staging.inyokaproject.org

8. April 2008

Okay. Es ist jetzt 17:31 und bisher hat mich, wie nicht anders zu erwarten war, keiner der Anprechpartner bei Eurovideo angerufen. Es wäre ja auch unverschämt, jemanden, der einen Rückruf ab 14:00 Uhr erwartet, einfach so fast pünktlich anzurufen, oder auch ne Stunde später. Schon gar nicht, wenn der jemand aus Hessen kommt, sich beschweren möchte und noch dazu gesagt bekommt, man würde ihn definitiv zurückrufen.

Also führe ich das zweite Telefongespräch nach München. Dort erklärt man mir, dass der zuständige Kollege sich bereits nicht mehr im Haus befindet, ich möchte doch am nächsten Tag zurückrufen und dann bitte vor 16 Uhr, dann wäre der Mitarbeiter noch im Haus. Immerhin konnte ich schon mal die direkte Durchwahl und den Namen meines Ansprechpartners herausfinden. Ich hoffe, er meldet sich, bevor ich morgen beim Saturn auf der Matte stehe.

Wer solche prinzipiell defekten (weil mit manipuliertem Dateisystem) arbeitenden DVDs verkauft, sollte auch entsprechenden Support liefern können. Einen funktionierenden. Und von Supportlegasthenikern im Callcenter habe ich langsam die Nase voll. Wenn ich so arbeiten würde, wäre ich ruck-zuck arbeitslos.

Jetzt habe ich schon ca. 3 zusätzliche Euros und ca. eine Stunde Zeit geopfert, nur weil diese Kopierschutz-Nazis es eine Lernkurve haben, die mit der Funktion “f(x) = 0x” beschrieben werden können. (Sollte das jemand visualisiert haben wollen, einfach in die Kommentare schreiben, ich bastel das dann).

Hätte ich mir den Film von jemand anderem kopieren lassen oder hätte ich ihn aus dem Netz gesaugt, immerhin gibt es da bestimmt auch Torrents bei der Pirate Bay, hätte ich weniger Stress und Kosten gehabt. Womit man sieht, dass der ehrliche Käufer bei dem ganzen DRM-Kopierschutz-Brainfuck-Schrott am Ende wieder der Dumme ist.

7. April 2008

Wie der eine oder andere weiss, benutze ich seit fast einem Jahr Linux, seit einem dreiviertel Jahr ausschließlich. Es gibt noch eine Windows-VM, aber die langweilt sich mit ihren zwei Gigabyte Speicher und hat schon Spinnweben an den Prozessor-Beinchen.

Nun, ich kann mit meinem Linux so ziemlich alles, was ich auch unter Windows konnte: Musik hören, surfen, Filme gucken, mailen, spielen, was man eben so alles macht. Diesen Sonntag morgen allerdings ging etwas schief.

Am Samstag hat meine Freundin in der nahen Saturn-Filiale einen Film erstanden, den wir eigentlich schon länger günstig gesucht haben. Es war - wie der eine oder andere bereits ahnt - der Film “Wer früher stirbt ist länger tot” aus dem Hause EuroVideo. Der eine oder andere kennt den Film vielleicht, ich werde ihn erst im Fernsehen sehen können, denn der verwendete Kopierschutz ist derart hartnäckig, dass ich den Film gar nicht erst zum abspielen bewegen konnte. Unter keinen Umständen. Weder mit Totem, noch mit dem nahezu allmächtigen VLC-Player, der immerhin Bild und Ton ausspuckte, allerdings nur einen Kommentar des Regisseurs (glaube ich).

Nicht einmal in meiner Windows-VM, die ich mit einer mit meinem damaligen DVD-Laufwerk gekauften Version von PowerDVD gefüttert hatte, wollte die DVD funktionieren. Ton wäre nicht gegangen, was aber sicher lösbar gewesen wäre, aber beim Klick auf “Film starten” hat sich PowerDVD und infolgedessen meine VM aufgehängt.

Nachdem ich also eine halbe Stunde damit verbracht habe, den Film irgendwie zu starten (und das mit der Windows-VM war eine pure Verzweiflungstat), mein Brot und mein Kaffee kalt, mein Frühstück also bereits versaut war, habe ich beschlossen, den besch verdammten Film im Saturn zurückzugeben und in Zukunft die Finger von EuroVideo-Filmen zu lassen.

Solchen Kopierschutz-Nazis werf’ ich kein Geld mehr hinterher. Denn es ist schon ärgerlich, schließlich müsste man so bei jedem Schnäppchen, dass man im Laden findet gleich mal im Netz gucken, ob die DVD unter Linux oder auf PCs generell Probleme hat. Und auch wenn man ein Fix für sein Playerprogramm braucht, um den Film zu sehen, ist und bleibt es einfach eine Zumutung.

Da hat mir dann auch die Dame bei der EuroVideo-Hotline gerade zugestimmt, ihre Kollegen rufen mich dann morgen zurück. Sagt sie. Mal sehen. Den Film würde ich ja nämlich schon gerne zurückgeben, aber ich glaube, Saturn macht da nicht mit. Sollen die sich was einfallen lassen.

5. April 2008


Ich habe eben auf wiki.ubuntu.com einen tollen CD-Ständer gefunden, den man auf Veranstaltungen aller Art benutzen kann.

Original

Natürlich nur für Ubuntu…daher hab ich mich mal daran versucht einen für Kubuntu zu entwerfen. Die Vorderseite schaut so aus.

Kubuntu Version

Wenn jemand die SVGs und die Bastelanleitung brauch, einfach anmailen: beyond.serenity [at] gmailDOTcom

4. April 2008

Ich habe ja schon darüber berichtet, dass sich YouTube-Videos seit Ubuntu “Hardy Heron” 8.04 direkt aus Totem heraus abspielen lassen. Seit ein paar Wochen offeriert YouTube für angemeldete Benutzer die Videos in einem besseren Format. Die mit H.264 codierten Videos bieten gegenüber den mit Sorenson codierten Videos bessere Ton und Bildqualität. Nach und nach will YouTube die Videos nun konvertieren.

Für Totem ist ein angepasstes Plugin verfügbar. Man kann es von hier als .deb Datei herunterladen. Es basiert praktisch vollständig auf dem “normalen” Plugin. Es wurden nur geringförmige Anpassungen gemacht.

Bei der Installation ersetzt es auch nicht das herkömmliche YouTube-Plugin, es wird zusätzlich installiert. Man findet unter “Bearbeiten -> Plugins” nun das Plugin “YouTube H264-Browser”. Ist es aktiviert, so kann es innerhalb von Totem auswählen.

Vergleicht man nun ein Video in den beiden Standards, so sieht man sofort dass mit H.264 codierte Videos eine höhere Auflösung besitzen. Auch Artefakte sieht man seltener.

