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2023 Woche 38

23. September 2023

Mozilla investiert weiter in Mastodon: Neben der eigenen Mastodon-Instanz, welche mittlerweile eine sehr viel moderner wirkende Oberfläche als die Standard-Oberfläche der dezentralen X/Twitter-Alternative nutzt, hat Mozilla auch die Entwicklung von Mastodon-Apps für Android sowie Apple iOS begonnen.

Ende des vergangenen Jahres hatte Mozilla bekannt gegeben, seine eigene Mastodon-Instanz betreiben zu wollen, die sich aktuell in einem geschlossenen Betatest befindet und für die man sich seit Mai dieses Jahres auf eine Warteliste setzen lassen kann. Im Vergleich zu den großen Social Media-Diensten möchte sich Mozilla vor allem bei der Moderation deutlich unterscheiden.

Bereits im März hatte Mozilla bekannt gegeben, Hauptinvestor der Mastodon-App Mammoth für Apple iOS, iPadOS und macOS zu sein. In der Zwischenzeit sind ein paar Dinge passiert.

Moderne Oberfläche für Mozilla Social

Gerade wenn man von X, ehemals Twitter, kommt, wird einem Mastodon unter Umständen etwas altbacken vorkommen, zumindest auf den Instanzen, welche das Standard-Design verwenden. Mozilla Social hingegen hat visuell tatsächlich etwas mehr Ähnlichkeit mit X als mit dem gewohnten Mastodon-Bild. Das liegt daran, dass Mozilla auf Elk setzt. Dabei handelt es sich um eine alternative Oberfläche, welche wie Mastodon Open Source ist. Nach Angaben des Projekts selbst befindet sich Elk noch in einer Alpha-Phase und ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht bereit für eine breite Anwendung. Mozilla scheint jedoch an Elk zu glauben und setzt in seiner modifizierten Mastodon-Instanz eine ebenfalls modifizierte Version von Elk ein.

Elk auf Mozilla Social

Mastodon-Apps für Android und Apple iOS

Außerdem hat Mozilla begonnen, eigene Mastodon-Apps für Android sowie Apple iOS zu entwickeln. Dabei zeigt Mozilla Social für Android schon sehr aktiv Entwicklungsfortschritte, während Mozilla Social für Apple iOS noch ganz am Anfang zu stehen scheint. Für erste Eindrücke zumindest der Android-Version ist es leider noch zu früh, da zum Login ein Benutzerkonto auf Mozillas Instanz verlangt wird, welche bekanntermaßen noch nicht offen für alle ist.

In eigener Sache: soeren-hentzschel.at auf Mastodon

Übrigens: Auch dieser Blog ist seit kurzem auf Mastodon vertreten. Wer keine Neuigkeit aus der Welt rund um Mozilla verpassen möchte und auf Mastodon vertreten ist, darf sehr gerne folgen.

@s_hentzschel auf Mastodon folgen

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22. September 2023

Mozilla wird das Firefox-Konto, welches man unter anderem zur Synchronisation von Daten in Firefox verwendet, umbenennen. In Zukunft wird es das Mozilla-Konto sein.

Wer seine Chronik, Lesezeichen, Zugangsdaten und mehr in Firefox synchronisiert, benötigt dafür ein Firefox-Konto. Aber auch für die kommende Synchronisation in Thunderbird oder andere Mozilla-Dienste wie Firefox Relay, Firefox Monitor, MDN Plus, das Mozilla VPN und Pocket benötigt man ein Firefox-Konto. Dieses wachsende Produkt-Portfolio, welches über Firefox hinaus geht, ist auch genau der Grund dafür, wieso Mozilla sein Authentifizierungssystem umbenennen wird: Aus dem Firefox-Konto wird das Mozilla-Konto.

Die Umbenennung wird nach aktueller Planung am 1. November 2023 geschehen. Für den Nutzer ändert sich dadurch nichts. Die Anmeldung erfolgt weiterhin mit den gleichen Daten wie bisher und auch ein Login via Google- oder Apple-Konto wird (außer für die Firefox-Synchronisation) wie gehabt funktionieren. Auch wird Mozilla accounts.firefox.com als Domain behalten und E-Mails werden weiterhin von accounts@firefox.com kommen, sodass es hier zu möglichst wenigen Irritationen für den Nutzer kommen sollte.

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21. September 2023

Virtuelle-Maschinen-Status-Skript

Dieses Skript erstellt eine HTML-Tabelle, die Informationen zu virtuellen Maschinen (VMs)
anzeigt, einschließlich des Hostnamens, des VM-Namens und der Kennzeichnung, ob die VM
gerade ausgeführt wird. Leerzeichen in den VM-Namen werden durch Unterstriche ersetzt,
um sicherzustellen, dass die Namen korrekt angezeigt werden.

Das Script ist so ausgelegt, dass beliebig viele Hosts abgefragt und dargestellt werden können.

Es ist nichts zu konfigurien, also Zero Conf.

Der Clou ist, dass die Informationen optional mit einer Beschreibung versorgt werden können.

Die Beschreibung wird aus vms_beschr.txt gelesen.

