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2023 Woche 42

22. Oktober 2023

Firefox besitzt eine Übersetzungsfunktion für Websites, welche im Gegensatz zu Cloud-Übersetzern wie Google Translate lokal arbeitet, die eingegebenen Texte also nicht an einen fremden Server sendet. Die Anzahl unterstützter Sprachen ist dabei noch überschaubar. Die Nightly-Version von Firefox bietet jetzt knapp mehr als die doppelte Anzahl Sprachen an.

Mit Firefox 118 hat Mozilla die Übersetzungsfunktion für Websites, welche im Gegensatz zu Google Translate & Co. vollständig im Browser arbeitet, standardmäßig für alle Nutzer aktiviert. Allerdings werden erst die folgenden neun Sprachen unterstützt: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, Niederländisch, Polnisch sowie Bulgarisch.

Wer eine Nightly-Version von Firefox nutzt, findet ab sofort elf weitere Sprachen zur Auswahl: Estnisch, Finnisch, Isländisch, Katalanisch, Norwegisch (Bokmål), Norwegisch (Nynorsk), Persisch, Russisch, Tschechisch, Ukrainisch und Ungarisch.

Die Integration in Firefox Nightly mit der Versionsnummer 120 bedeutet aber nicht, dass diese Sprachen Teil von Firefox 120 sein werden. Grundsätzlich erfolgt die Aktualisierung bestehender sowie Integration neuer Sprachmodelle komplett unabhängig von Firefox-Updates.

Viel mehr ist es so, dass Mozilla die Übersetzungsqualität bei den neu dazugekommenen Sprachen noch nicht auf dem gleichen Niveau wie bei den Sprachen sieht, die bereits in Firefox 118 unterstützt werden. Die Nightly-Version von Firefox integriert ab sofort ganz einfach auch jene Sprachmodelle, die noch nicht bereit für die Auslieferung in einer finalen Version sind, damit diese dort getestet werden können.

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21. Oktober 2023

Dieser Artikel fasst die neuesten Informationen zum kommenden Filesharing-Dienst Thunderbird Send, der Integration der Übersetzungsfunktion Firefox Translations in Thunderbird sowie dem geplanten neuen Release-Zyklus von Thunderbird zusammen.

Neue Thunderbird-Versionen alle vier Wochen

Bereits im Februar hatte ich darüber geschrieben, dass die MZLA Technologies Corporation plant, das Release-Modell von Thunderbird umzustellen. Statt eines großen Releases pro Jahr soll es dann wie bei Firefox alle vier Wochen Feature-Updates geben. Das hat den großen Vorteil, dass Neuerungen nicht mehr bis zu ein Jahr lang zurückgehalten werden müssen, nur weil diese die Deadline für die jährliche Veröffentlichung verpassen.

Während das neue Release-Modell im Februar noch als eines der Ziele für die kommenden drei Jahre genannt wurde, wurde das Team nun konkreter: Bereits im kommenden Jahr soll es so weit sein. Auch wenn es nicht explizit gesagt wurde, so ist eine realistische Annahme, dass der nächste große Release, parallel zu Firefox ESR 128, Thunderbird 128 sein wird, der am oder kurz nach dem 9. Juli 2024 erscheinen wird, und MZLA ab dann auf monatliche Veröffentlichungen umstellen wird.

Integration von Firefox Translations in Thunderbird

Seit Firefox 118 gibt es eine Übersetzungsfunktion für Websites, welche im Gegensatz zu Cloud-Übersetzern wie Google Translate lokal arbeitet, die eingegebenen Texte also nicht an einen fremden Server sendet. Im April hatte ich darüber berichtet, dass das Thunderbird-Team eine Integration von Firefox Translations in Thunderbird erwägt. Anwendungsfall wäre hierbei nicht das Übersetzen von Websites, sondern von E-Mails.

Hier gibt es jetzt eine konkretere Zeitangabe. Das Team hat die Integration in Thunderbird zu einer Priorität für das erste Quartal 2024 erklärt.

Neuer Filesharing-Dienst Thunderbird Send

Letzten Monat hatte ich darüber berichtet, dass MZLA Firefox Send zurückbringen wird – als Teil von Thunderbird. Bei Firefox Send handelte es sich um einen damals kostenlosen Filesharing-Dienst von Mozilla, bei dem die Dateien durch eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sicher waren.

Erneut hat das Team in seinem Podcast über das Projekt gesprochen und dieses erstmals unter dem Namen Thunderbird Send vorgestellt. Als Hauptanwendungsfall wird der Versand großer Dateianhänge genannt, da E-Mail-Anbieter häufig eine niedrige Maximalgröße für Dateianhänge haben, oder die Anhänge bei den E-Mail-Anbietern auf deren Cloud-Speicher landen, wo diese möglicherweise für den Anbieter zugänglich sind. Thunderbird Send hingegen stellt durch die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sicher, dass außer dem Absender und dem Empfänger niemand die Dateianhänge entschlüsseln kann, auch MZLA nicht.