PS: Nach wie vor braucht man zum Abspielen von YouTube-Videos ein zusätzliches Paket installieren. Informationen dazu findet man hier.

1. April 2008

Nachdem ubuntuusers gestern wegen der „Krampfadergrafikabgemahnt wurde, haben wir uns entschlossen, die Verantwortung für diesen Vorfall zu übernehmen und unsere Ämter bei ubuntuusers.de abzugeben. Die gleiche Entscheidung trafen auch einige andere Teammitglieder, die an der Gestaltung des Überraschungsheaders beteiligt waren.

Inyoka werden wir selbstverständlich fertigstellen und auch für einen reibungslosen Umstieg sorgen; jedoch ohne offiziell im ubuntuusers-Team zu sein

Wie es danach mit Inyoka weitergeht, muss noch geklärt werden. Weitere Details werden wir vorraussichtlich noch vor dem Wochenende an dieser Stelle nennen.

Update: Nun ist es offiziell: http://ubuntuusers.de/ikhaya/976/. Auch Teile der Projektleitung sind zurückgetreten.

Update 2: Ja, es war nur ein Aprilscherz :-)

Das ist kein Aprilscherz.

Ich bin gestern aus persönlichen Gründen aus dem Serverteam von ubuntu-eu.org ausgetreten. Da diese Aufgabe der Grund dafür war, dass ich noch im Team von ubuntuusers.de blieb, endete auf eigenen Wunsch meine Beteiligung auch dort.

Es war eine sehr schöne Zeit, ich gehe ohne Ärger und möchte mich in der geringer werdenden Freizeit vermehrt um eigene Projekte kümmern.

Und bekanntlich trifft man sich wenigstens zwei Mal im Leben ;-)

30. März 2008

Computer+Fotografie=Digitale Fotografie

Wie verbindet man die zwei Hobbies Computerei und Fotografie am besten? Man schafft sich eine digitale Kamera an. Yvonne hat ja schon seit einem Jahr sehr gute Erfahrungen mit der EOS 400D, so hab ich mir diese Kamera auch gekauft. Die Mehrfachnutzung der vorhandenen Ausrüstung ist auch ein entscheidener Aspekt gewesen.

DIe Fotos will ich nicht über einen Kartenleser auf den PC schaufeln. Schließlich hat die Kamera ja einen USB2-Anschluß. Dumm nur, daß mein Ubuntu die Kamera von sich aus nicht erkannte…. Schnell im Netz gesucht und eine Lösung gefunden:

  • für gphoto eine neue udev-Regel erstellt (/etc/udev/rules.d/45-libgphoto2.rules)
SYSFS{idVendor}=="04a9", SYSFS{idProduct}=="3110", MODE="0660", GROUP="plugdev"
  • udev neu starten. fertig

Zum Verwalten der Fotos nutze ich F-Spot. Das kommt gut mit den RAW-Fotos klar. Schließe ich jetzt die Kamera am Rechner an, öffnet sich f-spot-import und bietet mir das Kopieren der Bilder in den vordefinierten Ordner auf dem Rechner an.

Computer+Fotografie=Digitale Fotografie

Wie verbindet man die zwei Hobbies Computerei und Fotografie am besten? Man schafft sich eine digitale Kamera an. Yvonne hat ja schon seit einem Jahr sehr gute Erfahrungen mit der EOS 400D, so hab ich mir diese Kamera auch gekauft. Die Mehrfachnutzung der vorhandenen Ausrüstung ist auch ein entscheidener Aspekt gewesen.

DIe Fotos will ich nicht über einen Kartenleser auf den PC schaufeln. Schließlich hat die Kamera ja einen USB2-Anschluß. Dumm nur, daß mein Ubuntu die Kamera von sich aus nicht erkannte…. Schnell im Netz gesucht und eine Lösung gefunden:

  • für gphoto eine neue udev-Regel erstellt (/etc/udev/rules.d/45-libgphoto2.rules)
SYSFS{idVendor}=="04a9", SYSFS{idProduct}=="3110", MODE="0660", GROUP="plugdev"
  • udev neu starten. fertig

Zum Verwalten der Fotos nutze ich F-Spot. Das kommt gut mit den RAW-Fotos klar. Schließe ich jetzt die Kamera am Rechner an, öffnet sich f-spot-import und bietet mir das Kopieren der Bilder in den vordefinierten Ordner auf dem Rechner an.

Die Beta-Version von Ubuntu “Hardy Heron” ist bereits erschienen und kann zum Ausprobieren heruntergeladen werden. Am 24. April 2008 erscheint vorraussichtlich die Final-Version.

Ubuntu 8.04 wird wieder Long Term Support bieten. D.h. für die Desktop-Variante wird es 3 und für die Server-Variante 5 Jahre Sicherheitsupdates geben.

29. März 2008

Inkscape ist OpenSource-Software und bietet verschiedene Funktionen zur Vektor-Bildbearbeitung. Seit Version 0.46, die heute erschienen ist, bietet Inkscape auch die Möglichkeit PDF-Dateien zu editieren. Da ich schon seit längerem nach so einer Möglichkeit suche, habe ich die Funktion gleich getestet. Das Editieren von PDF-Dateien hat auch problemlos funktioniert. Schade ist allerdings, dass man immer nur eine Seite eines PDF-Dokumentes zum Editieren öffnen kann.

Inkscape ist übrigens nicht nur für Linux sondern auch für Windows und OS X verfügbar.

Eine Anleitung für die Installtion unter Ubuntu 7.10 gibt es bei /home/zero . Ab Ubuntu 8.04 wird Inkscape 0.46 in den Quellen zu finden sein.

28. März 2008

Django ist ein praktisches Webframework, mit dem in extrem kurzer Zeit ohne viel Aufwand tolle Webanwendungen realisiert werden können. Dabei übernimmt Django einige lästige Aufgaben, wie die Kommunikation mit der Datenbank, das Erzeugen von Admin-Interfaces und noch einiges mehr. Da wir von Anfang an bei Inyoka auch immer den Releasetermin im Auge hatten und wir uns einen recht knappen Zeitplan gesetzt haben, haben wir uns auch in Inyoka für Django entschieden. Allerdings wurde Django mit steigender Komplexität des Projektes ein immer größeres Hindernis, wodurch wir gezwungen waren, uns nach Alternativen umzuschauen.

Nach und nach haben wir Teile von Django gegen eigenen Code ausgetauscht, darunter unter anderem das Benutzer- und Session-Management, die Template-Engine, das Admin-Interface, den URL Dispatcher/Builder sowie das automatische Erstellen der Datenbank und andere Management-Scripts. Die newforms Library und die netten Datenbank-Models haben wir aber behalten.

