwelten

Zwei Mal wurde es bereits angedeutet: Firefox 106 bringt neue Farbwelten. Dabei handelt es sich um sechs neue Themes, die in jeweils drei Varianten zur Verfügung stehen, insgesamt also 18 Themes. Diese können bis zum 17. Januar 2023 innerhalb von Firefox ausgewählt werden. Das installierte Theme bleibt auch darüber hinaus installiert, ansonsten verschwindet die neue Auswahl nach diesem Datum aber wieder.

Erstellt wurden diese gemeinsam mit Streetwear- und Sneaker-Designerin Keely Alexis, die vor allem für die Air Jordans und andere Sneaker bekannt ist, die sie bei Nike entworfen hat.

Firefox 106

PDF-Betrachter lernt Schreiben und Zeichnen

Ein großes Update hat auch der in Firefox integrierte PDF-Betracher erhalten. Dieser kann längst nicht mehr nur PDF-Dateien darstellen, sondern mittlerweile auch PDF-Formulare ausfüllen. Mit Firefox 106 kommen die Möglichkeiten dazu, beliebige Texte einzufügen oder gar auf der PDF-Datei zu zeichnen.

Firefox 106

Die Schaltflächen für den Präsentationsmodus sowie die aktuelle Ansicht wurden in das Menü für weitere Werkzeuge verschoben.

Wird Firefox unter Windows als Standard-Browser festgelegt, wird Firefox nun außerdem automatisch auch als Standard-Anwendung für PDF-Dateien konfiguriert.

Verbesserte Private Fenster

Private Fenster, in denen Firefox keine Surf-Spuren hinterlässt, werden standardmäßig jetzt in einem dunklen Theme angezeigt. Der Indikator in der rechten oberen Ecke zeigt neben dem Masken-Symbol jetzt auch als Text „Privater Modus“ an. Damit soll ein stärkeres Gefühl für die besondere Privatsphäre in diesem Modus vermittelt werden.

Firefox 106

Auch ist es in Windows 10 und Windows 11 nun möglich, Private Fenster an die Taskleiste anzupinnen. Wird die entsprechende Verknüpfung genutzt, welche ein spezielles Firefox-Symbol nutzt, startet Firefox direkt mit einem privaten Fenster.

Nur Apple macOS: Text aus Grafiken kopieren

Ausschließlich für Nutzer von Apple macOS 10.15 oder höher als Betriebssystem gibt es einen neuen Kontextmenü-Eintrag bei Bildern, über den es möglich ist, Text aus Bildern auszulesen. Mindestens macOS 11.0 oder höher wird für die Erkennung anderer Sprachen als Englisch vorausgesetzt. Dieses Feature ist auch kompatibel mit VoiceOver, dem Screen-Reader von Apple.

Firefox 106

Webplattform: Großes WebRTC-Update

WebRTC ist eine Sammlung von Schnittstellen für Videotelefonie, Teilen von Bildschirminhalten und mehr. Mit Firefox 96 hatte Mozilla bereits Anfang des Jahres ein großes Update seines WebRTC-Codes durchgeführt, welches diverse Verbesserungen und Fehlerbehebungen in Zusammenhang mit Diensten brachte, welche den WebRTC-Standard nutzen. Mit Firefox 106 folgt ein erneut großes Update des WebRTC-Codes, von dem sich Mozilla eine verbesserte Kompatibilität mit Online-Diensten und anderen Browsern verspricht. Für Nutzer von Windows und Linux Wayland sind durch das Update die Fähigkeiten zum Teilen von Bildschirminhalten verbessert, macOS profitiert von einer geringeren CPU-Auslastung und gesteigerter Framerate bei der Aufnahme von Bildschirminhalten. Außerdem gab es allgemeine Verbesserungen der Performance und Zuverlässigkeit sowie zusätzliche Statistikfunktionen.

Passend dazu hat Microsoft bereits eine verbesserte Screensharing-Unterstützung für Firefox-Nutzer für diesen Monat angekündigt.

Weitere Verbesserungen der Webplattform

Mozilla hat die Implementierung von -webkit-line-clamp verbessert, was diverse Probleme bei Verwendung dieser CSS-Eigenschaft korrigieren sollte.

Ein Performance-Problem in der Webplattform wurde behoben, welches vor allem bildlastige Seiten mit Cloudflares Mirage-Script negativ beeinträchtigte.

