staging.inyokaproject.org

2024 Woche 16

19. April 2024

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 115.10 ein planmäßiges Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 115.10.0

Mit dem Update auf Thunderbird 115.10.0 hat die MZLA Technologies Corporation ein planmäßiges Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht. Das Update bringt diverse Fehlerbehebungen und Verbesserungen unter der Haube, welche sich in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen. Auch wurden diverse Sicherheitslücken geschlossen.

Neuerungen von Thunderbird 115.10.1

Mit Thunderbird 115.10.1 hat MZLA ein schnelles Update hinterhergeschoben, welches das Problem behebt, dass Thunderbird unter Umständen nicht korrekt beendet werden konnte.

Der Beitrag Thunderbird 115.10 veröffentlicht erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

17. April 2024

Mozilla hat Firefox 125 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Weitere Verbesserungen von Firefox View

Die mit Firefox 106 eingeführte und mit Firefox 119 stark verbesserte Funktion Firefox View hatte mit Firefox 123 eine Suchfunktion sowie verbesserte Performance erhalten. Firefox 124 brachte die Möglichkeit, im Reiter der offenen Tabs diese wahlweise nach der neuesten Aktivität oder nach der Tab-Reihenfolge zu sortieren. Mit Firefox 125 folgen weitere Verbesserungen.

So werden ab sofort auch angeheftete Tabs im Reiter der offenen Tabs angezeigt. Darüber hinaus wurden diverse Indikatoren hinzugefügt. So lässt sich beispielsweise erkennen, ob ein Tab auch als Lesezeichen existiert oder ob in diesem gerade etwas wiedergegeben wird. Über das entsprechende Lautsprecher-Symbol lässt sich der Tab direkt stumm und wieder laut schalten. Auch ein Schließen-Button wurde an dieser Stelle ergänzt, um Tabs direkt aus Firefox View heraus mit einem Klick weniger schließen zu können.

Firefox 125

Einfacheres Navigieren zu URLs in Zwischenablage

Befindet sich eine URL in der Zwischenablage und die Adressleiste wird fokussiert, schlägt Firefox diese jetzt direkt vor. Wird die Seite nicht aufgerufen, schlägt Firefox diese beim nächsten Fokussieren aber nicht erneut vor, sodass nicht die ganze Zeit eine URL vorgeschlagen wird, die nicht besucht werden soll.

Firefox 125

Textstellen in PDF-Dateien hervorheben

Der PDF-Betrachter von Firefox wurde um eine Funktion erweitert, um Textstellen in PDF-Dateien farbig hervorheben zu können.

Firefox 125

Diese Neuerung wird schrittweise im Laufe der kommenden Wochen für alle Nutzer ausgerollt werden.

Sonstige Endnutzer-Neuerungen von Firefox 125

Die Einstellungen können wie bisher auch via about:preferences geöffnet werden, zusätzlich aber auch via about:settings, wie man es aus Chromium-basierten Browsern kennt.

Die lokale Übersetzungsfunktion funktioniert nun besser bei Textstellen mit unsichtbaren HTML-Elementen innerhalb von Sätzen.

Werden Tab-Umgebungen genutzt (beispielsweise über eine Erweiterung) lassen sich über die Adressleiste (Eingabe von „%”) jetzt auch Tabs in anderen Umgebungen durchsuchen.

Nutzern in den USA und Kanada bietet Firefox beim Absenden eines Adressformulars jetzt an, Adressen zu speichern, um diese dann zukünftig in Formularen vorzuschlagen.

Das Setzen von Firefox aus dem Microsoft Store als Standardbrowser für alle relevanten Dateitypen mit nur einem Klick wurde wieder aktiviert.

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Auch in Firefox 125 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 125 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Firefox blockiert jetzt standardmäßig alle Downloads, die über http:// anstelle von https:// erfolgen. Bisher war dies nur bei http://-Downloads auf https://-Websites der Fall. Wie gehabt kann der Nutzer nach expliziter Bestätigung den Download auf Wunsch durchführen.

Außerdem gab es weitere Verbesserungen des Schutzes vor IDN-Spoofing, bei dem bestimmte Zeichen in der Adressleiste vortäuschen, man würde sich auf einer vertrauenswürdigen Domain befinden.