Leider ist es aber aufgrund des ORMs nicht möglich, Abfragen und Updates auf mehrere Tuples zu machen oder komplexere (z.B. mit Queries mit GROUP oder OUTER JOINS usw.) zu erstellen, von der Optimierung der derzeitigen Queries einmal abgesehen. Für das Ikhaya (der Blog) und dem Planeten reichten zwar die Django-Models noch aus, aber bereits im Wiki wurde fast alles ausschließlich nur mehr über rohe SQL-Statements gemacht. Dadurch verloren wir neben dem Komfort des ORMs auch noch die Möglichkeit, das System später auf einem anderen DBMS laufen zu lassen.

Das Forum stellte sich schlussendlich aber als eine noch spannendere Herausforderung heraus. Da Django nicht in der Lage war, unsere Datenbank Struktur mit einem einzigen Query zu laden, setzte es für jedes Topic etwa 3 zusätzliche Queries ab (Lazy Loading), was ebenfalls ein vernünftiges Caching unmöglich machte. Außerdem haben wir auch nach längerem Herumprobieren keine Möglichkeit gefunden, Zugriffe auf Felder zufriedenstellend abzufangen oder das Mapping anders zu konfigurieren. Dazu kam auch noch, dass Django-Models die Werte als Value updaten und nicht über Expressions, was zu zahlreichen Race-Conditions und Lost-Updates führte.

Da rohe SQL-Queries allerdings auch keinen Spaß gemacht hätten und ein Mapping mit Event-System vonnöten war, haben wir uns dafür entschieden, die Forum Models in SQLAlchemy zu definieren. Anfangs hatten wir es parallel laufen, aber da es größere Schwierigkeiten mit den Django-Models gegeben hat, die weiterhin versucht haben, veraltete Daten erneut mit der Datenbank zu synchronisieren, haben wir uns dann doch für den kompletten Umstieg entschieden. Der Code ist nun wesentlich lesbarer, kürzer, leichter zu warten und vor allem leistungsfähiger. Bis jetzt bin ich noch auf kein Problem gestoßen, das nicht mit SQLAlchemy lösbar wäre, und ich staune jeden Tag wieder über die Funktionsvielfalt und die Stabilität. Da SQLAlchemy im Gegensatz zum Django ORM auch kaum "Magie" verwendet, kann man mit den Objekten so ziemlich alles Denkbare machen, ohne dass sie gleich kaputt gehen. Und was nicht über das ORM möglich ist, lässt sich ohne Behinderung weiterhin über SQL ähnliche Queries ausdrücken. SQLAlchemy ist bisher auch die einzige Datenbank Schnittstelle, die ich kenne, die wirklich DBMS unabhängig und vor allem verwendbar ist. OLEDB, ODBC, JDBC, EJB, ADO.NET usw. können sich da noch einiges abschauen (ok, einige davon sind auch einfach schon älter, aber trotzdem)... ich rühr das nicht mehr an :-)

Der Rewrite des Forums (inklusive Caching) ist jetzt großteils bis auf ein paar Kleinigkeiten abgeschlossen, und wir sehnen uns schon nach dem Tag, an dem der letzte Django Import fällt. Das soll aber nicht heißen, dass wir Django nicht mögen. Ich bin zum Beispiel ein begeisterter Django Fan, und es war damals auch mein Einstieg in Python, aber Python bietet schon so viele Möglichkeiten, dass Frameworks oft nicht mehr nötig sind und diese meist eher einschränkend wirken. Es gibt aber durchaus auch noch zahlreiche Projekte, für die Django hervorragend geeignet ist (vor allem bei einfachen CRUD-Anwendungen) aber das soll nicht heißen, dass es der einzige und beste Weg für jeden Anwendungsfall ist.

27. März 2008

Mit diesem Beitrag im Forum von getautomatix.com wurde nun das offizielle Ende des Programms bekannt gegeben.

Well the day has finally come, development of Automatix has been discontinued. We are doing this, NOT because we think Automatix is no longer necessary on Ubuntu and Debian, but because all of the Automatix developers have become wrapped up in more pressing commitments.

I, Jared, have been asked by Technalign Inc. to assist in the development of the next version of their GNU/Linux distribution, Pioneer Warrior. I will use what I have learned as an Automatix developer to make Pioneer Warrior the best GNU/Linux distribution for the average user.

Arnie, and the other Automatix Team members, currently are too involved in their personal lives to do justice to the Automatix project as well.

We thank our loyal users for the years of support they have given us, and we wish them well on their journey in the world of free software.

Ich persönlich trauere dem Programm nicht hinterher. Automatix hat bei unzähligen Benutzern von Ubuntu oder Debian zu Problemen geführt, auch wenn Automatix diesen Anfangs den Einstieg ein kleines bisschen erleichterte. All das, was Automatix leistete, war selbst zu Zeiten von Ubuntu Dapper Drake 6.06 schon direkt über das System selber möglich und selbst die Entwickler von Ubuntu warnten vor Automatix, da es gravierende Probleme barg. Daher: RIP Automatix

24. März 2008

Der Reiher schlüpft

Alle testen Hardy. Ich auch. Anlaß ist der neue Rechner, den ich mir zusammengesteckt habe. Die Hardware ist solider Durchschnitt, reicht auch die nächsten Jahre (hoffentlich):

  • AMD Athlon X2 BE-2400
  • 4GB RAM
  • Das alles sitzt auf einem Asus M2N-VM DVI

Die Technik ist im Vergleich zu meinem alten Rechner recht energieeffizient. 45W zeigt das Schätzeisen an, während ich das hier grade schreibe. 85W hat mein alter Rechner mit Athlon XP 2000 im normalen Betrieb gebraucht…

Die 4GB Hauptspeicher sind für eine normale Arbeitsstation völliger Luxus. Ich möchte mich jedoch in das Thema Virtualisierung einarbeiten. Dabei ist RAM durch nichts zu ersetzen als durch mehr RAM. Vista läuft als Gast erträglich erst mit mehr als 1GB.

Hardy Heron wird nett. Ich spiele mal wieder mit GNOME.

  • Der Metacity kann von sich aus einige grafische Spielereien, die reichen mir. Compiz hab ich runtergeschmissen.
  • Entweder hat Evolution schon früher die Katerorien im Kalender aus meinem Treo synchronisiert, oder ich hab es jetzt erst mitbekommen.
  • Evolution kann jetzt wohl direkt mit Google Calender zusammenarbeiten, das muß ich mir mal tagsüber genauer anschauen…
  • Tomboy kann jetzt mehrere Notizen in ein Notizbuch zusammenfassen.
  • Epiphany übernimmt nicht meine alten Bookmarks, das ist auch nochmal zu testen.

