staging.inyokaproject.org

11. April 2022

Mo, 11. April 2022, Ralf Hersel

EndeavourOS ist eine rollende Linux-Distribution, die auf Arch Linux basiert. Das Projekt zielt darauf ab, ein geistiger Nachfolger von Antergos zu sein - es bietet eine einfach einzurichtende und vorkonfigurierte Desktop-Umgebung auf der Basis von Arch. EndeavourOS bietet sowohl Offline- als auch Online-Installationsoptionen. Der Offline-Installer, Calamares, verwendet standardmässig den Xfce-Desktop. Das Online-Installationsprogramm kann optionale Softwarekomponenten installieren, darunter die meisten gängigen Desktop-Umgebungen.

EndeavourOS-Gründer Bryan Poerwo kündigte am Freitag die Veröffentlichung von EndeavourOS Apollo an, dem neuesten ISO-Snapshot dieser Arch Linux-basierten GNU/Linux-Distribution für die breite Masse.


Zu den wichtigsten Funktionen von EndeavourOS Apollo gehören der neue 5.17-Kernel und der Mesa 22 Grafik-Stack. Das ist die beste Kombination, die man derzeit bekommen kann, wenn die modernste Hardwareunterstützung und Spieleleistung gewünscht wird.

Eine weitere neue Funktion in dieser Version ist der Fenstermanager Worm, der von einem Mitglied der EndeavourOS-Community entwickelt wurde. Worm wurde in Nim geschrieben und ist ein leichtgewichtiger Fenstermanager für X11, der Floating- und Tiling-Modi unterstützt.

Darüber hinaus wird bei neuen EndeavourOS Installationen nun die Firewall FirewallD aktiviert, ein neues grafisches Dienstprogramm, mit dem Benutzer die benötigten Anwendungen auswählen und installieren können, sowie ein Kommandozeilen-Tool, das Benutzern von NVIDIA-Grafikprozessoren bei der Installation der neuesten NVIDIA-Grafiktreiber hilft, einschliesslich der Legacy-Treiber der 470er- und 390er-Serie.

EndeavourOS Apollo bietet ein deutlich verbessertes Installationserlebnis, mit dem man sowohl Xfce- als auch i3-Grafikumgebungen installieren kann. Zudem fügt der neue Login-Manager eine Info-Schaltfläche für angepasste Installationen hinzu und komprimiert Dateien bei Btrfs-Installationen. Auch Calamares, der grafische Installer von EndeavourOS, hat verschiedene Verbesserungen erhalten.

Quelle: https://endeavouros.com/news/the-apollo-release-has-landed/

Mo, 11. April 2022, Urs Pfister

Aktuelle Smartphones werden grösser und immer leistungsfähiger. Leider aber werden die Geräte auch komplexer und auch an der Preisspirale nach oben wird reichlich gedreht. Das führt dazu, dass das Smartphone zum hochgezüchteten Prestige-Objekt verkommt. Auf der Strecke bleibt dabei die Kontrolle über das Gerät. Dem müsste so nicht sein, denn das Android-Betriebssystem beruht auf Linux und Open Source.

Dies könnte an sich Flexibilität, Privatsphäre und Offenheit bedeuten. Bei den herkömmlichen Smartphones kann davon jedoch längst keine Rede mehr sein. Ohne Zwang zur Registrierung und viel Tracking lassen sich aktuelle Handys kaum mehr betreiben. Wer eine Open Source Variante von Android installieren möchte, benötigt dazu neben einem geeigneten Gerät (ein Grossteil der handelsüblichen Geräte lassen sich ohne weiteres nicht mehr entsperren/rooten) in aller Regel einiges an Fachwissen und Zeit, was nicht wirklich positiv ist.

Einen komplett anderen Weg schlägt das neue AVMultiPhone V2 ein. Die von AVMultimedia herstammende Linux-Distribution läuft auf dem PinePhone. Das PinePhone darf als preisgünstig (149 USD) bezeichnet werden. Für diesen Preis kann kein Technologie-Monster erwartet werden. Wohl aber verfügt das ca. 180 Gramm leichte Gerät über sämtliche Komponenten, um damit einen Linux-Desktop mit integriertem Telefon, Internet-Anbindung (WLAN), GPS, USB-Ports und Kamera bereitzustellen.

Die bisherigen Ansätze bei der Entwicklung der Software zum PinePhone führten alle dazu, die beiden "Platzhirsche" möglichst nachzuahmen. Übergrosse Tastenfelder auf dem Touchscreen führen jedoch dazu, dass klassische Desktop-Programme eher schlecht oder gar nicht laufen. AVMultiPhone V2 geht bewusst den umgekehrten Weg. Primär wird ein Linux-Desktop auf dem Gerät zur Verfügung gestellt, mit dem auch telefoniert, gesurft und/oder Musik gehört werden kann.

Damit stehen auf dem Mini-Rechner sämtliche Linux-Programme in der gewohnten Art und Weise zum Arbeiten bereit. Der Desktop wandert so quasi in die Hosentasche. Damit eignet sich AVMultiPhone in erster Linie für jene, die unterwegs arbeiten möchten, und trotzdem erreichbar sein wollen oder müssen. Zentral bei AVMultiPhone V2 ist, die Installation ist relativ einfach. Notwendig sind dazu einzig ein PinePhone, eine SD-Karte, das AVMultiPhone-Image sowie ein grafischer Installer (z.B. BalenaEtcher).

Nach dem Aufspielen des AVMultiPhone-Images kann die SD-Karte in das PinePhone eingelegt werden und AVMultiPhone steht direkt zum Einsatz bereit. Ein allfällig auf dem PinePhone installiertes Betriebssystem wird dabei nicht angetastet. Die Geschwindigkeit von AVMultiPhone ab SD-Karte ist erstaunlich gut. Office-Applikationen werden in wenigen Sekunden gestartet. Der smarte Webbrowser Falkon sorgt für viel Privatsphäre und bietet ordentlich Tempo, um Videos ruckelfrei abzuspielen.

AVMultiPhone V2 läuft dabei erfreulich lange. Bei gelegentlichem Gebrauch muss das Gerät ohne Nachladen erst nach einigen Tagen an den Stecker. Dank dem voll integrierten Schlafmodus (DeepSleep) kann AVMultiPhone dabei jederzeit Anrufe und/oder SMS-Nachrichten entgegennehmen. Derzeit steht AVMultiPhone in Englisch und Deutsch zur Verfügung. Weitere Sprachen sowie Tausende von Linux-Programmen lassen sich beliebig aufspielen und verwalten.

Mehr Informationen zum neuen AVMultiPhone V2 gibt es auf der Archivista-Homepage unter:

https://archivista.ch/cms/de/aktuell-blog/avmultiphone-v2/

Die Image-Dateien können hier bezogen werden:

https://sourceforge.net/projects/archivista/files/pinephone/

https://osdn.net/projects/avmultimedia/

Als Open-Source-Projekt bietet AVMultiPhone V2 die Möglichkeit, aktiv zur Weiterentwicklung beizutragen. Sei dies mit konkreten Vorschlägen, sei dies mit der Weiterverbreitung, sei dies mit finanziellen Beiträgen für ein konkretes Feature oder auch nur mit einer kleinen Spende, alle Zuwendungen sind herzlich willkommen. Für Fragen rund um AVMultiPhone V2 stehen die Koordinaten der Firma Archivista GmbH zur Verfügung.

Den allermeisten IT-Systemadministratoren werden die Programme dig, host und nslookup aus dem Paket bind-utils bekannt sein. Sie dienen der Auflösung von Hostnamen. Mir sind jedoch wiederholt Systeme begegnet, auf denen diese Programme nicht zur Verfügung stehen. Dies führte mich zur Eingangsfrage, wie ich Hostnamen auflösen kann, ohne das Paket bind-utils nachinstallieren zu müssen.

Die Antwort liefert der folgende Codeblock. Das Programm getent(1) stammt aus der glibc, welche auf jedem Linux-System vorhanden ist. Voraussetzung ist lediglich, dass das System für die Nutzung von DNS-Resolvern konfiguriert ist (z.B. /etc/resolv.conf).

$ getent hosts beispiel.de
23.21.157.88    beispiel.de

$ getent ahosts my-it-brain.de
2a02:c207:3005:4920::1 STREAM my-it-brain.de
2a02:c207:3005:4920::1 DGRAM  
2a02:c207:3005:4920::1 RAW    
144.91.83.52    STREAM 
144.91.83.52    DGRAM  
144.91.83.52    RAW

Für weitere Abfragemöglichkeiten verweise ich auf die Manpage getent(1).

10. April 2022

  1. GrapheneOS – Warum kein anderes System?
  2. GrapheneOS – Viele Maßnahmen für die Sicherheit
  3. GrapheneOS – Installation und Einrichtung
  4. GrapheneOS – Eine Sammlung von F-Droid Apps
  5. GrapheneOS – Updates ohne Risiko
  6. GrapheneOS – Eine gute Entscheidung

Manchmal blickt man nach einigen Monaten auf eine Kaufentscheidung zurück und bilanziert ehrlich, dass man es nicht wieder machen würde. Aber manchmal ist man auch sehr zufrieden: Bei mir fällt das Pixel 6 mit GrapheneOS in die Kategorie der sehr guten Entscheidungen.

