staging.inyokaproject.org

2023 Woche 20

21. Mai 2023

Es geistern mehrere Lösungen rum, die netdata mit basic auth und nginx abzusichern.

Es geht aber auch mit einer reinen Apache Lösung, die auch in der Doku von netdata beschrieben ist.

Hier meine Gedächtnisstütze.

ich verwende ISPconfig, entsprechend sind hier die notwendigen Einträge bei der Website in der Config.

Apache Direktiven:

  RewriteEngine on
  RewriteRule ^/\.well-known/carddav /nextcloud/remote.php/dav [R=301,L]
  RewriteRule ^/\.well-known/caldav /nextcloud/remote.php/dav [R=301,L]
  RewriteRule ^/\.well-known/webfinger /nextcloud/index.php/.well-known/webfinger [R=301,L]
  RewriteRule ^/\.well-known/nodeinfo /nextcloud/index.php/.well-known/nodeinfo [R=301,L]

    
      Header always set Strict-Transport-Security "max-age=15552000; includeSubDomains"
    

    
        Require all granted
    

    # Local Netdata server accessed with '/netdata/', at localhost:19999
    ProxyPass "/netdata/" "http://localhost:19999/" connectiontimeout=5 timeout=30 keepalive=on
    #ProxyPass "/netdata/" "unix:/var/run/netdata/netdata.sock|http://localhost:19999/" connectiontimeout=5 timeout=30 keepalive=on


If
    ProxyPassReverse "/" "http://localhost:19999/"
    # if the user did not give the trailing /, add it
    # for HTTP (if the virtualhost is HTTP, use this)
    RewriteRule ^/netdata$ http://%{HTTP_HOST}/netdata/ [L,R=301]
    # for HTTPS (if the virtualhost is HTTPS, use this)
    #RewriteRule ^/netdata$ https://%{HTTP_HOST}/netdata/ [L,R=301]
    # add a  section
    
        AuthType Basic
        AuthName "Protected site"
        AuthUserFile /etc/apache2/.htpasswd
        Require valid-user
        Order deny,allow
        Allow from all
    


Damit ist Let's Encrypt frei Haus, da die Hauptdomain bereits ssl enabled ist.

Jetzt nicht vergessen, mit

htpasswd -c /etc/apache2/.htpasswd monitoruser

einen user für die "basic auth" anzulegen.

und dann kann in   /etc/netdata/netdata.conf bind auf localhost gestellt werden.

... und die vorhandende Firewall Freischaltung für Port 19999 kann dann auch gleich raus. Denn die Kommunikation damit findet nur jetzt nur lokal statt.

20. Mai 2023

Es gibt ja viele verschiedene Tools, mit denen man Diagramme erstellen kann. Zuletzt setzte ich vor allem auf draw.io.

Praktisch an drawio finde ich, dass das grafische Tool recht einfach zu bedienen ist und damit beziehe ich mich vor allem darauf, wie gut die gleichen Abstände zwischen den Elementen eines Diagramms abbildbar sind.

Viel lieber hätte ich allerdings ein Tool, womit ich die Diagramme als Code definieren kann. Hierzu bin ich neulich auf mermaid.js gestoßen.

Mermaid.js hat diverse Diagrammtypen, die verwendet werden können. Darunter Flowcharts, Gantt Charts oder Pie Chart. Persönlich finde ich Git Graph nützlich, Mindmaps, sowie Timeline. Die ganze Liste findet sich in der Dokumentation.

Besonders praktisch ist es vor allem, wenn man sich die Integrationen anschaut und genau dabei bin ich auch auf Mermaid gestoßen: Durch die Ablage der Dateien in GitLab oder auch GitHub, wird es direkt im Browser angezeigt. Das beinhaltet auch die Nutzung und Darstellung in Issues.

