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2022 Woche 51

25. Dezember 2022

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 102.6.1 ein Update außer der Reihe für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 102.6.1

Mit dem Update auf Thunderbird 102.6.1 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht und behebt damit eine Reihe von Problemen, welche sich in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen, einschließlich einer geschlossenen Sicherheitslücke.

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24. Dezember 2022

Der Microblogging-Dienst Mastodon erlebt derzeit einen regelrechten Hype – nicht zuletzt dank des Chaos, welches Elon Musk als neuer Eigentümer von Twitter stiftet. Wie Mozilla nun angekündigt hat, wird Mozilla Anfang des kommenden Jahres ebenfalls eine Mastodon-Instanz aufsetzen.

Mozilla hat angekündigt, Anfang des kommenden Jahres im sogenannten Fediverse aktiv zu werden. Für diejenigen, welche mit dem Begriff nichts anfangen können, hat Wikipedia eine Beschreibung parat:

Die Idee des „Fediverse“ ist, dass es möglich sein soll, ein Benutzerkonto auf einer beliebigen Plattform im Fediverse anzulegen und sich darüber mit Nutzern auf allen anderen Plattformen austauschen zu können, ohne dort ein weiteres Konto anlegen zu müssen. Ermöglicht wird das dadurch, dass die einzelnen Plattformen mittels bestimmter Kommunikationsprotokolle miteinander verbunden sind und so die föderierte Identität und Inhalte jeweils auf andere verbundene Plattformen und Instanzen verteilt werden. Diese Praxis steht im Gegensatz zu geschlossenen sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook, bei denen Benutzer ein eigenes Benutzerkonto in jedem der Netzwerke benötigen, wenn sie mit anderen Nutzern des jeweiligen Netzwerks interagieren möchten.

Ein bekannter Vertreter des Fediverse ist Mastodon, was nicht nur optisch aussieht wie ein Twitter-Klon, sondern gerade auch in Massen Nutzer von Twitter erhält, die unzufrieden mit der Führung des Netzwerkes unter dem neuen Eigentümer Elon Musk sind.

Unter der Domain mozilla.social wird in Zukunft Mozilla eine eigene Instanz von Mastodon bereitstellen. Damit möchte Mozilla zu einem gesunden und nachhaltigen Wachstum eines föderierten sozialen Raums beitragen, welcher unabhängig von profitorientierten und kontrollmotivierten Tech-Unternehmen betrieben wird. Speziell Mastodon sieht Mozilla hier als Startpunkt für die eigenen ersten Schritte im Fediverse. Das Potential des Fediverse sieht Mozilla indes nicht auf Mastodon alleine beschränkt.

Wer Mozilla bereits jetzt auf Mastodon folgen möchte, kann dies hier tun.

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22. Dezember 2022

Mozilla hat Version 2.12 seiner VPN-Clients für das Mozilla VPN veröffentlicht. Dieser Artikel beschreibt die Neuerungen vom Mozilla VPN 2.12.

Mit dem Mozilla VPN bietet Mozilla in Zusammenarbeit mit Mullvad sein eigenes Virtual Private Network an und verspricht neben einer sehr einfachen Bedienung eine durch das moderne und schlanke WireGuard-Protokoll schnelle Performance, Sicherheit sowie Privatsphäre: Weder werden Nutzungsdaten geloggt noch mit einer externen Analysefirma zusammengearbeitet, um Nutzungsprofile zu erstellen.

Jetzt Mozilla VPN nutzen

Die Neuerungen vom Mozilla VPN 2.12

Auf Desktop-Systemen ist es jetzt möglich, sich direkt in der VPN-Anwendung anzumelden, ohne dass der Browser dafür benötigt wird. Das über das VPN-Symbol im System-Tray zugängliche Menü wurde verschlankt und zeigt nicht länger die Einstellungen sowie die Hilfe an. Über die VPN-Anwendung selbst ist beides natürlich nach wie vor zugänglich.

Dazu kommen wie immer diverse Fehlerbehebungen und Verbesserungen unter der Haube.

Tipp: Mozilla VPN aktuell mit 20 Prozent Rabatt

Ein Tipp für alle Interessierten: Mit dem Rabatt-Code VPN20 bekommt man das Mozilla VPN derzeit mit 20 Prozent Rabatt für das erste Jahr.

