staging.inyokaproject.org

30. September 2025

Kurz notiert: in den letzten beiden Tagen gab es einige Nachrichten vom Linux-Kernel.

Zuallererst wurde der Kernel in Version 6.17 veröffentlicht. Die Änderungen führen einerseits bessere Steueroption zur Auswahl von Prozessormitigationen, Live-Patching auf 64-Bit Arm sowie einige Verbesserungen an Dateisystemen wie ext4 und Btrfs ein. Die historische Sonderbehandlung von Einprozessorsystemen (ohne SMP) wird rückgebaut. Wer an allen Änderungen im Detail interessiert ist, kann einen Blick in die entsprechenden LWN Artikel oder bei LinuxNews werfen.

Apropos Dateisysteme: das jüngst aufgenommene bcachefs, um das sich vor und während seines Aufenthaltes im Mainline-Zweig viele kontroverse Diskussionen ergaben, wird Mainline im nächsten Release (6.18) voraussichtlich wieder verlassen. Torvalds kündigte im Commit zur Entfernung an, dass es als DKMS-Paket ausgeliefert werden soll.

Damit endet allerdings sicherlich auch die Maßgabe, dass die Module, von denen bcachefs abhängig ist, auf das Dateisystem abgestimmt werden. Hier gab es genau Streit, weil die Änderungen, die Kent Overstreet erwartet hatte, von den zuständigen Maintainern äußerst kritisch aufgenommen wurden. Ob die Änderungen in den anderen Modulen nun wieder zurückgesetzt werden, bleibt abzusehen.

Mozilla hat Firefox 143.0.3 veröffentlicht und behebt damit mehrere Probleme der Vorgängerversion. Auch mehrere Sicherheitslücken wurden behoben.

Download Mozilla Firefox 143.0.3

Mozilla hat Firefox 143.0.3 für Windows, macOS und Linux veröffentlicht. Firefox 143.0.2 wurde für diese Plattformen übersprungen, da diese Versionsnummer einem Android-Update vorbehalten war.

Mit dem Update auf Firefox 143.0.3 behebt Mozilla zwei Sicherheitslücken.

Die Verzögerung, um einen Tab per Drag and Drop an den linken Rand der Tableiste anzuheften, wurde standardmäßig von 350 auf 500 ms erhöht, um die Wahrscheinlichkeit für versehentliches Anheften zu reduzieren, und kann außerdem ab sofort via about:config angepasst werden (browser.tabs.dragDrop.pinInteractionCue.delayMS).

Die Option dom.webgpu.enabled in about:config kann jetzt auch in finalen Firefox-Versionen aktiviert werden, um den WebGPU-Standard zu aktivieren. Die Implementierung ist zwar noch nicht vollständig, aber durch die kürzliche Aktivierung in Safari ist ein erhöhter Bedarf für Entwickler entstanden, das Feature auch in Firefox testen zu können.

Das Aktualisieren mancher Erweiterungen via about:addons war nicht mehr möglich. Außerdem konnte das Öffnen der Einstellungen einer Erweiterung über den Dialog, der nach dessen Installation erschien, dazu führen, dass manche Browser-Funktionen wie beispielsweise Tastatur-Befehle bis zum Neustart des Browsers nicht mehr im gleichen Fenster funktionierten. Ebenfalls in Zusammenhang mit Erweiterungen steht die Korrektur eines Problems, bei dem die gespeicherten Daten einer Erweiterung einen Firefox-Absturz bei Programmstart verursachen konnten.

Ein Performance-Problem beim Laden mancher Websites wurde behoben, welches auftreten konnte, wenn man mit einem Netzwerk verbunden ist, welches UDP-Verbindungen blockiert.

Auf dem Bildschirm Firefox View war es nicht länger möglich, einzelne Bereiche einzuklappen.

Bereits in Firefox 143.0.1 wurde eine injizierte DLL-Datei der Sicherheits-Software von Trend Micro in einer bestimmten Version blockiert, weil diese Firefox-Abstürze verursachte. Aufgrund fehlender Rückmeldung von Trend Micro wurden jetzt auch alle zukünftigen Versionen blockiert. Außerdem wurde eine DLL-Datei der Meta Quest Link App blockiert, weil diese Abstürze bei der Verwendung von WebRTC verursachte.

Dazu kommen eine Korrektur für Nutzer vertikaler Tabs, Korrekturen für vier weitere potenzielle Absturzursachen sowie mehrere Verbesserungen, die in Zusammenhang mit einem geplanten VPN-Experiment stehen und eine Verbesserung für ein geplantes Experiment für einen verbesserten Algorithmus der Adressleisten-Vorschläge.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Sicherheits-Update Firefox 143.0.3 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

29. September 2025

…dann können keine Ansible-Playbooks auf dem Zielsystem ausgeführt werden, Sysadmins lassen vom Schreiben der Playbooks ab und wenden sich der Fehleranalyse zu. Genau das mache ich nämlich gerade.

Und damit ihr auch etwas davon habt, halte ich das Ganze in diesen Beitrag fest. Die Gründe dafür sind vielfältig:

  • Unerfahrene Sysadmins können lernen, wie man bei einer Fehleranalyse vorgehen kann, um nach endlich vielen Schritten zu einem Ergebnis zu kommen
  • Falls ich meine Arbeit unterbrechen muss, kann ich mich mithilfe dieses Textes besser erinnern, was ich schon getestet habe und meine Arbeit fortsetzen
  • Falls ich Expertenrat einholen muss, kann ich zeigen, was ich schon alles versucht habe

Die erfahrenen Supporter und Sysadmins unter euch sind gerne eingeladen, in den Kommentaren zu ergänzen, wie ihr bei so einem Problem vorgeht und was ich hätte besser machen können. So lernen wir alle etwas dabei.

Die Methode

Bei einer Fehleranalyse stochert man nicht einfach im Heuhaufen herum, in der Hoffnung eine Nadel zu finden. Ich gehe während der Fehleranalyse in folgender Schleife (Pseudocode) vor:

Solange das Problem besteht:
  Sichte und bewerte die vorhandenen Informationen;
  Forumuliere eine Hypothese zur Ursache des Problems;
  Überprüfe die Hypothese;
  Hast du damit das Problem gefunden, stelle es ab und höre auf;
  Hast du das Problem damit noch nicht gefunden, nimm die gewonnenen Erkenntnisse und iteriere;

Das Problem

$ ansible -i hosts host.example.com -m ping
host.example.com | FAILED! => {
    "ansible_facts": {
        "discovered_interpreter_python": "/usr/bin/python3.9"
    },
    "changed": false,
    "module_stderr": "Shared connection to host.example.com closed.\r\n",
    "module_stdout": "/usr/bin/python3.9: can't open file '/home/tronde/.ansible/tmp/ansible-tmp-1757269581.9965136-5304-74956742819711/AnsiballZ_ping.py': [Errno 1] Operation not permitted\r\n",
    "msg": "MODULE FAILURE: No start of json char found\nSee stdout/stderr for the exact error",
    "rc": 2
}

Der obige Code-Block zeigt das fehlgeschlagene Ansible-Ad-hoc-Kommando. Das Kommando führt das Module ansible.builtin.ping aus, welches prüft, ob eine Verbindung zum Zielsystem hergestellt werden kann und eine nutzbare Python-Umgebung gefunden wird. Wenn dies erfolgreich ist, sieht die Ausgabe wie im folgenden Code-Block aus:

$ ansible -i hosts host2.example.com -m ping
host2.example.com | SUCCESS => {
    "ansible_facts": {
        "discovered_interpreter_python": "/usr/bin/python3.9"
    },
    "changed": false,
    "ping": "pong"
}

Die Ausgangslage

Bevor ich mit der Fehleranalyse beginne, schreibe ich auf, was ich über meinen Ansible Control Node und meine beiden Managed Nodes weiß.

Ansible Control Node

  • Fedora release 42 (Adams)
  • ansible [core 2.18.6]
    • config file = /etc/ansible/ansible.cfg
    • ansible python module location = /usr/lib/python3.13/site-packages/ansible
    • executable location = /usr/bin/ansible
    • python version = 3.13.7 (main, Aug 14 2025, 00:00:00) GCC 15.2.1 20250808 (Red Hat 15.2.1-1)
    • jinja version = 3.1.6
    • libyaml = True

Ansible Managed Nodes

Über host.example.com und host2.example.com ist bekannt, dass es:

  • sich um Red Hat Enterprise Linux release 9.6 (Plow) handelt
  • Ich mich mit dem User tronde und SSH-Private-Key einloggen kann
    • Bei tronde handelt es sich um einen unprivilegierten Benutzer
    • Dieser darf sudo nutzen, um seine Rechte auszuweiten; dazu muss ein Passwort eingegeben werden
  • SELinux auf Enforcing steht

Die Fehlermeldung

Und ich habe natürlich eine Fehlermeldung:

"module_stdout": "/usr/bin/python3.9: can't open file '/home/tronde/.ansible/tmp/ansible-tmp-1757269581.9965136-5304-74956742819711/AnsiballZ_ping.py': [Errno 1] Operation not permitted\r\n",

Python meldet, dass die Ausführung von AnsiballZ_ping.py nicht zugelassen ist.

Hypothese 1: Es liegt nicht an AnsiballZ_ping.py

Wenn dieses Python-Skript nicht ausgeführt werden kann, kann ein anderes Python-Skript ebenfalls nicht ausgeführt weden. Um diese Hypothese zur überprüfen, versuche ich, die UID des Benutzers mit dem Modul ansible.builtin.command abzufragen:

$ ansible -i hosts host.example.com -m command -a 'id'
host.example.com | FAILED! => {
    "ansible_facts": {
        "discovered_interpreter_python": "/usr/bin/python3.9"
    },
    "changed": false,
    "module_stderr": "Shared connection to host.example.com closed.\r\n",
    "module_stdout": "/usr/bin/python3.9: can't open file '/home/tronde/.ansible/tmp/ansible-tmp-1757271016.543905-6189-111082369101490/AnsiballZ_command.py': [Errno 1] Operation not permitted\r\n",
    "msg": "MODULE FAILURE: No start of json char found\nSee stdout/stderr for the exact error",
    "rc": 2
}

Damit ist bewiesen, dass die Fehlerursache nicht allein im Skript AnsiballZ_ping.py liegt.

Hypothese 2: Es ist ein Problem mit Berechtigungen

Die Meldung [Errno 1] Operation not permitted deutet an, dass fehlende Berechtigungen die Ursache sein können. Also führe ich das Kommando auf dem betroffenen Managed Node einmal als root aus.

$ ansible -i hosts host.example.com -m ping -b -K
BECOME password: 
host.example.com | SUCCESS => {
    "ansible_facts": {
        "discovered_interpreter_python": "/usr/bin/python3.9"
    },
    "changed": false,
    "ping": "pong"
}

Root darf also, was tronde nicht darf, denn mit erweiterten Berechtigungen kann das Kommando erfolgreich ausgeführt werden. Die Python-Skripte, die tronde nicht ausführen darf, liegen im Pfad /home/tronde/.ansible/tmp/<von-Ansible-temporär-erstelltes-Verzeichnis>/AnsiballZ_{command,ping}.py.

Hypothese 3: tronde darf keine Python-Skripte ausführen

Genauer gesagt, tronde darf keine Python-Skripte ausführen, welche unterhalb von /home/tronde/.ansible/tmp/ abgelegt sind. Auch diese These wird direkt geprüft. Dazu logge ich mich per SSH als User tronde auf dem Zielsystem ein, erstelle ein einfaches Python-Skript und versuche dieses auszuführen:

$ mkdir /home/tronde/.ansible/tmp/test
$ cat << EOF > /home/tronde/.ansible/tmp/test/hello.py
> #!/usr/bin/env python3.9
> print("Hello World")
> EOF
$ chmod u+x /home/tronde/.ansible/tmp/test/hello.py
$ /usr/bin/python3.9 /home/tronde/.ansible/tmp/test/hello.py
/usr/bin/python3.9: can't open file '/home/tronde/.ansible/tmp/test/hello.py': [Errno 1] Operation not permitted

Durch diesen Test habe die Hypothese verifiziert und zusätzlich folgendes gelernt: Meine Ansible-Konfiguration auf meinem Ansible Control Node hat nichts mit dem Problem zu tun, da das Problem auftritt, wenn Ansible gar nicht beteiligt ist.

Hypothese 4: Falsche Datei-Berechigungen verhindern die Ausführung der Datei

Ich schaue mir die Datei-Berechtigungen bis zur Datei hello.py mit dem Programm namei(1) an:

$ namei -mo /home/tronde/.ansible/tmp/test/hello.py
f: /home/tronde/.ansible/tmp/test/hello.py
 dr-xr-xr-x root      root      /
 drwxr-xr-x root      root      home
 drwxr-x--- tronde tronde tronde
 drwxrwxr-x tronde tronde .ansible
 drwx------ tronde tronde tmp
 drwxr-xr-x tronde tronde test
 -rwxr--r-- tronde tronde hello.py

Das sieht auf den ersten Blick nicht verkehrt aus. Ich wechsel in das Verzeichnis und lasse mir die Attribute der Datei mit verschiedenen Programmen anzeigen.

