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2026 Woche 12

22. März 2026

Mit Firefox 149 wird Mozilla ein kostenloses VPN in Firefox integrieren. Dieser Artikel gibt eine Vorschau auf die VPN-Integration in Firefox.

Bereits im Oktober 2025 hatte ich darüber berichtet, dass Mozilla an einer kostenlosen VPN-Integration in Firefox arbeitet. Am 24. März 2026 ist es soweit: Mit Veröffentlichung von Firefox 149 startet die Ausrollung der VPN-Integration in Firefox.

Nutzer in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und den USA werden zum Start 50 GB pro Monat über das Mozilla-VPN laufen lassen können, welches die echte IP-Adresse verbirgt und den Internetverkehr zusätzlich verschlüsselt. Die Nutzung wird an jedem Monatsersten zurückgesetzt. Einzige Voraussetzung ist ein kostenfreies Mozilla-Konto.

Da es sich um eine in Firefox integrierte Lösung und um kein systemweites VPN handelt, arbeitet der Schutz auch nur in Firefox und nicht für andere Anwendungen. Außerdem ist keine Wahl des Server-Standorts möglich. Es wird aktuell immer ein VPN-Server in den USA genutzt. Ein systemweites VPN mit mit Servern in über 30 Ländern und weiteren Funktionen bietet Mozilla mit dem Mozilla VPN kostenpflichtig an.

Die Aktivierung respektive Deaktivierung des Firefox VPNs geschieht über eine Schaltfläche in der Navigationssymbolleiste. Hier sieht man auch direkt, wie viel Datennutzung im aktuellen Monat noch möglich ist. Außerdem kann das VPN an dieser Stelle für eine bestimmte Website deaktiviert und wieder aktiviert werden.

VPN-Integration in Firefox 149

VPN-Integration in Firefox 149

VPN-Integration in Firefox 149

In den Firefox-Einstellungen lässt sich ebenfalls überblicken, wie viel Nutzung noch möglich ist. Außerdem ist hier eine Verwaltung der Website-Ausnahmen sowie eine Bestellung des Mozilla VPNs möglich.

VPN-Integration in Firefox 149

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20. März 2026

Portage im Zusammenspiel mit Binärpaketen in Gentoo-Linux. Wege zur Installation und Systempflege.



Es ist über 20 Jahre her: bewaffnet mit einer Nadel-gedruckten Ausgabe des Gentoo-Handbooks (eine der ersten), hämmerte ich Kommandozeilen in die Tastatur. Daneben ächzte ein 386er beim kompilieren, wilde Zeichenketten fluteten den Röhrenbildschirm - über Tage eine unveränderte Szenerie. Schon damals übte Gentoo eine unglaubliche Faszination auf mich aus, für mich die Göttin aller Distros. Aber dann wurde es dennoch Windows, auch privat (bis auf gelegentliche Linux-Ausflüge); lange war Windows (bis Win7) auch ein gutes Betriebssystem. Seit ich mich von dem zum Edel-Trojaner mutierten Win10/11 vollständig trennte, tanze ich wieder mit dem Pinguin. Und ziemlich erwartbar ächzte neulich erneut ein Rechner - lasst mich kurz erzählen.

Drei Dinge kamen kürzlich zusammen:

  1. Mein Brötchengeber erfreute mich mit einem ziemlich potenten Notebook.
  2. Ein unerwarteter Paradigmenwechsel überraschte mich: Gentoo bietet seit einiger Zeit auch vorkompilierte Binaries an! Man muss also nicht mehr stundenlang jedes Paket aus Source kompilieren. Das machte mich sehr neugierig.
  3. Den finalen Anschub gab dann aber der Umstand, dass ein System mit OpenRC, Wayland, GDM und Gnome nach meinem Kenntnisstand derzeit nur mit Gentoo umzusetzen ist.

Portage macht den Unterschied

Wenn wir über den Gentoo-Paketmanager Portage sprechen, denken viele sofort an stundenlanges Kompilieren. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. Die Vorteile eines auf Maß kompilierten Systems aus Source sind sicher jedem klar; dazu gibt es genug Literatur und Erfahrungsberichte. An dieser Stelle möchte ich aber mal beleuchten, was Portage auf einem rein binär aufgesetztem Gentoo (so wie mehrheitlich alle Distros) leistet.