Eine andere Verbesserung der Webplattform sollte für weniger Scroll-Probleme auf Facebook sorgen.

Event-Pages, eigentlich eine Neuerung von Manifest v3-Erweiterungen, werden von Firefox ab sofort für Manifest v2-Erweiterungen unterstützt.

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Auch in Firefox 106 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 106 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Sonstige Neuerungen von Firefox 106

Die Zwei-Finger-Geste auf einem Touchpad nach links oder rechts zum zurück oder vorwärts-Navigieren funktioniert jetzt auch für Linux-Nutzer mit Wayland.

Um Probleme mit Erweiterungs-Panels zu vermeiden, deren Schaltfläche vom Benutzer im Überhangmenü platziert worden ist, öffnen die Erweiterungs-Panels nun als eigenständige Panels statt im Überhangmenü integriert.

Die Untertitel-Funktion des Bild-im-Bild-Modus wurde um Unterstützung für weitere Video-Plattformen erweitert, unter anderem Wired.

Das Dock-Symbol von Firefox auf Apple macOS hat nun, entsprechend der Design-Vorgaben von Apple, einen Hintergrund.

Eine mit Firefox 103 eingeführte Performance-Verbesserung bei hoher Systemauslastung für macOS 10.15 und höher wurde in ähnlicher Weise nun auch für macOS 10.12 bis 10.14 umgesetzt.

Ein Teil der Nutzer in Deutschland sieht Empfehlungen des Mozilla-Dienstes Pocket auf der Firefox-Startseite nur mit Titeln und ohne Kurzbeschreibung.

Websites können optional unterschiedliche Darstellungen anbieten, je nachdem, ob ein helles oder ein dunkles Theme genutzt wird. Die Firefox-Einstellungen zeigten hierzu bislang vier Optionen an: Firefox-Theme folgen, System-Theme folgen, Hell oder Dunkel. Um die Komplexität für den Nutzer zu reduzieren, gibt es hier ab sofort nur noch drei Optionen: Automatisch, Hell oder Dunkel.

Bei animierten Favicons wird nur noch der erste Frame für die Anzeige in den Lesezeichen gespeichert, womit diese nicht länger animiert werden.

Der Debugger für Firefox-Erweiterungen (about:debugging) hat eine Schaltfläche erhalten, um die Erweiterung neu zu laden. Die Performance des Stilbearbeitung-Entwicklerwerkzeugs wurde verbessert.

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16. Oktober 2022

Am Samstag, dem 15.10.2022 wurden neue Versionen des Linux-Kernels veröffentlicht, darunter 6.0.2, 5.19.16 und 5.15.74. Mit diesen Versionen werden verschiedene Sicherheitslücken geschlossen, die der Sicherheitsforscher Sönke Huster aufgedeckt hat.

Konkret geht es hierbei um den WLAN-Stack. Er ist im Kernel notwendig, um drahtlose Netzwerkzugriffe zu ermöglichen. Verschiedene Treiber unterstützen die verschiedenen WLAN-Chips, welche die Kommunikation zur Außenwelt bereitstellen. Trotzdem teilen sich die Treiber eine gemeinsame Infrastruktur – und in dieser Infrastruktur wurden einige Fehler gefunden.

Den Fehlern wurden verschiedene CVEs zugewiesen. Konkret geht es um:

  • CVE-2022-41674: fix u8 overflow in cfg80211_update_notlisted_nontrans
    • (max 256 byte overwrite) (RCE)
  • CVE-2022-42719: wifi: mac80211: fix MBSSID parsing use-after-free
    • use after free condition (RCE)
  • CVE-2022-42720: wifi: cfg80211: fix BSS refcounting bugs ref counting
    • use-after-free possibilities (RCE)
  • CVE-2022-42721: wifi: cfg80211: avoid nontransmitted BSS list corruption
    • list corruption, according to Johannes will however just make it endless loop (DOS)
  • CVE-2022-42722: wifi: mac80211: fix crash in beacon protection for P2P-device
    • NULL ptr dereference crash (DOS)

Besonders ins Auge fällt eine Lücke, die einen Buffer Overflow beim Scannen verschiedener WLAN-Netze zur Anzeige verfügbarer Netze ermöglicht. Die Brisanz entsteht dadurch, dass die Lücke interaktionslos (Zero Click) ausgenutzt werden kann: dadurch, dass der Scan automatisch abläuft und ein Angreifer bösartige WLAN-Frames ausstrahlen kann, die dann automatisch verarbeitet werden, ist kein aktives Klicken auf eine ausführbare Datei nötig. Glücklicherweise existiert zum aktuellen Zeitpunkt noch kein bekannter Exploit, der diese Lücke bösartig ausnutzt. Die Updates sollten trotzdem eingespielt werden, um hier nicht unnötig einem Risiko ausgesetzt zu sein.