Verbesserungen der Webplattform

Firefox unterstützt AV1 jetzt auch für Encrypted Media Extensions (EME), womit Anbieter von Streaming-Plattformen Gebrauch von diesem modernen Video-Codec machen können.

Die spannendste Ergänzung der Webplattform auf HTML-Ebene ist die Unterstützung des popover-Attributs.

In einer Gruppe von Radio-Buttons ohne aktive Auswahl erreicht die Tab-Taste jetzt genau wie bei einer Gruppe mit aktiver Auswahl nur noch die erste Option statt jede einzelne Option. Zwischen den einzelnen Optionen kann wie gehabt mit den Pfeiltasten navigiert werden.

In CSS funktioniert die Eigenschaft align-content jetzt auch für Block-Elemente und nicht länger nur in Flex- oder Grid-Elementen. Und transform-box unterstützt jetzt auch content-box und stroke-box als Werte.

JavaScript wurde um die Unterstützung für Intl.Segmenter sowie navigator.clipboard.readText() ergänzt.

WebAssembly-Module (Wasm-Module) können nun mehrere unabhängige Linearspeicher verwenden. Mehrere Speicher ermöglichen eine effizientere Interoperabilität zwischen Modulen und bessere Polyfills für kommende Wasm-Standards.

Weitere Neuerungen für Entwickler von Websites lassen sich in den MDN Web Docs nachlesen.

Firefox 125.0.1

Wegen eines Fehlers, der verursachte, dass Nutzer von Apple macOS ohne Administrator-Rechte Firefox nicht aktualisieren konnten, wurde Firefox 125.0 überspringen und durch Firefox 125.0.1 ersetzt, der diesen Fehler behoben hat.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 125 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

15. April 2024

Diese Distribution richtet sich an Kreative, die ihr Betriebssystem, die Anwendungen und die Arbeitsergebnisse mit sich tragen möchten.



Es gibt eine Vielzahl von Linux-Distributionen, die auf bestimmte Aufgaben ausgerichtet sind. Es gibt Distributionen für Desktops, Server, Firewalls, Router, Spiele, Container, Dateiserver, Forensik, Penetrationstests und mehr. Es gibt auch Distributionen, die speziell dafür entwickelt wurden, Kreative bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Eine dieser Distributionen ist Dynebolic, die vor einem Jahrzehnt an Popularität gewann, als sie gerade ihre Entwicklung einstellte. Jetzt gibt es sie wieder in der aktuellen Version 4.0 beta.

Zehn Jahre sind vergangen und heute sind wir zurück mit einem brandneuen Dynebolic 4.0, basierend auf Devuan 5 "Daedalus", Live-Boot und der Linux-Kernel 6.8 Serie.

Zehn Jahre sind in der IT-Branche eine lange Zeit, aber Rastasoft ist zuversichtlich, dass seine Distribution wieder in Form kommt. Mithilfe des KDE-Plasma-Desktops ist Dynebolic zu einem portablen, kreativen Betriebssystem geworden, das speziell auf die Multimedia-Produktion ausgerichtet ist und eine Fülle von Audio- und Video-Tools bietet, nämlich:

  • Ardour7 - Digital audio workstation
  • Audacity - Sound editor
  • Butt - Streaming tool
  • FFADO Mixer - FireWire audio mixer
  • HDSPConf - Hammerfall DSP control application
  • JAMin - JACK Audio Mastering interface
  • Kdenlive - Video editor
  • Mixxx - Digital DJ interface
  • OBS Studio - Streaming/recording
  • QJackCtl - JACK control
  • soundKonverter - Audio file converter, CD ripper, and Replay Gain tool
  • TiMidity++ - MIDI sequencer
  • VLC - Media player
  • Darktable - Virtual light table and darkroom
  • GIMP - Image editor
  • Inkscape - Vector graphics editor
  • Scribus - Page layout
  • Konqueror - Web browser
  • Thunderbird - Email

Nach dem Herunterladen der ISO-Datei und der Installation in der virtuellen Maschine GNOME-Boxes, präsentiert sich Dynebolic so hübsch, wie ihr es im Titelbild seht. Bei einer Distro, die sich dem Thema Kreativität widmet, hätte ich im Startmenü eine bessere Aufteilung erwartet:

Leider gibt es dort nur die beiden Themen-spezifischen Menüs Graphics und Multimedia. Diese Unterteilung halte ich für zu grob. Besser fände ich Menüs für Audio-Bearbeitung, Audio-Wiedergabe, Video-Bearbeitung, Video-Wiedergabe und Bild-Bearbeitung. Ausserdem fehlt Dynebolic eine Office-Suite.