Beispiel-Code für die Darstellung von GitLab Flow:

%%{init: { 'logLevel': 'debug', 'theme': 'base', 'gitGraph': {'showBranches': true, 'showCommitLabel':true,'mainBranchName': 'production'}} }%%
gitGraph
    commit
    commit
    branch main
    commit
    commit
    branch feature/foobar
    commit
    commit
    checkout main
    merge feature/foobar
    checkout production
    merge main

Der Output:

GitLab-Flow

Damit man aber nicht mühselig die Dokumentation lesen muss, existiert auch noch ein Editor im Browser unter mermaid.live. Dort kann man dann auch viel einfacher die Diagramme erstellen und dort hin rüberkopieren, wo man diese braucht.

Vielleicht hilft es ja der ein oder anderen Person!

19. Mai 2023

Mozilla hat weitere Investitionen in junge Unternehmen über seinen Risikokapitalfonds Mozilla Ventures bekannt gegeben.

Das ist Mozilla Ventures

Mozilla Ventures ist ein anfänglich mit 35 Millionen USD ausgestatteter Risikokapitalfonds, über welchen Mozilla in Startups investiert, welche das Internet und die Tech-Industrie in eine bessere Richtung bringen. Neben heylogin, einem Passwort-Manager aus Deutschland, waren bereits zwei weitere Investitionen bekannt. Secure AI Labs entwickelt Sicherheits- und KI-Technologie zum Schutz von Patientendaten. Block Party entwickelt eine App, welche es Menschen ermöglicht, die regelmäßig belästigt werden, sich sicher an öffentlichen Konversationen in sozialen Medien zu beteiligen.

Mozilla Ventures investiert in Rodeo

Nun hat Mozilla die Investition in weitere Unternehmen via Mozilla Ventures bekannt gegeben. Der Schwerpunkt der Ankündigung dreht sich um die Investition in Rodeo. Dabei handelt es sich um eine App aus Großbritannien, welche das sogenannte Gigwork-Ökosystem für die Beschäftigten transparenter machen soll. Unter Gigwork versteht man das Arbeitskonzept, bei dem man kleine, zeitlich befristete Aufträge, sogenannte „Gigs“, erhält, welche über eine Onlineplattform vermittelt werden. Ein bekanntes Beispiel dafür sind Lieferdienste. So soll Rodeo beispielsweise bereits von über 10.000 Lieferfahrern von Deliveroo, Uber Eats und Just Eat genutzt werden. Der Sektor wächst rasant, weltweit soll es über eine Milliarde „Gigworker“ geben.

Rodeo hilft den Beschäftigten, auf ihre Daten zuzugreifen und sie zu kontrollieren, und bietet wichtige Einblicke, wie z. B. den Verdienst im Laufe der Zeit und die Lohnsätze auf verschiedenen Gig-Plattformen. Die App ermöglicht es außerdem, mit anderen Gigworkern zu chatten und wertvolle Erfahrungen und Tipps auszutauschen.

Weitere Investitionen in KI-Unternehmen

Neben den bereits oben erwähnten Startups erwähnt Mozilla am Ende der Ankündigung noch zwei weitere Unternehmen, in welche Mozilla Ventures investiert hat, von denen dies bislang noch nicht bekannt war: Lelapa AI sowie Themis AI.

Lelapa AI beschreibt sich selbst als ein auf Afrika ausgerichtetes Forschungs- und Produktlabor für Künstliche Intelligenz, das sich auf die Weisheit ressourceneffizienter Technologie stützt. Themis AI ermöglicht nach eigenen Angaben vertrauenswürdige KI in Hochrisikoszenarien, bei seltenen Ereignissen und überall dort, wo Ungleichgewichte und Verzerrungen in den Trainingsdaten gefunden werden können, durch eine Technologie, die von hochrangigen MIT-Alumni und Professoren entwickelt wurde.

Dabei handelt es sich um die nächsten Investitionen in den Bereich Künstlicher Intelligenz (KI), nachdem im März mit Mozilla.ai die Gründung eines weiteren neuen Tochterunternehmens von Mozilla bekannt gegeben worden war, welches mit einem Anfangs-Budget von 30 Millionen USD ausgestattet wurde und worüber ein vertrauenswürdiges, unabhängiges sowie quelloffenes KI-Ökosystem aufgebaut werden soll. Anfang dieses Monats wurde dann die Übernahme von Fakespot angekündigt, einem KI-Unternehmen, welches vor gefälschten Bewertungen beim Online-Shopping schützen möchte.

