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2026 Woche 23

6. Juni 2026

Der Enterprise Policy Generator richtet sich an Administratoren von Unternehmen und Organisationen, welche Firefox konfigurieren wollen. Nun wurde der Enterprise Policy Generator 10.0 veröffentlicht. Die neueste Version erlaubt nun sogar den Import bestehender policies.json-Dateien, um diese im Enterprise Policy Generator weiter bearbeiten zu können.

Enterprise Policy Generator

Download Enterprise Policy Generator für Firefox

Der Enterprise Policy Generator hilft bei der Erstellung der Datei „policies.json” für die Konfiguration von Firefox. Der Vorteil dieser Konfigurationsdatei gegenüber Group Policy Objects (GPO) ist, dass diese Methode nicht nur auf Windows, sondern plattformübergreifend auf Windows, Apple macOS sowie Linux funktioniert. Dank dieser Erweiterung ist kein tiefergehendes Studium der Dokumentation und aller möglichen Optionen notwendig und Administratoren können sich die gewünschten Richtlinien einfach zusammenklicken.

Neuerungen vom Enterprise Policy Generator 10.0

Erst im April erschien mit dem Enterprise Policy Generator 8.0 nach über sechs Monaten Entwicklung das größte Update seit Bestehen der Erweiterung, welches die Erweiterung unter der Haube von Grund auf neu entwickelte und viele Neuerungen brachte. Der Enterprise Policy Generator 9.0 brachte ein komplett neues Design und weitere nützliche Verbesserungen, welche die Benutzererfahrung signifikant verbesserten. Und dank der neuen Architektur war es möglich, ein weiteres Mal nachzulegen und den Enterprise Policy Generator 10.0 mit einer bedeutenden Neuerung zu veröffentlichen, welche mit der alten Code-Basis nicht umsetzbar gewesen wäre.

Import der Datei policies.json

Bereits in der Vergangenheit war es möglich, mit dem Enterprise Policy Generator erstellte Konfigurationen zu speichern, wieder zu laden und auch, diese zu exportieren und wieder zu importieren. Hierfür wird ein eigenes Dateiformat genutzt, sodass in den exportierten Konfigurationen genau festgehalten werden kann, welche Felder in der Oberfläche wie gesetzt worden sind, sowie weitere Meta-Informationen wie der Name der Konfiguration oder der Zeitpunkt der Erstellung.

Ein häufig gewünschtes Feature war es, bereits vorhandene policies.json-Dateien importieren zu können, wie sie von Firefox genutzt werden. Die Schwierigkeit hierbei ist, dass Firefox respektive die Datei policies.json keinerlei Informationen über den Aufbau des Enterprise Policy Generators besitzt. Der Enterprise Policy Generator 10.0 führt ein intelligentes System ein, welches den Weg von der Richtlinie zur passenden Erweiterungs-Option rückwärts nachbildet.

Das Beste für den Anwender: Dieser muss sich beim Import keine Gedanken darüber machen, ob nun eine .policy-Datei vom Enterprise Policy Generator oder eine Datei policies.json hochgeladen wird. Der Enterprise Policy Generator erkennt automatisch das Format und wählt den entsprechenden Pfad der Erweiterung.

Enterprise Policy Generator 10.0 Enterprise Policy Generator 10.0

Und sollte eine Datei policies.json einmal eine Richtlinie oder eine Option beinhalten, die der Enterprise Policy Generator nicht erkennt, ist dies kein Problem. Dann werden einfach alle bekannten Richtlinien und Optionen importiert und ein Bericht zeigt an, was nicht importiert werden konnte.

Enterprise Policy Generator 10.0

Warnung vor unsicheren Richtlinien

Bestimmte Richtlinien wie die zur Deaktivierung von Firefox-Updates können die Sicherheit gefährden. Aus diesem Grund zeigt der Enterprise Policy Generator bei ausgewählten Richtlinien nun eine Warnung an, bei denen bereits die Aktivierung ein potenzielles Sicherheits-Risiko darstellt. Richtlinien, bei denen die Sicherheit von der ausgewählten Einstellung abhängt, zeigen in dieser Version noch keine Warnung an. Dies wäre eine denkbare Verbesserung für die Zukunft.

Enterprise Policy Generator 10.0

Große Verbesserungen der Developer Experience

Ein großer Fokus in dieser Version lag auch auf der Verbesserung der sogenannten Developer Experience, um es vor allem anderen Entwicklern zu erleichtern, zu zukünftigen Updates beizutragen.

So gibt es nun erstmals eine ausführliche Dokumentation zur Ergänzung neuer Richtlinien und Richtlinien-Optionen.

Bereits in der Vergangenheit gab es im Projekt sogenanntes „Linting” zur statischen Code-Analyse von HTML, CSS, JavaScript, JSON inklusive Validierung der Richtlinien-Konfiguration gegen ein definiertes JSON-Schema. Dieses wurde um einen weiteren Linter ergänzt, um auf fehlende Übersetzungen oder unterschiedliche Bezeichnungen in Übersetzungs-Dateien aufmerksam zu werden.

Außerdem wurde eine umfangreiche Test-Suite entwickelt, welche Fehler in der weiteren Entwicklung aufdecken soll. Dafür gibt es eine Sammlung, bestehend aus vielen unterschiedlichen policies.json-Dateien, die alle möglichen Szenarien abdeckt. Der Test-Runner importiert die jeweilige policies.json-Datei in ein temporäres Firefox-Profil, generiert daraus die JSON-Ausgabe in der Erweiterung, speichert und lädt die Konfiguration und führt anschließend noch einen Export und Import der EPG-Konfiguration durch. Damit werden auf Basis von jeweils einer Datei alle Code-Pfade abgedeckt. Vollkommen automatisch im Hintergrund, das dafür erzeugte Firefox-Profil wird nach dem Durchlauf automatisch gelöscht.

