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2023 Woche 48

1. Dezember 2023

Mozilla stellt ab sofort auch Firefox Beta sowie die Firefox Developer Edition als .deb-Pakete für auf Debian basierende Linux-Distributionen zur Verfügung.

Wer eine auf Debian basierende Linux-Distribution wie beispielsweise Debian selbst, Ubuntu oder Linux Mint nutzt, kann bereits seit einem Monat die Nightly-Version von Firefox auch als .deb-Paket installieren. Ab sofort gibt es auch Firefox Beta sowie die Firefox Developer Edition als .deb-Pakete.

Dafür stellt Mozilla ein entsprechendes APT-Repository bereit. Die .deb-Pakete bieten die gleichen Vorteile wie die .tar.bz2-Archive, die man via mozilla.org herunterladen kann und damit im Vergleich zum Firefox aus einer traditionellen Paketverwaltung unter Linux dank Mozillas Compiler-Optimierungen eine bessere Performance und Sicherheit bieten und außerdem Updates, die den Nutzer schneller erreichen.

Informationen zur Installation der .deb-Pakete von Firefox hat Mozilla in seinem Blog (engl.) zusammengefasst. In Zukunft sollen natürlich auch die finalen Firefox-Versionen auf diese Weise bereitgestellt werden.

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In der sich ständig weiterentwickelnden Welt der Internetverbindungen steht LibreQoS 1.4 als ein bahnbrechender Meilenstein, der darauf abzielt, eine faire Verteilung der verfügbaren Bandbreite zu organisieren und die negativen Auswirkungen des Bufferbloat-Phänomens zu minimieren. Diese Plattform, entwickelt für Internetdienstanbieter (ISPs) und Netzwerkadministratoren, verspricht nicht nur einen optimierten Verkehrsfluss, minimale Latenzzeiten und priorisierte Bandbreitenzuweisungen, sondern bietet auch einen Einblick in die Zukunft der Netzwerkkommunikation.

Die treibende Kraft hinter LibreQoS ist Dave Täht, Mitbegründer des Projekts Bufferbloat und Schöpfer der CeroWrt-Distribution. Mit seinem Fachwissen und seinen zahlreichen RFCs im Bereich der Netzwerkqueue-Verarbeitung führt er ein Team an, das die Grenzen der Netzwerkoptimierung neu definiert. Außerdem arbeitet Herbert Wolverson (Rust-Buchautor) an dem Projekt und hat auch ein interessantes Video zur neuen Version veröffentlicht.

LibreQoS kommt genau zur richtigen Zeit, da es nicht nur die Leistungsfähigkeit von Internetverbindungen verbessert, sondern auch zuverlässige Verbindungen und geringe Latenzzeiten für interaktive Anwendungen, Spiele, Online-Lernplattformen, VoIP-Verkehr und Videoanrufe unter Bedingungen hoher Netzwerkauslastung bietet.

Eine der herausragenden Funktionen von LibreQoS besteht darin, Probleme bei Videoanrufen zu lösen, die durch intensive Aktivitäten wie das Herunterladen von Filmen in mehreren Streams oder das Torrenting verursacht werden. Der Kompromiss besteht darin, dass die Spitzenbandbreite für einzelne Benutzer reduziert wird. Im Gegenzug wird jedoch die Latenz erheblich reduziert, und die Ressourcen werden fairer zwischen allen Teilnehmern am Datenaustausch verteilt.

Die technologische Grundlage von LibreQoS ist beeindruckend und umfasst den CAKE-Algorithmus für das Netzwerkqueue-Management, den fq_codel-Mechanismus für die Warteschlangensteuerung und die Verwendung von eBPF und XDP auf der Netzwerktreiberebene. Dies ermöglicht einen direkten Zugriff auf den DMA-Puffer der Pakete und sorgt für maximale Durchsatzleistung selbst auf den langsamsten ISP-Verbindungen.

Die Plattform bietet nicht nur eine Lösung für Netzwerkprobleme, sondern auch Tools zur Überwachung von Verzögerungen und eine benutzerfreundliche Web-Benutzeroberfläche. Diese ermöglicht es, den Netzwerkverkehr visuell zu bewerten, Änderungen in der Auslastung und Verzögerungen zu verfolgen und die aktivsten Benutzer zu identifizieren. Integrationen mit UISP und Splynx ermöglichen zudem flexible Verkehrsbeschränkungsschemata und die Kartierung von Topologien und Clients.

