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2026 Woche 13

29. März 2026

Mozilla hat Version 2.35 seiner VPN-Clients für das Mozilla VPN veröffentlicht.

Mit dem Mozilla VPN bietet Mozilla in Zusammenarbeit mit Mullvad sein eigenes Virtual Private Network an und verspricht neben einer sehr einfachen Bedienung eine durch das moderne und schlanke WireGuard-Protokoll schnelle Performance, Sicherheit sowie Privatsphäre: Weder werden Nutzungsdaten geloggt noch mit einer externen Analysefirma zusammengearbeitet, um Nutzungsprofile zu erstellen.

Jetzt Mozilla VPN nutzen

Die Neuerungen vom Mozilla VPN 2.35

Die Authentifizierung erfolgt nun auch auf Android webbasiert. Ansonsten bringt das Mozilla VPN 2.35 Fehlerbehebungen und Verbesserungen unter der Haube.

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27. März 2026

Solo ist ein Website-Builder von Mozilla. Nun steht Solo 2.2 bereit.

Jetzt Website-Builder Solo von Mozilla testen

Solo 2.2

Mozilla hat Solo 2.2 veröffentlicht. Die neue Version bringt einen Blog-Abschnitt sowie ein erhöhtes Zeichenlimit für verschiedene Bereiche. Die Bildersuche wurde verbessert. Dazu kommen noch diverse Fehlerkorrekturen und Verbesserungen unter der Haube.

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Auf der Suche nach einer Paketverwaltung für Arch-basierte Distributionen ist der Autor auf Shelly gestossen. Diese Anwendung kommt Manjaros Pamac nahe.



Vorgeplänkel

Aufgrund der Manjaro-Krise habe ich mich vermehrt mit alternativen Arch-basierten Distributionen beschäftigt. Da Installationen in einer virtuellen Maschine das richtige Erlebnis nicht ersetzen können, fand CachyOS den Weg auf mein altes HP Probook mit einer Intel i5 CPU. Die Geschwindigkeit dieser Distribution, mit angepassten Kernel-Optionen und optimierter Paket-Kompilierung hat mich überrascht. So schnell habe ich ein Betriebssystem noch nie rennen gesehen. Zumindest im direkten Vergleich mit meinem Haupt-Notebook (Tuxedo Infinity mit i7 CPU und Manjaro/Gnome), welches um einiges kräftiger ist als der alte HP-Hund.

Zwar bestätigen die Messungen von Phoronix das nicht, doch diese wurden vor drei Jahren auf identischer Hardware mit gleichen Einstellungen durchgeführt. Bei mir ist nichts gleich: andere Hardware, andere CPUs, anderes Dateisystem (Ext4 auf dem i7, btrfs auf dem i5). Wie dem auch sei, CachyOS fühlt sich auf der schwächeren Hardware viel schneller an als Manjaro auf dem i7-Rechner.

Doch darum geht es in diesem Artikel gar nicht.

Paketverwaltung

Wie ihr wisst, ist für mich die Paketverwaltung ein wesentliches Kriterium bei der Auswahl einer Linux-Distribution. Idealerweise ist diese gut in die Distro integriert und erlaubt die Verwaltung von nativen und Container-Paketen (Flatpak). Ein Gefummel mit verschiedenen Lösungen für die unterschiedlichen Paketformate, evtl. noch im Terminal, kommt für mich im Jahr 2026 nicht mehr infrage. Selbstverständlich habe ich kein Problem damit, diese Wartungsaufgaben im Terminal auszuführen, doch es gibt Familienmitglieder, für die es auch passen muss und die im Zweifel bei mir anrufen, um sich helfen zu lassen.

Unter anderem deswegen habe ich mich vor einigen Jahren für den Wechsel von Ubuntu zu Manjaro entschieden. Diesen Wechsel haben auch die Familienmitglieder vollzogen. Mit Pamac, der Eigenentwicklung von Manjaro, kamen alle zurecht.