Portage wurde zu einem hybriden Kraftpaket weiter entwickelt. Selbst wenn man es rein als Binär-Paketmanager nutzt, ist es herkömmlichen Systemen wie `apt` (Debian/Ubuntu), `dnf` (Fedora) oder `pacman` (Arch) in puncto Langzeitstabilität und effizienter Hardwareausnutzung potenziell überlegen.

  • Slotting: Portage Unterstützt Slots. Es kann mehrere Versionen derselben Software oder Bibliothek gleichzeitig installiert lassen wenn andere Programme sie benötigen. Bei einem großen Update trennt Portage dann auch Abhängigkeiten über Versionen hinweg, statt diese stumpf zu überschreiben.
  • Metadaten-Bewusstsein bei Binärpaketen: Ein Binärpaket bei z.B. Debian ist "starr". Portage hingegen prüft, ob die einkompilierten Features (USE-Flags) zu deinen Systemeinstellungen passen. Es verhindert inkonsistente Zustände und meldet diese ggf. schon vor der Installation des Pakets damit man reagieren kann bevor das System crasht.
  • Der Hybrid-Ansatz als Sicherheitsnetz: Stell dir vor ein Programm im Binär-Repositorium fehlt für deine Architektur. Du weist Portage nun einfach an: "Installiere alles binär, außer dieses eine Paket – das baue ich mir kurz selbst aus den Quellen." Du bist nie festgefahren. Die Fähigkeit, nahtlos zwischen Binär und Source zu wechseln, garantiert, dass du Sicherheitsupdates sofort bekommst, auch wenn das Binär-Repo noch nicht so weit ist.
  • Deep Dependency Tracking & World-File: Herkömmliche Manager neigen dazu, über die Jahre verwaiste Pakete anzuhäufen, die niemand mehr braucht, die aber das System verstopfen oder Konflikte verursachen. Portage unterscheidet strikt zwischen dem, was _du_ willst (World-File), und dem, was das _System_ braucht. Mit `emerge --depclean` entfernt Portage radikal alles, was nicht mehr benötigt wird, aber nur, wenn die Abhängigkeitskette absolut sicher ist. Dein System bleibt auch nach Jahren so sauber wie am ersten Tag. "System-Fäulnis" (Software Rot) wird aktiv verhindert.
  • Konfigurations-Schutz: Portage installiert niemals Konfigurationen einfach über deine bestehenden Dateien. Es parkt sie in einer Warteschlange. Du nutzt Tools wie `dispatch-conf`oder `etc-update`, um Änderungen zu vergleichen und zu bewerten. Du behältst die volle Kontrolle über deine Systemeinstellungen, ohne dass ein automatisches Update deine individuelle Konfiguration zerschießt.

Warum dann überhaupt etwas anderes installieren als Gentoo Linux?! Die Antwort ist: Man bekommt es nicht geschenkt! Der Aufwand für die Installation ist in jedem Fall beträchtlich und für die Wartung und Pflege benötigt man neben mehr Zeit vor allem Kompetenz, nur dann wird das Stabilitäts- und Performanceversprechen auch eingelöst.

Ich habe nachfolgend mehrere Zugänge auf unterschiedlichen "Niveaustufen" ausprobiert und umgesetzt. Außerdem beschreibe ich an mehreren Stellen wie KI (neben dem Handbuch) gerade für Gentoo überaus nützlich ist.

Der Einstieg über Calculate-Linux

Ich fange mal mit Scheitern an. Calculate-Linux ist eine ganz normale Distribution mit einem grafischen Installer; nach 20 Minuten hat man ein Gentoo-System auf dem Rechner, top konfiguriert, mit z.B. einer perfekte Btrfs-Partitionstabelle. Meine Idee war: ich spare mir elegant den Tag / die Tage für die Gentoo-Installation indem ich einfach auf den Gentoo-Binärkernel (Dist-Kernel) wechsle und statt der Calculate-Repos die Gentoo-Binär-Repos einbinde. Der Wechsel zum Gentoo-Kernel war easy, aber am Rest habe ich mir erfolglos die Zähne ausgebissen - wäre ja auch zu schön gewesen. Grund: Calculate Linux ist ein vollständiges 32 Bit-System mit einigen Calculate-Tools die tief ins System greifen. Zumindest von mir ließ es sich nicht zu 64 Bit Gentoo konvertieren.

Für wen ist Calculate-Linux? Dazu fällt mir im Nachgang echt nichts ein.