Weitere Details und die Geschichte hinter der Lücke gibt es in der Sonderepisode 6 meines Risikozone-Podcasts. In dieser Episode führen Prof. Dr. Andreas Noack und ich ein Interview mit Sönke Huster, dem Entdecker der Lücke. Sönke erklärt in der Episode die Lücken und erläutert, wie er sie entdeckt und gemeldet hat. Insbesondere der Disclosureprozess wird Thema der Episode sein, da hier die Arbeitsweise in einem Open-Source-Projekt wie dem Linux-Kernel bei so einem Vorfall deutlich wird. Die Podcastepisode ist ab sofort auf risikozone.de/rz006 als Audio und – extra für diese Episode – auf YouTube als Video verfügbar. Sie ist aufgrund des besonderen Themas mit etwa 90 Minuten etwas länger als die üblichen 40 Minuten, aber dennoch für den Ausklang des Wochenendes sehr empfehlenswert.

Konkrete Informationen zur Lücke in der E-Mail von Sönke verfügbar, LWN.net hatte bereits am Donnerstag darüber berichtet. Mittlerweile hat auch das BSI eine Warnung aufgrund der CVEs herausgegeben.

13. Oktober 2022

Bislang habe ich meine Folien mit -beamer als PDF gesetzt.

Mit quarto können Vortragsfolien mittels revealjs zu HTML-Seiten gerendert werden.

Mit habe ich häufig tikz-Bilder in meine Folien eingebaut. Das funktioniert auch mit quarto.

Der Chunk muss dabei wie folgt aufgebaut werden:

```{r, engine = 'tikz'}
\begin{tikzpicture}
 \draw (0,0) circle (1cm);
 \draw (0,0) circle (2cm);
\end{tikzpicture}
```

Farben und Optionen

Man kann auch Farben definieren und Optionen übergeben:

```{r, engine = 'tikz'}
\definecolor{myred}{RGB}{204,0,0}
\definecolor{mygreen}{HTML}{73D216}
\definecolor{mylila}{HTML}{75507B}
%
\usetikzlibrary{shapes,mindmap,trees}
%
\begin{tikzpicture}
 \draw[color=myred, fill=mygreen] (0,0) circle (2cm);
 \draw[color=myred, fill=mylila] (0,0) circle (1cm);
\end{tikzpicture}
```

\only und \pause

Leider funktionieren \only und \pause nicht. Hier muss man sich mit einzelnen Folien pro \only oder \pause behelfen. Damit die Foliennummern nicht weiterzählen, muss die Option data-visibility="uncounted" ab der zweiten Folie am Folienkopf gesetzt werden.

Die erste Folie erhält dabei nur die Überschrift gefolgt vom ersten tikz-Block. Die nächste Folie erhält den selben Titel und den oben genannten Parameter.

## Dies ist ein Test
    
```{r, engine = 'tikz'}
\definecolor{myred}{RGB}{204,0,0}
\definecolor{mygreen}{HTML}{73D216}
\definecolor{mylila}{HTML}{75507B}
%
\usetikzlibrary{shapes,mindmap,trees}
%
\begin{tikzpicture}
  \draw[color=myred, fill=mygreen] (0,0) circle (2cm);
% dieses erst auf der nächsten Folie
% \draw[color=myred, fill=mylila] (0,0) circle (1cm);
\end{tikzpicture}
```


## Dies ist ein Test {data-visibility="uncounted"}

```{r, engine = 'tikz'}
\definecolor{myred}{RGB}{204,0,0}
\definecolor{mygreen}{HTML}{73D216}
\definecolor{mylila}{HTML}{75507B}
%
\usetikzlibrary{shapes,mindmap,trees}
%
\begin{tikzpicture}
  \draw[color=myred, fill=mygreen] (0,0) circle (2cm);
  \draw[color=myred, fill=mylila] (0,0) circle (1cm);
\end{tikzpicture} 
```

Weblinks




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Bislang habe ich meine Folien mit -beamer als PDF gesetzt.

