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2023 Woche 27

8. Juli 2023

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 102.13 ein planmäßiges Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht. Außerdem steht das Veröffentlichungsdatum für Thunderbird 115 fest.

Neuerungen von Thunderbird 102.13

Mit dem Update auf Thunderbird 102.13 hat die MZLA Technologies Corporation ein planmäßiges Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht. Das Update bringt diverse Fehlerbehebungen und Verbesserungen, welche sich in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen. Auch wurden diverse Sicherheitslücken geschlossen.

Thunderbird 115 erscheint kommende Woche

Das große Update auf Thunderbird 115, welches unter anderem das neue „Supernova“-Design sowie ein neues Logo bringen wird, wurde nicht zeitgleich mit Firefox 115 veröffentlicht. Dessen Veröffentlichung ist für kommenden Montag, den 10. Juli 2023 geplant. Die wichtigsten Neuerungen von Thunderbird 115 werden dann natürlich ausführlich auf diesem Blog vorgestellt werden.

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6. Juli 2023

Mozilla hat Firefox 115 veröffentlicht. Firefox 115 ist gleichzeitig die neue Basis für Firefox ESR, die Firefox-Version mit Langzeitunterstützung. Während Firefox 115 und Firefox ESR 115 grundsätzlich identisch sind, gibt es doch ein paar Unterschiede zwischen beiden Versionen. Auch sonst gibt es einiges Wissenswertes für System-Administratoren.

Mozilla hat Firefox 115 und Firefox ESR 115 veröffentlicht. Nutzer von Firefox ESR 102 haben noch zwölf Wochen Zeit, ehe sie mit Erscheinen von Firefox 118 und Firefox ESR 115.3 am 26. September 2023 automatisch auf Firefox ESR 115 migriert werden. Wie schon Firefox ESR 102 unterscheidet sich auch Firefox ESR 115 in ein paar wenigen Details von seinem Mainstream-Pendant.

Download Mozilla Firefox ESR 115

Nur in Firefox ESR 115: Deaktivierbare Signaturpflicht für Add-ons

Zum Schutz seiner Nutzer hat Mozilla eine Signaturpflicht für Add-ons in Firefox eingeführt, welche seit Firefox 43 standardmäßig aktiviert ist. Diese kann nur in Nightly-Builds sowie in der Developer Edition von Firefox deaktiviert werden, nicht in Beta- oder finalen Versionen. Die ESR-Version von Firefox 115 erlaubt auch in der finalen Ausführung die Deaktivierung der Signaturpflicht.

Zur Deaktivierung muss der folgende Schalter über about:config auf false geschaltet werden:

xpinstall.signatures.required

Achtung: Es ist aus Sicherheitsgründen nicht empfohlen, die Signaturpflicht für Erweiterungen zu deaktivieren. Wer seine Erweiterungen ausschließlich über addons.mozilla.org bezieht, findet außerdem in der Regel sowieso ausschließlich signierte Erweiterungen vor.

Nur in Firefox ESR 115: Zusätzliche Unternehmensrichtlinie

Seit Firefox 60 liefert Mozilla die Unterstütztung von Unternehmensrichtlinien aus. Damit ist es für Systemadministratoren möglich, Firefox für die Verteilung im Unternehmen vorzukonfigurieren, wofür bis einschließlich Firefox ESR 52 gerne der sogenannte CCK2 Wizard benutzt worden ist, der allerdings mit Firefox 57 und höher nicht kompatibel ist.

Die SearchEngines-Richtlinie zum Konfigurieren der Suchmaschinen funktioniert ausschließlich in Firefox ESR.

Alle Neuerungen zwischen Firefox ESR 102 und Firefox ESR 115

Natürlich gab es zwischen Firefox ESR 102 und Firefox ESR 115 auch wieder zahlreiche Neuerungen, darunter auch Neuerungen, welche für Unternehmen relevant sein könnten, wie beispielsweise neue Sicherheits- und Datenschutz-Verbesserungen. Für einen Überblick über alle wichtigen Neuerungen zwischen Firefox ESR 102 und Firefox ESR 115 empfiehlt sich die Lektüre der Artikel über die Neuerungen der entsprechenden Major-Releases:

Sonstiges Wissenswertes für Unternehmens-Administratoren

Unternehmensrichtlinien

Firefox lässt sich mittels zahlreicher Unternehmensrichtlinien konfigurieren. Dabei gibt es verschiedene Wege: Plattformübergreifend auf Windows, Apple macOS sowie Linux über eine Datei policies.json, via GPO oder Intune auf Windows oder via .plist-Datei auf Apple macOS.