Reines Binär-Gentoo

Damit sollte man immer starten. So kann man das System in einem Rutsch installieren und wird nicht durch stunden- / tagelange Kompilierzeiten unterbrochen. Aber trotzdem gilt auch hier uneingeschränkt das Gentoo-Universalrezept: "Read the manual!" Das Handbuch ist brillant, man lernt während der Installation und Konfiguration eine Menge dazu - aber das Lesen benötigt enorm viel Zeit, da im Handbuch alle Fälle und Varianten beschrieben sind. Man muss also permanent bewerten und entscheiden, welche Parts für das eigene System relevant sind. Lesen, Recherchieren und Entscheiden ist das Zeitraubendste an der Installation.  Gerne hätte ich geschrieben "Mit Binaries hat man ruck-zuck Gentoo auf dem Rechner", die Wahrheit ist: Installation von Basissystem + Desktopumgebung + Basiskonfiguration hat bei mir länger als einen Tag gedauert - und ich war nur deshalb erfolgreich, weil ich mir Hilfe geholt hatte:

Wie KI hier hilft ... KI und Gentoo ist eine perfekte Paarung. Schon bei der Installation kann man sich helfen lassen, wenn man z.B. unsicher ist, ob der im Handbuch beschriebene optionale Schritt für das eigene System sinnvoll ist. KI kann helfen den anfänglichen Kompetenzrückstand auszugleichen und trägt damit zu einer erfolgreichen Installation und einem stabilen System bei. Meine Helfer waren: Claude (Anthropic) mit dem Opus-Modell, Microsofts Copilot (gut für Coding-Themen durch die Nähe zu Github) und Le Chat (Mistral).

Auch relativ neu: Gentoo bietet neben dem Minimal-Image ein Live-GUI-Image an, so wie man es anderswo gewohnt ist. Nach dem Boot vom Stick hat man ein vollwertiges Gentoo mit KDE (nur den Install-Button sucht man leider vergeblich). Damit kann man Konsole und Handbuch parallel nutzen, also auch mal einen längeren String rüber kopieren - und man hat den Browser mit KI(s) seiner Wahl offen. Daneben könnte man sich in der Phase der Kernelkonfiguration die automatisch ermittelten Hardware-Spezifika vom Live-System übergeben lassen.

Allerdings sollte man unbedingt zuerst mit dem Distributions-Kernel starten und nicht gleich selbst einen Kernel bauen. Dist-Kernel sind vorkompilierte Kernel die, wie jedes andere Softwarepaket auch, einfach installiert werden. Der Hauptvorteil liegt darin, dass Kernel-Updates ganz normal über den Paketmanager beim `@world upgrade`, also dem großen Systemupdate mit eingespielt werden. Dist-Kernel sind die üblichen Allrounder, welche für die Mehrzahl der Systeme Support bieten.

Nachdem alles eingerichtet war konnte ich mich an einem höchst performantem System erfreuen. Aber Paket-Installation und Updates laufen bei Gentoo auch im Jahr 2026 nicht über eine GUI! Portage nimmt nur Befehle über Kommandozeilen entgegen, da gewöhnte ich mich schnell dran. Andererseits verstehe ich jeden, der das unzeitgemäß und unkomfortabel findet.

Der normale "Office-User" sollte sich überlegen, ob er es mit dem Binär-Gentoo gut sein lässt. Man hat bis hierhin ein ultrastabiles System mit fast normalem Update-Aufwand. Warum nur "fast"? `emerge --ask` , gibt wichtige Informationen vor der Installation aus und via `eselct news` bekommt man Hinweise zu neuen Paketen und Einstellungen. Das sollte man unbedingt lesen und ggf. löst das dann auch eine Aktivität aus. Beispiel: Neulich stand in den News, dass die neue Version vom Druckdienst `cups` zukünftig für die reibungslose Kommunikation mit neuen Druckern noch ein Zusatzpaket benötigt. Jetzt kann ich mich entscheiden dieses noch zu installieren.

Wie KI hier hilft ... Ich empfehle hier die Kernkompetenz eines LLM zu nutzen, so wie man es evtl. auch beruflich mit längeren Texten macht. Die Meldungen kopieren, dem LLM mit der Frage übergeben: "Besteht Handlungsbedarf ...?".

