staging.inyokaproject.org

2024 Woche 03

18. Januar 2024

Ich möchte einen bestimmten systemd Service zu bestimmten Zeiten starten und stoppen. Im Detail geht es um meinen BOINC-Client. Dieser soll von Montag bis Freitag um 17:00 Uhr gestartet, und (ebenfalls von Montag bis Freitag) um 8:00 Uhr morgens gestoppt werden.

Der BOINC-Client bringt bereits seine eigene boinc-client.service-Datei mit, so dass der Dienst mittels systemctl start boinc-client.service und systemctl stop boinc-client.service gestartet und gestoppt werden kann.

Mittels systemd sollen diese Befehle zu den genannten Zeiten ausgeführt werden.

Wrapper-Services

Ich erstelle mir zwei Hilfs-Services, die jeweils den BOINC-Client starten und stoppen.

FÜr den Starter-Service:

sudo nano /etc/systemd/system/start-boinc.service

[Unit]
Description=Start boinc service
After=network.target

[Service]
Type=oneshot
ExecStart=/usr/bin/systemctl start boinc-client.service

[Install]
WantedBy=multi-user.target

Für den Stopper-Service:

sudo nano /etc/systemd/system/stop-boinc.service

[Unit]
Description=Stop boinc service
After=network.target

[Service]
Type=oneshot
ExecStart=/usr/bin/systemctl stop boinc-client.service

[Install]
WantedBy=multi-user.target

Timer

Jetzt brauche ich nur noch zwei Timer, die jeweils die Wrapper-Services auslösen.

Für den Starter:

sudo nano /etc/systemd/system/start-boinc.timer

[Unit]
Description=Timer for starting BOINC client

[Timer]
OnCalendar=Mon-Fri *-*-* 17:00:00

[Install]
WantedBy=timers.target

Für den Stopper:

sudo nano /etc/systemd/system/stop-boinc.timer

[Unit]
Description=Timer for stopping BOINC client

[Timer]
OnCalendar=Mon-Fri *-*-* 08:00:00

[Install]
WantedBy=timers.target

Timer aktivieren

Jetzt müssen die neuen Dateien systemd bekannt gemacht werden:

sudo systemctl daemon-reload

Anschließend werden die Timer aktiviert.

sudo systemctl enable --now start-boinc.timer

sudo systemctl enable --now stop-boinc.timer

Wir können noch überprüfen, ob alles bereit ist.

sudo systemctl status start-boinc.timer

sudo systemctl status stop-boinc.timer

Fertig. Mein boinc-client.service wird nun von Montag bis Freitag jeweils um 17:00 Uhr gestartet und um 8:00 Uhr gestoppt.

Weblinks



 

Ich möchte einen bestimmten systemd Service zu bestimmten Zeiten starten und stoppen. Im Detail geht es um meinen BOINC-Client. Dieser soll von Montag bis Freitag um 17:00 Uhr gestartet, und (ebenfalls von Montag bis Freitag) um 8:00 Uhr morgens gestoppt werden.

Der BOINC-Client bringt bereits seine eigene boinc-client.service-Datei mit, so dass der Dienst mittels systemctl start boinc-client.service und systemctl stop boinc-client.service gestartet und gestoppt werden kann.

Mittels systemd sollen diese Befehle zu den genannten Zeiten ausgeführt werden.

Wrapper-Services

Ich erstelle mir zwei Hilfs-Services, die jeweils den BOINC-Client starten und stoppen.

FÜr den Starter-Service:

sudo nano /etc/systemd/system/start-boinc.service

[Unit]
Description=Start boinc service
After=network.target

[Service]
Type=oneshot
ExecStart=/usr/bin/systemctl start boinc-client.service

[Install]
WantedBy=multi-user.target

Für den Stopper-Service:

sudo nano /etc/systemd/system/stop-boinc.service

[Unit]
Description=Stop boinc service
After=network.target

[Service]
Type=oneshot
ExecStart=/usr/bin/systemctl stop boinc-client.service

[Install]
WantedBy=multi-user.target

Timer

Jetzt brauche ich nur noch zwei Timer, die jeweils die Wrapper-Services auslösen.