Noch mehr Investitionen von Mozilla

Von Mozilla bisher selbst noch nirgends kommuniziert ist die bereits im Februar über Mozilla Ventures erfolgte Investition in Webacy, einer Krypto-Wallet-Sicherheitsschicht, sowie eine Investition im April in Lockr, den Entwickler eines E-Mail-Verwaltungssystems für die Organisation und den Schutz elektronischer Post.

Mozilla investiert derzeit aber nicht nur über Mozilla Ventures und mozilla.ai. Unabhängig von diesen neuen Organisationen hat Mozilla im März bekannt gegeben, Hauptinvestor der Mastodon-App Mammoth zu sein. Bereits im Dezember wurde bekannt, dass Mozilla sowohl Active Replica, welche maßgeschneiderte Lösungen für virtuelle Räume und Ereignisse für Mozilla Hubs anbieten, vollständig übernommen hat, als auch Pulse, ein Unternehmen für maschinelles Lernen.

Der Beitrag Mozilla Ventures gibt weitere Investitionen bekannt erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Fr, 19. Mai 2023, Lioh Möller

Heute geht es weiter mit dem 2. Teil zum Thema Distrobau. In Teil 1 habe ich bereits die Ausgangslage erklärt. Es ging darum, eine gut funktionierende Distribution für mein altes Netbook zu finden. Das Gerät verfügt über einen 64-Bit Atom Prozessor und 2 GB RAM.

Die Displayauflösung beträgt 1024x600. Zunächst habe ich versucht, Distributionen zu finden, die darauf lauffähig sind. Meine Wahl fiel als Erstes auf ein BusyBox-basierendes System. In die engere Wahl kam 4MLinux. Dabei handelt es sich eine leichtgewichtige Distribution mit guter Software-Vorauswahl. Als Windowmanager kommt JWM zum Einsatz. Die Lösung läuft flüssig und zuverlässig. Mich hat lediglich gestört, dass man dauerhaft mit Root-Rechten arbeitet und dass es keinen Paketmanager gibt. Aktualisierungen sind zwar möglich, dabei wird aber das gesamte Grundsystem ausgetauscht und einige persönliche Anpassungen gehen verloren.

Da mir BusyBox sehr gut gefiel, habe ich mir Alpine Linux näher angeschaut. Tatsächlich lief die Distribution weniger schnell als erhofft und eine Installation gestaltet sich insbesondere dann als sehr aufwendig, wenn man nicht auf ein vorgefertigtes Desktop-Profil zurückgreift. Aktuell stehen Setups für GNOME, Plasma und Xfce zur Verfügung. Bei der Nutzung von Alpine ist mir sehr schnell aufgefallen, dass der Browser Firefox eher ungeeignet ist für diese Geräteklasse, also mussten auch hier Alternativen her. Dabei bin ich auf Falkon gestossen, den ich schon unter dem Namen QupZilla kannte. Mit kleineren Anpassungen lässt sich der Browser sehr gut nutzen und stellt alle von mir besuchten Webseiten sauber dar.

Ich hatte ja, wie im ersten Teil beschrieben, die Broadcom WLAN-Karte durch ein Modell mit Atheros Chipsatz getauscht und so konnte ich mir Trisquel GNU/Linux ebenfalls ansehen. Ich habe mich für die Trisquel Mini mit LXDE Desktop entschieden, und dieser gefiel mir grundsätzlich sehr gut. An Trisquel gefiel mir allerdings die vergleichsweise alte Softwareauswahl nicht. In diesem Zusammenhang habe ich mich an Kanotix erinnert und siehe da, das Projekt ist zwar nicht mehr wirklich aktiv, es stellt aber eine Variante für Eee PCs bereit. Auch diese kommt mit dem LXDE Desktop daher, wird allerdings nur als 32-Bit Version angeboten.

