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2023 Woche 16

22. April 2023

Im März wagte ich den Sprung auf unveränderliche Systeme. Zunächst schaue ich mir Fedora Silverblue an und anschließend openSUSE MicroOS. Nun bin ich bei Fedora Kinoite und habe auch schon das erste Rebase hinter mir.

Silverblue gefiel mir vom Konzept her, aber GNOME und ich passen irgendwie nicht zusammen. Es funktioniert zwar irgendwie, aber auch nach einigen Wochen wollte sich kein Gefühl der Vertrautheit einstellen. Also habe ich mir – auch aufgrund von Kommentaren – MicroOS mit KDE Plasma angesehen. Strukturell gefiel es mir, aber im Alltag traten noch einige Kinderkrankheiten auf. Seltsame Fehlermeldungen, Probleme beim ordnungsgemäßen Herunterfahren, nicht reproduzierbare Probleme mit Flatpaks, schlechte Implementierung von PolKit. Ich glaube, dass MicroOS bzw. SUSE ALP eine große Zukunft vor sich hat, aber man merkt den Entwicklungsrückstand zu Fedora.

Daher bin ich auf Fedora Kinoite umgestiegen. Sozusagen Silverblue, nur mit KDE Plasma. Man merkt, dass die Entwickler hier noch Erfahrungen sammeln. Updates fügen teilweise Pakete zum Basis-Image hinzu oder entfernen welche. Das System ist in Bewegung. Für Fedora-Anwender sicher nicht ungewohnt, wenn man von openSUSE Leap oder Kubuntu kommt aber schon. Auch gibt es noch keine KDE Flatpaks in der speziellen Flatpakquelle von Fedora. Letzteres stört mich aber überhaupt nicht, da ich diese komplett deaktiviert habe und alles über Flathub beziehe. Separate Paketquellen widersprechen für mich einfach dem Flatpak-Gedanken.

Das Rebase von Fedora 37 auf Fedora 38 vor wenigen Tagen verlief denkbar einfach. Über KDE Discover geht es grafisch, auf der Konsole wie folgt:

Gegenstellen anzeigen lassen:

$ ostree remote refs fedora

Dort sollte unter Anderem folgendes gelistet sein: fedora:fedora/38/x86_64/kinoite. Hierauf wechselt man mit folgendem Befehl:

$ rpm-ostree rebase fedora:fedora/38/x86_64/kinoite

Nach einem Neustart wird die neue Datenbank verwendet. Sollte es Probleme geben, kann man problemlos im GRUB-Menü die vorherige Version auswählen und zurückgehen. Beim Rebase wird nur das Basis-Image ausgetauscht, alle Anwendungen bleiben gleich, da diese bereits in den aktuellen Versionen via Flatpak vorhanden waren.

Beim Austausch des Basisbetriebssystems zeigen sich die Stärken des Verfahrens. Kein kompliziertes paketbasiertes Upgrade, bei dem Pakete über Dummy-Verweise ersetzt werden müssen, Metapakete zu anderen Abhängigkeiten führen, veraltete Pakete (bestenfalls) entfernt werden und der Prozess im schlimmsten Fall an irgendeiner vom Distributor nicht getesteten Stelle abbrechen kann.

Die obigen Konsolenbefehle sind eigentlich überflüssig. Fedora Kinoite lässt sich sehr gut in KDE Discover verwalten. Updates der Anwendungen und des Basissystems sind dort perfekt integriert, ebenso der Rebase-Prozess. Mit den neuen unveränderlichen Systemen hat Linux endlich den gordischen Knoten der grafischen Softwareverwaltung durchschlagen und bietet hier auch Anfängern intuitive Lösungen, die sie von iOS, Android, macOS oder sogar Windows 11 kennen. Eine tolle Entwicklung!

20. April 2023

Do, 20. April 2023, Ralf Hersel

Die Spatzen pfeifen es von den Dächern, alle Tech-Blogs haben bereits darüber berichtet, weshalb ich mich kurz fasse. Mit Ubuntu 23.04 ist die 38. Version der GNU/Linux-Distribution von Canonical heute erschienen. Angefangen hatte es im Jahr 2004 mit Ubuntu 4.10 'Warty Warthog' und dem Kernel 2.6.8. Seit dem sind in jedem April und Oktober neue Versionen erschienen, wobei es sich bei der April-Version in geraden Jahren um Long Term Support Releases handelt, die während drei Jahren (Server fünf Jahre) mit Updates versorgt werden. Somit handelt es sich bei Ubuntu 23.04 'Lunar Lobster' nicht um ein LTS-Release; es wird nur 9 Monate lang unterstützt.