$ cd .ansible/tmp/test/
$ stat hello.py
  File: hello.py
  Size: 46        	Blocks: 8          IO Block: 4096   regular file
Device: fd06h/64774d	Inode: 51511298    Links: 1
Access: (0744/-rwxr--r--)  Uid: ( 1000/tronde)   Gid: ( 1000/tronde)
Context: unconfined_u:object_r:user_home_t:s0
Access: 2025-09-07 21:21:08.201875001 +0200
Modify: 2025-09-07 21:23:04.564787755 +0200
Change: 2025-09-07 21:23:25.642771941 +0200
 Birth: 2025-09-07 21:21:08.201875001 +0200

$ getfacl hello.py
# file: hello.py
# owner: tronde
# group: tronde
user::rwx
group::r--
other::r--

$ file hello.py 
hello.py: writable, executable, regular file, no read permission

Datei-Berechtigungen und Linux-ACL bescheinigen dem User tronde Lesezugriff auf die Datei hello.py. Das file-Kommando bescheinigt jedoch no read permission.

Hypothese 5: Das chmod u+x verursacht das Problem

Nach der Erstellung des Skripts habe ich dieses mit chmod u+x ausführbar gemacht. Vielleicht verursacht erst dieser Befehl das Problem. Also schaue ich mir die Informationen zum Dateityp vor und nach dem Kommando an. Dazu erstelle ich ein neues Skript.

$ cat <<EOF >hello2.py
> #!/usr/bin/env python3.9
> print("Hello Sysadmin.")
> EOF
$ file hello2.py 
hello2.py: writable, regular file, no read permission

Damit kann ich chmod ebenfalls als Fehlerquelle ausschließen.

Hypothese 6: Shebang verursacht das Problem

Die Shebang #! sorgt dafür, dass das folgende Kommando mit dem Dateinamen als Argument ausgeführt wird. Gleichzeitig gibt die Shebang auch dem Programm file einen Hinweis darauf, um welchen Dateityp es sich handelt.

Zur Überprüfung dieser Hypothese erhebe ich zuerst die Antworten zu folgenden Fragen.

Kann das Skript ohne Shebang ausgeführt werden?

Bei der Überprüfung von Hypothese 2 habe ich verifiziert, dass root die Dateien wie gewohnt ausführen kann. Nun editiere ich die Datei hello2.py mit root-Rechten und entferne die Shebang. Anschließend versuche ich als User tronde, die Datei mit Hilfe des Python3.9-Interpreters auszuführen.

$ file hello2.py 
hello2.py: ASCII text
$ cat hello2.py 
print("Hello Sysadmin.")
$ /usr/bin/python3.9 hello2.py 
Hello Sysadmin.

Ohne Shebang kann ich das Skript ausführen. Füge ich die Shebang wieder ein, ist der Fehler zurück. Ich kann die Datei noch nicht mal mehr lesen:

$ cat hello2.py 
cat: hello2.py: Operation not permitted

$ sudo !!
sudo cat hello2.py 
#!/usr/bin/python3.9
print("Hello Sysadmin.")

Zeigen Bash-Skripte mit Shebang das gleiche Verhalten?

$ cat <<EOF >world.sh
> #!/usr/bin/env bash
> echo "Hello world."
> EOF

$ file world.sh 
world.sh: Bourne-Again shell script, ASCII text executable

$ cat world.sh 
#!/usr/bin/env bash
echo "Hello world."

$ bash world.sh 
Hello world.

$ chmod u+x world.sh

$ ./world.sh 
Hello world.

Hier ist das Verhalten wie erwartet. Damit ist zwar noch nicht sicher bewiesen, dass das Shebang-Problem mit dem Python-Interpreter zusammenhängt, es gibt aber einen ersten Hinweis.

Wie sieht die Ausgabe von file auf einem Referenzsystem aus?

Mit host2 habe ich ja ein System, das Python-Skripte ohne Fehler ausführt. Ich erstelle auch hier das hello.py-Skript inkl. Shebang und lasse mir die Ausgabe von file anzeigen:

$ cat <<EOF >hello.py
> #!/usr/bin/env python3.9
> print("Hello, world.")
> EOF

$ file hello.py 
hello.py: Python script, ASCII text executable

Hier findet sich kein Hinweis auf no read permission.

Hypothese 7: Es ist nur der User tronde betroffen

Um diese Hypothese zu prüfen, erstelle ich einen neuen Benutzer test, ein Python-Skript und prüfe, ob das Problem auftritt:

# useradd test
# su - test
$ pwd
/home/test
$ cat <<EOF >hello.py
> #!/usr/bin/env python3
> print("Hello, world.")
> EOF
$ cat hello.py 
cat: hello.py: Operation not permitted

Das Problem ist nicht auf den User tronde beschränkt. Es scheint alle nicht privilegierten User zu betreffen.

Zwischenfazit

  • Das Problem scheint Host-spezifisch zu sein, da es auf einem Referenzsystem nicht auftritt
  • Das Problem tritt nur auf, wenn nicht privilegierte User ein Python-Skript ausführen, welches eine Shebang enthält
    • Diese Skripte können jedoch mit root-Rechten ausgeführt werden
    • Ohne die Shebang können die Skripte mittels /usr/bin/python3 <scriptname> ausgeführt werden
  • Ist eine Shebang enthalten, die einen Python-Interpreter enthält, verlieren unprivilegierte User den Lesezugriff auf die Datei (cat, less, etc. sind dann ebenfalls betroffen)
  • Trage ich eine andere Shebang z.B. #!/usr/bin/bash ein, kann ich das Skript als unprivilegierter User mittels `python3 <scriptname>` korrekt ausführen

Für mich bedeutet das leider, dass ich mir nun Hilfe suchen muss, da mir die Ideen ausgehen. Also beginne ich mit einer Internetsuche nach „troubleshooting shebang in python3″… und frage anschließend eine Kollegin um Rat. Vielen lieben Dank Michi für deine Zeit und Ideen!

Die Ursache

Michi und ich haben uns in einer Videokonferenz zusammengefunden und das Problem gemeinsam untersucht. Dabei sind wir nach obigen Muster vorgegangen:

  1. Genau eine Sache überprüfen
  2. Ergebnis auswerten
  3. Eine weitere Vermutung prüfen
  4. Ergebnis auswerten usw.

Dabei haben wir uns SELinux, das Audit-Log, die Linux-ACLs, das Environment, alias, locale und die Ausgabe diverser strace-Kommandos angeschaut. Die Details spare ich an dieser Stelle ein und komme zum Wesentlichen. Michi fand diesen Foreneintrag: Non-root users unable to read perl scripts. Darin wird fapolicyd als Fehlerquelle identifiziert. Und das ist tatsächlich auch in meinem Fall der Übeltäter.

Stoppe ich fapolicyd.service, kann ich die Python-Skripte mit Shebang wieder ausführen. Starte ich den Dienst erneut, ist auch das Problem zurück. Die Ursache ist identifiziert.

Moment, was ist fapolicyd?

Das Software-Framework fapolicyd steuert die Ausführung von Anwendungen basierend auf einer benutzerdefinierten Richtlinie. Dies ist eine der effizientesten Methoden, um die Ausführung nicht vertrauenswürdiger und potenziell bösartiger Anwendungen auf dem System zu verhindern.

Übersetzung aus Introduction to fapolicyd

Die von Ansible generierten und die von mir zum Test erstellten Python-Skripte wurden in der Ausführung blockiert, da diese als nicht vertrauenswürdig eingestuft wurden.

Allerdings fällt das in diesem Fall in die Kategorie „Gut gemeint ist nicht gleich gut gemacht“. Denn während zwar der Zugriff auf Python-Skripte mit Shebang für nicht-privilegierte User blockiert wird, können Skripte ohne entsprechende Shebang weiterhin ausgeführt werden. Wirkliche Sicherheit bietet dies nicht. Ich mache mir dazu mal eine Notiz, um das beobachtete Verhalten im Nachgang mit den Entwicklern zu diskutieren. Vielleicht habe ich das Design und Konzept von fapolicyd noch nicht ganz verstanden.

Warum ich da nicht früher drauf gekommen bin

  • Keine Ausgabe gab einen Hinweis darauf, dass fapolicyd die Ausführung blockiert
  • Ich habe fapolicyd vor langer Zeit zum Test auf diesem Host installiert und vergessen, dass es läuft
  • Durch fehlende Konfiguration gab es keine Einträge im Audit-Log, die auf die Ursache hätten hinweisen können

Wie findet man die Ursache, wenn man weiß, dass fapolicyd läuft?

Erstmal muss man wissen bzw. sich in meinem Fall daran erinnern, dass fapolicyd läuft. Dann kann man für einen schnellen Test fapolicyd.service stoppen und prüfen, ob das Problem noch besteht.

Um nun herauszufinden, warum fapolicyd die Ausführung von Python-Skripten mit Shebang blockiert, folge ich der Dokumentation in Kapitel 12.6. Troubleshooting problems related to fapolicyd. Ich stoppe fapolicyd.service und starte den Dienst mit dem Befehl fapolicyd --debug-deny. Damit werden nur Einträge ausgegeben, die blockierte Zugriffe zeigen. In diesem Modus führe ich den ursprünglichen Ansible-Ad-hoc-Befehl ansible -i hosts host.example.com -m ping aus, der wie erwartet fehlschlägt. In der Ausgabe auf host.example.com sehe ich nun:

09/08/2025 20:39:07 [ DEBUG ]: Rule number API supported yes                                            
09/08/2025 20:39:08 [ DEBUG ]: rule=11 dec=deny_audit perm=open auid=1000 pid=693342 exe=/usr/bin/python3.9 : path=/home/tronde/.ansible/tmp/ansible-tmp-1757356747.8650832-23284-14960045792104/AnsiballZ_ping.py ftype=text/x-python trust=0
09/08/2025 20:39:08 [ DEBUG ]: rule=11 dec=deny_audit perm=open auid=1000 pid=693342 exe=/usr/bin/python3.9 : path=/home/tronde/.ansible/tmp/ansible-tmp-1757356747.8650832-23284-14960045792104/AnsiballZ_ping.py ftype=text/x-python trust=0

Die Lösung

Damit ich host.example.com mit Ansible verwalten kann, muss ich die Ausführung von Python-Skripten unterhalb von /home/tronde/.ansible/tmp/ erlauben. Das dazu erforderliche Vorgehen ist in der Dokumentation in Kapitel 12.4. Adding custom allow and deny rules for fapolicyd beschrieben. Für meinen konkreten Fall sehen die einzelnen Schritte wie folgt aus:

Nach obiger Ausgabe habe ich Regel 11 (rule=11) getriggert. Also schaue ich mir zuerst an, was in Regel 11 steht und anschließend, in welcher Datei unterhalb von /etc/fapolicyd/rules.d diese Regel steht:

~]# fapolicyd-cli --list | grep 11
11. deny_audit perm=any all : ftype=%languages

~]# grep 'deny_audit perm=any all : ftype=%languages' /etc/fapolicyd/rules.d/*
/etc/fapolicyd/rules.d/70-trusted-lang.rules:deny_audit perm=any all : ftype=%languages

Anschließend erstelle ich eine Allow-Regel, in einer neuen Datei. Diese muss lexikalisch vor obiger Datei mit der Deny-Regel liegen:

~]# cat <<EOF >/etc/fapolicyd/rules.d/69-trusted-ansible-scripts.rules
> allow perm=any exe=/usr/bin/python3.9 trust=1 : dir=/home/tronde/.ansible/tmp/ trust=0
> EOF

~]# fagenrules --check
/sbin/fagenrules: Rules have changed and should be updated

~]# fagenrules --load
~]#

Anschließend führe ich zum Test folgende Kommandos aus:

  1. Auf host.example.com: fapolicy --debug-deny
  2. Auf meinem Ansible Control Node: $ ansible -i inventory host.example.com -m ping

Ich bestaune das gewünschte Ergebnis:

host.example.com | SUCCESS => {
    "ansible_facts": {
        "discovered_interpreter_python": "/usr/bin/python3"
    },
    "changed": false,
    "ping": "pong"
}

Nun beende ich den Debug-Modus und starte fapolicyd.service. Fehleranalyse und Entstörung sind damit beendet.

Für welche Anwendungsfälle diese Lösung funktioniert

Die obige Lösung sorgt dafür, dass Python-Skripte unterhalb des Verzeichnisses /home/tronde/.ansible/tmp/, welche eine Python-Shebang beinhalten, mit dem Python-Interpreter /usr/bin/python3.9 ausgeführt werden können.