Hybrides System

Wie oben schon geschrieben verwaltet Portage auch hybride Systeme mit einer Mischung aus Source- und Binärpaketen einwandfrei. Manchen Paketen kann man durch die Kompilierung aus Source mit den richtigen Parametern (einfache Textdatei im Portage Datei-Zweig) zu massiv mehr Performance verhelfen. Das sind vor allem Browser, Office-Paket und alle Pakete die etwas mit Grafik zu tun haben (z.B. ein RAW-Entwicklungsprogramm). Daneben kann man noch einzelne Systempakete wählen, hier vor allem auch das grafische System. Den Rest (auch die Desktopumgebung) würde ich binär lassen.

Wie hier KI hilft ... Welche "Zauberwörter" in der Datei für das Source-Paket geschrieben werden sollten, hat mir absolut zuverlässig die KI beantwortet. Kein Vergleich zum Zeitaufwand einer klassischen Internetrecherche.

Damit bekommt man einen massiv spürbaren Performanceschub bei den gewählten Anwendungen, kauft sich aber ein, dass die Installation und das World-Update unter Umständen mehrere Stunden laufen. Aber das kann man ja über Nacht laufen lassen.

Gentoo pur

Der Reiz war einfach zu groß, letztendlich habe ich dann doch den Switch zu einem 100% Source-Gentoo vollzogen. Dafür sagt man Portage einfach, dass alle Pakete von Source kompiliert werden sollen und das läuft dann durch. Mit "läuft dann durch" waren es auf meinem Alder-Lake Ultra 5 mit 32 GB RAM und schnellem zram-Swap sage und schreibe 35 Stunden für die etwa 1300 Pakete. Die Belohnung ist ein durchwegs atemberaubender Systemspeed. Beispiel: Doppelklick auf ein LibreOffice-Textdokument; also LibreOffice starten + das Dokument laden dauert 1,5 Sekunden.

Zu einem reinen Gentoo gehört natürlich auch ein selbst kompilierter Kernel. Ich konnte dabei 2/3 aller geladenen Module des Dist-Kernel raus schmeißen. Wenn ich ehrlich bin muss ich sagen, dass ich trotzdem kaum eine Veränderung bemerkt habe, vlt. minimal kürzerer Boot.

Wie hier KI hilft ... Zuerst lässt man sich über diverse Befehle (KI hilft) eine komplette detaillierte Übersicht über die eigene Hardware generieren. Danach lässt man die KI die Kernel-Config-Datei anpassen, was in erster Linie ausdünnen bedeutet. Einlesen, `make` , Grub neu generieren - das war's auch schon.

Da meine Hardware-Architektur noch relativ neu ist und perfekt angepasste Kernelmodule erst noch eingepflegt werden, nutze ich daher die nächsten Monate doch noch den Dist-Kernel und schaue beim Kernel-Update immer nach, ob diese Module jetzt drin sind. Erst dann dünne ich nochmal aus.

Letzte Worte

Mein Beitrag ist ausdrücklich keine Empfehlung für Gentoo, sondern soll eher Bericht, vielleicht Anregung sein und bestenfalls eine Entscheidungshilfe bieten. Mein persönliches Erlebnis: Ich habe nun tatsächlich nach über 20 Jahren wieder cleanes Gentoo auf meinem Rechner, irgendwie auch emotional.

Für Nachahmer stelle ich meine Installationszusammenfassung zur Verfügung - gerne Kommentare in die Kommentare, aber bitte keine Supportanfragen - Read the manual!

Titelbild: selbst

Quellen: im Text


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16. März 2026

Solo ist ein Website-Builder von Mozilla. Nun steht Solo 2.1 bereit. Außerdem gibt es ab sofort eine weitere Preisstufe.

Jetzt Website-Builder Solo von Mozilla testen

Solo 2.1

Mozilla hat Solo 2.1 veröffentlicht. Es wurde die Möglichkeit hinzugefügt, die Website in einer von sechs zunächst unterstützten Sprachen zu erstellen, welche für die Generierung neuer Texte genutzt wird, darunter auch Deutsch. Es gibt einen neuen Abschnitt für Unternehmensdaten in den Einstellungen, um die Unternehmensbeschreibung und den Standort zu bearbeiten. Im Video-Abschnitt werden jetzt auch Google Drive und nicht aufgelistete Vimeo-Videos unterstützt. Bilder und Videos können jetzt auch in den Artikel-Abschnitt eingefügt werden. Links zu Twitch und weiteren sozialen Netzwerken werden nun im Header und Footer unterstützt. Das Zeichenlimit für Code wurde erhöht. Erhöht wurde auch die Anzahl von Videos im Video-Abschnitt auf acht und die Anzahl von Team-Mitgliedern im Team-Abschnitt von zwölf auf 30. In den Account-Einstellungen kann jetzt die E-Mail-Adresse geändert werden. Dazu kommen noch diverse Fehlerkorrekturen und Performance-Verbesserungen.

