staging.inyokaproject.org

2025 Woche 34

22. August 2025

Alte Rechner landen oft im Elektroschrott, oder versauern im Schrank. Das muss nicht sein, auch älteren Rechnern kann man neues Leben einhauchen, nämlich mit Linux. Hier eine Übersicht.



Viele von uns haben bestimmt ältere Laptops oder Desktop-PCs im Einsatz oder sie liegen ungenutzt im Schrank. Meist sind diese Geräte für aktuelle Windows-Versionen zu langsam, aber eigentlich noch zu schade für den Elektroschrott. Hier bietet GNU/Linux eine ideale Lösung: Mit den richtigen Distributionen lässt sich selbst zehn Jahre alte Hardware wieder sinnvoll einsetzen.

Dieser Artikel versteht sich als Ergänzung zu den Artikeln von Markus und Murgo. Ebenso ein Wink auf den aktuellen Podcast.

Es gibt eine ganze Reihe von Linux-Distributionen, die speziell auf Ressourcenschonung ausgelegt sind. Besonders beliebt sind Lubuntu und Xubuntu, zwei offizielle Ubuntu-Varianten. Lubuntu setzt auf den schlanken LXQt-Desktop und läuft auch mit nur 2 GB Arbeitsspeicher noch flüssig. Xubuntu verwendet XFCE und ist etwas schwerer, dafür aber komfortabler und modern im Erscheinungsbild. Beide greifen auf die riesigen Ubuntu-Paketquellen zurück, was die Installation zusätzlicher Software einfach macht.

lubuntu Desktop
Wer ein besonders leichtes System sucht, greift zu Linux Lite oder antiX. Linux Lite basiert auf Ubuntu LTS, bringt viele Voreinstellungen für Windows-Umsteiger:innen mit und eignet sich gut für Einsteiger. antiX dagegen richtet sich an erfahrenere Nutzer:innen, die mit Debian-Basis, minimalem Ressourcenverbrauch und dem Verzicht auf systemd arbeiten möchten. Damit läuft das System auch noch auf Rechnern mit gerade einmal 1 GB RAM.

Linux Lite

Ein Klassiker unter den Minimal-Distributionen ist Puppy Linux. Das System startet vollständig aus dem Arbeitsspeicher und ist dadurch extrem schnell, selbst auf älteren Maschinen. Es eignet sich hervorragend für den Einsatz von USB-Sticks oder als Rettungs- und Notfall-System.

Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig: Alte Rechner werden zu praktischen Schreib- und Surfmaschinen, als günstige Schul- oder Lernlaptops genutzt, oder sie dienen als Multimedia-Station mit Musikplayer und Streaming. Auch für Retro-Gaming oder als Zweitrechner in Werkstatt und Küche sind solche Geräte ideal.

Bevor also ein alter Computer auf dem Recyclinghof landet, lohnt es sich, ihm mit einer ressourcenschonenden Linux-Distribution ein zweites Leben zu schenken. Damit spart man nicht nur Geld, sondern leistet auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeit.


GNU/Linux.ch ist ein Community-Projekt. Bei uns kannst du nicht nur mitlesen, sondern auch selbst aktiv werden. Wir freuen uns, wenn du mit uns über die Artikel in unseren Chat-Gruppen oder im Fediverse diskutierst. Auch du selbst kannst Autor werden. Reiche uns deinen Artikelvorschlag über das Formular auf unserer Webseite ein.

21. August 2025

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 142 eine neue Version seines Open Source E-Mail-Clients für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 142

Mit Thunderbird 142 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

In E-Mails gibt es hinter der Schaltfläche „Mehr“ jetzt die Funktion „Nachrichtenlink kopieren“, über welche man eine Adresse erhält, die über den Browser aufgerufen werden kann, um damit dann die jeweilige E-Mail in Thunderbird öffnen zu können.

Der integrierte PDF-Betrachter wurde um die Möglichkeit erweitert, Unterschriften hinzuzufügen. Der Nutzer kann mehrere Unterschriften speichern, welche entweder eingegeben, gezeichnet oder als Grafik hochgeladen werden, und jederzeit auf diese zugreifen.

Im Kontextmenü der E-Mail-Accounts in der linken Seitenliste gibt es einen neuen Eintrag, um die Ordnerreihenfolge zurücksetzen zu können.

