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2022 Woche 15

17. April 2022

SUSE Linux Enterprise 15 ist im Kern bald 4 Jahre alt. Service Packs aktualisieren zwar regelmäßig große Teile des Systems, aber Kunden und Community warteten bereits seit einiger Zeit auf erste Signale, in welche Richtung es für SUSE Linux Enterprise 16 laufen könnte.

Durch das unter dem Motto „Closing the Gap“ in den letzten Jahren vollzogene Zusammenrücken von SUSE Linux Enterprise (SLE) und openSUSE Leap, hat diese Entwicklung nicht nur Auswirkungen auf die zahlenden Kunden von SLE, sondern auch auf die normalen Nutzer von openSUSE, sofern sie nicht auf das rollende Tumbleweed setzen.

Auf der Mailingliste hat sich nun der Produktmanager für SLE, Stefan Behlert, geäußert. Die Planungen sind noch in einem frühen Stadium, aber es zeichnet sich nichts weniger als eine Revolution der Art wie SLE funktionieren wird ab.

With the next generation of Enterprise releases we want to tackle the above. Intending to do radical changes (regarding technology-but also design-wise)we choose „Adaptable Linux Platform“ or short „ALP“ as codename for that next generation. This indicates already that some things will be quite different than a „mere „SLE 15++ would be 😉
[…]
Another important point is that we intend to split what was a more generic, everything is closely intertwined into two parts: One smaller hardware enabling piece, a kind of „host OS“, and the and the layer providing and supporting applications, which will be container (and VM) based.

Wer die aktuelle Linux-Entwicklung nicht so engmaschig verfolgt, wird daraus natürlich erst mal nicht wirklich schlau. Die Ankündigungen sind zugegebenermaßen auch etwas wolkig. Man sollte zum Verständnis sich anschauen, was Richard Brown die letzten Jahre bei SUSE so getrieben hat. Er ist ja nicht nur in der openSUSE Community sehr aktiv, sondern auch seit vielen Engineer bei SUSE. Das Projekt MicroOS war bisher nur Insidern bekannt und immer eher eine Technologievorschau als ein für die breitere Allgemeinheit benutzbarer Zweig von openSUSE. Im Kern ist MicroOS aber genau das, was hier angekündigt wird. Ein kleines „Host OS“ mit vielen Vorzügen gegenüber einer klassischen Distribution wie z. B. eine unveränderbar eingehängte Systempartition oder Updates mit Rollback-Funktion.

Wenn ich jetzt raten müsste, glaube ich, dass SUSE diesen Weg nun konsequent weiter beschreiten wird. Damit sind sie auch nicht alleine, da Red Hat mit Fedora Silverblue einen ähnlich konzipierten Testballon gestartet hat. Vermutlich wird es ein solches Kernbetriebssystem geben, das je nach Einsatzszenario unterschiedlich angepasst wird. Am Desktop dürfte die Entwicklung weiter in Richtung Flatpaks für die Installation von Anwendungen gehen. Im Server-Segment dürfte stattdessen der konsequente Einsatz von Container-Technologien vorangetrieben werden.

Ich persönlich kann solchen Veränderungen bekanntermaßen viel abgewinnen und stehe dem sehr offen gegenüber. Die Ankündigung hatte aber nun auch einen Nachteil für mich. Ich überlege seit Monaten, die letzten in meiner Obhut verbliebenen Kubuntu-Systeme auf openSUSE Leap zu migrieren. Das erscheint mir nun aber nicht mehr so klug, weil es eine Migration in eine unbekannte Zukunft ist. Vermutlich werde ich die Systeme deshalb doch nochmal auf Kubuntu 22.04 hochziehen und dann 2024 nochmal den Stand evaluieren. Zumal eher unwahrscheinlich ist, dass alle Geräte das Jahr 2024 technisch noch erreichen werden.

Der Artikel Zukunftspläne bei SUSE erschien zuerst auf [Mer]Curius

15. April 2022

In diesem Beitrag beschreibe ich ein besonders interessantes Problem was nach knapp einem Jahr Betrieb aufgetreten ist, obwohl vorher alles lief. Mein Setup besteht aus einem PC (Desktop Ubuntu 20.04) auf dem ein virtueller Server (Virtualbox) mit Ubuntu 20.04 läuft. Der virtuelle Server ist mittels dynamischer DNS von Aussen erreichbar. Zur Vereinfachung greife ich auch aus dem internen Netz per FQDN auf den Server zu. So spielt es z.b. keine Rolle ob das Smartphone im Wlan oder per mobile Daten zugreift. Die Adresse ist immer die gleiche. Aber von einem auf dem anderen Tag klappte es aus dem lokalen Netz nicht mehr. Ein Zugriff auf gnude.feste-ip.net war von Intern nicht mehr möglich. Hier lag ein Problem vor das der Router wohl (vielleicht nach einem Firmware Update) Probleme mit dem NAT/Hairpinning hat. Das Problem ist das ein Zugriff aus dem lokalen Netz nicht ins iNet raus und anschliessend sofort wieder zurück geleitet werden kann.