Im IT-Bereich probiere ich gerne mal Sachen aus. Manches erweist sich als Flop, manches ist der beste Kauf des Jahres. Nicht immer hat man darauf Einfluss. Als ich beispielsweise vor Jahren ein BlackBerry Classic erwarb, konnte ich nicht ahnen, wie schnell RIM sein eigenes OS aufgeben würde. In den letzten Jahren war ich extrem glücklich mit meiner Entscheidung für ein Synology NAS und mein HP EliteBook. Im vergangenen Herbst habe ich mir dann ein Google Pixel 6 zugelegt. In Kombination mit den Bose-ANC-Kopfhörern war das ein gutes Angebot und steuerlich war die Investition ebenfalls klug. Wirklich überzeugt war ich allerdings nicht. Erstmal wanderte die Hardware eh in die Schublade, denn mit Google-Android nutze ich gar nichts.

Erst mit der Verfügbarkeit von GrapheneOS für das Pixel 6 – was erfreulich schnell erschien – habe ich das Pixel in Betrieb genommen. Nach einigen Monaten als Gerät für den Arbeitsalltag muss ich sagen, dass sich das Pixel 6 mit GrapheneOS in eine Reihe mit dem Synology NAS und dem HP EliteBook eingereiht hat. Ich möchte absolut nicht mehr darauf verzichten. Das liegt weniger an der Pixel-Hardware, sondern mehr an GrapheneOS.

Denn GrapheneOS hat mich ein stückweit wieder mit Android versöhnt. Einerseits hat man ein System ohne direkte Google-Anbindung, andererseits bleiben einem aber die Nachteile der üblichen Aftermarket-Lösungen wie LineageOS erspart. Keine unsicheren Patchstände mehr, keine mühsamen Firmwareaktualisierungen, keine wenig seriösen „Modder“ als vermeintlich vertrauenswürdige Mittelsmänner mit einem teils doch ziemlich ambiguitiven Verhältnis zu Sicherheit.

GrapheneOS bringt mindestens einmal im Monat – meist fast zeitgleich mit Google – ein Update heraus, das diskret im Hintergrund eingespielt und mittels Neustart aktiviert wird. Es gab noch nicht ein einziges Mal Probleme. Das System ist eher puristisch, viele Tweaks und Mods, die man von LineageOS kennt, sind nicht vorhanden. Dafür sind die integrierten Apps wie z. B. die Kamera-Apps gut und werden stetig weiterentwickelt.

Wer natürlich 25 proprietäre Apps aus dem Play Store nutzt, für den ist GrapheneOS nichts bzw. bringt eigentlich keinen Mehrwert gegenüber dem Google-Android, da man über die Apps und die integrierten proprietären Bibliotheken Googles gesamtes Tracking-Ökosystem nachlädt. Einen Mehrwert hat nur, wer mit dem schmalen Angebot von F-Droid leben kann und ggf. zusätzlich 1-2 proprietäre Apps manuell nachinstalliert.

Ich schreibe das hier so dezidiert, weil ich wegen der Artikel-Serie in den vergangenen Wochen deshalb mehrfach kontaktiert wurde mit der Frage, ob ich GrapheneOS noch nutze und wie zufrieden ich bin.

Der Artikel GrapheneOS – Eine gute Entscheidung erschien zuerst auf [Mer]Curius

Als ich meine Vorschau für die kommende LTS Ubuntu 22.04 schrieb, war Firefox noch normal als DEB in den Paketquellen enthalten. Das entsprechende Paket ist seit dem 22. Februar – und damit knapp vor dem Feature Freeze – nur noch eine Weiterleitung auf das Snap.

Die ganze Geschichte erhitzt jetzt schon die Gemüter und ich prognostiziere mal, dass sich diese Änderung in allen Artikeln zur neuen Version prominent finden wird. Inklusive einem vorhersagbaren Shitstorm in den Kommentaren.

Ich persönlich habe überhaupt kein Problem mit Flatpaks oder Snaps und kann einer direkten Pflege von Firefox durch Mozilla und der Auslieferung via Snap (inklusive der zusätzlich Sicherung von Snaps durch AppArmor) viel abgewinnen.

Allerdings könnte es sein, dass auf sehr schwacher Hardware Firefox nun noch langsamer wird als er das auf entsprechender Hardware sowieso schon ist. Das Problem dürfte jedoch maximal Anwender von Lubuntu oder Xubuntu betreffen, da wir hier wirklich von extrem preiswerter oder alter Hardware sprechen (Dualcore, <4 GB RAM, HDD), die mit Ubuntu oder Kubuntu sowieso nicht mehr zufriedenstellend laufen wird.

Deshalb möchte ich auf das Mozilla PPA verweisen, das – zumindest stand jetzt – immer noch eine „normale“ Version von Firefox-ESR für Ubuntu 22.04 „Jammy Jellyfish“. Für eine LTS finde ich persönlich eine ESR-Version auch deutlich angemessener. Wer also aus irgendwelchen Gründen gerne eine klassische Firefox-Installation haben möchte, kann die gegenwärtig dort noch beziehen.

Der Artikel Ubuntu 22.04 „Jammy Jellyfish“ – Firefox nun als Snap erschien zuerst auf [Mer]Curius

8. April 2022

Fr, 8. April 2022, Redaktionsteam

Einige von euch warten schon sehnsüchtig auf den nächsten Schreibwettbewerb und auch im Monat April haben wir ein besonderes 'Schmankerl' für euch. Diesen Monat dreht sich alles um das Thema 'Retro'. Dies beinhaltet nicht nur Freie Retro-Spiele, sondern auch Betriebssysteme oder Hardware-Bastelprojekte. Vom Raspberry Pi als Emulator bis hin zu Spieleklassikern wie NetHack oder Betriebssystemen wie RiscOS, lasst eurer Fantasie Freien Lauf.

Zu gewinnen gibt es dieses Mal einen A500 Mini. Dabei handelt es sich um einen Amiga-Emulator in einem verkleinerten Amiga 500 Design. Mitgeliefert wird neben einem passenden Gamepad auch eine Maus. 25 bekannte Spiele wie Zool, Simon the Sorcerer, California Games, Pinball Dreams oder Worms sind bereits vorinstalliert. Erweitert werden kann das System mittels WHDLoad.

Reicht eure Beiträge bis zum 28. April 2022 ein. Wie auch beim letzten Schreibwettbewerb erhöhen sich die Chance durch mehrere veröffentlichte Artikel. Jeder Beitrag zählt dabei wie ein Los in der Trommel.

Wir freuen uns auf eure Artikel!

6. April 2022

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 91.8 ein planmäßige Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 91.8

Mit dem Update auf Thunderbird 91.8 findet eine automatische Umstellung eingerichteter Google Mail-Konten von der alten Passwort- auf die neuere OAuth2-Authentifierung statt. Hintergrund ist, dass Google die alte Methode mit dem 30. Mai 2022 abschalten wird. Nutzer, welche Cookies in Thunderbird deaktiviert haben und ein Google Mail-Konto nutzen, müssen zumindest für die Zeit der Authentifizierung die Unterstützung von Cookies wieder aktivieren.

Ansonsten bringt Thunderbird 91.8 die übliche Reihe von Fehlerbehebungen und kleineren Verbesserungen, die sich in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen. Dies schließt auch die Behebung diverser Sicherheitslücken ein.

Der Beitrag Thunderbird 91.8 veröffentlicht erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Mi, 6. April 2022, Marco

Die Entwickler der auf Debian-basierten Distribution Tails haben die Version 4.29 veröffentlicht. Ausserdem wurde eine Beta-Version von Tails 5.0 veröffentlicht. Die Version 5.0 basiert erstmals auf Debian 11 (Bullseye) und die Community wird aufgefordert, die Beta-Version zu testen und Fehler zu melden. Die Distro setzt es sich zum Ziel, ein möglichst anonymes Betriebssystem bereitzustellen. Dies wird unter anderem dadurch erreicht, dass sämtliche Verbindungen über das Tor-Netzwerk laufen.

Die Neuerungen in der Version 4.29 sind zwar überschaubar, aber dennoch nicht weniger wichtig. So wurde der Tor Browser auf die Version 11.0.10 und Thunderbird auf die Version 91.7.0 aktualisiert. In der nun verwendeten Version von Thunderbird wurden einige Fehler sowie Sicherheitslücken behoben. Obwohl die Sicherheitslücken gemäss der Veröffentlichung von Mozilla bei E-Mails nicht ausgenutzt werden können, lohnt sich ein Update dennoch. Ausserdem verwendet diese Version von Tails jetzt den Linux-Kernel 5.10.103 und die Version 0.0.12 des Pakets obfs4, welches dazu dient, dass der Internetverkehr möglichst unauffällig aussieht und so einer möglichen Zensur aus dem Weg gegangen werden kann. Die aktuelle Version soll es schwieriger machen, die Bridges sofort als solche zu erkennen. Weitere Informationen finden sich im Issue.

