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2022 Woche 14

10. April 2022

  1. GrapheneOS – Warum kein anderes System?
  2. GrapheneOS – Viele Maßnahmen für die Sicherheit
  3. GrapheneOS – Installation und Einrichtung
  4. GrapheneOS – Eine Sammlung von F-Droid Apps
  5. GrapheneOS – Updates ohne Risiko
  6. GrapheneOS – Eine gute Entscheidung

Manchmal blickt man nach einigen Monaten auf eine Kaufentscheidung zurück und bilanziert ehrlich, dass man es nicht wieder machen würde. Aber manchmal ist man auch sehr zufrieden: Bei mir fällt das Pixel 6 mit GrapheneOS in die Kategorie der sehr guten Entscheidungen.

Im IT-Bereich probiere ich gerne mal Sachen aus. Manches erweist sich als Flop, manches ist der beste Kauf des Jahres. Nicht immer hat man darauf Einfluss. Als ich beispielsweise vor Jahren ein BlackBerry Classic erwarb, konnte ich nicht ahnen, wie schnell RIM sein eigenes OS aufgeben würde. In den letzten Jahren war ich extrem glücklich mit meiner Entscheidung für ein Synology NAS und mein HP EliteBook. Im vergangenen Herbst habe ich mir dann ein Google Pixel 6 zugelegt. In Kombination mit den Bose-ANC-Kopfhörern war das ein gutes Angebot und steuerlich war die Investition ebenfalls klug. Wirklich überzeugt war ich allerdings nicht. Erstmal wanderte die Hardware eh in die Schublade, denn mit Google-Android nutze ich gar nichts.

Erst mit der Verfügbarkeit von GrapheneOS für das Pixel 6 – was erfreulich schnell erschien – habe ich das Pixel in Betrieb genommen. Nach einigen Monaten als Gerät für den Arbeitsalltag muss ich sagen, dass sich das Pixel 6 mit GrapheneOS in eine Reihe mit dem Synology NAS und dem HP EliteBook eingereiht hat. Ich möchte absolut nicht mehr darauf verzichten. Das liegt weniger an der Pixel-Hardware, sondern mehr an GrapheneOS.

Denn GrapheneOS hat mich ein stückweit wieder mit Android versöhnt. Einerseits hat man ein System ohne direkte Google-Anbindung, andererseits bleiben einem aber die Nachteile der üblichen Aftermarket-Lösungen wie LineageOS erspart. Keine unsicheren Patchstände mehr, keine mühsamen Firmwareaktualisierungen, keine wenig seriösen „Modder“ als vermeintlich vertrauenswürdige Mittelsmänner mit einem teils doch ziemlich ambiguitiven Verhältnis zu Sicherheit.

GrapheneOS bringt mindestens einmal im Monat – meist fast zeitgleich mit Google – ein Update heraus, das diskret im Hintergrund eingespielt und mittels Neustart aktiviert wird. Es gab noch nicht ein einziges Mal Probleme. Das System ist eher puristisch, viele Tweaks und Mods, die man von LineageOS kennt, sind nicht vorhanden. Dafür sind die integrierten Apps wie z. B. die Kamera-Apps gut und werden stetig weiterentwickelt.

Wer natürlich 25 proprietäre Apps aus dem Play Store nutzt, für den ist GrapheneOS nichts bzw. bringt eigentlich keinen Mehrwert gegenüber dem Google-Android, da man über die Apps und die integrierten proprietären Bibliotheken Googles gesamtes Tracking-Ökosystem nachlädt. Einen Mehrwert hat nur, wer mit dem schmalen Angebot von F-Droid leben kann und ggf. zusätzlich 1-2 proprietäre Apps manuell nachinstalliert.

Ich schreibe das hier so dezidiert, weil ich wegen der Artikel-Serie in den vergangenen Wochen deshalb mehrfach kontaktiert wurde mit der Frage, ob ich GrapheneOS noch nutze und wie zufrieden ich bin.

Der Artikel GrapheneOS – Eine gute Entscheidung erschien zuerst auf [Mer]Curius

Als ich meine Vorschau für die kommende LTS Ubuntu 22.04 schrieb, war Firefox noch normal als DEB in den Paketquellen enthalten. Das entsprechende Paket ist seit dem 22. Februar – und damit knapp vor dem Feature Freeze – nur noch eine Weiterleitung auf das Snap.

