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2022 Woche 24

18. Juni 2022

Um eine Tastatur und Maus für zwei Computer zu verwenden habe ich früher Synergy verwendet. Dann wurde das kommerzialisiert und ich habe mir Synergy gekauft, weil ich damals eine Brücke zwischen Windows und Linux brauchte.

 

Jetzt brauche ich gerade wieder so eine Verbindung. Allerdings zwischen zwei Linux Rechnern - genauer gesagt zwischen zwei Kubuntu Rechnern. Bei der Recherche bin ich dann auf Barrier gestoßen, das ein Fork des früheren Synergys ist.
Barrier teilt Maus, Tastatur und die Zwischenablage.

 

Barrier ist in sehr vielen Linux Distributionen vorhanden und falls nicht, gibt es das noch als Flatpack. Daher geht die Installation auf beiden Rechnern schnell von der Hand mit einem

sudo apt install barrier

oder entsprechend mit der Flatpack Variante über Discover (Ubuntu).

 

Beim Start auf dem Rechner mit der Maus und der Tastatur (Server) öffnet sich das Barrier Konfigurationsfenster mit der Aufforderung eine Sprache auszuwählen.
Danach kommt man in die eigentliche Konfiguration.

  1. Server - im oberen (Serverbereich) “interaktiv konfigurieren” anklicken
  2. Server - “Server konfigurieren” klicken
  3. Server - Von der rechten oberen Seite das Monitor Symbol in das Feld auf die Seite ziehen, wo Maus und Tastatur auf den anderen Rechner wechseln sollen
  4. Server - Doppelklick auf den neuen “Monitor” und einen Anzeigenamen vergeben


Wechsel zum “Client”

  1. Client - Barrier starten
  2. Client - Auswahl “Client (Maus und Tastatur eines anderen Rechner benutzen)” auswählen
  3. Client - IP Adresse des Server eintragen (diese wird im Barrier Fenster des Servers angezeigt)
  4. Client - Barrier starten (oder neu laden, falls schon gestartet)
  5. Client - Es kommt eine Schüsselgenerierungsanzeige. Diese bestätigen

Barrier sollte jetzt mit der Maus und Tastatur funktionieren.

 

Nachtrag 20.08.2022

Will man eben schnell mal zwischen zwei Bildschirmen wechseln - bei mir war die Anforderung da, weil ich OBS Studio mit einem HDMI Grabber (MiraBox)auf einem anderen Rechner benutze - so kann man beim Server auf “Configure Server” -> Hotkeys gehen und dort (habe ich) 2 neue “Hotkeys” anlegen. z.B.

  1. Shift + BildHoch = Action switchToComputer1
  2. Shift + BildRunter = Action switchToComputer2

Die Maus landet dann immer dort, wo sie den jeweiligen Bildschirm verlassen hat. In meinem Fall sehr praktisch.

 

Barrier läuft unter Linux, FreeBSD, OpenBSD, Windows und macOS (hier bitte die Entwicklerseite wegen bekannten Problemen lesen!!)

 

Die Entwickler Webseite https://github.com/debauchee/barrier

 

 

17. Juni 2022

Fr, 17. Juni 2022, Lioh Möller

Der Softwareentwickler Jaap Joris Vens pflegt in einem Git-Repository seinen persönlichen Ansatz zur Verwaltung von Debian GNU/Linux Systemen mittels Ansible. Dabei werden unterschiedliche Rollen, beispielsweise zur Einrichtung einer Workstation, eines Laptops, eines Datenbank- oder Webservers angeboten.

In einer ausführlichen Anleitung beschreibt er, wie ein System vorbereitet werden muss, um daraufhin mit Ansible verwaltet werden zu können.

Nach der Einrichtung des SSH-Zugriffs und dem Hinzufügen des Hostnamens des Zielsystems in das inventory, kann das Playbook ausgeführt werden.

Standardmässig wird bei der Nutzung der workstation Rolle ein Desktopsystem mit dem xmonad Tiling-Windowmanager eingerichtet.

Die Lösung kann als Ansatz für interessierte Anwender dienen, welche ihre Systeme ebenfalls auf diese Weise verwalten möchten. Die mitgelieferten Rollendefinitionen sind einfach aufgebaut und können schnell an die persönlichen Bedürfnisse angepasst werden.

Quelle: https://github.com/rtts/debian

16. Juni 2022

Do, 16. Juni 2022, Lioh Möller

Bei Ultramarine Linux handelt es sich um eine Fedora basierte Distribution, die sich als spiritueller Nachfolger von Korora sieht. Im Gegensatz zur Mutterdistribution, enthält Ultramarine einige Erweiterungen, welche insbesondere den Einsatz im Desktop-Umfeld vereinfachen sollen. Dazu gehört die standardmässige Integration des RPM Fusion Repositories, vorinstallierte Multimedia-Codecs, sowie die Verfügbarkeit zusätzlicher Desktopumgebungen.

So wird die als Flagship Edition bezeichnete Hauptvariante mit dem aus dem Solus-Projekt abstammenden Budgie Desktop ausgeliefert. Alternativ steht diese auch auf Basis von ostree (Fedora Silverblue) zur Verfügung.