Die Version 5.0 von Tails soll gemäss der Ankündigung entweder am 3. oder 31. Mai 2022 veröffentlicht werden. Diese Version baut erstmals auf Debian Bullseye auf und bietet dementsprechend einige Neuerungen. So wird beispielsweise GNOME auf die Version 3.38 und LibreOffice auf die Version 7.0.4 angehoben. Zu den weiteren Programmen, welche aktualisiert werden, gehören Audacity, GIMP, Inkscape und natürlich noch weitere. Durch die standardmässige Installation dreier Pakete (ipp-usb, cups-browsed und sane-airscan) wird in Zukunft Drucken und Scannen ohne weitere Treiber möglich sein. Neben den Aktualisierungen wurden auch weitere Probleme behoben. Detaillierte Informationen können im Changelog oder den Ankündigungen nachgelesen werden. Die Entwickler des Betriebssystems rufen bis Ende April zum Testen der Beta-Version auf.

Quellen:

5. April 2022

Mozilla hat Firefox 99 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Speicherung von Kreditkarten-Daten

Bereits seit längerer Zeit unterstützt Firefox die Speicherung von Kreditkarten-Daten, so dass Nutzer diese in Online-Shops nicht jedes Mal manuell eingeben müssen. Bislang stand dieses Feature nur für Nutzer in den USA und Kanada zur Verfügung. Ab Firefox 99 können auch Nutzer in Deutschland, Frankreich sowie dem Vereinigten Königreich dieses Feature nutzen.

Firefox 99

Um die Unterstützung in weiteren Ländern hinzuzufügen, kann über about:config der Schalter extensions.formautofill.creditCards.supportedCountries angepasst werden, indem das entsprechende Länderkürzel im Wert ergänzt wird, z.B. AT für Österreich. Parallel gibt es mit extensions.formautofill.addresses.supportedCountries noch eine weitere Einstellung für das Speichern von Adressen, welche nach dem gleichen Schema funktioniert. Dieses Feature ist auch in Deutschland standardmäßig noch deaktiviert.

Verbesserungen der Webplattform

Die Standard-Schrift für monospace-Schriften wurde von Courier New zu Consolas geändert. Die Verwendung von CSS scrollbar-color wirkt sich jetzt auch auf Overlay-Scrollbalken aus.

Mittels navigator.pdfViewerEnabled können Websites jetzt feststellen, ob der Browser die Anzeige von PDF-Dateien unterstützt. navigator.plugins oder navigator.mimeTypes sollten hierfür nicht länger benutzt werden. Für WebRTC-Implementierungen interessant ist die Unterstützung von RTCPeerConnection.setConfiguration().

Geschlossene Sicherheitslücken

Auch in Firefox 99 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 99 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Unter Linux wurde außerdem die Sicherheit der Sandbox verbessert, indem Prozese, welche für Web-Content genutzt werden, nicht länger Zugriff auf das X Window System (X11) haben.

Sonstige Neuerungen von Firefox 99

Werden mehrere Tabs ausgewählt, unterscheidet sich der aktive Tab ab sofort leicht von den anderen ausgewählten Tabs.

In der Leseansicht eines Artikels lässt sich jetzt die Taste mit dem Buchstaben „n“ nutzen, um das Vorlesen des Artikels zu aktivieren oder wieder zu deaktivieren.

Auf der Firefox-Startseite gibt es nun bei jedem von Pocket empfohlenen Artikel eine geschätzte Lesedauer.

Firefox 99

Die Suchfunktion des PDF-Betrachters wurde verbessert und findet jetzt auch Buchstaben mit diakritischen Zeichen.

Das Fenster von Bild-im-Bild-Videos sollte sich jetzt etwas einfacher in der Größe verändern lassen.

Linux-Nutzer können in den Einstellungen jetzt Overlay-Scrollbalken aktivieren, ähnlich wie man diese von macOS kennt. Nutzer von Windows 11 können die Unterstützung hierfür via about:config aktivieren, indem der Schalter widget.windows.overlay_scrollbars.enabled auf true gesetzt wird – dann berücksichtigt Firefox die entsprechende Einstellung von Windows 11.

Firefox berücksichtigt nun korrekt die Ausnahmen, wenn die Cookies unter der Option „Die Chronik löschen, wenn Firefox geschlossen wird“ aktiviert sind.

Nachdem es unter Windows und macOS bereits einen eigenen Prozess für WebGL-Operationen gab, ist dieser Prozess jetzt auch unter Linux standardmäßig aktiviert.

Ebenfalls für Linux-Nutzer relevant ist, dass Firefox jetzt ffmpeg in Version 5.0 unterstützt.

Dazu kommen wie immer weitere Fehlerbehebungen sowie sonstige Verbesserungen unter der Haube dazu.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 99 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

4. April 2022

Mo, 4. April 2022, Ralf Hersel

Obwohl GNOME 42 erst vor knapp zwei Wochen erschienen ist und sozusagen noch 'dampft', gibt es bereits Überlegungen darüber, welche Anwendungen und Funktionen in der nächsten und späteren Versionen der Desktop-Umgebung kommen könnten. Chris Davis, Mitglied des GNOME Kernteams, hat in seinem Blog einige Arbeiten genannt, mit denen er sich für GNOME 43 beschäftigen möchte, welches im September 2022 erscheinen soll.

Akzentfarben und Libadwaita-API zur Umfärbung

Libadwaita macht es einfach, eine lang ersehnte Personalisierungsfunktion zu implementieren: anpassbare Akzentfarben. Globale Akzentfarben werden für App-Entwickler opt-in sein. Davis möchte, dass für das Backend Akzentfarben desktop- und plattformunabhängig sind, wie die neue dunkle Stilpräferenz. Er plant, dem xdg-desktop-portal in naher Zukunft einen entsprechenden Vorschlag zu unterbreiten. In GNOME wäre es wahrscheinlich am besten, nur ein paar QA-getestete Akzente in der Benutzeroberfläche zu zeigen, aber libadwaita würde beliebige Farben unterstützen, sodass Anwendungen von KDE, GNOME und weitere alle die gleichen Farben verwenden, wenn sie die Einstellung unterstützen.

Entwickler, die die Umfärbungs-API verwenden, würden in der Lage sein, Farben in ihren Anwendungen programmatisch zu ändern und abhängige Farben automatisch aktualisieren zu lassen. Sie könnten auf einfache Weise Voreinstellungen erstellen, die z. B. verwendet werden können, um das Fenster auf der Grundlage des Farbschemas einer Textansicht neu zu färben. Technisch sei dies bereits mit CSS in libadwaita 1.0 möglich, aber die API würde es einfacher machen. Anstatt jede einzelne Farbe berücksichtigen zu müssen, müssten nur einige wenige festgelegt werden, und libadwaita würde den Rest richtig handhaben. Die hier verwendeten Heuristiken würden auch verwendet, um sicherzustellen, dass die Akzentfarben den richtigen Kontrast zum Hintergrund einer Anwendung hätten.

Adaptiver Nautilus und verbesserter Dateiwähler

Die GTK-Dateiauswahl hat ein paar Probleme. Zum Beispiel unterstützt sie keine GNOME-Funktionen wie mit Sternen versehene Dateien und muss von nachgelagerten Anbietern (z.B. PureOS, Mobian) gepatcht werden, um auf mobilen Formfaktoren zu funktionieren. Um mit den Konventionen der Plattformen Schritt zu halten, sollte die Dateiauswahl idealerweise Teil des GNOME-Kerns werden und nicht Teil von GTK. Es gibt noch einige Diskussionen über Lösungen, aber Chris Davis glaubt, dass es klug wäre, die Dateiauswahl und den Dateibrowser synchron zu halten, indem die Dateiauswahl ein Teil der Dateiauswahl wird.

Deshalb plant er, Nautilus für mobile Formfaktoren anpassungsfähig zu machen und einen neuen Dateiauswahlmodus hinzuzufügen. Da die Dateiauswahl in Nautilus und nicht in GTK untergebracht ist, könnten die Funktionen der GNOME-Plattform im Tempo von GNOME und nicht im Tempo von GTK unterstützt werden, GNOME-Entwurfsmustern folgen und Funktionen wie eine Gitteransicht mit Miniaturansichten implementieren, ohne bei Null anfangen zu müssen.

Loupe (Bildbetrachter)

Seit einer Weile arbeitet Davis ich immer wieder an Loupe, einem neuen Bildbetrachter, der in Rust mit GTK4 und libadwaita geschrieben wurde. Er plant, dass Loupe adaptiv, Touchpad- und Touchscreen-freundlich und einfach zu bedienen sein soll. Er möchte auch, dass es sich in Nautilus integriert, sodass Loupe den Sortiereinstellungen folgt, die man für einen Ordner in Nautilus hat.

Langfristig soll Loupe einfache Bildbearbeitungsfunktionen erhalten, nämlich Zuschneiden, Drehen und Anmerkungen. Mit Anmerkungen könnte Loupe in den neuen Screenshot-Flow integriert werden, sodass Benutzer Screenshots machen und mit Anmerkungen versehen können, ohne zusätzliche Programme zu benötigen.

Baobab in Rust umschreiben, und neues Design implementieren

Baobab (a.k.a. Disk Usage Analyzer) ist in Vala geschrieben. Vala hat keinen Zugang zu den grossen Bibliotheken, und auch das Tooling lässt zu wünschen übrig, meint Davis. Rust hingegen hätte ein florierendes Bibliotheks-Ökosystem und wunderbare Werkzeuge. Rust hat auch gute GTK-Bindungen, die ständig verbessert würden. Indem er Baobab in Rust umschriebe, könne er Vorteile des Ökosystems voll ausschöpfen und gleichzeitig die Leistung seiner Hauptfunktion verbessern: die Analyse der Festplattennutzung. Davis habe bereits mit der Arbeit in dieser Richtung begonnen, obwohl es noch nicht auf GitLab verfügbar ist.