Darüber hinaus gab es wie immer diverse Fehlerkorrekturen und Verbesserungen unter der Haube, welche sich in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen. Auch Sicherheitslücken wurden behoben.

Der Beitrag Thunderbird 142 veröffentlicht erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Problem

Es kann passieren, dass in KDE Plasma 6.x die Steuerung für den CPU Governor nicht funktioniert oder zur Verfügung steht. Also die Einstellung, bei der man angibt, wie langsam/stromsparend oder schnell/stromhungrig eine CPU auf eine angeforderte Systemlast reagieren soll: CPU performance scaling.

Diese Einstellung gibt es, damit die CPU bei langsamer Einstellung nicht auf jeden kleinen Schubser sofort auf volle Kraft schaltet, nur weil man z.B. die Maus bewegt und bei schneller Einstellung reagiert die CPU sofort mit aller Kraft. Typische CPU Governor Einstellungen sind powersave ondemand balanced performance.

Hardware, Software & KDE Plasma Energie

Auf meinem Tuxedo Notebook mit dem Tuxedo OS, das eine Mischung aus Kubuntu und KDE Neon ohne Snap ist, mit dem ich Musik produziere brauche ich immer einen CPU Governor der auf performance eingestellt ist. Dort habe ich auch ein wundervolles Tool das Tuxedo Control Center (Website) und hier kann ich das auch in den Profilen einstellen. Da ich aber auf meinen anderen Computer mittlerweile auch Tuxedo OS installiert habe, die aber keine Tuxedo Hardware sind, greift hier das Tuxedo Control Center leider nicht.

Ich hatte mal in den Energie System Einstellungen von KDE die Möglichkeit entweder Balanced, Normal & Power einzustellen und beim Batterie Widget hatte ich diese Möglichkeit ebenso. Aber nirgends war diese Einstellung mehr zu finden.

Das Problem scheint bei ein paar Distributionen aufzutauchen oder es ist ein anderer Zufall, der dazu führt warum diese Option nicht mehr zur Verfügung steht.

Fehlschläge

Ich versuchte es mit dem Tool “cpupower-gui” auf performance zu stellen. Kein Erfolg. Der Governor sprang immer wieder auf ondemand zurück

Ich versuchte es auf der Console mit

sudo echo performance | tee /sys/devices/system/cpu/cpu*/cpufreq/scaling_governor

Aber der Check zum Anzeigen welcher Governor aktiv ist

cat /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_governor

ergab wieder ondemand.

Auch der Versuch den CPU Gorvernor über das Startmenü GRUB einzustellen funktionierte nicht.

Lösung

Den Hinweis erhielt ich aus dem Fediverse. In einer Diskussion wurde ich auf den power-profiles-daemon aufmerksam gemacht.

Als ich den Status abrufen wollte

powerprofilesctl get

wurde folgende Fehlermeldung ausgegeben:
Unit power-profiles-daemon.service is masked. (36)

Wenn ein Service maskiert ist, dann ist er nicht nur gestoppt, sondern er ist komplett deaktiviert. So dass man ihn auch nicht aus Versehen manuell starten kann.

Mit folgendem Befehl (als root) kann der Service wieder unmaskiert werden

systemctl unmask power-profiles-daemon.service

Dann neu gestartet und den CPU Governor performance gesetzt

systemctl restart power-profiles-daemon.service

powerprofilesctl set performance

und der Check mit powerprofilesctl get ergibt dann auch performance

UND das Schöne ist, dass diese Option jetzt auch wieder in den Systemeinstellungen zur Verfügung steht

Und auch beim Batterie Widget gibt es nun auch wieder den bekannten Slider

Hotkey Switcher

UND man kann diese Einstellung auch per Hotkey Meta+b umschalten. Oder wie es in einer längst veralteten Sprache heißt Windows+b.

Problem

Es kann passieren, dass in KDE Plasma 6.x die Steuerung für den CPU Governor nicht funktioniert oder zur Verfügung steht. Also die Einstellung, bei der man angibt, wie langsam/stromsparend oder schnell/stromhungrig eine CPU auf eine angeforderte Systemlast reagieren soll: CPU performance scaling.