MSI-Installer für Windows

Um System-Administratoren im Unternehmen das Anpassen und Verteilen von Firefox einfacher zu machen, bietet Mozilla anpassbare MSI-Installer für Firefox ESR auf Windows an.

MSI-Installer erlauben die Anpassung über eine MST-Datei und können über die auf Windows üblichen Deployment-Tools wie Active Directory oder Microsoft System Center Configuration Manager verteilt werden. Mozilla hat eine Dokumentation zu den MSI-Installern veröffentlicht.

Download MSI-Installer von Firefox ESR 115

pkg-Installer für Apple macOS

Ähnlich zu den MSI-Installern für Windows gibt es pkg-Installer für Apple macOS.

Download pkg-Installer von Firefox ESR 115

Nutzer von Windows 7/8, macOS 10.12/10.13/10.14 werden auf Firefox ESR 115 migriert

Nutzer der Mainstream-Version von Firefox auf Windows 7 und Windows 8 sowie Apple macOS 10.12 bis 10.14 werden mit Erscheinen von Firefox ESR 115.1 automatisch auf Firefox ESR 115 migriert und erhalten daher mit Firefox 115 das letzte Update, welches neue Funktionen und die Unterstützung für weitere Webstandards bringt. Nach einem weiteren Jahr Sicherheits-Updates durch Firefox ESR 115 ist für entsprechende Nutzer danach Schluss. Bereits Firefox 116 lässt sich auf diesen Systemen nicht einmal mehr starten.

Dedizierte Profile pro Installation abschalten

Lesezeichen, Chronik, Erweiterungen, Passwörter, Einstellungen – diese und noch weitere Dinge werden in einem sogenannten Profil gespeichert. Verschiedene Firefox-Installationen nutzen bisher standardmäßig immer das gleiche Profil.

Seit Firefox 67 nutzt der Mozilla-Browser dedizierte Profile pro Installation. Das heißt, dass wenn ein Nutzer mehrere Firefox-Installationen hat, jede dieser Installationen ein eigenes Profil verwendet und damit standardmäßig nicht länger in allen Installationen automatisch die gleichen Lesezeichen, die gleiche Chronik etc. zur Verfügung stehen.

Gerade im Unternehmensumfeld kann dies unerwartet sein. Über eine Umgebungsvariable mit beliebigem Wert kann dieses Feature abgeschaltet werden:

MOZ_LEGACY_PROFILES

Wie Umgebungsvariablen angelegt werden, ist der Dokumentation des jeweiligen Betriebssystems zu entnehmen.

Downgrade-Schutz abschalten

Ein anderes Feature seit Firefox 67 ist ein Downgrade-Schutz. Firefox verhindert, dass der Browser mit einem Profil gestartet wird, welches bereits mit einer neueren Firefox-Version genutzt worden ist. Auch dieses Feature kann über eine Umgebungsvariable mit beliebigem Wert abgeschaltet werden:

MOZ_ALLOW_DOWNGRADE

Alternativ dazu kann Firefox mit dem folgenden Kommandozeilen-Argument gestartet werden:

--allow-downgrade

Dokumentation für System-Administratoren

Hier gibt es spezielle Hilfe-Seiten für die Administration von Firefox im Unternehmen.

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5. Juli 2023

Mit IceFun steht eine Linux-Variante zur Verfügung, welche sich an Kinder im Alter von 4 - 14 Jahren richtet.

Kinder und Computer sind so eine Sache. Ab welchem Alter soll man die Jüngsten an die Technik heranführen? Und ab wann kann man sie auch unbetreut einige Zeit damit alleine lassen?

Vermutlich machen sich diese Gedanken nur sehr wenige Eltern oder für Kinder verantwortliche Personen. Doch ein langsames und behutsames Heranführen an das Thema ist wichtig, um schon Kindern die Möglichkeit zu geben, einen mündigen Umgang mit Computern zu erlernen.