Neben der Neufassung plant er auch ein Redesign auf der Grundlage von Allan Days Mockups. Das neue Design würde die Benutzeroberfläche modernisieren, indem neue Muster verwendet und einige der Hauptprobleme der Benutzeroberfläche behoben würden, die die Anwender:innen mit dem aktuellen Design haben.

Benachbarte Dateien im FileChooser-Portal öffnen

Die Dateiauswahl im xdg-desktop-portal erlaubt es nicht, benachbarte Dateien zu öffnen, wenn man eine Datei auswählt. Anwendungen wie Image-Browser, Web-Browser und Programm-Runner benötigen alle ein Loch in der Sandbox, wenn sie reibungslos funktionieren sollen. Wenn man einen Webbrowser als Flatpak verwendet, kennt man vielleicht das Problem: Öffnet man eine HTML-Datei, werden zugehörige HTML-Dateien oder Mediendateien nicht geladen. Wer lokal an einer Website arbeitet, muss sich eines Webserver bedienen, um eine Vorschau zu erhalten - z. B. mit python -m http.server.

Davis möchte an einem Portal arbeiten, das es Entwicklern ermöglicht, beim Öffnen einer Datei den Zugriff auf benachbarte Dateien anzufordern. Mit diesem Portal könnte er Loupe als Flatpak ausliefern, ohne irgendwelche Sandbox-Löcher zu benötigen, und Anwendungen wie Lutris oder Bottles wären auch als Flatpaks realisierbar. Mehr dazu gibt es hier.

Korrekturen für Barrierefreiheit

GTK4 macht die Zugänglichkeit einfacher als je zuvor. Dennoch gibt es immer noch Verbesserungen, wenn es darum geht, Kernanwendungen zugänglich zu machen. Davis möchte die GNOME-Kernanwendungen durchgehen, sie mit den verfügbaren Zugänglichkeitswerkzeugen testen und alle dabei auftretenden Probleme dokumentieren und beheben.

Wer Chris Davis bei seiner Arbeit unterstützen möchte, findet unter der Quelle entsprechende Angaben.

Quelle: https://blogs.gnome.org/christopherdavis/2022/04/03/plans-for-gnome-43-and-beyond/

Diese Frage habe ich mir selbst schon mehrmals gestellt. Und mindestens genauso oft wurde sie mir schon von anderen gestellt. Als Antwort kommen hier meist zuerst telnet oder netcat (nc) in den Sinn. Doch in einer RHEL-Minimal-Installation sind diese beiden Programme nicht enthalten und müssen erst nachinstalliert werden. Was tut man in diesem Fall (ohne den Paketmanager zu starten)?

Ich möchte in diesem Artikel mehrere Antworten auf die Eingangsfrage festhalten. Dabei beginne ich mit denen, die ich auf stackoverflow gefunden habe.

Bash und timeout

Von RHEL 6 aufwärts sollte das Programm timeout in der Minimal-Installation enthalten sein. In Fedora 35 und Debian 11 ist es ebenfalls enthalten. Es stammt aus dem Paket coreutils, in dem es meines Wissens spätestens seit Version 8.22 enthalten ist.

Kommando

$ timeout $TIMEOUT_SECONDS bash -c "</dev/tcp/${HOST}/${PORT}"; echo $?

Beispiele

Erfolgreicher Verbindungstest

$ HOST=beispiel.de
$ PORT=443
$ timeout 5 bash -c "</dev/tcp/${HOST}/${PORT}"; echo $?
0

Selbstverständlich funktioniert auch folgender Befehl:

$ timeout 5 bash -c "</dev/tcp/beispiel.de/443"; echo $?
0

Fehlgeschlagener Verbindungstest

Jetzt nutze ich einen Port, der nicht erreichbar ist:

$ timeout 5 bash -c "</dev/tcp/beispiel.de/4433"; echo $?
124

Nutzung von nc

Sollte nc bereits installiert sein, kann man auch dieses Programm für einen Verbindungstest nutzen:

Kommando

$ nc -w $TIMEOUT_SECONDS -v $HOST $PORT </dev/null; echo $?

Beispiele

Erfolgreicher Verbindungstest

$ HOST=beispiel.de
$ PORT=443
$ nc -w 2 -v $HOST $PORT </dev/null; echo $?
Ncat: Version 7.92 ( https://nmap.org/ncat )
Ncat: Connected to 23.21.157.88:443.
Ncat: 0 bytes sent, 0 bytes received in 0.54 seconds.
0

Fehlgeschlagener Verbindungstest

$ nc -w 2 -v beispiel.de 4433 </dev/null; echo $?
Ncat: Version 7.92 ( https://nmap.org/ncat )
Ncat: TIMEOUT.
1

Zusammenfassung

Mit timeout und nc habe ich meine beiden Favoriten festgehalten. Mit beiden lässt sich die Erreichbarkeit von entfernten TCP-Ports testen (die von lokalen TCP-Ports übrigens auch).

Falls ihr noch weitere Möglichkeiten kennt, mit Bordmitteln, die in der Minimal-Installation einer Distribution enthalten sind, um einen Verbindungstest durchzuführen, schreibt sie mir gern in die Kommentare. Ich nehme sie dann gern mit in den Artikel auf.

3. April 2022

Mozilla Hubs ist eine Art virtueller Treffpunkt, den Mozilla im Jahr 2018 gestartet hat. Mit den Hubs Creator Labs hat Mozilla eine neue Plattform für Tutorials und Inspiration gestartet.

Mit dem Start von Mozilla Hubs im April 2018 ging eine Online-Plattform an den Start, welche es Nutzern ermöglicht, sich in sogenannten Räumen virtuell zu treffen. Das Besondere an Hubs: es spielt sich komplett im Web ab: keine geschlossene Plattform, keine Installation einer Anwendung, keine Abhängigkeit von einem bestimmten Gerät. Einfach eine URL teilen und miteinander treffen. Hubs funktioniert in jedem Browser, am Smartphone – und auch mit der VR-Brille, wo Hubs als virtuelle Plattform sein volles Potential entfaltet.

Mit den Hubs Creators Labs hat Mozilla eine neue Plattform gestartet, auf welcher Inspirationen sowie Tutorials der Community geteilt werden. Mozilla dazu:

Heute starten wir die Hubs Creator Labs, um das Beste, was unsere Community zu bieten hat, zu beleuchten. Hubs basiert auf der grenzenlosen Vorstellungskraft unserer Nutzer, von entzückenden neuen Avataren bis hin zu interaktiven Inhalten, die auf der Grundlage unseres Open-Source-Codes erstellt werden. Während unser Team daran arbeitet, neue Funktionen zu entwickeln und Fehler zu beheben, fühlen wir uns durch unsere Entwickler-Community – von Anfängern bis hin zu erfahrenen 3D-Künstlern und Entwicklern – geehrt und inspiriert. Wir sehen, wie du unseren Code zum Leben erweckst.

Diese Plattform wird auch ein Ort sein, an dem wir Tools und Tutorials für das Bauen in Hubs vorstellen und Inhalte der Community präsentieren können. Wir sind noch dabei, herauszufinden, wie dieser Bereich aussehen wird, aber es wird ein Ort sein, an dem Inspiration, Kreativität und Wissen geteilt werden können.

Mozilla

Mozilla Hubs Creator Labs

Der Beitrag Mozilla startet Hubs Creator Labs erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Mit einer neuen E-Mailadresse wollte ich auch mal wieder meinen GPG -Key aktualisieren.

Alle Keys, die aktuell im Keyring gespeichert sind, koennen ueber den folgenden Befehl herausgefunden werden:

$ gpg --list-secret-keys --keyid-format LONG
sec   rsa4096/30BEEF01A79FDDD7 2013-11-13 [SC]
      81A25E6464AF14DEA4660B1630BEEF01A79FDDD7
uid                 [ultimate] Yannic Haupenthal 
uid                 [ultimate] Yannic Haupenthal 
uid                 [ultimate] Yannic Haupenthal 
uid                 [ultimate] Yannic Haupenthal 
ssb   rsa4096/9B8C8CC6F6C04CEF 2013-11-13 [E]

[...]

Wir wollen allerdings aus dieser Liste nur einen Key bearbeiten, naemlich in diesem Fall 30BEEF01A79FDDD7 (und ja, das ist mein echter Key 🌱 😉).