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21. Dezember 2022

Mi, 21. Dezember 2022, Lioh Möller

Wer ein Mobiltelefon mit einer Android-Variante wie CalyxOS sein Eigen nennt, kann die integrierte Datensicherung über SeedVault nutzen. Die Lösung ist dabei voll in das Betriebssystem integriert, verschlüsselt und lässt sich über den Punkt Sicherung in den Einstellungen verwalten.

Dabei bietet SeedVault unterschiedliche Backup-Zielsysteme zur Auswahl an, darunter auch Nextcloud. In der Praxis hat sich allerdings eine Sicherung über den Nextcloud-Client als fehleranfällig erwiesen.

Wer einen Nextcloud-Account besitzt und diesen als Sicherungsziel nutzen möchte, kann alternativ WebDAV zur Datenübertragung einsetzen.

Dazu muss zunächst die Nextcloud WebDAV-URL über die Einstellungen in der Seitenleiste des Webfrontends ermittelt werden.

Der angegebene Pfad sollte kopiert werden, da dieser im weiteren Verlauf angegeben werden muss. SeedVault verwendet zur WebDAV Anbindung das Hilfsprogramm DAVx5, welches zuvor installiert werden muss.

Über den Punkt WebDAV-Zugänge in DAVx5 kann der zuvor ermittelte Pfad zum Nextcloud-Konto angegeben werden.

Daraufhin kann in den SeedVault Einstellungen der verbundene WebDAV Account als Sicherungsziel ausgewählt werden.

Das Sicherungsziel muss zunächst vorbereitet werden. Dieser Vorgang kann einige Zeit in Anspruch nehmen und sollte nicht abgebrochen werden. SeedVault speichert Sicherungen in einem versteckten Ordner .SeedVaultAndroidBackup welcher sich in der Nextcloud Weboberfläche einblenden lässt.

Eine Datensicherung lässt sich manuell im SeedVault Hauptmenü auslösen. Sie enthält standardmässig Apps, welche zur Sicherung zugelassen sind. Es ist ausserdem möglich Dateien wie Videos, Fotos oder Downloads zu sichern. Diese Funktion ist aktuell allerdings als Beta gekennzeichnet.

20. Dezember 2022

Mo, 19. Dezember 2022, Ulf Bartholomäus

Bei openSUSE Tumbleweed handelt es sich um eine der ältesten Rolling Release Linux Distributionen. Dabei wurde bisher immer Wert auf die 32bit Variante für x86 Prozessoren gelegt. Nachdem diese wie angekündigt eingestellt werden sollte, gab es in der Mailingliste eine grössere Diskussion, die zum Umschwenken der Strategie geführt hat.

Nach Ankündigung der Umsetzung, die x86 32bit Prozessor Variante in Tumbleweed einzustellen, gab es in der openSUSE Factory Mailingliste, eine sehr ausgiebige Diskussion. An deren Ende hat sich Dominique Leuenberger dafür entschieden, die x86-32 Version als openSUSE:Factory:LegacyX86 weiterzuführen.

Original eMail:

Betreff: Decision on Tumbleweed x86_64 Architecture level

Datum: Donnerstag, 8. Dezember 2022, 17:35:59 CET

Von: Dominique Leuenberger / DimStar <dimstar@opensuse.org>

An: factory <factory@lists.opensuse.org>

Dear Tumbleweed users and hackers,

First, thank you all for the (mostly) constructive discussion around

this topic. The thread got pretty long and I think no more new

arguments have been surfacing lately.

Let me give a quick overview of what will happen from here on:

## openSUSE Tumbleweed x86_64 stays at baseline ##

+ We will push on finding a better solution than moving the entire

distro to any other architecture level. We're currently collecting

ideas/proposals/solutions at

https://en.opensuse.org/openSUSE:X86-64-Architecture-Levels. It's even

very likely that we come up with a plan of using combinations (of e.g

hwcaps plus a 2nd baseline repo)

## openSUSE Tumbleweed i586 downgraded to a port ##

The i586 architecture keeps moving to openSUSE:Factory:LegacyX86 (the

name still matches luckily). The repository will be published at

https://download.opensuse.org/ports/i586/tumbleweed/repo/oss/. The

usercount there is non-zero, but certainly not as large as the x86_64

userbase.

For this port, it would still be great if there was a volunteer looking

after it. It would mostly consist of verifying the QA runs, most often

cross-checking failures against the x86_64 port, filing new bugs if not

identical on x86_64 (or not already filed by other ports) and keep an

eye on the build state of the repository.