Diese Lösung funktioniert nicht

  • Für andere unprivilegierte User außer tronde
  • Für andere Python-Interpreter wie z.B. /usr/bin/python3 oder /usr/bin/python3.11

Hinterher ist man immer schlauer

Jetzt, wo ich weiß, wonach ich suchen muss, finde ich auch direkt mehrere Treffer in den Red Hat Solutions:

Dokumentation findet sich neben der Manpage fapolicyd(8) z.B. auch im RHEL 9 Security Hardening Guide ab Kapitel 12. Mit RHELDOCS-20981 – Improve section „Deploying fapolicyd“ in RHEL Security Hardening Guide – habe ich zudem einen Verbesserungsvorschlag eingereicht.

Fazit

Dieser Text hat an einem konkreten Beispiel gezeigt, wie eine strukturierte Fehleranalyse durchgeführt wird. Diese führt über die Problembeschreibung sowie das Formulieren von Hypothesen und deren Falsifizierung/Verifizierung nach endlich vielen Schritten zu einer Lösung.

Die Länge des Textes zeigt, wie aufwändig eine Fehleranalyse werden kann. Wenn man keinen direkten Zugriff auf das betroffene System hat und mit jemandem ausschließlich über ein Ticket-System kommunizieren kann, wird schnell klar, dass sich ein Fall über mehrere Tage und Wochen hinziehen kann.

Ich war irgendwann geistig erschöpft und hatte keine Lust mehr allein weiterzumachen, da mir die Ideen ausgingen. In diesem Fall hilft es, sich einen frischen Geist zur Unterstützung zu holen. Gemeinsam mit meiner Kollegin Michi konnte die Ursache (fapolicyd) identifiziert werden.

Mit Hilfe der Dokumentation war ich dann auch in der Lage, das Problem zu lösen. Ich kann nun Ansible-Playbooks auf dem Zielsystem ausführen.

Der Dienst fapolicyd überzeugt mich nicht. Meine Gedanken dazu werde ich in einem Folgeartikel mit euch teilen.

In einem weiteren Folgeartikel werde ich darüber schreiben, was Hilfesuchende und Supporter tun können, damit beide Seiten eine möglichst gute Support-Erfahrung haben.

Ich freue mich nun über ein gelöstes Problem und schreibe an meinem Ansible-Playbook weiter.

26. September 2025

Mozilla hat Version 2.31 seiner VPN-Clients für das Mozilla VPN veröffentlicht. Außerdem steht das Mozilla VPN für Linux-Nutzer mittlerweile auch als Flatpak-Version via Flathub zur Verfügung.

Mit dem Mozilla VPN bietet Mozilla in Zusammenarbeit mit Mullvad sein eigenes Virtual Private Network an und verspricht neben einer sehr einfachen Bedienung eine durch das moderne und schlanke WireGuard-Protokoll schnelle Performance, Sicherheit sowie Privatsphäre: Weder werden Nutzungsdaten geloggt noch mit einer externen Analysefirma zusammengearbeitet, um Nutzungsprofile zu erstellen.

Jetzt Mozilla VPN nutzen

Die Neuerungen vom Mozilla VPN 2.31

In den Einstellungen für ausgeschlossene Apps gibt es jetzt eine Checkbox, um System-Apps anzuzeigen. Ansonsten bringt das Update auf das Mozilla VPN 2.31 vor allem Fehlerbehebungen und Verbesserungen unter der Haube.

Mozilla VPN über Flathub erhältlich

Linux-Nutzer können das Mozilla VPN mittlerweile auch als Flatpak-Version über Flathub installieren.

Der Beitrag Mozilla VPN 2.31 veröffentlicht, jetzt auch via Flathub verfügbar erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

24. September 2025

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 143.0.1 ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 143.0.1

Mit Thunderbird 143.0.1 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht und behebt damit eine mögliche Absturzursache bei Programmstart.

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23. September 2025

Der Enterprise Policy Generator richtet sich an Administratoren von Unternehmen und Organisationen, welche Firefox konfigurieren wollen. Mit dem Enterprise Policy Generator 7.1 ist nun ein Update erschienen, welches die Deaktivierung von KI-Funktionen in Firefox ermöglicht.

Enterprise Policy Generator

Download Enterprise Policy Generator für Firefox

Die Enterprise Policy Engine erlaubt es Administratoren, Firefox über eine Konfigurationsdatei zu konfigurieren. Der Vorteil dieser Konfigurationsdatei gegenüber Group Policy Objects (GPO) ist, dass diese Methode nicht nur auf Windows, sondern plattformübergreifend auf Windows, Apple macOS sowie Linux funktioniert.

Der Enterprise Policy Generator hilft bei der Zusammenstellung der sogenannten Enterprise Policies, sodass kein tiefergehendes Studium der Dokumentation und aller möglichen Optionen notwendig ist und sich Administratoren die gewünschten Enterprise Policies einfach zusammenklicken können.

Neuerungen vom Enterprise Policy Generator 7.1

Der Enterprise Policy Generator 7.1 bringt Unterstützung für zwei neue Unternehmensrichtlinien, die ab Firefox 144 und höher unterstützt werden.

Die GenerativeAI-Richtlinie erlaubt die Aktivierung respektive Deaktivierung der LLM-Chatbots wie ChatGPT, Google Gemini und Microsoft Copilot, der KI-Zusammenfassung für die Link-Vorschau sowie von Vorschlägen für Tab-Gruppen, worunter sowohl Vorschläge für den Namen der Gruppe als auch weitere Tabs fallen. Eine weitere Option gilt als Sammeleinstellung für sämtliche KI-Features, welche von dieser Richtlinie unterstützt werden. Es ist davon auszugehen, dass in Zukunft weitere KI-Features Teil dieser Richtlinie werden.

Über die VisualSearchEnabled-Richtlinie ist es möglich, die inverse Bildersuche über Google Lens zu aktivieren oder zu deaktivieren.

KI-Features in Firefox mit dem Enterprise Policy Generator von Sören Hentzschel deaktivieren

Für Linux-Nutzer wurde außerdem die Erklärung dahingehend erweitert, dass es auch möglich ist, die Datei policies.json für systemweit geltende Richtlinien in /etc/firefox/policies zu platzieren.

Entwicklung unterstützen

Wer die Entwicklung des Add-ons unterstützen möchte, kann dies tun, indem er der Welt vom Enterprise Policy Generator erzählt und die Erweiterung auf addons.mozilla.org bewertet. Auch würde ich mich sehr über eine kleine Spende freuen, welche es mir ermöglicht, weitere Zeit in die Entwicklung des Add-on zu investieren, um zusätzliche Features zu implementieren.

Der Beitrag Enterprise Policy Generator 7.1 ermöglicht Deaktivierung von KI-Funktionen in Firefox erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

21. September 2025

qpwgraph (Flathub Paket) die ultimative Video, Audio, Midi Patchbay unter Linux für Pipewire bietet im Menü unter „Patchbay“ oder in der Werkzeugleiste die Optionen „Activated“ und „Exclusive“ an.

Vielen sind die Funktionalitäten dieser Einstellungen nicht ganz klar.

ACTIVATED bezieht sich auf die Definition, die als Einstellung in einer Datei abgespeichert und zum Start oder bei Aktivierung (laden) geladen wurde.

Damit kann die Grundeinstellung mit allen notwendigen Verbindungen eingestellt werden, die beim Systemstart vom System eventuell nicht erkannt und durchgeführt wurde. Das können Mehrfachroutings von einem Input in verschiedene Applikationen oder Outputs sein. Oder Weiteres. Es können natürlich auch weitere verschiedene Einstellungen Presets definiert, gespeichert und aktiviert werden.

Bei EXCLUSIVE wird die geladene/definierte ACTIVATED Einstellung geschützt!

Jede Applikation die NACH der Aktivierung von Exclusive gestartet wird und eine Verbindung z.B. zum Output aka Lautsprechern aufbauen will, wird blockiert. Nichts darf an der aktuellen Einstellungen, die mit Activated geladen wurde, verändert werden.

Also aufpassen, wenn plötzlich Videos z.B. im Browser nicht mehr abgespielt werden wollen. Das könnte an einem aktivierten Exclusive liegen. 😉

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20. September 2025

Und ein bisschen RegEx.

ttrss (Tiny Tiny RSS) ist wegen der politischen Haltung der Entwicklers ein reicht umstrittenes Projekt, aber es ist bisher der beste Server & RSS Reader den ich kenne. Bezüglich der sehr auf Effizienz optimierten Darstellung der Oberfläche und der vielen Filtermöglichkeiten und des Taggings. Oder wie die NSA sagen würde: Marker setzen.

Wichtig zu wissen: Die aktuelle ttrss Version unterstützt nur noch PostgreSQL !
MariaDB wurde nur noch bis Mai 2025 unterstützt. Alle neueren Versionen müssen auf PostgreSQL umgestellt werden.

Ab einer gewissen Anzahl von Feeds beziehungsweise der daraus resultierenden Artikel Frequenz, sollte man sich recht schnell mit den Labeln und den Filtern von ttrss auseinandersetzen. Und vielleicht mit einer gewissen Ordnung oder auch Strategie, wie beides sinnvoll eingesetzt werden kann.

Labels

Labels können ganz einfach in den Einstellungen, oder direkt im Reader mit der Tastenkombination cl (create label) erstellt werden. Dann wird automatisch in jedem heruntergeladenen RSS Feed im Titel und im Kontext nach diesem Begriff gesucht.

Beispiel
Label „Photovoltaik“ sucht in jedem Artikel diesen Begriff und „labelt“ den Titel in der Titelübersicht mit „Photovoltaik“. Dabei wird nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschieden.

Filter – Kriterien

Bei den Filtern kann von ganz einfach bis ganz komplex eingestellt werden, was wo und in welchen Zusammenhängen gesucht werden kann und was dann mit dem Resultat gemacht werden soll.

Dabei können in einem Filter viele Suchwörter definiert werden , die alle mit einem UND oder einem ODER verknüpft werden können.

Bei einer UND Verknüpfung führt der Filter die eingestellt Folgeaktion nur dann aus, wenn ALLE Suchbegriffe oder Definitionen (komplexe Suche) zutreffen.

Bei einer ODER Verknüpfung führt der Filter die eingestellte Folgeaktion immer aus, wenn einer der Suchbegriffe oder Definitionen zutreffen.

Folgeaktionen

Ohne im Detail auf die weiteren Möglichkeiten von ttrss einzugehen, können Folgeaktionen zum Beispiel sein

  • Artikel löschen
  • als gelesen markieren
  • set starred (bookmarken oder als „behalten“ markieren)
  • Assign tags
  • Publish Article
  • Modify Score
  • Stop / do nothing
  • invoke Plugin
  • ignore tags

Filter:Suche

Einfaches Beispiel für eine Suche
Ein Suchwort kann definiert werden, nur im Titel eines Artikels, oder nur im Kontext eines Artikels, in allen Feeds, in einem Feed oder in einer Auswahl von Feeds gesucht werden.

Beispiele für komplexe Suchen (RegEx) / Metacharaktern (siehe weiter unten)

  • (ae|ä) ae oder ä
  • (ae|ä|ss|ß) ae oder ä oder ss oder ß
  • (ä+ss) ein ä auf das ein ss folgt wie in Blässe. Theoretisch auch Blässsse
  • ä(?!(s)) ein ä auf das kein s folgt, wie in Käse oder Gläser. Aber Verspätung, Gänse
  • (?<!s)ä ein s, das nicht auf ein ä folgt, wie in Besen, Wiese, Wurst, …
  • (BMWE|Bundesministerium für Wirtschaft und Energie)
  • Schach[- ]WM findet Schach WM und Schach-WM
  • m.F ein m auf das ein x-beliebges Zeichen folgt und danach ein F oder f als drittes Zeichen
  • (spät)?(en) kommt ein spät vor, markiere alle en
  • " TRX"|" TRON".*Staking findet TRX Staking oder TRON Staking oder TRX-Staking oder …
  • \bBundes\b exakt das Wort Bundes. Aber nicht Bundes in Bundesliga oder Bunde …
  • (?=.*\bBundesliga\b)(?=.*Fu(ss|ß)ball) Lookahead wenn irgendwo im Text Bundesliga und Fuss(ß)ball vor kommt.
  • 0\d eine Zahl mit vorangestellter 0 z.B. 04, 07, 007, …
  • (Schalke 0\d) sucht „Schalke 04“ oder „Schalke 07“ oder …
  • 0\d. sucht 0 .. irgendeine Zahl .. irgendein anderes Zeichen. z.B. 07b, 09″, 03- …
  • 0\d* sucht 0 oder 0 und eine oder mehrere Zahlen. z.B. 0 , 04, 007 , 0100897, …
  • 5\D ein Buchstabe mit vorangstellter 5 z.B. 5A, 5z, …

Filter für Label

Eine Strategie kann es sein, sich zum einen Label erstellen und so schnell und gezielt über die Label die entsprechenden Artikel zu lesen. Oder in der Übersicht die Artikel mit den entsprechenden Labeln sofort zu sehen.