$ gpg --edit-key 30BEEF01A79FDDD7
sec  rsa4096/30BEEF01A79FDDD7
     created: 2013-11-13  expires: never       usage: SC
     trust: ultimate      validity: ultimate
ssb  rsa4096/9B8C8CC6F6C04CEF
     created: 2013-11-13  expires: never       usage: E
[ultimate] (1). Yannic Haupenthal 
[ultimate] (2)  Yannic Haupenthal 
[ultimate] (3)  Yannic Haupenthal 
[ultimate] (4)  Yannic Haupenthal 

Da ist mir aufgefallen, dass ich noch die 3. Adresse (also old@example.de) gar nicht mehr nutze bzw. keinen Zugriff mehr darauf habe. Daher habe ich diese erstmal entfernt :

gpg> uid 3
[...]
[ultimate] (3)* Yannic Haupenthal 
[...]

gpg> revuid
Really revoke this user ID? (y/N) y
Please select the reason for the revocation:
  0 = No reason specified
  4 = User ID is no longer valid
  Q = Cancel
(Probably you want to select 4 here)
Your decision? 4
Enter an optional description; end it with an empty line:
> no access anymore
>
Reason for revocation: User ID is no longer valid
no access anymore
Is this okay? (y/N) y

[...]
[ revoked] (3)  Yannic Haupenthal 
[...]

Nun wollen wir noch eine neue Adresse hinzufuegen :

gpg> adduid
Real name: Yannic Haupenthal
Email address: fourth@example.ch
Comment:
You selected this USER-ID:
    "Yannic Haupenthal "

Change (N)ame, (C)omment, (E)mail or (O)kay/(Q)uit? O

[...]
[ unknown] (5)  Yannic Haupenthal 

Und speichern nicht vergessen 😉

gpg> save

Zur Sicherheit koennen wir uns die Liste nochmal mit dem ersten Befehl anschauen:

$ gpg --list-secret-keys --keyid-format LONG
sec   rsa4096/30BEEF01A79FDDD7 2013-11-13 [SC]
      81A25E6464AF14DEA4660B1630BEEF01A79FDDD7
uid                 [ultimate] Yannic Haupenthal 
uid                 [ultimate] Yannic Haupenthal 
uid                 [ultimate] Yannic Haupenthal 
uid                 [ultimate] Yannic Haupenthal 
ssb   rsa4096/9B8C8CC6F6C04CEF 2013-11-13 [E]

Den Key wollen wir nun auch noch exportieren . Dabei ist es wichtig zu erwaehnen, dass der private Key niemals weitergegeben werden darf und an einem sicheren Ort aufbewahrt werden sollte.
Hierbei kann z.B. auch das Tool paperkey verwendet werden, was ich allerdings noch nicht ausprobiert habe.

gpg --armor --export 30BEEF01A79FDDD7 >public.txt
gpg --armor --export-secret-key 30BEEF01A79FDDD7 >private.txt

Zum Schluss aktualisieren wir noch den Key auf dem quasi Standard Keyserver , naemlich keys.openpgp.org :

gpg --export 30BEEF01A79FDDD7 | curl -T - https://keys.openpgp.org

Ebenso habe ich den Key hier ausgetauscht.


Danke, dass du das hier via RSS liest! :)

2. April 2022

Mit Mozilla Connect hat Mozilla eine neue Plattform gestartet, um die eigenen Nutzer noch mehr in die Produktentwicklung mit einzubeziehen.

Mozilla hat seine neue Plattform Mozilla Connect gestartet. Auf dieser Plattform können Nutzer Ideen für Mozilla-Produkte wie Firefox vorschlagen und Diskussionen führen. Teilweise werden Diskussionen auf Mozilla Connect sogar von Mozilla-Mitarbeitern selbst gestartet, um innerhalb eines bestimmten Zeitraums Meinungen der eigenen Nutzer zu einem bestimmten Thema einzuholen. So gibt es aktuell beispielsweise sowohl eine von Mozilla gestartete Diskussion zur Passwort-Generierung als auch zur Barrierefreiheit in Firefox. Nutzer können Ideen anderer Nutzer nicht nur kommentieren, sondern auch dafür abstimmen, was zwar nicht zwangsläufig zu einer Implementierung führen muss, aber Mozilla zumindest signalisiert, dass hier ein Nutzer-Interesse besteht.

Mozilla Connect

Die Tatsache, dass man hier mit den Entwicklern von Mozilla in Kontakt treten kann, bedingt natürlich, dass die Plattform vollständig auf Englisch gehalten ist und Diskussionen in dieser Sprache geführt werden müssen.

Der Beitrag Mozilla Connect: Mozilla startet neue Plattform für Produkt-Feedback erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

1. April 2022

Fr, 1. April 2022, Ralf Hersel

Nachträglicher Hinweis: dieser Artikel ist ein Aprilscherz

Canonical hat gestern die Beta-Version von Ubuntu 22.04 LTS (Jammy Jellyfish) bereitgestellt, um der Community einen Vorgeschmack auf die kommenden Funktionen und Änderungen zu geben. Die finale Veröffentlichung der Long-Term-Support Version ist für den 21. April 2022 geplant. Tester haben nun drei Wochen Zeit, um die Beta auszuprobieren und verbliebene Fehler zu melden.

Ubuntu 22.04 LTS Beta kommt mit dem Linux 5.15 LTS-Kernel, der eine neue Implementierung des NTFS-Dateisystems mitbringt. Standardmässig unterstützt Ubuntu die GNOME 42-Desktop-Umgebung. Damit kommen Anwender:innen in den Genuss des systemweiten dunklen Stils für alle Anwendungen und Dialoge, sowie des neuen Screenshot-Werkzeuges. Auch das überarbeitete Yaru-Thema soll die Benutzer begeistern. Einige der mitgelieferten Anwendungen wurden auf die Grafikbibliothek GTK4 aktualisiert, wodurch die Bedienung vereinfacht und konsistenter gestaltet werden soll. Eine weitere neue Funktion von "Jammy Jellyfish" ist die Unterstützung von Akzentfarben.

Zu den grössten Überraschungen dieser Version gehört, dass sich das Ubuntu-Team dazu entschlossen hat, das umstrittene Snap-Paketformat aufzugeben. In letzter Zeit hatten sich die Diskussionen über Canonicals erneuten Alleingang gehäuft. Mark Shuttleworth (CEO der Firma Canonical Ltd.) gestand ein, dass viele Versuche in der Vergangenheit, die Alleinstellungsmerkmale für die Distribution erzeugen sollten, nicht die erwünschten Ziele erreicht haben. Dazu gehören die Desktop-Umgebung 'Unity', des Ubuntu-TV Projekt, das Ubuntu-Phone (für das immerhin ein rekordverdächtiges Crowdfunding durchgeführt wurde), sowie das Display-Server-Protokoll MIR.

In der neuen LTS-Version von Ubuntu werden die Snaps durch Flatpak-Pakete ersetzt, womit man dem Industrie-Standard folgen möchte. Mark Shuttleworth äussert sich dazu so:

"Mit zunehmendem Alter steigt die Erkenntnis, dass nicht jede Idee zum Erfolg führen kann. Canonical hat mit der Ubuntu-Distribution freie Software und ein freies Betriebssystem für Millionen von Anwender:innen in ihrem Alltag erlebbar gemacht. Wir waren die Vorreiter, die eine Linux-Distribution aus den Nerd-Kellern in das Licht der freien Gesellschaft geführt haben. Gerade während der letzten zwei Pandemie-Jahre, war Ubuntu für die Arbeit in den Home Offices, die erste Wahl für sehr viele Nutzer.

Ich wäre nicht gut beraten, wenn ich die Fehler der Vergangenheit wiederholen würde. Deshalb habe ich mich dazu entschlossen, unsere Anstrengungen für Snap-Pakete zugunsten des Flatpak-Formats aufzugeben, um einen Beitrag für die Community zu leisten. Inzwischen erkenne ich die technischen Vorteile und die grosse Unterstützung anderer Distributionen für dieses Format. Es ist wichtig, dass die Distributions-Entwickler an einem Strang ziehen und sich für gemeinsame Standards einsetzen.

Canonical, das gesamte Ubuntu-Team und unsere Community werden Flatpaks zu einem grossartigen Erlebnis für alle Anwender:innen machen."

Shuttleworth im All

Unter der Haube gibt es aktualisierte Werkzeuge mit einigen der neuesten GNU/Linux-Technologien, wie zum Beispiel: GCC 12, Python 3.10, Ruby 3.0, Mesa 22, BlueZ 5.64, PulseAudio 16, xdg-desktop-portal 1.14, NetworkManager 1.36, BlueZ 5.63, CUPS 2.4, Poppler 22.02, und GNU C Library 2.35.

Wer die Beta-Version von Ubuntu 22.04 installieren möchte, wird hier fündig. Wie immer weisen wir darauf hin, dass eine Beta-Version nicht für den produktiven Betrieb geeignet ist.

Persönlich bin ich der Meinung, dass diese Entscheidung Ubuntu in die Realität zurückbringt und die Distribution damit an Attraktivität für viele Anwender:innen gewinnen wird. Weiter so, Mark!

Quelle: https://cdimage.ubuntu.com/releases/22.04/beta/

31. März 2022

Mit MDN Plus hat Mozilla wie erwartet sein nächstes Premium-Angebot gestartet, zunächst in den USA und Kanda. Der Start im deutschsprachigen Raum wird bald folgen.

Mozilla ist vor allem für seine kostenlosen Produkte wie den Browser Firefox bekannt. Um den Nutzern zusätzliche Mehrwerte zu bieten, aber auch um die finanzielle Abhängigkeit von Suchmaschinen-Anbietern zu reduzieren, setzt Mozilla vermehrt auch auf kostenpflichtige Premium-Angebote wie das Mozilla VPN oder Firefox Relay Premium. Mozillas neuestes Premium-Angebot, MDN Plus, richtet sich an Webentwickler.