Die Installation von LibreQoS erfolgt auf einem Server (vorzugsweise Ubuntu) zwischen dem Edge-Router des Anbieters und dem Kern-LAN-Router. Überraschenderweise kann ein einzelner Server mit LibreQoS den Datenverkehr für Tausende von Benutzern optimieren, was auf die Effizienz und Leistungsfähigkeit dieser Lösung hinweist.

Mit der Veröffentlichung von LibreQoS 1.4 kommt auch eine überarbeitete Architektur mit einem in Rust geschriebenen Backend. Dieses Backend umfasst den lqosd-Hintergrundprozess, lqtop zur Anzeige der aktuellen Aktivität, lqos_node_manager für die Verkehrskategorisierung und vieles mehr. Neue Funktionen wie die Möglichkeit zur Nutzung von XDP-basierten Netzwerkbrückenbeschleunigern und die Unterstützung zur Analyse von Paketen und Datenströmen bieten zusätzliche Leistungssteigerungen und Einblicke in den Netzwerkverkehr.

In der Welt von LibreQoS mag die Spitzenleistung leicht gedrosselt sein, aber die Reduzierung der Latenzzeiten und die gerechte Verteilung der Ressourcen machen dies zu einem Kompromiss, der die Zukunft der Netzwerkoptimierung maßgeblich beeinflussen könnte. LibreQoS 1.4 zeigt, dass es möglich ist, die Leistungsfähigkeit von Netzwerken zu steigern und gleichzeitig eine ausgewogene und effiziente Nutzung der verfügbaren Ressourcen zu gewährleisten.

Quelle:

https://github.com/LibreQoE/LibreQoS/releases/tag/v1.4


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30. November 2023

Mozilla hat Firefox 120.0.1 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion.

Download Mozilla Firefox 120.0.1

Mit dem Update auf Firefox 120.0.1 behebt Mozilla ein Problem, welches dafür sorgen konnte, dass der Start des Browsers für manche Nutzer länger als gewöhnlich dauerte.

Manche Nutzer beklagten ein grünes Bild bei der Wiedergabe von Videos, wenn die Hardwarebeschleunigung aktiviert war. Bei Videos im Vollbildmodus konnte außerdem die Statuszeile sichtbar bleiben.

Für Nutzer, welche die Resist Fingerprinting Option aktiviert haben, konnte es auf Google Maps zu einer CPU-Auslastung von 100 Prozent kommen, was die Seite unbenutzbar machte, wenn Firefox mit GCC kompiliert worden ist. Dies betrifft Firefox, wenn dieser über die Paketverwaltung mancher Linux-Distribution bezogen wird.

Ein weiteres Problem, welches Nutzer des Betriebssystems Linux betroffen hat, war ein möglicher Absturz bei Programmstart auf Systemen mit Aarch64-Architektur und Speicherseite, die nicht 4 KiB beträgt, beispielsweise wenn Linux auf einem Gerät mit Apple Silicon betrieben worden ist.

Außerdem wurde eine mögliche Absturzursache in Zusammenhang mit HTML Image Maps behoben, ebenso wie ein Problem, dass Bilder nicht korrekt gemeldet wurden, wenn ein Screenreader-Benutzer eine Maus oder einen Touchscreen benutzt.

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In einem Blogeintrag wird erläutert, dass Red Hat plant, das über 30 Jahre alte X Window System durch den moderneren Wayland-basierten Stack zu ersetzen und bei RHEL 10 Xorg nicht mehr zu unterstützen. Dieser Übergang ist seit etwa 15 Jahren im Gange, und Red Hat war von Anfang an beteiligt. Viele Probleme im X11-Protokoll und dem Xorg-Server führten zur Entscheidung für Wayland als Lösung. Obwohl Red Hat beide Stacks unterstützte, wurde die Pflege schwierig, da die Xorg-Entwicklung abnahm und Wayland erheblich erweitert wurde. Trotz dieser Herausforderungen hat Red Hat, nach eigenen Aussagen, erfolgreich an Waylands Verbesserung gearbeitet und viele wichtige Funktionen mit unterstützt.