Dabei sollten die Interessen des Kindes im Vordergrund stehen und nicht das Bedürfnis der Erwachsenen nach einigen Minuten Ruhe. Erfahrungsgemäss gilt das Alter von 4 Jahren als guter Zeitpunkt, um die ersten Schritte zu wagen. Diese sollten gemeinsam und betreut erfolgen. Auch eine Vereinbarung von festen Zeiten kann sinnvoll sein.

Computer sollten in erster Linie bei Kindern Interesse wecken und die Kreativität fördern. Und wenn lieber getobt oder im Wald gespielt wird, umso besser.

Mit IceFun steht ein Betriebssystem auf Basis von Debian GNU/Linux zur Verfügung, welches optimal auf die Bedürfnisse von Kindern konfiguriert wurde.

Bereits das ansprechend und liebevoll gestaltete Design macht Lust, das System zu entdecken. Und zu entdecken, gibt es Vieles. Einen guten Einstieb bieten die Lern- und Spielumgebungen GCompris, Tux Paint oder Tux Math.

Viele, oftmals bereits in Vergessenheit geratene Spieleklassiker sorgen für Kurzweil.

Für das Erlernen des 10-Finger-Schreibsystems kann Klavaro genutzt werden. Scratch, eToys und Laby laden zum Programmieren ein.

Wer gerne künstlerisch aktiv ist, kann mit MyPaint tolle Bilder zeichnen. Mithilfe von PhotoCollage lassen sich Bildkompositionen erstellen und mit PosteRazor können diese dann direkt in Posteigrösse auf einem regulären Drucker ausgedruckt werden. Dabei wird ein grosses Bild in viele kleinere Bilder unterteilt, welche abschliessend zusammengeklebt werden können.

Dank Tetzle lassen sich die selbst gemalten Motive gleich auch noch in ein Puzzle umwandeln, welches am Computer gelöst werden kann.

Mit LMMS ist darüber hinaus ein vollständiges Musikstudio enthalten, welches sich nach etwas Übung hervorragend auch von grösseren Kindern nutzen lässt und Piano Booster hilft dabei, das Klavierspielen zu erlernen.

IceFun kann ohne Risiko als Live-DVD ausprobiert werden und lässt sich bei Gefallen mithilfe des integrierten Installationsprogramms auf eine Festplatte übertragen.

Herunterladen kann man IceFun über die eigens dafür eingerichtete Homepage.


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Mozilla hat Firefox 115 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Verbesserungen der Netzwerkgeschwindigkeit

Die Geschwindigkeit, mit der Dateien auf Websites via HTTP/2 hochgeladen werden können, hat sich mit Firefox 115 signifikant verbessert.

HTTP/2 Upload-Geschwindigkeit in Firefox 115

Außerdem sorgt ein auf Betriebssystem-Ebene deaktivierter Standortdienst für Windows-Nutzer mit einigen WLAN-Treibern nicht länger für eine systemweite Netzwerk-Instabilität.

Verbesserter Import aus anderen Browsern

Der Import von Daten aus anderen Browsern wurde unter der Haube verbessert und erstrahlt auch optisch in neuem Glanz. Gespeicherte Kreditkartendaten lassen sich außerdem aus Chrome und anderen Chromium-basierten Browsern importieren, ebenso kann die Chronik aus Safari jetzt importiert werden.

Auch können im neuen Dialog HTML-Dateien für den Lesezeichen-Import ausgewählt werden. Ebenfalls ist darüber der Import von Passwörtern via CSV-Datei möglich, sofern signon.management.page.fileImport.enabled in about:config auf true steht. Für den Passwort-Import aus Safari, wo kein direkter Passwort-Import möglich wäre, ohne für jedes Passwort separat die Berechtigung hierfür anzufragen, werden Nutzer nach der Auswahl von Safari bei entsprechender Einstellung darum gebeten, eine aus Safari exportierte CSV-Datei auszuwählen.

Firefox 115

Verbesserungen für die Wiedergabe von Videos

Das OpenH264-Plugin, welches bislang ausschließlich für WebRTC verwendet wurde, kann jetzt auch als Fallback-Codec für die Video-Wiedergabe verwendet werden, wenn kein H.264-Codec auf dem System installiert ist. Außerdem steht OpenH264 nun auch für Linux-Systeme mit ARM-CPU zur Verfügung.

Die Video-Wiedergabe unter Linux kann für Nutzer von Linux auf Systemen mit einer Intel-GPU jetzt durch die Hardware beschleunigt werden.