Die ganze Geschichte erhitzt jetzt schon die Gemüter und ich prognostiziere mal, dass sich diese Änderung in allen Artikeln zur neuen Version prominent finden wird. Inklusive einem vorhersagbaren Shitstorm in den Kommentaren.

Ich persönlich habe überhaupt kein Problem mit Flatpaks oder Snaps und kann einer direkten Pflege von Firefox durch Mozilla und der Auslieferung via Snap (inklusive der zusätzlich Sicherung von Snaps durch AppArmor) viel abgewinnen.

Allerdings könnte es sein, dass auf sehr schwacher Hardware Firefox nun noch langsamer wird als er das auf entsprechender Hardware sowieso schon ist. Das Problem dürfte jedoch maximal Anwender von Lubuntu oder Xubuntu betreffen, da wir hier wirklich von extrem preiswerter oder alter Hardware sprechen (Dualcore, <4 GB RAM, HDD), die mit Ubuntu oder Kubuntu sowieso nicht mehr zufriedenstellend laufen wird.

Deshalb möchte ich auf das Mozilla PPA verweisen, das – zumindest stand jetzt – immer noch eine „normale“ Version von Firefox-ESR für Ubuntu 22.04 „Jammy Jellyfish“. Für eine LTS finde ich persönlich eine ESR-Version auch deutlich angemessener. Wer also aus irgendwelchen Gründen gerne eine klassische Firefox-Installation haben möchte, kann die gegenwärtig dort noch beziehen.

Der Artikel Ubuntu 22.04 „Jammy Jellyfish“ – Firefox nun als Snap erschien zuerst auf [Mer]Curius

8. April 2022

Fr, 8. April 2022, Redaktionsteam

Einige von euch warten schon sehnsüchtig auf den nächsten Schreibwettbewerb und auch im Monat April haben wir ein besonderes 'Schmankerl' für euch. Diesen Monat dreht sich alles um das Thema 'Retro'. Dies beinhaltet nicht nur Freie Retro-Spiele, sondern auch Betriebssysteme oder Hardware-Bastelprojekte. Vom Raspberry Pi als Emulator bis hin zu Spieleklassikern wie NetHack oder Betriebssystemen wie RiscOS, lasst eurer Fantasie Freien Lauf.

Zu gewinnen gibt es dieses Mal einen A500 Mini. Dabei handelt es sich um einen Amiga-Emulator in einem verkleinerten Amiga 500 Design. Mitgeliefert wird neben einem passenden Gamepad auch eine Maus. 25 bekannte Spiele wie Zool, Simon the Sorcerer, California Games, Pinball Dreams oder Worms sind bereits vorinstalliert. Erweitert werden kann das System mittels WHDLoad.

Reicht eure Beiträge bis zum 28. April 2022 ein. Wie auch beim letzten Schreibwettbewerb erhöhen sich die Chance durch mehrere veröffentlichte Artikel. Jeder Beitrag zählt dabei wie ein Los in der Trommel.

Wir freuen uns auf eure Artikel!

6. April 2022

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 91.8 ein planmäßige Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 91.8

Mit dem Update auf Thunderbird 91.8 findet eine automatische Umstellung eingerichteter Google Mail-Konten von der alten Passwort- auf die neuere OAuth2-Authentifierung statt. Hintergrund ist, dass Google die alte Methode mit dem 30. Mai 2022 abschalten wird. Nutzer, welche Cookies in Thunderbird deaktiviert haben und ein Google Mail-Konto nutzen, müssen zumindest für die Zeit der Authentifizierung die Unterstützung von Cookies wieder aktivieren.

Ansonsten bringt Thunderbird 91.8 die übliche Reihe von Fehlerbehebungen und kleineren Verbesserungen, die sich in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen. Dies schließt auch die Behebung diverser Sicherheitslücken ein.