Die Entscheidung, den Xorg-Server in RHEL 10 zu entfernen, wurde getroffen, um sich auf einen modernen Stack zu konzentrieren. Xwayland bleibt für die Abwärtskompatibilität mit X11-Clients erhalten. Red Hat ist zuversichtlich, dass die Wayland-Infrastruktur bis zur Veröffentlichung von RHEL 10 im Jahr 2025 gut aufgestellt sein wird. Die Community wird ermutigt, sich an der Diskussion hierzu zu beteiligen. Diese Entscheidung ermöglicht es Red Hat, sich auf die Zukunft von Linux zu konzentrieren, insbesondere auf Probleme wie HDR (High Dynamic Range), erhöhte Sicherheit und verbesserte GPU/Display-Integration.

Quelle:

https://www.redhat.com/en/blog/rhel-10-plans-wayland-and-xorg-server


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29. November 2023

Kurz notiert: Nextcloud (Dateispeicher) und Roundcube (Webmail) gehen eine Partnerschaft ein. Wie heute das Nextcloud-Team in einer Blogmitteilung bekannt gab, wird Roundcube in die "Nextcloud family" aufgenommen. Dabei lässt sich die Kooperation in erster Linie strategisch verstehen, wird aber bereits kurzfristige Auswirkungen haben, da das Entwicklerteam des bekannten Webmail-Clients vergrößert werden kann.

Die wichtigste Information bei der Nachricht ist, dass Roundcube nach aktuellem Stand weiterhin als eigenes Produkt erhalten bleibt. Es handelt sich somit nicht um eine "Verschmelzung" bzw. "Übernahme" des Produkts.

Die Nachricht sendet allerdings ein positives Signal für produktiv eingesetzte Open-Source-Systeme aus: Nextcloud als ein in Unternehmensumgebungen weit verbreiter Cloud-Dienst (Dateispeicher, Kalender, etc.) ermöglicht anderen Büroprogrammen, sich weiterzuentwickeln und auf dem technisch aktuellen Stand zu bleiben. Dies meine ich dabei besonders im Sicherheitskontext. Zero-Days können immer auftreten, aber mit viel Entwicklungsressourcen kann die Wahrscheinlichkeit proaktiv gesenkt werden.

Nextcloud möchte somit auch einen attraktiven Gegenpol für klassische proprietäre Anwendungen aufbauen. Wir können also gespannt sein, was sich aus der Partnerschaft entwickelt.



Canonical, das Unternehmen hinter der beliebten Ubuntu Linux-Distribution, hat vor kurzem Microcloud vorgestellt, ein neues Tool, das die Erstellung von lokalen Hochverfügbarkeitsclustern in kleinem bis mittlerem Maßstab erleichtern soll. Die Ankündigung, die mit dem 20. Geburtstag von Canonical zusammenfällt, beinhaltete eine Demonstration, die jedoch amüsante Ausfälle zeigte und die Herausforderungen von Live-Präsentationen verdeutlichte.

Microcloud kombiniert verschiedene Open-Source-Technologien (Container, verteiltes Dateisystem, OVN), um die Verbindung von drei bis 50 Ubuntu-Maschinen in einen internen, privaten Hochverfügbarkeitscluster mit Live-Migration und automatischem Failover zu ermöglichen. Die Technologie verwendet Lösungen von Canonical wie den LXD-Containervisor, Snap-Packaging und die Ubuntu Core snap-basierte "immutable" Distribution. Bemerkenswert ist, dass sie nicht auf Kubernetes angewiesen ist, es jedoch ermöglicht, Kubernetes bei Bedarf auf der Plattform auszuführen.

Während der Veranstaltung traten bei Demonstrationen mit einem Testcluster noch anfängliche Probleme bei der Einrichtung eines neuen Clusters auf. Trotz der Rückschläge betonte Canonical die Problemlösungsfähigkeiten von Microcloud und seine Eignung für kleinere Cluster.

Der Microcloud Ansatz, obwohl nicht revolutionär, bietet Flexibilität und Einfachheit. Canonical strebt danach, sich im Clustering-Bereich zu differenzieren, indem es eine unkomplizierte Lösung bietet und die Komplexitäten anderer Clustering-Technologien wie Kubernetes vermeidet.