Die Vorkonfiguration ist sehr ausgewogen und bis auf ein paar Kleinigkeiten, wie der nicht vollständig konfigurierte Keyring Support lief es sehr gut. Die Softwareauswahl ist standardmässig eher klein und so musste ich einiges nachinstallieren.

Alternativ ist mir Q4OS bekannt, diese Distribution haben wir lange Zeit bei Faircomputer eingesetzt, einem Projekt, bei dem wir alte Laptops aufbereitet haben und an Schüler:innen verschenkt haben.

Zusammenfassend kann man sagen: Ich mochte die Softwareauswahl von 4MLinux und den LXDE Desktop. Ich benötige dennoch ein möglichst aktuelles System und da ich Debian GNU/Linux mag, kam für mich der Entwicklerzweig Sid infrage. Ich wünsche mir ein System, dass eine gute Auswahl an Software mitbringt und zum Entdecken einlädt. Diese sollte auch auf Hardware wie meinem Netbook lauffähig sein. Doch dazu im nächsten Teil mehr.

Bildquelle: https://michaelminn.com/linux/eeepc/

PS: Wer unseren Podcast von dieser Woche gehört hat, weiss möglicherweise schon mehr ;)


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18. Mai 2023

Diese Nachricht ist insbesondere für alle Testing-Nutzer von Bedeutung: Arch Linux wird die Repositories umstellen, die für den Bezug der Testing-Pakete erforderlich sind.

Hintergrund ist die Migration von SVN auf Git in der Infrastruktur von Arch Linux. Dazu werden von Freitag, dem 19. Mai 2023 bis Sonntag, dem 21. Mai 2023 die Repositories eingefroren - das Arch Linux Packaging Team wird in der Zeit keine neuen Pakete bereitstellen können. Durch die Umstellung werden der SVN-Zugriff sowie der svn2git-Mirror obsolet.

Nach der Umstellung werden die Testing- und Staging-Repositories aufgespaltet und das Community-Repository aufgelöst:

  • [testing] wird aufgeteilt in [core-testing] und [extra-testing]
  • [staging] wird aufgeteilt in [core-staging] und [extra-staging]
  • [community] wird in [extra] überführt

Nutzer von Arch Linux müssen auf die Änderungen folgendermaßen ab Montag, dem 22. Mai 2023 reagieren:

  • (Optional) für alle Nutzer: in der /etc/pacman.conf kann der [community]-Abschnitt entfernt werden.
  • Für Testing-Nutzer: in der /etc/pacman.conf müssen der Abschnitt für [testing] entfernt und zwei neue für [core-testing] und [extra-testing] hinzugefügt werden. Das gleiche muss, wenn eingesetzt, für das Staging-Repository unternommen werden.

Wer als Nutzer von Arch Linux keine Testing-Repositories einsetzt, muss kurzfristig auch nichts unternehmen, da das Extra-Repository nun auch alle Pakete des Community-Repositories führt. In einer Übergangsphase werden die drei nun aufgelösten Repositories (community, testing, staging) leer ausgeliefert. Mittelfristig sollten diese Repositories aber aus der /etc/pacman.conf entfernt werden, um Fehler zu vermeiden, wenn die Bereitstellung endet.

Weitere Inforamtionen zur Umstellung sind in der Mitteilung von Arch Linux vom 15. Mai 2023 zu finden.

16. Mai 2023

Mozilla hat seine Entwickler-Dokumentation MDN Web Docs um eine sogenannte Baseline-Bewertung für Webkompatibilität ergänzt.

Für sehr viele Webentwickler stellen die MDN Web Docs eine wichtige Anlaufstelle dar, wenn es um die Dokumentation von Webtechnologie geht.

Die Webplattform entwickelt sich in einem rasanten Tempo weiter. Dies macht es für Entwickler mitunter schwer, mit all den Entwicklungen Schritt zu halten. Auch fehlt es an einer gemeinsamen Sprache, um über Funktionen zu sprechen, welche für die allgemeine Nutzung im Web verfügbar sind. Aus diesem Grund wurde Baseline eingeführt.