Dahingegen legt Dynebolic Activities für verschiedene kreative Arbeiten an, was ist gut finde:

Ein wenig mehr Aufwand bei der Menüaufteilung hätte doch sicher noch drin gelegen.

Um ein paar Details zu testen, wollte ich im Webbrowser (Konqueror) ein Bild von Pixabay herunterladen, was mir nicht gelang. Vermutlich ist die Welt von KDE-Plasma eine, in der ich nicht funktioniere. Weder Download, noch Save as funktionierten. Zum Schluss habe ich mit wget ein Bild heruntergeladen, um die Funktionen zu prüfen, die Gimp in Dynebolic anbietet. Meine Erwartung war, dass die Distribution Gimp mit wichtigen Erweiterungen ausstattet, die man haben möchte, wie z. B. die Resynthesizer-Funktion.

Beim Speichern von neuen Dateien muss man aufpassen, dass nach einem Neustart nicht alles verloren ist, was standardmässig der Fall ist. Daher empfiehlt es sich, die eigenen Dateien auf ein externes Laufwerk oder einen Cloud-Speicher abzulegen. Auch da hätte ich von der Distribution mehr erwartet. Bei einem Live-System auf einem USB-Stick, ist es nämlich möglich, einen persistenten Bereich einzurichten, sodass die Dateien auf dem USB-Stick landen und beim Neustart nicht verloren sind. Damit hätten kreative Nutzer:innen tatsächlich ein portables System.

Fazit

Mit einem aktuellen Devuan (Debian ohne systemd), dem 6.8er Kernel und KDE-Plasma in Version 5.27.5 liefert Rastasoft nach 10 Jahren eine aktuelle Version ihres Live-Systems für Kreative ab. Die Distro ist schön gestaltet und erhält eine Vielzahl an installierten Anwendungen aus dem Media- und Kreativ-Segment.

Aus zwei Gründen verstehe ich das Gesamtkonzept einer portablen Distribution für Kreative nicht:

  1. Multimedia-Anwendungen und -Dateien sind tendenziell gross und entsprechend langsam beim Starten. Da bei einem Live-System alle Anwendungen von einem externen Speichermedium gestartet werden müssen, fühlt sich das Arbeiten damit ziemlich zähflüssig an.
  2. Gibt es diesen Anwendungsfall überhaupt? Alle möglichen Kreativ-Anwendungen in eine Distro zu packen, ist ja schön und gut. Die Künstlerin benötigt die Audio-App, der andere Kreative verwendet die Grafik-Apps. Vermutlich benötigt niemand alle Kreativ-Anwendungen, die Dynebolic vorinstalliert hat.
  3. Aus den Punkten 1 und 2 lassen sich Empfehlungen für Kreative ableiten:
    • Kein Live-System, sondern eine normale Installation auf einem Notebook (viel schneller und trotzdem portabel)
    • Nicht alle Kreativ-Anwendungen, sondern nur diejenigen installieren, die man wirklich benötigt (schlankeres System; kein Bloat)
    • Persistenz auf dem Notebook, statt der Gefahr, Dateien zu verlieren

Quelle: https://dyne.org/software/dynebolic/


GNU/Linux.ch ist ein Community-Projekt. Bei uns kannst du nicht nur mitlesen, sondern auch selbst aktiv werden. Wir freuen uns, wenn du mit uns über die Artikel in unseren Chat-Gruppen oder im Fediverse diskutierst. Auch du selbst kannst Autor werden. Reiche uns deinen Artikelvorschlag über das Formular auf unserer Webseite ein.