Es gibt noch viel zu testen, sind ja noch 4 Wochen Zeit …

Der Reiher schlüpft

Alle testen Hardy. Ich auch. Anlaß ist der neue Rechner, den ich mir zusammengesteckt habe. Die Hardware ist solider Durchschnitt, reicht auch die nächsten Jahre (hoffentlich):

  • AMD Athlon X2 BE-2400
  • 4GB RAM
  • Das alles sitzt auf einem Asus M2N-VM DVI

Die Technik ist im Vergleich zu meinem alten Rechner recht energieeffizient. 45W zeigt das Schätzeisen an, während ich das hier grade schreibe. 85W hat mein alter Rechner mit Athlon XP 2000 im normalen Betrieb gebraucht…

Die 4GB Hauptspeicher sind für eine normale Arbeitsstation völliger Luxus. Ich möchte mich jedoch in das Thema Virtualisierung einarbeiten. Dabei ist RAM durch nichts zu ersetzen als durch mehr RAM. Vista läuft als Gast erträglich erst mit mehr als 1GB.

Hardy Heron wird nett. Ich spiele mal wieder mit GNOME.

  • Der Metacity kann von sich aus einige grafische Spielereien, die reichen mir. Compiz hab ich runtergeschmissen.
  • Entweder hat Evolution schon früher die Katerorien im Kalender aus meinem Treo synchronisiert, oder ich hab es jetzt erst mitbekommen.
  • Evolution kann jetzt wohl direkt mit Google Calender zusammenarbeiten, das muß ich mir mal tagsüber genauer anschauen…
  • Tomboy kann jetzt mehrere Notizen in ein Notizbuch zusammenfassen.
  • Epiphany übernimmt nicht meine alten Bookmarks, das ist auch nochmal zu testen.

Es gibt noch viel zu testen, sind ja noch 4 Wochen Zeit …

Moneyplex und 64bit

Zur Finanzverwaltung wird hier Moneyplex eingesetzt. Im Zuge des Umzugs auf einem neuen Rechner (dazu später mehr) und 64bit-Arch stand auch die Konfiguration des Kartenlesers Cybercom Ecom aus. So ist es zu schaffen:

  • Die Sourcen des Treibers kompilieren oder für passende Distribution installieren
  • Die Datei libproxy-cyberjack.so im Ordner moneyplex/ctapi als Treiber für den Kartenleser auswählen
  • Wichtig ist, d aß die Dateien in moneyplex/ctapi nur dem Benutzer gehören.
chmod 700 moneyplex/ctapi/*

Die Tipps kamen von hier und hier

Moneyplex und 64bit

Zur Finanzverwaltung wird hier Moneyplex eingesetzt. Im Zuge des Umzugs auf einem neuen Rechner (dazu später mehr) und 64bit-Arch stand auch die Konfiguration des Kartenlesers Cybercom Ecom aus. So ist es zu schaffen:

  • Die Sourcen des Treibers kompilieren oder für passende Distribution installieren
  • Die Datei libproxy-cyberjack.so im Ordner moneyplex/ctapi als Treiber für den Kartenleser auswählen
  • Wichtig ist, d aß die Dateien in moneyplex/ctapi nur dem Benutzer gehören.
chmod 700 moneyplex/ctapi/*

Die Tipps kamen von hier und hier

22. März 2008

18. März 2008

Mit dem Erscheinen von GNOME 2.22 wurde dem Multimediaplayer Totem die Möglichkeit gegeben direkt Videos von YouTube wiederzugeben. Dazu muss kein Flashplayer installiert werden. So kann man ohen Werbung und mit einer komfortablen Suchfunktion Youtubevideos betrachten.

Dazu muss ein Paket zusätzlich installiert werden.

$ sudo apt-get install python-gdata

Anschließend kann man in Totem unter “Bearbeiten -> Plugins -> Youtube Plugin” das Plugin aktivieren.

15. März 2008

Vor ca. 2 1/2 Wochen habe ich mir die Alpha-Version von Ubuntu 8.04 Hardy Heron auf meinem Laptop installiert. Zeit für einen ersten Bericht.

Laut dem Release Schedule von Hardy wird am 20. März die Beta erscheinen, die Final ist dann für den 24. April 2008 geplant. Noch ist Hardy also Alpha, was man auch ab und zu mal merkt! ;-) Während der Zeit, in der ich Hardy installiert habe gab es einmal einen verkrüppelten Kernel (kein WLAN, kein Sound…) und eine Bibliothek (glibc), die das ganze System nicht mehr starten ließ. Es dauert natürlich normalerweise nur einen oder zwei Tage bis die Pakete aktualisiert sind. Jedoch - und deshalb nach wie vor meine “Warnung” vor Alpha-Versionen von Ubuntu, es kann tatsächlich mal sein, dass das System nach einem Update nicht mehr funktioniert. Wer davor Panik hat, kein zweites stabiles System auf dem Rechner hat oder nen zweiten Computer, sollte immer daran denken. Aber ihr wisst ja sicher selber am besten, was “gut” für euch ist! *grins*

Und es ist ja tatsächlich so - wenn man ein System wirklich testen will, muss man auch tagtäglich damit arbeiten. Mal kurz in ner VM installieren und angucken ist gut für die Neugierde, aber richtig testen wie sich das OS so verhält, kann man damit sicher nicht. Ich habe deshalb mein wunderbar stabiles Gutsy mit der Alpha von Hardy ersetzt und benutze es nun täglich. Ich habe wirklich schon viel geflucht damit aber - ich liebe es. :-P

Wie ist es denn nun so?

Hardy Heron wird ja wieder ein LTS-Release sein. Besonders deshalb gibt es auf den ersten Blick auch keine weltbewegenden Neuerungen. Man kann sich im englischen und deutschen Wiki durchlesen was es insgesamt alles Neues gibt. Ich will jetzt nur ein paar Sachen davon vorstellen, die ich auch persönlich verwende.

Um es mit in Fußballer-Art zu sagen: so rein vom “feeling” her fühlt sich Hardy sehr gut an. Irgendwie flüssiger und schneller als Gutsy. Ich bin mir selber nie sicher, ob das jetzt nur persönliche Einbildung ist oder Tatsache. Ich persönlich sitze nie mit ner Stoppuhr da und messe nach, wie lange das System zum booten oder eine Anwendung zum Starten braucht.