Als Lösung kam dann die Idee in Betracht auf dem bereits vorhandenen Server einfach einen DNS und DHCP Server einzurichten. Mit dem Abschalten des DHCP im Router konnte ich vom eigenen Server auch einen eigenen DNS übergeben. Als Software kam DNSMASQ in Betracht das es die Möglichkeit bietet eine DNS Abfrage abzufangen als auch gleich einen DHCP mit dabei hat. Die Installation ist schnell erledigt mit “apt install dnsmasq” allerdings startet Der Server nicht sofort sondern bricht mit einer Fehlermeldung ab. Ein Systemd-resolver lauscht bereits auf dem Port 53 der für DNS benötigt wird.

Zur Installation habe ich folgende Schritte durchgeführt:
Zunächst habe ich dnsmasq mittels apt installiert:
apt install dnsmasq

Mittels folgenden Befehl habe ich sichergestellt das systemd-resolve wirklich den Port nutzt:
lsof -i -P -n | grep LIST

Als nächstes habe ich den Dienst gestoppt:
systemctl stop systemd-resolved

In der Datei /etc/systemd/resolved.conf müssen folgende Einstellungen gemacht werden:
FallbackDNS=
MulticastDNS=no
DNSSEC=no
DNSOverTLS=no
DNSStubListener=no


Anschliessend folgenden Link erzeugen:
ln -sf /run/systemd/resolve/resolv.conf /etc/resolv.conf

Nun kann der Dienst wieder gestartet werden:
systemctl start systemd-resolved

In der Datei /etc/dnsmasq.conf habe ich folgende Zeilen ergänzt:
server=80.69.96.12
server=81.210.129.4
dhcp-option=3,192.168.178.1
dhcp-option=6,192.168.178.39
dhcp-range=192.168.178.50,192.168.178.200,12h
address=/gnude.feste-ip.net/192.168.178.39


Start des dnsmasq mit
systemctl start dnsmasq

Zur Erklärung, hinter server habe ich die beiden DNS Server meines Anbieters eingetragen. dhcp-option 3 ist der Gateway, dhcp-option 6 ist der DNS der übergeben wird. In diesem Fall zeigt die DNS auf die eigene IP des Servers. dhcp-range gibt an von bis welche IP Adresse der Adresspool geht und wie lange sie gültig sind.
Die letzte Zeile sogt dafür das alle DNS Anfragen an gnude.feste-ip.net auf den eigenen Server umgeleitet werden.

Damit ist erreicht das der Server selbst als DHCP und DNS fungiert und die Anfragen selbst bearbeitet. Kommt eine Anfrage an gnude.feste-ip.net wird sie direkt auf den eigenen Server geleitet, alle anderen Anfragen gehen an die nächste DNS Instanz, in meinem Fall die hinterlegten IP’s.





12. April 2022

Mozilla hat mit Firefox 99.0.1 ein Update außer der Reihe für seinen Desktop-Browser veröffentlicht.

Download Mozilla Firefox 99.0.1

Mit dem Update auf Firefox 99.0.1 behebt Mozilla ein Problem, welches für Windows-Nutzer mit neueren Intel-Treibern verursachen konnte, dass die Wiedergabe von Videos nicht mehr durch die Hardware beschleunigt worden ist.

Beim Drag and Drop einer Datei aus dem Download-Panel wurde unabhängig vom gewählten Element immer das erste Element der Liste genutzt.

Ein Darstellungsproblem mit bengalischen Schriftzeichen auf macOS wurde korrigiert.

Nutzer von Zoom können jetzt auch den Galerie-Modus nutzen, wenn die zoom.us-Domain und keine Domain der Art subdomain.zoom.us genutzt wird.