Für den Starter:

sudo nano /etc/systemd/system/start-boinc.timer

[Unit]
Description=Timer for starting BOINC client

[Timer]
OnCalendar=Mon-Fri *-*-* 17:00:00

[Install]
WantedBy=timers.target

Für den Stopper:

sudo nano /etc/systemd/system/stop-boinc.timer

[Unit]
Description=Timer for stopping BOINC client

[Timer]
OnCalendar=Mon-Fri *-*-* 08:00:00

[Install]
WantedBy=timers.target

Timer aktivieren

Jetzt müssen die neuen Dateien systemd bekannt gemacht werden:

sudo systemctl daemon-reload

Anschließend werden die Timer aktiviert.

sudo systemctl enable --now start-boinc.timer

sudo systemctl enable --now stop-boinc.timer

Wir können noch überprüfen, ob alles bereit ist.

sudo systemctl status start-boinc.timer

sudo systemctl status stop-boinc.timer

Fertig. Mein boinc-client.service wird nun von Montag bis Freitag jeweils um 17:00 Uhr gestartet und um 8:00 Uhr gestoppt.

Weblinks

Im Mai des vergangenen Jahres hatte Mozilla die Übernahme von Fakespot bekannt gegeben, einem Anbieter, der vor gefälschten Bewertungen beim Online-Shopping schützen soll. Firefox 122 wird die Erkennung unglaubwürdiger Produktbewertungen auf amazon.de unterstützen.

Bei Fakespot handelt es sich um einen Anbieter, welcher Künstliche Intelligenz nutzt, um gefälschte Rezensionen auf Shopping-Plattformen wie Amazon zu erkennen. Nach eigenen Angaben nutzen derzeit über eine Million Menschen Fakespot. Anfang Mai hatte Mozilla bekannt gegeben, das Unternehmen Fakespot vollständig und inklusive seiner 13 Mitarbeiter übernommen zu haben.

Seit der Übernahme von Fakespot arbeitet Mozilla an der nativen Integration einer Funktion zur Bewertung von Produkt-Reviews in Firefox. Im August 2023 hatte ich eine erste Vorschau auf das neue Firefox-Feature gegeben.

Wenn Mozilla kommende Woche Firefox 122 veröffentlichen wird, wird die Fakespot-Integration zwar noch nicht standardmäßig aktiviert sein, kann aber über about:config aktiviert werden, indem der Schalter browser.shopping.experience2023.enabled auf true gesetzt wird.

Dies funktioniert zwar bereits im aktuellen Firefox 121, allerdings werden ausschließlich amazon.com, walmart.com sowie bestbuy.com unterstützt. Für Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz sehr viel relevanter ist die Version von Amazon für den deutschsprachigen Raum, welche unter amazon.de aufrufbar ist. Diese wird, ebenso wie die französische Version unter amazon.fr, ab Firefox 122 unterstützt.

Der Nutzung dieser Funktion muss zunächst explizit durch den Benutzer zugestimmt werden. Standardmäßig erfolgt keine Anzeige von Review-Bewertungen.

Fakespot-Integration in Firefox 122

Bei Aufruf der Produktseite zeigt Firefox die Glaubwürdigkeit der abgegebenen Nutzer-Bewertungen in Form einer Schulnote nach amerikanischem System („A“ ist die beste, „F“ die schlechteste Note) an. Darunter wird die bereinigte Durchschnitts-Bewertung des jeweiligen Produkts angezeigt, sprich der Durchschnitt aller Bewertungen abzüglich derer, die nach Einschätzung von Fakespot keine echten Bewertungen sind. Erkennt Fakespot, dass die Bewertung nicht mehr auf dem neuesten Stand ist, bietet Firefox die Möglichkeit an, die Analyse neu durchführen zu lassen.

Schließlich folgt noch eine Anzeige aktueller Highlights aus den Bewertungen, eingeteilt nach Kategorien wie Qualität und Preis. Dabei werden nur die glaubwürdigen Bewertungen der letzten 80 Tage als Grundlage genommen.

