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18. Dezember 2024

Wer über Mozilla auf dem Laufenden bleiben und keinen Artikel verpassen möchte, kann diesem Blog auch auf Mastodon folgen. Auch die Kanäle auf X (ehemals Twitter), Facebook und Threads sind weiterhin verfügbar. Der Mastodon-Kanal ist nun jedoch umgezogen.

Was ist Mastodon?

Mastodon ist der wohl bekannteste Vertreter des sogenannten Fediverse und erlebt aktuell einen regelrechten Hype. Für diejenigen, welche mit dem Begriff Fediverse nichts anfangen können, hat Wikipedia eine Beschreibung parat:

Die Idee des „Fediverse“ ist, dass es möglich sein soll, ein Benutzerkonto auf einer beliebigen Plattform im Fediverse anzulegen und sich darüber mit Nutzern auf allen anderen Plattformen austauschen zu können, ohne dort ein weiteres Konto anlegen zu müssen. Ermöglicht wird das dadurch, dass die einzelnen Plattformen mittels bestimmter Kommunikationsprotokolle miteinander verbunden sind und so die föderierte Identität und Inhalte jeweils auf andere verbundene Plattformen und Instanzen verteilt werden. Diese Praxis steht im Gegensatz zu geschlossenen sozialen Netzwerken wie Twitter oder Facebook, bei denen Benutzer ein eigenes Benutzerkonto in jedem der Netzwerke benötigen, wenn sie mit anderen Nutzern des jeweiligen Netzwerks interagieren möchten.

Mastodon-Kanal

Nach der Einstellung von Mozilla Social musste ich mit meinem Mastodon-Kanal umziehen. Dieser befindet sich ab sofort auf einer selbst gehosteten Instanz, was für mich den Vorteil hat, bei Antworten auf Fragen oder in Diskussionen nicht mehr in der Zeichenanzahl limitiert zu sein. Außerdem konnte ich dadurch vermeiden, erneut (es handelt sich nicht um meinen ersten Mastodon-Umzug) mit einem komplett leeren Konto beginnen zu müssen, wie es sonst leider üblich ist. Durch den Import meines X-Archives startet der Kanal statt mit 0 Beiträgen mit über 6.800 Beiträgen seit dem Jahr 2010. Die meisten Follower, die mir auf Mastodon bereits folgten, wurden automatisch übernommen. Dennoch empfehle ich eine Kontrolle, um sicherzugehen, dass nichts verpasst wird.

@s_hentzschel auf Mastodon folgen

Natürlich werde ich auch weiterhin auf X (ehemals Twitter), Facebook und Threads vertreten sein.

@s_hentzschel auf X (Twitter) folgen
@soerenhentzschelAT auf Facebook folgen
@soeren.hentzschel auf Threads folgen

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17. Dezember 2024

Die MZLA Technologies Corporation mit Thunderbird 8.2 ein Update für die Android-Version seines E-Mail-Clients veröffentlicht.

MZLA hat Thunderbird 8.2 veröffentlicht. Neben dem Download im Google Play Store stehen auch F-Droid sowie GitHub als weitere Distributionskanäle zur Verfügung.

Download Thunderbird für Android

Mit der neuen Version hat sich das Team einem der größten Kritikpunkte angenommen: Die Initialen im Account-Wechsler ergeben sich nun aus dem Anzeigenamen statt der E-Mail-Adresse, woraus sich zumindest eine grundlegende Anpassbarkeit ergibt. Vorher konnte es schwierig sein, das korrekte Mail-Konto schnell zu erkennen. Mit einem zukünftigen Update sollen an dieser Stelle weitere Anpassungsmöglichkeiten wie benutzerdefinierte Symbole folgen, um die Erkennbarkeit weiter zu verbessern. Außerdem verändert sich bei mehreren Mailkonten nicht mehr von alleine die Position, wenn ein Konto ausgewählt worden ist.

Dazu kommen weitere Detail-Verbesserungen unter der Haube sowie Fehlerkorrekturen, welche sich in den offiziellen Release Notes nachlesen lassen.

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Ein kleines Plädoyer pro Pinguin – obwohl Linux von allen Systemen den schlimmsten Lock-in-Effekt hat.

Gerade mit Erschrecken festgestellt, dass hier schon eine gefühlte Ewigkeit nichts mehr geschrieben wurde. Das erinnert frappierend an manche Kollegin oder manchen Kollegen im Linuxanwenderuniversum, die einst zu den bekannteren Linux-Bloggern gehörten, auf ihren eigenen Webseiten aber dann erst immer sparsamer in Erscheinung traten und letzten Endes irgendwann bekanntgaben, dass sie irgendwie die Nase voll gehabt hätten und wieder bei Windows gelandet seien. Oder dass sie auf MacOS gewechselt und dort nun glücklich wären. Vor allem nach den ersten großen Ubuntu-Jahren war das an vielen Stellen zu beobachten. Einstige Linux-Enthusiasten sagen dem Pinguin adieu und schienen im Proprietären auch glücklich zu werden.

Um es gleich klarzustellen: Nein, hier läuft immer noch rundherum das Pinguinbetriebssystem auf Desktops und Notebooks. Und es ist auch weiterhin nicht absehbar, dass sich das alsbald irgendwie ändern könnte. Auch nach inzwischen mehr als 20 Jahren mit Linux als Desktop-Hauptsystem sind hier keine Ermüdungserscheinungen festzustellen. Der Grund für die abnehmende Frequenz auf diesen Seiten: Es läuft bei Linux längst problemlos. Die Distributionen sind zuverlässig, die Oberflächen ausgereift, und bei den Desktopumgebungen tritt sogar ein Konsolidierungseffekt ein. Allenfalls die Umstellung von X.org zu Wayland sorgt für ein bisschen Spannung im Linuxalltag. Und wenn es doch irgendwann mal zu langweilig wird, probiert man eine neue Distribution oder andere Desktopoberflächen aus.

Linux hat sich bewährt

Auch ein Blick auf Windows und Mac wird immer mal wieder geworfen … und manchmal sogar damit gearbeitet. Aber letztlich führt es nur dazu, dass die persönliche Entscheidung, Linux den Vorzug zu geben, bestätigt wird. Es wäre gelogen, abzustreiten, dass in all den Jahren die Verlockung nicht auch bestanden hätte, in die vermeintliche Einfachheit der großen Konkurrenten einzutauchen, mal nicht der Außenseiter zu sein, sondern ganz banal mit dem Strom zu schwimmen. Aber es schwimmt sich eben unterm Strich leider nirgends so prima wie mit Linux. Vielleicht liegt’s am Pinguinlogo.

Ja, rückblickend war und ist der Aufwand wohl höher gewesen, sich in Linux zurechtzufinden, vor allem, wenn man mit anderen Konzepten und Systemen „sozialisiert“ wurde und von PCs keine Ahnung hatte. Aber das liegt lange zurück. Heute wäre es wahrscheinlich simpler, direkt mit Linux zu starten. Auch nervt mal hier und mal da was. Aber wenn man sich erstmal „seine“ Umgebung mit Linux zurechtgebaut und schätzen gelernt hat, die zahlreichen Möglichkeiten nutzt und sich dazu auch noch bewusst macht, wie viele Freiwillige daran mitarbeiten und welche Grundidee dahintersteckt, dann kommt man kaum noch davon los.

Strenges Lock-in

Man könnte es eine Art positiven Lock-in-Effekt nennen: Man kommt einfach nicht davon weg. Aber nicht, weil es zu schwer oder aufwändig wäre, woandershin zu wechseln. Sondern weil man dank der kennengelernten Freiheit, Flexibilität und Zuverlässigkeit gar nicht mehr wechseln möchte. Das mag nicht für alle Nutzer und alle Anwendungsszenarien gelten, das versteht sich von selbst. Aber manchmal passt es wohl einfach, so dass hier leider weiterhin gilt: Windows, Mac … ja, ganz nett. Aber nein.

16. Dezember 2024

Mozilla hat seinen Finanzbericht für das Jahr 2023 veröffentlicht. Trotz gesunkener Einnahmen durch Suchmaschinen und Abo-Dienste konnte Mozilla einen Rekordumsatz erzielen. Signifikante Investitionen in die Zukunft haben das Barvermögen von Mozilla auf die Hälfte schrumpfen lassen. Dennoch steht am Ende eine weitere Steigerung von Mozillas Vermögenswert um fast 140 Millionen USD auf mittlerweile mehr als 1,3 Milliarden USD.

Wie jedes Jahr am Jahresende hat Mozilla auch in diesem Jahr seinen Finanzbericht für das Vorjahr veröffentlicht, welcher offenlegt, in welcher Höhe Mozilla Einnahmen und Ausgaben hatte.

Mozilla macht über 650 Millionen Dollar Umsatz

Im Jahr 2022 machte Mozilla noch knapp 594 Millionen USD Umsatz und damit nur knapp weniger als die etwas über 600 Millionen USD im Vorjahr, welche den bisherigen Rekord darstellten, wenn man das Jahr 2019 außen vorlässt, welches in Folge eines Rechtsstreits mit Yahoo eine Vergleichszahlung von annähernd 340 Millionen USD beinhaltete. Im Jahr 2023 machte Mozilla einen Umsatz in Höhe von 653 Millionen USD.

Diese Zahl überrascht auf den ersten Blick, denn die Einnahmen durch Suchmaschinen sind um ca. 15 Millionen auf 495 Millionen USD gesunken. Auch die Abo- und Werbeeinnahmen sind nach Jahren des Wachstums von 76 auf 65 Millionen USD gesunken, obwohl sowohl das Mozilla VPN als auch Firefox Relay Premium sowie das Managed-Angebot von Mozilla Hubs in weitere Länder expandiert sind.

Auffällig sind besonders zwei Zahlen: Zins- und Dividendenerträge sind von 9 auf 47 Millionen USD gestiegen und bei den Kapitalanlagen, bei denen im Vorjahr ein Minus 19 Millionen USD stand, steht dieses Mal ein Gewinn von 24 Millionen USD. Dies hängt mit einer Abkehr von Mozillas bisher sehr defensiven Strategie der Verwaltung finanzieller Reserven zusammen, welche Ende 2022 in die Wege geleitet wurde.