Der Beitrag Thunderbird 91.8 veröffentlicht erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Mi, 6. April 2022, Marco

Die Entwickler der auf Debian-basierten Distribution Tails haben die Version 4.29 veröffentlicht. Ausserdem wurde eine Beta-Version von Tails 5.0 veröffentlicht. Die Version 5.0 basiert erstmals auf Debian 11 (Bullseye) und die Community wird aufgefordert, die Beta-Version zu testen und Fehler zu melden. Die Distro setzt es sich zum Ziel, ein möglichst anonymes Betriebssystem bereitzustellen. Dies wird unter anderem dadurch erreicht, dass sämtliche Verbindungen über das Tor-Netzwerk laufen.

Die Neuerungen in der Version 4.29 sind zwar überschaubar, aber dennoch nicht weniger wichtig. So wurde der Tor Browser auf die Version 11.0.10 und Thunderbird auf die Version 91.7.0 aktualisiert. In der nun verwendeten Version von Thunderbird wurden einige Fehler sowie Sicherheitslücken behoben. Obwohl die Sicherheitslücken gemäss der Veröffentlichung von Mozilla bei E-Mails nicht ausgenutzt werden können, lohnt sich ein Update dennoch. Ausserdem verwendet diese Version von Tails jetzt den Linux-Kernel 5.10.103 und die Version 0.0.12 des Pakets obfs4, welches dazu dient, dass der Internetverkehr möglichst unauffällig aussieht und so einer möglichen Zensur aus dem Weg gegangen werden kann. Die aktuelle Version soll es schwieriger machen, die Bridges sofort als solche zu erkennen. Weitere Informationen finden sich im Issue.

Die Version 5.0 von Tails soll gemäss der Ankündigung entweder am 3. oder 31. Mai 2022 veröffentlicht werden. Diese Version baut erstmals auf Debian Bullseye auf und bietet dementsprechend einige Neuerungen. So wird beispielsweise GNOME auf die Version 3.38 und LibreOffice auf die Version 7.0.4 angehoben. Zu den weiteren Programmen, welche aktualisiert werden, gehören Audacity, GIMP, Inkscape und natürlich noch weitere. Durch die standardmässige Installation dreier Pakete (ipp-usb, cups-browsed und sane-airscan) wird in Zukunft Drucken und Scannen ohne weitere Treiber möglich sein. Neben den Aktualisierungen wurden auch weitere Probleme behoben. Detaillierte Informationen können im Changelog oder den Ankündigungen nachgelesen werden. Die Entwickler des Betriebssystems rufen bis Ende April zum Testen der Beta-Version auf.

Quellen:

5. April 2022

Mozilla hat Firefox 99 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Speicherung von Kreditkarten-Daten

Bereits seit längerer Zeit unterstützt Firefox die Speicherung von Kreditkarten-Daten, so dass Nutzer diese in Online-Shops nicht jedes Mal manuell eingeben müssen. Bislang stand dieses Feature nur für Nutzer in den USA und Kanada zur Verfügung. Ab Firefox 99 können auch Nutzer in Deutschland, Frankreich sowie dem Vereinigten Königreich dieses Feature nutzen.

Firefox 99

Um die Unterstützung in weiteren Ländern hinzuzufügen, kann über about:config der Schalter extensions.formautofill.creditCards.supportedCountries angepasst werden, indem das entsprechende Länderkürzel im Wert ergänzt wird, z.B. AT für Österreich. Parallel gibt es mit extensions.formautofill.addresses.supportedCountries noch eine weitere Einstellung für das Speichern von Adressen, welche nach dem gleichen Schema funktioniert. Dieses Feature ist auch in Deutschland standardmäßig noch deaktiviert.

Verbesserungen der Webplattform

Die Standard-Schrift für monospace-Schriften wurde von Courier New zu Consolas geändert. Die Verwendung von CSS scrollbar-color wirkt sich jetzt auch auf Overlay-Scrollbalken aus.

Mittels navigator.pdfViewerEnabled können Websites jetzt feststellen, ob der Browser die Anzeige von PDF-Dateien unterstützt. navigator.plugins oder navigator.mimeTypes sollten hierfür nicht länger benutzt werden. Für WebRTC-Implementierungen interessant ist die Unterstützung von RTCPeerConnection.setConfiguration().