Eine weitere Strategie kann es sein, die erstellten Label zu benutzen, um sie mit einem Filter über die Filter Aktioin „assign label“ zusammen zu fassen.
So kann ein Pseudo Label erstellt werden, das vermutlich so nie vor kommt wie 000_Erneuerbare und darunter werden dann z.B. die Labels Solarzellen, Photovoltaik, Wasserkraft, Windräder, Windkraft, Sonnenenergie, Power2X in dem Sammel-Label 000_Erneuerbare zusammengefasst.

Metacharakter

Metacharakter sind Zeichen, die in RegEx (Regular Expressions) Befehle/Funktionen darstellen. So wie . + * ? und so weiter. Sollen aber die Zeichen statt der Befehle/Funktionen benutzt werden, müssen diese „escaped“ werden. Das wird durch das Voranstellen des Backslashes (Rückstrich/Rückschlag) gekennzeichnet. Soll zum Beispiel ein Punkt . gesucht werden, der standardmäßig ein Metacharakter ist, dann muss das so \. geschrieben werden. Oder ein ? muss \? geschrieben werden.

Metacharakter – Zeichen
  • . irgendein beliebiges Zeichen z.B. Trenner Öl-Lampe, Öl_Lampe, Öl:Lampe
  • \d irgendeine einstellige Zahl 0-9
  • \D irgendein Zeichen, außer einer Zahl
  • \w irgendein Wort Zeichen oder Zahl z.B. a-z,A-Z,0-9
  • \W irgendein Nicht Wort oder Zahl Zeichen. Alles was nicht \w ist
  • \s alle „white space“ Zeichen. z.B. Leerzeichen, Zeilenumbruch, Tabulator
  • \S alle „nicht white space“ Zeichen.
Metacharakter – Wiederholungen
  • + eine oder mehrere Wiederholungen z.B. ee, eee, eeee
  • * keine oder mehrere Wiederholungen z.B. a, aa, aaa, aaaa
  • ? keine oder eine Wiederholung z.B. s oder ss, aber nicht sss
Metacharakter – Greedy & Lazy Quantifizierer

Die Metacharakter für Wiederholungen sind sogenannte Greedy (gierige) Quantifizierer. Das heißt, sie versuchen so viel wie möglich im Ergebnis bis zum Zeilenumbruch zusammen zu fassen.

Beispiel: Suche nach Bereichen in Gänsefüßchen
Beispielsatz: Ein braver "Junge" hüpfte auf einer "sicheren" Hüpfburg.

Greedy
Gesucht nach den Gänsefüßchen mit den normalen Wiederholungen .+" wäre das Ergebnis der gesamte Text "Junge" hüpfte auf einer "sicheren" . Weil dieser Bereich von Gänsefüßen komplett umschlossen ist.

Lazy
Soll aber jeder einzelne mit Gänsefüßchen umschlossene Bereich gefunden und markiert werden muss Greedy in Lazy umgewandelt werden. Und das funktioniert ganz einfach mit dem angehängten ? Fragezeichen beim RegEx. Also: .+?"
So wird dann aus dem Bereich: Ein braver "Junge" hüpfte auf einer "sicheren" Hüpfburg.
"Junge" und "sicheren" einzeln gefunden.`

Metacharakter – Ziele & Bereiche
  • - von bis z.B. 5-9 z.B. 6,5,8 aber nicht 1,2,3,4 oder d-f d,e,f aber nicht a,b,c oder g,h,i,j …
  • ^ Anfang eines Strings z.B. Wand oder 4Wand
  • $ Ende eines Strings z.B. Treppe oder Treppe7
  • ( ) Zusammenhängende Begriffe oder eine Wortfolge als Ganzes definieren z.B. (Solar ist toll)
  • [ ] einzelne Zeichen als ODER Liste definieren z.B. [ae] a oder e, [-:] – oder / z.B. Öl-Film oder Öl:Film, Ka[ smu8]ter Kater, Kaster, Kamter, Kauter, Ka8ter
  • {MIN,MAX} Festlegung einer Mindest- und einer Maximalzahl z.B. {12,35} die gesuchte Zahl muss zwischen mindestens 12 und maximal 35 sein.
  • {MIN,} Festlegung der Mindestzahl, Maximalzahl nach oben offen

Viel Spaß als Hobby NSA 😉

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19. September 2025

Mozilla hat Firefox 143.0.1 veröffentlicht und umgeht damit einen durch die Sicherheits-Software von Trend Micro verursachten Absturz.

Download Mozilla Firefox 143.0.1

Die von Trend Micro entwickelte Sicherheits-Software löste durch sogenannte DLL-Injection für Nutzer von Firefox 143 einen Absturz von Tabs aus. Mozilla hat ein Update auf Firefox 143.0.1 veröffentlicht, womit deren DLL-Dateien für die Ausführung in Firefox blockiert werden, damit Firefox für betroffene Nutzer nicht länger abstürzt.

Der Beitrag Firefox 143.0.1 behebt durch Trend Micro verursachten Absturz erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

17. September 2025

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 143 eine neue Version seines Open Source E-Mail-Clients für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht.

Neuerungen von Thunderbird 143

Mit Thunderbird 143 hat die MZLA Technologies Corporation ein Update für seinen Open Source E-Mail-Client veröffentlicht. Dieses bringt diverse Fehlerkorrekturen und Verbesserungen unter der Haube, welche sich in den Release Notes (engl.) nachlesen lassen. Auch Sicherheitslücken wurden behoben.

Der Beitrag Thunderbird 143 veröffentlicht erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

Wenn ich einen Artikel mit Visual Studio Code erstelle, lege ich als Erstes einen Front-Matter-Bereich an. Dieser könnte wie folgt aussehen.

 1---
 2title: Erweiterung für Visual Studio Code um Umlaute umzuwandeln
 3date: 2025-09-17T14:38:24+0200
 4nocomments: true
 5categories:
 6- OSBN
 7tags:
 8- VS Code
 9- Erweiterungen
10slug: erweiterung-für-visual-studio-code-um-umlaute-umzuwandeln

Den Slug, also der Link, über den der Artikel erreichbar sein soll, erstelle ich in zwei Schritten. Im ersten Schritt kopiere ich den Titel in die betreffende Zeile. Im zweiten Schritt nutze ich die Erweiterung change-case, um alle Großbuchstaben in Kleinbuchstaben zu ändern und die Leerzeichen durch einen Trennstrich zu ersetzt. Das funktioniert seit Jahre sehr zuverlässig.

Nun kann es, wie in diesem Beispiel, vorkommen, dass im Titel ein Umlaut oder ein Eszett vorkommt. Diese habe ich bisher immer manuell geändert (ä → ae oder ß → ss). Was etwas nervt. Da ich aktuell mehr Zeit habe, habe ich mich auf die Suche nach einer Erweiterung für Visual Studio Code gemacht, wurde aber nicht fündig.

Also habe ich mein Glück selbst versucht und habe mir eine eigene Erweiterung gebaut. Zu finden ist der Code, sowie die fertige Erweiterung in Form einer Vsix-Datei, unter https://codeberg.org/Fryboyter/vscode-umlauts-converter. Beim offiziellen Marktplatz oder bei Alternativen wie Open VSX möchte ich die Erweiterung aktuell nicht hochladen, da ich bis gestern weder etwas mit dem Erstellen einer Erweiterung für VS Code noch mit TypeScript an sich zu tun hatte. Nutzung daher ausdrücklich auf eigene Gefahr.

Um die fertige Erweiterung zu installieren, muss man die Vsix-Datei herunterladen. In VS Code lässt man sich dann die Erweiterungen anzeigen. In dieser Spalte klickt man dann oben rechts auf die 3 Punkte und wählt “Aus VSIX installieren…” aus und wählt abschließend die heruntergeladene Datei aus. Wer der fertigen Erweiterung nicht vertraut, kann diese einfach entpacken und sich den Inhalt ansehen. Denn im Grunde ist das nur ein ZIP-Archiv.

Damit man den Slug nicht per Hand mit zwei Erweiterungen nacheinander bearbeiten muss, kann man sich einen Shortcut in VS Code anlegen. Dieser könnte so aussehen.

 1{
 2    "key": "shift+f12",
 3    "command": "runCommands",
 4    "args": { 
 5        "commands": [
 6            "extension.changeCase.param",
 7            "umlautsConverter.convert"
 8        ]
 9    }
10},

Wenn ich einen Artikel mit Visual Studio Code erstelle, lege ich als Erstes einen Front-Matter-Bereich an. Dieser könnte wie folgt aussehen.

 1---
 2title: Erweiterung für Visual Studio Code um Umlaute umzuwandeln
 3date: 2025-09-17T14:38:24+0200
 4nocomments: true
 5categories:
 6- OSBN
 7tags:
 8- VS Code
 9- Erweiterungen
10slug: erweiterung-für-visual-studio-code-um-umlaute-umzuwandeln

Den Slug, also der Link, über den der Artikel erreichbar sein soll, erstelle ich in zwei Schritten. Im ersten Schritt kopiere ich den Titel in die betreffende Zeile. Im zweiten Schritt nutze ich die Erweiterung change-case, um alle Großbuchstaben in Kleinbuchstaben zu ändern und die Leerzeichen durch einen Trennstrich zu ersetzt. Das funktioniert seit Jahre sehr zuverlässig.

Nun kann es, wie in diesem Beispiel, vorkommen, dass im Titel ein Umlaut oder ein Eszett vorkommt. Diese habe ich bisher immer manuell geändert (ä → ae oder ß → ss). Was etwas nervt. Da ich aktuell mehr Zeit habe, habe ich mich auf die Suche nach einer Erweiterung für Visual Studio Code gemacht, wurde aber nicht fündig.

Also habe ich mein Glück selbst versucht und habe mir eine eigene Erweiterung gebaut. Zu finden ist der Code, sowie die fertige Erweiterung in Form einer Vsix-Datei, unter https://codeberg.org/Fryboyter/vscode-umlauts-converter. Beim offiziellen Marktplatz oder bei Alternativen wie Open VSX möchte ich die Erweiterung aktuell nicht hochladen, da ich bis gestern weder etwas mit dem Erstellen einer Erweiterung für VS Code noch mit TypeScript an sich zu tun hatte. Nutzung daher ausdrücklich auf eigene Gefahr.

Um die fertige Erweiterung zu installieren, muss man die Vsix-Datei herunterladen. In VS Code lässt man sich dann die Erweiterungen anzeigen. In dieser Spalte klickt man dann oben rechts auf die 3 Punkte und wählt “Aus VSIX installieren…” aus und wählt abschließend die heruntergeladene Datei aus. Wer der fertigen Erweiterung nicht vertraut, kann diese einfach entpacken und sich den Inhalt ansehen. Denn im Grunde ist das nur ein ZIP-Archiv.

Damit man den Slug nicht per Hand mit zwei Erweiterungen nacheinander bearbeiten muss, kann man sich einen Shortcut in VS Code anlegen. Dieser könnte so aussehen.

 1{
 2    "key": "shift+f12",
 3    "command": "runCommands",
 4    "args": { 
 5        "commands": [
 6            "extension.changeCase.param",
 7            "umlautsConverter.convert"
 8        ]
 9    }
10},

16. September 2025

Mozilla hat Firefox 143 für Windows, Apple macOS und Linux veröffentlicht. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Neuerungen zusammen – wie immer auf diesem Blog weit ausführlicher als auf anderen Websites.

Download Mozilla Firefox für Microsoft Windows, Apple macOS und Linux

Windows: Websites als Web-Apps ausführen

Firefox auf Windows unterstützt jetzt die Ausführung von Websites als Web-Apps, welche direkt an die Taskleiste angeheftet werden können und dann ähnlich wie eine native App mit einer vereinfachten Oberfläche, aber inklusive Zugriff auf die installierten Add-ons ausgeführt werden. Zum Hinzufügen einer Website zur Taskleiste gibt es eine neue Schaltfläche in der Adressleiste.

Diese Funktion steht aktuell nicht zur Verfügung, wenn Firefox über den Microsoft Store installiert worden ist. Auch Unterstützung auf macOS und Linux wird mit einem späteren Update folgen.

Firefox 143

Nutzer, welches dieses Feature nicht benötigen, können die Schaltfläche deaktivieren, indem über about:config die Option browser.taskbarTabs.enabled per Doppelklick auf false gesetzt wird.

Leichteres Anheften von Tabs

Das Anheften von Tabs ist eine Option, um diese besonders platzsparend in der Tableiste unterzubringen. Ein weiterer Vorteil: Alle angeheftete Tabs werden beim Start von Firefox immer sofort geladen, nicht nur der aktive Tab.

Bisher musste das Kontextmenü genutzt werden, um Tabs anzuheften. Ab sofort ist dies auch durch Ziehen an den Anfang der Tableiste möglich. Dies gilt sowohl für die horizontale Tableiste als auch für die vertikalen Tabs. Bei Nutzung der vertikalen Tabs bewirbt eine schließbare Platzhalter-Grafik diese neue Funktion.