Entwickler-Dokumentation MDN mit neuem Design

Die kostenfreie Entwickler-Dokumentation MDN Web Docs, ehemals Mozilla Developer Network, dürfte vermutlich jedem bekannt sein, der bereits mit dem Thema Webentwicklung in Berührung kam. Immerhin ist dies wohl für viele die Anlaufstelle Nummer Eins, wenn es um Themen wie HTML, CSS und JavaScript geht.

Bereits seit dem 1. März erstrahlen die MDN Web Docs in einem neuen Design. Nicht nur das: Nutzer können sich sogar aussuchen, ob sie ein helles oder ein dunkles Farbschema nutzen wollen.

MDN Design 2022

MDN Plus: Premium-Modell mit drei Stufen

Mittlerweile ist auch MDN Plus an den Start gegangen. Ein paar Tage später als erwartet und zunächst nur in den USA und in Kanada, aber der Start im deutschsprachigen Raum und in weiteren Ländern wird im Laufe der kommenden Monate folgen. Ich werde darüber natürlich berichten, wenn es soweit ist.

Um eines das direkt klarzustellen: Die zahlreichen Artikel der MDN Web Docs werden natürlich weiterhin kostenlos bleiben. MDN Plus bietet zusätzliche Funktionen für Nutzer, die so außerdem den Betrieb sowie die Weiterentwicklung (auch der kostenfreien Version) der MDN Web Docs unterstützen können. Außerdem erwägt Mozilla, einen Teil der Einnahmen in Open Source-Projekte zu investieren, welche zu den MDN Web Docs beitragen.

Mozilla bietet drei verschiedene Preisstufen an, jeweils mit 20 Prozent Rabatt bei jährlicher Vorauszahlung:

  • MDN Core – Diese kostenlose Variante dient zum Reinschnuppern für alle Interessierten. Damit können Benachrichtigungen für bis zu drei Artikel aktiviert werden und bis zu fünf Artikel können in der persönlichen Sammlung gespeichert werden.
  • MDN Plus 5 – Dies ist die reguläre Premium-Version, welche alle Premium-Features ohne Begrenzung beinhaltet. MDN Plus 5 kostet 5 USD pro Monat oder 50 USD pro Jahr.
  • MDN Supporter 10 – Für alle, die Mozilla noch mehr unterstützen wollen. Neben den Features von MDN Plus 5 erhält man Vorab-Zugriff auf kommende Funktionen und Zugang zu einer Feedback-Plattform, um mit dem MDN-Team in Kontakt zu treten. Diese Preisstufe kostet 10 USD pro Monat oder 100 USD pro Jahr.

MDN Plus US-Preise

Die Preise bei uns werden aller Voraussicht nach die gleichen Preise in Euro sein.

Das sind die Premium-Features von MDN Plus

Über Änderungen an Artikel benachrichtigen lassen

Nutzer können Artikeln folgen und so über Änderungen benachrichtigt werden, zum Beispiel wenn ein Artikel mit neuen Informationen zur Browser-Unterstützung aktualisiert wird. Über eine Stern-Funktion in der Benachrichtigungs-Liste können Benachrichtigungen auch markiert werden, um diese später zu lesen.

MDN Plus: Benachrichtigungen

Artikel zu persönlicher Sammlung hinzufügen

Wer ein besonderes Interesse an bestimmten Artikeln hat, kann diese seiner ganz persönlichen Sammlung hinzufügen und findet die Artikel somit ganz einfach an einem zentralen Ort, auf den von überall aus zugegriffen werden kann. Außerdem ist es möglich, Notizen zu den gespeicherten Seiten zu hinterlassen. Seiten, welche häufig besucht werden, werden ebenfalls zur Sammlung, allerdings in einen gesonderten Abschnitt hinzugefügt.

MDN Plus: Sammlungen

Artikel auch ohne Internet-Zugang lesen

MDN Plus bietet die Möglichkeit, Artikel zur Offline-Nutzung zu speichern, so dass diese auch ohne Internet-Zugang gelesen werden können. Auch die persönliche Sammlung kann offline durchsucht werden und bereits erhaltene Benachrichtigungen können gelesen werden.

MDN Plus: Offline-Nutzung

… und noch mehr in der Zukunft

Die Beschreibung der Option MDN Supporter 10 deutet es bereits an: In der Zukunft sind weitere Features zu erwarten, zu denen jetzt natürlich noch keine genaueren Angaben gemacht werden können. Zu erwarten ist außerdem, dass es auch den einen oder anderen exklusiven Artikel von Branchen-Experten für MDN Plus geben wird, worin ein bestimmtes Thema besonders genau beleuchtet wird.

Der Beitrag Entwickler-Dokumentation von Mozilla: MDN Plus startet in USA und Kanada erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

30. März 2022

Mozilla wird das Benutzerkonten-System seines Dienstes Pocket von Pocket-Konten auf Firefox-Konten umstellen. Ab Ende Juni wird eine Anmeldung nicht länger über das Pocket-Konto möglich sein.

Bei Pocket handelt es sich um eine Online-Ablage für Artikel, um diese später lesen zu können. Die abgelegten Artikel stehen von jedem Gerät aus zur Verfügung und können auch offline gelesen werden. Außerdem hilft Pocket dabei, neue Inhalte zu entdecken. Die Nutzung von Pocket ist kostenlos, eine kostenpflichtige Premium-Version bietet weitere Features. Pocket wurde im Februar 2017 für 30 Millionen Dollar von Mozilla übernommen.

Bisher war eine Anmeldung in Pocket über ein Pocket-Konto, ein Firefox-Konto, via Google oder Apple möglich. Mit dem 30. Juni 2022 wird die Option wegfallen, sich über ein bestehendes Pocket-Konto in den Dienst anzumelden. Bereits aktive Nutzer sollten daher eine Konten-Umstellung vornehmen, zu welcher man nach dem Login in sein Pocket-Konto aufgefordert wird. Die Registrierung eines neuen Pocket-Kontos ist bereits jetzt nicht mehr möglich. Ein Login über das Google- oder Apple-Konto wird nach der Umstellung weiterhin möglich sein.

Begründet wird diese Änderung mit einer allgemein erhöhten Sicherheit der Firefox-Konten gegenüber den Pocket-Konten sowie erweiterten Sicherheits-Funktionen wie einer Zwei-Faktor-Authentifizierung und Kontowiederherstellungsschlüsseln, was mit Pocket-Konten nicht möglich ist. Außerdem könne sich das Team hinter Pocket so auf die Kernfunktionalität von Pocket fokussieren, ohne auch noch zusätzlich die Aufgaben einer Kontoverwaltung mit abdecken zu müssen.

Eine Nutzung von Firefox als Browser ist selbstverständlich auch in Zukunft nicht notwendig. Pocket wird weiterhin in jedem Browser und auf jeder Plattform funktionieren, wo Pocket bereits jetzt zur Verfügung steht.

Der Beitrag Bevorstehende Umstellung der Pocket-Konten auf Firefox-Konten erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

29. März 2022

Einige Websites stellen sowohl ein helles als auch ein dunkles Farbschema bereit. Mit Firefox 100 gibt Mozilla sowohl Theme-Entwicklern als auch Nutzern mehr Kontrolle darüber, wie Browser und Websites dargestellt werden.

Hell oder dunkel, das ist hier die Frage

Firefox-Nutzer können aus vielen tausenden Themes auswählen. Damit zwangsläufig verbunden ist aus Browser-Sicht die Frage, ob das Theme hell oder dunkel ist. Denn abhängig davon erscheinen dann auch die Menüs von Firefox in hellen oder in dunklen Farben.

Auch Websites können an das vom Nutzer bevorzugte Farbschema angepasst werden. Dazu gibt es den sogenannte Media Query @prefers-color-scheme. Damit können Websites Anpassungen vornehmen, je nachdem ob der Nutzer ein helles oder ein dunkles Theme nutzt.

Vorgeschichte: Änderungen in Firefox 95 und 96

Seit Firefox 95 ist für @prefers-color-scheme standardmäßig nicht länger das Betriebssystem, sondern das Firefox-Theme ausschlaggebend. Dazu kamen in Firefox 96 Änderungen an der automatischen Einordnung seitens Firefox, ob ein Theme hell oder dunkel ist. Nicht immer führte dies zu Ergebnissen, die vom Nutzer so erwartet worden sind.

Anpassung des Farbschemas, der bisherige Weg

Firefox-Nutzer konnten das Verhalten bereits anpassen, wenn auch nicht auf offensichtlichem Weg. Über about:config konnte der Schalter layout.css.prefers-color-scheme.content-override wie folgt verändert werden:

  • 0 – Dunkles Farbschema bevorzugen
  • 1 – Helles Farbschema bevorzugen
  • 2 – System-Theme berücksichtigen (Standard bis Firefox 94)
  • 3 – Browser-Theme berücksichtigen (neu und Standard seit Firefox 95)

Während sich dies nur auf den Website-Content und nicht auf Firefox-Menüs auswirkte, gab es hierfür einen etwas komplizierteren Weg über eine Unternehmensrichtlinie:

{
  "policies": {
    "Preferences": {
      "browser.theme.toolbar-theme": {
        "Value": 1,
        "Status": "locked"
      }
    }
  }
}

Hierbei gelten die folgenden Werte:

  • 0 – Dunkel
  • 1 – Hell
  • 2 – System-Theme berücksichtigen

Firefox 100: Mehr Kontrolle für Theme-Autoren und Nutzer

Mit Firefox 100 lässt Mozilla nun Theme-Autoren explizit entscheiden, ob diese ihr Design als helles oder dunkles Theme sehen. Die Theme-API hat dafür mit color_scheme und content_color_scheme zwei neue Eigenschaften erhalten, womit Theme-Autoren zum einen das Farbschema für das Browser, zum anderen das Farbschema für Website-Content festlegen können.