Worüber ich im September noch spekuliert hatte, ist jetzt offiziell: Das Hochladen von Dateien via Thunderbird Send wird Teil eines kostenpflichtigen Abonnements werden. Unter welchem Namen genau dieses Abonnement vermarktet werden wird, wie viel es kosten und wann es starten soll, ist zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekannt.

Thunderbird Send kostenpflichtig zu machen, ist einerseits notwendig, um die durch diesen Dienst entstehenden Serverkosten zu decken. Andererseits ist dies aber auch Teil der Strategie gegen einen Missbrauch von Thunderbird Send für illegale Zwecke, was damals, neben einem fehlenden Geschäftsmodell, ein wesentlicher Grund für die Einstellung von Firefox Send war.

Als weitere Maßnahme gegen Missbrauch wird es für Nutzer möglich sein, Dateianhänge zu melden. Zwar kann MZLA die Inhalte nicht kontrollieren, aber zumindest können durch den notwendigen Account die Meldungen einer realen Person zugeordnet werden. Und während die Dateianhänge selbst zwar nicht durch MZLA entschlüsselt werden können, ist es möglich, eine Checksumme der verschlüsselten Datei zu erhalten, welche wiederum mit einer großen Datenbank abgeglichen werden kann, um so zumindest einen Teil bekannter illegaler Inhalte blockieren zu können.

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19. Oktober 2023

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 115.3.3 ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 115.3.3

Mit dem Update auf Thunderbird 115.3.3 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme, welche sich in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen.

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Die neueste Version der Distribution steht kurz vor der Veröffentlichung und enthält viele Neuerungen.



Fedora 39 wird nächste Woche Dienstag, am 24. Oktober 2023, veröffentlicht und hat das Zeug zu einer brillanten Linux-Distribution. Der erste Punkt auf der Liste der Verbesserungen für Fedora ist Kernel 6.5, der eine Reihe von Fehlern und Sicherheitslücken behebt. Ausserdem enthält der neue Kernel Verbesserungen, die die Boot-Zeiten sowohl für Desktops als auch für Server verkürzen können, sowie eine bessere Unterstützung für eDP-LCD-Panels, die variable Bildwiederholraten verwenden.

Ausserdem werden Laptops mit AMD Ryzen-CPUs schneller in den Ruhezustand versetzt und Maschinen mit Ryzen 7000 CUPs erhalten eine bessere EDAC-Fehlerbehandlung. Neben dem Kernel enthält Fedora 39 eine Menge aktualisierter Software, wie GNOME 45, LibreOffice 7.6.2.1 und Boxes 45.0. Was die Bibliotheken, Sprachen und Build-Tools angeht, so finden Sie Binutils 2.40, Python 3.12, RPM 4.19, Vagrant 2.3.4, Perl 5.38, Golan 1.21, Gcc 13.2.1 und Glibc 2.38.

Eine der besten Funktionen, die Desktop-Benutzer finden werden, ist die stark verbesserte Suche innerhalb der Aktivitätenübersicht. Der Unterschied zwischen 39 und früheren Versionen ist gross. Die Suchergebnisse erscheinen fast sofort. Ausserdem öffnen sich Anwendungen viel schneller als in früheren Versionen.

Details zu den Änderungen kann man im Fedora-Wiki lesen. Wer nicht bis nächste Woche warten möchte, kann sich jetzt den daily build von Fedora 39 von der Download-Seite herunterladen. Um die Version 39 dort zu sehen, muss zuerst der Schalter Show Beta Downloads umgelegt werden.

Nachtrag

Oder doch nicht am Dienstag? Wie ein aufmerksamer Kommentator berichtet, hat Fedora 39, laut dem „Final Go/No-Go Meeting“ aufgrund immer noch bestehender „blocker bugs“ ein „No-Go“ bekommen. Am kommenden Donnerstag wird entschieden, ob die finale Version am 31.10. erscheinen kann. Das ist kein Grund zur Aufregung: Fedora 39 ist fertig, wenn es fertig ist.

In unserem TALK-Chat kam die Frage auf, ob sich die Beta automatisch in die Stable-Version wandelt, oder ob man anschliessend den Branch wechseln muss. Vielleicht können die Kenner das als Kommentar schreiben.