Firefox 143

Firefox 143

Inverse Bildersuche via Google Lens

Nutzer, welche Google als Standardsuchmaschine eingestellt haben, erhalten bei Rechtsklick auf ein Bild einen neuen Kontextmenü-Eintrag „Grafik mit Google Lens suchen“. Bei Google Lens handelt es sich um eine sogenannte inverse Bildersuche. Das bedeutet: Statt nach einem Begriff zu suchen und ein Bild zu erhalten, schickt man ein Bild an eine Suchmaschine, welche Künstliche Intelligenz (KI) nutzt, um Fragen zum Inhalt des Bildes beantworten zu können, zum Beispiel was für eine Blume auf einem Bild zu erkennen ist.

Google Lens in Firefox

Google Lens in Firefox

Google Lens in Firefox

Diese Neuerung wird schrittweise im Laufe der kommenden Wochen ausgerollt werden.

Technisch ist die Implementierung streng genommen nicht an Google gebunden, derzeit aber nur für Google Lens vorhanden. Wer das Feature manuell aktivieren möchte, kann dies über about:config tun, indem der Schalter browser.search.visualSearch.featureGate per Doppelklick auf true gesetzt wird.

Microsoft Copilot als Chatbot-Option

Seit Firefox 135 integriert Mozillas Browser mehrere KI-Chatbots. Dabei stehen Google Gemini, ChatGPT, Anthropic Claude sowie Le Chat Mistral zur Verfügung. Die Chatbots können direkt über die Sidebar genutzt werden. Firefox 143 ergänzt Microsoft Copilot als Option.

Microsoft Copilot als Chatbot in Firefox 143

Mehr Sicherheit für Firefox-Nutzer

Auch in Firefox 143 wurden wieder mehrere Sicherheitslücken geschlossen. Alleine aus Gründen der Sicherheit ist ein Update auf Firefox 143 daher für alle Nutzer dringend empfohlen.

Sonstige Endnutzer-Neuerungen in Firefox 143

Beim Herunterladen einer Datei im privaten Modus fragt Firefox nun, ob diese nach Beendigung der Sitzung behalten oder gelöscht werden soll. Das Verhalten kann auch in den Einstellungen von Firefox angepasst werden.

Firefox 143

Wichtige Termine und Ereignisse wie zum Beispiel der Muttertag können jetzt in der Adressleiste angezeigt werden. Diese Funktion steht für Nutzer in Deutschland, den USA, Großbritannien, Frankreich und Italien zur Verfügung. Für Nutzer in den USA können Aktienempfehlungen in Echtzeit angezeigt werden.

Die Übersetzungsfunktion zeigt jetzt auch ein Übersetzungssymbol in der Adressleiste an, wenn auf der Website zu wenig Text vorhanden ist, damit sich Firefox sicher sein kann, die Sprache korrekt erkannt zu haben.

Tabs können jetzt auch per Drag and Drop in eine zugeklappte Tabgruppe verschoben werden. Außerdem werden Tabgruppen jetzt auch nach dem Bereinigen des Firefox-Profils wiederhergestellt.

Sidebar-Erweiterungen integrieren automatisch eine Schaltfläche in die Seitenleiste von Firefox. Nutzer können Erweiterungs-Schaltflächen nun über die Sidebar-Einstellungen oder das Kontextmenü aus der Seitenleiste ausblenden.

Wenn eine Website Zugriff auf die Kamera anfragt, erscheint nun direkt im Berechtigungsdialog eine Vorschau, was besonders beim Wechsel zwischen mehreren Kameras hilfreich ist.

Der Fingerprinting-Schutz wurde verbessert, indem es konstante Werte für mehrere weitere Attribute der Computer der Benutzer meldet.

Das Pipetten-Werkzeug der Entwicklerwerkzeuge, um eine beliebige Farbe einer Website in die Zwischenablage zu kopieren, kann jetzt auch über die Tastatur geöffnet werden, allerdings nur bei geöffneten Entwicklerwerkzeugen.

Firefox unterstützt jetzt Windows UI Automation, wodurch die Unterstützung für Barrierefreiheits-Tools wie Windows Voice Access, Text Cursor Indicator und Narrator verbessert wird. Diese Neuerung wird schrittweise im Laufe der kommenden Wochen ausgerollt werden.

Verbesserungen der Webplattform und für Erweiterungs-Entwickler

Firefox verwendet jetzt einen aktualisierten Algorithmus zur Größenanpassung von CSS Grids, um besser mit der Spezifikation übereinzustimmen. Grid-Layouts, die prozentuale Zeilengrößen oder Rasterelemente mit Elementen mit Seitenverhältnissen verwenden, werden nun in mehr Fällen korrekt dargestellt.

Für input-Elemente vom Typ color werden nun alle in CSS gültigen Farbangaben und nicht mehr nur Angaben in der hexadezimalen Schreibweise ohne Alpha-Wert unterstützt.

Firefox 143 unterstützt den xHE-AAC Audio-Codec, wenn Windows 11 22H2 oder neuer oder macOS genutzt wird.

Das ::details-content Pseudo-Element wird jetzt unterstützt, womit der Inhalt des <details>-Elements gestaltet werden kann.

Weitere Verbesserungen der Webplattform und für Erweiterungsentwickler lassen sich wie immer in den MDN Web Docs nachlesen.

Der Beitrag Mozilla veröffentlicht Firefox 143 erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

12. September 2025

Sind CachyOS und der COSMIC-Desktop das neue Traumpaar? Ich probiere diese Kombination in einer virtuellen Maschine aus und berichte über meine Erfahrungen.

Das ist ein Meinungsartikel.

Wenn wir über gehypte Distros und Destos sprechen, sind zurzeit CachyOS und Cosmic in aller Munde. Da "Distro" die übliche Abkürzung für Linux-Distribution ist, habe ich mir erlaubt, "Desto" als Abkürzung für Desktop-Umgebung hiermit einzuführen. Schaut man auf Distrowatch, dann belegt CachyOS seit Kurzem den ersten Rang. Mir ist kein Ranking für Destos bekannt, aber gefühlt warten alle auf Cosmic als die Alternative zu den grossen und modernen Destos: KDE Plasma und GNOME-Desktop.

Da liegt es nahe, das Traumpaar in einer virtuellen Maschine (GNOME-Boxes) zu installieren und ein wenig herumzuklicken. Im Januar habe ich einen Kurztest über CachyOS geschrieben. Dessen Inhalt werde ich hier nicht wiederholen. Ich beschränke mich auf meine subjektiven Eindrücke mit diesem Cachy/Cosmic-Gespann.

Ich habe die aktuelle Version 250828 von CachyOS heruntergeladen und in der virtuellen Maschine GNOME-Boxes installiert. Bootet man in die Live-Version, wird KDE-Plasma gestartet und zeigt die Begrüssungs-Anwendung, aus der man die eigentliche Installation starten kann.

Zuerst kann man zwischen zwei Boot-Loadern wählen: Grub und Limine. Vom zweiten habe ich noch nie gehört, weshalb ich diesen auswähle. Da das Ausführen in einer virtuellen Maschine keine artgerechte Haltung für das auf Leistung optimierte CachyOS ist, erwarte ich keine Geschwindigkeitswunder. Ich habe der VM 4 GB RAM und 40 GB Massenspeicher spendiert. Von meinem ersten Versuch mit Cachy im Januar, weiss ich, dass man bei der Installation viel Geduld haben muss. Nichts installiert langsamer als CachyOS. Im zweiten Schritt fragt der Installer unter anderen Meta-Paketen nach dem Desktop. Ich habe Cosmic gewählt und alle anderen Auswahlen so gelassen, wie sie vorgegeben sind. Der restliche Prozess mit dem Calamares-Installer läuft wie gewohnt, einfach und unspektakulär ab. Ein Grund für die lange Installationsdauer, liegt an der grossen Paketanzahl, die CachyOS standardmässig installiert. Je nach gewählter Desto, sind es 1200 bis 1500 Pakete. Wie ich bereits im Januar-Beitrag erwähnt habe, dürft ihr bei der Installation nicht die Geduld verlieren, vor allem, weil der Fortschrittszähler nicht richtig funktioniert. Rechnet mal mit gut 30 Minuten auf einem schnellen Rechner.

An dieser Stelle lohnt sich ein Blick in die FAQ von CachyOS. Dort erfährt man zum Beispiel, warum der Installer so lange braucht, warum KDE-Plasma als Desktop für die Live-System verwendet wird, und welche Repositories CachyOS verwendet. Man sollte nicht vergessen, dass diese Distro ein Rolling-Release-Modell verfolgt, auf Arch-Linux basiert und daher für Anfänger eher nicht geeignet ist. Mit Leistungsoptimierungen werden die Arch-Repos eins-zu-eins durchgereicht, weshalb man von neuen Funktionen profitieren kann, aber auch unter den neuesten Fehlern leiden kann.

Nachdem die Installation in meiner VM endlich fertig war, tat sich nach dem Neustart gar nichts, ausser der Anzeige "Display output not active". Zurvor sah ich diese beiden Bildschirminhalte:

... und dann:

Ich habe den Startvorgang noch ein paar Mal ausprobiert, bin jedoch nach der Anmeldung immer wieder auf einem schwarzen Bildschirm mit der Anzeige: "Display output not active" gelandet.

Nun bin ich ratlos. Liegt es an der virtuellen Maschine oder am Bootloader Limine? Ich weiss es nicht. Da das Wochenende noch nicht vorbei ist, werde ich es morgen oder übermorgen noch einmal mit anderen Einstellungen versuchen. Bisher kann ich euch kein Traumpaar präsentieren, aber ich bleibe am Ball.

Einen Tag später: Samstag

Heute sieht die Sache schon ganz anders aus. Nachdem ich die KI Lumo befragt habe ...

Die Linux-Distribution CachyOS zusammen mit der Desktop-Umgebung COSMIC läuft in der virtuellen Maschine GNOME-Boxes nicht. Woran kann das liegen?

... erhielt ich den Tipp, in GNOME-Boxes die 3D-Beschleunigung einzuschalten. Und siehe da, es läuft. So präsentiert sich COSMIC nach dem Start mit ein paar geöffneten Anwendungen:

Bevor ich meinen Rundgang durch COSMIC beschreibe, möchte ich kurz etwas zur Geschichte dieser Desto schreiben:

Der neue Desto stammt aus dem Hause System76, welches für seine Linux-Hardware und die Distro Pop!_OS bekannt ist. Letztere basiert auf einem modifizierten GNOME-Desktop, womit die Entwickler bei System76 zunehmend Mühe hatten. System76 nannte Einschränkungen bei GNOME-Erweiterungen sowie Meinungsverschiedenheiten mit GNOME-Entwicklern hinsichtlich der Desktop-Erfahrung als Gründe für die Entwicklung einer neuen Desktop-Umgebung.

Daher entschloss man sich im Jahr 2021 eine neue Desktop-Umgebung zu entwickeln, die nicht auf einer bestehenden Desto basiert. Diese sollte in Rust geschrieben und ähnlich wie GNOME entwickelt werden. Aktuelle gibt es die Version Alpha 7 der Desto, wobei die Beta-Version in wenigen Wochen erscheinen soll.

Der Befehl pacman -Q | grep cosmic sagt, dass bei meinem Test die Version alpha.7.1.1 des Desktops läuft. Doch nun zum versprochenen Rundgang.

Mein erster Eindruck von COSMIC

Ich fasse meinen ersten Eindruck in wenigen Worten zusammen:

  • schnell
  • unfertig
  • gnomiger als GNOME

Eines muss ich dem Entwicklerteam zu Gute halten: Für eine Alpha-Version ist COSMIC ziemlich stabil, fast vollständig und gut benutzbar. Besonders gefällt mir die Geschwindigkeit, insbesondere der eigenen Rust-Anwendungen, wie Dateimanager, Fish-Terminal, Systemeinstellungen, Text-Editor und Medien-Player.

Standardmässig kommt COSMIC mit einem dunklen Theme daher. Die fokussierte Anwendung wird farblich (Akzentfarbe) umrandet, was sie gut erkennbar macht. Was mir auch gut gefällt, sind die Einstellmöglichkeiten für den Fensterstil und die Darstellungs-Dichte:

Die Standardeinstellungen halte ich nicht für optimal. Das Rund ist zu rund und die komfortable Dichte halte ich für zu raumgreifend. Aber das ist Geschmackssache. Gut ist, dass es diese Optionen überhaupt gibt.

Die Basisarchitektur des Desktops erinnert sehr an GNOME. Oben gibt es ein Panel mit Workspaces und einem Application-Grid. Ein klassisches Menü gibt es nicht. In der Mitte findet ihr einen Kalender, der bei weitem nicht an die Funktionen des entsprechenden GNOME-Elements heranreicht. Rechts oben erscheint der Systray mit sinnvollen Funktionen. Hier fehlen mir die Tooltipps, um zu wissen, was was ist. Diese Unterlassung ist ein Mangel, den man immer und überall sieht. Hey, wie lange dauert es, Tooltipps zu implementieren – fünf oder zehn Minuten?