Fakespot-Integration in Firefox 122

Das Bewerben eines alternativen Produkts aus der gleichen Kategorie, welches eine gute Bewertung für die Glaubwürdigkeit der Produktbewertungen erhalten hat, ist für Deutschland und Frankreich aktuell nicht geplant.

Der Beitrag Firefox 122 unterstützt Erkennung unglaubwürdiger Produktbewertungen auf amazon.de erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

SUSE baut SUSE Linux Enterprise (SLE) um und die Folgen sind für openSUSE immens. Zwischenzeitlich stand ein Aus der stabilen LTS-Variante im Raum. Nun kündigt das Projekt aber wenigstens einen groben Fahrplan an.

Die Ankündigung enthält im Prinzip nur ein Bekenntnis zu openSUSE Leap und dass es eine Version 16 geben soll. Im Grunde ist dies eine Aktualisierung älterer Aussagen, dass openSUSE Leap 15 so lange unterstützt wird, bis die Version 16 marktreif ist. Im Sommer wird zunächst noch die Version 15.6 veröffentlicht, die so lange mit Sicherheitsupdates versorgt wird, bis die Version 16 erscheint. Im Notfall wird es noch eine Version 15.7 geben. OpenSUSE kann dies leisten, da SUSE im Hintergrund natürlich noch viele Jahre die Enterprise-Distribution SLE 15 pflegen und entsprechende Service Packs veröffentlichen wird.

OpenSUSE Leap 16 soll wie erwartet auf SUSEs Adaptable Linux Platform (ALP) basieren. Deren Umrisse zeichnen sich seit April 2022 ab. Im Kern handelt es sich um eine unveränderliche Distribution, die als Basis für verschiedene Einsatzszenarien dienen soll. Damit geht SUSE einen ähnlichen Weg wie Red Hat oder Canonical, allerdings mit unterschiedlichen Technologien. Während Red Hat schon recht weit und Fedora Silverblue in einem ziemlich brauchbaren Zustand ist, hinken SUSE und Canonical etwas hinterher.

Zunächst ist es aber schön, dass openSUSE mit Leap weiter plant und 2024 dürfte hier ein sehr spannendes Jahr werden.

Der Artikel openSUSE Leap 16 soll kommen erschien zuerst auf Curius

17. Januar 2024

Firefox 122 unterstützt die Authentifizierung auf Websites mittels sogenannter Passkeys und damit ohne Passwort.

Sogenannte Passkeys versprechen eine komfortable und zugleich sichere Anmeldung auf Websites und das ganz ohne Passwort. So kann die Authentifizierung zum Beispiel über den Fingerabdrucksensor, das Smartphone oder einen externen Sicherheitsschlüssel erfolgen. Einen guten und detaillierteren Überblick über das Konzept der Passkeys kann man sich hier verschaffen.

Mit Firefox 122 ergänzt auch Mozilla die Unterstützung von Passkeys in seinem Browser, welche von immer mehr Websites unterstützt werden. Firefox 122 erscheint am kommenden Dienstag, den 23. Januar 2024.

Passkey-Unterstützung in Firefox

Der Beitrag Firefox 122 unterstützt Authentifizierung über Passkeys erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

16. Januar 2024

Firefox Monitor ist ein kostenloser Dienst von Mozilla, welcher Nutzer überprüfen lässt, ob deren Benutzerkonten im Web in der Vergangenheit Teil eines bekannten Datendiebstahls waren. Am 6. Februar geht die neue Website inklusive auf Mozilla Monitor geändertem Namen sowie die Mozilla Monitor Plus genannte Premium-Version in den USA online.

Bereits im April 2023 hatte ich exklusiv darüber berichtet, dass Mozilla an einer Premium-Version von Firefox Monitor arbeitet. Einen Monat später folgten Informationen über das Haupt-Feature der geplanten Premium-Version, einen weiteren Monat später gab ich einen ersten Ausblick auf die neue Website. Schließlich berichtete ich im Oktober über die bevorstehende Umbenennung von Firefox Monitor zu Mozilla Monitor. Die Domain wurde bereits vor wenigen Wochen umgestellt.