Mit quarto können Vortragsfolien mittels revealjs zu HTML-Seiten gerendert werden.

Mit habe ich häufig tikz-Bilder in meine Folien eingebaut. Das funktioniert auch mit quarto.

Der Chunk muss dabei wie folgt aufgebaut werden:

```{r, engine = 'tikz'}
\begin{tikzpicture}
 \draw (0,0) circle (1cm);
 \draw (0,0) circle (2cm);
\end{tikzpicture}
```

Farben und Optionen

Man kann auch Farben definieren und Optionen übergeben:

```{r, engine = 'tikz'}
\definecolor{myred}{RGB}{204,0,0}
\definecolor{mygreen}{HTML}{73D216}
\definecolor{mylila}{HTML}{75507B}
%
\usetikzlibrary{shapes,mindmap,trees}
%
\begin{tikzpicture}
 \draw[color=myred, fill=mygreen] (0,0) circle (2cm);
 \draw[color=myred, fill=mylila] (0,0) circle (1cm);
\end{tikzpicture}
```

\only und \pause

Leider funktionieren \only und \pause nicht. Hier muss man sich mit einzelnen Folien pro \only oder \pause behelfen. Damit die Foliennummern nicht weiterzählen, muss die Option data-visibility="uncounted" ab der zweiten Folie am Folienkopf gesetzt werden.

Die erste Folie erhält dabei nur die Überschrift gefolgt vom ersten tikz-Block. Die nächste Folie erhält den selben Titel und den oben genannten Parameter.

## Dies ist ein Test
    
```{r, engine = 'tikz'}
\definecolor{myred}{RGB}{204,0,0}
\definecolor{mygreen}{HTML}{73D216}
\definecolor{mylila}{HTML}{75507B}
%
\usetikzlibrary{shapes,mindmap,trees}
%
\begin{tikzpicture}
  \draw[color=myred, fill=mygreen] (0,0) circle (2cm);
% dieses erst auf der nächsten Folie
% \draw[color=myred, fill=mylila] (0,0) circle (1cm);
\end{tikzpicture}
```


## Dies ist ein Test {data-visibility="uncounted"}

```{r, engine = 'tikz'}
\definecolor{myred}{RGB}{204,0,0}
\definecolor{mygreen}{HTML}{73D216}
\definecolor{mylila}{HTML}{75507B}
%
\usetikzlibrary{shapes,mindmap,trees}
%
\begin{tikzpicture}
  \draw[color=myred, fill=mygreen] (0,0) circle (2cm);
  \draw[color=myred, fill=mylila] (0,0) circle (1cm);
\end{tikzpicture} 
```

Weblinks




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12. Oktober 2022

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 102.3.3 ein Update außer der Reihe für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 102.3.3

Mit dem Update auf Thunderbird 102.3.3 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht und behebt damit eine Reihe von Problemen, welche sich in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen.

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11. Oktober 2022

Firefox Relay ist ein Dienst von Mozilla, der die persönliche E-Mail-Adresse vor Spam und unerwünschter Offenlegung schützt. Wie ich bereits im September exklusiv und weltweit als erstes berichtete, hat Mozilla nun Firefox Relay wie geplant um die Möglichkeit erweitert, auch die Telefonnummer zu maskieren. Zunächst startet die neue Funktion in den USA und in Kanada.

Was ist Firefox Relay?

E-Mail-Adressen sind gleichzusetzen mit einer persönlichen Adresse. Sie sind einmalig und viele Nutzer besitzen nur eine einzige E-Mail-Adresse, die sie teilweise auf dutzenden, wenn nicht gar auf hunderten Websites verwenden. Findet auf einer Website, auf der man mit seiner E-Mail-Adresse registriert ist, ein Datendiebstahl statt, wird damit in vielen Fällen auch die persönliche E-Mail-Adresse offengelegt. Und haben Spammer erstmal eine E-Mail-Adresse in ihrem System, darf man sich auf viele unerwünschte E-Mails ohne realistische Hoffnung einstellen, dass der Spam abnehmen wird.