Statt sich durch Kompatibilitätstabellen zu lesen, welche es in den MDN Web Docs auch weiterhin geben wird, erscheint direkt am Anfang der Dokumentation eines Web-Features nun eine Baseline-Bewertung, welche entweder grün oder gelb ist. Grün bedeutet, dass diese Funktion in den zwei letzten Major-Releases von Firefox, Chrome, Edge und Safari unterstützt wird. Gelb bedeutet, dass das Feature noch nicht in der Baseline ist, hier also Vorsicht bei der Verwendung geboten ist. Die Baseline-Bewertung ist bereits auf einigen Seiten der Dokumentation zu finden. Im Laufe der kommenden Monate sollen alle Web-Features eine Baseline-Bewertung erhalten.

MDN Baseline
Bild: Baseline-Bewertung in den MDN Web Docs

Google, welche Baseline ebenfalls als Teil von web.dev nutzen werden, hat darüber hinaus angekündigt, dass es neben dieser sich ständig bewegenden Baseline-Bewertung auch hilfreich sein kann, über ein bestimmtes Featureset zu einem bestimmten Zeitpunkt sprechen zu können, weswegen auch ein jährliches Baseline-Set veröffentlicht werden wird. So soll im Laufe des Jahres die Baseline 2024 angekündigt werden, damit Entwickler dies für die Umsetzung ihrer Projekte als Ziel anvisieren können.

web.dev Baseline
Bild: Baseline-Bewertung auf web.dev von Google

Der Beitrag MDN führt Baseline-Bewertung für Webkompatibilität ein erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Di, 16. Mai 2023, Lioh Möller

Eigentlich wollte ich gar keine Distro bauen. Meine letzten Erfahrungen in diesem Bereich liegen doch schon eine Weile zurück. Die älteren Semester unter euch erinnern sich vielleicht noch an easys GNU/Linux. Die letzte Veröffentlichung der Slackware basierten Distribution mit dem eigens dafür entwickelten grafischen Installer auf Qt-Basis liegt schon eine Weile zurück (29.09.2008). Herunterladen können Retro-Fans die ISOs danke des ArchiveOS Projektes immer noch und kürzlich habe ich getestet, ob diese noch in VirtualBox laufen würden: siehe da, es läuft immer noch.


Meine Erfahrungen aus dieser Zeit rieten mir, solch ein Projekt nicht nochmals zu starten. Wir hatten zwar ein kleines Team von 4 Entwicklern, dennoch bedeutet solch ein Projekt viel Arbeit, insbesondere wenn man selbst Software beisteuert. Neben dem Installationsprogramm gehörte unter anderem ein Partitionierungswerkzeug ähnlich wie GParted und eine grafische Paketverwaltung, beide ebenfalls auf Qt-Basis, zum Umfang.

Auch die Community zu pflegen, bedeutet Zeitaufwand. Da wir sehr treue Nutzer hatten, wollten wir diese natürlich nicht enttäuschen.

Als Resultat daraus ist letztendlich der LinuxKurs entstanden, in dem wir interessierten das Original Slackware von Grunde auf näher bringen. Dafür halt keine eigene Distro mehr.

Nun kam es aber doch anders. Der Grund dafür ist, dass ich ein altes Asus Eee PC Netbook (Typ 1015PW) wieder zum Fliegen bekommen wollte. Ich liebe alte Hardware, insbesondere dann, wenn sich sonst nicht mehr viele Menschen dafür interessieren.



Der verbaute Intel Atom N570 Prozessor ist bereits 64Bit-fähig, denn 32Bit Hardware tue selbst ich mir nicht mehr an ;)

Das Gerät ist mit einem 2 GB Riegel RAM befüttert. Ein weiterer Slot existiert nicht. Grössere Riegel werden ebenfalls nicht unterstützt.

Die verbaute Broadcom WLAN Karte ist ausserdem dafür bekannt, unter Linux nur schlecht und ausserdem nur mit unfreien Treibern zu laufen. Dafür stehen mit der 320 GB HDD genug Blöcke für Daten zur Verfügung.