Diese Einstellung gibt es, damit die CPU bei langsamer Einstellung nicht auf jeden kleinen Schubser sofort auf volle Kraft schaltet, nur weil man z.B. die Maus bewegt und bei schneller Einstellung reagiert die CPU sofort mit aller Kraft. Typische CPU Governor Einstellungen sind powersave ondemand balanced performance.

Hardware, Software & KDE Plasma Energie

Auf meinem Tuxedo Notebook mit dem Tuxedo OS, das eine Mischung aus Kubuntu und KDE Neon ohne Snap ist, mit dem ich Musik produziere brauche ich immer einen CPU Governor der auf performance eingestellt ist. Dort habe ich auch ein wundervolles Tool das Tuxedo Control Center (Website) und hier kann ich das auch in den Profilen einstellen. Da ich aber auf meinen anderen Computer mittlerweile auch Tuxedo OS installiert habe, die aber keine Tuxedo Hardware sind, greift hier das Tuxedo Control Center leider nicht.

Ich hatte mal in den Energie System Einstellungen von KDE die Möglichkeit entweder Balanced, Normal & Power einzustellen und beim Batterie Widget hatte ich diese Möglichkeit ebenso. Aber nirgends war diese Einstellung mehr zu finden.

Das Problem scheint bei ein paar Distributionen aufzutauchen oder es ist ein anderer Zufall, der dazu führt warum diese Option nicht mehr zur Verfügung steht.

Fehlschläge

Ich versuchte es mit dem Tool “cpupower-gui” auf performance zu stellen. Kein Erfolg. Der Governor sprang immer wieder auf ondemand zurück

Ich versuchte es auf der Console mit

sudo echo performance | tee /sys/devices/system/cpu/cpu*/cpufreq/scaling_governor

Aber der Check zum Anzeigen welcher Governor aktiv ist

cat /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_governor

ergab wieder ondemand.

Auch der Versuch den CPU Gorvernor über das Startmenü GRUB einzustellen funktionierte nicht.

Lösung

Den Hinweis erhielt ich aus dem Fediverse. In einer Diskussion wurde ich auf den power-profiles-daemon aufmerksam gemacht.

Als ich den Status abrufen wollte

powerprofilesctl get

wurde folgende Fehlermeldung ausgegeben:
Unit power-profiles-daemon.service is masked. (36)

Wenn ein Service maskiert ist, dann ist er nicht nur gestoppt, sondern er ist komplett deaktiviert. So dass man ihn auch nicht aus Versehen manuell starten kann.

Mit folgendem Befehl (als root) kann der Service wieder unmaskiert werden

systemctl unmask power-profiles-daemon.service

Dann neu gestartet und den CPU Governor performance gesetzt

systemctl restart power-profiles-daemon.service

powerprofilesctl set performance

und der Check mit powerprofilesctl get ergibt dann auch performance

UND das Schöne ist, dass diese Option jetzt auch wieder in den Systemeinstellungen zur Verfügung steht

Und auch beim Batterie Widget gibt es nun auch wieder den bekannten Slider

Hotkey Switcher

UND man kann diese Einstellung auch per Hotkey Meta+b umschalten. Oder wie es in einer längst veralteten Sprache heißt Windows+b.

TOC: Problem – Hardware, Software & KDE Plasma Energie – Fehlschläge – Lösung – Hotkey Switcher

Problem

Es kann passieren, dass in KDE Plasma 6.x die Steuerung für den CPU Governor nicht funktioniert oder zur Verfügung steht. Also die Einstellung, bei der man angibt, wie langsam/stromsparend oder schnell/stromhungrig eine CPU auf eine angeforderte Systemlast reagieren soll: CPU performance scaling.

Diese Einstellung gibt es, damit die CPU bei langsamer Einstellung nicht auf jeden kleinen Schubser sofort auf volle Kraft schaltet, nur weil man z.B. die Maus bewegt und bei schneller Einstellung reagiert die CPU sofort mit aller Kraft. Typische CPU Governor Einstellungen sind powersave ondemand balanced performance.