Solo Pro

Die Nutzung von Solo ist grundsätzlich kostenlos. Mit Solo Pro gibt es für 25 USD pro Monat respektive 240 USD pro Jahr (entspricht dann 20 USD pro Monat) einen kostenpflichtigen Plan.

Mit Solo Pro kann man bis zu fünf statt drei Websites veröffentlichen, bis zu 25 statt nur drei Entwürfe speichern und bis zu fünf statt nur eine benutzerdefinierte Domain verbinden. Eine benutzerdefinierte Domain bis zu einem Wert von 12 USD pro Jahr ist inklusive. Wem 25 Bilder-Uploads pro Website nicht ausreichen, kann bis zu 100 Bilder hochladen, und es können bis zu fünf Personen an einer Website arbeiten. Pro-Nutzer können Websites duplizieren und auch im -Bereich der Website benutzerdefinierten Code hinzufügen. Außerdem berechtigt die Nutzung der Pro-Version zum Entfernen des Solo-Logos in der rechten unteren Ecke der erstellten Websites.

Für Solo Pro bringt Solo 2.1 eine Integration von Pexels, worüber Millionen von Bildern zur Verfügung stehen, die auf der eigenen Website verwendet werden können. Außerdem ist Solo Pro jetzt weltweit verfügbar.

Solo Grow

Mit Solo Grow hat Mozilla eine weitere Preisstufe gestartet. Für 120 USD pro Monat respektive 1.080 USD pro Jahr (das entspricht dann 90 USD pro Monat) bekommt man alle Vorteile von Solo Pro, aber es können bis zu 30 Websites veröffentlicht und bis zu 40 Entwürfe gespeichert werden. Außerdem können bis zu 30 benutzerdefinierte Domains verbunden werden.

Der Beitrag Website-Builder: Mozilla bringt Solo 2.1 und weitere Preisstufe erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

In der Vergangenheit habe ich viele Dokumente, wie z.B. Hausarbeiten, Aufsätze, Briefe, Dokumentationen und Präsentationen mit LaTeX erstellt. In der Vorbereitungsphase für einen Vortrag haben Dirk und ich beschlossen, Typst zu lernen.

Wie ich Briefe mit Typst statt LaTeX schreibe, habe ich bereits beschrieben. Hier schreibe ich, wie ich meine Notfalldokumentation von scrartcl zu typst migriert habe.

Ich habe kein Werkzeug zur automatischen Konvertierung genutzt, da ich zu faul war, ein solches erst zu finden und zu erlernen. Stattdessen habe ich Vim genutzt und die entsprechenden Umgebungen ersetzt. Das war in diesem Fall in Ordnung, kann aber bei komplexeren Dokumenten schnell in Arbeit ausarten. Allerdings werden Automaten bei zunehmend komplexen Projekten ebenfalls an ihre Grenzen kommen.

Im Folgenden findet ihr einen kurzen Vergleich der Syntax-Elemente.

Die Preamble (Vorspann)

Die Preamble ist der Teil des LaTeX-Dokuments, der vor dem eigentlichen Inhalt steht. Hier werden grundlegende Einstellungen und Pakete definiert, die während der Dokumenterstellung verwendet werden. Die Preamble beginnt immer mit dem Befehl \documentclass und endet mit dem Befehl \begin{document}.

Quelle: https://www.namsu.de/LaTeX-Buch/kap2-2.html

Die LaTeX-Preamble meiner Dokumentation sieht wie folgt aus:

\documentclass[a4paper,parskip=half,numbers=noenddot]{scrartcl}
\usepackage[ngerman]{babel}
\usepackage[T1]{fontenc}
\usepackage[utf8x]{inputenc}
\usepackage{lmodern}
\usepackage{graphicx}
\usepackage{subcaption}
\usepackage[ngerman]{varioref}
\usepackage{pdfpages}
\usepackage{hyperref}

%opening
\title{Dokumentation des Heimnetzwerks in der Triftenstr. 10}
\author{Jörg Kastning}

\begin{document}

Der Vorspann meiner typ-Datei zum Vergleich:

#set page(paper: "a4", numbering: "1")
#set heading(numbering: "1.1")
#set text(lang: "de")
#set document(
  title: [Dokumentation des Heimnetzwerks in der Triftenstr. 10],
  author: "Jörg Kastning"
)

Die Syntax-Elemente werden in der Typst-Referenz erklärt, z.B.:

Die Referenz ist ständig in einem Browser-Tab geöffnet, wenn ich mit typst arbeite. Dies wird so bleiben, bis ich die am häufigsten verwendeten Funktionen auswendig kenne.