Da es mir darauf nicht so sehr ankommt wie auf Geschwindigkeit, musste die HDD einer kleineren SSD weichen, die es heute bereits für CHF 14 für 128 GB zu kaufen gibt. Ergänzt habe ich die Investition mit einem Atheros Mini-PCI WLAN-Adapter, der ohne Binary Blobs auskommt.

Die Aufrüstung der Hardware stellt bei den Plastebombern eine besondere Herausforderung dar. Wer besseres gewöhnt ist, wie beispielsweise von Thinkpads, dem stellen sich dabei die Nackenhaare auf. Alles Plastikclips, die vorsichtig gelöst werden müssen, damit sie nicht abbrechen.

Mir ist es mit viel Geduld dann doch gelungen und das Gerät startete wieder.

Netbooks wie dieses haben oftmals ein gering auflösendes Display, wie auch dieses mit 1024 x 600 Pixeln. Da darf die Desktopumgebung nicht allzu viel Platz einnehmen, um noch einigermassen sinnvoll etwas damit anfangen zu können.

Da ich gerne Linux auf dem Netbook nutzen möchte, ging es als nächste zur Distrowahl. Doch dazu mehr im nächsten Teil.


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15. Mai 2023

Mo, 15. Mai 2023, Lioh Möller

Im Mai Update hat der Hard- und Softwarehersteller System76 eine Vielzahl an Neuerungen bekannt gegeben. Diese betreffen einerseits den hauseigenen Scheduler, der Hardwareressourcen vorrangig Anwendungen, welche im Vordergrund laufen, zur Verfügung stellt. Dies macht sich beispielsweise bei Spielen bemerkbar, welche andernfalls bei im Hintergrund laufenden Applikationen weniger performant spielbar wären.


Die vorliegende Version 2.0 des Schedulers ermöglicht eine detaillierte Parametrisierung. Die Pipewire Integration sorgt dafür, dass eine Audio-Ausgabe als realtime Prozess möglich ist. Dies sorgt dafür, dass weniger Wiedergabeunterbrüche entstehen, sofern die Applikation, welche Audio ausgibt, im Hintergrund läuft.

Auch der Scheduler Prozess selbst wurde optimiert und verbraucht nun 75 % weniger Ressourcen unter anderem durch die Vermeidung von UTF-8-String-Prüfungen, sofern dies nicht erforderlich ist.

Die neu entwickelte Rust-basierte Desktopoberfläche, welche in kommenden Versionen der pop!_os Distribution zum Einsatz kommen soll, wurde weiter entwickelt. So unterstützt das Panel jetzt Applets über die sich die Funktionalität erweitern lässt. Dazu gehören Applets wie ein Arbeitsflächen-Wechsler, ein Batteriestands-Monitor, eine WLAN- Bluetooth-Verwaltung, oder eine Mediensteuerung. In Zukunft soll die Anzahl der Applets deutlich wachsen und beispielsweise ein Clipboard-Manager, Klebezettel, ein Wetter-Applet und vieles mehr hinzukommen.

Panels selbst können an die eigenen Vorstellungen angepasst werden und so kann man beispielsweise die Positionierung festlegen, die Grösse ändern oder die Deckkraft einstellen. Auch sogenannte Floating Panels, wie sie beispielsweise bei aktuellen KDE Plasma Versionen bereits möglich sind, lassen sich konfigurieren.

Die neue entwickelte Systemeinstellungsverwaltung erfuhr bereits grössere Änderungen. Für den kommenden Monat ist die Entwicklung der Eingabeeinstellungen sowie einer Möglichkeit Hintergrundbilder zu definieren geplant.



Wie auch die Applets sind die Systemeinstellungen modular aufgebaut und lassen sich über eine API ansteuern.

Die 10-bit Farbunterstützung, welche zum cosmic-comp, dem COSMIC compositor hinzugefügt wurde, ermöglicht eine bessere Farbwiedergabe und ist eine wesentliche Voraussetzung für eine geplante HDR-Unterstützung.

