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2023 Woche 17

28. April 2023

Fr, 28. April 2023, Lioh Möller

Bei Dragona handelt es sich um eine Freie Distribution, die den Richtlinien der Free Software Foundation (FSF) entspricht.


Das Projekt, welches massgeblich von dem aus Argentinien stammenden Entwickler Matías Fonzo vorangetrieben wird, konnte nun die Verfügbarkeit der 2. Betaversion für die kommende Releaseversion 3.0 bekannt geben.

Neben der Nutzung des Linux-libre Kernels in Version 6.1 LTS, kommt ein klassisches Sys-V-Initsystem zum Einsatz. Bei der Desktopumgebung der Wahl handelt es sich um Trinity (TDE) welches ergänzt wird durch die Windowmanager TWM und DWM.

Der eigens für die Distribution entwickelte Paketmanager Qi ist vergleichbar mit den unter Slackware verfügbaren pkgtools.

Weitere Informationen zur aktuellen Veröffentlichung finden sich in den Release Ankündigungen.


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27. April 2023

Mit dem Firefox Private Network hat Mozilla ein VPN als Firefox-Erweiterung im Angebot, welches allerdings nie über den Beta-Status hinaus kam und auch nie außerhalb der USA ausgerollt wurde. Nun wird das Firefox Private Network eingestellt. Als Alternative bleibt das systemweite Mozilla VPN bestehen, welches auch hierzulande erworben werden kann.

Mit dem Mozilla VPN bietet Mozilla bereits seit längerer Zeit ein systemweites VPN in Zusammenarbeit mit Mullvad an, welches mittlerweile in einigen Ländern verfügbar ist und regelmäßige Aktualisierungen erhält. Doch bereits bevor es das Mozilla VPN gab, experimentierte Mozilla in den USA mit dem Thema VPN. Zunächst 2018 über eine Zusammenarbeit mit ProtonVPN, knapp ein Jahr später startete dann der Testlauf vom Firefox Private Network, welches kein systemweites VPN ist, sondern als Erweiterung in Firefox installiert wird und so nur den Verkehr innerhalb von Firefox schützt. Das Firefox Private Network, für welches Mozilla mit Cloudflare kooperiert, ist entsprechend günstiger und kostet 2,99 Dollar pro Monat.

Seit dem Start des Firefox Private Networks im September 2019 bis heute hat dieses den Beta-Status nie verlassen und war auch nie außerhalb der USA verfügbar. Mit dem Mozilla VPN gibt es zudem Konkurrenz im eigenen Haus. Wenig überraschend hat das Firefox Private Network keine Zukunft. Am 15. Juni 2023 wird Mozilla das Firefox Private Network abschalten.

Bestehende Nutzer können auf das Mozilla VPN umsteigen, welches das gesamte System und nicht nur Firefox umfasst. Dieses kostet 9,99 USD / Euro pro Monat bei nur einem Monat Bindung respektive 4,99 USD / Euro pro Monat bei einem Jahr Bindung. Mit dem Rabatt-Code VPN20 erhält man 20 Prozent Ermäßigung auf das erste Jahr für das Jahres-Abonnement.

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26. April 2023

Mozilla hat mit Firefox 112.0.2 ein Update außer der Reihe für seinen Desktop-Browser veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion.

Download Mozilla Firefox 112.0.2

Mit dem Update auf Firefox 112.0.2 behebt Mozilla ein Speicherleck bei minimierten oder vollständig verdeckten Fenstern und Verwendung eines animierten Themes.

Linux-Nutzer, welche veraltete Bitmap-Schriften installiert haben, waren unter Umständen von einem Problem betroffen, bei dem Text-Teile auf manchen Websites unsichtbar waren.

Für Wayland-Linux-Nutzer wurde ein Problem behoben, bei dem neu geöffnete Firefox-Fenster möglicherweise leer erscheinen konnten. Ebenfalls Wayland betrifft eine potentielle Absturzursache in Kombination mit bestimmten Mesa-Grafiktreibern, der behoben wurde.

Für Nutzer von Windows 8 wurde das Problem behoben, dass Web-Benachrichtigungen mit Bildern nicht angezeigt worden sind.

Nutzer von macOS, welche die Cookies beim Beenden von Firefox löschen lassen, sahen seit dem Update auf Firefox 112 ein zusätzliches Firefox-Symbol im macOS-Dock, was mit dem Update korrigiert wurde.

Außerdem wurde ein Darstellungsproblem mit speziellen SVG-Grafiken behoben.

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25. April 2023

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 102.10.1 ein Update außer der Reihe für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 102.10.1

Mit dem Update auf Thunderbird 102.10.1 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme, welche sich in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen.

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24. April 2023

Mo, 24. April 2023, Lioh Möller

Einige Kernelmodule stehen nicht im Upstream-Kernel zur Verfügung und müssen manuell übersetzt und hinzugefügt werden. Dies ist oftmals bei proprietären WLAN-Treibern der Fall.


Im folgenden Beispiel geht es um die wl Treiber, welche für den Betrieb einiger Broadcom-Adapter benötigt werden. Dabei stehen für einige Hardwaremodelle Freie Treiber zur Verfügung, für andere jedoch nicht.

Auch die Freien Treiber benötigen üblicherweise unfreie Firmware. Zunächst sollte versucht werden, ob der brcmsmac Treiber infrage kommt. Sollte dies der Fall sein, lässt sich der Adapter standardmässig nutzen, sofern das passende Firmware Paket vorhanden ist. Unter Alpine Linux wäre dies linux-firmware-brcm, welches bereits mitinstalliert wird.

Bei Modellen welche den b43 Treiber benötigen muss die Firmware mithilfe von der Anwendung b43-fwcutter extrahiert werden.

In diesem Beispiel würde der Adapter des Typs BCM4313 zwar mit dem Freien brcmsmac Treiber funktionieren, es kommt dabei allerdings immer wieder zu Verbindungsabbrüchen.

Besser hingegen funktioniert das Gerät mit den broadcom-wl Treibern, welche nicht im offiziellen Kernel-Tree vorhanden sind.

Zur Übersetzung der Quellen müssen zunächst die passenden Kernel-Header und Werkzeuge installiert werden:

apk add alpine-sdk linux-lts-dev

Daraufhin kann das Treiber-Repository gecloned werden:

git clone https://github.com/antoineco/broadcom-wl.git /usr/src/wl

Zum manuellen Übersetzen und der Installation des Treibers, kann wie folgt vorgegangen werden:

cd /usr/src/wl
make
make install
depmod -A
modprobe wl

Allerdings müsste bei jeder Kernel-Aktualisierung der Treiber neu übersetzt und installiert werden.

Viele Linux-Distributionen bieten dazu dkms an, welches unter Alpine Linux nicht vorhanden ist. Als Alternative steht akms zur Verfügung, welches zunächst installiert werden muss:

apk add akms

Daraufhin kann eine entsprechende AKMBUILD Definition im Quellverzeichnis des Treibers erstellt werden:

vi /usr/src/wl/AKMBUILD

modname=wl
built_modules='wl.ko'
modver=6.30.223.271
build() {
    touch "$builddir"/Makefile
    make $MAKEFLAGS -C "$kernel_srcdir" M="$builddir" src="$srcdir" modules

Die Parameter müssen je nach zu übersetzenden Kernelmodul angepasst werden.

Daraufhin kann das Modul mithilfe von akms übersetzt und installiert werden:

akms install wl

Nun wird nach einer Kernel-Aktualisierung das Modul beim Systemstart automatisch übersetzt und in das System eingebunden.

Quelle: https://github.com/jirutka/akms/


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