Geschlossene Sicherheitslücken

Auch in Firefox 99 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 99 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Unter Linux wurde außerdem die Sicherheit der Sandbox verbessert, indem Prozese, welche für Web-Content genutzt werden, nicht länger Zugriff auf das X Window System (X11) haben.

Sonstige Neuerungen von Firefox 99

Werden mehrere Tabs ausgewählt, unterscheidet sich der aktive Tab ab sofort leicht von den anderen ausgewählten Tabs.

In der Leseansicht eines Artikels lässt sich jetzt die Taste mit dem Buchstaben „n“ nutzen, um das Vorlesen des Artikels zu aktivieren oder wieder zu deaktivieren.

Auf der Firefox-Startseite gibt es nun bei jedem von Pocket empfohlenen Artikel eine geschätzte Lesedauer.

Firefox 99

Die Suchfunktion des PDF-Betrachters wurde verbessert und findet jetzt auch Buchstaben mit diakritischen Zeichen.

Das Fenster von Bild-im-Bild-Videos sollte sich jetzt etwas einfacher in der Größe verändern lassen.

Linux-Nutzer können in den Einstellungen jetzt Overlay-Scrollbalken aktivieren, ähnlich wie man diese von macOS kennt. Nutzer von Windows 11 können die Unterstützung hierfür via about:config aktivieren, indem der Schalter widget.windows.overlay_scrollbars.enabled auf true gesetzt wird – dann berücksichtigt Firefox die entsprechende Einstellung von Windows 11.

Firefox berücksichtigt nun korrekt die Ausnahmen, wenn die Cookies unter der Option „Die Chronik löschen, wenn Firefox geschlossen wird“ aktiviert sind.

Nachdem es unter Windows und macOS bereits einen eigenen Prozess für WebGL-Operationen gab, ist dieser Prozess jetzt auch unter Linux standardmäßig aktiviert.

Ebenfalls für Linux-Nutzer relevant ist, dass Firefox jetzt ffmpeg in Version 5.0 unterstützt.

Dazu kommen wie immer weitere Fehlerbehebungen sowie sonstige Verbesserungen unter der Haube dazu.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 99 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

4. April 2022

Mo, 4. April 2022, Ralf Hersel

Obwohl GNOME 42 erst vor knapp zwei Wochen erschienen ist und sozusagen noch 'dampft', gibt es bereits Überlegungen darüber, welche Anwendungen und Funktionen in der nächsten und späteren Versionen der Desktop-Umgebung kommen könnten. Chris Davis, Mitglied des GNOME Kernteams, hat in seinem Blog einige Arbeiten genannt, mit denen er sich für GNOME 43 beschäftigen möchte, welches im September 2022 erscheinen soll.

Akzentfarben und Libadwaita-API zur Umfärbung

Libadwaita macht es einfach, eine lang ersehnte Personalisierungsfunktion zu implementieren: anpassbare Akzentfarben. Globale Akzentfarben werden für App-Entwickler opt-in sein. Davis möchte, dass für das Backend Akzentfarben desktop- und plattformunabhängig sind, wie die neue dunkle Stilpräferenz. Er plant, dem xdg-desktop-portal in naher Zukunft einen entsprechenden Vorschlag zu unterbreiten. In GNOME wäre es wahrscheinlich am besten, nur ein paar QA-getestete Akzente in der Benutzeroberfläche zu zeigen, aber libadwaita würde beliebige Farben unterstützen, sodass Anwendungen von KDE, GNOME und weitere alle die gleichen Farben verwenden, wenn sie die Einstellung unterstützen.

Entwickler, die die Umfärbungs-API verwenden, würden in der Lage sein, Farben in ihren Anwendungen programmatisch zu ändern und abhängige Farben automatisch aktualisieren zu lassen. Sie könnten auf einfache Weise Voreinstellungen erstellen, die z. B. verwendet werden können, um das Fenster auf der Grundlage des Farbschemas einer Textansicht neu zu färben. Technisch sei dies bereits mit CSS in libadwaita 1.0 möglich, aber die API würde es einfacher machen. Anstatt jede einzelne Farbe berücksichtigen zu müssen, müssten nur einige wenige festgelegt werden, und libadwaita würde den Rest richtig handhaben. Die hier verwendeten Heuristiken würden auch verwendet, um sicherzustellen, dass die Akzentfarben den richtigen Kontrast zum Hintergrund einer Anwendung hätten.