Ausgaben auf knapp 500 Millionen USD gestiegen

Deutlich gestiegen sind hingegen die Ausgaben. Dies liegt vor allem an verstärkten Investitionen in Firefox. So sind beispielsweise die Ausgaben für die Software-Entwicklung von 221 Millionen auf 261 Millionen USD gestiegen. Aber auch in anderen Bereichen wie Marketing sind die Ausgaben gestiegen. Insgesamt lagen die Ausgaben bei 497 Millionen USD im Vergleich zu 425 Millionen USD im Vorjahr.

Mozillas Vermögenswert wächst auf 1,3 Milliarden USD

Auffällig bei Betrachtung von Mozillas Vermögenswerten ist eine Veränderung des Barvermögens von 514 Millionen auf 263 Millionen USD, was quasi einer Halbierung entspricht. Dem gegenüber steht ein Invesitionswert von knapp über einer Milliarde USD gegenüber 631 Millionen USD im Vorjahr.

Am Ende steht eine Steigerung von Mozillas Netto-Vermögen von 1,2 Milliarden auf 1,34 Milliarden USD.

Entwicklung von 2005 bis heute

Wie gehabt gibt es auf soeren-hentzschel.at eine Spezial-Seite, welche die Einnahmen, die Ausgaben sowie das Vermögen von Mozilla seit dem Jahr 2005 bis heute visualisiert und die Entwicklung anschaulich gestaltet. Die Seite steht auch in englischer Sprache zur Verfügung.

Mozilla Finanzen 2023
Bildquelle: soeren-hentzschel.at/mozilla-umsatz

Ausblick: Firefox, KI, Werbung, Diversifizierung der Einnahmen

Der Finanzbericht für das Jahr 2024 wird voraussichtlich Mitte November bis Mitte Dezember 2025 veröffentlicht werden.

Nachdem Mozilla im Jahr 2023 bereits sehr viele Investitionen unternommen hat, war auch 2024 ein Jahr großer Investitionen als Teil der langfristigen Strategie von Mozilla. Auf der Einnahmenseite hingegen sollen sich auch 2024 die Anlageergebnisse wieder ähnlich positiv wie 2023 auf das Finanzergebnis auswirken.

Auf Produktseite fand 2024 nochmal eine deutliche Expansion des Mozilla VPNs statt, wobei sich diese auf Grund des späten Zeitpunkts wohl eher im Finanzbericht des Jahres 2025 bemerkbar machen wird. Auch Firefox Relay Premium soll im Jahr 2025 weiter expandieren. Bereits Anfang 2024 ist Mozilla Monitor Premium gestartet, allerdings nur in den USA. Das Managed-Angebot der Mozilla Hubs wurde im Rahmen einer Umstrukturierung eingestellt, ebenso wie Mozilla Social.

Mozilla wird in Zukunft neben einem (vor allem mobil) nochmal verstärkten Fokus auf Firefox auch einen großen Schwerpunkt auf Künstliche Intelligenz sowie den Werbemarkt legen, den Mozilla deutlich Privatsphäre-freundlicher gestalten möchte, als es heute häufig der Fall ist. Mit diesen drei Säulen möchte Mozilla einerseits relevant bleiben, andererseits aber auch bei den Einnahmen deutlich unabhängiger von Firefox werden. Dies ist vor allem in Hinblick auf bereits sinkende Suchmaschinen-Einnahmen in Firefox sowie möglichen Folgen der aktuellen Kartell-Untersuchung gegen Google notwendig, die es unklar macht, ob diese für Firefox bislang so wichtige Form der Einnahmen-Generierung langfristig überhaupt noch funktioniert.

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Dies ist ein Update des Artikels aus dem letzten Jahr. Eine aktuelle Hardwareübersicht gibt es hier.

Smartphone

Als privates Mobiltelefon benutze ich seit 2022 ein Samsung Galaxy S22 mit einem Congstar-Tarif, welcher mich im Monat 10,- EUR kostet. Ich bin mit dem Gerät weiterhin zufrieden und plane, es in 2025 ebenfalls zu nutzen.

Im Folgenden führe ich einige von mir genutzte Apps auf, mit einer kurzen Erklärung, wofür ich diese verwende. Wo möglich verlinke ich in den F-Droid Store. Wo dies nicht möglich ist, führen diese in den Google Play Store.

Hier die am häufigsten verwendeten Apps zählen in alphabetischer Reihenfolge:

Zu den eher sporadisch genutzten Apps zählen in alphabetischer Reihenfolge:

Evtl. ist euch aufgefallen, dass eine prominente App in obiger Aufzählung fehlt. Tatsächlich widerstehe ich weiterhin dem sozialen Druck und verweigere mich der Nutzung von WhatsApp. Der Verzicht auf WhatsApp schnitt mich leider ausgerechner bei der Freiwilligen Feuerwehr von einem Teil der Kommunikation ab. Daher freue ich mich nun umso mehr, dass unsere Feuerwehr zur Planung von Dienstabenden, Veranstaltungen und sonstigen Terminen auf Spond (Google Play Store) umgestiegen ist.

Ich nutze auch Online-Banking-Apps auf dem Smartphone. ich nutze diese z.B., um am Laptop getätigte Überweisungen oder Online-Einkäufe zu autorisieren. Darüber hinaus schätze ich die Benachrichtigung über getätigte Umsätze.

Insgesamt sind aktuell 168 Apps installiert. Ehrlicherweise werde ich vermutlich erst ausmisten, wenn der Speicher knapp wird.

Ach ja, telefonieren tue ich damit natürlich auch. ;-)

Tablet

Seit Mitte 2019 [verwende ich] auch ein Samsung T830 Galaxy Tab S4 Wi-Fi Tablet. Durch seine 10,5 Zoll (ca. 27 cm) Bildschirmdiagonale, das geringe Gewicht und mit der App ReadEra eignet es sich hervorragend zum Lesen von PDF-Dateien und E-Books.

https://www.my-it-brain.de/wordpress/meine-privaten-arbeitsmittel-anfang-2022/

Darüber hinaus nutze ich das Gerät:

  • Für Online-Shopping (mehr als das Smartphone)
  • Lesen im Internet (Blogs, Dokus, etc.) mit Firefox Klar

Dabei verwende ich mehr oder weniger die gleichen Apps wie auf dem Smartphone. Für den Zugriff auf Mastodon verwende ich hier statt Fedilab die App Tusky (F-Droid).

Seit 2024 neu auf dem Tablet sind FeedMe (Google Play Store) und Wallabag (Google Play Store). FeedMe teste ich als Alternative zu Feedly (Google Play Store), da dieser die Synchronisierung mit meiner FreshRSS-Instanz unterstützt. Er ist etwas langsam, ansonsten zufriedenstellend. In Wallabag speichere ich Artikel, die ich später lesen oder für Workshops, Talks und Blog-Artikel nutzen möchte.

Laptop

  • Ich arbeite weiterhin mit einem Lenovo ThinkPad T14s (seit 2021)
  • Das Betriebssystem wurde im Laufe der Zeit von Fedora 37 auf Fedora 40 aktualisiert; Das Upgrade auf Fedora 41 folgt bald
  • Nach Rambox ist auch hamsket entsorgt worden, da mich diese Apps im Laufe der Zeit doch mehr genervt als unterstützt haben
    • Dienste wie Element, Mastodon, GMail, Slack, etc. nutze ich jetzt direkt im Webbrowser
    • Ich nutze die Funktion Tabs zu pinnen, um häufig verwendete Dienste im Browser im schnellen Zugriff zu haben

Der Laptop ist mein Hauptarbeitsmittel, den ich für so gut wie alle anfallenden Aufgaben verwende. Lediglich zum Lesen von E-Books bevorzuge ich das Tablet und zum Instant Messaging das Smartphone.

  • Mein Lieblingsbrowser ist Firefox
  • Mein Lieblingseditor ist Vim
  • Thunderbird ist die Anwendung meiner Wahl für Aufgaben, E-Mail und Kalender
  • TeXstudio ist mein Lieblings-LaTeX-Editor

Ich habe immer mal wieder Evolution ausprobiert, da dies eine bessere Integration in GNOME bietet. Doch bin ich nie damit warm geworden. Da ich mehrere E-Mail-Konten bei verschiedenen Anbietern sowie Kalender für verschiedene Zwecke habe, finde ich die Zusammenführung und Nutzung in Thunderbird ideal.

Desktop-/Server-PC

Mein ehemaliger Desktop-PC ist in ein 19-Zoll-Gehäuse und mit diesem in einen Serverschrank im Keller umgezogen. Die ganze Geschichte dazu kann in „Ein Serverschrank mit Kompromissen“ nachgelesen werden.

  • Ein Selbstbau mit RHEL dient mir als Libvirt/KVM-Hypervisor für virtuelle Maschinen

Auf diesem Rechner laufen dauerhaft zwei virtuelle Maschinen:

Als dauerhaft laufender Rechner führt dieser Host meine Cronjobs und Ansible-Playbooks aus, erzeugt Backups und kopiert/synchronisiert Daten von hier nach dort.

Die Untersützung von Podman bzw. der weiteren Container-Tools Buildah und Skopeo in RHEL ist super. Die kostenlose Developer Subscription for Individuals ermöglicht mir die produktive Nutzung von bis zu 16 RHEL-Servern. Das sind mehr als genug für meine privaten Zwecke.