Die Strategie von Canonical unterscheidet sich von Mitbewerbern wie Red Hat und SUSE, da sie sich auf Einfachheit mit Tools wie Snap und dem ausgereiften Ceph-Dateisystem konzentrieren. Canonical möchte scheinbar den Markt für fertig konfigurierte Server umgehen und sich auf kleinere Cluster mit Microcloud konzentrieren.

Fazit:

Zusammenfassend präsentiert Canonicals Microcloud sich als eine auf den ersten Blick überzeugende Möglichkeit für diejenigen, die eine vereinfachte lokale Linux-Cluster-Lösung suchen. Während das Unternehmen weiterhin auf seine etablierte Erfolgsgeschichte mit dem benutzerfreundlichen Ansatz von Ubuntu setzt, positioniert es zusätzlich Microcloud mit der Integration von LXD, Snap und weiteren Tools als potenzielles neues Standbein im Bereich des Linux-Clusterings. 

Quellen:

https://www.youtube.com/watch?v=Os0tAhlWTeg

https://canonical.com/microcloud


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28. November 2023

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 115.5.1 ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 115.5.1

Mit dem Update auf Thunderbird 115.5.1 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme, welche sich in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen.

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27. November 2023

Erinnerungen sind was Schönes. Geburtstagserinnerungen auch. Aber seit je her nervt es mich, dass die automatisch generierten Geburtstagserinnerungen im Kalender immer um 24 Uhr loseiern. Also habe ich mich mal auf die Suche gemacht und bin bei Nextcloud fündig geworden.

2016 nervte das schon jemand, also wurde ein Issue auf github geöffnet und 2023 sind wir nun fast soweit eine GUI Lösung für dieses Problem zu haben. Schön wäre gewesen, erstmal das Klingeln zu später Stunde einfach als Standard auszuschalten. Millionen Menschen hätten über Jahre hinweg einen besseren Schlaf gehabt.

Auf der Server Konsole lässt sich dies durch den Server Admin schon länger ausschalten. Ich zitiere aus dem Issue Ticket

sudo -u www-data php occ user:setting  dav birthdayCalendarReminderOffset ""

Quelle: Users should be able to choose whether reminders are generated for events in the birthday calendar · Issue #1505 · nextcloud/server https://github.com/nextcloud/server/issues/1505#issuecomment-1636744095

Erinnerungen sind was Schönes. Geburtstagserinnerungen auch. Aber seit je her nervt es mich, dass die automatisch generierten Geburtstagserinnerungen im Kalender immer um 24 Uhr loseiern. Also habe ich mich mal auf die Suche gemacht und bin bei Nextcloud fündig geworden.

2016 nervte das schon jemand, also wurde ein Issue auf github geöffnet und 2023 sind wir nun fast soweit eine GUI Lösung für dieses Problem zu haben. Schön wäre gewesen, erstmal das Klingeln zu später Stunde einfach als Standard auszuschalten. Millionen Menschen hätten über Jahre hinweg einen besseren Schlaf gehabt.

Auf der Server Konsole lässt sich dies durch den Server Admin schon länger ausschalten. Ich zitiere aus dem Issue Ticket

sudo -u www-data php occ user:setting  dav birthdayCalendarReminderOffset ""

Quelle: Users should be able to choose whether reminders are generated for events in the birthday calendar · Issue #1505 · nextcloud/server https://github.com/nextcloud/server/issues/1505#issuecomment-1636744095

Erinnerungen sind was Schönes. Geburtstagserinnerungen auch. Aber seit je her nervt es mich, dass die automatisch generierten Geburtstagserinnerungen im Kalender immer um 24 Uhr loseiern. Also habe ich mich mal auf die Suche gemacht und bin bei Nextcloud fündig geworden.

2016 nervte das schon jemand, also wurde ein Issue auf github geöffnet und 2023 sind wir nun fast soweit eine GUI Lösung für dieses Problem zu haben. Schön wäre gewesen, erstmal das Klingeln zu später Stunde einfach als Standard auszuschalten. Millionen Menschen hätten über Jahre hinweg einen besseren Schlaf gehabt.