Adaptiver Nautilus und verbesserter Dateiwähler

Die GTK-Dateiauswahl hat ein paar Probleme. Zum Beispiel unterstützt sie keine GNOME-Funktionen wie mit Sternen versehene Dateien und muss von nachgelagerten Anbietern (z.B. PureOS, Mobian) gepatcht werden, um auf mobilen Formfaktoren zu funktionieren. Um mit den Konventionen der Plattformen Schritt zu halten, sollte die Dateiauswahl idealerweise Teil des GNOME-Kerns werden und nicht Teil von GTK. Es gibt noch einige Diskussionen über Lösungen, aber Chris Davis glaubt, dass es klug wäre, die Dateiauswahl und den Dateibrowser synchron zu halten, indem die Dateiauswahl ein Teil der Dateiauswahl wird.

Deshalb plant er, Nautilus für mobile Formfaktoren anpassungsfähig zu machen und einen neuen Dateiauswahlmodus hinzuzufügen. Da die Dateiauswahl in Nautilus und nicht in GTK untergebracht ist, könnten die Funktionen der GNOME-Plattform im Tempo von GNOME und nicht im Tempo von GTK unterstützt werden, GNOME-Entwurfsmustern folgen und Funktionen wie eine Gitteransicht mit Miniaturansichten implementieren, ohne bei Null anfangen zu müssen.

Loupe (Bildbetrachter)

Seit einer Weile arbeitet Davis ich immer wieder an Loupe, einem neuen Bildbetrachter, der in Rust mit GTK4 und libadwaita geschrieben wurde. Er plant, dass Loupe adaptiv, Touchpad- und Touchscreen-freundlich und einfach zu bedienen sein soll. Er möchte auch, dass es sich in Nautilus integriert, sodass Loupe den Sortiereinstellungen folgt, die man für einen Ordner in Nautilus hat.

Langfristig soll Loupe einfache Bildbearbeitungsfunktionen erhalten, nämlich Zuschneiden, Drehen und Anmerkungen. Mit Anmerkungen könnte Loupe in den neuen Screenshot-Flow integriert werden, sodass Benutzer Screenshots machen und mit Anmerkungen versehen können, ohne zusätzliche Programme zu benötigen.

Baobab in Rust umschreiben, und neues Design implementieren

Baobab (a.k.a. Disk Usage Analyzer) ist in Vala geschrieben. Vala hat keinen Zugang zu den grossen Bibliotheken, und auch das Tooling lässt zu wünschen übrig, meint Davis. Rust hingegen hätte ein florierendes Bibliotheks-Ökosystem und wunderbare Werkzeuge. Rust hat auch gute GTK-Bindungen, die ständig verbessert würden. Indem er Baobab in Rust umschriebe, könne er Vorteile des Ökosystems voll ausschöpfen und gleichzeitig die Leistung seiner Hauptfunktion verbessern: die Analyse der Festplattennutzung. Davis habe bereits mit der Arbeit in dieser Richtung begonnen, obwohl es noch nicht auf GitLab verfügbar ist.

Neben der Neufassung plant er auch ein Redesign auf der Grundlage von Allan Days Mockups. Das neue Design würde die Benutzeroberfläche modernisieren, indem neue Muster verwendet und einige der Hauptprobleme der Benutzeroberfläche behoben würden, die die Anwender:innen mit dem aktuellen Design haben.

Benachbarte Dateien im FileChooser-Portal öffnen

Die Dateiauswahl im xdg-desktop-portal erlaubt es nicht, benachbarte Dateien zu öffnen, wenn man eine Datei auswählt. Anwendungen wie Image-Browser, Web-Browser und Programm-Runner benötigen alle ein Loch in der Sandbox, wenn sie reibungslos funktionieren sollen. Wenn man einen Webbrowser als Flatpak verwendet, kennt man vielleicht das Problem: Öffnet man eine HTML-Datei, werden zugehörige HTML-Dateien oder Mediendateien nicht geladen. Wer lokal an einer Website arbeitet, muss sich eines Webserver bedienen, um eine Vorschau zu erhalten - z. B. mit python -m http.server.