Dazu kamen noch mehrere Korrekturen der JavaScript-Engine für WebAssembly-Code sowie für den Bild-im-Bild-Modus von Videos.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 99.0.1 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Di, 12. April 2022, Frank Slotta

S.u.S.E. 4.4.1 aus dem Jahr 1997 feiert seinen 25. Geburtstag und lässt sich immer noch in einer virtuellen Maschine wie zum Beispiel KVM/QEMU installieren, auf YouTube findet sogar sich ein Video dazu. Die Installation war komplex (mehrere Boot-Vorgänge notwendig), das Handbuch beschrieb jeweils den Weg von DOS, Windows 95, OS/2 und Linux/Unix hin zur Linux-Installation.

Softwareumfang, Handbuch und Karton fehlen

Die beiliegenden CD-ROM-Medien konnten nicht direkt ein Live-Linux starten, das Booten erfolgte über die Diskette, um dann Zugriff auf die erste CD zu erhalten. Über eine CD mit Live-Filesystem konnte S.u.S.E. Linux testweise in einem DOS-Verzeichnis installiert werden, wobei die Programme von der CD nachgeladen wurden. Im Test wurde zuerst FreeDOS in QEMU installiert, anschliessend gelang die Linux Installation. Fehler beim Vorgehen wurden schon mal mit «Glückwunsch! Keine freie Partition gefunden - Abbruch» quittiert.


Für Nostalgiker: Welches CD-ROM Laufwerk besitzen Sie?

Dank der Kompatibilität zu alten Techniken wie PS/2 (Maus, Tastatur) und VGA liess sich auch die grafische Umgebung konfigurieren und nutzen. Diese Konfiguration war ebenfalls nicht trivial, aber das über 500 Seiten lange Handbuch half auch hier. Im Karton befanden sich drei CD-ROMs sowie eine Boot-Diskette. Die Installationsvoraussetzungen betrugen 8 MB RAM für textbasiertes Arbeiten (Terminal) sowie 12 MB für die grafische Oberfläche X-Windows, Kernel 2.0.28 wurde ausgeliefert. Auszüge aus dem Handbuch: «Die NE2000-kompatiblen Karten machen immer wieder Ärger!» und «Mindestanforderungen sollten verdoppelt werden».


Das X Window System 1997

Die grafische Oberfläche startete nicht automatisch, es musste startx im Terminal eingegeben werden, um das X Window System aufzurufen. Die grafische Oberfläche verwendete bereits drei Maustasten, wer nur zwei hatte, konnte sich durch das gleichzeitige Drücken der ersten beiden behelfen. Linux unterstützte bereits zum damaligen Zeitpunkt eine ganze Reihe von Hardware, wie man zum Beispiel aus dem Scrollbalken für alle unterstützten Grafikkarten erahnen kann.


Grafikkarten Auswahl

YaST half bei der Konfiguration des Systems und machte Linux für den Einsteiger zugänglich. Für viele Komponenten gab es einen Dialog, der bei der Einrichtung half.


YaST zur Systemkonfiguration

Benutzereinrichtung mit YaST

Fazit: die grafischen Oberflächen haben sich bis heute nicht grundlegend verändert und auch die Installation klappt noch dank Kompatibilität zu alten Technologien wie dem Legacy BIOS. Der Editor vim und der Midnight Commander mc als Dateimanager waren bereits vorinstalliert. S.u.S.E. 4.4.1 stellte 1997 einen einfachen Einstieg in Linux dar und die Distribution war für viele der Startpunkt in eine auch 25 Jahre später noch faszinierende Betriebssystemwelt.

SUSE Linux bei Wikipedia: https://en.wikipedia.org/wiki/SUSE_Linux
FreeDOS https://freedos.org/
Suse 4.4.1 Grafische Oberfläche: https://invidious.sp-codes.de/watch?v=DFLVVRACwFo

11. April 2022

Eigentlich hatte ich mich schon auf Xubuntu 22.04 „Jammy Jellyfish“ gefreut. Da aber in dieser Version Firefox und Thunderbird als snap ausgeliefert werden, hatte ich mir Gedanken, um eine Alternative, gemacht. Debian verwende ich schon seit vielen Jahren auf meinem Notebook und meinem Server.
Also habe ich mir Debian 11 „Bullseye“ mit Xfce auch auf meinem Desktop PC installiert.

Debian 11 "Bullseye"
Xfce Version 4.16

Ich hatte mir vorher Sorgen gemacht, ob mein Dual Monitor Setup mit dem nouveau-Treiber funktioniert. Der Treiber wurde während der Installation von Debian automatisch installiert. Mein Dual Monitor Setup läuft wie es soll.

Der größte Vorteil der Debian-Installation war für mich aber, dass ich die Konfigurationsdateien .firefox und .thunderbird in meinem Homeverzeichnis weiter verwenden konnte.