Quelle: https://fedoramagazine.org/announcing-fedora-39-beta/


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18. Oktober 2023

Mozilla Hubs ist eine Plattform, um virtuelle Treffpunkte zu erstellen. Mit der Community Edition gibt es ab sofort eine Version der Mozilla Hubs zum selber Hosten, welche die bisherige AWS-abhängige Hubs Cloud ablöst.

Was ist Mozilla Hubs?

Mit dem Start von Mozilla Hubs im April 2018 ging eine Online-Plattform an den Start, welche es Nutzern ermöglicht, sich in sogenannten Räumen virtuell zu treffen. Das Besondere an Hubs: es spielt sich komplett im Web ab – keine geschlossene Plattform, keine Installation einer Anwendung, keine Abhängigkeit von einem bestimmten Gerät. Einfach eine URL teilen und miteinander treffen. Hubs funktioniert in jedem Browser, am Smartphone – und auch mit der VR-Brille, wo Hubs als virtuelle Plattform sein volles Potenzial entfaltet. Mozilla Hubs ist quasi eine Miniatur-Ausgabe eines Web-basierten „Metaverse“, aber Open Source und mit Fokus auf Datenschutz, vom Macher des Firefox-Browsers.

Mozilla Hubs 2022

Managed Hubs – Starter, Personal & Professional

Mit den im November 2022 gestarteten Managed Hubs erhält der Abonnent seine ganz eigene Hubs-Instanz mit unbegrenzt vielen und anpassbaren Räumen inklusive Zugriff auf den Szenen-Editor Mozilla Spoke. Mit dem kostenlosen Starter Plan gibt es Platz für bis zu 10 Gäste sowie 500 MB Speicherplatz für Assets wie Avatare und Szenen. Nach 72 Stunden Inaktivität kommt es zu einer automatischen Pausierung. Der Personal Plan bietet für 8,40 Euro im Monat Platz für bis zu 20 Gäste und 2 GB Speicherplatz sowie eine eigene myhubs.net-Domain und die Möglichkeit, Logos und Farben anzupassen. Für 79,00 Euro im Monat kann der Professional Plan gebucht werden. Dieser bietet Kapazität für bis zu 50 Gäste sowie 25 GB Speicherplatz für Assets. Außerdem kann eine eigene Domain mit dem Hub verbunden werden und man erhält Zugriff auf den Code für tiefer gehende Anpassungen. Darüber hinaus entfällt hier die automatische Pausierung nach Inaktivität.

NEU: Mozilla Hubs Community Edition ersetzt Hubs Cloud

Neben den Managed Hubs gibt es auch noch die Hubs Cloud. Damit kann jeder seine eigene Hubs-Instanz hosten. Allerdings setzt diese zwingend ein AWS-Hosting in der Amazon-Cloud voraus. Nach Angabe von Mozilla wurden seit 2020 über 1.000 Instanzen der Hubs Cloud erstellt und der Frontend-Code der Hubs-Codebase über 1.400-mal „geforkt“.

Die Unterstützung für die Hubs Cloud läuft allerdings mit dem 1. Januar 2024 aus. Zwar werden bestehende Installationen zunächst weiterhin genutzt werden können, allerdings wird es seitens Mozilla keine Updates mehr dafür geben und auch Neuinstallationen sind ab diesem Tag nicht länger möglich. Mittelfristig, aber frühestens mit dem 30. März 2024, wird die Hubs Cloud dann auch für bestehende Nutzer eingestellt.

Dafür gibt es ab sofort die Mozilla Hubs Community Edition. Mozilla arbeitet an Werkzeugen, die bis Ende des Jahres zur Verfügung stehen sollen, um den Migrationsprozess von einer bestehenden Instanz der Hubs Cloud auf die Community Edition oder ein Managed Hubs Abonnement zu automatisieren.

Zwar wird die initiale Einrichtung der Community Edition mehr Aufwand erfordern als dies bei der Hubs Cloud der Fall war. Der große Vorteil der Mozilla Hubs Community Edition ist es dafür, dass diese auf jedem namhaften Cloud-Anbieter oder auch auf eigener Hardware gehostet werden kann und man nicht länger an Amazons AWS-Cloud gebunden ist. Damit einher geht, dass der gesamte Stack als Open Source verfügbar ist, während bei der Hubs Cloud zwar auch schon viele Komponenten Open Source waren, aber ein Teil der Infrastruktur-Orchestrierung für AWS nicht öffentlich war. Die Community Edition gibt Projekten, welche auf Mozilla Hubs aufbauen, damit mehr Kontrolle und Anpassungsmöglichkeiten als die bisherige Hubs Cloud. Auch entfällt die Frustration in Zusammenhang mit Plattform-Updates der AWS Cloud und damit zusammenhängend teilweise wochenlangen Verzögerungen bei der Veröffentlichung kritischer Updates für AWS-Instanzen.

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