Bei CachyOS habe ich die Paketverwaltung noch nicht richtig verstanden. Hier ist der Versuch, einen Überblick zu schaffen:

  • Für die nativen Pakete kommt pacman zum Einsatz
  • Flatpak-Unterstützung ist vorinstalliert
  • In Autostart findet man die Datei: arch-update-tray.desktop
  • Unter "CachyOS Hello" findet man ein Sammelsurium an Dienstprogrammen, u. a. für die Systemaktualisierung und einen PackageInstaller.

Dann habe ich die Desktop-Umgebung ein wenig nach meinem Geschmack angepasst:

  • Dash-to-Panel
  • Arc-Menü
  • Papirus-Icons

Danach habe ich im Arc-Menü die Anwendung Shelly entdeckt. Diese Paketverwaltung gehört mit zum Lieferumfang von CachyOS.

Shelly

Diese Anwendung ist eine Paketverwaltung für Arch-basierte Distributionen. Die Projektseite beschreibt das Produkt so:

Shelly arbeitet direkt mit libalpm zusammen, um eine möglichst schnelle und präzise Paketverwaltung zu gewährleisten. libalpm ist die Bibliothek, die pacman zugrunde liegt. Bei Shelly handelt es sich um eine Gtk4-Anwendung, die mit einem klaren Erscheinungsbild überzeugt. Sie unterstützt native Arch-Pakete, AUR und Flatpak.

Standardmässig sind nur die Arch-Pakete eingeschaltet. Im Screenshot seht ihr oben Packages, AUR und Flatpak, weil ich diese in den Einstellungen aktiviert habe. Die Suchfunktion im linken Bereich, bezieht sich jeweils auf das ausgewählte Paketformat, was ich etwas schade finde. Insbesondere für Einsteiger:innen wäre es schön, würde über alle Formate gesucht und das Format neben den Suchergebnissen angezeigt. Laut der Projektseite erfolgt die Suche über alle aktivierten Paketformate, was ich bisher nicht bestätigen kann.

Rechts sieht man die aktuellen Neuigkeiten aus dem Arch-Projekt. Das ist wichtig, um vor der Installation von Paketen auf mögliche Schwierigkeiten hingewiesen zu werden (falls man sich die News durchliest). Es ist kein Bug; die letzten Arch-News stammen wirklich vom Dezember 2025.

Auch das Package Dashboard recht unten gefällt mir. Dort sieht man auf einen Blick, wie viele Pakete installiert sind und wie deren Aktualisierungsstatus ist.

In den Optionen kann man die Paketformate auswählen, das Prüfintervall einstellen, sich für eine automatische Aktualisierung entscheiden (No Confirm) und zwei Dienste auslösen, die bei Arch gelegentlich nötig sind.

Fazit

Da ich Shelly erst jetzt entdeckt habe, kann ich nichts dazu sagen, wie zuverlässig die Benachrichtigung über anstehende Updates funktioniert und ob die automatische Aktualisierung läuft. Aus demselben Grund weiss ich auch nicht, ob die in CachyOS eingebaute Update-Benachrichtigung das macht, was man erwartet. Doch mein erster Eindruck von Shelly ist gut. Das ist genau die Anwendung, die ich mir für eine einfache, übersichtliche und funktionale Paketverwaltung für Arch-basierte Distributionen gewünscht habe.

Titelbild: https://raw.githubusercontent.com/Seafoam-Labs/Shelly-ALPM/master/shelly_banner.png

Quellen: im Text und

https://shellyalpm.com/index.html


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25. März 2026

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 149 eine neue Version seines Open Source E-Mail-Clients für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 149

Mit Thunderbird 149 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Einzelne Karten aus dem Adressbuch können jetzt exportiert werden. Markierte EWS-Nachrichten werden nun geräteübergreifend gespeichert. Das Erstellen eines neuen Addressbuches erfolgt ab sofort auch im neuen Design der Konten-Erstellung.

Thunderbird 149

Ansonsten bringt die neue Version wie immer weitere kleinere Verbesserungen und eine ganze Reihe von Fehlerkorrekturen, welche sich wie immer in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen. Auch Sicherheitslücken wurden im neuesten Update wieder behoben.