Mit Firefox Relay können sogenannte Masken als Alias-Adressen angelegt werden, die der Nutzer für Newsletter-Anmeldungen und Website-Registrierungen angeben kann. Firefox Relay leitet diese E-Mails dann an die persönliche E-Mail-Adresse weiter. Außerdem kann Firefox Relay bekannte Tracking-Scripts aus E-Mails entfernen.

Firefox Relay ist kostenlos. Es gibt aber auch eine kostenpflichtige Premium-Version, welche unendlich viele Masken anstelle von nur fünf sowie eine eigene E-Mail-Domain erlaubt. Außerdem können in Firefox Relay Premium auf weitergeleitete E-Mails geantwortet und Werbe-Mails automatisch blockiert werden.

Telefonnummer-Maskierung startet in USA und Kanada, weitere Länder sollen folgen

Wie ich bereits im September enthüllte, ist es in den USA sowie in Kanada ab sofort auch möglich, Telefonnummern zu maskieren. So können Nachrichten und Anrufe am Telefon empfangen werden, ohne dass dafür die echte Telefonnummer preisgegeben werden muss.

Firefox Relay Telefonnummer-Maskierung

Mozilla möchte dieses Feature auch in weiteren Ländern ausrollen. Genauere Informationen hierzu liegen zu diesem Zeitpunkt noch nicht vor.

Das kostet Firefox Relay Premium mit Telefonnummer-Maskierung

Während die Basis-Version von Firefox Relay kostenfrei ist, kostet die Premium-Version 1,99 pro Monat respektive 0,99 Euro Monat bei Bindung für ein Jahr. Der Preis in den USA und Kanada beträgt entsprechend 1,99 Dollar oder 0,99 Dollar pro Monat.

Die Telefonnummer-Maskierung ist ein optionales Zusatzpaket und nicht automatisch in Firefox Relay Premium inbegriffen. Wird diese Option dazugebucht, liegen die Kosten bei 4,99 Dollar pro Monat respektive 3,99 Dollar pro Monat, wenn man sich für ein ganzes Jahr bindet.

Wer sich für die Telefonnummer-Maskierung entscheidet, erhält ein Kontingent von 50 Sprachminuten für eingehende Anrufe sowie 75 Text-Nachrichten pro Monat.

Firefox Relay Preise 2022

Paket aus Mozilla VPN und Firefox Relay mit Ersparnis

Außerdem soll in den USA und Kanada in Kürze auch noch ein spezielles Angebot starten, bei dem das Mozilla VPN gemeinsam mit Firefox Relay Premium und Telefonnummer-Maskierung erworben kann. Hier beträgt der Preis dann 6,99 Dollar anstelle von 8,98 Dollar pro Monat bei zwölf Monaten Bindung.

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Di, 11. Oktober 2022, Lioh Möller

Mit Ubuntu Pro stellt Canonical ein Angebot zur längerfristigen Sicherheitsunterstützung der Distribution bereit. Regulär erfährt die Distribution in der LTS (Long Term Support) Ausprägung bis zu 5 Jahre lang Aktualisierungen. Ubuntu Pro erweitert diesen Zeitrahmen auf bis zu 10 Jahre. Bisher wurden dabei nur Pakete der Hauptdistribution berücksichtigt. Mit der aktuellen Ankündigung wird der Umfang auf einen grossen Teil der Pakete in den sogenannten Universe Repositories, welche massgeblich von der Community betreut werden, ausgeweitet.

Dies beinhaltet unter anderem Ansible, Apache Tomcat, Apache Zookeeper, Docker, Drupal, Nagios, Node.js, phpMyAdmin, Puppet, PowerDNS, Python 2, Redis, Rust, WordPress und viele weitere Softwarepakete.

Darüber hinaus lässt sich mittels Ubuntu Pro der Livepatch Service des Anbieters nutzen, welcher in vielen Fällen eine unterbrechungsfreie Aktualisierung des Kernels ermöglichen soll.

Quelle: https://ubuntu.com/pro

10. Oktober 2022

Mo, 10. Oktober 2022, Lioh Möller

Für die openSUSE Distribution stehen eine Vielzahl von Zusatzrepositories zur Verfügung. Neben Packman, über welches unter anderem Multimediacodecs bezogen werden können, stellt die Community über den openSUSE Build Service hunderte weiterer Pakete bereit. Durchsuchbar sind diese über das Web-Frontend auf software.opensuse.org und lassen sich über das sogenannte One-Click Install Verfahren auf das System übertragen.