Das App-Grid gefällt mir besser als sein Pendant beim GNOME-Desktop:

Das Grid ist inutitiv bedienbar. Klare Symbole (Editieren, Löschen), klare Gruppenfunktionen, einfaches Anordnen mittels Drag&Drop. Gefällt mir besser als das GNOME-Grid, falls man App-Grids generell für eine gute Idee hält (im Gegensatz zu App-Menüs oder der Kombination von beiden).

Beim Menü unter dem Ausschalt-Button (oben rechts) frage ich mich, was die UX-ler beruflich machen:

Versteht das jemand von euch? Sperrbildschirm und Abmelden werden als Menü-Einträge gezeigt; Mondphase, Recycling und Licht-Aus werden als unkommentierte Symbole dargestellt. Was soll das?

Schauen wir auf das Dock am unteren Bildschirmrand:

In der Bildschirmaufnahme seht ihr die Standardkonfiguration (ich habe die Eckenrundung etwas weniger krass gemacht). Manche Anwendungen sind klar und bedürfen keiner weiteren Erläuterung. Daher beschränke ich mich auf die Fragwürdigen:

  • Beim Launcher handelt es sich um einen Runner, der auch mit der der Super-Taste gestartet wird:



    Euer Ehren, ich habe keine weiteren Fragen. Alles richtig gemacht.

  • Wie Workspaces bei COSMIC funktionieren sollen, habe ich nicht einmal im Ansatz verstanden. Klickt man auf die Funktion, erscheinen am linken Rand schmale, lang gezogene Ellipsen ohne Inhalt. Ich nehme an, dass diese Funktion noch nicht implementiert wurde.

  • Beim Store (COSMICstore) passiert nichts. Auch dieser wesentliche Teil scheint noch nicht fertig zu sein. Daher ist man bei der Paketverwaltung auf Pacman angewiesen.

Es gibt noch viele Entdeckungen in COSMIC, über die ich schreiben könnte: Tiling, Settings, usw. Doch für heute soll es genug sein. Meine Erwartungen an COSMIC sind gespalten. Zum einen habe ich einen Mittelweg zwischen KDE-Plasma und dem GNOME-Desktop erwartet. Also tolles Design mit vielfältigen Einstellmöglichkeiten, ohne von Erweiterungen abhängig zu sein. Meine zweite Erwartung war ein besserer GNOME-Desktop. Was ich bisher sehe, erfüllt weder die Funktionsfülle von KDE-Plasma, noch den Anspruch, ein besserer GNOME-Desktop zu sein. Beeindruckt bin ich von den COSMIC-eigenen Rust-Anwendungen, die durch gutes Design und Schnelligkeit überzeugen. Gerne mehr davon. Der Rest lässt mich in einem Alpha-Status zurück.

Genug für heute. Falls ich dazu komme, schaue ich mir morgen die Paketverwaltung von CachyOS an.

Dritter Tag: Sonntag

Neben dem Releasemodell der Geschwindigkeit und der Kernelverwaltung, gehört für mich das Paketmanagement zu den wichtigsten Eigenschaften einer Distribution. Dabei muss man unterscheiden, was die Distro mitbringt und was von der Desktop-Umgebung kommt, was nicht immer einfach zu unterscheiden ist. Apropos Desktop-Umgebung: Ich nehme zur Kenntnis, dass euch meine Wortschöpfung "Desto" nicht gefällt; ich werde sie ab jetzt wieder mit DE abkürzen.

Wenn man nach Möglichkeiten zur Paketverwaltung sucht, findet man beim Traumpaar vieles. Alleine in der Willkommens-App von CachyOS findet sich einiges:

  1. Software: führt auf die Webseite: https://packages.cachyos.org/ Dort kann man über alle Cachy-Repositories hinweg nach Paketen suchen.

  2. Apps/Tweaks: führt auf eine Unterseite der Willkommens-App:



    Dort sieht man eine Vielzahl von für die Paketverwaltung relevanten Funktionen. Ich habe "Cachy Update aktivieren" eingeschaltet, worauf im System-Tray ein C-Icon erscheint, in dem man Paket-Updates sieht und diese ausführen kann. Gefällt mir.

    Ruft man den "CachyOS PackageInstaller" auf, erscheint eine einfache Paketauswahl mit beliebten Anwendungen:



    Im Reiter "Repo" stehen über 15'000 Pakete für die De-/Installation zur Verfügung. Desweiteren gibt es den "CachyOS Kernel Manager", der genau das macht, was man erwartet:



  3. Apps installiern: ruft das CachyOS-Paket-Installationsprogramm auf, welches ich oben bereits beschrieben habe.

Wohl gemerkt: All diese Möglichkeiten ergeben sich aus der Willkommensanwendung. Doch es gibt noch mehr:

  • Im Dock findet ihr das Icon "Cosmic Store", der bisher gar nichts macht.
  • Der Kernel-Manager und das CachyOS-Paket-Installationsprogramm tauchen auch im App-Grid unter der Kategorie "System" auf.



  • Auch Octopi fehlt nicht. Octopi ist ein grafisches Interface für den Arch-Paketmanager pacman, vergleichbar mit Synaptic aus dem Debian-Universum. Octopi bietet auch einen AUR-Helper.

Wie ihr seht, bietet CachyOS einige Möglichkeiten für die Paketverwaltung. Für meinen Geschmack ist das weder Fisch noch Vogel. Ja, es gibt mehrere Anwendungen für diesen Zweck. Ja, der COSMIC Store ist noch nicht fertig (Alpha-Version). Man kann argumentieren, dass sich Arch-basierte Distributionen grundsätzlich nicht für Anfänger eignen, wohingegen eine Vielzahl an Möglichkeiten für die Paketverwaltung von Fortgeschrittenen begrüsst wird.

Was mir sauer aufstösst, ist das Fehlen von Flatpaks in den Paketverwaltungen. Selbstverständlich kann man die Flatpak-Unterstützung installieren und die Flatpaks über das Terminal verwalten. Doch diese Zerklüftung ist heute nicht mehr im Sinne der "normalen" Anwender:innen, behaupte ich.

Fazit

Sind CachyOS und COSMIC ein Traumpaar? Noch nicht! Beide Projekte sind (im Vergleich zu anderen Distros und DEs) noch jung und ungeschliffen. Dies gilt insbesondere für den COSMIC-Desktop, der in zwei Wochen erst als Beta-Version erscheinen wird. Bei beiden Projekten fällt die Ausrichtung auf Performance und das Neudenken von alten Konzepten auf.

Bei CachyOS gefällt mir besonders die rasende Geschwindigkeit, sowohl beim Booten, als auch bei der Startgeschwindigkeit von Anwendungen. Das läuft bei mir schneller in der virtuellen Maschine, als mein Manjaro/GNOME auf Eisen.

Am COSMIC-Desktop gefällt mir der Mut, Standardanwendungen neu zu schreiben. Auch die Tiling-Fähigkeiten, sowie die gut organisierten Systemeinstellungen sind beachtlich. KDE-Plasma Liebhaber werden mit COSMIC nicht warm werden, dazu ist es zu GNOME-ähnlich. Ob COSMIC das bessere GNOME wird, lässt sich in diesem frühen Entwicklungsstadium nicht sagen. Das Potenzial ist vorhanden; die weitere Entwicklung wird es zeigen.

Titelbild: https://pixabay.com/photos/wedding-couple-love-marriage-9788166/

Quellen:

https://cachyos.org/

https://system76.com/cosmic/


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10. September 2025

Mozilla hat eine neue Funktion in Firefox integriert, über welche Bilder an eine Suchmaschine gesendet werden können, um Fragen zu deren Inhalt beantworten zu können. Das Ganze funktioniert über Google Lens.

Nutzer von Firefox für Windows, macOS und Linux, welche Google als Standardsuchmaschine eingestellt haben, erhalten zukünftig bei Rechtsklick auf ein Bild einen neuen Kontextmenü-Eintrag „Grafik mit Google Lens suchen“. Bei Google Lens handelt es sich um eine sogenannte inverse Bildersuche. Das bedeutet: Statt nach einem Begriff zu suchen und ein Bild zu erhalten, schickt man ein Bild an eine Suchmaschine, welche Künstliche Intelligenz (KI) nutzt, um Fragen zum Inhalt des Bildes beantworten zu können, zum Beispiel was für eine Blume auf einem Bild zu erkennen ist.

Google Lens in Firefox
Google Lens in FirefoxGoogle Lens in Firefox

Technisch ist die Implementierung streng genommen nicht an Google gebunden, derzeit aber nur für Google Lens vorhanden. Mozilla plant eine experimentelle Auslieferung für einen Teil der Nutzer ab Firefox 143. Wer das Feature manuell aktivieren möchte, kann dies über about:config tun, indem der Schalter browser.search.visualSearch.featureGate per Doppelklick auf true gesetzt wird.

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8. September 2025

Der Enterprise Policy Generator richtet sich an Administratoren von Unternehmen und Organisationen, welche Firefox konfigurieren wollen. Mit dem Enterprise Policy Generator 7.0 ist nun ein Update erschienen.

Enterprise Policy Generator

Download Enterprise Policy Generator für Firefox

Die Enterprise Policy Engine erlaubt es Administratoren, Firefox über eine Konfigurationsdatei zu konfigurieren. Der Vorteil dieser Konfigurationsdatei gegenüber Group Policy Objects (GPO) ist, dass diese Methode nicht nur auf Windows, sondern plattformübergreifend auf Windows, Apple macOS sowie Linux funktioniert.

Der Enterprise Policy Generator hilft bei der Zusammenstellung der sogenannten Enterprise Policies, sodass kein tiefergehendes Studium der Dokumentation und aller möglichen Optionen notwendig ist und sich Administratoren die gewünschten Enterprise Policies einfach zusammenklicken können.

Neuerungen vom Enterprise Policy Generator 7.0

Allgemeine Verbesserungen

Der Enterprise Policy Generator erfordert jetzt Firefox 128 oder höher. Die mindestens erforderliche Firefox-Version wird außerdem nicht länger für Richtlinien angezeigt, welche vor Firefox 128 implementiert worden sind.

Ein Fehler wurde behoben, der dazu führte, dass der Wert für die OverrideFirstRunPage-Richtlinie nach dem Exportieren und erneuten Importieren der Konfiguration als „undefined“ angezeigt wurde.

Unter der Haube wurde eine Verschachtelung von CSS eingeführt, um die Wartbarkeit des Designs zu verbessern. Außerdem wurde die JavaScript-Methode zum Ausblenden der leeren Kategorien nach dem Filtern durch eine CSS-Lösung ersetzt.

Erweiterte Unterstützung von Unternehmensrichtlinien

Die Preferences-Richtlinie wurde um Unterstützung für die Einstellungen mathml.disabled, privacy.baselineFingerprintingProtection, privacy.fingerprintingProtection, security.csp.reporting.enabled, security.pki.certificate_transparency.disable_for_hosts, security.pki.certificate_transparency.disable_for_spki_hashes, security.pki.certificate_transparency.mode, svg.context-properties.content.enabled, svg.disabled, webgl.disabled, webgl.force-enabled und xpinstall.enabled erweitert, die Unterstützung für die obsolete Einstellung security.osclientcerts.assume_rsa_pss_support wurde entfernt.

Die DisableBuiltinPDFViewer-Richtlinie wurde mit einer neuen Beschreibung wieder eingeführt, da das Verhalten in Firefox 140 geändert worden ist. Die Unterstützung für diese Richtlinie wurde ursprünglich in Enterprise Policy Generator 6.0 entfernt, da die PDFjs-Richtlinie eingeführt wurde, um das gleiche Verhalten zu erzielen. Die Richtlinien DisableBuiltinPDFViewer und PDFjs schließen sich gegenseitig aus.

Einige Beschreibungen für die EnableTrackingProtection-Richtlinie zur Konfiguration des Schutzes vor Aktivitätenverfolgung wurden aktualisiert. Außerdem wurde die Richtlinie um Unterstützung für die Optionen SuspectedFingerprinting, BaselineExceptions, ConvenienceExceptions sowie Category erweitert.

Die Permissions-Richtlinie wurde um die Option ScreenShare erweitert, um die Konfiguration von Anfragen zur Bildschirmfreigabe zu unterstützen.

Die SanitizeOnShutdown-Richtlinie wurde aktualisiert, indem die obsoleten Optionen Downloads und OfflineApps entfernt worden sind, ein Kompatibilitätshinweis für die Option FormData hinzugefügt worden ist und Reihenfolge sowie Beschreibungen der Optionen verbessert worden sind.

Die Option temporarily_allow_weak_signatures der ExtensionSettings-Richtlinie war bisher nur als globale Option verfügbar, nicht jedoch für einzelne Erweiterungen.

Die DisableFirefoxAccounts-Richtlinie wurde durch die Richtlinie DisableAccounts ersetzt und bestehende Konfigurationen wurden migriert.

Die DisablePrivateBrowsing-Richtlinie wurde entfernt und in bestehenden Konfigurationen zur PrivateBrowsingModeAvailability-Richtlinie migriert.