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24. März 2026

Mozilla hat Firefox 149 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Geteilte Ansicht für Tabs

Mit der geteilten Ansicht für Tabs können zwei Tabs gleichzeitig nebeneinander dargestellt werden. Hierzu müssen entweder ein oder zwei Tabs ausgewählt werden. Dann steht die entsprechende Option im Kontextmenü zur Verfügung. Wird die Option bei nur einem ausgewählten Tab aktiviert, werden in der zweiten Fensterhälfte alle geöffneten Tabs zur Auswahl angeboten. Die Breite der jeweiligen Teilfenster kann beliebig verändert werden.

Firefox 149

Tab-Notizen

Eine weitere neue Tab-Funktion sind die Tab-Notizen, wobei es treffender formuliert wäre, dass die Notizen an die jeweilige URL und nicht an den Tab gebunden sind. Dieses Feature ist noch experimentell und muss daher manuell über den Reiter „Firefox Labs” in den Einstellungen aktiviert werden. Auch Tab-Notizen können über das Kontextmenü des jeweiligen Tabs verwaltet werden.

Firefox 149

Kostenlose VPN-Integration in Firefox

Mit Firefox 149 beginnt Mozilla die Ausrollung eines kostenlosen VPNs in Deutschland, Großbritannien, Frankreich sowie den USA. Dabei stehen 50 GB pro Monat zur Verfügung, um den Datenverkehr über Mozillas VPN laufen zu lassen, welches die echte IP-Adresse verbirgt und den Internetverkehr zusätzlich verschlüsselt. Die Nutzung wird an jedem Monatsersten zurückgesetzt. Einzige Voraussetzung ist ein kostenfreies Mozilla-Konto. Die Ausrollung in weiteren Ländern ist für die kommenden Monate geplant.

Firefox 149

Firefox 149

Speichern und Ausfüllen von Adressen

Die Funktion zum Speichern und Ausfüllen von Adressen auf Websites steht schon länger in diversen Ländern zur Verfügung. Firefox 149 aktiviert diese Funktion auch für Nutzer in Österreich, Italien, Polen, Indien und Australien.

Außerdem wurde das Ausfüllen von Adressen in Formularen verbessert, in denen es noch ein zweites Feld für einen Hausnummern-Zusatz gibt.

Neues Datenschutz- und Sicherheits-Panel in Adressleiste

Die zwei Schaltflächen mit dem Schild-Symbol für den Tracking-Schutz sowie dem Schloss-Symbol für die Zertifikats-Sicherheit wurden zu einem gemeinsamen Panel kombiniert, welches dazu neu gestaltet worden ist.

Firefox 149

Neues Design für Netzwerkfehler-Seiten

Die Fehlerseiten für Netzwerkfehler wurden optisch wie auch textlich überarbeitet und kommen durch die neu hinzugefügte Firefox-Illustration freundlicher daher.

Firefox 149

Teilen-Schaltfläche

Über den Bildschirm zur Anpassung der Benutzeroberfläche lässt sich auf Windows und macOS eine neue optionale Schaltfläche hinzufügen, welche zum Teilen einer Website genutzt werden kann. Hierfür wird die entsprechende Schnittstelle des jeweiligen Betriebssystems genutzt.

Firefox 149

Weitere Sprachen für die Übersetzungsfunktion

Die Funktion zur lokalen Website-Übersetzung unterstützt jetzt auch die Sprachen Bosnisch, Serbisch, Norwegisch (Bokmål) sowie Thai. Außerdem wurde die Übersetzungsqualität für Kroatisch verbessert.

Weniger Benachrichtigungen von unseriösen Websites

Firefox blockiert jetzt automatisch Benachrichtigungen und entzieht die Berechtigungen für Websites, welche durch Google SafeBrowsing als schädlich eingestuft werden.

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Auch in Firefox 149 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 149 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Die Sicherheit wurde durch strengere Anforderungen an JavaScript-Dateien verbessert, die im übergeordneten Prozess geladen werden können, wodurch ein zusätzlicher mehrschichtiger Schutz vor potenziellen Bedrohungen geboten wird.

Sonstige Endnutzer-Neuerungen in Firefox 149

Die von der Adressleiste separate Suchleiste, welche optional aktiviert werden kann, wurde komplett neu implementiert.