Schließlich wurde noch die Konfiguration von URL-Feldern überarbeitet, um die Konfiguration erlaubter Protokolle zu vereinheitlichen und vereinfachen.

Fehler-Korrektur

Auch ein Fehler wurde im Enterprise Policy Generator 10.0 behoben. So ist in der WebsiteFilter-Richtlinie der Wert für Blockierungen und Ausnahmen erlaubt. Durch das Syntax-Highlighthing (nur bei Verwendung von Firefox 148 oder höher) kam es hierbei aber zu einem Fehler im erzeugten JSON.

Neue Unternehmensrichtlinien im Enterprise Policy Generator 10.0

Unterstützung für die Richtlinie DisableRemoteSettingsAndAcceptSecurityConsequences wurde hinzugefügt, um die Anwendung entfernter Einstellungen zu unterbinden.

Die FirefoxHome-Richtlinie wurde um die Weather-Option erweitert, um die Anzeige des Wetters auf der Firefox-Startseite zu kontrollieren.

Die ManagedBookmarks-Richtlinie wurde einmal erweitert, um auch javascript:-URIs für Lesezeichen zu erlauben, zum anderen wurde die favicon-Option ergänzt.

Die ExtensionSettings-Richtlinie wurde um die Optionen runtime_allowed_hosts sowie runtime_blocked_hosts erweitert.

Damit unterstützt der Enterprise Policy Generator 10.0 alle Richtlinien, die von Firefox bis einschließlich des kommenden Firefox 153 unterstützt werden.

Entwicklung unterstützen

Wer die Entwicklung des Add-ons unterstützen möchte, kann dies tun, indem er der Welt vom Enterprise Policy Generator erzählt und die Erweiterung auf addons.mozilla.org bewertet. Auch würde ich mich sehr über eine kleine Spende freuen, welche es mir ermöglicht, weitere Zeit in die Entwicklung des Add-on zu investieren, um zusätzliche Features und neue Richtlinien zu implementieren.

Der Beitrag Enterprise Policy Generator 10.0 für Firefox ermöglicht Import von policies.json-Dateien erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

5. Juni 2026

Thunderbird steht nicht mehr nur für einen E-Mail-Client. Mit Thunderbird Pro steht ein kostenpflichtiges Zusatzangebot in den Startlöchern. Erste Nutzer haben mittlerweile einen Zugang erhalten. Dieser Artikel bietet ausführliche erste Einblicke in Thunderbird Pro.

Das ist Thunderbird Pro

Thunderbird ist vor allem für seinen kostenlosen E-Mail-Client für Windows, macOS und Linux bekannt. Seit November 2024 gibt es Thunderbird auch für Android, Thunderbird für iOS ist in Entwicklung. Doch dabei soll es nicht bleiben: Die MZLA Technologies Corporation möchte ein Ökosystem aus Clients und Diensten als Alternative zu denen der Tech-Giganten wie Google Mail und Microsoft Office 365 etablieren, welches Open Source ist.

Thunderbird Pro besteht aktuell aus drei Produkten: Thundermail ist ein eigener E-Mail-Dienst, Thunderbird Appointment ist ein Dienst zur gemeinsamen Terminfindung und Thunderbird Send ist ein Dienst zum Versenden von Dateien.

Thunderbird Pro

Kosten von Thunderbird Pro

Thunderbird Pro wird jährlich abgerechnet und kostet 72 Euro im Jahr – das entspricht sechs Euro im Monat. Zumindest für Nutzer, die jetzt eine Einladung erhalten haben, wurde direkt im Warenkorb ein Rabatt für das erste Jahr angerechnet. So wurden nur 57,60 Euro abgebucht. Wahrscheinlich handelt es sich hierbei um eine Vergünstigung speziell für die frühen Tester.

Thundermail

Thundermail unterstützt neben den traditionellen Protokollen IMAP und SMTP auch das modernere JMAP. Das Protokoll POP3 wird hingegen nicht unterstützt. Der Server-Standort ist Deutschland, mit entsprechenden Vorteilen für den Datenschutz.

Für E-Mails stehen 30 GB Speicherplatz zur Verfügung und es können bis zu 15 E-Mail-Adressen angelegt werden. Dabei handelt es sich jeweils um Alias-Adressen, es können also nicht mehrere Postfächer mit einem Account genutzt werden. Als Domain können @thundermail.com sowie @tb.pro verwendet werden. Außerdem können bis zu drei benutzerdefinierte Domains verknüpft werden.

Die Thundermail-Oberfläche zeigt den verbrauchten Speicherplatz sowie Anweisungen zur Einrichtung im E-Mail-Client der Wahl an. Eine Weboberfläche gibt es aktuell noch nicht, daran wird aber für die Zukunft gearbeitet.

Es gibt eine Einstellung zur Konfiguration des Anzeige-Namens sowie die Möglichkeit, ein App-Passwort für E-Mail-Clients ohne Thundermail-Login zu vergeben.

Thundermail

Die Einrichtung erfolgt in Thunderbird besonders einfach, da es hier eine eigene Schaltfläche zur Anmeldung mit einem Thundermail-Konto gibt. Dies trifft sowohl in Kürze auf Thunderbird für den Desktop als auch jetzt schon auf Thunderbird für Android zu. Grundsätzlich kann Thundermail aber mit jedem E-Mail-Client genutzt werden.