Sonstige Endnutzer-Neuerungen von Firefox 115

In der Auflistung aller Tabs (über das Pfeil-Symbol am Ende der Tableiste) besitzt nun jeder Tab eine Schließen-Schaltfläche, so dass man den jeweiligen Tab nicht länger aufrufen muss, um diesen zu schließen.

Die Funktionen Rückgängig und Wiederherstellen stehen jetzt auch in Eingabefeldern für Passwörter zur Verfügung.

Für Linux-Nutzer führt ein Mittelklick auf die Schaltfläche zum Öffnen eines neuen Tabs nun dazu, dass der xclipboard-Inhalt geöffnet wird. Handelt es sich dabei um eine URL, wird diese geöffnet, ansonsten eine Suche bei der eingestellten Standard-Suchmaschine durchgeführt.

Im Bild-im-Bild-Modus für Videos werden jetzt auch Untertitel für Videos von Sony Liv, TubiTV, Udemy und New York Times unterstützt. Außerdem kann der Bild-im-Bild-Modus jetzt auch für Videos ohne Audiospur genutzt werden.

Die sogenannten „Farbwelten“ waren eine zeitlich limitierte Sammlung von Themes, welche in Firefox beworben wurden. Nutzer, welches ein solches Theme noch nutzen und die automatische Update-Funktion für Erweiterungen deaktiviert haben, werden automatisch auf das entsprechende Theme auf addons.mozilla.org migriert, damit das Theme aktiv bleibt, sobald die entsprechenden Dateien aus Firefox entfernt werden.

Firefox unterstützt einen neuen Mechanismus, über welchen die Ausführung von Erweiterungen auf bestimmten Websites durch Mozilla, beispielsweise aus Sicherheitsgründen, verhindert werden kann.

Ein weiterer neuer, aber noch nicht aktiver Mechanismus ermöglicht die Empfehlung bestimmter Erweiterungen bei Eingabe bestimmer Begriffe in die Adressleiste.

Firefox 115

Ein Cache für die Firefox-Startseite beschleunigt die gefühlte Startgeschwindigkeit von Firefox für Nutzer, welche Firefox mit der Standard-Startseite starten.

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Auch in Firefox 115 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 115 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Verbesserungen der Entwicklerwerkzeuge

In den Einstellungen der Entwicklerwerkzeuge gibt es eine neue Option, um das Öffnen eben dieser mittels F12-Taste zu deaktivieren.

Im Kompatibilitäts-Panel des Inspektor-Werkzeugs erscheint jetzt eine Versions-Angabe auf dem entsprechenden Browser-Icon.

Im Debugger ist es nun möglich, einzelne Zeilen eines Scripts zu deaktivieren.

Weitere Neuerungen der Entwicklerwerkzeuge werden im DevTools-Newsletter für Firefox 115 beschrieben.

Verbesserungen der Webplattform

Eine Verbesserung des contentEditable-Verhaltens sollte für eine verbesserte Kompatibilität mit dem Verhalten anderer Browser bei sogenannten WYSIWYG-Editoren sorgen.

IndexedDB-Datenbanken standen bisher nicht in privaten Fenstern zur Verfügung, was für Inkompatibilitäten mit einigen Websites sorgte, wenn Firefox in einem privaten Fenster genutzt wurde oder so konfiguriert war, dass grundsätzlich keine Chronik gespeichert wird, was einem permanenten privaten Modus entspricht. Firefox 115 unterstützt IndexedDB in privaten Fenstern. Hierbei werden die Daten verschlüsselt gespeichert und mit Beenden der Sitzung wieder gelöscht.

Die Verwendung von <link rel=“preconnect“> kann das Laden von Ressourcen beschleunigen. Diese Performance-Optimierung hat in Firefox bereits seit mehreren Jahren nicht mehr funktioniert und arbeitet ab Firefox 115 wieder korrekt.

Auf CSS-Seite neu ist die Unterstützung von animation-composition sowie supports-Bedingungen für @import-Regeln, auf JavaScript-Seite die Unterstützung von Array.fromAsync(). Außerdem werden die Methoden ab sofort unterstützt: Array.toReversed(), Array.toSorted(), Array.toSpliced(), Array.with(), TypedArrays.toReversed(), TypedArrays.toSorted() und TypedArrays.with().