Grafischer Schnickschnack

Als glücklicher Besitzer einer Nvidia-Karte (GeForce Go 7300) habe ich wie bisher auch, mit der Grafik keinerlei Probleme. Nach Installation des Nvidia-Treibers (bei mir nvidia-glx-new, momentan Version 169.12) über den Restricted Manager wurde nach einem Neustart automatisch Compiz aktiviert. Ohne irgendwelche händische Nacharbeit an der xorg.conf (an der ich durchaus nacharbeiten musste, nur nicht für Compiz, dazu später mehr). Leider wird ein gutes Tool zum konfiguren von Compiz immer noch nicht automatisch installiert. Deshalb dafür bitte immer noch das Paket

compizconfig-settings-manager

nachinstallieren, in dem ihr alles nach Herzenslust einstellen könnt. Was gibt es dazu noch zu sagen… Compiz hat bei mir unter Gutsy problemlos funktioniert und tut das nach wie vor unter Hardy. Jedoch muss ich gestehen, dass ich Compiz mittlerweile die meiste Zeit deaktiviert habe. Aber zum Angeben vor Windows-Usern ist das natürlich immer noch das Beste…. :-P

Ach ja, so nebenbei zum nvidia-glx-new Treiber. Das Paket “nvidia-settings” muss nun händisch nachinstalliert werden und ist kein Bestandteil des Treibers mehr. Der Menüeintrag ist dann unter “System > Systemverwaltung > NVIDIA X Server Settings” zu finden. Wollt ihr damit auch wirklich auch etwas einstellen, müsst ihr “nvidia-settings” natürlich mit Root-Rechten starten… logisch, oder? ;-)

Artwork

Das Gutsy Artwork ist leicht überarbeitet, aber noch in den Ubuntu-typischen braun-orange Tönen gehalten. Das tolle Wallpaper habt ihr ja schon in meinem letzten Eintrag sehen können. Ich liebe diese Farben ja und hoffe, dass sie auch für das final Release so bleiben. Aber beim Artwork kann es schon durchaus sein, dass noch sehr spät Änderungen hochgeladen werden, man darf also gespannt sein. Das alles jetzt schwarz-orange wird, denke ich aber mal nicht! ;-) Aber wer weiß das schon so genau…

Metacity mit Desktopeffekten

Mit Hardy haben wir ja Gnome 2.22.0 (und bei Kubuntu KDE 3. irgendwas… keine Ahnung, aber noch nicht 4 standardmäßig…). Beim Fenstermanager Metacity gibt es mit dem neuen Gnome nun eine Neuerung. Metacity besitzt nun selber einen Composite-Manager, d. h. es können (ein passender Grafikkartentreiber vorausgesetzt) Desktopeffekte ohne Compiz dargestellt werden. Bisher ist das Ganze aber noch sehr in den Anfängen, viel gibt es noch nicht und einstellen kann man auch noch nichts, aber immerhin.

Aktivieren kann man die Effekte über das Terminal mit dem Befehl

gconftool-2 -s --type bool /apps/metacity/general/compositing_manager true

und deaktivieren logischerweise dann mit

gconftool-2 -s --type bool /apps/metacity/general/compositing_manager false

Metacity mit Composite-Effekten Wie gesagt gibt es noch nicht sehr viel: Schatten unter Fenster und Menüs, echte Transparenz des Terminals, Fenstervorschau beim Umschalten mit Alt+Tab (jedoch nur vom aktiven Desktop wie es scheint). Und beim klicken auf ein Icon im Panel gibt es diesen lustigen Effekt wie beim Compiz auch.

Alles in allem noch nicht sehr viel, aber schonmal ein guter Anfang. Allerdings wird auch hier ein passender Grafikkartentreiber voraussgesetzt. D.h. wenn ihr diese Effekte nutzen könnt, könnt ihr theoretisch auch gleich Compiz einsetzen. Recourcenschonender sind die in Metacity eingebauten Effekte sicher. Aber alles noch etwas hakelig, aber probiert es einfach mal selber aus.
Weiter Infos dazu könnt ihr auch hier nachlesen.

Gnome Weltzeituhr

Weltzeituhr Ein wirklich nettes neues Feature ist die Weltzeituhr in der Gnome-Uhr.

Hier kann man einfach verschiedene Orte hinzufügen und sieht dann gleich auf den ersten Blick die Uhrzeit. Die verschienden Orte können jeweils als Zeitzone für den Computer eingestellt werden. Wenn man das tut, hat man neben dem Datum auch gleich eine Temperaturanzeige. Wirklich nett.

Gnome System Monitor

Gnome System Monitor Der Systemmonintor überarbeitet und zeigt die Recourcen nun in schöner Cairo-Graphik.

Da ich darauf wirklich öfters mal schaue, hat mich die optische Überarbeitung durchaus begeistert. ;-)

Sonstiges und Programme

Standardmäßig wird bei Hardy Alpha bereits der Firefox 3 installiert, im Moment in der Version 3 Beta 4. (Version zwei ist in den Quellen verfügbar und kann parallel installiert werden.). Ja, Firefox 3 ist was tolles. Jetzt nicht Ubuntu-spezifisch, so allgemein. Ich liebe ihn - noch schneller, bessere Lesezeichenverwaltung, intelligente Lesezeichen usw. Geschmeidig und macht Spaß.

Gnome hat jetzt endlich auch ein ordentliches CD-Brennprogramm standardmäßig installiert: Brasero. Hat alles, was ich brauche, somit fällt das zusätzliche installieren K3b (inkl. dessen massig Biliotheken) weg. Finde ich gut.

Für alles andere bitte ich einfach mal die oben genannten Wikis durchzustöbern… Interessant dürfte z. B. der Wubi-Installer sein, der Ubuntu von Windows aus installieren kann. Wie gesagt ich verweise nochmals auf das englische und deutsche Wiki.

Probleme beim Touchpad/der Maus

Per default konnte ich mit meine Touchpad nicht scrollen. Und die Maus zickte. Ich habe händisch in der Xorg.conf noch eine Ergänzungen vorgenommen. Ich habe den Block “Server Layout” hinzugefügt, der bei mir gänzlich gefehlt hat und bei Maus-Block Ergänzungen vorgenommen. Komisch irgendwie, dass das nicht automatisch drinstand. Ist das jetzt immer noch so, weiß das jemand?
So sieht meine xorg.conf jetzt aus. Und mit der klappt auch alles wunderbar jetzt.

Regressions?

Für mich gibt es nur eine Sache, die unter Gutsy tadellos funktioniert hat und jetzt nicht mehr. Einige Fn-Tasten gehen nicht mehr. Ich kann kann wie gehabt Bildschirmhelligkeit und Lautstärke mit den Fn- bzw. Multimedia-Tasten bedienen. Jedoch der das öffnen des CD-Fachs klappt nicht mehr, sowie das deaktivieren/aktivieren meines WLANs über die Fn-Kombinationen. Damit muss ich mich wohl noch näher beschäftigen.