Durch die Unterstützung der Hardwarebeschleunigung können PDF-Dateien jetzt wesentlich schneller geladen werden.

Wenn bei Verwendung des strengen Schutzes vor Aktivitätenverfolgung eingebettete Inhalte blockiert werden, zeigt Firefox den Platzhalter-Inhalt des Original-Widgets jetzt zusätzlich an.

Bei aktivierter Sidebar wird der Content-Bereich der Websites nun mit abgerundeten Ecken dargestellt.

Die Robustheit von HTTP/3-Uploads unter instabilen Netzwerkbedingungen wurde verbessert.

Unter Linux greift Firefox nun standardmäßig auf den XDG-Dateiauswähler zurück, sofern dieser verfügbar ist, anstatt auf den GTK3-Dateiauswähler. Dieser ist besser in die Desktop-Umgebung integriert und leistungsfähiger.

Der Zugriff von Websites auf Geräte im lokalen Netzwerk wird im strengen Schutz vor Aktivitätenverfolgung jetzt mit einer Berechtigung geschützt.

Verbesserungen der Entwicklerwerkzeuge

Im Entwicklerwerkzeug Web-Speicher gibt es eine neue Schaltfläche, um alle Einträge des jeweiligen Speichers mit einem Mal zu löschen.

Neben jeder CSS-Deklaration, die sich auf einen in der Ansicht „Berechnete Werte“ angezeigten berechneten Wert bezieht, befindet sich nun ein Symbol, über das man in der Ansicht „Regeln“ direkt dorthin springen kann.

Verbesserungen der Webplattform

Firefox nutzt auf Windows jetzt eine modernere API für Geolocation-Anfragen, anstelle der bisher genutzten Schnittstelle aus Windows 7. Dies soll die Zuverlässigkeit von Standortanfragen verbessern.

Unterstützung für das HTML-Attribut popover="hint" wurde hinzugefügt. CSS wurde um die Unterstützung von Pseudoklassen für Media-Elemente erweitert, unter anderem :playing und :paused.

Dies war nur eine Auswahl. Auch für Entwickler von Firefox-Erweiterungen gab es einige Änderungen. Weitere Verbesserungen der Webplattform und für Erweiterungsentwickler lassen sich wie immer in den MDN Web Docs nachlesen.

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Vor ein paar Tagen hätte ich fast einen Commit zu Codeberg hochgeladen den ich nicht hochladen wollte. Ich habe mich daher gefragt, ob bzw. wie man verhindern kann, dass so etwas passiert. Die Versionsverwaltung Jujutsu bietet eine solche Möglichkeit. Private Commits.

Hierfür fügt man beispielsweise folgendes in die Konfigurationsdatei ein.

[git]
private-commits = "description('wip:*') | description('private:*')"

Jede Beschreibung einer Änderung die mit wip: oder private: beginnt kann nun nicht mehr gepusht werden bis man die Beschreibung ändert. Anstelle von wip: oder private: kann man auch etwas anderes verwenden.

23. März 2026

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 17 ein Update für die Android-Version seines E-Mail-Clients veröffentlicht.

Download Thunderbird für Android

In den Konto-Einstellungen gibt es eine neue Profilbild-Einstellung für die Darstellung des jeweiligen E-Mail-Kontos in der Anzeige der E-Mail-Konten. Zur Wahl stehen ein Monogram aus ein bis drei frei wählbaren Zeichen, eines von 17 vordefinierten Symbolen oder ein Bild, welches man selbst in die App laden kann.

Benachrichtigungen über neue E-Mails zeigen jetzt auch das Profilbild an.

Bei Nutzung des gemeinsamen Posteingangs zeigt ein farbiger Indikator in der Farbe der eingestellten Kontofarbe nun an, zu welcher E-Mail-Adresse die jeweilige Nachricht gehört.

Thunderbird wurde besser für die Nutzung auf einem Foldable-Gerät optimiert. So können die E-Mails nun auf der einen Seite des Gerätes aufgelistet werden, während die ausgewählte E-Mail auf der anderen Seite des Bildschirms erscheint.