Thundermail-Login in Thunderbird

Thunderbird Appointment

Thunderbird Appointment bietet direkt zum Start die Möglichkeit an, einen Thundermail-Kalender, einen CalDAV-Kalender oder einen Google-Kalender zu verbinden. Danach werden grundlegende Informationen zur Verfügbarkeit abgefragt. In einem nächsten Schritt kann noch eine Verknüpfung mit der Meeting-App Zoom hergestellt werden.

Thundrbird Appointment Thundrbird Appointment Thundrbird Appointment Thundrbird Appointmentq

Danach landet der Benutzer im Dashboard, worüber alle Termin-Buchungen zu sehen sind. Auch zum Ändern der Verfügbarkeiten, bestehender Buchungen sowie zum Kopieren des Buchungslinks gibt es hier schnelle Möglichkeiten.

Thunderbird Appointment

Die Verfügbarkeiten lassen sich noch einmal detaillierter konfigurieren, inklusive einem anpassbaren Buchungslink.

Thunderbird Appointment

In den Einstellungen von Thunderbird Appointment lässt sich unter anderem einstellen, mit welchem Tag die Woche beginnt, das Farbschema sowie die Sprache. Neben Englisch wird auch schon Deutsch unterstützt.

Die Buchungslinks können von jedem genutzt werden, auch von Nutzern, die selbst kein Nutzer von Thunderbird Pro sind.

Thunderbird Appointment Thunderbird Appointment Thunderbird Appointment Thunderbird Appointment

Thunderbird Send

Thunderbird Send nutzt eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, sodass niemand außer Absender und Empfänger die versendeten Dateien betrachten kann. Aus diesem Grund besteht der erste Schritt darin, einen Wiederherstellungsschlüssel zu generieren.

Thunderbird Send

Wie bei Thundermail zeigt auch Thunderbird Send im Dashboard ganz oben den belegten Speicherplatz an. Hier stehen 60 GB zur Verfügung.

Thunderbird Send

Standardmäßig werden die Dateien nach 14 Tagen gelöscht, man kann aber auch kürze oder längere Zeiträume auwählen – oder Dateien dauerhaft zur Verfügung stellen. Optional ist es außerdem möglich, den Download mit einem Passwort zu schützen.

Thunderbird Send

Der Download ist natürlich auch wieder für Nutzer möglich, die kein Thunderbird Pro verwenden.

Thunderbird Send

Wird die dazugehörige Erweiterung für Thunderbird installiert, ist es außerdem möglich, Anhänge in E-Mails direkt aus Thunderbird heraus in einen Link für Thundermail umzuwandeln.

Thunderbird Send in Thunderbird

Flächendeckende Verfügbarkeit

Aktuell muss man sich noch auf eine Warteliste setzen lassen. Thunderbird Pro soll noch in diesem Jahr für alle interessierten Nutzer geöffnet werden.

Der Beitrag Ausführliche erste Einblicke in Thunderbird Pro erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Ein Major-Update steht an. Zudem binden wir Programme aus dem Rolling-Release-Zweig ein – und nutzen Software, ohne sie überhaupt zu installieren.



Es ist eine sehr günstige Fügung, dass in die noch laufende Artikelserie auch ein Major-Upgrade von NixOS fällt. Diese Steilvorlage nehme ich natürlich direkt auf.

Wer der Reihe gefolgt ist, hat mittlerweile ein solides NixOS-Setup auf einem oder sogar mehreren Rechnern. Das System läuft stabil, die Kommunikation mit Codeberg klappt reibungslos, und die zwei Skripte update-push und pull-update erledigen die Verwaltung mit einem einzigen Befehl. Eigentlich könnte man sich entspannt zurücklehnen.

Aber manchmal nervt es dann doch, wenn ein bestimmtes Programm in der stabilen Version ziemlich hinterherhinkt. Gerade beim Browser und meiner Fotosoftware machen ein paar Versionen manchmal einen echten Unterschied. Zum Glück hat NixOS auch dafür eine elegante Antwort parat.

Und dann gibt es noch die andere Seite: Was ist, wenn ich Chrome kurz für einen Test brauche, das Programm aber eigentlich nicht auf meinem System haben möchte? Auch dafür hat NixOS etwas Feines im Köcher.

Major Upgrade: Auf NixOS 26.05 wechseln

NixOS erscheint zweimal jährlich – im Mai und im November. Das Versionsschema ist dabei denkbar einfach: Jahr.Monat. Wir kommen gerade von 25.11 und wechseln auf 26.05.

Wichtig zu verstehen: update-push und pull-update führen zwar regelmäßig nix flake update aus – aber das aktualisiert nur die Pakete innerhalb des festgelegten Kanals. Solange nixos-25.11 in der flake.nix steht, bleibt man auf 25.11 – egal wie oft man updatet. Ein Versionssprung ist eine bewusste Entscheidung und passiert nie automatisch im Hintergrund. Das ist gewollt: kein ungewolltes Major-Upgrade, kein böses Erwachen am Montagmorgen.