In der optionalen Datei

vbhosts.txt

können die DNS Namen oder IP-Adressen eingetragen werden.

Der Aufruf sieht z.B. so aus:

parallel-ssh -h vbhosts.txt -i ./vms8.sh >/var/www/web/vms/vms.html

Eine Historie der running VMs findet sich im Html Sourcecode. Wer Interesse hat, hier ist das Script:

vms8.sh

 

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 115.2.3 ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 115.2.3

Mit dem Update auf Thunderbird 115.2.3 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht und macht damit die Kartenansicht sowie das Drei-Spalten-Layout zum Standard für neue Nutzer. Für bestehende Nutzer ändert sich an beiden Einstellungen nicht.s

Darüber hinaus behebt Thunderbird 115.2.3 wieder eine ganze Reihe von Problemen, welche sich in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen.

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19. September 2023

Manchmal möchte man aus einem PDF eine Seite entfernen oder nachträglich eine Seite hinzufügen. Für GNOME und GTK-basierte Desktop-Umgebungen gibt es Werkzeuge wie Sand am Meer. Für KDE Plasma und Qt-basierte Desktopumgebungen leider nicht. Eine wenig bekannte Ausnahme ist das PDF Mix Tool.

Natürlich kann man auch mit KDE Plasma oder LXQt tolle Anwendungen wie z.B. Shuffler nutzen. Aber ich bin bisher ohne GNOME oder GTK-Runtimes ausgekommen und nur für ein Tool ist mir der Overhead zu groß – zumal die optische Integration zu wünschen übrig lässt.

Eine tolle proprietäre Lösung ist natürlich der Master PDF Editor. Das ist eine Komplettlösung, mit der man Dokumente öffnen, umfangreich annotieren und auch bearbeiten kann. Für kleinere Manipulationen ist das aber natürlich mit Kanonen auf Spatzen geschossen und manche wollen die Firma aus ethischen Gründen auch nicht mehr unterstützen.

Eine gute Alternative ist daher PDF Mix Tool. Die App lässt sich via Flatpak installieren. Viele Distributionen stellen sie ebenfalls über die klassischen Paketquellen zur Verfügung.

Die Bedienung ist ein wenig gewöhnungsbedürftig. Anstatt zunächst das Dokument zu öffnen, muss man zunächst auf der linken Seite die gewünschte Funktion auswählen. Also Seite extrahieren, Seite hinzufügen, PDFs zusammenfügen etc.

Anschließend wählt man über den Dateidialog das oder die betreffenden Dokumente aus und bearbeitet diese über einen druckerähnlichen Dialog. Anschließend kann man das Dokument direkt abspeichern oder eine Kopie erstellen.

Für die Bearbeitung muss man genau wissen, welche Seitenzahl man extrahieren oder löschen möchte. Das ist für Benutzer von Tools wie Acrobat oder Master PDF Editor wahrscheinlich ungewohnt.

Insgesamt funktioniert alles wie gewünscht und meine häufigsten Anforderungen werden zufriedenstellend erfüllt.

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18. September 2023

Ab Firefox 119 wird Mozilla nicht länger das Protokoll zu Beginn der URL in der Adressleiste anzeigen, sofern es sich um eine verschlüsselte Verbindung via https:// handelt.

Während Firefox beim Aufruf einer Website über http:// das Protokoll in der Adressleiste versteckt, ist https:// als Protokoll immer zu sehen. Was früher Sinn ergeben hat, weil auf diese Weise eine verschlüsselte und damit sicherere Verbindung hervorgehoben worden ist, wirkt heute meist überflüssig. Immerhin finden mittlerweile weltweit über 80 Prozent aller Website-Aufrufe über https:// statt, in manchen Ländern wie den USA sind es mittlerweile sogar mehr als 90 Prozent.

Aus diesem Grund kehrt Mozilla das Verhalten mit Firefox 119 um. Damit entfällt das https:// in der Adressleiste, während http:// angezeigt wird. Die entsprechende Option (browser.urlbar.trimHttps) wird bereits kommende Woche mit Firefox 118 eingeführt, aber erst mit Firefox 119 standardmäßig aktiviert. Während das Bugzilla-Ticket zwar erst einmal nur die Nightly-Version nennt, ist der aktuelle Patch nicht auf Nightly-Versionen beschränkt.

Außerdem wird Firefox 119 neben dem durchgestrichenen Schloss-Symbol bei http://-Seiten zusätzlich den Schriftzug „Nicht sicher“ anzeigen. Die dafür verantwortlichen Optionen (security.insecure_connection_text.enabled, security.insecure_connection_text.pbmode.enabled) existieren bereits seit über fünf Jahren und werden mit Firefox 119 standardmäßig aktiviert.

Protokoll in Adressleiste von Firefox 119

Darüber hinaus werden die Optionen, um das durchgestrichene Schloss-Symbol bei http://-Seiten gegen ein neutrales Info-Icon auszutauschen (security.insecure_connection_icon.enabled, security.insecure_connection_icon.pbmode.enabled), in Firefox 119 entfernt.

Der Beitrag Firefox 119 zeigt nicht länger https:// in Adressleiste an erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.