URLSearchParams.has() und URLSearchParams.delete() unterstützen jetzt einen optionalen value-Parameter.

Die neue URL.canParse()-Funktion kann benutzt werden, um auf einfache und schnelle Weise zu prüfen, ob eine URL gültig ist und geparst werden kann. Ebenfalls neu ist die Response.json()-Funktion.

Für Entwickler von Firefox-Erweiterungen relevant ist die Unterstützung von storage.session sowie des commands.onChanged-Events. Außerdem ist die Manifest-Eigenschaft browser_style jetzt standardmäßig false für Manifest v3-Erweiterungen.

Weitere Neuerungen für Entwickler von Websites und Browser-Erweiterungen lassen sich in den MDN Web Docs nachlesen.

Neue Basis für Firefox ESR

Firefox 115 löst Firefox 102 als Basis für Firefox ESR, die Unternehmensversion von Firefox mit Langzeitunterstützung, ab. Bestehende Nutzer von Firefox ESR 102 werden am 26. September 2023 mit dem Erscheinen von Firefox ESR 115.3 automatisch auf Firefox ESR 115 umgestellt werden. Die Unterschiede zwischen Firefox 115 und Firefox ESR 115 sowie Wissenswertes für System-Administratoren werden in einem gesonderten Artikel behandelt.

Letzte Version für Windows 7/8, macOS 10.12/10.13/10.14

Bereits am 14. Januar 2020 hatte Microsoft die Unterstützung seines Betriebssystems Windows 7 offiziell eingestellt, die Einstellung der Unterstützung von Windows 8.1 folgte am 10. Januar 2023. Seitens Apple gibt es keine offiziellen Daten für Support-Enden, das letzte Update für macOS 10.14 erschien allerdings im Juli 2021. Dies ist für Nutzer insofern relevant, als dass es für diese Betriebssysteme keine Sicherheits-Updates mehr gibt. Nutzer sollten daher unbedingt auf ein aktuelles Betriebssystem umsteigen, falls noch nicht geschehen.

Firefox 115 ist das letzte große Update für diese veralteten Betriebssyssteme. Entsprechende Nutzer werden kommenden Monat mit Erscheinen von Firefox ESR 115.1 auf Firefox ESR 115 umgestellt und erhalten dann darüber noch bis September 2024 Sicherheits-Updates für Firefox. Neue Funktionen oder die Unterstützung für neue Webstandards gibt es allerdings keine mehr, Firefox 116 und höher wird auf diesen Systemen nicht mehr gestartet werden können.

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3. Juli 2023

PeppermintOS hat ein Update auf Debian 12 Bookworm erhalten und es wurden zahlreiche Design-Anpassungen vorgenommen.

Am Samstag, dem 1. Juli hat das Team hinter PeppermintOS eine auf Debian 12 "Bookworm" aktualisierte Version ihrer Distribution veröffentlicht. Darin enthalten sind insbesondere zahlreiche Designanpassungen.

In erster Linie enthält die neue Version selbstverständlich alle Aktualisierungen von Debian 12. Darauf aufbauend wurden diverse Grafiken angepasst, neue Themes hinzugefügt und auch der bootsplash kommt in einem neuen Kleid daher.

Neu lädt der Calamares-Installer keine Pakete im Hintergrund herunter, um die Installationsdauer im Vergleich zu vorherigen Versionen zu verkürzen.

Des Weiteren sind auch der Willkommensbildschirm und Peppermint Hub sowie die Peppermint-Dokumentation verbessert resp. aktualisiert worden.

Neben den neuen ISO-Dateien kann diese neue Version aber auch auf bestehenden Systemen installiert werden, indem der Aktualisierungsprozess von Debian oder alternativ das PeppermintOS-Aktualisierungstool verwendet wird. Letzteres befindet sich jedoch noch in einem Entwicklungsstadium.

Die Devuan-Version dieser Distribution basiert im Gegensatz zur Debian-Version noch auf Debian 11 "Bullseye", eine aktualisierte Version dieses Zweigs soll im weiteren Verlauf dieses Jahres erscheinen.

Quellen:

https://9to5linux.com/peppermint-os-is-now-based-on-debian-12-heres-whats-new

https://sourceforge.net/p/peppermintos/pepwiki/BuildDate/

https://peppermintos.com/2023/07/peppermint-os-debian-release/


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Ist die Depublikation des RHEL-Quellcodes eine Chance für Canonical, SUSE und Debian?