Für eine bequeme Nutzung des PC’s habe ich mir noch SSH eingerichtet. Dafür habe ich mir die Pakete gvfs-backends, gvfs und sshfs nachinstalliert.

Ich bin mit Debian auf meinem Dektop PC sehr zufrieden. Ich musste keine Kompromisse im Gegensatz zur Xubuntu-Installation eingehen. Die Funktion Zusätzliche Treiber in Xubuntu vermisse ich nicht.

Mo, 11. April 2022, Ralf Hersel

EndeavourOS ist eine rollende Linux-Distribution, die auf Arch Linux basiert. Das Projekt zielt darauf ab, ein geistiger Nachfolger von Antergos zu sein - es bietet eine einfach einzurichtende und vorkonfigurierte Desktop-Umgebung auf der Basis von Arch. EndeavourOS bietet sowohl Offline- als auch Online-Installationsoptionen. Der Offline-Installer, Calamares, verwendet standardmässig den Xfce-Desktop. Das Online-Installationsprogramm kann optionale Softwarekomponenten installieren, darunter die meisten gängigen Desktop-Umgebungen.

EndeavourOS-Gründer Bryan Poerwo kündigte am Freitag die Veröffentlichung von EndeavourOS Apollo an, dem neuesten ISO-Snapshot dieser Arch Linux-basierten GNU/Linux-Distribution für die breite Masse.


Zu den wichtigsten Funktionen von EndeavourOS Apollo gehören der neue 5.17-Kernel und der Mesa 22 Grafik-Stack. Das ist die beste Kombination, die man derzeit bekommen kann, wenn die modernste Hardwareunterstützung und Spieleleistung gewünscht wird.

Eine weitere neue Funktion in dieser Version ist der Fenstermanager Worm, der von einem Mitglied der EndeavourOS-Community entwickelt wurde. Worm wurde in Nim geschrieben und ist ein leichtgewichtiger Fenstermanager für X11, der Floating- und Tiling-Modi unterstützt.

Darüber hinaus wird bei neuen EndeavourOS Installationen nun die Firewall FirewallD aktiviert, ein neues grafisches Dienstprogramm, mit dem Benutzer die benötigten Anwendungen auswählen und installieren können, sowie ein Kommandozeilen-Tool, das Benutzern von NVIDIA-Grafikprozessoren bei der Installation der neuesten NVIDIA-Grafiktreiber hilft, einschliesslich der Legacy-Treiber der 470er- und 390er-Serie.

EndeavourOS Apollo bietet ein deutlich verbessertes Installationserlebnis, mit dem man sowohl Xfce- als auch i3-Grafikumgebungen installieren kann. Zudem fügt der neue Login-Manager eine Info-Schaltfläche für angepasste Installationen hinzu und komprimiert Dateien bei Btrfs-Installationen. Auch Calamares, der grafische Installer von EndeavourOS, hat verschiedene Verbesserungen erhalten.

Quelle: https://endeavouros.com/news/the-apollo-release-has-landed/

Mo, 11. April 2022, Urs Pfister

Aktuelle Smartphones werden grösser und immer leistungsfähiger. Leider aber werden die Geräte auch komplexer und auch an der Preisspirale nach oben wird reichlich gedreht. Das führt dazu, dass das Smartphone zum hochgezüchteten Prestige-Objekt verkommt. Auf der Strecke bleibt dabei die Kontrolle über das Gerät. Dem müsste so nicht sein, denn das Android-Betriebssystem beruht auf Linux und Open Source.

Dies könnte an sich Flexibilität, Privatsphäre und Offenheit bedeuten. Bei den herkömmlichen Smartphones kann davon jedoch längst keine Rede mehr sein. Ohne Zwang zur Registrierung und viel Tracking lassen sich aktuelle Handys kaum mehr betreiben. Wer eine Open Source Variante von Android installieren möchte, benötigt dazu neben einem geeigneten Gerät (ein Grossteil der handelsüblichen Geräte lassen sich ohne weiteres nicht mehr entsperren/rooten) in aller Regel einiges an Fachwissen und Zeit, was nicht wirklich positiv ist.

Einen komplett anderen Weg schlägt das neue AVMultiPhone V2 ein. Die von AVMultimedia herstammende Linux-Distribution läuft auf dem PinePhone. Das PinePhone darf als preisgünstig (149 USD) bezeichnet werden. Für diesen Preis kann kein Technologie-Monster erwartet werden. Wohl aber verfügt das ca. 180 Gramm leichte Gerät über sämtliche Komponenten, um damit einen Linux-Desktop mit integriertem Telefon, Internet-Anbindung (WLAN), GPS, USB-Ports und Kamera bereitzustellen.