Grundsätzlich halte ich mich an das KISS-Prinzip und den Grundsatz: Form follows function (Deutsch: die Form folgt der Funktion bzw. dem Inhalt). Ich möchte mich so viel wie möglich mit dem Inhalt beschäftigen und möglichst wenig Zeit mit dem Satz bzw. der Formatierung zubringen.

Abbildungen und Tabellen

Zu den häufigsten Umgebungen zählen vermutlich Abbildungen und Tabellen. In der LaTeX-Version habe ich diese wie folgt gesetzt:

\begin{tabular}{ll}
    Vertragsnummer  & 12345\\
    Kundennummer  & 98765432\\
    Tarif & zuhause100\\
\end{tabular}

\begin{figure}
    \centering
    \includegraphics[scale=0.3]{bilder/bild.jpg}
    \caption{Meine super Bildunterschrift}
    \label{fig:bild}
\end{figure}

\begin{figure}
    \begin{subfigure}[c]{0.5\textwidth}
        \includegraphics[width=0.9\textwidth]{bilder/front.jpg}
        \subcaption{Frontansicht}
    \end{subfigure}
    \begin{subfigure}[c]{0.5\textwidth}
        \includegraphics[width=0.9\textwidth]{bilder/rear.jpg}
        \subcaption{Rückansicht}
    \end{subfigure}
    \caption{Das sind zwei tolle Abbildungen.}
    \label{fig:bild2}
\end{figure}

Für das LaTeX-Konstrukt subfigure habe ich keinen entsprechenden Ersatz in typst gefunden. Ich setze dies in einzelnen Abbildungen hintereinander um. Die Umgebungen sehen nun wie folgt aus:

#figure(
  table(
    columns: 2,
    stroke: (x: none),
    [Vertragsnummer], [12345],
    [Kundennummer], [98765432],
    [Tarif], [zuhause100],
  ),
  caption: [Vertragsinformationen],
) 

#figure(
  image("bilder/bild.jpg", width: 30%),
  caption: [Meine super Bildunterschrift],
) 

Tabellen und Bilder werden beide in einer figure-Umgebung gesetzt. Dies macht in meinen Augen Sinn, da beide Umgebungen in der Regel mit einer Über- bzw. Unterschrift versehen werden, häufig zentriert gesetzt und mit einer Referenz versehen werden.

Ich habe mich noch nicht ganz an die Terminologie gewöhnt. Typst bezeichnet figure und table sowie die meisten anderen Elemente als Funktionen und nicht als Umgebungen.

Aufzählungen, Links und Listen

Für nummerierte und unsortierte Listen in LaTeX siehe Abschnitt 3.18. Listen im KOMA-Script Scrguide. Für typst siehe enum und list.

Für Links steht in LaTeX das mächtige Paket hyperref bereit. In typst gibt es das link-Element.

Fazit

Mir erscheint die typst-Syntax etwas einfacher, dafür weniger flexibel zu sein. Was mir besser gefällt, mag ich noch nicht sagen, da ich noch unentschlossen bin.

Das mit LaTeX erstellte PDF sieht in meinen Augen perfekt aus. Das mit typst erstellte PDF sieht ebenfalls gut aus und ist leserlich. Es reicht in meinen Augen jedoch nicht an die LaTeX-Ausgabe heran.

In typst ist meine Preambel kürzer, die Syntax etwas einfacher. Dafür war es mir nicht so einfach möglich, die Schriftart zu ändern. Diese hätte ich erst in meine typst-Binärdatei mit einkompilieren müssen. Ein Vorgang, der mir entschieden zu aufwendig ist.

Probiert es am besten aus und entscheidet selbst, welches Ergebnis euch besser gefällt. Ich vermag (noch) nicht zu sagen, ob mir LaTeX oder typst insgesamt besser gefallen. Werft ggf. zuerst einen Blick in den Guide for LaTeX Users.