Wenn Schockwellen die Freie Software Community erschüttern, lohnt es sich oft, eine kühle Mate aus dem Kühlschrank, und das Popcorn aus dem Schrank zu holen. Damit setzt man sich in eine gemütliche Ecke, um sich das Schauspiel anzusehen. Ihr ahnt, worum es geht? Beginnen wir von Anfang an:

Das Unheil nahm seinen Anfang, als die Firma Red Hat im Juli 2019 für 34 Milliarden Dollar von IBM aufgekauft wurde.

CentOS (Community Enterprise Operating System) war eine Linux-Distribution, die auf Red Hat Enterprise Linux (RHEL) des Unternehmens Red Hat aufbaute. Die Distribution wurde von einer offenen Gruppe von freiwilligen Entwicklern betreut, gepflegt und weiterentwickelt. Bis 2021 war CentOS hinter Ubuntu und Debian die am dritthäufigsten verwendete Linux-Distribution für Web-Server.

Die kommerzielle Linux-Distribution RHEL kann nur im Zusammenhang mit Supportverträgen erworben werden. Die Firma Red Hat stellt aber alle Quellpakete von RHEL im Internet bereit, um die Anforderungen unterschiedlicher Lizenzen von in RHEL enthaltener freier Software zu erfüllen. Das ermöglicht es, eine zu RHEL binärkompatible Linux-Distribution zu entwickeln. Durch die Binärkompatibilität ermöglichte CentOS, Computer mit einer RHEL-kompatiblen Linux-Distribution zu nutzen, ohne einen Supportvertrag mit Red Hat abschliessen zu müssen. Auch ergab sich, neben finanziellen Ersparnissen, der Vorteil, dass alle Software, die für RHEL angeboten wird, auch direkt und ohne Einschränkungen unter CentOS genutzt werden konnte.

Im Jahr 2021 wurde die Kompatibiltät zwischen RHEL und CentOS aufgehoben. An dessen Stelle trat CentOS Stream, mit dem die Weiterentwicklung von RHEL getestet und stabilisiert werden sollte. Dadurch kam CentOS Stream für die meisten Server-Betreiber nicht mehr infrage. Wer ein stabiles RHEL möchte, setzt nicht die Beta-Version als Rolling Release ein (CentOS).

Es dauerte nicht lange, bis die Projekte RockyLinux und AlmaLinux darauf reagierten und auf der Basis der öffentlichen RHEL-Quellen ihre Clone erstellten. ScientificLinux hatte bereits 2019, also vor diesem Ereignis, aufgegeben und auf CentOS verwiesen. Damit kehrte unter den Server-Betreibern wieder Ruhe ein, hatte man doch mit Rocky und Alma zwei Alternativen, die die Binärkompatibilität mit RHEL sicherstellten.

Diese Ruhe endete am 21. Juni 2023 abrupt, als Red Hat (IBM) mitteilte, dass man den RHEL Quellcode nicht mehr öffentlich zur Verfügung stellen werde. Damit wurde die Lebensader für Rocky und Alma abgeschnitten. Rechtlich gesehen, ist diese Entscheidung völlig in Ordnung, da die GPL nicht grundsätzlich zur Veröffentlichung des Quellcodes verpflichtet.

Die GPL schreibt vor, dass es den Lizenznehmern möglich sein muss, den Code zu analysieren. Die Konsequenz dieser Vorschrift ist, dass der Programmcode einsehbar ist. Die Pflicht der Offenlegung innerhalb der GPL bezieht sich jedoch nicht auf die allgemeine Öffentlichkeit. Laut GPL-Lizenz müssen lediglich Lizenznehmer den Code einsehen können. Es ist dementsprechend vom Lizenzgeber festzulegen, wer Lizenznehmer ist. Der Lizenzgeber kann die Software zusammen mit dem Quelltext an eine ausgewählte Gruppe von Lizenznehmern übergeben. Er kann sich jedoch auch dafür entscheiden, dass dies auf einem öffentlich zugänglichen Webserver geschehen soll. Letzteres ist bei Open-Source-Software häufig der Fall.

Im Sinne des Lizenzgebers (IBM) sind die Projekte RockyLinux und AlmaLinux keine Lizenznehmer, womit sie keinen Anspruch auf Einsicht der RHEL Quellcodes haben.