Dies sind die Änderungen und Neuerungen in Ubuntu 23.04:

  • Neuer Installer auf der Basis von Googles grafischem UI-Framework Flutter.
  • Benutzer Authentisierung mit Azure Active Directory für Microsoft 365 Nutzer.
  • Der angepasste GNOME-Desktop ist in der aktuellen Version 44 enthalten.
  • Aktuelle Toolchain und Runtimes für Python, Java, Go, C, C++, Rust und .Net.
  • Snap als bevorzugtes Paketformat neben den nativen DEB-Paketen. Flatpak wird standardmässig nicht unterstützt.
  • Für die Spieleplattform Steam wurde das Snap-Paket in der stable-Version implementiert.

Wer einen ausführlichen Bericht über die neue Version lesen möchte, dem empfehle ich diesen Artikel von Andreas Proschofsky, der im Standard erschienen ist. Dort setzt sich der Autor kritisch, aber fair mit dem Release auseinander. Falls ihr Ubuntu 23.04 ausprobieren möchtet, findet ihr hier den Download für die ISO-Datei. Neue Versionen der Ubuntu-Flavors findet ihr hier.

Quelle: https://canonical.com/blog/canonical-releases-ubuntu-23-04-lunar-lobster


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19. April 2023

Mi, 19. April 2023, Ralf Hersel

Nachdem gestern Fedora 38 veröffentlicht wurde und morgen Ubuntu 23.04 ‘Lunar Lobster’ erscheinen wird, habe ich einen Blick auf die grafischen Anwendungen für die Paketinstallation und -verwaltung geworfen. Dabei galt mein Augenmerk nicht der allgemeinen Funktionalität, sondern der Präsentation von verschiedenen Paketformaten.

Wir diskutieren schon seit geraumer Zeit darüber, ob die Ausweitung der Paketformate ein Fluch oder Segen ist, und zwar aus Sicht der Entwicklerinnen und Anwender. Zurzeit kennen wir die nativen Repositories von Debian, Fedora, Arch, OpenSUSE, usw. Früher war die Paket-Welt noch einfach; da musste man sich höchstens zwischen free und non-free entscheiden und bekam bei der Software-Auswahl ein Paket für die Installation angeboten.

Seitdem sich die Entwickler das Leben mit Snaps, Flatpaks und AppImages vereinfacht haben, da sie theoretisch nur noch ein Paketformat unterstützen müssen, ist die Situation für Anwender:innen (insbesondere Anfänger) nicht einfacher geworden. Es gilt herauszufinden, welches Format für eine Anwendung man installieren möchte und welches davon überhaupt funktioniert. Ein praktisches Beispiel für diese Problematik habe ich am Montag in diesem Artikel über Audacity beschrieben.

Deshalb schaue ich mir an, wie sich die unterschiedlichen Paketformate bei Fedora, Ubuntu und Manjaro präsentieren.

Die folgenden Vergleiche wurden alle mit den neuesten Versionen der Distributionen in der virtuellen Maschine GNOME Boxes durchgeführt.

Fedora

Beginnen möchte ich mit der ofenfrischen Distribution Fedora 38. Installiert man Fedora mit dem GNOME-Desktop, heisst die grafische Paketverwaltung schlicht "Software" und präsentiert die Paketformate so:

Am Beispiel von GIMP erscheint unter der Installieren-Schaltfläche ein kleines Dropdown, in dem man drei Optionen erhält. Standardmässig würde GIMP als Flatpak installiert, und zwar aus dem Fedora-eigenen Flatpak-Repository. Falls jemand auf die Idee kommt, das Dropdown zu öffnen, gibt es die Möglichkeit, die Anwendung als RPM-Paket (also nativ) zu installieren, oder wiederum als Flatpak, dieses Mal aber aus dem allgemeinen Flatpak-Repository.

Aus Anwendersicht finde ich diese Umsetzung gut gelungen. Man muss sich in erster Linie nicht um das Paketformat kümmern, sondern installiert das, was die Distribution vorgibt (Flatpak aus dem Fedora-Repository). Wer will, kann einer der Alternativen wählen.