Der Wechsel selbst ist erfreulich unspektakulär. Zwei Zeilen in der flake.nix ändern:

inputs = {
  # Von nixos-25.11 auf nixos-26.05
  nixpkgs.url = "github:NixOS/nixpkgs/nixos-26.05";

  nixpkgs-unstable.url = "github:NixOS/nixpkgs/nixos-unstable";

  home-manager = {
    # Auch home-manager auf release-26.05 anheben
    url = "github:nix-community/home-manager/release-26.05";
    inputs.nixpkgs.follows = "nixpkgs";
  };
};

Danach:

update-push

Das war's. NixOS baut das System neu, GNOME, Kernel und alle stabilen Pakete kommen auf den Stand von 26.05. Läuft etwas schief, ist ein Rollback wie immer mit einem Befehl erledigt – oder durch Auswahl einer älteren Generation im Bootmenü.

Tipp: Es empfiehlt sich, ein paar Wochen nach dem offiziellen Release zu warten. In dieser Zeit werden die meisten Kinderkrankheiten gemeldet und behoben. NixOS macht das Warten aber entspannter als anderswo – dank Rollback kann man auch früh wechseln ohne wirklich etwas riskieren zu müssen.

Wichtiger Hinweis zur home.stateVersion: In der home.nix gibt es eine Zeile home.stateVersion = "25.11". Diese darf beim Versionssprung nicht geändert werden – sie beschreibt den Stand zum Zeitpunkt der Erstinstallation und dient Home Manager zur internen Kompatibilität. Das ist eine der wenigen Zeilen in NNixOS, dieman wirklich in Ruhe lassen sollte!


Pakete aus unstable einbinden

In den vorherigen Teilen haben wir nixos-26.05 als unseren stabilen Kanal eingerichtet. Stabil heißt hier: die Paketversionen sind eingefroren und ändern sich bis zum nächsten NixOS-Release nicht mehr wesentlich. Das ist sicher, aber manchmal auch etwas angestaubt.

Daneben gibt es nixos-unstable – den Rolling-Release-Zweig. "Unstable" klingt beängstigender als es ist. Alle Pakete durchlaufen auch dort die automatisierte NixOS-Testsuite (Hydra), bevor sie im Unstable-Zweig landen. In der Praxis ist nixos-unstable auf dem Desktop sehr gut verwendbar. Der Unterschied zum stabilen Kanal: die Pakete sind aktueller, manchmal tagesaktuell.

Die Idee: das Beste aus beiden Welten

Ich möchte nicht das gesamte System auf unstable umstellen – das wäre für GNOME, Kernel und Systemdienste weder nötig noch sinnvoll. Was ich möchte, ist: für ausgewählte Programme die neueste Version, für den Rest die bewährte Stabilität.

NixOS macht das möglich indem man einfach beide Kanäle gleichzeitig einbindet und dann je Paket entscheidet, welcher Kanal verwendet werden soll.

Schritt 1: flake.nix anpassen

In der flake.nix den unstable-Kanal als zweiten Input hinzufügen:

inputs = {
  # Stabiler Kanal – für System, GNOME, Kernel
  nixpkgs.url = "github:NixOS/nixpkgs/nixos-26.05";

  # Unstable-Kanal – für ausgewählte Programme
  nixpkgs-unstable.url = "github:NixOS/nixpkgs/nixos-unstable";

  home-manager = {
    url = "github:nix-community/home-manager/release-26.05";
    inputs.nixpkgs.follows = "nixpkgs";
  };
};

Dann müssen die unstable-Pakete dem Rest des Systems bekannt gemacht werden. Das passiert über specialArgs (für die configuration.nix) und extraSpecialArgs (für die home.nix):

outputs = { self, nixpkgs, nixpkgs-unstable, home-manager, ... }:
let
  system = "x86_64-linux";

  # Unstable-Pakete als eigene Variable – allowUnfree nicht vergessen
  pkgs-unstable = import nixpkgs-unstable {
    inherit system;
    config.allowUnfree = true;
  };

  common-modules = [
    ./configuration.nix
    home-manager.nixosModules.home-manager
    {
      home-manager.useGlobalPkgs        = true;
      home-manager.useUserPackages      = true;
      home-manager.backupFileExtension  = "backup";

      # pkgs-unstable an home.nix weitergeben
      home-manager.extraSpecialArgs = { inherit pkgs-unstable; };

      home-manager.users.DEIN-USERNAME = import ./home.nix;
    }
  ];
in {
  nixosConfigurations = {
    DEIN-HOSTNAME = nixpkgs.lib.nixosSystem {
      inherit system;
      # pkgs-unstable auch an configuration.nix weitergeben
      specialArgs = { inherit pkgs-unstable; };
      modules = common-modules ++ [
        ./hardware-configuration.nix
        { networking.hostName = "DEIN-HOSTNAME"; }
      ];
    };
  };
};

Schritt 2: home.nix anpassen

Die home.nix muss pkgs-unstable als Argument empfangen:

# Erste Zeile anpassen:
{ config, pkgs, pkgs-unstable, ... }:

Danach kann man je Paket wählen: stabiler Kanal oder unstable? Das Prinzip ist denkbar einfach – statt pkgs.paketname schreibt man pkgs-unstable.paketname:

home.packages = [

  # Aus stable – ändert sich selten, läuft zuverlässig
  pkgs.git
  pkgs.starship

  # Aus unstable – immer die neueste Version
  pkgs-unstable.libreoffice-fresh    # Office-Suite
  pkgs-unstable.thunderbird          # E-Mail
  pkgs-unstable.obsidian             # Notizen (unfree)

];

Hinweis: Da pkgs-unstable explizit mit allowUnfree = true initialisiert wurde, funktionieren auch proprietäre Pakete wie Obsidian ohne weitere Konfiguration – vorausgesetzt nixpkgs.config.allowUnfree = true steht ebenfalls in der configuration.nix.