Am 29. Juni hat das Rocky-Projekt mit zwei Vorschlägen reagiert, wie man das Problem umgehen könnte:

Eine Möglichkeit besteht in der Verwendung von UBI-Container-Images, die auf RHEL basieren und über verschiedene Online-Quellen (einschließlich Docker Hub) erhältlich sind. Mit dem UBI-Image ist es leicht möglich, Red Hat-Quellen zuverlässig und unbelastet zu beziehen. Wir haben dies mit OCI-Containern (Open Container Initiative) getestet, und es funktioniert genau wie erwartet.

Eine weitere Methode, die wir nutzen werden, sind Pay-per-Use-Instanzen in der öffentlichen Cloud. Damit kann jeder RHEL-Images in der Cloud aufsetzen und so den Quellcode für alle Pakete und Errata erhalten. Dies ist für uns am einfachsten zu skalieren, da wir all dies über CI-Pipelines erledigen können, indem wir Cloud-Images aufsetzen, um die Quellen über DNF zu erhalten, und diese automatisch in unsere Git-Repositories stellen.sdf

Auch das Alma-Projekt hat bereits am 22. Juni auf die Veränderungen in einem Blog-Post reagiert, jedoch noch keine Mitigationsvorschläge benannt. Damit möchte man sich ein paar Wochen Zeit nehmen.

Aber was macht man, wenn nicht alternative Clone, sondern alternative Lösungen gefragt sind? Die Antwort darauf ist einfach und liess auch nicht lange auf sich warten. Wer auf Support und Service Level Agreements angewiesen wird, was sehr wahrscheinlich im Unternehmensumfeld ist, kann auf die Linux-Server-Distros von Canonical und SUSE ausweichen. SUSE bietet mit SUSE Linux Enterprise Server (SLES) eine Alternative an, ebenso wie Canonical mit ihren Enterprise Angeboten.

Am vergangenen Donnerstag äusserte sich Dr. Thomas Di Giacomo (Chief Technology & Product Officer bei SUSE) zur Situation und wirft IBM indirekt ein falsches Verständnis der Open Source-Landschaft vor:

Bei SUSE liegen uns die Prinzipien von Open Source und die Kraft der Zusammenarbeit am Herzen. Auch wenn Veränderungen in der Open Source-Landschaft die Dynamik verändern können, sind wir der festen Überzeugung, dass die Freiheit, auf Software zuzugreifen, sie zu verändern und zu verbreiten, für alle offen bleiben sollte.

Und dann positioniert er das SUSE-Angebot direkt gegen IBM:

SUSE unterstützt viele Unternehmenskunden bei der Ausführung und Verwaltung heterogener Umgebungen, einschließlich CentOS und RHEL. Unsere Lösung für diese Kunden ist SUSE Liberty Linux. Wir möchten unseren Kunden versichern, dass wir uns weiterhin voll und ganz dafür einsetzen, ein nahtloses Erlebnis für SUSE Liberty Linux zu schaffen. Daran ändert auch die Entscheidung von Red Hat nichts.

Von Canonical habe ich bis jetzt noch keine Stellungnahme zur Causa RHEL gelesen. Selbstverständlich hat sich das Debian Projekt auch nicht dazu geäussert; das wäre unter ihrer Würde. Dabei könnte Debian als grosse Gewinnerin aus diesem Debakel hervorgehen. Debian ist die Mutter aller GNU/Linux-Serverbetriebssysteme; Debian ist nicht kommerziell und Debian hat erst vor drei Wochen die brandneue Version 12 (Bookworm) herausgebracht. Zwar kann man von diesem Community-Projekt keinen Unternehmens-Support beziehen, aber dafür gibt es bestimmt Lösungen von Drittanbietern.

Als Desktop-Anwender:innen müsst ihr euch keine Sorgen machen; Fedora ist von dieser Angelegenheit nicht betroffen. Aber räumt das Popcorn noch nicht weg, das Schauspiel geht bestimmt noch weiter.

Quellen:

https://www.redhat.com/en/blog/furthering-evolution-centos-stream
https://de.wikipedia.org/wiki/CentOS
https://www.suse.com/c/navigating-changes-in-the-open-source-landscape/
https://iits-consulting.de/blog/general-public-license/


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