Sonstige Geräte im Netzwerk

  • Mein Brother DCP-540CN wurde dieses Jahr nach 18 Jahren ausgemustert; ich nutze jetzt einen Brother MFC-J890DW im Haus mit, falls ich mal etwas drucken muss
  • Meine Synology Diskstation DS213air dient mir seit 2013 als Netzwerkspeicher (NAS)
    • Dient als Backup-Senke
    • Beheimatet Foto-, Video- und Musiksammlung
    • Stellt Netzlaufwerke für Windows und Linux bereit
    • Bietet aktuell 2,7 TB Speicherkapazität (2 Disks als RAID 1)
    • Externe USB-Festplatte (500 GB) für lokale Backups
    • Sie ist alt, aber verrichtet zuverlässig ihren Dienst
  • Neu seit diesem Jahr dabei ist eine Protectli VP2410 – 4 Port Intel ® CeleVP2410 – 4 Port Intel ® Celeron J4125ron J4125 mit OPNSense
    • Dieses Gerät lag seit 2023 ungenutzt herum, da sich die Anschaltung des Glasfaseranschlusses um ein Jahr verzögert hat; jetzt ist er in Betrieb
    • Die OPNSense wird in 2025 meinen Pi-Hole ablösen und den Zugang zum Internet über Dual-WAN bereitstellen

Cloud-Dienste

Hier hat es im laufenden Jahr keine Änderungen gegeben. Ich gehe davon aus, dass es hier in 2025 ebenfalls keine Änderungen geben wird. Drei neue Dienste sind hinzugekommen, die ich bei adminforge.de nutze. Dies sind:

  • DNSforge
  • Bandbreite messen
  • ToDo App
  • FreshRSS Reader
  • Linkwarden
  • Wallabag

Die letzten vier befinden sich noch in der Testphase. Ob die Nutzung in 2025 anhält, werdet ihr im nächsten Rückblick erfahren können.

Ich freue mich, wenn euch dieser kleine Überblick gefällt und ihr vielleicht die ein oder andere Inspiration darin findet. Ich freue mich auch, wenn ich in euren Blogs lesen kann, womit ihr 2024 so gearbeitet habt.

14. Dezember 2024

Mit Common Voice stellt Mozilla den weltweit größten öffentlichen Datensatz menschlicher Stimmen bereit – kostenlos und für jeden nutzbar. Mozilla hat Version 20.0 seines Datensatzes veröffentlicht.

Der Markt für Spracherkennung wird von den ganz großen Namen kommerzieller Anbieter dominiert: Amazon, Apple, Google, Microsoft. Darum hat Mozilla im Jahr 2017 das Projekt Common Voice gestartet. Mit Common Voice bietet Mozilla eine kostenlose Alternative an, zu der jeder beitragen kann und die jedem zur Verfügung steht. Damit möchte Mozilla Innovation und Wettbewerb in der Sprachtechnologie auf Basis von Maschinenlernen fördern.

Mit dem nun veröffentlichten Common Voice Corpus 20.0 wächst der deutschsprachige Datensatz von 1.436 auf 1.443 Stunden an. Wer bereits den Common Voice Corpus 19.0 besitzt, kann wie immer auch nur ein sogenanntes Delta Segment mit den Unterschieden zur Vorversion herunterladen. Für Deutsch würde das den Download von 33,74 GB auf 138 MB reduzieren.

Insgesamt deckt Mozilla Common Voice mit der neuen Version 131 Sprachen mit insgesamt 33.151 aufgenommenen Stunden ab, was Mozilla Common Voice zum vielfältigsten mehrsprachigen Sprachkorpus der Welt macht.

Zum Download der Mozilla Common Voice Datensätze

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11. Dezember 2024

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 128.5.2 ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 128.5.2

Mit Thunderbird 128.5.2 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht. Die neue Version bringt mehrere Korrekturen für die Versionsreihe 128, welche sich in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen. Außerdem behebt Thunderbird 128.5.2 eine Sicherheitslücke.

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10. Dezember 2024

Mozilla hat Firefox 133.0.3 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion.

Download Mozilla Firefox 133.0.3

Mit Firefox 133.0.3 hat Mozilla das erste Update außer der Reihe für die Desktop-Version von Firefox 133 veröffentlicht. Die Versionen Firefox 133.0.1 und Firefox 133.0.2 waren ausschließliche Android-Updates.

Die Bibliothek zum Betrachten unter anderem der Lesezeichen und Chronik zeigte auf Systemen ohne Overlay-Scrollbalken nicht länger den Scrollbalken an.

Wenn Firefox unter Windows in der Fenstergröße reduziert, maximiert und dann beendet wurde, wurde nach einem Neustart und Rückkehr in den nicht maximierten Modus nicht mehr die zuletzt verwendete Position verwendet.

Bei Verwendung des kontrastreichen Themes unter Windows und des System-Themes von Firefox waren die Symbole in der Navigationssymbolleiste bei Herüberfahren mit der Maus nicht länger erkennbar.

Linien in Canvas2D konnten bei aktivierter Hardwarebeschleunigung unscharf erscheinen.

Der PRIORITY_UPDATE-Frame in HTTP-Anfragen wurde deaktiviert, da dieser zu Ladeproblemen auf Websites führen konnte.

Bei einem fehlenden WebExtension-Protokoll-Handler wurde nur noch eine leere Seite anstelle einer Fehlerseite angezeigt.

Auf Linuxsystemen mit X11 konnte es beim Drag and Drop im Fehlerfall zum Einfrieren von Firefox kommen.

Für die Ortsauswahl des Wetters auf der Standard-Startseite von Firefox war der Platzhalter-Text nicht übersetzt.

Im Debugger-Entwicklerwerkzeug war verfrüht bereits das Upgrade auf den Code-Editor CodeMirror 6 aktiviert. Diese Änderung wurde rückgängig gemacht.

Auf Grund einer Änderung der Abhängigkeiten in den nicht stabilen Zweigen von Debian konnte Firefox nicht länger als .deb-Paket installiert werden.

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9. Dezember 2024

Solo ist ein Ende des vergangenen Jahres vom Mozilla Innovation Studio angekündigter Website-Builder, der auf Künstliche Intelligenz (KI) und einen maximal einfachen Erstellungsprozess setzt. Nun steht Solo 1.4 bereit und bringt viele Neuerungen.

Im Rahmen der Innovation Week im Dezember 2023 hatte das Mozilla Innovation Studio Solo angekündigt. Dabei handelt es sich um einen sogenannten Website-Builder mit Fokus auf Selbständige, der auf generative Künstliche Intelligenz für einen maximal einfachen Erstellungsprozess setzt.

Jetzt Website-Builder Solo von Mozilla testen

Seit dem Start hat Mozilla einige Funktionen ergänzt. Jetzt hat Mozilla Solo 1.4 fertiggestellt. Unter anderem ist es nun möglich, bis zu fünf Redakteure zum Arbeiten an der eigenen Seite einzuladen. WhatsApp und BlueSky wurden als neue Icons für Social Media hinzugefügt. Die vollständigen Release Notes:

  • Laden Sie bis zu 5 Redakteure für jede Ihrer Websites ein
  • Google Analytics (GA) wird korrekt geladen, nachdem der Nutzer das Cookie-Banner akzeptiert hat, wenn es aktiviert ist
  • Neue benutzerdefinierte Google Analytics-Ereignisse für alle Schaltflächen auf Ihrer Website, wenn Sie GA verbunden haben
  • Kleinere Verbesserungen zur Verbesserung der Suchmaschinenoptimierung Ihrer Website, einschließlich der Erhöhung der maximalen Länge des Website-Titels
  • Unterstützung für WhatsApp- und Bluesky-Symbole für soziale Medien hinzugefügt
  • Eine neue Option „mittlere Größe“ für die Schaltfläche im Intro-Abschnitt hinzugefügt
  • Die maximal zulässige Anzahl der Dienstleistungen im Abschnitt Dienstleistungen wurde auf 12 erhöht
  • Ein eigenes neues Feld „Preisgestaltung“ für jede Dienstleistung im Abschnitt Dienstleistungen hinzugefügt
  • Die Bilder im Abschnitt Galerie werden jetzt im Karussell-Layout korrekt beschnitten
  • Das Anklicken von Bildern im Karussell-Layout im Abschnitt Galerie öffnet nun den Vollbild-Betrachter
  • Das Hinzufügen von Teammitgliedern im Abschnitt Team erfordert keinen Namen mehr
  • Neues Textfeld für die Zwischenüberschrift im Abschnitt Textbanner hinzugefügt
  • Unterstützung für die Neuanordnung von Links im Header-Abschnitt
  • Die Logogröße im Footer-Abschnitt kann unabhängig vom Header-Abschnitt eingestellt werden
  • Kleinere Aktualisierungen der Themes zur Verbesserung der Barrierefreiheit

Die Nutzung von Solo ist kostenlos. Geringe Kosten fallen höchstens bei Verwendung einer benutzerdefinierten Domain an. Als Nächstes stehen weitere Optionen zum Bearbeiten und Gestalten, ein Abschnitt für Kundenlogos sowie eine neue Bibliothek zur Verwendung von Icons auf der Website auf der Roadmap.

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8. Dezember 2024

Nach über sieben Jahren hat Mozilla eine neue visuelle Identität. Mozilla hat sein Rebranding nun offiziell vorgestellt.

Das aktuelle Logo trägt Mozilla seit Januar 2017. Das Logo in der Eigenschreibweise moz://a ist angelehnt an Internet-Protokolle wie https://.

Mozilla-Logo 2017

Bereits im August hatte ich weltweit als erstes über das neue Mozilla-Logo berichtet. Nun ist die neue visuelle Identität offiziell. Sowohl Mozilla als auch Jones Knowles Ritchie (JKR), die mit dem Rebranding beauftragte Agentur, haben jeweils darüber berichtet. Wer mehr über die Gedanken dahinter verstehen möchte, dem sei der Blogbeitrag von Mozilla ans Herz gelegt.

Während das aktuelle Mozilla-Logo laut bisheriger Brand-Guidelines immer auf einem Hintergrund zu sehen sein musste, ist das neue Logo ohne Hintergrund integriert, womit eine große Design-Einschränkung wegfällt. Die abstrakte Grafik rechts vom Mozilla-Schriftzug beinhaltet einerseits das „M“ aus „Mozilla“ und erinnert andererseits sowohl an eine Flagge, welche den aktivistischen Geist Mozillas und die Verpflichtung darstellen soll, das Internet zurückzufordern, als auch an einen Dino – das historische Symboltier von Mozilla.