Schritt 3: System neu bauen

update-push

Beim ersten Mal dauert es etwas länger – Nix lädt jetzt zwei Kanäle und baut die unstable-Pakete erstmalig. Danach ist es wie gewohnt.

Was passiert beim Update?

Hier liegt eine wichtige Nuance. Das Skript update-push führt nix flake update aus – das aktualisiert die flake.lock für beide Kanäle. Stable-Pakete bekommen ihre regulären Sicherheits-Updates, unstable-Pakete rücken auf die tagesaktuellen Versionen vor. Das Beste aus beiden Welten, genau wie versprochen.

Sonderfall: Module aus unstable beziehen

Wer meiner Reihe aufmerksam gefolgt ist, stellt jetzt vielleicht fest: Firefox steht in der home.nix gar nicht als pkgs-unstable.firefox – Firefox ist bei uns als NixOS-Modul installiert. Und Module funktionieren anders als einfache Pakete.

Ein Modul wie programs.firefox ist tief ins System integriert. Es lässt sich nicht einfach auf pkgs-unstable umbiegen, weil das Modul intern auf das stabile pkgs.firefox zeigt. Der Trick heißt Overlay – man sagt NixOS: „Wenn du firefox aus pkgs holst, nimm bitte die unstable-Version."

Das passiert in der configuration.nix:

# pkgs-unstable wird via specialArgs übergeben (siehe flake.nix)
{ config, pkgs, pkgs-unstable, ... }:

{
  # Overlay: firefox aus pkgs wird durch die unstable-Version ersetzt
  nixpkgs.overlays = [
    (final: prev: {
      firefox = pkgs-unstable.firefox;
    })
  ];

  # Das Modul selbst bleibt unverändert – es greift nun automatisch
  # auf die unstable-Version zu
  programs.firefox = {
    enable        = true;
    languagePacks = [ "de" ];
  };
}

Das Schöne daran: Das Modul programs.firefox muss überhaupt nicht angefasst werden. Es merkt durch den Overlay nicht einmal, dass es jetzt eine andere Firefox-Version verwendet – es fragt einfach nach pkgs.firefox, und der Overlay liefert still und leise die unstable-Version.

Das gleiche Prinzip funktioniert für jedes andere Modul – überall wo pkgs.paketname im Hintergrund steht, kann man durch einen Overlay die unstable-Version einschleusen.


Wegwerf-Pakete – Software ohne Installation

Nixos hat noch einen Trick auf Lager, der mich beim ersten Mal wirklich begeistert hat. Die Frage: Was tun, wenn ich ein Programm einmalig brauche, es aber nicht dauerhaft installieren möchte?

Klassische Antwort: installieren, benutzen, deinstallieren – und dabei hoffen, dass keine Spuren zurückbleiben. Genau das ist unter normalen Linux-Systemen oft mühsam, weil Deinstallation selten wirklich vollständig ist.

NixOS-Antwort: einfach gar nicht erst installieren.

nix-shell – die Wegwerf-Umgebung

Der Befehl nix-shell -p paketname öffnet eine temporäre Shell in der das gewünschte Programm verfügbar ist. Verlässt man die Shell, ist das Programm wieder weg – aus dem PATH zumindest. Der Nix-Store räumt beim nächsten Garbage-Collection-Lauf auch den Rest auf.

Das Paradebeispiel ist Chrome. Google Chrome möchte ich nicht dauerhaft auf meinem System haben – aber manchmal brauche ich ihn kurz, um etwas in einem anderen Browser zu testen oder eine Seite zu besuchen, die Firefox partout nicht mag.

NIXPKGS_ALLOW_UNFREE=1 nix-shell -p google-chrome --impure

Die Umgebungsvariable NIXPKGS_ALLOW_UNFREE=1 ist nötig weil Chrome proprietär ist. Das --impure erlaubt Nix diese Variable zu lesen. Der Download dauert beim ersten Mal einen Moment – danach öffnet sich eine neue Shell in der google-chrome als Befehl bereitsteht:

google-chrome

Browser benutzen, fertig, Shell verlassen:

exit

Chrome ist wieder weg. Kein Eintrag in der home.nix, kein Rebuild, keine Spuren.

nix run – noch kürzer

Wer nicht einmal eine Shell öffnen möchte, kann nix run verwenden:

NIXPKGS_ALLOW_UNFREE=1 nix run --impure nixpkgs#google-chrome

Ein Befehl, Programm startet, fertig. Schließt man das Fenster, ist es vorbei.

Wann ist das sinnvoll?

Das ist nicht nur ein Spielzeug für Neugierige. Es gibt handfeste Anwendungsfälle:

  • Kompatibilitätstest: Wie sieht meine Webseite in Chrome aus?
  • Einmalige Aufgabe: Ein PDF-Werkzeug für genau dieses eine Dokument.
  • Ausprobieren: Bevor man ein Paket dauerhaft in die home.nix schreibt, einfach mal schauen ob es das Richtige ist.
  • Fremder Rechner: Auf einem Rechner den man nicht administriert, kann man so Software verwenden ohne etwas zu verändern.