Hardware, Software & KDE Plasma Energie

Auf meinem Tuxedo Notebook mit dem Tuxedo OS, das eine Mischung aus Kubuntu und KDE Neon ohne Snap ist, mit dem ich Musik produziere brauche ich immer einen CPU Governor der auf performance eingestellt ist. Dort habe ich auch ein wundervolles Tool das Tuxedo Control Center (Website) und hier kann ich das auch in den Profilen einstellen. Da ich aber auf meinen anderen Computer mittlerweile auch Tuxedo OS installiert habe, die aber keine Tuxedo Hardware sind, greift hier das Tuxedo Control Center leider nicht.

Ich hatte mal in den Energie System Einstellungen von KDE die Möglichkeit entweder Balanced, Normal & Power einzustellen und beim Batterie Widget hatte ich diese Möglichkeit ebenso. Aber nirgends war diese Einstellung mehr zu finden.

Das Problem scheint bei ein paar Distributionen aufzutauchen oder es ist ein anderer Zufall, der dazu führt warum diese Option nicht mehr zur Verfügung steht.

Fehlschläge

Ich versuchte es mit dem Tool „cpupower-gui“ auf performance zu stellen. Kein Erfolg. Der Governor sprang immer wieder auf ondemand zurück

Ich versuchte es auf der Console mit

sudo echo performance | tee /sys/devices/system/cpu/cpu*/cpufreq/scaling_governor

Aber der Check zum Anzeigen welcher Governor aktiv ist

cat /sys/devices/system/cpu/cpu0/cpufreq/scaling_governor

ergab wieder ondemand.

Auch der Versuch den CPU Gorvernor über das Startmenü GRUB einzustellen funktionierte nicht.

Lösung

Den Hinweis erhielt ich aus dem Fediverse. In einer Diskussion wurde ich auf den power-profiles-daemon aufmerksam gemacht.

Als ich den Status abrufen wollte

powerprofilesctl get

wurde folgende Fehlermeldung ausgegeben:
Unit power-profiles-daemon.service is masked. (36)

Wenn ein Service maskiert ist, dann ist er nicht nur gestoppt, sondern er ist komplett deaktiviert. So dass man ihn auch nicht aus Versehen manuell starten kann.

Mit folgendem Befehl (als root) kann der Service wieder unmaskiert werden

systemctl unmask power-profiles-daemon.service

Dann neu gestartet und den CPU Governor performance gesetzt

systemctl restart power-profiles-daemon.service
powerprofilesctl set performance

und der Check mit powerprofilesctl get ergibt dann auch performance

UND das Schöne ist, dass diese Option jetzt auch wieder in den Systemeinstellungen zur Verfügung steht

Und auch beim Batterie Widget gibt es nun auch wieder den bekannten Slider

Hotkey Switcher

UND man kann diese Einstellung auch per Hotkey Meta+b umschalten. Oder wie es in einer längst veralteten Sprache heißt Windows+b.

Views: 77

20. August 2025

Thunderbird steht nicht mehr nur für einen E-Mail-Client. Nun wurden neue Informationen zu Thunderbird Pro und Thundermail bekannt gegeben.

Thunderbird ist vor allem für seinen kostenlosen E-Mail-Client für Windows, macOS und Linux bekannt. Seit November 2024 gibt es Thunderbird auch für Android, Ende dieses Jahres soll eine erste Vorabversion von Thunderbird für iOS erscheinen. Doch dabei soll es nicht bleiben: Die MZLA Technologies Corporation möchte ein ganzes Ökosystem aus Clients und Diensten als Alternative zu denen der Tech-Giganten wie Google Mail und Microsoft Office 365 etablieren, welches zu 100 Prozent Open Source ist. So wurde im März mit Thunderbird Pro und Thundermail eine Reihe neuer Dienste inklusive einem eigenen E-Mail-Dienst angekündigt. Nun gibt es neue Informationen.

Thundermail: E-Mail-Dienst mit Server-Standort in Deutschland

Thundermail wird ein eigener E-Mail-Dienst von Thunderbird, der die Protokolle IMAP, JMAP und SMTP unterstützen wird. Als Domains stehen entweder @thundermail.com oder @tb.pro zur Verfügung. Wer eine eigene Domain besitzt, kann aber auch diese für Thundermail nutzen. Außerdem wurde nun angekündigt, dass der Server-Standort zu Beginn in Deutschland sein wird. Weitere Standorte sollen in der Zukunft folgen.