Darüber hinaus werden Installationsmedien mit GNOME, Pantheon und dem Cutefish Desktop angeboten.

Eine Migration einer bereits bestehenden Fedora Installation ist ebenfalls möglich. Im Wiki des Projektes findet man weiterführende Informationen in englischer Sprache.

Damit eignet sich die Distribution für Einsteiger und erfahrene Anwender, welche sich ein vorkonfiguriertes Desktop-System wünschen, sich allerdings vor der Nutzung von Fedora scheuen.

Fedora hat in aktuellen Versionen allerdings ebenfalls die Integration von 3rd-Party-Repositories vereinfacht, wodurch sich der Mehrwert von Ultramarine Linux relativiert.

Quelle: https://ultramarine-linux.org/

14. Juni 2022

Mozilla aktiviert den sogenannten vollständigen Cookie-Schutz für alle Firefox-Nutzer und verbessert damit den Datenschutz seiner Nutzer.

Ende Mai hatte ich darüber berichtet, dass Mozilla den sogenannten vollständigen Cookie-Schutz für alle Firefox-Nutzer ausrollt, damals noch per Opt-In. Jetzt beginnt Mozilla damit, den vollständigen Cookie-Schutz standardmäßig für alle Nutzer auszurollen.

Vollständiger Cookie-Schutz – was ist das?

Im Februar 2021 hat Mozilla mit der Veröffentlichung von Firefox 86 den sogenannten „vollständigen Cookie-Schutz“ eingeführt. Vereinfacht gesagt bedeutet dies, dass die Cookies jeder Domain in einem separaten Cookie-Container gespeichert werden – seitenübergreifendes Tracking über Cookies soll damit erschwert werden.

Vollständiger Cookie-Schutz in Firefox 86

Mehr Datenschutz für alle Firefox-Nutzer

Aktiviert war diese Datenschutz-Verbesserung bisher nur für Nutzer, welche in den Datenschutz-Einstellungen von Firefox den strengen Schutz vor Aktivitätenverfolgung aktiviert haben, sowie in privaten Fenstern. In Zukunft wird der vollständige Cookie-Schutz also für alle Firefox-Nutzer standardmäßig aktiviert sein, unabhängig von der gewählten Datenschutz-Stufe.

Der Beitrag Firefox: Mozilla aktiviert vollständigen Cookie-Schutz für alle Nutzer erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Di, 14. Juni 2022, Lioh Möller

Die nun vorliegende Version 5.25 der KDE Plasma Desktopumgebung stellt einen Meilenstein in der Entwicklung dar. Das Augenmerk lag dabei vorwiegend auf der Verbesserung des Benutzererlebnisses.

So wurde beispielsweise die Übersichtsseite erneuert und neben den aktuell geöffneten Fenstern, werden nun auch virtuelle Arbeitsflächen angezeigt. Ein direktes Ablegen von Fenstern auf Arbeitsflächen ist ebenfalls möglich.

Durch die Integration von krunner können direkt aus der Übersicht weitere Applikationen gestartet werden. Wie bereits zuvor, lässt sich die Übersicht durch eine 4-Finger-Pinch Geste öffnen. Neu ist allerdings auch eine Gestensteuerung auf Touchscreens möglich. So lassen sich beispielsweise mittels 3-Finger-Swipe Geste auf dem Touchpad die virtuellen Arbeitsflächen umschalten.

Auf einem Touchscreen lassen sich die Gesten über eine Wischbewegung von den Bildschirmrändern initiieren. Damit eignet sich die Desktopumgebung ideal für eine Nutzung auf Geräten mit abnehmbaren Touchscreen oder Touchpads. Dabei wird der Moduswechsel automatisch erkannt und der Touchmodus lässt sich bei Bedarf aktivieren.

Die Akzentfarbe lässt sich ähnlich wie bei GNOME bereits seit längerem anpassen, doch KDE Plasma wäre nicht KDE Plasma, wenn es nicht noch weitere Einstellmöglichkeiten bieten würde. So kann die Akzentfarbe so gewählt werden, dass sie sich automatisch an das aktuelle Hintergrundbild anpasst.

Sogenannte Floating Panels ermöglichen ein schwebendes Panel-Layout, bei dem die Taskleiste automatisch am Bildschirmrand platziert wird, sobald ein Fenster maximiert dargestellt wird.

Darüber hinaus wurde die Darstellung der verfügbaren Anwendungen in Discover verbessert und der Anmeldemanager gibt visuelles Feedback, sofern ein Passwort falsch eingetippt wurde.

Die KWin Scripts Einstellungen wurden überarbeitet und erlauben eine einfachere Verwaltung von Windowmanager-Scripten.

Das KDE-Projekt hat sich nicht nur bei der Verbesserung der Software sehr viel Mühe gegeben, auch die Release-Ankündigung ist eindrücklich. Viele der neuen Funktionen werden in Videos gezeigt und in Hinweisboxen werden die Möglichkeiten zur Einstellung der jeweiligen Optionen genannt.