In den E-Mails gibt es eine neue Option im Drei-Punkte-Menü, über die es möglich ist, E-Mails auszudrucken.

Ansonsten bringt Thunderbird 17 eine Reihe von Fehlerkorrekturen und Detail-Verbesserungen unter der Haube, welche sich in den offiziellen Release Notes nachlesen lassen.

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Während Ralf versucht, Pamac für Arch zu kompilieren und CachyOS schon wieder ausprobiert, gibt es vom Manjaro-Projekt positive Neuigkeiten.



Wer nicht weiss, warum "Neuigkeiten von Manjaro" von Interesse sein könnten, sei auf diese beiden Artikel hingewiesen:

Bei der Titelfindung für diesen Artikel habe ich mich schwergetan. Der Titel hätte auch "Ralf probiert zum x-ten Mal andere Arch-basierte Distros aus und versucht, ein sinnvolles Paketmanagement zu installieren", doch der wäre zu lang gewesen.

Arch Linux versus CachyOS

Mit der Angst im Nacken, dass Manjaro in den ewigen Jagdgründen verschwindet, habe ich CachyOS und pures Arch Linux wiedermal in einer virtuellen Maschine (GNOME-Boxes) installiert. Zuerst ging es mir darum, die Geschwindigkeit der beiden Distributionen miteinander zu vergleichen. Um es vorwegzunehmen: Ein solcher Vergleich funktioniert in einer virtuellen Umgebung nicht.

Bei diesen Tests haben sich zwei Erfahrungen bestätigt, die ich bei früheren Versuchen bereits festgestellt habe:

  • Die Installation von CachyOS ist langsam.
  • Die Installation von Arch Linux ist einfach.

Selbstverständlich gibt es Selbstquäler, die Arch auf die harte Weise installieren, vielleicht, um etwas über den Installationsprozess einer Linux-Distro lernen zu wollen. Möchte man nichts lernen, sondern nur Arch installieren, tippt man nach dem Booten der ISO archinstall ins Terminal. Exakt 7 Minuten später läuft Arch mit der zuvor ausgewählten Desktop-Umgebung. Zugegeben, die Installation von CachyOS ist mit dem Calamares-Installer ein wenig einfacher, dauert aber länger. Das mag daran liegen, dass Arch weniger Pakete installiert.

Nachdem beide Distros in den Boxen standen (ha ha) habe ich die Bootzeiten mit der Stoppuhr gemessen. Arch bootet in knapp 30 Sekunden in den GNOME-Desktop. CachyOS benötigt dafür doppelt so lange. Das ist erstaunlich, weil es dem Versprechen von CachyOS widerspricht. Wie bereits erwähnt, kann man für solche Performance-Vergleiche keine VM verwenden, sondern muss auf Eisen testen. Falls es mir einmal langweilig ist, mache ich das mal auf einem alten Notebook.

Paketverwaltung

Wie ihr mittlerweile wisst, ist für mich die Paketverwaltung eines der wichtigsten Kriterien, wenn es um die Auswahl einer Distribution geht. Seit dem Aufkommen der Container-Formate, dürfen wir uns mit mindestens zwei Paket-Formaten herumschlagen: Den nativen Paketen der jeweiligen Distribution und dem Flatpak-Format. Für System-nahe und einfache Werkzeug, nimmt man gerne die nativen Pakete, für alle anderen Anwendungen kommen Flatpaks infrage. Ja, ich sehe schon eure Kommentare vor meinem geistigen Auge. Mir geht es heute nicht um die Diskussion der Paket-Formate.

Weder Arch Linux noch CachyOS oder EndeavourOS bieten eine befriedigende Lösung für das bequeme Paketmanagement:

  • Arch hat pacman und nichts Weiteres.
  • CachyOS bringt eine wilde Mischung mehrerer Werkzeuge mit, darunter Oktopi.

Nichts davon erfüllt die Grundbedürfnisse einer umfassenden Paketverwaltung. Für mich gilt pamac (von Manjaro) als das Mass der Dinge. Selbstverständlich kann man pamac in allen Arch-basierten Distributionen installieren, doch das ist nicht einfach. Um pamac mit Flatpak-Unterstützung in Arch Linux zu installieren, musste meine VM über eine Stunde lang Code kompilieren. Falls jemand wissen möchte, wie das geht, liefere ich gerne auf Anfrage eine Anleitung.