This is a task that does not require coding skills (it can help, but is

not mandatory).

I stronlgy believe that this is the best approach we can take to serve

our contributors and users.

Best regards,

Dominique

Allgemeines zu Tumbleweed

openSUSE Tumbleweed gehört zu den stabilsten Rolling Release Distributionen, da sie auf eine mehrschichtige Teststrategie setzt. Diese setzt sich wie folgt zusammen:

  • zum einen werden vor jedem Build automatische Tests gemacht
  • in der zweiten Stufe wird es an spezielle Tester als sogenannte Factory Version ausgeliefert
  • Erst wenn beide Tests ohne grössere Probleme durchlaufen sind, werden die Programmpakete verteilt.

Information: Rolling Release Distributionen sind solche, welche Programmpakete kontinuierlich ausrollen. Das heisst, es stehen täglich Aktualisierungen an, aber keine Versionsupdates im klassischen Sinn. Im Einzelfall, wie z.B. Update einer Desktopumgebung wie KDE bzw. GNOME oder Umstellung auf eine neue Version des Compilers, können dabei auch mal deutlich über 1'000 Pakete zusammenkommen.

Im Gegenzug bekommt man dafür ein hochaktuelles System, welches mit wenigen Tagen bis Wochen Verzögerung den offiziellen letzten stabilen Versionen der Pakete folgt. Um dieses zu ermöglichen, versucht z.B. Tumbleweed die verwendeten Desktops nicht weiter anzupassen, ausser um evtl. ein Default Theme oder ein paar Hintergrundbilder, die hinzugefügt werden.

Quellen:

Entscheidung: eMail "Decision on Tumbleweed x86_64 Architecture level"

Diskussion: eMail "Tumbleweed - Move to x86-64-v2 (plus mitigation plan and call for help)"

Wochenrückblick "Review of the Week": Blog von Dominque Leuenberger

19. Dezember 2022

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und ich möchte zurückblicken und mich erinnern, wie es in diesem Jahr für meinen Blog verlaufen ist.

In diesem Jahr wurden auf My-IT-Brain insgesamt 29 Artikel veröffentlicht. Dies sind zwei weniger als in 2021. Dafür habe ich jeden Monat mindestens einen Artikel veröffentlichen können.

Während ich mich im Januar mit verschiedenen Themen beschäftigt habe, konzentrierte ich mich im Februar und März auf eine sechsteilige Serie zum Thema Nextcloud im Container. Die daraus entstandene Nextcloud-Instanz läuft immer noch und wurde im Laufe des Jahres mehrmals aktualisiert. Sie ist allerdings ein Wochenendprojekt geblieben. Außer zum Teilen größerer Dateien nutze ich sie nicht aktiv.

Da ich immer mal wieder Systeme für verschiedene Test benötige, habe ich mir zwei Ansible-Rollen geschrieben, welche mir die Erstellung definierter Labor-Umgebungen erleichtern. Dokumentiert habe ich diese in:

Zur Jahresmitte habe ich einen Blick auf AlmaLinux, RHEL und Rocky Linux geworfen und mich gefragt, welche potenziellen Mehrwerte eine RHEL-Subskription bietet.

Nach meiner ersten FrOSCon habe ich entdeckt, dass es doch tatsächlich einige Förderprogramme für Open-Source-Projekte gibt und habe diese in kurzen Artikeln vorgestellt:

Leider ist es mir aus zeitlichen Gründen nicht gelungen, Kontakt zu den bereits geförderten Projekten aufzunehmen, um über die Erfahrungen zu berichten, welche die Projekte mit den jeweiligen Förderprogrammen gemacht haben. Falls ihr ein Projekt habt, welches durch eines der genannten Programme gefördert wurde und gern darüber berichten möchtet, meldet euch doch gern bei mir. Ich schreibe eure Geschichte gern auf und veröffentliche sie hier.

Zum Jahresende wurde es dann wieder etwas ruhiger hier. Ich arbeite aktuell an einer kleinen Artikelserie, die ich mit dem Beginn des neuen Jahres veröffentlichen möchte. Worum es geht wird an dieser Stelle noch nicht verraten.

Ich freue mich, wenn ihr auch im nächsten Jahr meine Artikel lest, kommentiert, evtl. etwas daraus lern und sie unterhaltsam findet. Ich wünsche euch allen fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch ins Jahr 2023.