Release Notes: https://kde.org/announcements/plasma/5/5.25.0/

Changelog: https://kde.org/announcements/changelogs/plasma/5/5.24.5-5.25.0

Promo-Video: https://tube.kockatoo.org/w/e6sZrGQZPcmk2L1T3ZxDga

13. Juni 2022

Die MZLA Technologies Corporation hat heute bekannt gegeben, die bekannte Android-App K-9 Mail zu übernehmen. Aus dieser wird Thunderbird für Android entstehen.

Wie bereits vor wenigen Wochen berichtet, wird es den beliebten E-Mail-Client Thunderbird in Zukunft auch für Android geben. Grundlage hierfür wird mit K-9 Mail die wohl bekannteste Open Source Mail-App für Android werden, wie die Mozilla-Tochter MZLA Technologies Corporation heute bekannt gegeben hat.

Bevor es jedoch einen offiziellen Thunderbird für Android geben wird, wird zunächst einiges an Arbeit in K-9 Mail fließen. Christian Ketterer, Projektleiter von K-9 Mail, arbeitet bereits in Vollzeit für MZLA. Das Thunderbird-Projekt wird sowohl Geld als auch Entwicklungszeit in die Weiterentwicklung von K-9 Mail stecken. Das Ziel ist es, K-9 Mail sowohl funktional als auch optisch in Einklang mit Thunderbird zu bringen, ehe dann K-9 Mail offiziell zu Thunderbird für Android werden wird. Wer die Entwicklung der Android-App unterstützen möchte, kann dies ab sofort auf Mozillas neuer Spenden-Seite für K-9 Mail machen.

Zu den geplanten neuen Thunderbird-Features für K-9 Mail gehören unter anderem eine automatische Konfiguration neuer E-Mail-Accounts, eine verbesserte Ordner-Verwaltung sowie Nachrichten-Filter. Im Sommer 2023 soll es eine Integration mit dem Firefox-Konto geben, um Thunderbird-Accounts mit denen von K-9 synchronisieren zu können.

Konkrete Pläne für einen potentiellen Thunderbird für iOS gibt es noch keine, das Team evaluiert nach eigenen Angaben diese Möglichkeit aktuell aber.

Der Beitrag Aus K-9 Mail wird Thunderbird für Android erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Mo, 13. Juni 2022, Lioh Möller

Nur drei Wochen nach der Veröffentlichung von Alpine Linux 3.16 konnten die Entwickler von postmarketOS eine neue, darauf basierende Version bereitstellen.


Der aktuelle Release richtet sich vornehmlich an Entwickler und Enthusiasten und es werden mit dem SHIFT 6mq und dem Samsung Galaxy S III zwei weitere Geräte unterstützt, wodurch sich die Anzahl der unterstützten Devices auf 27 erhöht.

Dank eines nun zur Verfügung stehenden Scripts ist eine Aktualisierung einer Vorgängerversion mit Sxmo, Phosh oder Plasma Mobile möglich. Aktuell muss der Vorgang über die CLI gestartet werden und das entsprechende Paket muss zunächst installiert werden:

apk add postmarketos-release-upgrade
postmarketos-release-upgrade

In Zukunft soll dies auch mittels Hook über die grafischen Paketverwaltungsutilitys GNOME Software und KDE Discover ermöglicht werden. Mit der Version v22.06 wurden auch die folgenden verfügbaren grafischen Oberflächen aktualisiert:

Sxmo 1.9.0 unterstützt Geräteprofile und bringt eine verbesserte Bluetooth-Unterstützung mit. Als Audio-Backend kommt standardmässig Pipewire zum Einsatz. Das Incall-Menü und die Audio-Verwaltung wurden verbessert, ebenso wie superd, welches zur Überwachung von Benutzerdiensten verwendet wird.

Phosh 0.17.0 enthält kleinere Verbesserungen gegenüber der Version 0.15.0, welche seit v21.12 SP2 im Stable-Zweig der Distribution enthalten ist. Die GNOME-Basis wurde auf Version 42 aktualisiert, und eine Vielzahl der enthaltenen GTK-Anwendungen wurden auf GTK4 und libadwaita portiert. Um das Fehlen einer standardmässig installierten Kalenderanwendung auszugleichen, wird aktuell karlender ausgeliefert.

Eine detaillierte Übersicht der in Plasma Mobile Gear 22.04 enthaltenen Verbesserungen, gegenüber der Version Plasma Mobile Gear 21.12, welche mit postmarketOS v21.12 ausgeliefert wurde, ist auf der Homepage des Projektes zu finden.

PinePhone-Benutzer können mittels fwupd ihr Modem jetzt auf die alternative Firmware von Biktor auf v22.06 aktualisieren. Der bisher enthaltene DHCP Server, welcher bei einer Verbindung eines Telefons mit einem PC über USB, automatisch eine IP-Adresse zuweisen kann, um einen Zugriff via SSH zu ermöglichen, wurde auf unudhcpd umgestellt.

Quelle: https://postmarketos.org/blog/2022/06/12/v22.06-release/