Die bisherigen Ansätze bei der Entwicklung der Software zum PinePhone führten alle dazu, die beiden "Platzhirsche" möglichst nachzuahmen. Übergrosse Tastenfelder auf dem Touchscreen führen jedoch dazu, dass klassische Desktop-Programme eher schlecht oder gar nicht laufen. AVMultiPhone V2 geht bewusst den umgekehrten Weg. Primär wird ein Linux-Desktop auf dem Gerät zur Verfügung gestellt, mit dem auch telefoniert, gesurft und/oder Musik gehört werden kann.

Damit stehen auf dem Mini-Rechner sämtliche Linux-Programme in der gewohnten Art und Weise zum Arbeiten bereit. Der Desktop wandert so quasi in die Hosentasche. Damit eignet sich AVMultiPhone in erster Linie für jene, die unterwegs arbeiten möchten, und trotzdem erreichbar sein wollen oder müssen. Zentral bei AVMultiPhone V2 ist, die Installation ist relativ einfach. Notwendig sind dazu einzig ein PinePhone, eine SD-Karte, das AVMultiPhone-Image sowie ein grafischer Installer (z.B. BalenaEtcher).

Nach dem Aufspielen des AVMultiPhone-Images kann die SD-Karte in das PinePhone eingelegt werden und AVMultiPhone steht direkt zum Einsatz bereit. Ein allfällig auf dem PinePhone installiertes Betriebssystem wird dabei nicht angetastet. Die Geschwindigkeit von AVMultiPhone ab SD-Karte ist erstaunlich gut. Office-Applikationen werden in wenigen Sekunden gestartet. Der smarte Webbrowser Falkon sorgt für viel Privatsphäre und bietet ordentlich Tempo, um Videos ruckelfrei abzuspielen.

AVMultiPhone V2 läuft dabei erfreulich lange. Bei gelegentlichem Gebrauch muss das Gerät ohne Nachladen erst nach einigen Tagen an den Stecker. Dank dem voll integrierten Schlafmodus (DeepSleep) kann AVMultiPhone dabei jederzeit Anrufe und/oder SMS-Nachrichten entgegennehmen. Derzeit steht AVMultiPhone in Englisch und Deutsch zur Verfügung. Weitere Sprachen sowie Tausende von Linux-Programmen lassen sich beliebig aufspielen und verwalten.

Mehr Informationen zum neuen AVMultiPhone V2 gibt es auf der Archivista-Homepage unter:

https://archivista.ch/cms/de/aktuell-blog/avmultiphone-v2/

Die Image-Dateien können hier bezogen werden:

https://sourceforge.net/projects/archivista/files/pinephone/

https://osdn.net/projects/avmultimedia/

Als Open-Source-Projekt bietet AVMultiPhone V2 die Möglichkeit, aktiv zur Weiterentwicklung beizutragen. Sei dies mit konkreten Vorschlägen, sei dies mit der Weiterverbreitung, sei dies mit finanziellen Beiträgen für ein konkretes Feature oder auch nur mit einer kleinen Spende, alle Zuwendungen sind herzlich willkommen. Für Fragen rund um AVMultiPhone V2 stehen die Koordinaten der Firma Archivista GmbH zur Verfügung.

Den allermeisten IT-Systemadministratoren werden die Programme dig, host und nslookup aus dem Paket bind-utils bekannt sein. Sie dienen der Auflösung von Hostnamen. Mir sind jedoch wiederholt Systeme begegnet, auf denen diese Programme nicht zur Verfügung stehen. Dies führte mich zur Eingangsfrage, wie ich Hostnamen auflösen kann, ohne das Paket bind-utils nachinstallieren zu müssen.

Die Antwort liefert der folgende Codeblock. Das Programm getent(1) stammt aus der glibc, welche auf jedem Linux-System vorhanden ist. Voraussetzung ist lediglich, dass das System für die Nutzung von DNS-Resolvern konfiguriert ist (z.B. /etc/resolv.conf).

$ getent hosts beispiel.de
23.21.157.88    beispiel.de

$ getent ahosts my-it-brain.de
2a02:c207:3005:4920::1 STREAM my-it-brain.de
2a02:c207:3005:4920::1 DGRAM  
2a02:c207:3005:4920::1 RAW    
144.91.83.52    STREAM 
144.91.83.52    DGRAM  
144.91.83.52    RAW

Für weitere Abfragemöglichkeiten verweise ich auf die Manpage getent(1).