Thunderbird Appointment: Integration in Thunderbird

Bei Thunderbird Appointment handelt sich um einen Dienst zur gemeinsamen Terminfindung. Nachdem der Fokus ursprünglich auf einer eigenständigen Webanwendung lag, sieht die Roadmap mittlerweile auch eine enge Integration in den E-Mail-Client Thunderbird vor. So sollen beim Verfassen von E-Mails ganz einfach Planungslinks eingefügt werden können, ohne den E-Mail-Workflow verlassen zu müssen. In Zukunft sollen mehrere Arten von Besprechungen unterstützt werden, darunter Zoom-Anrufe, Telefonkonferenzen und „persönliche Kaffeegespräche“. Für alles wird es eigene Einstellungen und Planungsregeln geben. Außerdem soll es möglich sein, Thunderbird Appointment selbst zu hosten und an die eigenen Bedürfnisse anzupassen.

Eine der am häufigsten nachgefragten Funktionen soll die Gruppenplanung sein, womit mehrere Teammitglieder die Verfügbarkeit über einen einzigen Link gemeinsam anbieten könnten. Aktuelle Kalenderprotokolle würden diesen Ablauf noch nicht vollständig unterstützen, MZLA beteilige sich aber an Diskussionen über offene Standards wie VPOLL, um dies voranzutreiben. Außerdem begleiten Usability-Studien den Weg zur ersten Version von Thunderbird Appointment.

Thunderbird Send: Viel Speicherplatz für Pro-Nutzer

Mit Thunderbird Send wird es einen Dienst zum Teilen von Dateien geben, ähnlich wie es ihn mit Firefox Send vor einigen Jahren gab. Auf Basis des Filelink-Features von Thunderbird wird man dann auf einfache Weise innerhalb von Thunderbird Dateien verschicken können. Nutzer von Thunderbird Pro werden zu Beginn 500 GB Speicherplatz ohne Beschränkung für einzelne Dateien erhalten. Dabei soll Thunderbird Send als System-Erweiterung für Thunderbird implementiert werden, was Updates ermöglicht, die unabhängig von Thunderbird-Updates sind. Auch Thunderbird Send soll auf Wunsch selbst gehostet werden können.

Thunderbird Assist: KI-Features kommen später

Mit Thunderbird Assist wurden im März außerdem optionale KI-Features für Thunderbird angekündigt. Diese werden noch nicht Teil des initialen Angebots von Thunderbird Pro sein. Hier befindet man sich noch in der Forschungs- und Entwicklungsphase.

Notizen-Feature als nächstes Feature von Thunderbird Pro?

Das Team prüfe derzeit weitere Pro-Funktionen, die in der Zukunft angeboten werden könnten. Großes Interesse soll dabei – ohne dies bereits versprechen zu wollen – auf einer Markdown-basierten Notizfunktion liegen. Später seien sogar komplexere Funktionen wie kollaborative Dokumente oder Tabellenkalkulationen denkbar.

Der Beitrag Neue Informationen zu Thunderbird Pro und Thundermail erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

19. August 2025

Mozilla hat Firefox 142 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Anpassbarkeit: Zusätzliche sowie benutzerdefinierte Symbole für Firefox-Profile

Seit Firefox 138 rollt Mozilla eine neue Profilverwaltung aus, die bisher für einen kleinen Teil der Nutzer aktiviert ist. Bisher konnten Nutzer aus sechs verschiedenen Symbolen wählen, um dieses bei Verwendung des jeweiligen Profils über dem Firefox-Logo einzublenden. Mozilla hat diese Auswahl auf 28 Symbole sowie um die Möglichkeit erweitert, dass Benutzer ihr eigenes Symbol hinzufügen.

Firefox 142

Datenschutz: Optional automatische Ausnahmen für Tracking-Schutz

Der strenge Schutz vor Aktivitätenverfolgung bringt gegenüber der Standardkonfiguration einen noch besseren Datenschutz zum Preis von zusätzlichen Webkompatibilitätsproblemen. Optional kann hierfür sowie für den benutzerdefinierten Modus nun eine Ausnahmeliste aktiviert werden, um dem bei bekannten Fällen entgegenzuwirken. Dabei kann der Nutzer wahlweise ausschließlich Ausnahmen für die Kerfunktionalität von Websites aktivieren oder auch Ausnahmen für kleinere Probleme und Komfortfunktionen.