So sieht Pamac in Arch aus:

Genug des Vorgeplänkels. Der Titel verspricht Neuigkeiten bei Manjaro.

Neuigkeiten bei Manjaro

Am 19. März schrieb Aragorn (aus der Manjaro-Community) im Manjaro-Forum:

Angesichts der sehr positiven Antwort von Philip heute Abend sieht es so aus, als würden wir die Distribution nicht forken – zum Glück, denn das hätte eine Menge Arbeit bedeutet und wäre für die Community sehr schlecht gewesen.

Wir werden daher nun mit der Gründung des e.V. fortfahren und anschließend versuchen, alles so umzustrukturieren, dass die alten Probleme von Manjaro von nun an vermieden werden können und sowohl die Manjaro-Distribution als auch die Manjaro GmbH von dieser neuen Zusammenarbeit profitieren.

Aragorn bezieht sich auf die Antwort von Philip Müller, dem 50 %-Geschäftsführer der Manjaro GmbH & Co. KG. Die anderen 50 % hält Roman Gilg, der eher der Manjaro-Community zugewandt ist. Müller schreibt:

Für mich fühlt sich das ein bisschen wie in „Meuterei auf der Bounty“ an. Viele von uns waren von Anfang an Teil des Manjaro-Projekts, während andere später zu unserer gemeinsamen Reise stießen. Und nun haben einige das Gefühl, als hätten sie eine Fahrkarte für die Titanic gekauft und steuerten direkt auf einen Eisberg zu…

Im Jahr 2019 haben wir den Übergang von einem Gemeinschaftsprojekt zu einem gemeinschaftsorientierten Unternehmen vollzogen und auch Vermögenswerte für kommerzielle Projekte genutzt, wie es ein normales Unternehmen tun würde. Wenn nun ein „Ausstieg in die Gemeinschaft“ oder, in unserem Fall, eine weitere Spaltung in Betracht gezogen wird, kann eine Übertragung nicht über Nacht erfolgen. Es muss eine klare Trennung von den unternehmensbezogenen Vermögenswerten erfolgen, und zwar nicht einmal mit allen hier aufgeführten Vermögenswerten.

Aus meiner Sicht muss zunächst die neue Einheit gegründet und ein Übergangsplan erstellt werden, bevor tatsächlich etwas in Gang gesetzt werden kann. Bislang habe ich nur Kommentare zu diesem Thema gesehen und darüber, wie großartig Manjaro als Linux-Distribution ist, aber keine konkreten Schritte, um die hier geäußerten Wünsche zu verwirklichen.

Ich war 2019 nicht gegen einen Verein als juristische Person, und ich bin auch jetzt nicht dagegen. Ich bin auch offen für ernsthafte Gespräche mit der neuen Organisation, falls es sie bereits gibt. In einem gemeinsamen Gespräch mit @romangg wollte er eigentlich die Führung bei der Gründung des Vereins übernehmen…

Ihr seid am Zug. Entscheidet als Community. Gründet die neue Organisation und meldet euch dann bei mir – ansonsten läuft alles wie gewohnt weiter…

Nun ja, ich würde das nicht als "sehr positive Antwort" bezeichnen. Für mich klingt das "bockig, beugend" aufgrund des hohen Drucks durch die Community. Aber das liegt im Auge des Lesers. Da Aragorn dies als positive Antwort interpretiert, ist das in Ordnung. Ich hoffe, dass sich der Verein rasch bildet, mit der GmbH übereinkommt und aus den Fehlern der Vergangenheit lernt.

Für die Manjaro-Nutzer:innen sind das gute Neuigkeiten, weil sie sich nicht mit dem Kompilieren von Pamac in Arch beschäftigen müssen.

Titelbild: https://pixabay.com/illustrations/boy-model-portrait-kid-little-boy-7565412/ (modifiziert)

Quelle: https://forum.manjaro.org/t/discussions-regarding-the-manjaro-2-0-manifesto/186311/456


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