Für freie Software entfällt die ganze NIXPKGS_ALLOW_UNFREE-Zeremonie – Chromium zum Beispiel geht einfach so:

nix-shell -p chromium

Der Unterschied zu nix-env

Aufmerksame Leserinnen und Leser erinnern sich vielleicht, dass wir in Teil 3 kurz nix-env -iA nixos.git verwendet haben – mit dem Hinweis, dass das nicht die bevorzugte Methode ist. Der Unterschied:

  • nix-env installiert dauerhaft ins Benutzerprofil – imperativ, der Zustand landet nicht in der Konfiguration
  • nix-shell -p ist temporär – verschwindet nach dem Schließen der Shell
  • home.nix ist deklarativ – der Nix-Way für alles was dauerhaft da sein soll

Für Git in Teil 3 war nix-shell -p git die eigentlich sauberere Wahl – die temporäre Shell hat ausgereicht um den einmaligen Setup-Schritt zu erledigen.

Fazit

Vier Werkzeuge, die das NixOS-Erlebnis noch runder machen: das Major Upgrade auf 26.05 in zwei Zeilen, pkgs-unstable für Programme wo die neueste Version wirklich zählt, der Overlay-Trick für Module wie Firefox, und nix-shell für alles was man einmal braucht und dann nie wieder sehen möchte. Zusammen ergibt das ein System das sowohl aktuell als auch stabil ist – und das trotzdem keine unnötige Software ansammelt.

Artikel der NixOS-Reihe


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Season 1 von MMO-20044 nähert sich dem Abschluss.

Mehrere Spieler haben Genesis-Level 4 erreicht, Level 5 und der anschliessende 48-Stunden-Countdown sind nur noch eine Frage der Zeit.

Was ich in dieser Season gelernt habe: ein Spiel zu bauen ist eine Sache, es mit echten Spielern laufen zu lassen eine andere. Einige Dinge haben funktioniert wie geplant. Andere Dinge haben sich erst im Betrieb gezeigt.

Was repariert wurde

Gleich zu Beginn: Planetentypen waren auf der Reiseseite nicht eindeutig zuzuordnen. Die Art-Anzeige stand neben dem Besiedeln-Button, konnte aber leicht dem falschen Planeten zugeordnet werden. Der Typ steht jetzt direkt im Button, kein Spielraum mehr für Verwechslungen.

Wer unterwegs war, stand laut Anzeige immer noch im Ausgangssystem. Das war irritierend. Seither zeigt die Reiseseite "Unterwegs nach [System]" sobald eine Reise läuft.

Ein weiteres Problem: wenn zwei Spieler gleichzeitig auf einen freien Planeten zusteuerten, konnte es passieren, dass einer seinen Besiedlungs-Slot blockiert hatte, aber keinen Planeten bekam. Ticks weg, kein Planet, keine Fehlermeldung. Das ist behoben. Wer zu spät kommt, bekommt seine Ticks zurück und einen Hinweis.

 

Neu: Erkundungssonden

Bevor man eine lange Reise startet, will man vielleicht wissen was am Ziel wartet. Dafür gibt es jetzt Erkundungssonden: 100 Ticks, keine Forschung nötig, Ergebnis zeigt Planetentypen und ob die Planeten frei sind. Die Flugzeit beträgt ein Fünftel der normalen Reisedauer. Bis zu zwei Sonden können gleichzeitig unterwegs sein.

Tips

Das Spiel gibt an bestimmten Stellen Hinweise, wenn etwas noch nicht stimmt. Wer zum Beispiel einen Gesteinsplaneten besiedelt hat, aber noch keinen Bergbau erforscht, bekommt den Hinweis direkt im Dashboard. Kein stilles Warten, keine Raterei warum die Rohstoffe nicht wachsen. Der Tipp verschwindet, sobald die passende Forschung gestartet ist.

 

Punktesystem wird korrigiert

Die Punkteformel für Season 2 ändert sich. In Season 1 zählten Ticks 1:1 in die Punktzahl, was dazu geführt hat, dass inaktive Spieler durch reines Abwarten in der Rangliste weit oben standen.

Season 2 rechnet anders: Ticks zählen bis maximal 2.000. Planeten werden mit 800 Punkten gewichtet statt 500. Technologien bringen 150 Punkte statt 100. Wer aktiv spielt, Planeten besiedelt und forscht, hat einen klaren Vorteil.

Season 2

Die Galaxie wird bei jedem Season-Start neu gewürfelt. Keine feste Karte, kein Vorteil durch Vorwissen aus Season 1. Die Galaxiegrösse lässt sich jetzt per Konfiguration anpassen, bei mehr Spielern entsprechend mehr Systeme.

Wann Season 2 startet, steht fest, sobald Level 5 gefallen ist. Wer mitspielen will: https://zockertown.de/mmo/


PS: Die Umfrage:

Was bedeutet 20044? (abgelaufen, 14 Stimmen)
  Das Galaxie-Gründungsjahr        4 ( 29%)  █████
  Eine Raumstation-ID                     3 ( 21%)  ████
  Eine Frequenz                                4 ( 29%)  █████
  Ein Koordinatensystem                3 ( 21%)  ████

Sehr ausgeglichen yes

Die Wahrheit:   Ein Tippfehler  cool sollte 2044 sein. Aber 20044 ist cooler devil

4. Juni 2026

Mozilla hat einen neuen Dienst in Firefox integriert, der auf bequeme Weise das Teilen mehrerer Tabs, ganzer Lesezeichen-Ordner oder Tab-Gruppen erlaubt. Für die ersten Nutzer geht es bereits mit Firefox 152 los.

Das Teilen einzelner Links mit anderen Menschen ist in der Regel kein Problem. Man kopiert die URL zum Beispiel aus der Adressleiste und schickt diesen auf dem gewünschten Weg an eine andere Person. Etwas komplizierter wird es, wenn mehrere Links involviert sind. Natürlich kann man jeden Link einzeln kopieren und weiterschicken. Aber je mehr Links es sind, desto mehr Zeit nimmt dies in Anspruch.