Das ist Mozilla Monitor

Mozillas kostenfreier Dienst Mozilla Monitor zeigt nach Eingabe einer E-Mail-Adresse an, ob diese Teil eines bekannten Datendiebstahls in der Vergangenheit war. Neben dem Zeitpunkt des Diebstahls und dem Zeitpunkt des Bekanntwerdens wird auch angegeben, welche Daten gestohlen worden sind, zum Beispiel E-Mail-Adressen, Benutzernamen oder Passwörter. Darüber hinaus nennt Mozilla Monitor allgemeine Tipps, welche man in Betracht ziehen sollte, wenn man von einem Datendiebstahl betroffen ist.

Neuer Name und Website ab dem 6. Februar 2024

Nach aktueller Planung wird Mozilla am 6. Februar 2024 auch das Branding offiziell auf Mozilla Monitor umstellen und mit der neuen Website online gehen. Die bisher verfügbare Funktionalität wird auch weiterhin kostenlos zur Verfügung stehen. Außerdem kann das neue Premium-Feature getestet werden, welches im folgenden Abschnitt beschrieben wird.

Mozilla Monitor Plus in den USA

In den USA wird Mozilla Monitor Plus an den Start gehen. Damit wird ein Dienst integriert, welcher persönliche Informationen von über 190 Personen-Suchmaschinen entfernt – einer laut Mozilla 240 Milliarden Dollar schweren Industrie, welche mit der Bildung von Profilen und dem Verkauf dieser Daten Profit generiert.

Auch Nutzer der kostenlosen Version von Mozilla Monitor können ihre Daten einmalig überprüfen lassen. Für Nutzer von Mozilla Monitor Plus erfolgt eine monatliche Überprüfung – immerhin könnten diese Seiten ja jederzeit wieder neue Informationen hinzufügen. Außerdem kann Mozilla Monitor Plus automatisch die Entfernung von diesen Seiten in die Wege leiten, während Nutzer der kostenlosen Version beim einmaligen Check zwar gesagt bekommen, wo ihre Daten zu finden sind, die Entfernung aber manuell bei den jeweiligen Websites beantragen müssen.

Da Mozilla hierfür auf die Dienste von OneRep setzt, welche ausschließlich in den USA aktiv sind, ist mit keiner zeitnahen Ausrollung in weiteren Ländern zu rechnen – sofern OneRep selbst keine Expansions-Pläne verfolgt. Sollte der Dienst in den USA gut angenommen werden, ist natürlich nicht auszuschließen, dass sich Mozilla mittelfristig nach vergleichbaren Lösungen auch für andere Länder umsehen wird.

Der Beitrag Mozilla Monitor: Neuer Name, Website und Premium-Launch am 6. Februar erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

15. Januar 2024

Ich habe die letzten Tage damit verbracht, eigene kleine Extensions für quarto zu schreiben und bei Github zu veröffentlichen. Vielleicht ist ja für den einen oder die andere eine passende Extension dabei…

Quarto Letter

Mit dieser Extension könnt ihr Briefe mittels Quarto erstellen. Vorlage dieser Extension war mein Blogeintrag vom 12.09.2022.

Um die Vorlage zu verwenden tippt ihr ins Terminal:

quarto use template produnis/quarto-letter

Quarto Invoice

Diese Extension beruht auf der quarto-letter-Vorlage (s.o.) und erzeugt Rechnungen.

Um die Vorlage zu verwenden tippt ihr ins Terminal:

quarto use template produnis/quarto-invoice

Publikationsliste

Diese Extension erzeugt eine Publikationsliste anhand einer BibTeX-Datei. Vorlage für diese Extension war mein Blogeintrag vom 19.04.2021.

Um die Vorlage zu verwenden tippt ihr ins Terminal:

quarto use template produnis/publicationlist

Quarto CV

Diese Extension ist eine Erweiterung der Publikationsliste. Hierbei wird ein hübsches Lebenslaufdokument erstellt, wobei die Möglichkeit besteht, eine (oder mehrere) Publikationslisten hinzuzufügen.

Um die Vorlage zu verwenden tippt ihr ins Terminal:

quarto use template produnis/quarto-cv

Quarto Timer

Mit dieser Extension lassen sich Countdown-Timer in Folien (oder HTML-Dokumenten) einbauen. Sie beruht auf meinem Blogpost vom 04.01.2024.