Mozillas offizielle Website ist bereits auf die neue Mozilla-Marke umgestellt.

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4. Dezember 2024

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 128.5.1 ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 128.5.1

Mit Thunderbird 128.5.1 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht. Nach dem Update wird ein Tab mit einem Spendenaufruf geöffnet. Außerdem wurde ein Fehler behoben.

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30. November 2024

Am heutigen 30. November jährt sich die Veröffentlichung von ChatGPT zum zweiten Mal. Die zwei Jahre fühlen sich wie vier an, wenn man bedenkt, was alles passiert ist. Blicken wir auf einige Entwicklungen zurück.

ChatGPT hat die Forschung im Bereich der künstlichen Intelligenz (KI) auf den Kopf gestellt. KI wurde in der Öffentlichkeit bis 2022 mit verschiedenen Teilbereichen wahrgenommen, z. B. Spamfilterung, Bilderkennung, Texterkennung, Klassifikation von Bildern und Texten oder Vorhersagen. Generative Modelle waren eine Nische und vielen eher durch Anwendung des Deepfakes bekannt, bei denen es darum geht, (bewegte) Bilder so gut wie möglich hochrealistisich zu approximieren und nach Belieben anzupassen.

Veränderte Forschungslandschaft

Mittlerweile könnte man annehmen, dass in der Öffentlichkeit KI, ML und LLM synonym betrachtet werden (was zum Glück nicht so gilt). Über diese Vereinfachung könnte man sich jetzt aufregen, sollte es aber differenziert betrachten. Einerseits lernen viel mehr Menschen KI kennen als vorher. Wenn diese Anwender auch nur eine der Technologien, sei es LLM, einsetzen, ist es gewissermaßen eine Bereicherung. Andererseits versuchen viele, bestehende Verfahren und Technologien auf LLMs anzuwenden. Zum Beispiel kann eine Klassifikation (z. B. Spam oder nicht Spam?) entweder mit einem spezialisierten Modell (z. B. Bayes) durchgeführt werden – oder ChatGPT kann einfach nach der Einordnung gefragt werden. Dieser Einsatz ist kritischer zu hinterfragen, weil Nebeneffekte wie Halluzinationen bisher zuverlässige Aufgaben verwässern: wenn ein Klassifikator mit der Softmax-Funktion zwischen 4 Kategorien entscheiden soll, kann er sich nur für eine Kategorie entscheiden. LLMs hingegeben können mit einer neuen Kategorie antworten.

An dieser Stelle sollte erwähnt werden, was ChatGPT eigentlich ist: Es war, ist und bleibt wohl vorerst eine aufgepumpte Textvervollständigungsmaschine. Dabei können die Modelle zum jetzigen Forschungsstand weder das Gesagte konzeptionalisieren, noch einen inneren Sinn anwenden. Die Modelle wurden darauf trainiert, kohärente Texte für Eingaben auszugeben. So kann eine Anfrage wie "Was ist 2+2?" sicherlich durch Training mit 4 beantwortet werden. Das Modell ist jedoch an sich nicht in der Lage, beliebige Rechenaufgaben mit der Präzision eines Taschenrechners zu beantworten.

Das Spannende ist aber der Zusatz "an sich", den ich der Vollständigkeit halber erwähnen muss. Denn die Forscher und Entwickler haben begonnen, diese Schwäche mit Tricks zu kompensieren. Beim Toolformer-Ansatz wird das LLM darauf optimiert, anstatt einer direkten Antwort einen Funktionsaufruf an der passenden Stelle möglichst syntaktisch korrekt auszugeben, z. B. Das Ergebnis von 2+2 ist [Calculator(2+2)]. Die LLM-Ausgabe kann dann anschließend einem Interpreter übergeben werden, der für vorgegebene Funktionen deterministisch korrekt die Berechnung durchführt und das Ergebnis an der Stelle einfügt.

Es lässt sich erahnen, dass LLMs mittlerweile mehr als das reine Modell sind. Die Ausgaben werden technisch durch gezielte Fragestellung, das Prompt Engineering, in eine bestimmte Richtung gelenkt und anschließend angereichert. Diese Schritte können beliebig oft wiederholt werden. Baut man dieses Verfahren so aus, dass in der Antwort bestimmte Aktionen benannt werden, auf die dann wieder Eingaben folgen, kann man Agenten bauen. Das ist ein jahrzenhntealter Ansatz, der jetzt wieder in Mode kommt.

Dieses Ökosystem ist umfangreich und wächst immer weiter. Nur, weil ich ein Large Language Model habe, habe ich noch kein funktionierenden ChatGPT-Klon. Vielmehr gilt es, operative und technische Herausforderungen im Backend zu lösen (Stichwort GPUs und Clustering) und das Modell in eine Pipeline einzubetten. Das Training allein reicht somit nicht mehr aus – bildet aber auch keine Voraussetzung mehr, wie wir später sehen.

Grundsätzlich ist es gut, wenn mehr Aufmerksamkeit der Erforschung künstlicher Intelligenz und maschinellem Lernen gewidmet wird. Die durch die hohen Trainingskosten notwendig gewordene Kommerzialisierung zur Finanzierung hat allerdings auch umfangreiche Auswirkungen gehabt. Die Start-up-Welt verschob sich nicht nur von Blockchain, Metaversum und Fintech hin zu AI, sondern wurde getrieben vom Ziel, das beste Modell zu trainieren. Rückblickend ein Himmelfahrtskommando, wenn man sieht, wie schnell neue Modelle veröffentlicht wurden und wie gering der Return-on-Invest ausfallen kann.

Das Jahr 2023 fühlte sich an, als würde jedes KI-Labor eines jeden größeren Konzerns die Zwischenergebnisse seiner LLM-Leute veröffentlichen. Jede Woche gab es neue Papers, die nicht mehr in jährlichen begutachteten Konferenzen, sondern als Preprint auf arXiv veröffentlicht wurden. LLMs gibt es schon seit über 5 Jahren, aber die Zuverlässigkeit und verbundene Aufmerksamkeit wurde erst mit dem Durchbruch von InstructGPT ermöglicht, was die Basis von ChatGPT in der ersten Version bildete. In 2023 habe ich aktiv eine LLM-Timeline gepflegt und es wurde deutlich, dass "jeder" es einmal versuchen wollte, Beispiel BloombergGPT. Jeder einzelne Beitrag war dabei wertvoll, es war jedoch schwer, den Überblick zu behalten.

Der Gewinner: Open Source

Der Gewinner der letzten zwei Jahre war jedoch nicht nur OpenAI, das letztes Jahr um diese Zeit mit Machtkämpfen (wired.com) beschäftigt war. Vielmehr hat mit Meta (Facebook) ein Unternehmen das Ruder an sich gerissen, von dem man es am wenigsten erwartet hätte, und einen Beitrag geleistet, den man sich noch weniger hätte vorstellen können. Der zeitlich passende Shift von Metaverse zu AI war die Überraschung der letzten Jahre, wie man auch im Aktienkurs sehen konnte.

Die Problematik war, dass die bereits erwähnte Kommerzialisierung zu proprietären Modellen geführt hat, bei denen weder die Gewichte als Basisdaten veröffentlicht noch die Mitbenutzung erlaubt wurde. Durch das aufwändige Training und die hohe Anpassungsfähigkeit an neue Aufgaben hatte auf einmal das Modell an sich einen Wert. Davor war es entweder die Methodik, wie man ein solches Modell trainiert und einsetzt (das - und nur das - ist im Übrigen in der Regel auch nur wissenschaftlich publikationfähig) oder der Datensatz selber, auf dem trainiert wurde. Das Modell konnte man sich früher einfach selber erzeugen und so die Experimente reproduzieren.

Meta AI war nun einer der ersten großen Anbieter, die mit LLaMA im Februar 2023 ein Modell aufwändig trainiert und dann zum Download freigegeben haben. Das geschah allerdings noch unter einer recht restriktiven Lizenz und mit persönlicher Voranmeldung, war aber eines der ersten Modelle, das an die Leistung von OpenAI im entferntesten herankam. Interessanterweise war es auch die ausbleibende Klagewelle, die zur Verbreitung und Weiterentwicklung der Modelle führte, die rechtlich mindestens in einem Graubereich geschah und fast schon an die Einführung der Kartoffel in Deutschland erinnerte.

Spätere Versionen wie Llama 3 wurden unter freizuzügigeren Lizenzen veröffentlicht. Bei diesen lässt sich streiten, ob man sie als Open Source bezeichnen kann. Fest steht, dass für den Einsatz somit Modelle bereitstehen, an denen man lokal testen und sie ggfs. auf eigene Trainingsdaten anpassen kann. Bei der Bilderkennung wurde hierbei üblicherweise der Begriff Transfer Learning verwendet, bei LLMs wurde das Verfahren als Finetuning bekannt. Somit war auch die Bezeichnung von Foundation Models geboren, die die Basis für Finetuning bilden.

Aus Europa stammt ein zwischenzeitlich ähnlich leistungsstarkes Modell mit dem Namen Mistral, das mit der Apache-2.0-Lizenz auch eine echte, anerkannte Open-Source-Lizenz trägt. Der Trend geht somit Richtung Open Source. Zieht man die Parallele zu den Betriebssystemen mit Windows und Linux, ist es schon sehr überraschend, dass in einer solchen Massentechnologie mit technsichen und finanziellen Hürden tatsächlich so schnell der Gedanke der Open-Source-Kultur keimt.

Gesellschaft und Regulierung

Eine weitere Parallele ist die gesellschaftliche Akzeptanz. Diese ist verglichen mit dem Jahr 2000 überraschend hoch. Während Wikipedia als Konkurrenz zur gedruckten Enzyklopädie zu meiner Schulzeit mindestens verachtet wurde, ist ChatGPT als Alternative zur eigenen Arbeitsleistung überraschend salonfähig. Es gilt vielmehr ein "Es geht nicht weg, wir müssen damit klarkommen!" als ein "Wir müssen es unbedingt bekämpfen!".