Und für das Farbschema auf Websites müssen Nutzer nicht länger eine versteckte Option in about:config finden und verändern. Stattdessen gibt es zukünftig eine eine sichtbare Option in den Firefox-Einstellungen, welche alle vier Möglichkeiten abbildet.

Firefox 100: Erscheinungsbild von Websites

Firefox 100 wird nach aktueller Planung am 3. Mai 2022 erscheinen.

Der Beitrag Firefox 100 bekommt verbesserten Umgang mit Farbschema für Browser und Websites erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

28. März 2022

Eine für mich sehr gut funktionierende tmux.conf entweder systemweit in /etc/ oder nur für einen Benutzer in der ~/.tmux.conf ist die folgende Konfiguration. Für mich waren hier die Statuszeile und die Einbindung des Maus Scrollrades zum Scrollen wichtig.

 

 

######################
### DESIGN CHANGES ###
######################

# loud or quiet?
set -g visual-activity off
set -g visual-bell off
set -g visual-silence off
setw -g monitor-activity off
set -g bell-action none

set -g mouse on

# modes
setw -g clock-mode-colour colour25
setw -g mode-style "fg=colour255 bg=colour25 bold"

# panes
set -g pane-border-style "fg=colour19 bg=colour0"
set -g pane-active-border-style "bg=colour0 fg=colour9"

# statusbar
set -g status-position bottom
set -g status-justify left
set -g status-style "bg=colour25 fg=colour255"
set -g status-left "#[bg=colour25,fg=colour255]"
set -g status-right "#[fg=colour255,bg=colour25] %d/%m/%Y #[fg=colour255,bg=colour25] %H:%M "
set -g status-right-length 50
set -g status-left-length 20

setw -g window-status-current-style "fg=colour15 bg=colour31 bold"
setw -g window-status-current-format "#I#[fg=colour249]:#[fg=colour255]#W#[fg=colour249]#F"

setw -g window-status-style "fg=colour0 bg=colour25 bold"
setw -g window-status-format "#I#[fg=colour237]:#[fg=colour250]#W#[fg=colour244]#F"

setw -g window-status-bell-style "fg=colour255 bg=colour1 bold

 

 

 

Da ich tmux (Alternative zu screen) sehr häufig benutze, nutze ich auch bei remote ssh logins einen Befehl, der mich nach dem erfolgreichen Login gleich in eine detachte tmux session bringt.

 

ssh -l <USERNAME> <HOST> -p <PORT> -t "tmux a"

 

Weitere Artikel zu tmux

  1. tmux - neues Fenster oder Pane im aktuellen Verzeichnis öffnen
  2. tmux ein Windowmanager für die Konsole
  3. Live-Anzeige der Webserver-Client Verbindungen
  4. Eine tmux.conf Konfiguration

 

 

Mo, 28. März 2022, Ralf Hersel

Rolling Rhino Remix ist eine inoffizielle Ubuntu-Variante, die das Ubuntu-Betriebssystem in eine Rolling-Release-Linux-Distribution umwandelt, indem sie die devel-Serie verfolgt. Eine Rolling-Release-Distribution ist eine Linux-Distribution, die fortlaufend Paket-Updates erhält, und als solche gibt es kein grösseres Update (im Gegensatz zu Ubuntus aktuellem Release-Modell, bei dem es eine klare Progression zwischen den Versionen gibt). Ein Rolling-Release-Modell bietet sowohl neuen als auch erfahrenen Benutzern eine neue Möglichkeit, ihren Desktop-PC zu nutzen, ohne sich mit grossen Upgrades herumschlagen zu müssen.

Wer die Benutzerfreundlichkeit von Ubuntu bevorzugt, aber den Stil einer rollenden Veröffentlichung von anderen Distributionen wie Arch Linux lieber hat, könnte am Rolling Rhino Remix Gefallen finden. Das Projektteam hat Werkzeuge und zusätzliche Repositories erstellt, um sicherzustellen, dass Ubuntu als Rolling Release Distribution reibungslos funktioniert.


Der Maintainer MrBeeBenson sagt:

Ich persönlich bin der Meinung, dass Ubuntu immer das Rolling-Release-Modell hätte übernehmen sollen, anstatt Zwischenversionen anzubieten. Ubuntu wäre dann immer noch in der Lage, LTS-Versionen für Unternehmen und diejenigen, die eine Point-Release-Distribution bevorzugen, bereitzustellen, und die Rolling-Release-Version könnte dann als empfohlene Distribution für Desktop-Benutzer bereitgestellt werden.

Das Hauptwerkzeug, das vom Team entwickelt wurde, heisst rhino-update. Es stellt sicher, dass Systemaktualisierungen reibungslos ablaufen, und erweitert die Möglichkeiten von apt. Da nicht alle Updates im devel-Repository auf dem neuesten Stand sind, weil es sich um ein Entwicklungs-Repository für zukünftige Ubuntu-Releases handelt, wird das Projekt einige Pakete in eigenen Repositories bereitstellen, wie z.B. den neuesten Linux-Kernel.

Um zu verstehen, wie die Distribution funktioniert und sich grundlegend von Ubuntu unterscheidet, ist es wichtig die Dokumentation zu lesen. Es müssen einige zusätzliche Schritte zu Beginn durchgeführt werden. Auch die Aktualisierung der Distribution ist anders als bei einem normalen Ubuntu-Desktop. Es wird empfohlen, den Quick Start Guide zu lesen, um die Distribution richtig zu verstehen und zu nutzen.

Das Projekt bedankt sich bei Martin Wimpress, dessen Rolling Rhino Skript die Entwicklung dieser Distribution inspiriert hat. Martin gab auch seine Erlaubnis, den Namen Rolling Rhino Remix zu verwenden.

Quelle: https://rollingrhinoremix.github.io/

27. März 2022

E-Mail Verschlüsselung ist eine kleine Nischenanwendung und wird das auch bleiben. Nutzer sollten trotzdem in ihrem Nutzungsverhalten auf dem aktuellen Stand bleiben. Dazu gehört die Verwendung moderner Schlüsselserver und nicht die alten SKS-Schlüsselserver, die inzwischen im „Zombiestatus“ sind.

Anwender von E-Mail Verschlüsselung mit OpenPGP sind eine kleine Gemeinschaft. Irrigerweise ging ich davon aus, dass in einer so kleinen Gemeinschaft von Experten, Informationen sich schnell verbreiten und Anwender von selbst auf dem aktuellen Stand bleiben. Dem ist scheinbar nicht so. Denn kürzlich erreichte mich eine E-Mail, in der mir entrüstet vorgehalten wurde, ich hätte gar keinen öffentlich auffindbaren GPG-Schlüssel und wäre deshalb als Sicherheitsexperte disqualifiziert.

Mal abgesehen von de Tatsache, dass es gute Gründe geben kann überhaupt kein OpenPGP zu nutzen oder seinen Schlüssel nicht öffentlich irgendwo abzulegen, möchte ich das ich hier zum Anlass nehmen, um nochmal auf eine Entwicklung aus dem Jahr 2019 (!) hinzuweisen, die scheinbar an manchen vorüber gegangen ist. Das kann man niemandem vorwerfen, weil über das Thema nur kurz berichtet wurde und viele HowTos und Wikis nach wie vor einen veralteten Wissensstand wiedergeben. Nachlassende Bedeutung schlägt sich meistens auch in nachlassender Dokumentationsqualität nieder.

Wie dem auch sei: Vor mittlerweile fast 3 Jahren ist die Keyserver-Infrastruktur zusammen gebrochen und damit quasi das Herzkreislaufsystem von OpenPGP ausgefallen. Die SKS-Keyserver (das waren damals fast alle verfügbaren Schlüsselserver) waren irreparabel kaputt und sind mit Signatur-Spam in die Knie gezwungen worden. Nicht betroffen waren lediglich die Hockeypuck-Server wie z. B. der von Ubuntu betriebene Keyserver.

Anstelle aber großflächig auf die Hockeypuck-Infrastruktur zu wechseln, hat man die Chance genutzt und die PGP-Verschlüsselung einer tiefgreifenden Reform unterzogen. Der Ausfall der SKS-Server wurde hier tatsächlich als Chance genutzt, um das durch seine praktischen Umsetzungsprobleme sowieso schon angezählte Web of Trust aufzugeben und neue Keyserver (Hagrid) mit E-Mail-Verifikation aus der Taufe zu heben. Diese unterstützen zwar keine Signaturen mehr, aber sind durch die Verifikation vertrauenswürdiger als die Angaben auf den alten Servern mit ihren vielen Fake-Schlüsseln. Unterm Strich war diese Reform des Keyserver-Systems eher ein Gewinn für die Sicherheit. Zudem hat sich anstelle einer verteilten Infrastruktur ein Quasi-Standard mit keys.openpgpg.org etabliert. Angesichts der geringen Nutzungszahlen benötigt es nun wirklich keine riesige verteilte Infrastruktur mehr.