Fazit

Hardy wird gut. :-)

Ich bin gespannt, was sich die nächsten Wochen noch so alles tut. Ach ja, die Lokalisation ist natürlich noch nicht abgeschlossen, weswegen z. B. der Firefox 3 in englisch daherkommt.

14. März 2008

Bei einer frischen Arch Linux-Installation werden interne Partitionen automatisch gemountet und als Icon auf dem Desktop angezeigt. Das gilt auch fßr Partitionen die man dort eigentlich gar nicht haben mÜchte wie z.B. eine Notfall-WindowsXP-Partition (noch nie gebootet :)) oder die WindowsXP-Recovery Partition die zudem durch das Automounting mächtig viele Fehlermeldungen im Logfile verursacht. Wie also das Automounting verhindern? Die LÜsung habe ich im Gentoo-Forum gefunden:

Man erstelle und Ăśffne die Datei 90-user-methods.fdi…

sudo gedit /etc/hal/fdi/policy/90-user-methods.fdi

…und fĂźge folgendes ein

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<deviceinfo version="0.2">
  <device>
    <match key="volume.fsusage" string="filesystem">
      <merge key="volume.ignore" type="bool">true</merge>
      <match key="@block.storage_device:storage.removable" bool="true">
        <merge key="volume.ignore" type="bool">false</merge>
        <merge key="storage.policy.should_mount" type="bool">true</merge>
      </match>
    </match>
  </device>
</deviceinfo>

Danach HAL neu starten…

sudo /etc/rc.d/hal restart

…oder ggf. neu booten – fertig. Die internen, nicht zum System gehĂśrenden Partitionen werden nicht mehr automatisch eingehängt, externe HDs oder Sticks hingegen schon. So soll es sein.

Vielleicht auch interessant:

©2008 CoreBlog.

13. März 2008

Nun, die Schlange wurde entfesselt und schlägt sich recht gut, die Benutzer sind am testen und das Webteam am fixen. Zeit genug mal die Mittagspause zu nutzen und die Benutzer über den Unterbau sowie den Grund von Inyoka zu informieren.

Die Bibliotheken

Wir benutzen für Inyoka viele Open Source Projekte, um das Rad nicht ständig neu erfinden zu müssen. Das ist ja der große Vorteil von Open Source und einer der Gründe warum wir Inyoka Ende des Jahres ebenfalls als Open Source Projekt weiterführen werden.
Deshalb benutzen wir unter anderen folgende Bibliotheken, um einzelne Teile Inyokas abdecken zu können:

Und um Inyoka auf unseren Servern laufen zu lassen und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen, kommen MySQL für die Datenbank, Apache für das Ausliefern von dynamischen, sowie Lighttpd für das Ausliefern von statischen Inhalten zum einsatz.
Als Caching-System benutzen wir Memcached

Und zu guter letzt sei erwähnt, das all das nun mit einer einzigen Programmiersprache umgesetzt wurde: Python!

Warum eigentlich Inyoka?

Der Grund, warum wir uns vor gut einem halben Jahr dazu entschlossen haben Ubuntuusers.de auf eine neue Softwarebasis zu stellen, ist relativ leicht genannt: Das aktuelle System ist ein riesiges Gefrickel.

Das Wiki wurde mithilfe von MoinMoin umgesetzt, das Forum läuft bekanntermaßen mit phpBB in Version 2 und das Portal sowie Ikhaya sind Eigenentwicklungen die in Python mithilfe von Django umgesetzt wurden.

Das phpBB ist stark modifiziert, wodurch das patchen von Sicherheitslücken nach offiziellen Patches relativ schwer wurde. Das Benutzersystem hat seine Ursprünge in phpBB, das Wiki, Ikhaya und das Portal haben ein ">Django umgesetzt wurden.

Das phpBB ist stark modifiziert, wodurch das patchen von Sicherheitslücken nach offiziellen Patches relativ schwer wurde. Das Benutzersystem hat seine Ursprünge in phpBB, das Wiki, Ikhaya und das Portal haben ein "eingefrickeltes" Benutzersystem das auf jenes vom Forum zurückgreift.

Das ist der Grund, warum wir den Entschluss gefasst haben: Hier muss was neues, einheitliches her!

Der Werdegang

Armin hat daraufhin angefangen, einen neuen Branch im SVN anzulegen und damit begonnen die Grundstrukturen zu schaffen. Schnell wuchs Inyoka heran, schnell zeigten sich vergleichbar klare Strukturen. Die damalige Grundlage bestand nur aus Django und Jinja. Jinja haben wir von Anfang an als Template Engine benutzt, da es A) auf den Django-Templates basiert und B) sowohl schneller als auch angenehmer zu benutzen ist. Weiterhin ist mit Armin der Entwickler von gar zwei Biblitheken, unter anderem Jinja, bei uns an Bord.

Schnell zeigten sich aber auch die Grenzen von Django. Django ist hervorragend für sog. CRUD-Applikationen (Create Read Update Delete) geeignet. Das in Django integrierte Admin-Interface ist großartig jedoch für die Masse an Datensätzen wie Ubuntuusers.de zu verwalten hat nahezu ungeeignet. Mal braucht nur mal zu versuchen, einen von 50.000 Benutzern aus einer Drop-Down-Liste auszuwählen. Daher wussten wir relativ schnell, das wir hier selber Hand an legen müssen und Patches für Django basteln müssen. Das wurde jedoch erstmal nach hinten gestellt, da wir uns vorerst darauf konzentrieren mussten Inyoka als solches wachsen zu lassen.

Mit einer klaren Aufgabenverteilung ging es also ans Werk, die erste Version des Wiki wurde in nahezu einer Woche hochgezogen, das Forum wuchs gemächlich und das Portal ebenso. Unseren Pastebin sowie teile von Ikhaya konnten wir aus dem aktuellen System übernehmen. Auch der Planet war nahezu fertig. Die drei Teile wurden also erstmal in Angriff genommen.

Nun, wir schreiben, schreiben, schreiben, diskutieren, schreiben und schreiben...

Bis Ende Januar das gesamte Webteam ein produktives Wochenende in Nürnberg eingelegt hat (großen Dank nochmal an smurfix für die Bleibe!), um einen klaren Zeitplan zu bestimmen und um Inyoka ein großes Stück nach vorn zu bringen. Neben vielen Späßen im IRC, essen und dem stark zu kurz gekommenen schlafen, haben wir nahezu 8.000 Codezeilen geändert/gelöscht oder neu geschrieben. In gerade mal zwei Tagen! Zu diesem Zeitpunkt haben wir bereits ordentlich an der Grundlegenden Struktur geschraubt. Das Django-Admin-Panel wurde durch eine komplette Eigenentwicklung abgelößt, das Wiki war fast fertig, ebenso das Forum. Portal, Ikhaya und Pastebin waren es schon vorher nahezu. Nun stand eine klare Roadmap sowie viele kleine neue Features und Bufixes und wir konnten mit gutem Gewissen gen 9. März gehen.