Bleibt zum Schluss noch der Blick auf die Regulierung. Die Veröffentlichung von ChatGPT kam in dieser Hinsicht zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die Europäische Kommission hat sich in den vergangenen Jahren vorgenommen, den Einsatz in bestimmten Bereichen der künstlichen Intelligenz im Hinblick auf z. B. Scoring-Systemen für Kredite oder Gesichtserkennung zu regulieren. Also typische Einsatzbereiche, die man sich zu der Zeit vorstellte. Ein erster Gesetzesentwurf wurde Anfang 2021, also ein halbes Jahr vor ChatGPT, vorgelegt. Mit ChatGPT kam dann in dem Gesetzgebungsverfahren so richtig Fahrt auf, sodass einerseits die Gegner von KI-Systemen mit einem großen Verbotshebel in der Verhandlung antraten, die Befürworter die Verordnung nicht aus den Augen verloren und die Investitionsträger von KI-Start-ups ihre wirtschaftliche Position bewahren wollten. Das Ergebnis war, dass Foundation Modelle in die Verordnung aufgenommen wurden, aber ab einer Grenze, die scheinbar ihren geistigen Ursprung interessanterweise in der einer zeitgleich entwickelten Executive Order 14110 des US-Präsidenten Joe Biden hat. Zwischenzeitlich ging es darüber hinaus um die strikte Regulierung jeglicher statistischer Methoden. Dies wurde glücklicherweise aber noch abgeschwächt.

Mittlerweile ist der AI Act von der EU in Kraft. So unnötig ich die Regulierung zu einem solch frühen Zeitpunkt halte, so halte ich die Ausnahme großer Teile der Forschung von der Regulierung als wichtige Errungenschaft. Dass man heute aber für Dinge kämpfen muss, die gestern noch selbstverständlich wären (Forschungsfreiheit), ist auch ein Zeichen gesellschaftlicher Umwälzungen.

Interessanterweise gibt es aber mit der TDM-Schranke auch EU-Voragben, die im in dieser Thematik nicht zu unterschätzenden Urheberrecht dem Training von LLMs zuträglich sein können. Ob und inwiefern diese Schranke für Wissenschaft und Wirtschaft anwendbar ist, wird aktuell durch Gerichtsverfahren und Gutachten geklärt.

Fazit

Ich nutze ChatGPT regelmäßig und sehr gerne und finde daher die Veröffentlichung vor zwei Jahren einen wichtigen Meilenstein, zumal es sehr gut bei Übersetzung oder Grammatikoptimierung hilft (dieser Text ist aber menschengeschrieben). Tatsächlich habe ich knapp ein Jahr vorher schon begonnen, mit GPT-3 zu arbeiten, weil es zu der Zeit schon recht populär war, aber noch viel manuelle Arbeit für gute Ergebnisse erforderte. Mit ChatGPT hat sich die Zugänglichkeit und Qualität von LLMs deutlich vereinfacht, weswegen ich den kometenhaften Aufstieg des Produktes gerechtfertigt sehe.

2023 befand sich allerdings die gesamte Techindustrie regelrecht in einem Wahnzustand. Die anfangs hohen Erwartungen, die in die Werkzeuge gesteckt wurden, konnten teilweise erfüllt werden. Wie hoch die Erwartungen allerdings tatsächlich waren, zeigt sich erst, wenn die Investments realisiert werden.

LLMs sind der Hammer, mit dem jedes Problem wie ein Nagel aussieht. Für die Zukunft wünsche ich mir mehr Differenzierung, da es mehr als LLMs in der KI-Welt gibt. Dabei blicke ich gespannt auf die Robotik, weil sich hier ein weiterer großer Anwendungszweck der KI befindet, der auf seinen Durchbruch wartet. Schauen wir, was uns die nächsten Jahre bringen.

27. November 2024

Mozilla hat Firefox 133 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Datenschutz: Schutz vor Bounce-Tracking

Der strenge Schutz vor Aktivitätenverfolgung aktiviert jetzt auch einen Schutz vor sogenanntem Bounce-Tracking, bei dem eine Tracking-Website zwischen der ursprünglichen Website und dem Ziel eines Links dazwischengeschaltet wird, welche in der Regel so schnell weiterleitet, dass man als Nutzer kaum etwas davon mitbekommt. Dieses neue Datenschutz-Feature, welches anhand des Umleitungsverhaltens regelmäßig Cookies und Website-Daten löscht, nutzt Heuristiken zur Erkennung und ist damit anders als beispielsweise das Cookie Purging, eine schon länger in Firefox aktivierten Maßnahme, nicht von einer Liste mit bekannten Tracking-Domains abhängig.

Tabs auf anderen Geräten schließen

In Firefox lassen sich nicht nur Daten wie Lesezeichen, Chronik und Passwörter synchronsieren, man kann sich auch die Tabs der anderen Geräte anzeigen und öffnen lassen. Dies ist beispielsweise über die Sidebar für synchronisierte Tabs oder auch die Oberfläche Firefox View möglich. Über Firefox View lassen sich die Tabs auf anderen Geräten ab sofort auch schließen.

Sonstige Endnutzer-Neuerungen von Firefox 133

Die Sidebar zur Anzeige der Tabs von anderen Geräten lässt sich nun auch über das Menü „Alle Tabs anzeigen“ aktivieren, welches sich am Ende der Tableiste befindet.

Ist Firefox so konfiguriert, dass die Chronik beim Beenden von Firefox gelöscht wird, hatte sich Firefox nicht mehr gemerkt, ob und mit welcher geöffneten Sidebar der Browser geschlossen wurde. Der Sidebar-Status wird nun wieder unabhängig von der Konfiguration beim Start korrekt hergestellt.

Die Mediensteuerung in der Menüleiste von Apple macOS zeigt jetzt auch das Cover für wiedergegebene Medien sowie einen funktionierenden Zeitstrahl an, über den auch die Wiedergabeposition geändert werden kann.

Firefox 133

Die Option „Beim Tab-Wechsel automatisch öffnen“ für die Bild-im-Bild-Funktion von Videos verhält sich zuverlässiger bei einer größeren Anzahl von Websites und öffnet automatisch relevante Videos, während andere ignoriert werden.

Es wurden Verbesserungen bei der Logik zur Auswahl des Favicons vorgenommen, zum Beispiel wenn eine Website Icons in verschiedenen Größen bereitstellt.

Die Lade-Animation im Tab stoppt nun nach spätestens 45 Sekunden und wird zum statischen Sanduhr-Symbol, wenn die Anfrage länger dauert.

Bei der Installation von Erweiterungen, welche viele Host-Berechtigungen erfordern, werden ab sofort alle Domains aufgezählt.

Der Absturzmelder ist jetzt auch in die korrekte Sprache übersetzt, wenn Firefox nicht in der entsprechenden Sprache installiert ist, sondern ein Sprachpaket genutzt wird.

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Auch in Firefox 133 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 133 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Bei HTTP Auth-Dialogen zeigt Firefox nun das Protokoll sowie ein durchgestrichenes Schloss-Symbol vor der Domain an, wenn die URL mit http:// und nicht mit https:// beginnt.

Verbesserungen der Webplattform

Canvas2D kann auf Windows durch den Grafikchip beschleunigt werden, was für eine verbesserte Performance sorgt.

Die Fetch-API unterstützt die keepalive-Option, die es ermöglicht, HTTP-Anfragen zu stellen, die auch nach dem Entladen der Seite weiter ausgeführt werden können, z.B. während der Seitennavigation oder beim Schließen.

Dies war nur eine kleine Auswahl der Verbesserungen der Webplattform. Eine vollständige Auflistung lassen sich in den MDN Web Docs nachlesen.

Feature-Vorschau

Wird über about:config die Option browser.urlbar.deduplication.enabled auf true gesetzt, werden in der Adressleiste weniger identische Seiten vorgeschlagen, wie sie beispielsweise bei Google Docs immer wieder vorkommen. Dabei werden nur Ergebnisse ausgeblendet, wenn sich die URL lediglich im Fragment unterscheidet, der Titel aber identisch ist und der letzte Besuch der entsprechenden URL mindestens sieben Tage her ist. Ist eine der URLs als Lesezeichen gespeichert, wird diese priorisiert.

Wird Windows 11 22H2 oder neuer genutzt und der Schalter widget.windows.mica auf true gesetzt, nutzt Firefox für die Darstellung der Symbolleiste den Mica-Stil von Windows 11.

Firefox 133

Wird browser.history.collectWireframes auf true gesetzt und Firefox neu gestartet, zeigt die Tab-Vorschau Wireframes statt gar keine Bilder an, wenn die jeweiligen Tabs entladen sind, zum Beispiel nach einem Neustart von Firefox, bevor diese erneut aktiviert worden sind.

Firefox 133

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26. November 2024

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 128.5 ein planmäßiges Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 128.5

Mit dem Update auf Thunderbird 128.5 hat die MZLA Technologies Corporation ein planmäßiges Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht. Das Update bringt wie immer diverse Fehlerbehebungen und Verbesserungen unter der Haube, welche sich in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen. Auch wurden diverse Sicherheitslücken geschlossen.

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25. November 2024

Die MZLA Technologies Corporation hat ihren Finanzbericht für Thunderbird für das Jahr 2023 veröffentlicht. Dieser gibt Einblick in die finanzielle Entwicklung des Projekts.

Wie bereits in den vorherigen Jahren hat MZLA auch im Jahr 2023 die Einnahmen durch Spenden steigern können – und das wieder deutlich. Lagen die Spenden-Einnahmen im Jahr 2021 noch bei knapp 2,8 Millionen USD und waren es 2022 über 6,4 Millionen USD, konnten im Jahr 2023 ganze 8,6 Millionen USD erreicht werden. Die Spenden-Einnahmen entsprechen praktisch auch dem Gesamt-Umsatz. Deutlicher Spitzenreiter im Ländervergleich ist im Übrigen Deutschland, woher 29 Prozent der Spenden-Einnahmen stammen.