Davis möchte an einem Portal arbeiten, das es Entwicklern ermöglicht, beim Öffnen einer Datei den Zugriff auf benachbarte Dateien anzufordern. Mit diesem Portal könnte er Loupe als Flatpak ausliefern, ohne irgendwelche Sandbox-Löcher zu benötigen, und Anwendungen wie Lutris oder Bottles wären auch als Flatpaks realisierbar. Mehr dazu gibt es hier.

Korrekturen für Barrierefreiheit

GTK4 macht die Zugänglichkeit einfacher als je zuvor. Dennoch gibt es immer noch Verbesserungen, wenn es darum geht, Kernanwendungen zugänglich zu machen. Davis möchte die GNOME-Kernanwendungen durchgehen, sie mit den verfügbaren Zugänglichkeitswerkzeugen testen und alle dabei auftretenden Probleme dokumentieren und beheben.

Wer Chris Davis bei seiner Arbeit unterstützen möchte, findet unter der Quelle entsprechende Angaben.

Quelle: https://blogs.gnome.org/christopherdavis/2022/04/03/plans-for-gnome-43-and-beyond/

Diese Frage habe ich mir selbst schon mehrmals gestellt. Und mindestens genauso oft wurde sie mir schon von anderen gestellt. Als Antwort kommen hier meist zuerst telnet oder netcat (nc) in den Sinn. Doch in einer RHEL-Minimal-Installation sind diese beiden Programme nicht enthalten und müssen erst nachinstalliert werden. Was tut man in diesem Fall (ohne den Paketmanager zu starten)?

Ich möchte in diesem Artikel mehrere Antworten auf die Eingangsfrage festhalten. Dabei beginne ich mit denen, die ich auf stackoverflow gefunden habe.

Bash und timeout

Von RHEL 6 aufwärts sollte das Programm timeout in der Minimal-Installation enthalten sein. In Fedora 35 und Debian 11 ist es ebenfalls enthalten. Es stammt aus dem Paket coreutils, in dem es meines Wissens spätestens seit Version 8.22 enthalten ist.

Kommando

$ timeout $TIMEOUT_SECONDS bash -c "</dev/tcp/${HOST}/${PORT}"; echo $?

Beispiele

Erfolgreicher Verbindungstest

$ HOST=beispiel.de
$ PORT=443
$ timeout 5 bash -c "</dev/tcp/${HOST}/${PORT}"; echo $?
0

Selbstverständlich funktioniert auch folgender Befehl:

$ timeout 5 bash -c "</dev/tcp/beispiel.de/443"; echo $?
0

Fehlgeschlagener Verbindungstest

Jetzt nutze ich einen Port, der nicht erreichbar ist:

$ timeout 5 bash -c "</dev/tcp/beispiel.de/4433"; echo $?
124

Nutzung von nc

Sollte nc bereits installiert sein, kann man auch dieses Programm für einen Verbindungstest nutzen:

Kommando

$ nc -w $TIMEOUT_SECONDS -v $HOST $PORT </dev/null; echo $?

Beispiele

Erfolgreicher Verbindungstest

$ HOST=beispiel.de
$ PORT=443
$ nc -w 2 -v $HOST $PORT </dev/null; echo $?
Ncat: Version 7.92 ( https://nmap.org/ncat )
Ncat: Connected to 23.21.157.88:443.
Ncat: 0 bytes sent, 0 bytes received in 0.54 seconds.
0

Fehlgeschlagener Verbindungstest

$ nc -w 2 -v beispiel.de 4433 </dev/null; echo $?
Ncat: Version 7.92 ( https://nmap.org/ncat )
Ncat: TIMEOUT.
1

Zusammenfassung

Mit timeout und nc habe ich meine beiden Favoriten festgehalten. Mit beiden lässt sich die Erreichbarkeit von entfernten TCP-Ports testen (die von lokalen TCP-Ports übrigens auch).

Falls ihr noch weitere Möglichkeiten kennt, mit Bordmitteln, die in der Minimal-Installation einer Distribution enthalten sind, um einen Verbindungstest durchzuführen, schreibt sie mir gern in die Kommentare. Ich nehme sie dann gern mit in den Artikel auf.