Entwicklung unterstützen

Wer die Entwicklung des Add-ons unterstützen möchte, kann dies tun, indem er der Welt vom Enterprise Policy Generator erzählt und die Erweiterung auf addons.mozilla.org bewertet. Auch würde ich mich sehr über eine kleine Spende freuen, welche es mir ermöglicht, weitere Zeit in die Entwicklung des Add-on zu investieren, um zusätzliche Features zu implementieren.

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7. September 2025

Spätestens seitdem Neobroker mit hohem Werbebudget den Markt auffrischen, ist für viele Menschen das Thema Geldanlage präsent geworden. Noch vor ein paar Jahren war der Erwerb von Wertpapieren mit solchen großen Hürden verbunden, dass sich viele Menschen nicht auf den Kapitalmarkt trauten. Inzwischen ist es auch für nicht-Finanzgurus wie mich möglich, sich unkompliziert Aktien und andere Anlageformen zuzulegen. Die Apps der Banken und Broker sind inzwischen recht benutzerfreundlich, was die Hürde weiter senkt. Wenn man sich der Sache wieder etwas ernster annähern möchte, kommt man mit den Apps aber schnell an seine Grenzen. Um besser den Überblick über meine Finanzen zu behalten, habe ich mich auf die Suche nach einer Software gemacht, die mich dabei unterstützt. Und ich bin in der Open Source Community fündig geworden.

Meine Fragestellung war folgende: Wie diversifiziert ist mein Portfolio eigentlich? In welchen Regionen und Branchen bin ich wie stark präsent? Welches sind meine Top-Firmen? Wie teilt sich mein Vermögen auf Aktien, ETFs und Cash auf? Wie stark bin ich in Small-Caps investiert? Wann und bei welchen Kurswerten habe ich gekauft und verkauft? Wie viele Dividenden habe ich inzwischen erhalten, usw.? Bisher habe ich das mit Excel lösen können. Die Fact-Sheets der ETF sind im Netz zu finden, dort sind die Verteilungen auf Regionen, Branchen usw. nachzulesen. Mit viel Tipparbeit holt man sich die aktuellen Verteilungen in die Datei, gewichtet sie nach aktuellem Wert im Portfolio und lässt es sich als Diagramm anzeigen. Aber: Das ist sehr aufwendig.

Portfolio Performance: Das mächtige Open Source Finanztool

Portfolio Performance ist hier einfacher. Nach der Installation kann man die PDF-Dateien seiner Bank und Broker importieren. Einfach den Kontoauszug und die Kauf- bzw. Verkaufsnachweise, Dividendenausschüttungen usw. in das Programm laden, und schon hat man den perfekten Überblick. Das Programm läuft lokal, was die Frage nach Datensicherheit vollkommen entschärft. Niemand hat Zugriff darauf, niemand kann sich die Daten ansehen. Meine Daten bleiben bei mir.

Neben dem PDF-Import der Bankdaten gibt es noch etliche weitere Importmöglichkeiten. Am gängigsten ist vermutlich das CSV-Format, das sich über einen tollen Assistenten gut importieren lässt.

Historische Kursdaten sind erstmal nicht vorhanden. Man kann sie sich über mehrere Wege ins Programm holen. Für mich am einfachsten ist der Weg über die Datenbank von Portfolio Performance selbst. Dort muss man ein kostenloses Benutzerkonto anlegen, dann kann man auf die historischen Daten dort zugreifen. Etliche andere Finanzportale sind ebenfalls kompatibel. Am Ende geht hier auch wieder CSV.

ETF- und Portfolio-Diversifikation anzeigen lassen

Über die Diagramme „Berichte → Vermögensaufstellung“ kann man sich anzeigen lassen, über welche Anlageklassen man zu welchen Teilen verfügt. Eine der Hauptfragen meinerseits war jedoch: Wie sieht es mit meiner ETF-Diversifikation aus?. Das geht derzeit noch nicht nativ in Portfolio Performance. Hierfür braucht man einen Drittanbieter.

Glücklicherweise gibt es findige Leute in der sehr aktiven Community, die sich die gleichen Fragen gestellt haben und eine Lösung zur Verfügung stellen. Über ein Skript des Users Alfonso1Qto12 kann man sich beispielsweise die Zusammensetzung der ETF über die Morningstar-API direkt in sein Portfolio Performance schreiben lassen.

Hinweis: Dieses Skript ist nach Aussage des Entwicklers experimentell und sollte nur mit einer Kopie der echten Daten benutzt werden! Stand September 2025 muss man den alternativen Branch wechseln, weil main noch auf eine alte API zugreift.

git clone https://github.com/Alfons1Qto12/pp-portfolio-classifier.git
git checkout new-api-branch
python3 portfolio-classifier.py -top_holdings 50 ./portfolio.xml ./portfolio-classified.xml

Über die Flag top_holdings 50 lasse ich mir aus den ETF die 50 wertvollsten Firmen ausgeben. Empfohlen wird, auf weniger als 100 Firmen zu gehen, um die Performance des Programms nicht zu gefährden.

Mit diesem Skript werden die Wertpapiere ihren Ländern, Regionen, Holdings usw. anteilsweise zugeordnet. Diese Daten werden direkt in die XML-Datei geschrieben und lassen sich anschließend in Portfolio Performance unter den „Klassifizierungen“ betrachten. Es gibt verschiedene Visualisierungsarten, am übersichtlichsten finde ich die Tabelle, das Kreis- und das Flächendiagramm.

Weitere Schritte und Lehren aus den Daten

Mit Portfolio Performance erhält man eine tolle Übersicht über seine Finanzen. Wie der Name schon verrät, kann man sich hier tolle Dashboards bauen, um die Performance im eigenen Portfolio zu überwachen. Alle gängigen Kriterien sind vorhanden und können in Dashboards oder vielfältige Diagramme eingebaut und visualisiert werden.

Die Daten lassen ein Rebalancing zu, dafür gibt es eigens eingebaute Funktionen. Über eine Smartphone-App lassen sich die Daten sogar auf dem Handy anzeigen. Die Synchronisation muss hier über Cloudanbieter durchgeführt werden, also zum Beispiel über die Nextcloud oder Dropbox. Daten einpflegen lassen sich übers Smartphone allerdings nicht.

Zusammengefasst: Wer eine sehr mächtige Open Source Software sucht, mit der man

  • sein Portfolio im Blick behalten kann,
  • das Daten aus vielen Quellen (inkl. PDFs von Banken und Brokern) verarbeiten kann,
  • Hilfestellung beim Rebalancing bietet,
  • auf einer aktiven Community aufbaut,
  • die sensiblen Daten lokal auf dem PC hält,
  • eine Datenaufbereitung fürs Smartphone bietet und
  • viele Hilfestellungen im Netz bereithält,

der ist bei Portfolio Performance gut aufgehoben.

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6. September 2025

Firefox bietet eine Integration gleich mehrerer KI-Chatbots. Der Microsoft Copilot ist bislang nicht dabei. Dies ändert sich mit Firefox 143.

Seit Firefox 135 integriert Mozillas Browser mehrere KI-Chatbots. Dabei stehen Google Gemini, ChatGPT, Anthropic Claude sowie Le Chat Mistral zur Verfügung. Die Chatbots können direkt über die Sidebar genutzt werden.

Mit Firefox 143 kommt eine weitere Option hinzu: Microsoft Copilot. Über einen Eingriff in about:config war es zuvor bereits möglich, Microsoft Copilot als Chatbot in Firefox zu integrieren. Mit Firefox 143 wird diese Option ganz offiziell unterstützt, ohne dass der Nutzer die Unterstützung erst manuell freischalten muss.

Microsoft Copilot als Chatbot in Firefox 143

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Seit längere Zeit verwende ich Paperless-ngx als Dokumentenmanagementsystem (DMS). Alles was ich benötige, funktioniert. Daher habe ich ehrlich gesagt schon länger kein Update gemacht. Zumal ich das System auch nur lokal bei Bedarf nutze. Heute habe ich aber ein Update auf die aktuell Version 2.18.3 gemacht und habe danach eine Warnung erhalten.

Die Aktualisierung hatte ich wie üblich durchgeführt.

1docker-compose down
2docker-compose pull
3docker-compose up

Nach dem letzten Befehl habe ich dann die Warnung erhalten.

1db-1         | 2025-09-06 08:25:32.514 UTC [70] WARNING:  database "paperless" has a collation version mismatch
2db-1         | 2025-09-06 08:25:32.514 UTC [70] DETAIL:  The database was created using collation version 2.36, but the operating system provides version 2.41.
3db-1         | 2025-09-06 08:25:32.514 UTC [70] HINT:  Rebuild all objects in this database that use the default collation and run ALTER DATABASE paperless REFRESH COLLATION VERSION, or build PostgreSQL with the right library version.

Neben der Datenbank “paperless” waren in meinem Fall auch noch andere Datenbanken betroffen. Die Lösung ist aber immer die gleiche.

1docker exec -it paperless-db-1 /bin/bash
2psql -d paperless -U paperless
3ALTER DATABASE paperless REFRESH COLLATION VERSION;
4REINDEX DATABASE paperless;
5\q
6exit

Mit der ersten Zeile startet man im jeweiligen Container (in dem Beispiel paperless-db-1) eine Shell. Mit dem zweiten Befehl meldet man sich an die betreffende Datenbank an. Der dritte Befehl aktualisiert die “collation version” und der vierte Befehl erstellt den Index der Datenbank neu. Mit dem fünften Befehl meldet man sich von der Datenbank ab und mit dem sechsten Befehl verlässt man den Container.

Wenn man dies bei allen betroffenen Datenbanken macht, sollten die Warnungen nach einem Neustart mit docker-compose verschwunden sein.

5. September 2025

Anders als die meisten Browser und Linux-Distributionen läuft Firefox nach wie vor auf Linux-Systemen mit 32-Bit-CPU. Mit Firefox 144 wird Mozilla die Unterstützung beenden.

Mozilla hat angekündigt, die Unterstützung von Firefox auf Linux-Systemen mit 32-Bit-CPU zu beenden. Die meisten Linux-Distributionen und Browser unterstützen solche Systeme schon seit langer Zeit nicht mehr. Firefox 144 wird die letzte Firefox-Version sein, welche auf betroffenen Systemen läuft. Wenn am 11. November 2025 Firefox 145 erscheinen wird, wird für Linux-Nutzer eine 64-Bit-CPU vorausgesetzt. Firefox ESR 140, die Firefox-Version mit Langzeit-Unterstützung, wird weiterhin und bis mindestens September 2026 auf Linux-Systemen mit 32-Bit-CPU laufen.

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1. September 2025

Solo ist ein Website-Builder von Mozilla, der auf Künstliche Intelligenz (KI) und einen maximal einfachen Erstellungsprozess setzt. Nun steht Solo 1.9 bereit und bringt viele Neuerungen.

Jetzt Website-Builder Solo von Mozilla testen

Seit dem Start hat Mozilla einige Funktionen ergänzt. Jetzt hat Mozilla Solo 1.9 fertiggestellt. Die vollständigen Release Notes:

  • Unterstützung für hochgestellte Zeichen, tiefgestellte Zeichen und nummerierte Listen in allen Rich-Text-Bearbeitungsfeldern hinzugefügt
  • Unterstützung für die Anpassung der SEO-Keywords für jede Seite der Website hinzugefügt
  • Neue Umschaltfunktion zum Deaktivieren der automatischen Wiedergabe im Bereich „Galerie“ hinzugefügt
  • Maximale Anzahl der Logos im Bereich „Logo“ von 10 auf 25 erhöht
  • Erhöhung der Zeichenbegrenzung für benutzerdefinierten Code auf 15.000 und Lockerung der Regeln, um mehr Arten von benutzerdefiniertem Code zuzulassen
  • Verbesserung der Wiederverbindung mit benutzerdefinierten Domains
  • Verbesserung der Ladegeschwindigkeit der Website um bis zu 90 %
  • Unterstützung für die Änderung Ihrer E-Mail-Adresse über die Kontoeinstellungen hinzugefügt
  • Unterstützung für Google-Videos und private Vimeo-Videos im Bereich „Video“ hinzugefügt
  • Unterstützung für Houzz als soziales Netzwerk zur Anzeige in der Kopf- oder Fußzeile hinzugefügt
  • Behebung eines Fehlers, durch den der Seitentitel manchmal nicht mit dem in der Link-Vorschau angezeigten Titel übereinstimmte
  • Verbesserte Verarbeitung großer animierter GIF-Bilder
  • Behebung eines Fehlers bei einigen benutzerdefinierten Domain-Sitemaps
  • Behebung gelegentlicher fehlerhafter Navigationslinks in der Kopfzeile beim Verbinden einer benutzerdefinierten Domain
  • Verbesserte Steuerung zur besseren Anpassung der Logogröße
  • Verbesserte Anzeige der Navigationskopfzeile auf Mobilgeräten für verschiedene Logogrößen
  • Zahlreiche weitere kleinere Fehlerbehebungen und Geschwindigkeitsverbesserungen

Die Nutzung von Solo ist kostenlos. Geringe Kosten fallen höchstens bei Verwendung einer benutzerdefinierten Domain an.