Viele SKS-Keyserver sind auch nach drei Jahren noch nicht abgeschaltet. Vermutlich, weil die (institutionellen) Betreiber längst vergessen haben, dass sie noch so einen „Zombie“ laufen haben oder die Passwörter zu den Servern mit dem zuständigen Entwickler vor 10 Jahren im brasilianischen Dschungel verloren gegangen sind. E-Mail Verschlüsselung ist schließlich so gut wie irrelevant für eine größere Zielgruppe und niemand hat heute noch ein großes Interesse dafür viel Zeit und Ressourcen bereitzustellen.

Die meisten noch aktiv entwickelten Programme haben die hinterlegten Keyserver aber auf keys.openpgp.org geändert. Verifizieren konnte ich das für Kleopatra, OpenKeychain für Android und GPGTools für macOS. Informationen zu anderen genutzten Programmen gerne in die Kommentare.

Daraus folgen vier notwendige Handlungen bzw. Schlussfolgerungen:

  1. Prüft, ob ihr noch alte Konfigurationsdateien mitschleppt und ändert ggf. manuell die Keyserver
  2. Hat eure verwendete Software das als Standard noch nicht umgesetzt, ist sie vermutlich tot und ihr solltet schon aus Gründen der Sicherheit auf eine aktiv gepflegte Alternative umsteigen.
  3. Ladet euren öffentlichen Schlüssel auf den neuen Quasi-Standard keys.openpgp.org
  4. Werft niemandem vor, er hätte keine Ahnung von Sicherheit, obwohl ihr euer Wissen seit mindestens 3 Jahren nicht auf den aktuellen Stand gebracht habt. In einem sich verändernden Umfeld muss man sich immer aktiv weiterbilden, ansonsten veralten die eigenen Kenntnisse.

Der Artikel Nutzt für OpenPGP nur moderne Schlüsselserver erschien zuerst auf [Mer]Curius

26. März 2022

Irgendwie scheint es in der Linux-Community in Mode gekommen zu sein, bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf Mozilla einzuprügeln. Meistens steht da nicht viel dahinter und die halb garen „Lösungsvorschläge“ der Community sind selten durchdacht. Aktuelles Beispiel DLTOKEN.

Ausgangspunkt war die Meldung auf der Seite gehacks.net über die Zuweisung eines individuellen Tokens für jeden Download. Die Ironie eines solchen Berichts auf einer Seite, die Partner und Drittanbieter in epischer Anzahl einbindet und sogar bei der Ablehnung im sogenannten „Cookie-Banner“ weiterhin Drittanbieter aufruft, lassen wir mal außen vor.

Es geht bei dem DLTOKEN um die Möglichkeit für Mozilla jeden Download zu kennzeichnen, der dann beim ersten Start des Browsers verknüpft werden kann. Mozilla möchte diese Informationen haben, da sie dadurch herausfinden können, welche Installationen aus welchen Downloads resultierten. Die reine Anzahl der Downloads sagt schließlich wenig über die Zahl der Installationen aus. Ein Problem, das auch viele andere Softwareprojekte bei der Erfolgsmessung haben.

Wünschen Anwender dies nicht, können sie es zusammen mit den restlichen Telemetriedaten nach der Installation deaktivieren. Dadurch werden auch die bereits erhobenen Daten gelöscht. Natürlich wäre es wünschenswert, wenn man die Datenerhebung bereits bei der Installation abwählen könnte und sie vielleicht sogar Opt-in und nicht Opt-out wäre. Im Grunde genommen ist das aber letztlich nichts Neues und Telemetrie schon lange bei Firefox vorhanden.

Die entsprechenden Berichte in der Community sind aber mal wieder bezeichnend realitätsfern und/oder selbstgerecht.

Selbstgerecht, wenn eine Seite wie tarnkappe.info oder BornCity das kritisiert, aber selbst Tracker auf der Seite einbindet, die im Fall ersterer Seite trotz Ablehnung im „Cookie-Banner“ aktiv bleiben oder im Fall der zweiten Seite gar kein Banner haben.

Den realitätsfernen Part erledigen dann viele Kommentatoren ohne eigene Blogs (z. B. hier und hier). Da wird wahlweise Googles Chromium als Alternative empfohlen oder proprietäre Browser wie Vivaldi oder undurchsichtige Chromium-Abkömmlinge wie Brave. Zusätzlich natürlich noch solche Projekte wie das aktuell gehypte LibreWolf (von den zig Vorgängern redet ja schon niemand mehr), die ohne die Mozilla-Entwicklungsarbeit keinen Tag überleben würden. Ein typisches Bild einer Community-Blase, in der gemeinsam gepflegte „Wahrheiten“ schon lange rationale Überlegungen ersetzt haben.

Die schöne Nachricht: Linux-Nutzer, die Firefox über die Paketquellen beziehen, sind gar nicht betroffen. Also mal wieder alles halb so wild. Firefox bleibt trotz solcher Maßnahmen die beste Grundlage für privatsphäreorientierte Anwender, weil viele wichtige Funktionen wie z. B. „Total Cookie Protection“ oder Container in anderen Browsern gar nicht existieren.

Wir können froh sein, dass es Mozilla gibt und sie uns mit Firefox die einzige wirkliche Alternative zum sich stetig ausbreitenden Chromium-Kartell bereitstellen.

Der Artikel Telemetrie bei Firefox – Sturm im Wasserglas erschien zuerst auf [Mer]Curius

  1. Experiment: elementary OS 6 mit Flatpaks
  2. Experiment: Licht und Schatten bei elementary OS
  3. Experiment: elementary OS mit Flatpak zum Jahresabschluss
  4. Experiment: Das Ende von elementary OS?

Diese Nachricht ist für mich jetzt schon ein heißer Kandidat für die traurigste Nachricht im Linux-Universum für 2022. Die elementary-Gründer haben sich zerstritten, es sprechen die Anwälte und das Projekt ist ganz offenkundig nahe am Stillstand.

Die Distribution elementary und vor allem das von den Entwicklern geschaffene Ökosystem rund um die eigene Pantheon Shell habe nicht nur ich mit viel Hoffnung begleitet. Endlich ein Desktop, der UX in den Mittelpunkt stellt, dabei aber nicht ganz so dogmatisch wie GNOME vorgeht und keine Mobile-first-Strategie fährt, wo es faktisch keine mobile Nutzung gibt.

Jetzt haben sich die beiden Gründer scheinbar komplett zerstritten. Die Hintergründe lassen sich bei Linuxnews nachlesen. Momentan sieht es so aus, als ob das Tischtuch endgültig zerschnitten wäre. Weil elementary immer einen relativ niedrigen Bus-Faktor hatte und sich die meisten elemenetary-Entwicklungen nie wirklich nachhaltig jenseits der Grenzen der eigenen Distribution verankern konnten, ist das möglicherweise das Aus für Pantheon & Co.

Die Entwicklung von elementary OS 7 steht – gemessen an dem was auf GitHub passiert – still, was angesichts des nahenden Release von Ubuntu 22.04 kritisch ist, da man selbst im besten Fall (wieder mal) den Anschluss verliert. Die aktuelle Version elementary OS 6 bekommt noch ein paar kleine Wartungsupdates.

Für Anwender besteht kein akuter Handlungsdruck, da die Ubuntu-Basis noch länger unterstützt wird. Wenn aber kein Wunder passiert und sich das Projekt wieder zusammen rauft, müssen sich die Anwender nach einer Alternative umsehen. Leider bedeutet das in jede Richtung – sei es GNOME oder KDE Plasma – ein massiver Abstieg hinsichtlich der UX.

Damit endet leider auch dieses Experiment, da ein größer angelegter Wechsel mehrerer Geräte auf eine Distribution mit unklarer Perspektive absolut undenkbar ist.

Der Artikel Experiment: Das Ende von elementary OS? erschien zuerst auf [Mer]Curius

23. März 2022

Mozilla hat mit Firefox 98.0.2 ein Update außer der Reihe für seinen Desktop-Browser veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion.

Download Mozilla Firefox 98.0.2

Mit dem Update auf Firefox 98.0.2 behebt Mozilla ein Problem, welches verursachen konnte, dass Firefox auf macOS unter bestimmten Umständen nicht mehr auf Eingaben in die Adressleiste reagiert hat.

Ein Problem in Zusammenhang mit dem Sitzungsverlauf wurde behoben, welches verursachen konnte, dass manche iFrames nicht korrekt geladen worden sind.

Behoben wurde auch ein Kompatibilitätsproblem der browser.pkcs11.isModuleInstalled WebExtension-Methode unter macOS und Linux.

Außerdem wurden mehrere potentielle Absturzursachen behoben sowie ein Problem, dass eine Benachrichtigung über die Ausrollung von DNS-over-HTTPS (dies betrifft Firefox in den deutschsprachigen Regionen nicht) unter bestimmten Umständen nach der Anzeige sofort wieder verschwunden ist.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 98.0.2 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.