Firefox 142

Sicherheit: Schnelle und private Überprüfung von Zertifikats-Widerrufen

Firefox ist der erste und einzige Browser, der eine schnelle und umfassende Überprüfung von Zertifikatswiderrufen durchführt, ohne dass dabei die Browsing-Aktivitäten an Dritte (nicht einmal an Mozilla) weitergegeben werden. Dazu nutzt Firefox seinen CRLite-Mechanismus, der seit Firefox 137 für alle Desktop-Plattformen ausgerollt wird. Beginnend mit Firefox 142 wird Mozilla dafür den auch von anderen Browsern genutzten OCSP-Mechanismus, der langsamer ist und weniger Privatsphäre bietet, für Zertifikate mit Domainvalidierung deaktivieren. Die Deaktivierung von OCSP resultiert als Nebeneffekt auch in einer Verbesserung der Zeiten für den TLS-Handshake. Außerdem spart Mozillas Implementierung Traffic: Im Vergleich mit Google Chrome wird nur die Hälfte der Bandbreite benötigt, obwohl die Häufigkeit der Updates doppelt so hoch ist, während dennoch alle Wiederrufe enthalten sind. Im Übrigen stellt Mozilla sein CRLite-Backend als Open Source auch für andere Anwendungen zur Verfügung.

USA: Content-Empfehlungen nach Themen auf Startseite

Für Nutzer in den USA werden die Content-Empfehlungen auf der Firefox-Startseite in Themenbereiche gruppiert. Der Anwender kann dabei entscheiden, welche Themen angezeigt werden sollen und welche nicht.

Diese Neuerung wird schrittweise im Laufe der kommenden Wochen für Nutzer in den USA ausgerollt werden.

Einzelne Länder: Link-Vorschau mit lokaler KI-Zusammenfassung

Über einen langen Klick auf einen Link oder über das Kontextmenü lässt sich eine Link-Vorschau aktivieren, womit man bereits eine Vorstellung von einem Linkziel erhalten kann, ohne den Link dafür tatsächlich anklicken zu müssen. Die Vorschau kann außerdem eine Zusammenfassung auf Basis lokaler KI beinhalten.

Firefox 142

Diese Neuerung wird schrittweise im Laufe der kommenden Wochen für Nutzer in den USA, Kanada, Australien und Großbritannien ausgerollt werden.

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Auch in Firefox 142 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 142 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Sonstige Endnutzer-Neuerungen in Firefox 142

Nutzer mit bereits mindestens einem angehefteten Tab können weitere Tabs per Drag and Drop in den entsprechenden Bereich ebenfalls anheften.

Bei Verwendung der Tab-Gruppen wird der aktive Tab nun immer angezeigt, auch wenn die Tab-Gruppe geschlossen ist.

Bei Verwendung der smarten Tab-Gruppen (Ausrollung derzeit nur für Nutzer einer englischsprachigen Firefox-Version geplant) wird der Suchbegriff als Name der Tab-Gruppe vorgeschlagen, wenn eine Gruppe von der Ergebnisseite einer Suchmaschine aus erstellt wird.

In der neuen Seitenleiste ist es über das Kontextmenü ab sofort möglich, Schaltflächen von Sidebar-Erweiterungen zu entfernen, damit diese nicht dauerhaft sichtbar sind.

In der Adressleiste werden jetzt weniger identische Seiten vorgeschlagen, wie sie beispielsweise bei Google Docs immer wieder vorkommen. Dabei werden nur Ergebnisse ausgeblendet, wenn sich die URL lediglich im Fragment unterscheidet, der Titel aber identisch ist und der letzte Besuch der entsprechenden URL mindestens sieben Tage her ist. Ist eine der URLs als Lesezeichen gespeichert, wird diese priorisiert.

Auf Windows öffnet ein zuvor geschlossener Firefox nach Klick auf eine persistente Benachrichtigung jetzt die entsprechende Seite, statt die Startseite der jeweiligen Website zu öffnen.

Der Reiter „Mehr von Mozilla“ in den Firefox-Einstellungen verweist jetzt auch auf die Entwickler-Dokumentation MDN web docs.