Ihr könnt den Timer einbinden über:

quarto add produnis/quarto-timer

HSNR revealjs

Dies ist meine Vorlage für revealjs-Folien im Design meiner Hochschule (HSNR). In dieser Extension ist der “Timer” bereits enthalten.

Ihr könnt die Vorlage benutzen über:

quarto use template produnis/hsnr-revealjs

Quarto cert

Diese Extension erstellt Teilnehmerzertifikate.

Ihr könnt die Vorlage benutzen über:

quarto use template produnis/quarto-cert

Quarto Cheatsheet

Mit dieser Extension könnt ihr “Cheatsheets” (Spickzettel) erstellen, zum Beispiel zur Prüfungsvorbereitung oder, um Tastenkombinationen oder git-Befehle zusammenzustellen.

Ihr könnt die Vorlage benutzen über:

quarto use template produnis/quarto-cheatsheet

Weblinks



 

Ich habe die letzten Tage damit verbracht, eigene kleine Extensions für quarto zu schreiben und bei Github zu veröffentlichen. Vielleicht ist ja für den einen oder die andere eine passende Extension dabei…

Quarto Letter

Mit dieser Extension könnt ihr Briefe mittels Quarto erstellen. Vorlage dieser Extension war mein Blogeintrag vom 12.09.2022.

Um die Vorlage zu verwenden tippt ihr ins Terminal:

quarto use template produnis/quarto-letter

Quarto Invoice

Diese Extension beruht auf der quarto-letter-Vorlage (s.o.) und erzeugt Rechnungen.

Um die Vorlage zu verwenden tippt ihr ins Terminal:

quarto use template produnis/quarto-invoice

Publikationsliste

Diese Extension erzeugt eine Publikationsliste anhand einer BibTeX-Datei. Vorlage für diese Extension war mein Blogeintrag vom 19.04.2021.

Um die Vorlage zu verwenden tippt ihr ins Terminal:

quarto use template produnis/publicationlist

Quarto CV

Diese Extension ist eine Erweiterung der Publikationsliste. Hierbei wird ein hübsches Lebenslaufdokument erstellt, wobei die Möglichkeit besteht, eine (oder mehrere) Publikationslisten hinzuzufügen.

Um die Vorlage zu verwenden tippt ihr ins Terminal:

quarto use template produnis/quarto-cv

Quarto Timer

Mit dieser Extension lassen sich Countdown-Timer in Folien (oder HTML-Dokumenten) einbauen. Sie beruht auf meinem Blogpost vom 04.01.2024.

Ihr könnt den Timer einbinden über:

quarto add produnis/quarto-timer

HSNR revealjs

Dies ist meine Vorlage für revealjs-Folien im Design meiner Hochschule (HSNR). In dieser Extension ist der “Timer” bereits enthalten.

Ihr könnt die Vorlage benutzen über:

quarto use template produnis/hsnr-revealjs

Quarto cert

Diese Extension erstellt Teilnehmerzertifikate.

Ihr könnt die Vorlage benutzen über:

quarto use template produnis/quarto-cert

Quarto Cheatsheet

Mit dieser Extension könnt ihr “Cheatsheets” (Spickzettel) erstellen, zum Beispiel zur Prüfungsvorbereitung oder, um Tastenkombinationen oder git-Befehle zusammenzustellen.

Ihr könnt die Vorlage benutzen über:

quarto use template produnis/quarto-cheatsheet

Weblinks

Parch Linux ist eine Open-Source, Arch-basierte Linux-Distribution, die versucht, hübsch, einfach zu bedienen, leicht, schnell und stabil zu sein. Ich habe die aus dem Iran stammende Distro kurz ausprobiert.



Die Distribution beschreibt sich selbst wie folgt:

Parch Linux ist eine auf Arch basierende Open-Source-Linux-Distribution mit dem Ziel, ein benutzerfreundliches und ästhetisch ansprechendes Computererlebnis zu bieten und gleichzeitig ein leichtgewichtiges, schnelles und stabiles Betriebssystem zu erhalten. Verwurzelt in der robusten Grundlage von Arch Linux, erbt Parch Linux dessen bekannte Stabilität und Leistung, um eine reibungslose und zuverlässige Benutzererfahrung zu gewährleisten.