Am 9. März haben wir dann die Betaphase gestartet und am 1. April soll dann unsere Schlange (zulu Inyoka) produktiv an den Start gehen.

Was-Wofür?

Nachfolgend eine kleine Zusammenfassung, wofür wir welche Biblitheken genau nutzen sowie kleine Erläuterungen über Probleme bzw. guten Erfahrungen mit diesen.
Django
Django haben wir für nahezu alles, mit Ausnahme der Template Engine, genutzt. Je mehr wir schrieben, desto mehr probleme traten auf. Kein Subdomain-Support, für uns zu unflexibles ORM, das Adminpanel skaliert nicht in unseren Dimensionen sowie andere kleine Problemchen die uns immer mehr fluchen ließen. Daher nutzen wir zur Zeit eigentlich nur noch das ORM und die newforms von Django. Mit ersterem sind wir mehr als unzufrieden, weshalb schon jetzt einige wenige Teile mithilfe von SQLAlchemy realisiert haben. Dazu gehört unteranderem das optimieren von SQL-Queries, Djangos select_related() ist buggy, weswegen wir große Probleme hatten die Anzahl der Queries drastisch zu senken. Django wird bis Ende des Jahres komplett durch die Kombination Werkzeug, Jinja und SQLAlchemy abgelößt.
Jinja
Jinja, die kleine sandboxed Template Engine aus dem Hause Ronacher die schnell und angenehm zu benutzen ist. Ausschlagende Argumente sie zu benutzen :=)
Werkzeug
Werkzeug ist ein kleines Toolkit um WSGI-Applikationen zu entwickeln. Es ist anders als Django kein ganzes Framework sondern wirklich nur eine Zusammenstellung aus Routing-System, Request/Response-Handling sowie anderen unterstützen Utilities. Wir nutzen es aktuell fürs Dispatching sowie für unsere eigenen Utilities.
Pygments
Pygments ist diese kleine Syntax-Highlightning Library aus dem Hause von Georg Brandl. Wir nutzen es um Quelltexte hervorzuheben, hauptsächlich für unseren Pastebin.
Xapian
Xapian ist eine sehr flexible Such-Engine, welche es uns erstmals ermöglicht Forum, Wiki und Ikhaya zusammen zu durchsuchen.
jQuery
Diese kleine Javascript-Library fügt Inyoka viele kleine nützliche Verschönerungen hinzu. Nichts desto trotz ist Inyoka komplett auch ohne aktiviertem Javascript nutzbar. Ebenfalls eine großartige Neuigkeit!
Universal Feed Parser
Diese Bibliothek ermöglicht es uns, andere Feeds zu importieren und in unseren Planeten darzustellen.
Tango!
Alle unsere Icons basieren auf denen von Tango bzw. sind nahezu kompatibel mit den Tango-Richtlinien.

Das soll jetzt erstmal ein kleiner Überblick über das neue System hinter Ubuntuusers.de sein, weiteres wird sicherlich in nächster Zeit folgen.

Im Forum wird gerade über den Parser diskuttiert. Genauer gesagt darüber wie er mit neuen Zeilen umzugehen hat. Aber was zur Hölle ist eigentlich so ein Parser und warum ist das mit den neuen Zeilen so eine trickreiche Sache?

Dazu müssen wir jetzt ein wenig ausholen. Vor etwa acht Jahren (ach was weiß ich wie lange das her war) hat irgendjemand für phpBB BBCode implementiert. Ich glaub das gabs früher schon für VB, aber die phpBB Programmierer haben da echt eine sehr seltsame Vorstellung davon gehabt, wie man sowas zusammenbastelt. Wie auch immer. phpBB hatte BBcode und das ist eigentlich nix anders als HTML ohne selber HTML schreiben zu müssen und vor allem ohne die Sicherheitsprobleme. Aber der phpBB Parser war zum "Sau fuatan."

Zum Beispiel dieser BBCode:

[ul]
  [*] foo
  [*] bar
[/ul]
baz

Wird in phpBB 2 zu dieser Tag-Suppe:

<ul><br  />
  <li>foo
  <li>bar
</ul><br>
baz

Das ist nicht nur grausig, sondern auch weder HTML noch XHTML. Deswegen validiert unser Forum momentan auch so hervorragend... Wie auch immer. phpBB nennt das was es da tut "BBCode parsen". Ich würde es eher "komisch rumtun und kaputtes HTML erzeugen" nennen, weil wenn man sich ansieht wie das gemacht wird, wird einem richtig übel.

Außerdem war keiner von uns sonderlich happy mit BBCode also haben wir uns gedacht, das neue Forum bekommt überall Wiki Syntax. Also musste jetzt ein neuer Parser her. Und zwar nicht der von Moin, der ähnlich schlimm aussieht.

Der neue Parser ist jetzt ein ziemlich komplexes Ding, dafür kann er nicht nur HTML erzeugen, sondern auch Docbook und vielleicht in der Zukunft noch andere Lustige Formate. Wie schaut der also aus?

Von der Wiki Syntax bis zum fertigen HTML Quelltext passieren viele Dinge, aber eins nach dem anderen:

Schritt 1: Lexing. Der erste Schritt, den unser Parser erledigt ist aus dem Wiki-Markup eine Liste von sogenannten Token zu erzeugen. Token sind zusammenhängende Zeichen, die zusammen ein "Ding" ergeben. Klingt komisch, ist aber so. Und so sieht das aus:

>>> for token in lex("'''Hallo''' ''Welt''.  "
...                  '"[:Startseite:ein Link]".'):
...  print token
... 
Token('strong_begin', u"'''")
Token('text', u'Hallo')
Token('strong_end', u"'''")
Token('text', u' ')
Token('emphasized_begin', u"''")
Token('text', u'Welt')
Token('emphasized_end', u"''")
Token('text', u'.  "')
Token('wiki_link_begin', u'[:Startseite:')
Token('link_target', (None, u'Startseite'))
Token('text', u'ein Link')
Token('wiki_link_end', u']')
Token('text', u'".')

Also wie man ganz schön sieht werden da aus dem Text kleine Teile rausgeschnitten und markiert. (Hervorgehoben-Anfang, Text, Hervorgehoben-Ende, Betont-Anang, Text etc.)