Was die Ausgaben betrifft, hat MZLA in diesem Jahr leider auf die Offenlegung der Zahlen verzichtet und lediglich kommuniziert, in welche Bereiche prozentual wie viel Geld gegangen ist. Personalkosten machen mit 68,2 Prozent den Großteil aus, aber anteilig deutlich weniger als im Jahr zuvor, als es noch 79,8 Prozent waren. Ebenfalls fehlen in diesem Jahr Angaben zur Entwicklung der Mitarbeiteranzahl, die aber erneut gestiegen sein dürfte. Während konkrete Zahlen fehlen, spricht MZLA vom Jahr 2023 als einem Jahr mit „bedeutenden Investitionen in unser Team und unsere Infrastruktur, um die langfristige Stabilität und Nachhaltigkeit von Thunderbird zu gewährleisten“. Demnach dürften die Ausgaben im Jahr 2023 die 3,6 Millionen USD aus dem Vorjahr deutlich übertroffen haben.

Während explizit von Investitionen in neue Plattformen die Rede ist und in diesem Zusammenhang lediglich Thunderbird für Android erwähnt wird, ist von einem möglichen Thunderbird für Apple iOS, anders also noch im Vorjahresbericht, nichts mehr zu lesen. Ob und welche Rückschlüsse sich daraus ziehen lassen, ist zu diesem Zeitpunkt unklar. Neben der Produktentwicklung wird MZLA in Zukunft auch einen Fokus auf Dienstleistungen (Thunderbird Appointment, Thunderbird Send, Thunderbird Sync) legen.

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23. November 2024

Wie meine Stammleser wissen, bin ich ein Riesen Fan vom Fun First Person Shooter World of Padman.

Ab- und zu gucke ich mal bei  https://worldofpadman.net/news/ vorbei, um nach Neuigkeiten zu sehen.

Und heute hat sich das mal wirklich wieder gelohnt!

 

 

 

In den News erfährt man, dass WoP 1.7 kurz vor der Veröffentlichung steht!

Die Beta Nummer 2 der kommenden Version 1.7 von World of PADMAN kommt wieder als Unified-Zip und diesmal auch als Installer für Windows.

Details: worldofpadman.net/news/beta-number-2/

 

Ich freue mich!

Gestern haben wir zu Hause ein paar runden Wop (1.62) gespielt. Zufälle gibt's

 

22. November 2024

Das Mozilla VPN steht ab sofort in zahlreichen weiteren Ländern zur Verfügung.

Mit dem Mozilla VPN bietet Mozilla in Zusammenarbeit mit Mullvad sein eigenes Virtual Private Network an und verspricht neben einer sehr einfachen Bedienung eine durch das moderne und schlanke WireGuard-Protokoll schnelle Performance, Sicherheit sowie Privatsphäre: Weder werden Nutzungsdaten geloggt noch mit einer externen Analysefirma zusammengearbeitet, um Nutzungsprofile zu erstellen.

Jetzt Mozilla VPN nutzen

Bisher in 33 Ländern verfügbar

Neben Deutschland, Österreich und der Schweiz stand das Mozilla VPN bereits in Belgien, Bulgarien, Dänemark, Estland, Finnland, Italien, Irland, Frankreich, Kanada, Kroatien, Lettland, Litauen, Luxemburg, Malaysia, Malta, Neuseeland, den Niederlanden, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Singapur, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechien, Ungarn, dem Vereinigten Königreich, den Vereinigten Staaten von Amerika sowie Zypern zur Verfügung.

Mozilla VPN ab sofort in 57 Ländern

Ab sofort steht das Mozilla VPN in einigen weiteren Ländern zur Verfügung. Das Abschließen eines Abonnements in den folgenden Ländern ist allerdings ausschließlich über die Mobile App für Android oder Apple iOS und nicht über die Weboberfläche möglich:

Ägypten, Australien, Chile, Griechenland, Indien, Indonesien, Kenia, Kolumbien, Mexiko, Nigeria, Norwegen, Saudi-Arabien, Südafrika, Südkorea, Taiwan, Thailand, Türkei, Uganda, Ukraine und Vietnam.

Dazu kommen die folgenden Länder, in denen der Apple App Store nicht zur Verfügung steht und das Abschließen eines Abonnements ausschließlich über den Google Play Store für Android möglich ist:

Bangladesh, Brasilien, Marokko sowie Senegal.

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19. November 2024

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 128.4.4 ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht. Relevant ist dieses Update ausschließlich für Nutzer, die auch Thunderbird für Android nutzen wollen.

Neuerungen von Thunderbird 128.4.4

Mit Thunderbird 128.4.4 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht. Die neue Version bringt zwei Verbesserungen, welche in Zusammenhang mit dem Export der Konten-Einstellungen für die Nutzung des neu veröffentlichten Thunderbird für Android stehen.

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18. November 2024

Unter ‚http://docs.redhat.com‚ findet man gesammelt und sortiert Red Hats Dokumentation, z.B. zu Ansible Automation Platform, OpenShift, RHEL, RHV, Satellite, etc.

Neben der Online-Version im Single- und Multi-Page-Format kann man die einzelnen Texte auch als PDF herunterladen. Dies manuell zu tun, ist allerdings mühselig. Deutlich leichter geht es mit dem PDF Document Downloader von Kazuo Moriwaka. Es handelt sich dabei um ein Bash-Skript, bestehend aus awk, curl, grep, und parallel, welches als Argument die Basis-URL für eine Produktkategorie übernimmt und anschließend alle PDF-Dateien ermittelt und herunterlädt.

Klingt gut? So bekommt ihr das Skript:

  1. Ladet euch die aktuelle Version als Zip-Datei aus dem Gist herunter
  2. Entpackt das Zip-Archiv in ein Verzeichnis eurer Wahl, z.B. nach ~/bin/
  3. Macht das Skript ausführbar: chmod u+x ~/bin/fetchdoc.sh

Folgender Code-Block zeigt einige Beispiele, mit denen ich mir einen Teil der Dokumentation auf mein Laptop gezogen habe:

$ ~/bin/fetchdoc.sh https://docs.redhat.com/en/documentation/red_hat_enterprise_linux/7

$ ~/bin/fetchdoc.sh https://docs.redhat.com/en/documentation/red_hat_enterprise_linux/8

$ ~/bin/fetchdoc.sh https://docs.redhat.com/en/documentation/red_hat_enterprise_linux/9

$ ~/bin/fetchdoc.sh https://docs.redhat.com/en/documentation/red_hat_enterprise_linux/10-beta

$ ~/bin/fetchdoc.sh https://docs.redhat.com/en/documentation/red_hat_ansible_automation_platform/2.5

$ ~/bin/fetchdoc.sh https://docs.redhat.com/en/documentation/red_hat_satellite/6.15

$ ~/bin/fetchdoc.sh https://docs.redhat.com/en/documentation/red_hat_satellite/6.16

$ ~/bin/fetchdoc.sh https://docs.redhat.com/en/documentation/red_hat_virtualization/4.4

Thank you Kazuo Moriwaka for this awesome little helper!

17. November 2024

Die MZLA Technologies Corporation hat vor kurzem die allererste Version von Thunderbird für Android veröffentlicht.

Im Sommer 2022 wurde die Übernahme des E-Mail-Clients K-9 für Android durch die MZLA Technologies Corporation, bekannt gegeben, welche den beliebten E-Mail-Client Thunderbird für Windows, macOS und Linux entwickelt. Nun, mehr als zwei Jahre später, ist es soweit: Thunderbird für Android steht zum Download bereit. Neben dem Download im Google Play Store steht auch F-Droid als weiterer Distributionskanal zur Verfügung, sowie GitHub.

Download Thunderbird für Android

Thunderbird für Android ist grundsätzlich identisch zu K-9 Mail, was weiterhin angeboten werden wird. Die Versionsnummer von K-9 Mail ist direkt von 6.9 auf 8.0 gesprungen, womit auch Thunderbird für Android mit der Versionsnummer 8 startet. Unterschiede zwischen Thunderbird und K-9 Mail gibt es in Design-Details wie dem Logo und Farben. Außerdem lassen sich in Thunderbird die Einstellungen aus K-9 Mail importieren, jedoch nicht umgekehrt. Und auch nur Thunderbird beinhaltet eine integrierte Spenden-Möglichkeit. Während neue Features grundsätzlich für beide Mail-Applikationen integriert werden, soll es im Laufe der Zeit aber auch ein paar Thunderbird-exklusive Features geben, die dann nicht Teil von K-9 Mail werden.

Bestehende Nutzer von Thunderbird für Windows, macOS und Linux können ganz einfach ihre Einstellungen in Thunderbird für Android importieren. Dazu gibt es seit Thunderbird 128.4.0 ein neues Feature, welches die Übertragung via QR-Code möglich macht.

Thunderbird 8 für Android

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16. November 2024

Typst ist ein relativ neues open-source Textsatzsystem, das als Alternative zu LaTeX entwickelt wurde. Es zeichnet sich durch eine einfachere Syntax und eine intuitivere Bedienung aus, während es dennoch die leistungsstarken Formatierungs- und Gestaltungsmöglichkeiten bietet, die für wissenschaftliche und technische Dokumente erforderlich sind.

Seit der Version 1.4 (Januar 2024) ist Typst in Quarto enthalten und kann daher direkt verwendet werden um PDF-Dokumente zu erzeugen, siehe https://quarto.org/docs/output-formats/typst.html.

Vorteile von Typst gegenüber LaTeX

  • Es ist unglaublich schnell! Typst ist in Rust geschrieben und verwendet inkrementelle Kompilierung, was schnellere Kompilierungszeiten ermöglicht. Selbst bei einfachen einseitigen Dokumenten ist es spürbar schneller als LaTeX.
  • Es ist direkt in Quarto enthalten und muss nicht zusätzlich installiert werden.
  • Die Syntax ist (ein wenig :-) ) einfacher als bei LaTeX.
  • Die Fehlermeldungen sind aussagekräftiger als bei LaTeX.