Parch Linux zeichnet sich vor allem durch seinen benutzerzentrierten Ansatz aus, der sich sowohl an Anfänger als auch an erfahrene Linux-Benutzer wendet. Das intuitive grafische Installationsprogramm vereinfacht den Installationsprozess und macht ihn auch für Linux-Neulinge zugänglich. Darüber hinaus bietet Parch Linux eine sorgfältig zusammengestellte Auswahl an vorinstallierten Anwendungen, darunter wichtige Tools für Produktivität, Web-Browsing, Multimedia-Genuss und vieles mehr, sodass eine umfangreiche Konfiguration nach der Installation nicht erforderlich ist.

Um seine Attraktivität weiter zu steigern, bietet Parch Linux eine Auswahl an Desktop-Umgebungen, darunter GNOME, KDE Plasma, XFCE und Cinnamon, die es dem Benutzer ermöglichen, sein Computererlebnis nach seinen Vorlieben zu gestalten. Jede Desktop-Umgebung bietet einen einzigartigen visuellen Stil und eine Reihe von Funktionen, sodass die Benutzer diejenige auswählen können, die am besten zu ihren Bedürfnissen und Arbeitsabläufen passt.

Unter seinem benutzerfreundlichen Äusseren nutzt Parch Linux die Leistungsfähigkeit des Pacman-Paketmanagers von Arch Linux, der für seinen Umfang und seine Benutzerfreundlichkeit bekannt ist. Mit einem riesigen Repository an Softwarepaketen, die sofort verfügbar sind, können Benutzer die Fähigkeiten von Parch Linux mühelos erweitern, um ihren spezifischen Anforderungen gerecht zu werden.

Parch Linux schafft ein harmonisches Gleichgewicht zwischen Benutzerfreundlichkeit, Ästhetik und Leistung und ist damit die ideale Wahl für alle, die ein nahtloses und angenehmes Linux-Erlebnis suchen, ohne dabei Kompromisse bei Stabilität oder Flexibilität einzugehen. Das persische Erbe, das sich in seinem Namen widerspiegelt, verleiht der Identität der Distribution einen Hauch von kulturellem Reichtum.

Hinter Parch Linux steht ein 16-köpfiges Team um den 18-jährigen Gründer Sohrab Behdani aus dem Iran. Ohne es geprüft zu haben, gehe ich davon aus, dass das Team überwiegend oder vollständig ebenfalls aus dem Iran stammt. Diese Herkunft möchte ich nicht werten, sondern zu eurer Information erwähnen.

Parch gibt es in den Geschmacksrichtungen GNOME, KDE-Plasma, Xfce und Cinnamon. Diese Auswahl gefällt mir; nicht zu viele Desktop-Umgebungen, aber sehr populäre. Für einen Schnelltest habe ich das Xfce-ISO-Image von der Projektseite heruntergeladen und in der virtuellen Maschine GNOME-Boxes ausprobiert. Nach dem Booten präsentiert sich Parch so:

Nach einem Klick auf Install Parch legt das Installationsprogramm Calamares los. Als Dateisystem wird ext4 ohne Swap ausgewählt. Alternativ gibt es btrfs, f2fs, jfs, reiser und xfs zur Auswahl. Calamares wurde ein wenig umgestaltet und richtet sich auch an Einsteiger:innen. Der Installationsprozess ist der kürzeste und einfachste, den ich je bei einer Arch-basierten Distribution gesehen habe. Nach Abschluss der Installation und einem Reboot präsentiert sich Parch mit der Xfce-Oberfläche so:

Was auffällt ist:

  • Als Standard wurde das dunkle Theme Nordic-bluish mit einer blauen Accent-Farbe gewählt.
  • Die Anzahl vorinstallierter Anwendungen hält sich Grenzen; so ist keine Office-Suite vorinstalliert.
  • Das Xfce-Panel wurde an den linken Rand gesetzt (was Platz spart) und schön konfiguriert ist.
  • Die vorinstallierten Anwendungen sind spartanisch, wenn nicht gar etwas erratisch:
    • Webbrowser: Firefox
    • Office: nichts, nicht einmal ein E-Mail-Programm oder ein Taschenrechner
    • Xfce-Standard-App: Thunar (Dateien), Ristretto (Bilder), Parole (Filme), Mousepad (Editor), usw.
  • Anwendungsmenü: Whisker
  • Passwort-Manager: KeePassXC
  • und weitere Werkzeuge

Für meinen Geschmack hat das Parch-Team sehr viel richtig gemacht. Selbst Xfce sieht schön aus und wurde sinnvoll konfiguriert. Die Software-Auswahl orientiert sich überwiegend an den Standard-Anwendungen des Xfce-Desktops, was gut und richtig ist. Dass kein E-Mail-Programm und keine Office-Suite installiert ist, kann ich auch nachvollziehen. Aber warum gibt es keinen Taschenrechner? Die grösste Chance hat das Parch-Team jedoch beim Paketmanagement vergeben. Wer den Anspruch hat, eine Arch-basierte Distro zu bauen, die Anfängern gerecht wird, sollte eine umfassende Softwareverwaltung mitinstallieren. Weder Einsteiger:innen noch Fortgeschrittene wollen pacman verwenden. Dabei steht mit pamac eine überzeugende Lösung bereit, insbesondere wenn es um die Integration anderer Paketformate geht (Flatpak, Snap).

Was mir fehlt:

  • Plymouth für ein ansprechendes Starterlebnis
  • Pamac für eine zeitgemässe Softwareverwaltung (gerne mit Flatpak-Unterstützung)
  • Vorinstallierte Anwendungen, die sich mehr an den Grundbedürfnissen der Nutzer:innen orientieren.

Fazit

Parch Linux ist eine weitere Arch-basierte Distribution, die diese Ziele für ihre Nutzergruppe verfolgt: hübsch, einfach, leicht, schnell und stabil. Nach meiner Meinung hat das Parch-Team diese Ziele erreicht. Es fehlt jedoch ein Ziel, nämlich "zielgruppengerecht". Damit meine ich die Auswahl der vorinstallierten Anwendungen (das geht noch besser) und das Fehlen einer "zielgruppengerechten" Paketverwaltung, und das ist nicht pacman. Persönlich sehe ich in Parch Linux viel Potenzial; das Team aus dem Iran hat sich Mühe gegeben, eine Einsteiger-freundliche Distro zu bauen. Falls mich heute ein Einsteiger oder eine Einsteigerin nach einer Empfehlung für eine rollende Distribution fragen würde, wäre Parch Linux unter den Favoriten.

Quelle: https://parchlinux.com/


GNU/Linux.ch ist ein Community-Projekt. Bei uns kannst du nicht nur mitlesen, sondern auch selbst aktiv werden. Wir freuen uns, wenn du mit uns über die Artikel in unseren Chat-Gruppen oder im Fediverse diskutierst. Auch du selbst kannst Autor werden. Reiche uns deinen Artikelvorschlag über das Formular auf unserer Webseite ein.

Das Jahr 2024 ist nun schon zwei Wochen alt. Dennoch möchte ich noch einen Blick zurückwerfen und mich erinnern, wie das Jahr 2023 für meinen Blog verlaufen ist.

In 2023 wurden auf My-IT-Brain insgesamt 45 Artikel veröffentlicht. Dies sind 16 mehr als in 2022 und 14 mehr als in 2021. Jeden Monat sind mindestens zwei Artikel veröffentlicht worden.

Die Themen waren dabei wieder bunt gemischt. Allein Artikel über die Red Hat Enterprise Linux (RHEL) System Roles zogen sich wie ein roter Faden durch den Blog. Welche Artikel haben denn euch am besten gefallen? Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen.

Ich hoffe, es war für jeden von euch etwas Interessantes mit dabei und ihr folgt diesem Blog auch in 2024. Ihr könnt mir auch gerne Anregungen in die Kommentare schreiben, welche Themen ihr hier gerne behandelt sehen wollt. Vielleicht greife ich ja einige davon auf.

Und nun aber auf in ein spannendes Jahr 2024!