Auf der Server Konsole lässt sich dies durch den Server Admin schon länger ausschalten. Ich zitiere aus dem Issue Ticket

sudo -u www-data php occ user:setting <username> dav birthdayCalendarReminderOffset ""

Quelle: Users should be able to choose whether reminders are generated for events in the birthday calendar · Issue #1505 · nextcloud/server https://github.com/nextcloud/server/issues/1505#issuecomment-1636744095

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The post Automatisch generierte Kalender Geburtstags- Benachrichtigung zur Geisterstunde eliminieren first appeared on Dem hoergen Blog.

In diesem Artikel stelle ich euch die RHEL System Role nbde_server vor, mit welcher sich Tang-Server für Network Bound Disk Encryption (NBDE) installieren lassen. Er ist Bestandteil einer losen Serie, in der ich eine Reihe von System Roles vorstelle, mit denen häufig anfallende Aufgaben in der Systemadministration erledigt werden können.

Wer sich zuerst über die genannten Begriffe informieren möchte, lese zuerst:

Im folgenden Text verwende ich die Begriffe NBDE-Server und Tang-Server synonym. Bitte lasst euch dadurch nicht verwirren.

Umgebung

Für das folgende Beispiel verwende ich eine Umgebung, bestehend aus:

  • Einem Ansible-Controller mit den Paketen (RHEL 9)
    • ansible-core
    • rhel-system-roles
  • Jeweils einem RHEL 8 und RHEL 9 Server mit Minimalinstallation

Die Installation von RHEL sowie der genannten Pakete sind nicht Bestandteil dieses Artikels. Wer hierzu einen Einstieg sucht, findet entsprechende Dokumentation unter:

Die Rolle

Durch die Installation des Pakets rhel-system-roles existiert diese Rolle bereits auf meinem System und muss nur noch konfiguriert werden. Die Rolle selbst findet man im Pfad /usr/share/ansible/roles/rhel-system-roles.nbde_server/ und die Dokumentation in /usr/share/doc/rhel-system-roles/nbde_server/README.md. Letztere enthält verschiedene Beispiele für häufige Anwendungsfälle.

Ich möchte mit dieser Rolle Folgendes erreichen:

  • Installation von Tang auf den beiden Zielsystemen
  • Konfiguration von SELinux im Modus enforcing
  • Konfiguration der Host-Firewall

Das Playbook

Das Playbook ist recht übersichtlich. tang bezeichnet eine Gruppe aus meinem Ansible-Inventory, welche die Systeme enthält, die ich als NBDE-Server konfigurieren möchte.

---
- name: Manage nbde server with selinux and firewall
  hosts: tang
  vars:
    nbde_server_manage_firewall: true
    nbde_server_manage_selinux: true
  roles:
    - rhel-system-roles.nbde_server

Nach der Anwendung der Rolle lauscht der Tang-Service auf Port 80/tcp der Zielsysteme und ist aus dem Netzwerk erreichbar.

Probleme

Leider läuft es dieses Mal nicht ganz so rund wie üblich. Der Task [redhat.rhel_system_roles.selinux : Set an SELinux label on a port] schlägt auf dem RHEL 8 Host mit folgender Fehlermeldung fehl: „Failed to import the required Python library (libselinux-python)“

Das Problem und die Lösung beschreibt Red Hat in dem Solution Article: Ansible playbook fails with libselinux-python aren’t installed on RHEL8 (Login required)

Fazit

Diesmal lief es nicht ganz so reibungslos wie gewohnt.

Letztendlich konnten die beiden NBDE-Server dennoch schneller konfiguriert werden, als wäre ich der manuellen Prozedur in Chapter 12. Configuring automated unlocking of encrypted volumes using policy-based decryption gefolgt.

Die Server sind damit aufgesetzt, nächste Woche beschreibe ich, wie die Clients konfiguriert werden.

Quellen und weiterführende Links

  1. Red Hat Enterprise Linux (RHEL) System Roles {en}
  2. Ansible Documentation: Role Directory Structure {en}
  3. Red Hat Software and Download Center {en}
  4. Die Vorteile einer Red Hat Subskription
  5. RHEL System Roles: selinux
  6. RHEL System Roles: timesync
  7. RHEL System Roles: sshd
  8. RHEL System Roles: firewall
  9. RHEL System Roles: rhc