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31. August 2025

Der Enterprise Policy Generator richtet sich an Administratoren von Unternehmen und Organisationen, welche Firefox konfigurieren wollen. Mit dem Enterprise Policy Generator 6.6 ist nun ein Wartungs-Update und gleichzeitig die letzte Version mit Unterstützung für Firefox ESR 115 erschienen.

Enterprise Policy Generator

Download Enterprise Policy Generator für Firefox

Die Enterprise Policy Engine erlaubt es Administratoren, Firefox über eine Konfigurationsdatei zu konfigurieren. Der Vorteil dieser Konfigurationsdatei gegenüber Group Policy Objects (GPO) ist, dass diese Methode nicht nur auf Windows, sondern plattformübergreifend auf Windows, Apple macOS sowie Linux funktioniert.

Der Enterprise Policy Generator hilft bei der Zusammenstellung der sogenannten Enterprise Policies, sodass kein tiefergehendes Studium der Dokumentation und aller möglichen Optionen notwendig ist und sich Administratoren die gewünschten Enterprise Policies einfach zusammenklicken können.

Neuerungen vom Enterprise Policy Generator 6.6

Wenn ein Filter aktiv war und die Benutzeroberfläche neu geladen wurde, blieb der Suchbegriff zwar im Filterfeld erhalten, aber der Filter war nicht mehr aktiv und das Eingabefeld war nicht sichtbar. Jetzt bleibt der Filter aktiv.

Es war bereits möglich, eine andere Richtlinie mit einem bestimmten Wert auszuschließen, aber es war nicht möglich, eine andere Richtlinie auszuschließen, wenn die aktuelle Richtlinie einen bestimmten Wert hat. Dies ist jetzt möglich. So schließen sich jetzt auch die Richtlinien UseSystemPrintDialog und PrintingEnabled mit einem Wert von false gegenseitig aus.

Die Preferences-Richtlinie erlaubt nicht die Verwendung aller Firefox-Optionen. Es gab bereits eine Validierung, um sicherzustellen, dass kein Optionsname verwendet wird, der nicht verwendet werden darf oder nicht mit einem bestimmten Präfix beginnt. Es gibt jedoch auch einige Optionen, die mit einem zulässigen Präfix beginnen, aber dennoch nicht erlaubt sind. Diese Optionen werden nun ebenfalls von der Validierung als falsch erkannt.

Die Feldbeschreibungen können in der Breite nicht länger mehr Platz einnehmen als die Felder ansonsten selbst breit sind.

Es wurden einige vorbereitende Änderungen unter der Haube zur Unterstützung der ContentAnalysis-Richtlinie implementiert, die in einer späteren Version hinzugefügt wird.

Die Unterstützung für die Richtlinie DisablePocket wurde entfernt, da Pocket eingestellt wurde.

Die Unterstützung für die veralteten Optionen privacy.file_unique_origin und security.ssl.errorReporting.enabled in der Preferences-Richtlinie wurde entfernt, da diese Optionen in Firefox nicht mehr vorhanden sind.

Der Enterprise Policy Generator 6.6 ist die letzte Version, welche Firefox 115 unterstützt. Mindestanforderung für den Enterprise Policy Generator 7.0 wird Firefox 128 sein.

Entwicklung unterstützen

Wer die Entwicklung des Add-ons unterstützen möchte, kann dies tun, indem er der Welt vom Enterprise Policy Generator erzählt und die Erweiterung auf addons.mozilla.org bewertet. Auch würde ich mich sehr über eine kleine Spende freuen, welche es mir ermöglicht, weitere Zeit in die Entwicklung des Add-on zu investieren, um zusätzliche Features zu implementieren.

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Vor ziemlich genau drei Wochen wurde Debian 13 mit dem Codenamen "trixie" veröffentlicht. Da Debian einen wichtigen Architekturzweig unter Linux bildet, von dem viele Derivate wie z. B. Ubuntu abzweigen, werfen wir heute einen kleinen Blick auf die Veränderungen.

Zahlen, Daten, Fakten

Schaut man in die Veröffentlichungsmeldung, bekommt man einen Überblick, was sich in diesem Release getan hat:

Das Release umfasst nach gut zwei Jahren Entwicklung 69.830 Pakete, wobei 14.100 Zugänge, 8.840 Abgänge und 44.326 Aktualisierungen zu verzeichnen sind. Als Kernel kommt Linux 6.12 LTS zum Einsatz. Gebaut wird mit GCC 14.2 und LLVM 19. Systemd wird in Version 257 genutzt. Bei den Desktopumgebungen sind wir bei GNOME 48, KDE Plasma 6.3, LXDE 13, LXQt 2.1.0 und Xfce 4.20 angekommen. Python wird in Version 3.13, Rust in Version 1.85, OpenSSL in Version 3.5 und PHP in Version 8.4 ausgeliefert. Das gesamte Paketarchiv umfasst 403 GB, wovon auf den meisten Systemen nur ein Bruchteil installiert sein sollte.

Zu den Architekturen:

  • Die offizielle 32-Bit-Unterstützung (i386) entfällt ab diesem Release. Verbleibende i386-Pakete für Anwendungen sind nur zur Nutzung auf einem 64-Bit-System mit entsprechendem 64-Bit-Kernel vorgesehen, Stichwort multiarch.
  • Für ARM-Nutzer alter Architekturen vor Arm v7, die auf die armel (ARM EABI) zurückgegriffen haben, ist Debian 13 das letztmögliche Release. Installationsabbilder werden schon jetzt nicht mehr bereitgestellt.
  • Die Unterstützung für mipsel und mips64el entfällt mit diesem Release komplett.

Besonderheiten

Aus Entwicklersicht wurden erste Vorkehrungen für Lösungen gegen das Jahr-2038-Problem unternommen. Im Jahr 2038 wird der für Linux-Systeme integrale Unix-Timestamp (Sekunden ab 01.01.1970) nicht mehr allein durch 32-Bit darstellbar sein. time_t wurde auf 64-Bit umgestellt und in mühevoller Arbeit auf die verschiedenen Pakete ausgerollt. Gleichzeitig werden auch Anwendungen wie lastlog aus Debian 13 entfernt, da der 32-Bit-Timestamp so tief verankert ist, dass eine Umstellung neue Programme erfordert. Ersatz in Form von lslogins, lastlog2 oder wtmpdb steht bereit, falls benötigt.

Aus administrativer Sicht ist das /tmp-Verzeichnis in diesem Release spannend, da es nicht mehr auf dem Dateisystem liegt, sondern über tmpfs gemounted wird. Die Daten liegen somit im RAM. Dadurch teilen sich die Daten im temporären Verzeichnis einerseits mit den Anwendungen und dem Cache nun den Arbeitsspeicher, andererseits sind nach Neustart die Daten auch gelöscht. Bei einem Upgrade auf Version 13 sei zu bedenken, dass das neue tmpfs das alte /tmp-Verzeichnis im Dateisystem, sofern vorhanden, überdeckt. Wer nach dem Upgrade auf alte Daten noch zurückgreifen möchte, muss das Dateisystem per bind-mount in z. B. das Verzeichnis /mnt einhängen (mount --bind / /mnt) und kann anschließend die alten Daten aus dem Verzeichnis retten.

OpenSSH ist nun in Version 10 verfügbar und fährt weiter den Support alter Cipher zurück. Diesmal sind die veralteten DSA-Schlüssel an der Reihe. Wer sich noch auf alte Geräte wie Router oder Switches verbinden muss, benötigt nun das Zusatzpaket openssh-client-ssh1, da sich DSA auch über Konfigurationsoptionen nicht mehr aktivieren lässt.

Aus Security-Sicht ist eine Neuerung bei ping ganz interessant. Da dieses Programm ICMP-Pakete senden muss, die bisher nicht über reguläre Sockets abbildbar waren, lief es bisher nur unter erhöhten Rechten, da ein Zugriff auf Raw Sockets erforderlich war. Das wird bislang mit File Capabilities umgesetzt, ganz früher kam sogar noch setuid zum Einsatz. Da potentielle Sicherheitslücken in der Ping-Binary damit unnötig viel Angriffsfläche auf einem System eröffnen würden und der Ping nicht das volle Potential von Raw Sockets benötigt, können Anwendungen nun die Datagramme über ICMP_PROTO-Sockets versenden. Ping nutzt unter Debian 13 nun diese Variante. Durch die Umstellung entfällt das Erfordernis der erweiterten Rechte. Die ICMP_PROTO-Sockets können wiederum durch z. B. net.ipv4.ping_group_range eingeschränkt werden.

Auch für Security interessant: das neue Paket debian-security-support ermöglicht es, den Supportstatus der installierten Pakete zu überprüfen.

Hinweise für das Upgrade

Wer Debian 13 per SSH aktualisiert, sollte aufpassen: OpenSSH sollte erst mindestens auf Version 1:9.2p1-2+deb12u7 (Debian 12) aktualisiert werden, da sonst Unterbrechungen während des Upgrades auftreten können.

Auch Administratoren, die viel virtualisieren, sollten auf libvirt achten: Das bisher monolithische Paket wurde umfangreich aufgespalten und es sollte vorab untersucht werden, welche weiteren Pakete nun benötigt werden, damit nach dem Update keine Funktionalität verloren geht.

Unterstützung und EoL

Stand August 2025 gibt es nun drei unterstützte Debian-Versionen:

  • Debian 13 (stable, trixie) bis August 2028, verlängert per LTS bis Juni 2030
  • Debian 12 (oldstable, bookworm) bis Juni 2026, verlängert per LTS bis Juni 2028
  • Debian 11 (oldoldstable, bullseye) nur noch als LTS bis August 2026

Administratoren sollten nun beginnen, ihre Migration von Debian 11 anzugehen. LTS-Versionen werden nicht mehr vom regulären Security- und Release-Team, sondern durch das LTS-Team gepflegt, um einen fünfjährigen Support sicherzustellen. Der Übergang ist fließend, aber durch den immensen Aufwand können nicht alle Pakete mit der gleichen Aufmerksamkeit betreut werden.

Die vollständigen Hinweise zum neuen Release sind in den Debian 13 Release Notes zu finden.

30. August 2025

Die MZLA Technologies Corporation hat mit Thunderbird 11.1 ein Update für die Android-Version seines E-Mail-Clients veröffentlicht.

Download Thunderbird für Android

Thunderbird 11.1 für Android bringt einige Verbesserungen gegenüber Thunderbird 10.1, darunter eine überarbeitete Account-Navigation mit Ordner-Hierarchie. Die Darstellung von E-Mails im Dark Mode wurde durch eine algorithmische Verdunkelung verbessert. Die Kompatibilität mit einigen Internetdienstanbietern wurde durch Verwendung von ehlo.thunderbird.net als EHLO-Kennung verbessert.

Die Einstellung für die Schriftgröße wurde zugunsten der Betriebssystem- und Dichteeinstellungen entfernt. Archivierte Nachrichten werden automatisch als gelesen markiert. Es gab Verbesserungen des Designs und zahlreiche Fehlerkorrekturen und Verbesserungen unter der Haube. Unter anderem wurden Probleme bei der Einrichtung von Konten von outlook.com und hotmail.com behoben. Eine ausführlichere Liste bieten die offiziellen Release Notes.

Der einzige Unterschied zwischen Thunderbird 11.0 und Thunderbird 11.1 ist eine verbesserte optische Unterscheidung zwischen gelesenen und ungelesenen E-Mails, welche in Thunderbird 11.0 kurzzeitig etwas schlechter geworden war.

Der Beitrag Thunderbird 11.1 für Android veröffentlicht erschien zuerst auf soeren-hentzschel.at.

29. August 2025

Jetzt hat es auch den Editor Helix erwischt. Kaum wird ein Projekt etwas bekannter, erstellen irgendwelche Leute Internetseiten, die den Anschein erwecken sollen, dass es sich um die offizielle Seite handelt. Im Falle von Helix betrifft das aktuell https://helixeditor.com. Das ist nicht die offizielle Internetpräsenz des Projekts, sondern https://helix-editor.com.

Aktuell verweisen auf dieser Seite die Download-Links noch auf die offiziellen Quellen. Dies kann sich aber vielleicht demnächst ändern, sodass man sich schädlichen Code herunterlädt.

Die Entwickler von Helix haben den Hoster der Domain / des Webspace (Spaceship.com) bereits informiert. Dieser sieht aktuell aber keinen Grund etwas zu unternehmen, da derzeit auf keinen schädlichen Code verlinkt wird ( https://github.com/helix-editor/helix/issues/13744 ). Was aktuell nachvollziehbar ist, aber ein gewisses Risiko für die Zukunft birgt.

Dieses, und andere Beispiele wie https://notepad-plus-plus.org/news/help-to-take-down-parasite-site/ zeigen, dass man immer prüfen sollte welche Internetseite oder welche Paketquelle man nutzt.

Es gilt daher auch in Zeiten von AI (aka Chatbots) weiterhin, dass man das, was man zwischen den Ohren hat, nutzen sollte.