Nachteile

  • LaTeX kann viel mehr als Typst.
  • Typst ist noch relativ neu, es kann noch nicht alles. Es hat nichtmals einen Wikipediaeintrag (Stand 11/2024).
  • Falls ihr euch von “KI” inspirieren lassen wollt: ChatGTP und Co. können Typst quasi gar nicht und erzeugen großen Müll-Code.

PDF-Dokumente

Seit Jahrzehnten (ja, ich bin alt) verwende ich LaTeX. Mittlerweile erzeuge ich alle meine Dokument mit Quarto, aber immerhin habe ich meine schönsten LaTeX Vorlagen in Quarto-Extensions ausgelagert, so dass ich sie “unter der Haube” immer noch verwende (siehe z.B. diesen Blogpost). Das funktioniert sehr gut, und eigentlich bin ich auch zufrieden damit.

Dennoch habe ich einfach mal aus Spaß Typst ausprobiert, und vor allem die Geschwindigkeit des rendering hat mich sehr begeistert. Meine LaTeX Dokumente benötigen mindestens 2 (manchmal sogar 3) LaTeX-Läufe, die für sich schon relativ lange brauchen, um durchzulaufen. Typst hingegen ist nach einem Lauf fertig, und dieser Lauf ist einfach unglaublich schnell.

Also habe ich auf den Bahnfahrten angefangen, meine LaTeX-Extensions um Typst zu erweitern.

Eine Quarto Extension erstellen

Um eine neue Extension zu erstellen folge ich grob der Anleitung auf der Quarto Webseite.

Für meine Extensions habe ich ein eigenes Verzeichnis. Per Terminal wechsel ich in dieses Verzeichnis und starte dort ein neues Extensionprojekt mit dem Befehl

Terminal
$ quarto create extension format

Nun wähle ich typst aus der Auswahlliste und gebe erneut den Namen der Extension (foobar) ein. Anschließend kann der Ordner z.B. mit vscodium geöffnet werden.

Ich bearbeite die Dateien nicht in RStudio, da dort kein Syntax Highlighting für Typst angeboten wird. Ich nutze Positron, aber grundsätzlich geht es natürlich mit jedem Texteditor.

In meinem Ordner liegt nun ein neues Verzeichnis foobar, und in diesem sind die folgenden Dateien und Verzeichnisse zu finden:

Dateistruktur im Ordner foobar
template.qmd
README.md
_extensions/
_extensions/foobar/
_extensions/foobar/_extension.yml
_extensions/foobar/typst-show.typ
_extensions/foobar/typst-template.typ

Die Dateien sind bereits mit Standardinhalt befüllt, so dass die die Datei template.qmd direkt gerendert werden kann. Probiert es mal direkt aus!

Schaut euch die generierten Dateien an:

  • template.qmd - Das Dokument, welches gerendert werden soll.
  • README.md - Eine README-Datei mit allen Infos zur Extension.
  • _extensions/ - Hier liegen alle Extensions, auf die template.qmd zugreifen kann.
  • _extensions/foobar/ - Hier liegt unsere Extension.
  • _extensions/foobar/_extension.yml - Hier geben wir die Metadaten unserer Extension (Name, Autor, Beschreibung, etc.) an, sowie die bereitsgestellten Formate nebst Standardparameter
  • _extensions/foobar/typst-show.typ - Diese Datei ruft unser eigentliches Template auf. Hier können zudem Pandoc-Metadaten an Funktionsparameter gemappt werden.
  • _extensions/foobar/typst-template.typ - Unsere eigentliche Templatedatei.

Für mich als Autodidakt war es herausfordernd, die Typst-Syntax zu lernen. Eine sehr wichtige Nachschlageseite hierfür ist https://typst.app/docs/. Die Standardinhalte von typst-show.typ und typst-template.typ haben mich zunächst stark verwirrt, so dass ich in diesem Blogbeispiel mit leeren .typ-Dateien anfangen möchte.

typst-show.typ

Die Datei typst-show.typ ruft unser eigentliches Template auf. Ich lösche den Standardinhalt und ersetze ihn mit dieser einzigen Funktion.

typst-show.typ
#show: foobar.with(

)

Innerhalb dieser Funktion können wir (später) YAML-Parameter abgreifen. Dies funktioniert allerdings auch in der Datei typst-template.typ, so dass ich es hier zunächst auslasse.

typst-template.typ

In der Datei typst-template.typ lebt unser eigentliches Template. Auch hier lösche ich den Standardinhalt und ersetze ihn durch

typst-template.typ
#let foobar(
  // Welche Werte erwartet mein Template?
  body
) = {
  // Hier beginnt die Ausgabe
  body
}

Die Datei besteht aus 2 Teilen, #let foobar() definiert unsere Templatefunktion (die, die von typst-show.typ aufgerufen wird) und legt fest, welche Parameter diese Funktion erwartet. Standardmäßig steht hier nur body, womit der Inhalt unserer template.qmd gemeint ist.

Im zweiten Teil, welcher mit ={ ... } eingeleitet wird, erfolgt das eigentliche Styling der Ausgabe. Auch hier steht derzeit nur body, was bedeutet, dass der Inhalt auf einer “blanken” Seite ausgegeben wird. Klickt mal jetzt auf “rendern”.

Typst-Befehle mit und ohne #

Was mich am Anfang am meisten verwirrt hat ist, dass Typst-Befehle und -Variablen manchmal ein # vorangestellt benötigen, und manchmal nicht. So wie ich es verstanden habe

  • wird bei jedem Befehl und jeder Variable ein # benötigt.
  • innerhalb von Funktionsdefinitionen (z.B. der zweite Teil unserer foobar Funktion) dürfen keine # verwendet werden. Alles, was in runden Klammern steht, benötigt kein #.
  • innerhalb von Funktionsaufrufen müssen wieder # gesetzt werden. Alles, was in eckigen Klammern steht, benötigt ein #.

YAML-Parameter direkt auslesen

Parameter aus dem YAML-Header können wie gewohnt über Pandoc gemappt werden. In unserer Extension wollen wir zunächst den title-Parameter auslesen und ausgeben.

Wir können dies einerseits direkt in der typst-template.typ vornehmen

typst-template.typ
#let foobar(
  // Welche Werte erwartet mein Template?
  body
) = {
  // Hier beginnt die Ausgabe
  
  // title anzeigen
  text(36pt)[$title$]
  
  body
}

Wenn ihr jetzt rendert, seht ihr den großen Titel am Dokumentanfang.

YAML-Parameter über typst-show.typ anmelden

Ein anderer Weg, um den Parameter title aus dem YAML-Header zu lesen, erfolgt in 2 Schritten.

  1. In der Datei typst-show.typ lesen wir den Parameter aus und weisen ihn der Variable meintitel zu:
typst-show.typ
#show: foobar.with(
  meintitel: "$title$",
)

Beachtet, dass $title$ in Anführungszeichen gewickelt werden muss. Wir können hier noch sicherstellen, dass die Zuweisung nur dann erfolgt, wenn der Parameter auch wirklich im YAML angegeben ist:

typst-show.typ
#show: foobar.with(
  $if(title)$
    meintitel: "$title$",
  $endif$
)
  1. In der Datei typst-template.typ geben wir an, dass die Variable meintitel zuvor ausgelesen wurde. Somit steht uns im unteren Teil des Templates die Variable #meintitel zur Verfügung, und der Befehl zur Titelausgabe ändert sich entsprechend in text(36pt)[#meintitel].
typst-template.typ
#let foobar(
  // Welche Werte erwartet mein Template?
  meintitel: none,
  body
) = {
  // Hier beginnt die Ausgabe
  
  // title anzeigen
  text(36pt)[#meintitel]
  
  body
}

Im oberen Teil haben wir meintitel: none, angegeben, was bedeutet, dass die Variable leer bleibt, sofern sie nicht im YAML angegeben ist. Natürlich können wir hier auch Standardwerte hinterlegen, z.B:

typst-template.typ
#let foobar(
  // Welche Werte erwartet mein Template?
  meintitel: "Du hast den Titel vergessen",
  body
) = {
  // Hier beginnt die Ausgabe
  
  // title anzeigen
  text(36pt)[#meintitel]
  
  body
}

Wenn Sie nun in template.qmd den YAML-Parameter title entfernen, greift typst auf den Standardwert "Du hast den Titel vergessen" zurück.

Was ist nun besser?

Ich habe noch nicht genau verstanden, wie die Parameter “am besten” abgegriffen werden. Es funktioniert jedenfalls alles wunderbar, wenn typst-show.typ quasi leer bleibt, und alle Parameter direkt in der typst-template.typ verarbeitet werden. Naja, ihr kennt nun beide Vorgehensweisen und könnt selbst auswählen…. :-)

Bilddateien bereitstellen (Sonderzeichen escapen)

Manche meiner Extensions bringen Logo-Dateien mit (z.B. meine Briefvorlage an der Hochschule). Die Logos liegen ebenfalls im _extensions-Ordner und werden über die _extension.yml angegeben:

_extension.yml
title: Foobar
author: Joe Slam
version: 1.0.0
quarto-required: ">=1.5.0"
contributes:
  formats:
    typst:
      logo: MeinLogo.png
      template-partials:
        - typst-template.typ
        - typst-show.typ
Dateistruktur im Ordner foobar
template.qmd
README.md
_extensions/
_extensions/foobar/
_extensions/foobar/_extension.yml
_extensions/foobar/typst-show.typ
_extensions/foobar/typst-template.typ
_extensions/foobar/MeinLogo.png

Das Problem besteht darin, dass der relative Pfad zur Logodatei ein Sonderzeichen _ enthält. Dieser wird von Typst in \_ “escaped”, so dass der Pfad nicht als _extensions/foobar/MeinLogo.png sonder als \_extensions/foobar/MeinLogo.png erkannt wird. Um dies wieder rückgängig zu machen, kann innerhalb der .typ-Dateien die Funktion OBJEKT.replace("\\", "") verwendet werden.