Ein neuer Dienst, den Mozilla in Firefox integriert hat, schafft hier Abhilfe. Sobald mehrere Tabs markiert sind, steht ein neuer Eintrag im Kontextmenü zur Verfügung. Auch Tab-Gruppen sowie Lesezeichen-Ordner erhalten eine Schaltfläche. Über diese wird ein einzelner Link generiert, der dann mit anderen geteilt werden kann. Der Link ist sieben Tage lang gültig. Danach funktioniert dieser nicht mehr.

Mehrere Links teilen in Firefox 152 Mehrere Links teilen in Firefox 152 Mehrere Links teilen in Firefox 152

Nutzer, welche den geteilten Link aufrufen, sehen eine Übersichtsseite mit allen geteilten Websites. Diese können darüber dann aufgerufen werden. Selbstverständlich funktioniert dies auch für Nutzer, die keinen Firefox verwenden.

Mehrere Links teilen in Firefox 152

Mozilla beginnt mit der Ausrollung dieses neuen Features bereits mit Firefox 152, der nach aktueller Planung am 16. Juni 2026 erscheinen wird – dann allerdings erst für zwei Prozent der Nutzer, die Firefox in amerikanischem Englisch nutzen.

Der Beitrag Firefox bekommt Dienst zum Teilen von Links erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

MMO-20044 geht in den regulären Betrieb.

Die Testphase ist abgeschlossen, der Produktionsserver läuft

Was gespielt wird: ein browserbasiertes Space-MMO. Rohstoffe abbauen, forschen, reisen, handeln, andere Spieler angreifen. Das Ziel ist der Genesis-Planet: wer ihn auf Level 5 bringt, startet einen 48-Stunden-Countdown. Läuft der durch, ist die Season vorbei und der Spieler gewinnt.

Technik: Python/FastAPI, PostgreSQL, HTMX. Kein JavaScript-Framework, kein Build-Step. Alles läuft serverseitig.

Registrierung ist offen unter zockertown.de/mmo-20044 . Spielstände aus der Testphase wurden nicht übernommen, alle starten neu.

Ein fetter Dank geht an die Spieler der Betaphase, die Fehler gemeldet und Verbesserungen vorgeschlagen haben. Das hat den Start besser gemacht, als er ohne dieses Feedback geworden wäre.

Was "20044" bedeutet: demnächst. 

2. Juni 2026

Mozilla hat mit Firefox 151.0.3 sein wöchentliches Korrektur-Update veröffentlicht. Dieser Artikel beschreibt die Änderungen des neuesten Updates.

Download Mozilla Firefox 151.0.3

Firefox 151.0.3 korrigiert das seit dem letzten Update deutlich zu große VPN-Symbol in der Navigationssymbolleiste.

Die Anpassungen der chinesischen Distribution von Firefox werden ab sofort ignoriert, nachdem Mozilla seine chinesische Tochtergesellschaft „Beijing Mozilla Online Ltd.” bereits Ende des vergangenen Jahres abgewickelt hatte.

Eine mögliche Absturzursache unter Linux wurde behoben, ebenso wie ein Webkompatibilitätsproblem sowie zwei Sicherheitslücken.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Sicherheits-Update Firefox 151.0.3 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

1. Juni 2026

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 19 ein Update für die Android-Version seines E-Mail-Clients veröffentlicht.

Download Thunderbird für Android

Mit Thunderbird 19 für Android ist es möglich, die verfügbaren Aktionen in den Benachrichtigungen zu konfigurieren. Dies schließt die Anzahl der möglichen Aktionen (keine bis zu drei), die Art der Aktionen sowie die Reihenfolge ein. Thunderbird wurde außerdem für die Einrichtung von Thundermail vorbereitet, dem kommenden E-Mail-Dienst der Thunderbird-Entwickler. Die Schriftgröße in den E-Mails passt sich darüber hinaus jetzt der eingestellten Schriftgröße des Gerätes an. Ansonsten bringt auch Thunderbird 19 wieder eine Reihe von Fehlerkorrekturen und Detail-Verbesserungen unter der Haube.

Der Beitrag Thunderbird 19 für Android veröffentlicht erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Die Beta von MMO-20044 läuft seit ein paar Wochen, und es hat funktioniert: ein paar Spieler haben das Spiel gefunden, Feedback gegeben und Bugs aufgedeckt. Am Donnerstag, 04.06., geht die Beta zu Ende.

Direkt danach startet Season 1. Das bedeutet einen vollständigen Reset: alle Spieler, Planeten und Fortschritte werden gelöscht. Die Galaxie selbst bleibt erhalten.

Was Season 1 bringt

Das Spielziel ist jetzt klar definiert: wer als erstes den Genesis-Planeten auf Level 5 bringt, löst einen 48-Stunden-Countdown aus. Danach endet die Season. Der Sieger bekommt eine Trophäe, die dauerhaft im Profil sichtbar bleibt.

Dazu gibt es eine Rangliste, die sich an der Spielerzahl orientiert. Bei wenigen Spielern werden die besten drei angezeigt, bei mehr entsprechend mehr. Wer nicht in der Spitzengruppe steckt, sieht seine eigene Position mit den direkten Nachbarn.

Mitspielen

Das Spiel läuft unter zockertown.de/mmo. Registrierung ist offen, kein Account nötig außer einem Spielernamen und Passwort. Wer die Beta mitgemacht hat, muss sich neu registrieren.