Ubuntu

In der neusten Version der Canonical-Distro heisst der GUI-Paketmanager "Ubuntu Software", ist aber auch eine Variante der GNOME-Anwendung "Software". Darin bietet sich ein etwas anderes Bild:

Bei der Suche nach "GIMP" wird nur eine Variante der Anwendung vorgeschlagen, sowie ein paar ergänzende Pakete. Auch hier gibt es rechts oben eine Dropdown-Liste, die drei Optionen anbietet, oder sind es vielleicht vier? Sind es, weil sich ganz unten das DEB-Paket versteckt. Prominent werden drei unterschiedliche Version des Snap-Paketes für GIMP angeboten.

Der Anwender:in wird es auch hier einfach gemacht: "Snap oder stirb". Berücksichtigt man die Canonical-Strategie (Snap first), wurde hier alles richtig gemacht. Der Anwender erhält vordergründig nur eine Option, um das Paket zu installieren. Neueinsteiger werden von der Auswahl (Versionen, DEB) in der Dropdown-Liste wohl eher irritiert sein.

Manjaro

Das Arch-basierte Manjaro ist kein optimaler Kandidat für diesen Vergleich, weil diese Distribution sich eher an fortgeschrittene Anwender:innen richtet. Dennoch halte ich den Vergleich für interessant, zeigt er doch grosse Unterschiede zu den App-Stores von Fedora und Ubuntu.

Im Gegensatz zu Fedora und Ubuntu, zeigt der grafische Paketmanager Pamac direkt alle verfügbaren Optionen an. Bei GIMP sind dies das native Paket und das Flatpak. Hier kann man aus Anwendersicht bemängeln, dass Anfänger nicht wissen, welches Paket sie installieren sollen. Andererseits hat man die freie Auswahl, falls das eine Paket besser funktioniert als das andere.

Fazit

Als Anwender:in von GNU/Linux-Distributionen sollte man darauf vertrauen können, dass alle angebotenen Pakete funktionieren. Wobei der Begriff funktionieren bedeutet, dass das Paket in der Distribution, auf der Hardware und im Kontext von Desktop und individueller Konfiguration funktioniert.

Fedora und Ubuntu setzen auf ein Funktionieren des Flatpaks oder des Snap-Paketes unter den Bedingungen der Distribution. Manjaro bietet, ohne eine Unterauswahl anzubieten, alle verfügbaren Paketformate an, womit die Entscheidung auf die Anwenderin abgewälzt wird.

Was ist besser? Falls das voreingestellte Pakete funktioniert, ist der Ansatz von Fedora und Ubuntu besser. Falls dem nicht so ist, halte ich die Optionen von Manjaro für realitätsnäher. Hier sieht man sofort, was es gibt und kann eine Auswahl treffen, falls man die nötige Erfahrung hat.

Ich bin mir sicher, dass ihr eine eigene Meinung zu dieser Frage habt. Die Frage lautet: "Sollen App-Stores nur eine Option für ein Paket bieten oder mehrere?" Schreibt eure Ansichten bitte in den Kommentar.


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Mi, 19. April 2023, Ralf Hersel

Gestern ist die GNU/Linux-Distribution Fedora 38 erschienen. Die neue Version basiert auf dem Linux-Kernel 6.2, dem Mesa 23-Grafikstack und enthält die kürzlich veröffentlichte GNOME 44 "Kuala Lumpur"-Desktop-Umgebung für die Workstation-Edition, die zahlreiche neue Funktionen und Verbesserungen wie einen neuen Sperrbildschirm, neue Schnelleinstellungen, neue Einstellungen für die Barrierefreiheit und vieles mehr enthält.


Die Fedora Linux 38 Spins werden ebenfalls mit neuen Versionen der Desktop-Umgebung ausgeliefert, darunter KDE Plasma 5.27 LTS, Xfce 4.18, Cinnamon 5.6, LXQt 1.2.0, MATE 1.26, Budgie 10.7, LXDE, i3 und SoaS. Apropos Spins, zwei neue wurden in dieser Version eingeführt: Fedora Budgie und Fedora Sway.

Zu den weiteren Änderungen in Fedora Linux 38 gehört ein neues Image für die AArch64 (ARM64)-Architektur, das die leichtgewichtige LXQt-Desktop-Umgebung enthält, was für diejenigen nützlich sein könnte, die Fedora Linux auf Einplatinen-Computern wie dem Raspberry Pi verwenden wollen.