Weitere Informationen finden sich im Blog-Post des Monats Mai.


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Mo, 15. Mai 2023, Lioh Möller

Bei Multipass handelt es sich um eine von Canonical entwickelte Lösung zum leichtgewichtigen Betrieb virtueller Maschienen, vornehmlich mit Ubuntu.

Dabei setzt die Lösung im Hintergrund unter Linux auf KVM. Multipass ist allerdings auch für Microsoft Windows und macOS verfügbar und setzt dabei auf Hyper-V respektive HyperKit. Unter Windows und macOS kann alternativ auch VirtualBox als Backend genutzt werden.



Im Folgenden wird die Einrichtung unter Ubuntu beschrieben.

Zunächst muss das multipass Snap Paket installiert werden:

sudo snap install multipass

Mithilfe von multipass find lassen sich verfügbare VM Images anzeigen:


Herunterladen und starten lässt sich ein Image wie folgt:

multipass launch 22.04

Hinweis: sofern auf dem gleichen System bereits eine VirtualBox VM läuft, muss diese möglicherweise zuvor beendet werden.

Mithilfe von multipass list können alle laufenden Instanzen angezeigt werden.

multipass info gefolgt vom Namen der Instanz, welcher zufällig vergeben wird, können weitere Informationen eingeblendet werden:


Um eine Shell in einer laufenden Instanz zu öffnen, kann multipass shell gefolgt vom Instanznamen genutzt werden.

Innerhalb der VM stehen alle vom Betriebssystem her bekannten Befehle zur Verfügung.

Mittels multipass stop oder multipass start kann eine Instanz beendet oder gestartet werden. multipass delete löscht diese wieder, dabei gehen alle darin enthaltenen Informationen verloren.

Anhand von Parametern lässt sich der Ausbau einer VM beeinflussen:

multipass launch 22.04 --name ubuntu-test --memory 2G --disk 10G --cpus 2

multipass -h gibt Hilfe zu den nutzbaren Parametern.

Damit stellt die Lösung eine einfach und schnelle Möglichkeit zur Erstellung von virtuellen Maschinen, insbesondere unter Ubuntu dar. Diese lassen sich beispielsweise zur Entwicklung von Software oder für Systemtests nutzen. Multipass bezeichnet sich selbst explizit als Software für den Arbeitsplatz-Computer.

Quelle: https://multipass.run/


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Mo, 15. Mai 2023, Lioh Möller

Wer im Fedora Projekt aktiv ist, hat früher oder später sicher einmal Kontakt mit Ben Cotton gehabt. Der charismatische Entwickler hatte seit 2018 die Rolle des Fedora Program Manager inne. Am 24. April 2023 hat der Hauptsponsor und Arbeitgeber von Ben eine Kürzung aller globalen Stellen um 4% angekündigt.


Überraschenderweise ist auch Ben Cotton Opfer dieser Entwicklung geworden und verlässt nun seinen langjährigen Arbeitgeber. Laut eigenen Aussagen wurde er erstmalig gekündigt und hofft, dass dieses schmerzhafte Erlebnis in Zukunft nicht nochmals eintritt. Seine Reaktion auf die Nachricht hat viele Emotionen in ihm ausgelöst, unter anderem Verärgerung, Traurigkeit, aber in seiner humorvollen Art versucht er diese Entwicklung dennoch positiv zu sehen.

Da er bereits vor seiner Anstellung bei Red Hat im Fedora Projekt aktiv war, plant er dies auch weiterhin zu sein. Seine Hoffnung ist, dass seine Arbeit auch nach seinem Weggang weitergeführt wird.

Warum Red Hat ausgerechnet Stellen im Upstream Projekt gestrichen hat, ist weiterhin unklar. Die Community wünscht sich auch in Zukunft ein klares Commitment für das Projekt.

Wir wünschen Ben alles Gute für seine Zukunft und wünschen ihm viel Erfolg auf seinen zukünftigen Wegen.