MMO-20044 ist ein Browser-Spiel ohne Client, ohne App, ohne Push-Benachrichtigungen. Kein Tracking, keine Werbung, keine externen Ressourcen. Einloggen, schauen was passiert ist, Entscheidungen treffen, wieder ausloggen. Mehr ist es nicht, und das ist der Punkt.

Getreu dem Motto „Nutze Gutes und schreibe darüber“ stelle ich im heutigen Beitrag die Open-Source-Projekte lab-toolbox, kcli und kcli-toolbox vor.

Lab-toolbox

Die lab-toolbox ist ein Projekt von meinem TAM-Kollegen Chris Huang. Es handelt sich dabei um ein Python-Skript, welches die Erstellung von virtuellen Maschinen (VM) mit Red Hat Enterprise Linux (RHEL) unter KVM/QUEMU vereinfacht und beschleunigt.

Hinter der Idee zu diesem Projekt steckt dieser Anwendungsfall:

Als Plattform-TAMs müssen wir regelmäßig Dinge unter verschiedenen RHEL-Versionen testen. Häufig muss hierzu eine frische VM auf unserem Laptop herhalten, die nach dem Test auch direkt wieder entsorgt werden kann. Dies kann nun bspw. mit dem folgenden Kommando erledigt werden:

./create_vm.py --rhel 10 --hostname rhel10-1 --memory 4096 --vcpus 2

Mit diesem einen Befehl werden folgende Aufgaben ausgeführt:

  1. Es wird das aktuelle RHEL 10 Image auf der lokalen Festplatte genutzt, um eine RHEL 10 VM mit 4 GB RAM und 2 vCPU zu erstellen
  2. Das Skript fragt nach einem Passwort für den Konsolen-Login oder bietet an, sich ausschließlich per SSH einzuloggen
  3. Es generiert automatisch die Konfiguration für cloud-init, um:
    • den aktuellen Benutzer innerhalb der neuen VM zu erstellen
    • den SSH-Public-Key des Benutzers hinzuzufügen (automatisch oder per Option)

Ist die VM erstellt, können wir uns direkt mit unserem Benutzer und dessen SSH-Schlüssel einloggen.

Es gibt im Internet viele Wrapper-Skripte, welche die Einrichtung von lokalen VMs vereinfachen sollen. Mir gefällt an diesem besonders, dass es einen meiner häufigsten Anwendungsfälle auf den Punkt bedient. Dazu gibt es ein ausführliches README.md mit einer ausführlichen Dokumentation und einigen Beispielen.

Danke Chris, dass du dieses tolle Projekt mit uns teilst.

Kcli

Wenn es ein bischen mehr sein darf und z.B. folgende Funktionen gewünscht sind:

  • Deplyoment von Cloud-Images bei verschiedenen Providern (z.B. libvirt, KubeVirt, oVirt, OpenStack, VMware vSphere, AWS, Azure, GCP, IBM cloud and Hcloud) mit einem einzigen Werkzeug
  • Profile, um VMs mit der gleichen Hardware-Charakteristik zu starten
  • Komplette Labor-Umgebungen in YAML deklarieren und ausrollen
  • Große Auswahl an Cloud-Images verschiedener Linux-Distributionen
  • Einfache Verteilung und Integration von SSH-Schlüsseln
  • Automatische Registrierung von RHEL-VMs

Dann ist das Projekt kcli von meinem Kollegen Karim Boumedhel und vielen weiteren Beitragenden vielleicht etwas für euch. Wenn ihr jetzt neugierig geworden seid, werft für weitere Informationen einen Blick in die Dokumentation.

Als TAM und Sysadmin möchte ich auch komplexe Systeme testen, welche häufig aus mehreren VMs bestehen. Da mein Laptop hier schnell an seine Grenzen stößt, möchte ich diese Laborumgebungen auch bei anderen Anbietern bereitstellen können. Hierfür scheint mir dieses Projekt gut geeignet zu sein.

Kcli-toolbox

Dies ist der 0,5-Anteil der Vorstellungen in diesem Artikel. Damit ist nicht gemeint, dass es erst zur Hälfte fertig ist. Es ist vielmehr kein richtiges Projekt, sondern lediglich ein Containerfile und ein Custom-Toolbox-Build.

Toolbx ist ein Werkzeug für Linux, welches ein CLI für Softwareentwicklung und Troubleshooting bereitstellt, ohne dass ihr dafür alle notwendigen Werkzeuge auf eurem Host-System installieren müsst. Eine Toolbox basiert auf einem OCI-Container-Image. Es gibt sie in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Bitte schaut für weitere Informationen in die Dokumentation.

Bei kcli-toolbox handelt es sich um ein Toolbox-Container-Image, bei dem kcli schon vorinstalliert ist. Das Image wird jeden Dienstag um 03:42 Uhr Ortszeit neu gebaut, um es auf einem aktuellen Stand zu halten.

Mir enthält der Abschnitt „Container Install“ der kcli-Dokumentation zu viele Optionen und aliases, die ich mir nicht merken möchte. Die Builds für EPEL-9 schlagen seit einiger Zeit fehl, so dass ich unter RHEL 9 nicht die letzte Version als RPM nutzen kann. Daher kam mir die Idee zu kcli-toolbox. Ich habe hiermit die aktuellste Version für Fedora 44 und kann diese so natürlich nutzen, als wäre sie als RPM-Paket installiert.

Probiert es doch gerne selbst einmal aus. Hinweise dazu findet ihr in der README.md.