Das Netzwerkanalyse-Entwicklerwerkzeug zeigt Request-Header, Cookies und Parameter jetzt auch schon an, wenn die Anfrage noch nicht abgeschlossen ist.

Der Debugger hat eine neue Option, mit der gesteuert werden kann, ob das Debugger-Overlay während der angehaltenen Skriptausführung angezeigt werden soll.

Verbesserungen der Webplattform und für Erweiterungs-Entwickler

Firefox unterstützt nun die Prioritized Task Scheduling API, die es Entwicklern ermöglicht, Aufgabenprioritäten zuzuweisen und zu verwalten.

Die URLPattern-API ermöglicht es, URLs mithilfe einer standardisierten Mustersyntax abzugleichen.

Firefox unterstützt jetzt die wllama-API für Erweiterung, damit Entwickler Funktionen für lokale Sprachmodelle (LLM) direkt in ihre Add-ons integrieren können. Außerdem können Erweiterungs-Entwickler jetzt feststellen, ob der Anwender die horizontale oder vertikale Darstellung von Tabs aktiviert hat.

Weitere Verbesserungen der Webplattform und für Erweiterungsentwickler lassen sich wie immer in den MDN Web Docs nachlesen.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 142 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

18. August 2025

In letzter Zeit hatte ich immer wieder bei meinen Musik Livestreams das Problem, dass OBS-Studio richtig viel CPU verbraten hat. Und ich hatte nichts geändert, außer dass es zwischendurch mal Programm Updates gab. Das Problem hatte ich schon vorher immer mal wieder und ich konnte mir keinen Reim drauf bilden, was das Problem sei. Das Problem überlebte auch mehrere Computer Neuinstallationen, ohne das Rückspielen der Daten. Jedes Mal OBS Studio wieder komplett neu eingerichtet. Auch die Konfiguration anders aufgebaut. Andere Eingabegeräte (Hardware/Software) benutzt. Dann war es weg und kam aber wieder.

Mein Streamingcomputer ist schon recht alt, daher merke ich sehr schnell, wenn etwas nicht stimmt. So hatte ich vorher eine ungefähre CPU Last von 25-30% und wenn das Problem auftauchte, dann ging die CPU Last auf bis zu 75% mit Peaks auf 90% hoch, was das Streamen unmöglich machte.

Lange Geschichte kurz erzählt. Die Lösung ist so einfach wie auch ziemlich ärgerlich. Beim wiedermaligen Einrichten, achtete ich bei jedem Hinzufügen eines Elementes, wie sich die CPU verhielt. Beim Hinzufügen einer Audioquelle (auch die internen) sprang die CPU von 16,5% auf über 30% hoch. Was absolut komplett durchgeknallt ist, da beim Hinzufügen einer Videoquelle die CPU von 16,5% auf 17,1% springt. Und Video ist wesentlich CPU(GPU) intensiver, als Audio.

Die Lösung

Die Audiometer Anzeige muss dermaßen mies programmiert sein, denn wenn diese nicht direkt sichtbar ist, sondern z.B. als TAB hinter den Szenenübergängen versteckt werden kann, fällt die CPU Nutzung von den 16,1% vor dem Hinzufügen der Audioquelle wieder zurück auf 16,1% .. oder 16,13%

Dadaismus, statt Logik. Da muss man erst mal drauf kommen!

Nachtrag: Das Problem ist bekannt und zur Zeit nicht lösbar.
https://github.com/obsproject/obs-studio/issues/12516#issuecomment-3198839623

Views: 48

OpenSUSE Leap 16 hat nun den Status „Release Candidate” erreicht und wird voraussichtlich am 1. Oktober 2025 in der finalen Version veröffentlicht. Einen ersten Blick darauf hatte ich bereits geworfen. Es sieht alles vielversprechend aus.

Leap 16 ist nicht nur eine neue Inkarnation des stabilen openSUSE-Zweigs, sondern geht in vielen Bereichen neue Wege. Entsprechend empfehlen die Entwickler eine komplette Neuinstallation. Basis für Leap 16 ist die neue Adaptable Linux Platform (ALP) von SUSE, die künftig als Grundlage für Leap, Leap Micro und weitere SUSE-Lösungen dienen wird.