Quelle: https://funnelfiasco.com/blog/2023/05/12/inaction-bcotton/


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Mo, 15. Mai 2023, anlhumsmfvdt

Gestartet wurde die Installation von einem USB-Stick mit dem Bookworm RC1 Installer. Ich habe eine manuelle Partitionierung gewählt, mit btrfs auf der root-Partition.

Das Partitionslayout entspricht dabei dem der Vorgängerversion Debian 11.

nvme0n1         259:2    0 931,5G  0 disk
├─nvme0n1p1     259:3    0   100M  0 part /boot/efi
├─nvme0n1p2     259:4    0   512M  0 part /boot
└─nvme0n1p3     259:5    0 930,9G  0 part
  ├─debian-root 254:0    0    15G  0 lvm  /
  ├─debian-swap 254:1    0     1G  0 lvm  [SWAP]
  ├─debian-opt  254:2    0     2G  0 lvm  /opt
  └─debian-home 254:3    0   912G  0 lvm  /home

Zum Abschluss habe ich in tasksel KDE Plasma und ssh-server ausgewählt.

Auf der root-Partition ist nach der Installation entsprechend ein @rootfs subvolume vorhanden.

Während der Installaiton kann man zwar weitere Mount-Optionen wählen, aber leider lässt sich darüber nicht die Kompression für btrfs aktivieren.

Daher habe ich die Optionen nachträglich in der Datei /etc/fstab hinzugefügt:

/dev/mapper/debian-root / btrfs defaults,noatime,compress-force=zstd:6,subvol=@rootfs 0 0

Meine ersten Erfahrungen sind ausdrücklich positiv, nur vlc braucht manchmal lange (mehrere Sekunden) um den Datei-Öffnen-Dialog anzuzeigen.

Nun der Kern meines Berichts: Die weitere Installation übernimmt mein Bash-Script installPackages.sh.

  1. ./installPackages.sh
    installiert Pakete für einen (einfachen) Desktop mit Firefox und Thunderbird
  2. ./installPackages.sh --vm
    installiert Pakete für eine virtuelle Maschine mit Softwareentwicklung, aber ohne Libreoffice.
  3. ./installPackages.sh --laptop
    installiert Pakete für einen Laptop
  4. ./installPackages.sh --workstation
    installiert Pakete für eine Arbeitsstation

Die Installation erfolgte auf der SSD, auf der bereits Debian 11 installiert war. Mittlerweile habe ich eine bessere SSD eingebaut und Debian mithilfe von Relax-and-Recover umgezogen. "rear recover" hat bestens funktioniert.

So sieht meine /etc/rear/local.conf aus:

OUTPUT=ISO
USB_UEFI_PART_SIZE="500"

### create a backup using the internal NETFS method, using 'rsync'
BACKUP=NETFS
BACKUP_PROG=rsync
BACKUP_PROG_EXCLUDE=( "${BACKUP_PROG_EXCLUDE[@]}" '/home/*' '/var/cache/apt/*.bin' '/var/cache/apt/archives/*' '/var/cache/app-info/cache/*' '/var/lib/apt/lists/*' )
BACKUP_RSYNC_OPTIONS=( "${BACKUP_RSYNC_OPTIONS[@]}" '--xattrs' )

### write both rescue image and backup to the device labeled REAR-000
BACKUP_URL=usb:///dev/disk/by-label/REAR-000

Mein /home habe ich anschliessend aus einem Backup wiederhergestellt.

Anders war es auf meinem Laptop. Dort habe ich ein Upgrade vorgenommen und daraufhin das System bereinigt.

Die SSD ist hier vergleichbar partitioniert, aber /dev/nvme0n1p3 ist verschlüsselt.

"rear recover" hat dort leider nicht funktioniert. Die Partitionierung und das Mounten (diskrestore.sh) lieferte immer einen Fehler. Endlich fand ich heraus, dass die root-Partition nicht gemountet werden konnte.

So ungefähr sah die Zeile aus (funktionierte nicht, sah aber richtig aus):

mount -t btrfs -o rw,...

So funktionierte es:

mount -o compress-force=zstd:6 /dev/mapper/debian-root /


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