Schritt 2: das eigentliche Parsing. Jetzt wo wir diese schicken Token haben können wir daraus eine nette Verschachtelte Knotenstruktur machen. Der Parser macht daraus etwa sowas:

Document(
  Strong(Text('Hallo')),
  Text(' '),
  Emphasized(Text('Welt'))
  Text('.  "'),
  InternalLink(Text('ein Link')], page='Startseite'),
  Text('".')
)

Daraus entsteht also so ein baumartiges Konstrukt das schon gewissermaßen logisch strukturiert ist. Das interessante an dem Baum ist aber, dass weder Absätze, noch Zeilenumbrüche, noch Smileys, noch unsere schicken Typographischen Anführungszeichen gesetzt sind. Der Grund warum wir uns für dieses Konzept entschieden haben ist, dass Zeilenumbrüche und Absätze vor diesem Zeitpunk nicht klar definierbar sind. Zum Beispiel ist es technisch nicht möglich innerhalb von fettem, kursiven oder buntem Text einen Absatz einzufügen. Das geht einfach nicht! ja, es ging mit phpBB aber entweder wir halten uns an Standards oder tuns nicht. Weiters haben Zeilenumbrüche in unserer Wiki Syntax eine besondere Funktion. Sie beenden zum Beispiel Tabellenzeilen oder Listeneinträge. Deshalb:

Schritt 3: Transformer. Unsere Transformer schauen sich nach dem der Parser fertig ist die Struktur an und versuchen sie zu verbessern. Zum Beispiel haben wir einen Transformer der Absätze setzt (und zu Testzwecken auch Neue Zeilen), einen der Smileys einfügt, einen der Typographische Anführungszeichen setzt und so weiter. Auf den Baum von oben angewendet würde nun so eine Struktur rauskommen:

Document(
  Paragraph(
    Strong(Text('Hallo')),
    Text(' '),
    Emphasized(Text('Welt'))
    Text('.  „'),
    InternalLink(Text('ein Link')], page='Startseite'),
    Text('“.')
  )
)

Der große Vorteil an diesen Transformern ist, dass sie intelligent arbeiten und kontext-sensitiv sind. Zum Beispiel weiß der Transformer, der die Absätze setzt ganz genau welche Knoten laut HTML überhaupt Paragraphen besitzen und welche sogar welche erfordern. Bis auf wenige Ausnahmen, die wir im Laufe der Zeit beheben werden, kommt also immer gültiges XHTML raus. Ja, wir wissen, dass XHTML eine Katastrophe ist, aber wenn man sich anstrengt kommt man auch hier relativ weit.

Schritt 4: Rendering. Wenn also der Baum fertig aufgebaut ist wird daraus jetzt HTML erzeug (genauer gesagt XHTML). Jeder Knoten weiß wie er in XHTML / Docbook auszusehen hat und der Baum ruft sich also rekursiv auf bis das ganze Dokument erzeugt ist. Jep, Rekursion. In einer Sprache mit einem Stack und Rekursionslimit. Deswegen könnt ihr nicht tiefer als 200 Ebenen oder so quoten, dann stoppen wir den Parser und präsentieren euch eine Fehlermeldung.

Fertig erstellt sieht das etwa so aus:

<p><strong>Hallo</strong> <em>Welt</em>.
   „<a href="/Startseite">ein Link</a>“.</p>

So sieht also der Parser aus. Am Papier zumindest. In der Praxis ist das ganze etwas komplizierter und so nimmt das Ding momentan knapp 10% vom gesamten Quellcode ein. Aber dennoch glaube ich gibt das ein Verständnis wie das so in etwa funktioniert.

12. März 2008

Um uns verwĂśhnten Menschlein die Bedienung unseres Lieblingsbetriebssystems etwas zu Erleichtern gibt es mittlerweile viele, viele Windowmanager/Desktop-Systeme wie z.B. Openbox, Fluxbox, XFCE, KDE oder auch das von mir hochgeschätzte Gnome – um nur einige zu nennen. Gnome ist heute entsprechend dem sechsmonatigen Releasezyklus in Version 2.22 erschienen, die Release notes gibt es hier. Nun muss ich nur noch etwas Geduld aufbringen bis die fleissigen Packer die neue Version in die Arch Linux Repositories bringen – schonmal danke in voraus.

Vielleicht auch interessant:

©2008 CoreBlog.

11. März 2008

Das läuft ja wie am Schnürchen momentan. Ich war ja anfangs skeptisch wegen maix Bug-Tool aber das hat sich bis jetzt als sehr brauchbar erwiesen. Wir haben Feedback ohne Ende und auch schon viele neue gute Ideen in den Foren gefunden die hoffentlich alle in absehbarer Zeit im Quellcode enden.

Zunächst hier mal die Erklärung warum wir zehn Minuten nach dem Announcement schon wieder off waren: Das war Gott sei Dank keine Überlastung, sondern hing damit zusammen, dass memcache noch nicht ordnungsmäßig lief.

Ein großer Teil der gefundenen Fehler wurde bereits behoben und wir haben auch das Fehlersystem ein wenig verbessert. Internal Server Errors zB wandern direkt automatisiert in ein trac damit wir uns beim beheben von Fehlern nicht in die Quere kommen. Ab morgen wird das auch mit euren Fehlerreports passieren, dann sollte kein Fehler verloren gehen. Momentan ist das leider ein bischen ein Chaos, da Fehler sowohl im IRC Channel, als auch im Forum, als auch im Beta Forum als auch über die "Bug Melden" Funktion gemeldet werden.

Damit es keine weiteren Unklarheiten gibt werden sämtliche Updates jetzt über dieses Forum verbreitet, solltet ihr also uns weiter beim Testen unterstützen wollen raten wir euch dieses Blog im Feedreader eurer Wahl zu abonieren.

Für die technisch Interessierten unter euch wird es in den nächsten zwei Wochen immer wieder ein paar Infos zur Technik geben, aber dazu muss hier noch ausgelost werden, wer das erledigt ^^

Zwecks des Großen Ansturms an Leuten, die helfen wollen: der IRC Channel ist nach wie vor der beste Weg mit uns in Kontakt zu kommen. Weil wir momentan recht wenig Zeit für unser Standardprozedere haben werden wir warscheinlich temporären Zugriff für eine Woche vergeben und danach über alles weitere entscheiden.

frohes Testen!

10. März 2008

Dirk Deimeke 10. März 2008 21:09

Inyoka ...

So, die Katze - oder vielmehr die Schlange - ist aus dem Sack.

Nach reichlich Monaten Entwicklung hat die Beta von Inyoka, das Licht der Welt erblickt. Unsere Entwickler rufen zum Test auf.

Zwei Sachen gibt es zu beachten. Erstens, für den Beta-Test muss man sich neu anmelden, die Anmeldung aus dem alten Forum funktioniert hier nicht und zweitens ist dies wirklich ein beta-Test, alle Postings sind nach der Beta-Phase verloren.