Darüber hinaus verkürzt diese Version die Shutdown-Zeiten, aktiviert Wayland standardmässig für den SDDM-Login-Manager, fügt strengere SSH-Host-Keys-Berechtigungen hinzu, bietet Unterstützung für persistente Overlays für die Live-Medien, wenn sie auf USB-Sticks geflasht werden, und enthält ein ungefiltertes Flathub-Repository. Bisher wurde ein Fedora-eigenes, reduziertes Repository verwendet.

Unter der Haube liefert Fedora 38 eine aktuelle GNU-Toolchain bestehend aus GCC 13.0, GNU Binutils 2.39, GNU C Library 2.37, GNU Make 4.4 und GDB (GNU Debugger) 12.1. Ebenfalls enthalten sind Golang 1.20, LLVM 16, Ruby 3.2, ImageMagick 7.x, SWIG 4.1.0, PHP 8.2, PostgreSQL 15, GHC Haskell 9.2, libpinyin 2.8 und andere Komponenten.

Die neue Version kann hier heruntergeladen werden.

Quelle: https://fedoraproject.org/


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18. April 2023

Firefox Monitor ist ein kostenloser Dienst von Mozilla, welcher Nutzer überprüfen lässt, ob deren Benutzerkonten im Web in der Vergangenheit Teil eines bekannten Datendiebstahls waren. Nun plant Mozilla die Einführung eines zusätzlichen Premium-Angebots.

Das ist Firefox Monitor

Mozillas kostenfreier Dienst Firefox Monitor zeigt nach Eingabe einer E-Mail-Adresse an, ob diese Teil eines bekannten Datendiebstahls in der Vergangenheit war. Neben dem Zeitpunkt des Diebstahls und dem Zeitpunkt des Bekanntwerdens wird auch angegeben, welche Daten gestohlen worden sind, zum Beispiel E-Mail-Adressen, Benutzernamen oder Passwörter. Darüber hinaus nennt Firefox Monitor allgemeine Tipps, welche man in Betracht ziehen sollte, wenn man von einem Datendiebstahl betroffen ist.

Firefox Monitor Premium wird kommen

Anfang dieses Monats hatte Mozilla einen Relaunch von Firefox Monitor durchgeführt, bei dem im Hintergrund einiges neu implementiert worden ist, vor allem aber wurde das Design komplett erneuert. Doch dabei soll es nicht bleiben. Mozilla plant die Einführung von Firefox Monitor Premium.

Welche Vorteile Firefox Monitor Premium bringen wird, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar, ebenso nicht der Zeitpunkt der geplanten Einführung. Sehr wahrscheinlich dürfte aber das Hinterlegen unbegrenzt vieler E-Mail-Adressen sein, welche überwacht werden können, da die kostenfreie Version bisher auf maximal fünf E-Mail-Adressen limitiert ist. Außerdem war dies bereits 2021 in einem Mockup als Vorteil eines potentiellen Produkt-Pakets von Mozilla zu finden, welches so letztlich aber nicht erschienen ist. Da das alleine jedoch recht wenig wäre, um eine Bezahlung zu rechtfertigen, insbesondere da die meisten sowieso weniger als fünf E-Mail-Adressen haben dürften, kann vermutet werden, dass sich Mozilla noch mehr als nur das überlegt hat. Aber um das zu erfahren, ist noch etwas Geduld gefragt.

Der Beitrag Firefox Monitor Premium wird kommen erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

17. April 2023

Mozilla hat mit Firefox 112.0.1 ein Update außer der Reihe für seinen Desktop-Browser veröffentlicht und behebt damit ein Cookie-Problem, welches seit Firefox 112 aufgetreten war.

Download Mozilla Firefox 112.0.1

Mit dem Update auf Firefox 112.0.1 behebt Mozilla das Problem, dass für manche Nutzer nach dem Update auf Firefox 112 das letzte Zugriffsdatum für einige Cookies weit in der Zukunft lag, was zur Folge hatte, dass diese Nutzer nach jedem Start von Firefox auf entsprechenden Websites ausgeloggt waren.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 112.0.1 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Mo, 17. April 2023, Lioh Möller

Bei komplexen Shell Befehlen ist es oftmals notwendig, die entsprechende Man-Page zurate zu ziehen, um die Funktionsweise der einzelnen Parameter besser zu verstehen.

Das Projekt explainshell hat sich zur Aufgabe gemacht, dies zu vereinfachen.