Mit OPI steht eine Alternative zur Nutzung auf der Kommandozeile zur Verfügung. Die Python 3 basierte Anwendung lässt sich auf einem aktuellen openSUSE-System wie folgt installieren:

sudo zypper install opi

Daraufhin können Pakete gesucht und installiert werden. Im Hintergrund kommt dabei standardmässig zypper zum Einsatz, OPI unterstützt alternativ allerdings auch dnf.

Beispiel:

opi filezilla

Auch Multimedia-Codecs lassen sich mittels OPI installieren. Dazu eignet sich die Nutzung der folgenden Parameter:

opi packman

# oder

opi codecs

Zur Auswahl stehen einige weitere Drittanbieterquellen, die Hilfefunktion der Applikation gibt entsprechend Auskunft.

Quelle: https://github.com/openSUSE/opi

Im September habe ich über das Förderprogramm Media Tech Lab berichtet. Heute möchte ich euch auf den Prototype Fund hinweisen, welcher Open-Source-Projektideen mit bis zu max. 47.500 Euro unterstützt.

Danke an @Kampfradler (Twitter-Link), welcher mich auf dieses Förderprogramm hingewiesen hat.

Der Prototype Fund ist ein Projekt der Open Knowledge Foundation Deutschland, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Er existiert seit 2016 und damit schon etwas länger als Media Tech Lab. Seither wurden nach Angabe des Projekts 12,3 Mio. Euro an Fördergeldern bewilligt, mit denen 293 Projekte gefördert wurden.

Bezüglich der Rahmenbedingungen ähneln sich Media Tech Lab und der Prototype Fund auffällig. Hier die wichtigsten Eckdaten:

  • Einzelpersonen und kleine (interdisziplinäre) Teams können eine finanzielle und ideelle Unterstützung für die Erprobung von Ideen sowie die Entwicklung von Open-Source-Anwendungen in den Bereichen Civic Tech, Data Literacy, IT-Sicherheit und Software-Infrastruktur (siehe FAQ) erhalten.
  • Die Förderung beträgt bis zu 47.500€ über 6 Monate.
  • Es gibt Unterstützung durch Mentor*innen und Coaching in den Bereichen User Centered Design, Projektmanagement, Security und Business.
  • Es werden ausschließlich Open-Source-Projekte gefördert.

Der Prototype Fund ist bestrebt, Teams und Teilnehmer*innen mit weiteren Geldgeber*innen und potenziellen Partner*innen zu vernetzen. Ziel ist es, Teilnehmer*innen so gut wie möglich bei der Weiterführung ihrer „Produkte“ nach Projektende zu unterstützen.

Projekt und Förderung enden nach sechs Monaten mit der Vorstellung des Prototypen. Damit es danach weitergeht, braucht es Spender, Investoren und ein Geschäftsmodell. Diese Weiterentwicklungen sind jedoch nicht durch die Prototype-Fund-Förderung abgedeckt (Media Tech Lab hat aktuell auch noch kein Konzept für die Maintenance-Phase).

Die Projektseite biete eine gute FAQ, welche die wichtigsten Fragen zu den Rahmenbedingungen und zum Bewerbungsprozess beantwortet. Wenn ihr Interesse an einer Förderung habt, schaut hier hinein.

Ich freue mich, dass es offenbar doch mehr als ein Förderprogramm für Open-Source-Projekte in Deutschland gibt. Falls ihr noch weitere Förderprogramme für Open-Source-Projekte kennt, hinterlasst doch bitte einen Hinweis mit URL auf deren Webseite in den Kommentaren. Ich freue mich, wenn ich hier zukünftig weitere Open-Source-Förderprogramme vorstellen kann.

Ihr betreibt ein Projekt, dass durch den Prototype Fund gefördert wurde und möchtet gerne darüber berichten? Meldet euch gerne bei mir. Gern könnt ihr mir einen Entwurf für einen Erfahrungsbericht senden oder wir führen ein kurzes Interview und ich berichte anschließend von euren Erfahrungen. Because sharing is caring.