Mit Leap gehen die openSUSE-Entwickler einen Mittelweg. Einerseits werden alte Zöpfe abgeschnitten. Das bedeutet konkret: YaST ist nicht mehr enthalten, die Installationsroutine wurde neu gestaltet, es gibt keine X11-Desktopumgebungen mehr, standardmäßig ist kein aktiver Root-Account vorhanden (lässt sich aber in der Installationsroutine anders einstellen), SELinux wird anstelle von AppArmor verwendet und es gibt keine 32-Bit-Version. Gleichzeitig scheuen die Entwickler aber den radikalen Schritt zu einem Atomic-System. Die neue Version von openSUSE basiert weiterhin auf der klassischen Paketverwaltung mit RPM und Zypper. Aktuell gibt es keine Pläne, die klassische Variante zu streichen; vielmehr sollen Atomic-Systeme parallel zu klassischen Paketverwaltungssystemen bestehen.

Im Hintergrund wurde zudem das Repository-Verzeichnis umgestellt. Die oft verwirrende und fehleranfällige Lösung mit verschiedenen Hauptrepositorien und mehreren Update-Repositorien wird aufgegeben. Künftig existiert nur noch ein einziges Repositorium für SLE-Pakete, Community-Pakete und deren Updates.

Am Wochenende habe ich mal intensiver mit der RC gespielt. Der neue Installer „Agama” ist funktional und bietet alle notwendigen Optionen, ohne die Anwender mit Varianten zu überfordern, die vermutlich nur wenige Power-User je benötigen. Einige Bereiche, wie die Vollverschlüsselung, sind nun deutlich leichter umzusetzen. Die Standardparameter sind zudem sinnvoll gesetzt. Die UI ist allerdings nicht unbedingt intuitiv. Als ich die Standardpartitionsschemata überarbeiten wollte, musste ich ziemlich herumprobieren. Das UX ist aber immer noch deutlich besser als das von Anaconda, dem Negativrekordhalter von Red Hat.

Derzeit sind drei Desktopumgebungen enthalten. Das liegt maßgeblich am Entwicklungsstand von Wayland. KDE Plasma und GNOME sind selbstverständlich verfügbar und dürften damit die Mehrheit der Nutzenden zufriedenstellen. Für Minimalisten gibt es zudem eine experimentelle Xfce-Variante mit Wayland-Kompatibilität. Alle anderen Desktopumgebungen sind entweder nicht Wayland-kompatibel oder es haben sich zu wenige Community-Entwickler gefunden, die diese für openSUSE Leap 16 unterstützen wollten. Meiner Ansicht nach war klar, dass sich mittelfristig die Spreu vom Weizen trennen würde, da die Anzahl der Open-Source-Entwickler begrenzt ist und größere Entwicklungssprünge bewältigt werden müssen.

Anstelle von YaST steht für die reine Softwareverwaltung nun Marylyn zur Verfügung. Optisch ähnelt diese der YaST-Paketverwaltung, ohne jedoch die Altlasten mit sich herumzuschleppen. Die Software reagiert stellenweise etwas zäh, funktioniert aber ansonsten reibungslos. Experten können wie gewohnt auf der Kommandozeile mit Zypper arbeiten. Die meisten anderen YaST-Funktionen, wie die Verwaltung von Druckern und Scannern, die Benutzerkontensteuerung usw., werden schon lange von entsprechenden Werkzeugen der Desktopumgebungen übernommen. Durch die Abschaffung von YaST wird hier nur eine oft verwirrende Doppelinfrastruktur beseitigt.

Insgesamt macht openSUSE Leap 16 einen guten Eindruck auf mich. Es ist schön, dass die stabile Variante von openSUSE den Sprung auf die ALP-Basis mitvollzogen hat. Soweit ich das überblicke, gibt es in den Kommentarspalten der einschlägigen Open-Source-Newsportale die übliche Meckerei über Veränderungen, aber das kann und sollte man getrost ignorieren. Manchen fallen Veränderungen eben schwer, und das gilt leider insbesondere für die Linux-Desktop-Nutzer. Die neue Leap-Inkarnation ist stabil, bietet eine solide Basis für Nutzer, die kein Rolling Release wünschen und bringt den SUSE-Desktop voran.