Gehen wir beispielsweise von folgendem Befehl zur Synchronisation von Daten über SSH mithilfe von rsync aus:

rsync -aHAXxv --numeric-ids --delete --progress -e "ssh -T -o Compression=no -x" user@<source>:<source_dir> <dest_dir>

explainshell kann die Parameter des rsync Befehls vollständig interpretieren, scheitert allerdings an der Angabe des Quellservers und des Zielverzeichnisses, da diese nicht konform erfolgt ist.

Abhilfe schafft nur den wichtigen Teil anzugeben, also:

rsync -aHAXxv --numeric-ids --delete --progress -e "ssh -T -o Compression=no -x" 

Doch auch hier zeigt sich eine kleine Schwäche des Angebotes. Die gequotete Angabe des SSH Kommandos wird nicht nochmals separat interpretiert. Hier würde nur eine Angabe des SSH Befehls in einer eigenen Abfrage helfen.

Dennoch erweist sich explainshell als nützlich. Die angezeigten Daten werden dabei auch aus den Man-Pages bezogen.

Quelle: https://explainshell.com/


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Firefox Relay ist ein Dienst von Mozilla, der die persönliche E-Mail-Adresse vor Spam und unerwünschter Offenlegung schützt. Die dazugehörige Browser-Erweiterung hat Mozilla nun in Version 2.7 veröffentlicht.

Was ist Firefox Relay?

E-Mail-Adressen sind gleichzusetzen mit einer persönlichen Adresse. Sie sind einmalig und viele Nutzer besitzen nur eine einzige E-Mail-Adresse, die sie teilweise auf dutzenden, wenn nicht gar auf hunderten Websites verwenden. Findet auf einer Website, auf der man mit seiner E-Mail-Adresse registriert ist, ein Datendiebstahl statt, wird damit in vielen Fällen auch die persönliche E-Mail-Adresse offengelegt. Und haben Spammer erstmal eine E-Mail-Adresse in ihrem System, darf man sich auf viele unerwünschte E-Mails ohne realistische Hoffnung einstellen, dass der Spam abnehmen wird.

Mit Firefox Relay können sogenannte Masken als Alias-Adressen angelegt werden, die der Nutzer für Newsletter-Anmeldungen und Website-Registrierungen angeben kann. Firefox Relay leitet diese E-Mails dann an die persönliche E-Mail-Adresse weiter. Außerdem kann Firefox Relay bekannte Tracking-Scripts aus E-Mails entfernen.

Firefox Relay ist kostenlos. Es gibt aber auch eine kostenpflichtige Premium-Version, welche unendlich viele Masken anstelle von nur fünf sowie eine eigene E-Mail-Domain erlaubt. Außerdem können in Firefox Relay Premium auf weitergeleitete E-Mails geantwortet und Werbe-Mails automatisch blockiert werden. In den USA sowie Kanada können mittlerweile auch Telefonnummern maskiert werden.

Browser-Erweiterung für Firefox Relay

Die dazugehörige Browser-Erweiterung, die es sowohl für Firefox als auch für Google Chrome gibt, ist nicht zwingend erforderlich, erleichtert aber das Anlegen neuer Masken, da direkt in E-Mail-Feldern auf Websites ein entsprechende Symbol erscheint, über welches eine neue Maske angelegt werden kann. Über die Schaltfläche im Erweiterungsmenü erscheinen diverse Statistiken wie die Anzahl verwendeter E-Mail-Masken, blockierter E-Mails, weitergeleiteter E-Mails sowie entfernten E-Mail-Trackern. Darüber hinaus kann die Erweiterung genutzt werden, um ein Problem mit Firefox Relay auf bestimmten Websites zu melden.

Download der Browser-Erweiterung Firefox Relay für Firefox

Neuerungen der Browser-Erweiterung Firefox Relay 2.7

Mit Version 2.7 bringt die Browser-Erweiterung ein neues Design für das Panel, welches über die Schaltfläche im Erweiterungsmenü zugänglich ist. Außerdem werden hier nun alle bereits bestehenden E-Mail-Masken angezeigt, welche per Klick in die Zwischenablage kopiert werden können. Ebenfalls neu: Das Hinzufügen einer zufälligen Maske per Knopfdruck und für Premium-Nutzer außerdem das Hinzufügen einer Maske mit benutzerdefiniertem Namen direkt in der Erweiterung.

Firefox Relay 2.7 Firefox Relay 2.7 Firefox Relay 2.7

Dazu kommen diverse Fehlerkorrekturen und Verbesserungen unter der Haube.

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