Zunächst greifen wir den Logopfad in der Datei typst-show.typ ab.

typst-show.typ
#show: foobar.with(
  $if(title)$
    meintitel: "$title$",
  $endif$
  $if(logo)$
    logo: "$logo$",
  $endif$
)

In der Datei typst-template.typ melden wir die Variable logo an und reparieren den kaputten Pfad.

typst-template.typ
#let foobar(
  // Welche Werte erwartet mein Template?
  meintitel: "Du hast den Titel vergessen",
  logo: none,
  body
) = {
  // Hier beginnt die Ausgabe

  // Logo-Pfad escapen
  let logo_path = logo.replace("\\", "")
  // Logo anzeigen
  image(logo_path, width: 70mm)

  // title anzeigen
  text(36pt)[#meintitel]

  body
}

Ausgabe stylen

Auf diese Weise erweitere ich meine Extension nach und nach, so dass alles nach meinen Wünschen ausgegeben wird.

Wie man genau die Seiteneigenschaften (DIN-A4, deutsche Sprache, Kopf- und Fußzeilen, etc.) beeinflusst, habe ich in der Typst-Dokumentation nachgelesen, siehe https://typst.app/docs/. Sehr hilfreich war für mich deren Guide for LaTeX users.

Beispiel

Herausgekommen ist beispielsweise diese simple Extension, die ich für Aushänge an der Hochschule nutze. Sie nimmt die Parameter title und logo entgegen. In der Kopfzeile wird rechts das Logo ausgegeben, und links ein schöner blauer Kasten mit dem title in weißer Schrift.

In unserer foobar-Extension müssen die Dateien wie folgt geändert werden:

_extension.yml
title: Foobar
author: Joe Slam
version: 1.0.0
quarto-required: ">=1.5.0"
contributes:
  formats:
    typst:
      logo: MeinLogo.png
      lang: de
      font: "Times New Roman"
      font-size: 12pt
      template-partials:
        - typst-template.typ
        - typst-show.typ
typst-show.typ
#show: foobar.with(
    // Diese Werte kommen aus dem YAML
    title: "$title$",
    lang: "$lang$",
    logo: "$logo$",
    font: "$font$",
    font-size: $font-size$,
)
typst-template.typ
#let foobar(
  // welche Wert werden aus dem YAML-Header gelesen?
  title: none,
  logo: none,
  lang: none,
  font: none,
  font-size: none,
  body
) = {

  // Hier startet die eigentliche Funktion

  // Der Logo-Pfad muss escaped werden
  let logo_path = logo.replace("\\", "")

  // Schriftart und Sprache einstellen
  set text(font: font,
           size: font-size,
           lang: lang,)
  // Blockschrift aktivieren
  set par(justify: true)
  
  // Farben definieren
  let HSNRblue1 = rgb("185191")
  let HSNRblue2 = rgb("07A1E2")

  // Seitengröße und -ränder festlegen
  set page(width: 210mm,
           height: 297mm,
           margin: (top: 30mm, bottom: 30mm, left: 20mm, right: 20mm),
           numbering: "1",
           number-align: center,
           // Kopfzeile
           header: grid(
                        columns: (1fr, 1fr),
                        align: (left, right),
                          rect(fill: HSNRblue1,
                               width: 70%,
                               outset: (x: 54pt))[#text(white, 18pt)[#title]],
                          image(logo_path, width: 70mm),
           ),
           // Fußzeile
           footer: align(center)[#context counter(page).display("1 von 1",both: true,)]
  )

  // Abstand zwischen Header und Body
  v(5mm)

  // Hauptteil des Dokuments
  body
}

Das sieht dann so aus:

Zudem habe ich meine quarto-letter-Extension auf typst angepasst und bei Github veröffentlicht, siehe https://github.com/produnis/quarto-letter.

Weblinks


Diskussion per Matrix unter https://matrix.to/#/#produnis-blog:tchncs.de

 

15. November 2024

Mozilla hat den Quellcode von Pocket für Android als Open Source veröffentlicht.

Bei Pocket handelt es sich um eine Online-Ablage für Artikel, um diese später lesen zu können. Die abgelegten Artikel stehen von jedem Gerät aus zur Verfügung und können auch offline gelesen werden. Außerdem hilft Pocket dabei, neue Inhalte zu entdecken. Die Nutzung von Pocket ist kostenlos, eine kostenpflichtige Premium-Version bietet weitere Features. Auch ist Pocket die Quelle für Content-Empfehlungen auf der Firefox-Startseite. Pocket wurde im Februar 2017 für 30 Millionen Dollar von Mozilla übernommen.

Ursprünglich war Pocket komplett geschlossene Software. Seit der Übernahme durch Mozilla wurden immer mehr Teile von Pocket Open Source. Unter anderem wurden im Dezember 2023 die Typescript Backend-Services geöffnet. Vor drei Wochen erfolgte die Veröffentlichung des Quellcodes von Pocket für Android als Open Source. Wer sich stattdessen für Pocket für iOS interessieren: Dessen Quellcode ist schon etwas länger öffentlich.

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13. November 2024

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 128.4.3 ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht. Neben diversen Fehlerkorrekturen bringt die neue Version auch die Behebung einer Sicherheitslücke.

Neuerungen von Thunderbird 128.4.3

Mit Thunderbird 128.4.3 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht. Die neue Version bringt mehrere Korrekturen für die Versionsreihe 128, welche sich in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen. Außerdem behebt Thunderbird 128.4.3 eine Sicherheitslücke.

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12. November 2024

Mozilla hat Firefox 132.0.2 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion.

Download Mozilla Firefox 132.0.2

Mit Firefox 132.0.2 behebt Mozilla mögliche Wiedergabe-Probleme auf Streaming-Plattformen in Zusammenhang mit Widevine L3 auf Windows.

Eine Verbesserung wurde vorgenommen, welche die Häufigkeit von mehrfach erhaltenen Push-Benachrichtigungen reduzieren soll.

Ein mögliches Einfrieren des Tabs bei Verwendung des System-Dialogs anstelle des Standard-Dialogs zum Drucken wurde behoben.

Eine potenzielle Absturzursache bei Verwendung von Microsoft Entra SSO auf macOS wurde behoben, ebenso wie ein möglicher Absturz des Netzwerkmonitor-Entwicklerwerkzeuges.

Ein Bearbeiten von HTML-Attributen im Inspektor-Entwicklerwerkzeug funktionierte nicht mehr per Doppelklick.

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9. November 2024

Unter Arch Linux werden pro Kernel jeweils zwei Initramfs-Archive erstellt. Bei der normalen Version wird das berücksichtigt was in der Datei /etc/mkinitcpio.conf eingetragen ist. In der Fallback-Version ist hingegen alles vorhanden, was möglich ist. Dies hat eine deutliche Auswirkung auf die Dateigröße.

1Size User Date Modified Name
2410k root 26 Okt 08:04  amd-ucode.img
3   - root 26 Sep  2022  EFI
4159M root  5 Nov 18:27  initramfs-linux-zen-fallback.img
5 50M root  5 Nov 18:26  initramfs-linux-zen.img
6   - root  6 Nov 18:15  loader
7 14M root  2 Nov 19:33  vmlinuz-linux-zen

Wie man sieht, ist in meinem Fall die Fallback-Version deutlich größer als die normale Version.

Auch wenn 159 MB heutzutage meist nicht ins Gewicht fallen, habe ich mir überlegt, ob man die Fallback-Version überhaupt benötigt. Für mich selbst lautet die Antwort nein.

Die Fallback-Version dient sozusagen als Notfall-Lösung, wenn man bei der Konfiguration des Initramfs-Archis der normalen Version Mist gebaut hat. In den letzten Jahren dürfte ich die Datei /etc/mkinitcpio.conf aber vermutlich keine 5 Mal geändert haben. Zudem habe ich für die Fallback-Version keinen Eintrag im Bootloader erstellt. Bei Problemen mit Initramfs würde ich daher einfach von der Iso-Datei von Arch booten, mich mit arch-chroot in die Installation einklinken und dann das Problem beheben.

Also hinfort mit der Fallback-Version. Hierzu muss man unter /etc/mkinitcpio.d/ die Preset-Dateien anpassen bei denen man das Erzeugen der Fallback-Version deaktivieren will. Vor der Änderung sieht eine solche Datei zum Beispiel wie folgt aus.

 1# mkinitcpio preset file for the 'linux-zen' package
 2
 3ALL_config="/etc/mkinitcpio.conf"
 4ALL_kver="/boot/vmlinuz-linux-zen"
 5
 6PRESETS=('default' 'fallback')
 7
 8#default_config="/etc/mkinitcpio.conf"
 9default_image="/boot/initramfs-linux-zen.img"
10#default_options=""
11
12#fallback_config="/etc/mkinitcpio.conf"
13fallback_image="/boot/initramfs-linux-zen-fallback.img"
14fallback_options="-S autodetect"

Alles, was man im Grunde machen muss, ist in der Zeile PRESETS ‘fallback’ zu entfernen und die Datei speichern.

Wer gleich testen will, ob es klappt, kann den Befehl mkinitcpio -P ausführen. Hiermit werden alle Initramfs-Archive aller installierten Kernel neu erzeugt. Oder man wartet einfach auf das nächste Kernel-Update.

Anschließend löscht man die eventuell vorhandenen, nicht mehr gewünschte Fallback-Archive der betreffenden Kernel unter /boot/.

Wer im Bootloader entsprechende Einträge hat, sollte diese noch löschen. Herauf gehe ich an der Stelle aber nicht ein, da es nicht nur einen Bootloader gibt.

Wie bereits weiter oben geschrieben ist die Fallback-Version für den Notfall gedacht. Wer diese daher entfernt sollte eine nutzbare Iso-Datei von Arch (z. B. auf einem USB-Stick) griffbereit haben.